Präkambrium
PRÄKAMBRIUM
Von 4,568 Milliarden Jahre bis 541,1 Millionen Jahre BC
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Die Entstehung der Welt - Präkambrium - Paläozoikum |
Solar System Aus einer Wolke interstellarer Materie entsteht aufgrund einer Störung - beispielsweise einer Supernovaexplosion in relativ geringer Entfernung – die Sonne. Als die Materiekonzentration eine bestimmte Dichte und damit auch Temperatur erreicht, beginnt ein Fusionsprozess, bei dem Wasserstoffatome zu Heliumatomen verschmelzen und der dabei entstehende Masseverlust in Form von Energie abgestrahlt wird. Aufgrund der chemischen Zusammensetzung der Sonne kann man mit Sicherheit sagen, dass sie kein Stern der ersten Generation nach der Entstehung des Universums ist. Etwa zwei Prozent der Elemente unserer Sonne sind schwerer als Helium und ihrerseits in anderen Sternen "erbrütet" worden, bevor sie durch Nova- oder Supernova-Explosionen ins Weltall hinausgeschleudert und bei der Entstehung unseres Zentralgestirns wieder eingefangen wurden. Die Sonne befindet sich etwa 30.000 Lichtjahre vom Zentrum unserer Heimatgalaxie entfernt im so genannten Orion-Arm. Bei einer Geschwindigkeit von rund 240 Kilometern pro Sekunde benötigt sie etwa 220 Millionen Jahre für eine Umkreisung des Milchstraßenzentrums. Die Sonne ist ein durchschnittlicher Stern der Spektralklasse G2 und der Leuchtkraftklasse V. | |||||
Solar System / Präkambrium – Hadaikum Beginn der Planetenentstehungen in unserem Sonnensystem. Für die Erde beginnt das erste Äon ihrer Geschichte, das auch „vorgeologische Ära“ genannt wird. Im Hadaikum (in Anlehnung an die Bezeichnung „Hades“ in der griechischen Mythologie, früher auch Hadean genannt) wird auch die Formierung des Planeten Erde stattfinden. Nach der Akkretion kosmischen Staubs und Gases einer Supernova entsteht, acht Lichtminuten von der Sonne entfernt, die Erde als eine weißglühende Kugel aus zähflüssigem Magma. | |||||
Präkambrium – Hadaikum / Mond Der Einschlag von Theia, eines etwa marsgroßen hypothetischen Protoplaneten, in einem idealen 45-Grad-Winkel bewirkt nach der Kollisionstheorie der Mondentstehung das Wegschleudern großer Magmamassen, die innerhalb eines Monats den Mond bilden, was die Erdrotation so weit beschleunigt, dass durch den nunmehr verkürzten Tag-Nacht-Wechsel die Temperatur sinkt. Die Erdmasse „Gaia“ wächst durch den Einschlag vieler weiterer Meteoriten und Asteroiden – dem „Late Heavy Bombardement“ – so dass das Magnetfeld stark genug wird, um die zerstörerischen Sonnenwinde abzulenken. Damit ist die Voraussetzung für eine spätere Entstehung der schützenden Ozonschicht gegeben. Das glutflüssige Gestein differenziert sich allmählich; die schwereren Elemente wie Eisen und Nickel bilden den Erdkern, die leichten, wie Silizium und gebundener Sauerstoff, formen allmählich Erdmantel und Erdkruste. Das durch drei bis fünf Eismeteore auf die heiße Oberfläche der Erde gebrachte Wasser sprengt die oberflächlichen Glasschichten des Basalts, verdampft, und geht dann als heißer Regen nieder. Nach Erreichen des Planetenstadiums kann sich in den ersten 500 Millionen Jahren der Erdgeschichte wegen der hohen Energien, die durch radioaktiven Zerfall von Radioisotopen und den Einschlag von Meteoriten erzeugt wurde, keine stabile Erdkruste bilden. Die Erde dreht sich jetzt noch so schnell, dass der Tag nur 10 Stunden hat, der Mond befindet sich näher an der Erde und die Sonneneinstrahlung ist wesentlich schwächer, da sich das Wasserstoffbrennen erst entwickelt. Die Erdatmosphäre ist schwefelig und ohne Sauerstoff. Ihre Temperatur beträgt am Boden etwa 180 Grad Celsius und kühlt kontinuierlich ab. Ein Erdenjahr dauert mehr als 730 Tage. Grund dafür ist die „Abbremsung“ der Erde durch die Anziehungskraft des Mondes. Die Neigung der Erdachse beträgt 10°. Die enorme Gezeitenreibung, die durch den zehnmal näher als heute zur Erde stehenden Mond wird die Drehung der Erde immer mehr abbremsen. Der Mond allerdings entfernt sich um 2 cm pro Jahr von der Erde (heute sind es 3,5 cm pro Jahr). Vor 4000 Jahren wurde der Beginn der Existenz des Mondes bereits in der Bibel im 1. Buch Mose beschrieben (mit Versangaben):
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Präkambrium - Hadaikum Durch das „Late Heavy Bombardement“ verleibt sich die Erde weitere Planetoiden und mit ihnen Wasser ein, wobei die Masse der Erde um etwa 13 Prozent wächst. Diese Protoplaneten entstanden zuvor im äußeren Planetoidengürtel. Vor 4000 Jahren wurde dieses Phänomen bereits in der Bibel im 1. Buch Mose beschrieben (mit Versangaben):
Allerdings verliert die Erde auch bis in die Gegenwart etwa ein Fünftel der ursprünglichen Wassermenge. Würde diese Wassermenge noch erhalten sein, läge heute der Meeresspiegel 800 Meter höher. Die Abgabe von Wasser in den Weltraum wird im Gegensatz zum Präkambrium heute weitestgehend dadurch verhindert, da der Sauerstoff den Wasserstoff bindet und dann als Wasser auf die Erde zurückkehrt. Dennoch wird die Erde im Jahre 2000 AD noch knapp 100.000 Tonnen Wasserstoff jährlich ins All abgeben. Allerdings sinkt dadurch der Meeresspiegel nur um Bruchteile eines Millimeters. | |||||
Jupiter Aus einer Gasscheibe, die aus der Sonne herausgeschleudert wurde, entwickelt sich der Gasplanet Jupiter. Der ganze Planet besteht aus Gasen, und die Gashülle geht ohne Phasenübergang mit zunehmender Tiefe in einen flüssigen Zustand über, da sich der Druck über den kritischen Punkt der Atmosphärengase erhöht. Bis heute herrscht auf Jupiter ein ähnlicher Zustand. | |||||
