Chronik 02.1870

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DIE EREIGNISSE IM FEBRUAR 1870



In Venezuela beginnt ein Volksaufstand gegen die dort herrschende Diktatur

In New York wird eine 95 Meter lange Untergrundbahn eröffnet

In den USA wird das U.S. Army Weather Bureau gegründet, dessen Dienste allen Bürgern zugute kommen soll


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Der Beach Pneumatic Transit in New York
Die wichtigsten Persönlichkeiten des Monats
(nach Geburtsjahr geordnet)
Jahres-Chroniken
Länderchroniken
Die wichtigsten Herrscher und Regierenden des Monats
Nation Name Regierungszeit
Großbritannien.png
Vereinigtes Königreich Großbritannien und Irland
Königin Victoria
Premierminister William Ewart Gladstone
20.06.1837-22.01.1901
03.12.1868-20.02.1874
Vatikan 1825-1870.png
Kirchenstaat
Papst Pius IX.
Kardinalstaatssekretär Iacobus Cardinale Antonelli
16.06.1846-07.02.1878
12.04.1850-06.11.1876
(secundum mandatum)
Österreich-Ungarn.png
Österreich-Ungarische Monarchie
Kaiser Franz Joseph I.
Präsident des Ministerrates Ignaz Edler von Plener
Präsident des Ministerrates Leopold Hasner Ritter von Artha
02.12.1848-21.11.1916
15.01.1870-01.02.1870
01.02.1870-12.04.1870
Frankreich.png
Französisches Kaiserreich
Kaiser Napoléon III.
Siegelbewahrer und Minister für Justiz und Religion Émile Ollivier
01.12.1852-04.09.1870
02.01.1870-09.08.1870
Russland 1858-1883.png
Russisches Kaiserreich
Zar Alexander II. "Osvoboditeli" ("der Befreier")
Vorsitzender des Ministerrates Pawel Pawlowitsch Gagarin
02.03.1855-13.03.1881
02.03.1864-04.03.1872
Deutsches Reich.png
Norddeutscher Bund
Präsident König Wilhelm I. von Preußen
Ministerpräsident Otto Graf von Bismarck
02.01.1861-09.03.1888
23.09.1862-01.01.1873
USA 1867-1877.png
Vereinigte Staaten von Amerika
Präsident Ulysses Simpson Grant
Vizepräsident Schuyler Colfax
04.03.1869-04.03.1877
04.03.1869-04.03.1873
Ereignis
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Chronik Januar 1870 / Februar 1870 / März 1870 / April 1870 / Mai 1870 / Juni 1870 / Juli 1870 / August 1870 / September 1870 / Oktober 1870 / November 1870 / Dezember 1870
Fortlaufende Ereignisse
  • Tripel-Allianz-Krieg zwischen Paraguay und der Koalition aus Uruguay, Argentinien und Brasilien (seit 13. Dezember 1864)
01.02.1870
Österreich-Ungarn.png
Der scheidende Ministerpräsident Ignaz von Plener
Der neue Ministerpräsident Leopold Hasner von Artha
Österreichisch-Ungarische Monarchie

Das erst seit 14 Tagen im Amt sich befindliche Kabinett von Ignaz von Plener wird durch das Kabinett Leopold Hasner Ritter von Artha abgelöst. Ritter von Artha war bislang Minister für Kultur und Unterricht. Die Minister für Finanzen, Inneres und Justiz bleiben im Amt, das Amt des Ministers für Ackerbau wird wieder besetzt. Das neue Kabinett der Österreichisch-Ungarischen Monarchie ist:

Ministerpräsident und Minister für Landesverteidigung und öffentliche Sicherheit sowie Handelsminister: Dr. Leopold Hasner Ritter von Artha
Minister für Finanzen: Dr. Rudolf Brestel
Minister des Innern: Dr. Carl Giskra
Minister für Justiz: Prof. Eduard Herbst
Minister für Ackerbau: Dr. Anton Banhans
Minister für Kultus und Unterricht: Dr. Karl von Stremayr

Dänemark.png
Königreich Dänemark / Grönland / Färöer

Im Mutterland Dänemark sowie in Grönland und auf den Färöer-Inseln findet eine Volkszählung (Folketälling) statt.

Schweiz.png
Schweizerische Eidgenossenschaft

Nach mehr als zehn Jahren Tätigkeit im Gemeinderat von Vevey wird der Regierungsrat des Kantons Waadt Paul Cérésole, Parti radical-démocratique (PRD, VD), zum Bundesrat gewählt. Cérésole spricht fließend deutsch.

03.02.1870
Spanien 1785-1873.png Italien 1861-1946.png
Königreich Spanien / Königreich Italien

Vittorio Emanuele II. di Savoia, König von Italien, Enkel von María Luisa de Borbón und Urenkel von Carlos III de España, weist die ihm angetragene spanische Krone zugunsten seines Neffen, dem Herzog von Genua, Prinz Tomás Alberto von Savoyen, zurück.