Präkambrium - Hadaikum Mikroskopisch kleine Zirkone (Minerale aus der Klasse der Silicate) entstehen und sind die bisher ältesten auf der Erde, und zwar im heutigen Westaustralien im Narryer Gneiss Terrane im Yilgarn Craton gefundenen Minerale. Ihr Alter wird als das Kristallisationsalter der Zirkone interpretiert. | |||||
Präkambrium - Hadaikum / Mond / Mars Der Mond bewegt sich in einer Entfernung von weniger als 200.000 Kilometer um die Erde. Diese kürzeste Distanz zwischen Mond und Erde führt dazu, dass der Erdtrabant die Umdrehung der Erde stärker bremst, als dies heute der Fall ist. Durch die abnehmende Umdrehungsgeschwindigkeit werden die Tage immer länger. Auf der Erde, auf dem Mond und auf dem Mars bilden sich Krusten. "NWA 7533", ein Felsbrocken vom Mars, der 2012 AD in der Sahara gefunden wird, beweist die gleichzeitige Entstehungsgeschichte der inneren Planeten. | |||||
Präkambrium - Hadaikum Die ältesten Gesteine der Erde, die sogenannten Acasta-Gneise und der Nuwuagittuq-Grünsteingürtel Kanadas sowie die Isua-Gneise Grönlands, entstehen. | |||||
Präkambrium - Hadaikum Nur einige hundert Millionen Jahre nach der Entstehung der Erde existieren ein Ozean und eine Festlandinsel im heutigen Kanadischen Schild in der Gegend der heutigen kanadischen Provinz Québec und in der Gegend des heutigen Nuuk in Grönland. Es gilt als sicher, dass bereits zwei Ozeane auf der Erde existieren. | |||||
Präkambrium - Archaikum – Eoarchaikum Beginn des geologischen Zeitalters des Eoarchaikum im Äon des Archaikum (frühere Bezeichnung: Azoikum). Es stellt innerhalb des Archaikums, des zweiten Äons der Erdgeschichte, die früheste von vier Ären dar. Das Eoarchaikum (von griechisch eos = Morgendämmerung), folgt unmittelbar auf das erste Äon der Erdgeschichte, dem Hadaikum, in dem der Planet Erde geformt wurde. Charakteristisch für das Eoarchaikum ist, dass die Erde in diesem Zeitalter erstmals eine feste Kruste besitzt, die allerdings noch ständig an vielen Stellen bricht und von glühenden Lavaströmen durchzogen wird. Der Beginn des Eoarchaikums fällt etwa mit dem Ende einer Periode sehr schwerer Asteroideneinschläge im inneren Sonnensystem, dem „Late Heavy Bombardment“, zusammen. Die Erde kühlt seit 500 Millionen Jahren kontinuierlich ab von etwa 180 Grad am Boden auf jetzt knapp unter 100 Grad Celsius. Es gibt noch keine Meere aus Wasser, keine Niederschläge oder sonstiges flüssiges Wasser auf der Erde und die Zusammensetzung der reduzierten Uratmosphäre unterscheidet sich stark von der heutigen Erdatmosphäre. Es gibt keinen Sauerstoff und kein Ozon, dafür eine zehntausendfache UV-Strahlung. Die Atmosphäre besteht aus Wasserdampf, Kohlenstoffdioxid, Stickstoff und in Spuren Chlorwasserstoff, Fluorwasserstoffsäure, Edelgase, Ammoniak, Methan, Schwefelwasserstoff, Schwefeldioxid, Wasserstoff, Kohlenmonoxid, wobei der Sauerstoff maximal 0,1 Prozent der Konzentration ausmacht. Ungeachtet der Umweltverhältnisse kommt jetzt die Chemische Evolution in Gang, bei der sich organische Moleküle bilden, die als Bausteine der Entstehung des Lebens angesehen werden. Mars | |||||
Mond Ein gewaltiger Einschlag auf dem Mond formt das Mare Nectaris. Auf der lunaren Zeitskala beginnt nun die „Nektarische Periode“, die die „Pränektarische Periode“ ablöst. | |||||
Merkur Ein 100 bis 150 Kilometer großer Asteroid schlägt im Merkur ein und bildet den mit 1550 Kilometer Durchmesser größten Einschlagkrater „Caloris Planitia“ (deutsch „Hitze-Ebene“). Vermutlich dringt der Asteroid so tief in die Merkurkruste ein, dass möglicherweise Mantelgesteine freigelegt werden. Durch die Energie des Einschlages werden etwa eine halbe Million Quadratkilometer Gelände auf der gegenüberliegenden Seite des Planeten aufgebrochen, so dass sich dort Berge mit über 1800 Metern Höhe auffalten. Der Impakt ist so heftig, dass durch die seismischen Schwingungen um den Ort des Einschlages mehrere konzentrische Ringwälle aufgeworfen werden und aus dem Innern des Planeten Lava austritt. Das Innere des Beckens wird von Magma aus der Tiefe wieder aufgefüllt, ähnlich wie bei den Mare des Mondes. | |||||
Präkambrium – Archaikum – Eoarchaikum / Mond Ein Himmelskörper von etwa 100 Kilometern Durchmesser schlägt auf dem Mond ein und lässt das Mare Imbrium (Meer des Regens) entstehen, das einen Durchmesser von über 1000 Kilometern hat und dessen Ränder 5000 bis 7000 Meter hohe Berge säumen. Ein vergleichbarer Einschlag auf der Erde hätte Gesteine und zumindest die oberen Meeresschichten, wenn nicht alles Wasser auf der Erde, verdampfen lassen. Er hätte die Atmosphäre aufgeheizt und eventuell vorhandene Lebensformen ausgelöscht. Der Einschlag des Himmelskörpers auf dem Mond markiert den Beginn der „Früh-imbrischen Periode“ auf der lunaren Zeitskala, die die „Nektarische Periode“ ablöst. | |||||
Präkambrium – Archaikum – Eoarchaikum Die chemische Evolution der Erde beginnt sich unter warmem Regen, ständigen Gewittern, harter Strahlung bedingt durch die ozonlose Atmosphäre und dem „Late Heavy Bombardment“ des Eoarchaikums zu entwickeln, das Einschläge von Himmelskörpern mit einem Durchmesser von über 500 Kilometern aufweist. Das Eoarchaikum ist die früheste Phase der Erde, aus der Gesteinsformationen erhalten sind. Die größte ist der so genannte Isua-Gneis an der Südwestküste Grönlands. Die Temperatur der Erde kühlt sich im Eoarchaikum auf unter 100 Grad Celsius ab, so dass schon erste Ozeane bestehen können. Die Erdatmosphäre ist reduziert. Eine herausragende Entwicklung des Eoarchaikums ist die Bildung frühester Formen bzw. Vorformen organischen Lebens in Form von Prokaryoten (einfache Einzeller ohne Zellkern). Diese ersten Urzellen zersetzen zur Aufrechterhaltung ihres Stoffwechsels einfache organische Substanzen, worauf jedoch die Photosynthese folgen muss, da andernfalls das Leben aufgrund des Substratmangels wieder aussterben würde. Die Atmosphäre der Erde weist weiterhin nur minimale Spuren von Sauerstoff auf. Ohne Sauerstoff gibt es auch keinen Schutzschild gegen die ultraviolette Strahlung von der Sonne. Wahrscheinlich gleicht die Erdatmosphäre des Eoarchaikums der des heutigen Saturnmondes Titan, die weitgehend aus Stickstoff (94 Prozent) und Methan besteht. Der Wasserstoff in der Atmosphäre der Erde stellt eine Art Treibhauseffekt sicher, der dafür sorgt, dass die Erde aufgrund fehlender biogener Keime zur Bildung von Wolken nicht vereist. Die Ozontemperatur beginnt sich abzukühlen. Mars | |||||
Mond Zwischen 3840 und 3720 Millionen Jahre BC entsteht durch einen gewaltigen Einschlag das Mare Orientale auf dem Mond und markiert die „Spät-Imbrische Periode“ auf der lunaren Zeitskala, die die „Früh-Imbrische Perionde“ ablöst. | |||||
Präkambrium – Archaikum – Paläoarchaikum Die geologische Ära des Paläoarchaikum beginnt und stellt damit das zweite von vier Zeitaltern (Paläoarchaikum = „altes Archaikum“) dar. In das Paläoarchaikum fallen die ersten Nachweise von Leben in Form von Bakterien im grönländischen Isua-Gneis. Alle grundsätzlichen biochemischen Prozesse, die auch das moderne Leben auf der jetzt existierenden Erde unterhalten, sind nun entwickelt, obwohl die eigentliche Entstehung des Lebens unter heißen Bedingungen als nicht besonders wahrscheinlich angesehen werden kann. | |||||
Präkambrium – Archaikum – Paläoarchaikum Da die Sonne zu diesem Zeitpunkt nur etwa 75 Prozent ihrer heutigen Leistung bringt, müsste die Erde unter diesen Bedingungen permanent vereist sein, was das Methan in der Atmosphäre verhindert, welches einen Treibhauseffekt verursacht. Aus Mangel an Sauerstoff gibt es weiterhin keine Wolken am Himmel, die einen ähnlichen Effekt hervorrufen könnten. Das Methan hat zusätzlich den Effekt, dass immer mehr Methan produziert wird, je mehr Methan vorhanden ist, das allerdings ab einer Konzentration von einem Promille durch das Sonnenlicht zu Kohlenwasserstoffen umgewandelt wird. Dennoch bewahrt diese Kette von Umständen die Erde sowohl vor Vereisung als auch vor Überhitzung. Mars Das „geologische Mittelalter“ des Planeten Mars beginnt und wird als „Hesperianische Periode“ bezeichnet. In dieser Zeit werden sich riesige Lavamengen aus ausgedehnten Spalten in der Marskruste ergießen und weite Ebenen wie das Hesperia Planum bilden. Die ältesten Vulkane der Tharsis- und der Elysium-Region werden gebildet, wobei sich die Gesteinskruste stark verformt und sich das Grabensystem der Mariner-Täler öffnen wird. Es bilden sich gewaltige Stromtäler, in denen große Wassermenge fließen und sich stellenweise aufstauen. Außerdem beginnt sich ein Wasserkreislauf zu bilden, der allerdings im Unterschied zur Erde zu keinem Wetterzyklus mit Verdunstung, Wolkenbildung und anschließendem Niederschlag führt. Das Wasser versickert vielmehr im Untergrund und wird später durch hydrothermale Prozesse wieder an die Oberfläche getrieben. | |||||
Präkambrium – Archaikum – Mesoarchaikum Die geologische Ära des Mesoarchaikums beginnt und stellt innerhalb des erdgeschichtlichen Archaikums das dritte von vier Zeitaltern (Mesoarchaikum = „mittleres Archaikum“) dar. Mit der fortschreitenden Abkühlung erreicht der Wasserdampf auf der Erde zum ersten Mal in der Geschichte seinen Kondensationspunkt, sodass sich flüssiges Wasser bilden kann. Es entsteht jetzt allmählich der Wasserkreislauf und damit die Hydrosphäre. Die ältesten bisher gefundenen fossilen Spuren von Lebewesen sind mikroskopische „Fäden“ in Gesteinen, die als Überreste von 3,2 bis 2,8 Milliarden Jahre alten Cyanobakterien (Blaualgen) gelten könnten. Diese Mikroorganismen leben wahrscheinlich in Poren und Rissen von Gesteinen in geringer Tiefe unter dem Meeresboden, wo sie sich von hydrothermalen Quellen Metalle und Nährstoffe verfügbar machen. Die große Tiefe von mehr als 1000 Meter schützt sie vor dem UV-Licht und schließt photosynthetische Aktivitären aus. Diese ältesten Lebewesen der Erde existieren vollkommen ohne Sauerstoff in einer von Schwefel dominierten Umgebung. Mond | |||||
Mond Mit der Flutung der Marebecken mit aufgeschmolzenen Basalt endet auf der lunaren Zeitskala die „Spät-Imbrische Periode“ und beginnt das „Eratosthenische Zeitalter“ des Mondes. Der Vulkanismus auf dem Erdbegleiter wird von nun an allmählich schwächer. | |||||
Präkambrium – Archaikum – Mesoarchaikum - Ur Der erste – hypothetische – Superkontinent Ur entsteht möglicherweise in Äquatornähe, in dessen Ur-Ozean auch das Leben in Form von extremophilen Archaeen und Bakterien – heutigen Chemofossilien – entsteht. Es wird angenommen, dass dieser Kontinent kleiner als das heutige Australien ist. Allerdings ist seine Existenz hypothetisch. Der Name Ur leitet sich von der deutschen Vorsilbe "ur-" für ursprünglich oder alt ab, spielt aber auch auf die mesopotamische Stadt Ur an, eine der ältesten Großstädte der Welt und soll darauf hinweisen, dass es sich um den ersten und ältesten Kontinent handelt. Ur besteht aus vier größeren Kratonen, dem Western Dharwar- und dem Singhbhum-Kraton Indiens, dem Kaapvaal-Kraton Südafrikas und dem Pilbara-Kraton Australiens. Dazu kommen wahrscheinlich noch drei kleinere Kratone in der Antarktis und eventuell zwei weitere kleinere Kratone in Indien, der Eastern Dharwar-Kraton und der Bhandara-Kraton. Es ist denkbar, dass sich Ur aus mehreren kleineren Kontinenten bildete. So nehmen einige namhafte Wissenschaftler aufgrund der sehr ähnlichen geologischen Geschichte an, dass Kaapvaal- und Pilbara-Kraton einmal einen Kleinkontinent bildeten, den sie Vaalbara nennen. | |||||