USA 1867-1877.png
Vereinigte Staaten von Amerika

Das 15. Amendment (Zusatzartikel) zur Verfassung der Vereinigten Staaten von Amerika wird fünf Jahre nach dem Versprechen des damaligen Präsidenten Abraham Lincoln in Kraft gesetzt. Aufgrund dieses Artikels ist es verboten, einer Person aufgrund ihrer ethnischen Zugehörigkeit, ihrer Hautfarbe oder ehemaligen Sklaven das Wahlrecht zu verweigern. Der Wortlaut des ersten Abschnittes dieses Artikels ist:

The right of citizens of the United States to vote shall not be denied or abridged by the United States or by any State on account of race, color, or previous condition of servitude.
(„Das Wahlrecht der Bürger der Vereinigten Staaten darf von den Vereinigten Staaten oder einem Einzelstaat nicht auf Grund der Rassenzugehörigkeit, der Hautfarbe oder des vormaligen Dienstbarkeitsverhältnisses versagt oder beschränkt werden.")

07.02.1870
USA 1867-1877.png
Der Gouverneur von Vermont, Peter Thacher Washburn, stirbt
Vereinigte Staaten von Amerika / Vermont

Peter Thacher Washburn (* 7. September 1814 in Lynn, Massachusetts) stirbt in Woodstock, Vermont. Er war seit 15. Oktober 1869 Gouverneur des Bundesstaates Vermont. Nach dem Jurastudium wurde er im Jahr 1838 als Rechtsanwalt zugelassen. Danach begann er zunächst in Ludlow und ab 1844 in Woodstock in seinem neuen Beruf zu arbeiten. Zwischen 1844 und 1852 war er als Protokollist (Reporter of Decisions) am Obersten Gerichtshof von Vermont angestellt. Zwischen 1853 und 1854 war Washburn Abgeordneter im Repräsentantenhaus von Vermont. Er wurde Mitglied der neugegründeten Republikanischen Partei. Im Jahr 1860 führte er die Fraktion der Delegierten aus Vermont auf der Republican National Convention, bei der Abraham Lincoln zum Präsidentschaftskandidaten der Partei nominiert wurde. Außerdem wurde er Mitglied in der Miliz seines Staates. Dort stieg er bis zum Oberstleutnant und stellvertretenden Kommandeur der Einheit auf. Zu Beginn des Amerikanischen Bürgerkriegs nahm Washburn aktiv an den Kämpfen teil. Dann wurde er als Brigadegeneral zum Adjutant General von Vermont ernannt. In dieser Eigenschaft war er für die Rekrutierung und Ausbildung von Soldaten verantwortlich. Auch die Überstellung der Rekruten an die Kampfeinheiten gehörte zu seinen Aufgaben. Dieses Amt übte er während des ganzen Krieges aus. Nach dem Krieg wurde er Präsident der Woodstock-Railroad-Eisenbahngesellschaft und einer der Direktoren der Rutland-and-Woodstock-Eisenbahn. Außerdem war er Kurator der University of Vermont und der staatlichen Landwirtschaftsschule. Im Jahr 1869 wurde er zum neuen Gouverneur seines Staates gewählt. Er trat sein neues Amt am 15. Oktober 1869 an. Als Gouverneur setzte sich Washburn für die Nutzung der Bodenschätze des Staates ein. Überdies wurde ein Gesetz verabschiedet, das die Amtszeit der Gouverneure von einem auf zwei Jahre verlängerte. Washburn ist nunmehr der erste Gouverneur von Vermont, der im Amt verstarb. Sein Amt wird von Vizegouverneur George Whitman Hendee übernommen. Peter Washburn war zweimal verheiratet und hat insgesamt drei Kinder.

09.02.1870
USA 1867-1877.png
Vereinigte Staaten von Amerika

Der US-Verteidigungsminister fordert die Kongressabgeordneten zur Gründung eines militärischen Wetterdienstes auf. Er überzeugt die Abgeordneten von der Wichtigkeit von Wetterbeobachtungen an Militärbasen auf dem gesamten Gebiet der USA sowie in den Territorien, die noch keine Bundesstaaten geworden sind. Als besonders wichtig werden die Beobachtung der Wetterentwicklung an den nördlichen Seen sowie an der Atlantikküste betrachtet. Durch Telegrafie und bei der Marine übliche Signale sollen die Wettermeldungen in einer zentralen Abteilung gesammelt und ausgewertet werden. US-Präsident Ulysses S. Grant unterzeichnet noch am selben Tag das Gesetz, das das bisherige Army Signal Corps zum U.S. Army Weather Bureau macht in der Erwartung, dass der Wert der neuen Dienstleistung allen Bürgern der Vereinigten Staaten in der Zukunft zugute kommen wird, da das tägliche Leben der meisten Bürger des Landes durch die künftig erstellten Wetterprognosen und Warnungen positiv beeinflusst werden wird. General Albert J. Myer wird zum Chief Signal Officer und damit zum leiter des neuen Wetterdienstes ernannt.