Präkambrium – Archaikum – Neoarchaikum Die geologische Ära des Neoarchaikums beginnt und stellt innerhalb des erdgeschichtlichen Archaikums das letzte von vier Zeitaltern dar (Neoarchaikum = „neues Archaikum“). Im Neoarchaikum wird die Voraussetzung für das Entstehen von höheren Bergen gegeben. In den Zeitaltern davor war die kontinentale Lithosphäre aufgrund ihrer hohen Temperatur und zu geringen Dicke für die topographische Erhöhung von mehr als 2500 Metern noch nicht ausreichend tragfähig. Die Atmosphäre enthält noch keinen freien Sauerstoff; die Photosynthese der ersten zellularen Lebewesen, die noch keinen Zellkern besitzen (Prokaryoten) oxidiert vorerst die Minerale des Urozeans. | |||||
Präkambrium – Archaikum – Neoarchaikum - Ur In dem geologischen Gebiet der heutigen Halbinsel Kola werden Gneise gebildet, die heute als das älteste Gestein Europas angesehen werden. Sie stammen möglicherweise aus dem ersten archaischen Superkontinent Ur. Präkambrium – Archaikum – Neoarchaikum - Vaalbara | |||||
Präkambrium – Proterozoikum – Paläoproterozoikum - Siderium Die geologische Ära des Paläoproterozoikums im ebenfalls neuen Zeitalter des Proterozoikums beginnt und stellt das Ende des Archaikums dar. Der Name „Siderium“ ist abgeleitet vom griechischen Sideros (Eisen) und spielt auf die weltweit gebildeten Bändererze an, was im Siderium einen Höhepunkt darstellt. Bändererze können nur bei sehr geringen Sauerstoffkonzentrationen in der Atmosphäre bzw. im Wasser gebildet werden. Obwohl die Produktion von Sauerstoff durch photosynthetisierende Lebewesen schon rund eine Milliarde Jahre zuvor begonnen hat, wird erst von jetzt an Sauerstoff in die Atmosphäre abgegeben. Zuvor wird dieser Prozess durch die Sauerstoffaufnahme bei der Oxidation der im Meerwasser gelösten anorganischen Stoffe, insbesondere Eisen-Ionen und Ionen anderer Schwermetalle, verhindert. Diese im reduzierten Zustand vorliegenden Metall-Ionen werden im Lauf der Zeit zu Metalloxiden oxidiert, erst dann kann freier Sauerstoff in die Atmosphäre gelangen. Mit steigender Sauerstoffkonzentration in der Atmosphäre kann sich nun auch Ozon bilden, das in der Lage ist, das für Lebewesen schädliche UV-Licht zu filtern. Erst der Sauerstoff wird die Entwicklung tierischen Lebens ermöglichen. Präkambrium – Proterozoikum – Paläoproterozoikum - Siderium - Kenorland / Arctica Präkambrium – Proterozoikum – Paläoproterozoikum - Siderium - Ur Präkambrium – Proterozoikum – Paläoproterozoikum - Siderium - Vaalbara Mars | |||||
Präkambrium – Proterozoikum – Paläoproterozoikum – Siderium - Kenorland / Arctica / Skandinavien / Nordamerika Der Asteroid Suavjärvi geht im heutigen Gebiet von Karelien nieder und verursacht dort einen 16 Kilometer großen Einschlagkrater. Es beginnt das „Archaische Eiszeitalter, das in Nordamerika „Huronische Kaltzeit“ genannt wird (nach dem Huronsee, in dessen Gesteinsschichten zahlreiche Hinweise darauf zu finden sind). | |||||
Präkambrium – Proterozoikum – Paläoproterozoikum – Rhyacium Die Periode des Rhyaciums in der geologischen Ära des Paläoproterozoikums im Zeitalter des Proterozoikums beginnt. Der Name Rhyacium kommt vom grch. Rhyax = Lavastrom. Er spielt auf das Eindringen von lagigen Intrusionen wie zum Beispiel den Bushveld-Komplex in Südafrika an. | |||||
Präkambrium – Proterozoikum – Paläoproterozoikum – Rhyacium - Columbia Nach 300 Millionen Jahren endet die „Archaische Eiszeit“, die in Nordamerika den Namen „Huronische Eiszeit“ genannt wird, nach dem Huronsee, in dessen Gesteinsschichten zahlreiche Hinweise darauf zu finden sind. Beginn der Entstehung des Superkontinents Columbia. "Columbia" wird alle fast größeren existierenden Blöcke der Erde umfassen. Die Ostküste des Kontinents berührt die Ostküste des heutigen Indien und das westliche Nordamerika. Das südliche Australien liegt noch nördlicher am westlichen Kanada an. Der größte Teil Südamerikas ist so weit verschoben, dass der westliche Rand des heutigen Brasilien am östlichen Nordamerika anliegt und bis Skandinavien reicht. Nach deren Rekonstruktion bildet sich Columbia durch die Kollision der drei Großkontinente Arctica (Nordamerika, Siberia, Grönland, Baltica), Atlantica (östliches Südamerika und westliches Afrika) und einem Block bestehend aus Teilen von Australien, Indien, Madagaskar, Südafrika und Teilen von Antarctica. Präkambrium – Proterozoikum – Paläoproterozoikum – Orosirium - Prae-Laurentia | |||||
Präkambrium – Proterozoikum – Paläoproterozoikum – Orosirium Die Periode des Orosiriums in der geologischen Ära des Paläoproterozoikums im Zeitalter des Proterozoikums beginnt. Der Name Orosirium leitet sich vom griechischen „Orosiria“ (= Gebirgszug) ab. Er spielt damit auf die in dieser Zeit verbreiteten Gebirgsbildungsprozesse an, die praktisch auf jedem der existierenden Kontinente stattfinden. Der Sauerstoffgehalt in der Atmosphäre nimmt weiter zu, was die Bildung von Rotsedimenten fördert. Zu den größten Erzlagerstätten, die in dieser Zeit entstehen, zählt das sibirische Kupfervorkommen von Udokan. Das Leben wird von prokaryotischen Einzellern in den Ozeanen bestimmt. | |||||
Präkambrium – Proterozoikum – Paläoproterozoikum – Orosirium - Atlantica Ein Asteroid mit einem Durchmesser von 10 Kilometern schlägt 120 Kilometer südwestlich des heutigen Johannesburg in Südafrika auf. Er bildet einen 320 km langen und 180 km breiten Krater mit mehreren Ringen und reißt ein Loch von 40 km Tiefe und 100 km Durchmesser in die Erdkruste, dessen Wände bald nach dem Einschlag einstürzen und den oben beschriebenen Krater hinterlassen. Dieser Krater ist der größte Einschlagkrater der Erde. | |||||
Präkambrium – Proterozoikum – Paläoproterozoikum – Orosirium - Columbia / Atlantica Durch die Vereinigung des Westafrikanischen Kratons und des Kongo-Kratons im heutigen Afrika sowie von Guyana-Kraton, Brasil-Kraton, San-Francisco-Kraton und dem Rio-de-la-Plata-Kraton im heutigen Südamerika bildet sich der (hypothetische) Kontinent Atlantica. Der Name wurde von John J.W. Rogers 1996 vorgeschlagen. Der Name leitet sich vom Atlantik ab, der heute durch den früheren Kontinent hindurchgeht. Präkambrium – Proterozoikum – Paläoproterozoikum – Orosirium - Columbia Präkambrium – Proterozoikum – Paläoproterozoikum – Orosirium - Prae-Laurentia Präkambrium – Proterozoikum – Paläoproterozoikum – Orosirium - Atlantica | |||||
Präkambrium – Proterozoikum – Paläoproterozoikum – Orosirium - Kenorland / Prae-Laurentia Durch Bruchstücke Kenorlands, die sich an Prae-Laurentia anheften, wird die Wopmay-Gebirgsbildung in den heutigen Northwest Territories hervorgerufen. | |||||
Präkambrium – Proterozoikum – Paläoproterozoikum – Orosirium - Columbia Die drei alten Kernen Fennoskandia, Sarmatia und Wolgo-Uralia werden gebildet. "Fennoskandia" kann wiederum in zwei Teile untergliedert werden: einen archischen Kern im Nordosten und eine südwestliche Zone mit proterozoischen Gesteinen. Die Gneise der zum archaischen Kern gehörenden heutigen Halbinsel Kola sind die ältesten Gesteine Europas, die möglicherweise aus dem ersten archaischen Superkontinent Ur stammen. Die Kerne "Wolgo-Uralia" und "Sarmatia" wurden kurz davor miteinander verschmolzen. | |||||
Präkambrium – Proterozoikum – Paläoproterozoikum – Orosirium - Columbia Im Gebiet des heutigen Finnland schlägt der Asteroid Keurusselkä ein und verursacht einen Krater von 30 Kilometern Durchmesser. | |||||
Präkambrium – Proterozoikum – Paläoproterozoikum – Orosirium - Prae-Laurentia Durch Einschlag eines Asteroiden entsteht das Sudbury-Becken in der heutigen Ontario. Es handelt sich um den zweitgrößten Einschlagkrater der Erde (der größte entstand 2,023 Mrd. Jahre BC in Südafrika). Der Asteroid hat einen Durchmesser von 10 Kilometer und verursacht einen Krater von ca. 200 bis 250 km Durchmesser. Durch geologische Prozesse wird der Krater deformiert und in seine heutige, kleinere, elliptische Form von 60 mal 30 km gebracht. An diesem Ort entstehen die reichsten Nickellagerstätten, die derzeit auf der Erde bekannt sind, die orthomagmatisch während des Einschlages entstehen. Durch Druckentlastung kurz nach dem Auftreffen des Asteroiden findet ein Prozess des Aufschmelzens des Gesteins statt, welcher zur Bildung einer ultramafischen Schmelze führt. Das Nickel-Erz entsteht daraufhin durch die Entmischung von sulfidischer und silikatischer Schmelze und das anschließende Absaigern der sufidischen Schmelze an den Grund der ultramafischen Intrusion. Das Erz befindet sich am Rand und am Boden des ehemaligen Kraters. Möglicherweise fördert der Einschlag auch die Durchmischung des damaligen Ozeans und so die Bildung der gebänderten Eisenerze. | |||||
Präkambrium – Proterozoikum – Paläoproterozoikum – Statherium Die Periode des Staheriums in der geologischen Ära des Paläoproterozoikums im Zeitalter des Proterozoikums beginnt. Der Name ist abgeleitet vom griech. „statheros“ = fest, stabil und soll auf die Stabilisierung bzw. „Kratonisierung“ vieler alter Festlandskerne in dieser Zeit anspielen. Präkambrium – Proterozoikum – Paläoproterozoikum – Statherium - Kenorland / Arctica / Baltica / Nena Mars | |||||
Präkambrium – Proterozoikum – Paläoproterozoikum – Statherium - Atlantica / Columbia 300 Millionen Jahre nach seiner Entstehung wird der Kontinent Atlantica integraler Bestandteil des Superkontinents Columbia, der fast alle größeren Kontinentalbruchstücke miteinander vereinigt. Die Ostküste des heutigen Indien berührt das westliche Nordamerika. Das südliche Australien liegt noch nördlicher am westlichen Kanada an. Der größte Teil Südamerikas ist derart verschoben, dass der westliche Rand des heutigen Brasilien am östlichen Nordamerika anliegt und bis Skandinavien reicht. Nach deren Rekonstruktion bildet sich Columbia durch die Kollision von drei bereits vorher entstandenen Großkontinente Arctica (Nordamerika, Siberia, Grönland und Baltica), Atlantica (östliches Südamerika und westliches Afrika) und einem Block bestehend aus Teilen von Australien, Indien, Madagaskar, Südafrika und Teilen der Antarktis. Die genaue Position der Kratone zueinander ist jedoch umstritten. Columbia wird in erster Linie aufgrund annähernd globaler magmatischer Ereignisse im Zeitraum von 2100 bis 1300 Millionen Jahren angenommen. Die Nord-Süd-Ausdehnung wird mit 12.900 Kilometern angenommen, mit 4.800 Kilometern an der breitesten Stelle. | |||||