10.02.1870
Deutsches Reich.png Preußen 1863-1922.png
Norddeutscher Bund / Königreich Preußen
  • Der preußische Handelsminister Heinrich Friedrich von Itzenplitz, der vor 19 Tagen den Antrag der gerade gegründeten Deutschen Bank auf Gründung einer Aktiengesellschaft erhielt und dieses Ansinnen gemeinsam mit dem Kanzler des Königreiches Preußen, Graf Otto von Bismarck wohlwollend vorantreiben will, schreibt an Bismarck: Verfolgt und erreicht die Gesellschaft ihren Zweck, so kann sie in der That von großer Bedeutung für die Entwicklung der Handelsverhältnisse werden. Von Wichtigkeit erscheint es uns, dass eine solche Gesellschaft in Berlin ihren Sitz hat.
  • Der „Eisenbahnkönig“ Bethel Henry Strousberg richtet in der Berliner Dorotheenstraße und in seiner Markthalle am Schiffbauerdamm Volksküchen ein.
USA 1867-1877.png
Vereinigte Staaten von Amerika / New York

In New York wird der YWCA, das weibliche Pendant zum YMCA gegründet. YWCA ist der Christliche Verein Junger Frauen und steht für „Young Women’s Christian Association“. Der YWCA ist 1855 in London unter dem Eindruck der industriellen Revolution und in Anlehnung an den YMCA entstanden. Im schnell wachsenden London engagiert er sich seither für sichere Wohnstätten, Bildungsangebote, Kontaktnetze und Möglichkeiten zum Bibelstudium für Frauen.

12.02.1870
USA 1867-1877.png
Alfred Ely Beach
Vereinigte Staaten von Amerika / New York

Um den Broadway in New York vom stetig zunehmenden Verkehrsaufkommen zu entlasten, schlägt Alfred Ely Beach den Bau einer Untergrundbahn vor. Im Gegensatz zu anderen bevorzugt er Pneumatik als Antriebsart, nicht etwa Dampflokomotiven, wie sie seit der 1863 eröffneten Metropolitan Railway in London erfolgreich eingesetzt werden. Beach interessierte sich auch für Rohrpostsysteme zur Beförderung von Briefen und Paketen. Nachdem er vom Staat New York eine Konzession erhalten hatte, begann er 1869 mit dem Bau einer unterirdischen Rohrpostleitung. Während der Bauarbeiten entschied sich Beach kurzerhand, stattdessen eine Vorführstrecke für den Personentransport einzurichten. Es gelang ihm, sein Bauvorhaben weitgehend im Verborgenen durchzuführen. Zwar berichteten einzelne Zeitungen von der Anlieferung einer großen Menge von Baumaterial zur Warren Street, doch erst heute erfährt die Öffentlichkeit in einem (wohl von Beach selbst in Auftrag gegebenen) Artikel der New York Tribune von den tatsächlichen Begebenheiten.

USA 1867-1877.png
Vereinigte Staaten von Amerika / Utah Territory

Im Utah Territory wird den Frauen das Wahlrecht verliehen.

14.02.1870
Deutsches Reich.png Preußen 1863-1922.png
Norddeutscher Bund / Königreich Preußen

Der Baumeister, Lehrer und Gewerbepolitiker Adolph Ferdinand Wenceslaus Brix (* 20. Februar 1798 in Wesel) stirbt in Charlottenburg bei Berlin. Brix wurde 1827 Baucondukteur, 1834 Fabriken-Kommissionsrat, 1853 Regierungsrat, 1866, als er vom Staatsdienst zurücktrat, geheimer Oberregierungsrat. Er war Direktor der königlich-preußischen Normal-Eichungs-Kommission, Mitglied der Technischen Deputation für Gewerbe im Handelsministerium und der technischen Baudeputation, Lehrer der angewandten Mathematik an dem Gewerbeinstitut zu Berlin (1828-1850), so wie der "Höheren Analysis und angewandten Mathematik" an der Bauakademie Berlin. Neben der Ausführung mehrerer öffentlicher Bauten in Berlin und Potsdam verfasste er literarischer Arbeiten, namentlich viele Abhandlungen in Zeitschriften, ferner ein "Lehrbuch der Statik und Mechanik" (1831), Schriften "Über Festigkeit und Elastizität der Eisendrähte" (1847), "Über den Widerstand der Fuhrwerke" (1850) und "Über Alkoholometrie" (Lehre von der Bestimmung des Alkoholgehaltes in Flüssigkeiten; 1850, 1851 und 1856).

Venezuela 1863-1905.png
Vereinigte Staaten von Venezuela

In Venezuela beginnt die „Revolución de Abril“, ein Volksaufstand gegen die dort herrschende Diktatur.