Präkambrium – Proterozoikum – Paläoproterozoikum – Statherium - Columbia Im Gebiet des heutigen Westaustralien schlägt der Asteroid Shoemaker ein und verursacht einen Krater von 30 Kilometern Durchmesser. | |||||
Präkambrium – Proterozoikum – Paläoproterozoikum – Statherium - Columbia Im Gebiet des heutigen Northern Territory in Australien schlägt der Asteroid Amalia Creek ein und verursacht einen Krater von 20 Kilometern Durchmesser. | |||||
Präkambrium – Proterozoikum – Mesoproterozoikum – Calymmium Die Periode des Calymmium in der geologischen Ära des Mesoproterozoikums im Zeitalter des Proterozoikums beginnt und stellt den Beginn dessen mittlerer Ära dar. Der Name ist vom grch. „calymma“ = Hülle abgeleitet und soll auf die Ausdehnung der Plattform-Sedimenthüllen auf den geologisch gesehen nur wenig früher gebildeten Kratonen (Festlandskernen) hindeuten. Präkambrium – Proterozoikum – Mesoproterozoikum – Calymmium - Columbia / Prae-Laurentia / Baltica / Siberia | |||||
Präkambrium – Proterozoikum – Mesoproterozoikum – Calymmium Infolge der Gezeitenreibung, die die Erde im Laufe der letzten drei Milliarden Jahre immer mehr abbremste, wurden die Tage kontinuierlich verlängert. Inzwischen hat ein Erdentag 18 Stunden. Mars | |||||
Präkambrium – Proterozoikum – Mesoproterozoikum – Ectasium Die Periode des Ectasium in der geologischen Ära des Mesoproterozoikums im Zeitalter des Proterozoikums beginnt. Der Name kommt aus dem grch. „ectasis“ = Ausdehnung und weist damit auf die weitere Ausdehnung der Kratone (Festlandskerne) hin. Innerhalb dieser Periode beginnt die Grenville-Orogenese, die Voraussetzung die Auffaltung von Gebirgen. Aus dieser Zeit stammen die ältesten Nachweise eukaryotischer Einzeller in Form von Rotalgen, die Nordamerika in der kanadischen Hunting-Formation auf Somerset Island zu finden sind. | |||||
Präkambrium – Proterozoikum – Mesoproterozoikum – Ectasium - Columbia Durch eine weit verbreitete magmatische Aktivität wird die vor 300 Millionen Jahren begonnene Fragmentierung des Superkontinents Columbia verstärkt. | |||||
Präkambrium – Proterozoikum – Mesoproterozoikum – Ectasium - Columbia / Nena Der Kontinent Nena geht über in den Kontinent Columbia. | |||||
Präkambrium – Proterozoikum – Mesoproterozoikum – Stenium - Columbia Die Periode des Stenium in der geologischen Ära des Mesoproterozoikums im Zeitalter des Proterozoikums beginnt. Der Name Stenium ist abgeleitet von grch. „stenos“ = eng. Er spielt damit auf die vielen, schmalen, polymetamorphen Gebirgsgürtel an, die in dieser Zeit entstehen. Der vor 400 Millionen Jahren begonnene Zerfall des Superkontinents Columbia wird abgeschlossen. | |||||
Präkambrium – Proterozoikum – Neoproterozoikum – Stenium - Rodinia 300 Millionen Jahre nach dem Beginn der Grenville-Orogenese erfolgt die Bildung des Superkontinentes Rodinia zur Auffaltung zahlreicher Gebirge führt, und deren Reste auch heute noch auf den Kontinenten auffindbar sind. Das russische Wort "Rodinia" bedeutet sowohl Heimatland als auch „zeugen“ oder „gebären“. In Rodinia sind alle heutigen Kontinente noch zu einem einzigen Kontinent zusammengefasst; sie werden von einem einzigen Ozean umgeben, Mirovia. Rodinia ist unterteilt in Laurasia nördlich des Äquators und Gondwana südlich des Äquators. Alles ist umgeben vom Ozean „Mirovia“. Nördlicher Teil von Gondwana wird Avalonia (geologisch gesehen das heutige Gebiet Norddeutschland). Mond | |||||
Präkambrium – Proterozoikum – Neoproterozoikum – Stenium - Rodinia / Baltica Zwischen 1.100.000.000 und 1.000.000.000 BC wird Baltica Teil des Superkontinents Rodinia. | |||||
Präkambrium – Proterozoikum – Neoproterozoikum – Stenium - Rodinia Im Gebiet des heutigen Simbabwe schlägt der Asteroid Highbury ein und verursacht einen Krater von 20 Kilometern Durchmesser. | |||||
Präkambrium – Proterozoikum – Neoproterozoikum – Tonium - Rodinia
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Präkambrium – Proterozoikum – Neoproterozoikum – Tonium - Rodinia
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Präkambrium – Proterozoikum – Neoproterozoikum – Tonium - Rodinia Beginn der Edmund-Orogenese, die Teile des heutigen Australiens formt. | |||||
Präkambrium – Proterozoikum – Neoproterozoikum – Cryogenium Die Periode des Cryogenium in der geologischen Ära des Neoproterozoikums im Zeitalter des Proterozoikums beginng. Der Name Cryogenium ist vom grch. „cryos“ = Eis und „genesis“ = Geburt, Entstehung abgeleitet. Der Name spielt auf die annähernd globale Vereisung der Erde an. In diese Periode fällt die Sturtische Eiszeit mit annähernd globaler Vereisung. Am Äquator allerdings bestehen wohl eisfreie Gebiete. | |||||
Präkambrium – Proterozoikum – Neoproterozoikum – Cryogenium Beginn des kontinentalen Riftings der beiden Kontinente Nordrodinia und Südrodinia. Ursache ist wahrscheinlich eine gigantische Vulkanausbruchserie ("Superplume") unter Rodinia. | |||||
Präkambrium – Proterozoikum – Neoproterozoikum – Cryogenium - Rodinia / Baltica / Laurentia / Proto-Laurasia Die Teile Laurentia und Baltica, die vor 150 Millionen Jahren zusammen mit Nordrodinia vom Superkontinent Rodinia abgespaltet wurden, bilden jetzt zusammen einen neuen Großkontinent. Baltica ist gegenüber der später eingenommenen Position in Laurussia um 120 Grad im Urzeigersinn gedreht. Zurzeit existiert bereits der Kontinent Proto-Laurasia. Überall auf der Erde existieren die ersten mehrzelligen Lebewesen. Mond Venus Etwa 85 Prozent der Venusoberfläche bestehen aus deutlichen Spuren einer flächendeckenden Magmaförderung. Die meisten Krater sind davon aber nicht in Mitleidenschaft gezogen worden, sie sind demnach erst später entstanden. Das hat hinsichtlich ihrer spärlichen und sehr gleichmäßigen Verteilung im Vergleich mit der Mondoberfläche zu dem Schluss geführt, dass die derzeitige Oberfläche der Venus erst etwa 500 bis 800 Millionen Jahre alt und aus umfassenden sowie relativ raschen Lavafluten hervorgegangen ist, die das alte Relief mit einer ein bis drei Kilometer dicken Magmaschicht überdeckt haben. | |||||
Präkambrium – Proterozoikum – Neoproterozoikum – Cryogenium - Rodinia Das vor 825 Millionen Jahren durch ein Superplume begonnene Rifting der beiden einzigen Kontinente Nordrodinia und Südrodinia gewinnt durch eine zweite Serie von gigantischen Vulkanausbrüchen ("Super-Plumes") seit 45 Millionen Jahren weiter an Dynamik. | |||||
Präkambrium – Proterozoikum – Neoproterozoikum – Cryogenium Die ältesten Lebewesen, die man in fossiler Form finden wird, sind die „Namibischen Schwämme“, die 2012 in einem Felsen im Etosha Nationalpark in Namibia bei Grabungsarbeiten gefunden werden. | |||||
Präkambrium – Proterozoikum – Neoproterozoikum – Cryogenium Nach 2,3 Milliarden Jahre BC und 950 Millionen Jahre BC folgt das dritte Eiszeitalter der Erdgeschichte. Nach 825 und 780 Millionen Jahre BC erfolgt das dritte Superplume, welches dem begonnenen Rifting der beiden Kontinente weitere Dynamik verleiht. | |||||
Präkambrium – Proterozoikum – Neoproterozoikum – Cryogenium Eine erneute weltweite Erkaltung beginnt. | |||||
Präkambrium – Proterozoikum – Neoproterozoikum – Cryogenium - Nordrodinia - Südrodinia - Pannotia Beginn der Kollision der drei neoproterozoischen Kontinente Nordrodinia, Südrodinia und der Kongo-Kraton (Festlandskern) während der Cadomischen Orogenese und Bildung des zweiten neoproterozoischen Superkontinents Pannotia (Größeres Gondwanaland). | |||||
Präkambrium – Proterozoikum – Neoproterozoikum – Cryogenium - Australien Im Gebiet des heutigen Northern Territory auf dem Terran Australien schlägt der Asteroid Strangways ein und verursacht einen Krater von 25 Kilometern Durchmesser. | |||||
Präkambrium – Proterozoikum – Neoproterozoikum – Ediacarium Die Periode des Ediacarium in der geologischen Ära des Neoproterozoikums im Zeitalter des Proterozoikums beginnt. Benannt ist das Ediacarium nach den bekannten Fossilien der Ediacara-Fauna aus den Ediacara-Hügeln, einem Gebiet in der Flinderskette im australischen Bundesstaat South Australia. Dort findet der Geologe Reginald C. Spürigg 1946 Abdrücke von offenbar weichen Organismen, die sich vor allem an der Unterseite von Quarzit- und Sandsteinplatten erhalten. Organismen sind nicht selten; sie besitzen bis auf wenige Ausnahmen keine Hartteile und damit ein extrem kleines Fossilisationspotenzial. Im Ediacarium entstehen vermutlich die ersten Gewebetiere (Eumetazoa). Sie besitzen jedoch zunächst noch keine inneren oder äußeren mineralisierten Skelettteile. Ihre Fossilien sind dementsprechend sehr selten und nur aus wenigen Gegenden der Welt nachgewiesen. Es sind die ersten mit bloßem Auge sichtbaren Fossilien. Diese Entwicklung zu den Gewebetieren findet statt, nachdem zuvor mehrere vermutlich globale Eiszeiten das Klima auf der Erde beherrscht haben. | |||||
Präkambrium – Proterozoikum – Neoproterozoikum – Ediacarium Nach 2,3 Milliarden Jahre BC, 950 und 750 Millionen Jahre BC folgt das vierte Eiszeitalter der Erdgeschichte. Beide Erdhalbkugeln sind vereist. Man bezeichnet diese Eiszeitalter als „Sturtische Vereisung“ oder „Varange-Vereisung“, zusammen als Eokambrisches Eiszeitalter. Hinweise darauf, dass der gesamte Erdball bis zum Äquator von Eis bedeckt ist, werden heute unter der Bezeichnung „Schneeball Erde“ diskutiert. | |||||
Präkambrium – Proterozoikum – Neoproterozoikum – Ediacarium - Gondwana / Laurentia-Baltica / Pannotia (Größeres Gondwanaland) Proto-Laurasia, der vor 200 Millionen Jahren vom Superkontinent Rodinia abbrach, schließt sich mit Ost-Gondwana und West-Gondwana im Zuge der panafrikanischen Orogenese zum neuen Superkontinent Pannotia am südlichen Polarkreis zusammen, der durch eine flüchtige Kollision der Kontinentalschollen entsteht, die sich tektonisch spreizen. Das heutige Westaustralien, der Kongo und Teile Südafrikas, der Antarktis, der Arabische Halbinsel und die Ostküste Indiens liegen – wie auch eine Nord-Süd Kette kleiner Terrane – in den Tropen, und damit eisfrei; der Rest der Erde vergletschert um den Südpol herum vollständig zum „Eishaus“. Die Anordnung der Kontinente ist also aus heutiger Sicht „verkehrt herum“. Das Erd-Jahr hat jetzt 420 Tage. 'Präkambrium – Proterozoikum – Neoproterozoikum – Ediacarium - Laurentia-Baltica | |||||
Präkambrium – Proterozoikum – Neoproterozoikum – Ediacarium Das Auftreten von ersten tierischen Fossilien, mikroskopisch kleinen Eiern, Embryos und segmentierten Röhren werden chronologisch auf 599 plus/minus 4 Millionen Jahre datiert. | |||||
Präkambrium – Proterozoikum – Neoproterozoikum – Ediacarium Nach 135 Millionen Jahren Kälte beginnt eine neue Warmzeit. Das nacheiszeitliche „Cap Carbonate“ wird derzeit als Hinweise auf die starke Erwärmung nach Ende der Eiszeit beziehungsweise das sehr rasche Abschmelzen des Eises und den Anstieg des Meeresspiegels gesehen. Unmittelbar über den letzten Tilliten treten in den Phosphoriten der Doushantuo-Formation (Prov. Guizhou , Südchina) die ersten tierischen Fossilien auf: mikroskopische Eier, Embryos und segmentierte Röhren und erste Vertreter der Bilateralia wie Vernanimalcula. Sie werden geochronologisch auf 599 plus/minus 4 Millionen Jahre datiert. | |||||