17.02.1870
Deutsches Reich.png Sachsen 1815-1935.png
Samuel Erdmann Tzschirner
Norddeutscher Bund / Königreich Sachsen

Samuel Erdmann Tzschirner (* 1812 in Bautzen) stirbt in Leipzig. Er war ein deutscher Jurist und Revolutionsführer des Dresdner Maiaufstandes 1849. Sein Vater war ein einfacher Stricker. Tzschirner studierte aber Rechtswissenschaften und eröffnete 1840 eine Kanzlei in Bautzen. Später war er als Advokat in Dresden tätig. Im 19. städtischen Wahlkreis wurde Tzschirner 1848 in einer Nachwahl für die Demokraten in die II. Kammer des Sächsischen Landtags gewählt, wo er die demokratische Minderheit als Oppositionsführer organisierte. Ebenfalls 1848 war er tonangebender Mitbegründer des demokratischen Vaterlandsvereins. Auch dem im Dezember 1848 nach dem liberalisierten Wahlrecht vom 15. November 1848 gewählten Landtag gehörte er an und übernahm das Amt des Vizepräsidenten der II. Kammer. Tzschirner war führend am Dresdner Maiaufstand vom 3. bis 9. Mai 1849 beteiligt. Dieser war der Versuch, König Friedrich August II. zu stürzen und eine Republik zu etablieren. Tzschirner gehörte der provisorischen Regierung an. Nach der Niederschlagung der sächsischen Revolution durch preußische Truppen ging Tzschirner nach Karlsruhe. Dort nahm er an der Reichsverfassungskampanie Baden teil. Außerdem war er am 5. Juni 1849 an der Gründung des „Clubs des entschiedenen Fortschritts“ beteiligt. Nach dem Ende der Revolution ging Tzschirner ins Exil nach Zürich. 1854 emigrierte er in die USA, wo er politisch auf Seiten der Republikaner aktiv war. Nachdem ihm 1865 Amnestie gewährt wurde, kehrte er nach Deutschland zurück.

Großbritannien.png Metis.png
Vereinigtes Königreich Großbritannien und Irland / Dominion of Canada / Manitoba

Die Widerstandsgruppe gegen die Métis-Regierung in Manitoba, die im Januar aus der Haft in Upper Fort Garry fliehen konnte, wird erneut gefangengenommen. Einer ihrer Führer, der Händler und Grundbesitzer John Schultz, ist immer noch in Freiheit, da er sich frühzeitig absetzte. Nach einem zweiten Angriff auf die Provisorische Regierung wird Kommandeur Charles Boulton, der erst vor Wochen die Seiten wechselte, als deren Anführer zum Tod verurteilt. Verschiedene Seiten bemühen sich aber bei dem Führer der Métis, Louis Riel, um Milde, und als der Gesandte der Hudson Bay Company, Donald Smith, verspricht, bei den englischsprachigen Siedlern für deren Teilnahme an der neuen Provinzregierung einzutreten, wird das Urteil wieder aufgehoben. Der gefangene Scott scheint dies unterdessen als Schwäche zu interpretieren, pöbelt hemmungslos gegen seine Wachen und droht, Riel nach seiner Befreiung umzubringen. Nachdem er mehrfach verwarnt wird, verurteilt eine vierköpfige Jury unter dem Vorsitz von Ambroise-Dydime Lépine ihn wegen fortwährender Gehorsamsverweigerung zum Tode.

20.02.1870
Deutsches Reich.png Preußen 1863-1922.png
Norddeutscher Bund / Königreich Preußen

Der Maler Karl (auch Carl) Wilhelm Gropius (* 4. April 1793 in Braunschweig) stirbt in Berlin. Gropius bildete sich in Berlin unter Karl Friedrich Schinkels Leitung zum Landschaftsmaler aus. In Paris lernte er das von Louis Daguerre und Charles Marie Bouton erfundene Diorama kennen. Er bereiste auch Italien und Griechenland und brachte eine Anzahl Ansichten mit, die er in seinem 1827 eröffneten Diorama verwendete. Später wandte er sich der Dekorationsmalerei zu und arbeitete seit 1819 als Hoftheatermaler für Berliner Bühnen. Die Früchte seiner Reisen, eine Sammlung von Ansichten aus verschiedenen Gegenden, gab er 1846 in zwölf Heften heraus. Eine Sammlung seíner Ornamente in verschiedenen Baustilen erschien 1846.

22.02.1870
Großbritannien.png
Der Missionar James Gilmour
Vereinigtes Königreich Großbritannien und Irland

Der schottische Missionar James Gilmour aus Cathkin beginnt seine Reise, die ihn nach China und in die Mongolei führen soll, indem er als Kaplan auf dem Dampfschiff DIOMED anheuert, das heute in Liverpool ablegt. In jeder Nachtwache will er der Crew das Evangelium predigen und auf diese Weise mit jedem Mitglied der Crew einen Kontakt aufbauen. Die Familie Gilmours gehört zu den wenigen Calvinisten in Schottland. An der Universität von Glasgow hatte Gilmour Bestnoten in Latein und Griechisch, das Geheimnis seines Erfolges ist, so sagt er, ein "unaussprechlicher Wert", nämlich die Pünktlichkeit. Es wird über ihn erzählt, dass er niemals im Leben auch nur eine Stunde vorsätzlich verloren hat. Obwohl er Geld hatte, war er sehr sparsam. Er hatte ein Grauen vor Rauschmitteln. Einmal rief er einen Klassenkameraden an, der Bier in seinem Zimmer hatte. Der junge Gilmour hob leise das Fenster, und als er es auf der Straße ausschüttete, sagte er: "Besser auf Gottes Erde als in Seinem Bild." Gilmour erwarb 1867 seinen Bachelor-Abschluss und 1868 seinen Master-Abschluss. Seine frühe religiöse Ausbildung trug Früchte in seinem Bekenntnis zur Bekehrung zum Christentum während seines Universitätslebens. Er wählte den Missionsdienst, weil die Arbeiter im Ausland weniger waren als zu Hause, und "mir schien die Seele eines Inders so wertvoll wie die Seele eines Engländers und das Evangelium ebenso für die Chinesen wie für die Europäer." Er hatte auch den Befehl in Matthäus gelesen: "Geh in alle Worte und predige", er dachte, dass es einen Befehl zum Predigen gab, aber es war gekoppelt mit einem Befehl, in die ganze Welt zu gehen. Er glaubte nicht, dass Gott sich zu ihm gesellen könnte, wenn er beschlossen hätte, zu Hause zu bleiben. Die moralische Wirkung des besten Schülers, der sich für die Mission entschied, war sehr groß. Als er sich als Missionar in der Londoner Missionsgesellschaft anbot, wurde er zur weiteren Ausbildung ins Cheshunt Congregational Theological College (14 Meilen nördlich von London) geschickt. Er studierte seine Bibel mit so großer Ernsthaftigkeit, dass gesagt wurde, dass "seine Seele in Liebe zu den verlorenen Heiden entflammt wurde". Sein Eifer glänzte auch zu Hause. Abends ging er allein aus, um im Freien zu predigen oder mit Arbeitern am Straßenrand oder auf dem Feld über die Anliegen Christi zu sprechen. Erst vor zwölf Tagen wurde er in der Augustine Chapel in Edinburgh als Missionar für die Mongolei ordiniert. Gilmour hatte zuvor ein Jahr lang in London chinesisch gelernt.

23.02.1870
USA 1867-1877.png
Vereinigte Staaten von Amerika / Mississippi

Ende der militärischen Besetzung von Mississippi durch Truppen der ehemaligen Nordstaaten, das wieder als Bundesstaat in die Union aufgenommen wird.

24.02.1870
Deutsches Reich.png Preußen 1863-1922.png Baden 1862-1871.png
Eduard Lasker prescht im deutschen Einigungsprozess vor...
... und Kanzler Bismarck erteilt ihm eine schroffe Absage
Norddeutscher Bund / Königreich Preußen / Großherzogtum Baden

Der nationalliberale Reichstagsabgeordnete und Jurist Eduard Lasker (bis etwa 1846 Jizchak Lasker) aus der Provinz Posen löst im Norddeutschen Bundestag einen parlamentarischen Vorfall aus. Es geht ihm um einen eventuellen Beitritt des Großherzogtums Baden zum Norddeutschen Bund. Bundeskanzler Otto von Bismarck beantwortete die Interpellation unerwartet schroff und abweisend. Hintergrund des Vorfalls sind die unterschiedlichen Vorstellungen Bismarcks und der Nationalliberalen über die Deutsche Einheit. Die Nationalliberalen wollen durch den Beitritt Badens die nationale Begeisterung stärken und den übrigen Südstaaten ein Beispiel vorsetzen. Mit der Erweiterung des Bundes verbinden sie auch die Hoffnung auf eine liberalere Innenpolitik. Bismarck hingegen will an der Verfassung des Norddeutschen Bundes nichts ändern und auch keine Volksbewegung entfesseln, die letztlich den Nationalliberalen zugute kommen würde. Lasker wurde 1866 Mitgründer der Nationalliberalen Partei. Dort stieg er zum Führer des linken Flügels auf. Im Norddeutschen Bund, einem Bundesstaat, ist das Staatsoberhaupt der preußische König mit dem Titel "Bundespräsidium". Das Bundespräsidium setzt als verantwortlichen Minister den Bundeskanzler ein. Dies ist der preußische Ministerpräsident Otto Graf von Bismarck. Heute steht auf der Tagesordnung des Reichstags die dritte Berathung über den Vertrag mit dem Großherzogthum Baden wegen wechselseitiger Gewährung der Rechtshilfe. Eduard Lasker verweist in seiner Rede darauf, dass die Thronrede dazu aufgerufen hatte, die deutschen Angelegenheiten zu beobachten. Von den süddeutschen Staaten sei Baden derjenige, in denen der nationale Gedanke am stärksten sei. Baden habe in der Vergangenheit die preußische Seite unterstützt und sei im Krieg von 1866 nur unter äußerstem Zwang zum Gegner geworden. Danach habe Baden sich Preußen gegenüber äußerst kooperativ und wohlwollend gezeigt. Über ewige Verträge arbeiten der Norddeutsche Bund und Baden schon eng zusammen, etwa im Militärwesen. Lasker erlaubt sich auch einen Hinweis darauf, dass die liberale Führung von Baden das Gegenteil von der in Preußen sei. Er sagt:

Räthselhaft erscheint mir, warum denn, auf der einen Seite das Land Baden, wollend und bestrebt in allen seinen offiziellen und populären Gewalten, sich diesem Bunde anzuschließen - warum dennoch die Vereinigung verhindert wird. [...] weil es [...] die höchste Aufgabe sein sollte, daß der Bund, so wie ihm die Möglichkeit geboten wird, nach Süddeutschland hinein sich erstrecke, damit wir nicht ferner getrennt bleiben in Süden und Norden. [...] nur als ein Provisorium haben wir [die Maingrenze] im Jahre 1866 uns gefallen lassen, und wir haben dies allseitig damals erklärt; um so mehr zu verwundern, daß die Gelegenheit geboten ist, den Norddeutschen Bund zu einem Bunde des gesammten Deutschlands zu machen, und daß dennoch die beiden Hände nicht zusammentreffen wollen. Da die Schuld nicht auf Seiten Badens liegt, so wird sie, wenn eine Schuld vorhanden ist, eben nur da zu suchen sein, wo die Initiative für den Hinzutritt eines süddeutschen Staates verfassungsmäßig vorgeschrieben ist.

Die Aufnahme Badens, so stellt Lasker in Aussicht, werde den Beitritt der übrigen Südstaaten nach sich ziehen. Rücksicht auf das Ausland dürfe kein Grund sein, „die dargebotene Hand zurückzuweisen“. Die missgünstigen Staaten Frankreich und Österreich seien momentan zu sehr mit sich selbst beschäftigt. Außerdem habe ja bereits die norddeutsche Bundesverfassung vorgesehen, dass die süddeutschen Staaten beitreten. Er zitierte den Passus (Art. 79, Absatz 2): Der Eintritt der Süddeutschen Staaten oder eines derselben in den Bund erfolgt auf den Vorschlag des Bundespräsidiums im Wege der Bundesgesetzgebung. Baden würde einen Beitrittsantrag stellen, wenn in der Reichstagsdebatte die Versicherung erfolge, dass der Antrag nicht abgelehnt werden würde. Der Antrag Lasker soll bewirken, dass der Reichstag die nationalen Bestrebungen Badens anerkenne und darin den „lebhaften Ausdruck der nationalen Zusammengehörigkeit“ erkenne. Der Reichstag nehme den möglichst ungesäumten Anschluß an den bestehenden Bund als Ziel derselben wahr. 38 Abgeordnete, einschließlich Lasker, unterzeichnen den Antrag. Der Konservative Moritz von Blanckenburg folgt mit einem Abänderungsvorschlag: Auf den (zweiten) Teil, der vom Anschluss sprach, solle verzichtet werden. Nach Laskers Rede führt er aus, dass er des Morgens von den Liberalen mit dem Antrag überrascht worden sei und er noch nicht mit seinen Fraktionsgenossen beraten konnte. Trotz grundsätzlicher Begeisterung für die deutsche Sache äußert er Zweifel daran, dass in Baden das nationale Gefühl bereits genug vorangeschritten sei. Möglicherweise seien die dortigen Bestrebungen auch Parteibestrebungen. Würde man dieser die Hand bieten, könnten die übrigen Parteien unerwünschter Weise gestärkt werden. Blanckenburg erinnert die Abgeordneten Lasker und Miquel ferner daran, dass sie es gewesen seien, die in den Verfassungsartikel den preußischen König gebracht hatten. Sie hatten seinerzeit argumentiert, dass nicht allein die süddeutschen Staaten über einen Beitritt entscheiden sollten, sondern Preußen mit seinem König, weil Preußen die Verantwortung im europäischen Rahmen tragen würde. Fraglich sei es, ob Baden den Aufnahmeantrag überhaupt stellen wolle. Jedenfalls dürfe Baden das Bundespräsidium nicht zur Aufnahme drängen. Die Nationalliberalen im Reichstag benähmen sich so, als würden sie die auswärtige Lage besser kennen als der Bundeskanzler; zu einem solchen Führungsanspruch seien sie aber nicht legitimiert, da sie vor 1866 die Reorganisation der Armee zu verhindern suchten. Bundeskanzler Bismarck nennt den Antrag und die Rede des Laskers überraschend und unerwünscht. Er beklagt sich, nicht vorher konsultiert worden zu sein. Nur Selbstbeschränkung des Reichstags ermögliche es, in Anlehnung an das Parlament auswärtige Politik zu