Präkambrium – Proterozoikum – Neoproterozoikum – Ediacarium - Australia Im Gebiet des heutigen Südaustralien schlägt der Asteroid Acraman ein und verursacht einen Krater von 90 Kilometern Durchmesser. | |||||
Präkambrium – Proterozoikum – Neoproterozoikum – Ediacarium Mit der Gaskiers-Vereisung wird ein Rückgang der Temperaturen verzeichnet. Präkambrium – Proterozoikum – Neoproterozoikum – Ediacarium - Baltica / Laurentia / Gondwana | |||||
Präkambrium – Proterozoikum – Neoproterozoikum – Ediacarium Die ältesten makroskopisch sichtbaren Fossilien werden 2003 in der Dock-Formation von Neufundland entdeckt. Diese farnblattähnlichen Lebewesen, deren systematische Zuordnung kontrovers diskutiert wird, zählen zu den frühesten Vertretern der sogenannten Ediacara-Fauna. Ihre versteinerten Überreste zählen zu den ältesten Makrofossilien überhaupt. Den Namen verdankt Charnia dem Charnwood Forest in England, aus dem die ersten fossilen Funde stammen. | |||||
Präkambrium – Proterozoikum – Neoproterozoikum – Ediacarium - Baltica / Laurentia / Gondwana / Fennoskandia Der Kontinent Baltica entsteht als eigenständiger Kontinent, da sich der Iapetus-Ozean zwischen Laurentia und Baltica drängt. Schon vor 10 Millionen Jahren hatte der Iapetus-Ozean den Doppelkontinent Baltica und Laurentia von Gondwana getrennt. Baltica liegt etwa zwischen 30 Grad und 60 Grad südlicher Breite und besteht aus Gebieten, die auch als Fennosarmatia oder Fennoskandia (zusammengesetzt aus "Fenno" für Finnland und Sarmatien) und Wolga-Uralia und kann auch als Ureuropa bezeichnet werden. Die Grenzen des erdgeschichtlichen Kontinents Baltica bestehen heute aus Geosuturen bzw. großen Störungen, die zum Teil erst durch sehr viel spätere tektonische Aktivitäten entstanden sind; das heißt die Grenzen Balticas, wie sie sich heute darstellen, sind gegenüber den ursprünglichen Grenzen zur Zeit der Existenz des erdgeschichtlichen Baltica stark verändert. Daher kann die Beschreibung des erdgeschichtlichen Baltica anhand der heutigen Geografie nur sehr grob erfolgen. Baltica besteht zur Zeit seiner maximalen Größe aus dem größten Teil von Nordeuropa und Osteuropa bis zum Ural. In Mitteleuropa wird die Westgrenze grob von der nordwest-südöstlich-verlaufenden Transeuropäischen Suturzone gebildet. Im kaledonisch gefalteten Westskandinavien verläuft die Grenze innerhalb des kaledonischen Deckenstapels. Im Süden ist die Grenze noch weniger deutlich, da sie hier durch spätere Orogenesen mehrfach stark deformiert worden ist. Sie verläuft von der Transeuropäischen Suturzone ausgehend etwa von Moldawien, nördlich des Schwarzen Meeres zum Ural. Im Nordosten gehörten der Timanrücken und der heute nach Norden anschließende Kontinentalschelf mit dem Spitzbergen-Archipel und dem Franz-Joseph-Land dazu. Diese Gebiete werden während der eigenständigen Geschichte Balticas an den Kontinent angeschweißt werden. Insgesamt umfasst das Gebiet, das den erdgeschichtlichen Kontinent Baltica bildet, etwa 8 Millionen Quadratkilometer. | |||||
Präkambrium – Proterozoikum – Neoproterozoikum – Ediacarium - Baltica Kimberella, eines der ältesten Bilateria-Fossilien, existieren an der russischen Weißmeerküste in Sedimenten der Ust-Pinega-Formation. | |||||
Präkambrium – Proterozoikum – Neoproterozoikum – Ediacarium - Gondwana / Laurentia / Australia / Baltica / Siberia Der Superkontinent Gondwana bildet sich erneut und beinhaltet die heutigen Gebiete Afrika, Indien, Arabien und Südamerika. Die nächstgrößten Kontinente sind Australia, was den heutigen Kontinenten Australien und Antarktis entspricht. Die Kontinente Laurentia, heute Nordamerika, Baltica, Skandinavien und Siberia liegen in hohen südlichen Breiten, Siberia liegt etwas näher zum Äquator (etwa um den 30 Breitengrad), jedoch ebenfalls auf der Südhalbkugel. Das nördliche Südamerika befindet sich in der Nähe des Südpols, die Panthalassa bedeckt auch den Nordpol. Zwischen Laurentia und Gondwana hat sich noch vor dem Beginn des Ediacariums der Iapetus-Ozean geöffnet, der sich im Verlauf des Ediacariums ständig erweiterte. Zwischen Baltica und Siberia auf der einen Seite, die durch den Aegir-Ozean voneinander getrennt sind, und Gondwana auf der anderen Seite hat sich vor Gondwana eine Subduktionszone gebildet, durch die dieser Teil Gondwanas tektonisch deformiert und thermisch verändert wird (Cadomische Orogenese). Von diesem Teil Gondwanas werden im Paläozoikum mehrfach Teile abbrechen, die später mit Laurentia und Baltica verschweißt werden und heute den Untergrund von Teilen von Mitteleuropa und der Ostküste Nordamerikas bilden. Präkambrium – Proterozoikum – Neoproterozoikum – Ediacarium - Laurentia / Baltica Präkambrium – Proterozoikum – Neoproterozoikum – Ediacarium - Baltica / Siberia / Avalonia / Armorica / Gondwana | |||||
Die Zeit vor 4,568 Milliarden Jahren bis 541,1 Millionen Jahren | |||||
Die Zeit vor 541 bis 252,3 Millionen Jahren | |||||
Die Zeit vor 252,2 bis 66,1 Millionen Jahren | |||||
Die Zeit vor 66 bis 23,04 Millionen Jahren | |||||
Die Zeit vor 23,04 bis 2,589 Millionen Jahren | |||||
Die Zeit von 2.588.000 bis 9700 BC | |||||
...beginnend mit dem Jahr 9699 BC | |||||
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