betreiben. Die früher in Aussicht gestellte Unterstützung entzögen die Nationalliberalen ihm auf diese Weise. Lasker habe den Eindruck gemacht, intimere Beziehungen zur badischen Regierung zu haben als Bismarck selbst, und mehr an das badische denn an das norddeutsche Interesse zu denken. Baden habe seine, Bismarcks Antwort, voraussehen können. Lasker gebrauche seinen Antrag als Misstrauensvotum gegen die bisherige Auswärtige Politik. Bismarck wolle aber das Bundespräsidium nicht gedrängt sehen und wünsche ein badisches Beitrittsersuchen gar nicht. Die Vereinigung Deutschlands müsse in aller Freiwilligkeit erfolgen, ohne Bayern und Württemberg zu verstimmen. Baden sei als Vermittler zwischen Norden und Süden wichtiger denn als Bundesglied. Würde ein Bundesglied Baden die übrigen Südstaaten vom Westen (sprich Frankreich) abschirmen, dann gäbe es dort kein Motiv mehr, Rüstungsanstrengungen vorzunehmen. Außerdem wäre die badische Zollgrenze schwer zu bewachen, sollten Württemberg und Bayern einmal nicht mehr dem Zollverein angehören. Nach einigen weiteren Debattenteilnehmern stellt Lasker fest, dass es keine Mehrheit für den Antrag gab und zieht ihn zurück. Seiner Meinung nach habe aber die Debatte zweierlei geleistet: Der Bundeskanzler habe seine Haltung offengelegt, und die Reichstagsparteien wünschenswerterweise die Anstrengungen Badens gelobt. Karl Erich Pollmann erklärt den Rückzug der Nationalliberalen als Zurückweichen vor der Vertrauensfrage, die Bismarck im Antrag ausdrücklich sehen wollte. Zwar beteuern Lasker und seine Kollegen, dass sie nicht in die Außenpolitik eingreifen wollen, meinen aber, dass diese nicht nur durch die Diplomatie, sondern auch durch eine „Volkspolitik“ betrieben werden solle. Spätere Historiker werden zu dem Schluss kommen, dass Bismarck mit seiner Entgegnung das Risiko eingegangen sei, seine Beziehungen zu den Nationalliberalen, aber auch zur badischen Regierung zu belasten. Indem er auf die Initiative des Bundespräsidiums (seines Königs) pocht, macht er deutlich, dass für ihn machtpolitische Strukturentscheidungen im Norddeutschen Bund weiterhin wichtiger sind als das Verhältnis zum Süden. Diese Entscheidungen will er nicht zurücknehmen, selbst wenn er damit rasche Fortschritte in der Einigungsfrage würde erzielen können. Der Norddeutsche Bund ist ihm nichts Provisorisches, sondern ein Gebilde, dessen innere Struktur dauerhaft sein soll. Damit engt Bismarck aber seinen Spielraum ein und erlaubt es, dass die Partikularisten in Bayern und Württemberg sich an die Verhältnisse seit 1866 gewöhnen. Ihrerseits werden die Nationalliberalen „die nationale Partei schlechthin“, so der Historiker Gall, die befürchten muss, dass bei Enttäuschung der Erwartungen von 1866 ihre Anziehungskraft nachlassen wird – vor allem im Süden. Unter Bismarcks Politik werden der Bundesstaat und die Deutsche Einheit nicht etwa durch Erweiterung der persönlichen Freiheiten attraktiver, sondern durch das preußische Heeressystem, das im Süden eingeführt wurde, unattraktiver. Die Hoffnungen der Nationalliberalen sind aber unvereinbar mit Bismarcks Zielen. Der Bundeskanzler entfachte auch nicht etwa eine Anschlussbewegung in breiten Volksschichten. Für beide Seiten ist die Einheit kein Wert an sich, sondern Teil einer Kosten-Nutzen-Rechnung verfassungspolitischer Natur. Doch sind die Überlegungen der Nationalliberalen, die Südstaaten schrittweise aufzunehmen, eine realistische Alternative. Selbst wenn Frankreich wegen des Beitritts Badens zum Norddeutschen Bund den Krieg erklären würde: Süddeutschland ist durch Verträge an den Norden gebunden, und selbst die Partikularisten sind frankreichfeindlich eingestellt. Der Süden würde den Norden in diplomatischen Differenzen mit dem Ausland oder sogar im Kriegsfall wohl unterstützen.

25.02.1870
USA 1867-1877.png
Hiram Rhodes Revels wird der erste afroamerikanische Kongressabgeordnete der USA
Vereinigte Staaten von Amerika / Mississippi

Der Republikaner und Geistliche Hiram Rhodes Revels (* 1827 in Fayetteville, North Carolina) wird der erste schwarze Kongressabgeordnete der Vereinigten Staaten von Amerika; er vertritt den Bundesstaat Mississippi. Revels wurde 1845 Prediger der African Methodist Episcopal Church. 1861 beteiligte er sich am Aufbau zweier schwarzer Regimenter, die im Bürgerkrieg für die Nordstaaten kämpften. Revels selbst diente dort ab 1864 als Hauptmann. Nach dem Krieg zog er nach Natchez in Mississippi und ging ab 1866 in die Politik. 1870 wurde Revels als Republikaner in den US-Senat gewählt und nahm dort für 14 Monate den Sitz ein, den 1861 - unmittelbar vor Ausbruch des Bürgerkrieges - Albert G. Brown geräumt hatte. Ab 1871 wurde Revels Präsident des Alcorn Agricultural and Mechanical College, der ersten Hochschule für Schwarze in Mississippi.

26.02.1870
Türkei.png
Osmanisches Reich (Vilayet Tuna)

Per Dekret durch Kalif Abdülaziz I. wird Bulgarien als Exarchat Teil des Osmanischen Reiches.

Großbritannien.png Deutsches Reich.png
Der deutsche Religionswissenschaftler Friedrich Max Müller
Vereinigtes Königreich Großbritannien und Irland / Norddeutscher Bund

Der in Dessau gebürtige Religionswissenschaftler Friedrich Max Müller definiert in einer Vorlesung in London aus europäischer Sicht acht Glaubensgemeinschaften als Buchreligion: Drei semitische (Judentum, Christentum, Islam), drei "arische“ (Hinduismus, Buddhismus, Zoroastrismus) und zwei chinesische (Konfuzianismus und Daoismus). Für Müller stellen diese acht Religionen „eine Art von Aristokratie gegenüber dem gemeinen Pöbel von buchlosen, unliterarischen Religionen“ dar. Den Begriff „Buchreligion“ verstehe Müller als Versuch einer klaren Abgrenzung zu Religionen schriftloser Völker (Naturreligionen).

USA 1867-1877.png
Alfred Ely Beach
Vereinigte Staaten von Amerika / New York
Der Beach Pneumatic Transit
In New York City eröffnet Alfred Ely Beach von der Öffentlichkeit nahezu unbemerkt ein 312 Fuß (95 Meter) langes Stück Untergrundbahn unter dem Broadway, das ähnlich einer Rohrpost funktioniert und zur Murray Street führt. Der „Beach Pneumatic Transit“ ist ein einzelner druckdichter Wagen, der mittels Druckluft in einer Röhre zwischen zwei Stationen hin- und hergeschoben wird. Die Bahn selbst ist wohl mehr eine Kuriosität als ein ernstzunehmendes Verkehrsmittel. Ein einziger Wagen pendelte von einem Ende des Tunnels zum anderen und wieder zurück. Die Station befindet im Keller eines Kleidergeschäfts. Beach plant, den Tunnel zu verlängern und zu einer vollwertigen U-Bahn auszubauen, wozu aber eine neue Konzession erforderlich sein wird. Senator William Tweed bringt einen entsprechenden Gesetzesentwurf ein, der jedoch nicht verabschiedet wird.
Deutsches Reich.png Preußen 1863-1922.png
Norddeutscher Bund / Königreich Preußen

In Hamburg gründen vorwiegend hanseatische Kaufleute, Merchant Banker und Privatbankiers die Commerz- und Disconto-Bank. Im Gründungskonsortium sind folgende Personen vertreten:

  • Ludwig Erdwin Amsink (von der Firma L.E. Amsink & Co., New York)
  • Conrad Hinrich Donner (Conrad Hinrich Donner, Altona)
  • Carl Georg Heise (Carl Geo. Heise, Hamburg)
  • Georg Hesse (Hesse, Newman & Co., Altona)
  • Leopold Lieben (Lieben Königswarter, Hamburg)
  • Jacques Emile Louis Alexander Nölting (Emile Nölting & Co., Hamburg)
  • Albrecht Percy O'Swald (Wm. O'Swald & Co., Hamburg)
  • Ernst Friedrich Sieveking (von B.H. Goldschmidt, Frankfurt am Main, und Mendelssohn & Co., Berlin)
  • Siegmund Warburg (M. M. Warburg & Co., Hamburg)
  • Theodor Wille (Theodor Wille, Hamburg)
  • Carl Woermann (C. Woermann, Hamburg)
27.02.1870
Japan 1868-1889.png
Japanisches Großreich

Der japanische Chefminister (Daijo-kan) proklamiert die Annahme der "Sonnenkreis"-Flagge als Nationalflagge für die japanische Handelsschifffahrt.

28.02.1870
Türkei.png Bulgarien 1868-1877.png
Osmanisches Reich (Fürstentum Bulgarien)

Durch den Ferman zur Errichtung des Bulgarischen Exarchats des osmanischen Sultans Abdülaziz I. erhält die bulgarische orthodoxe Kirche in Form eines Exarchats ihre Unabhängigkeit zurück.

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