Chronik 1770.10-III

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Weltchronik der dritten Dekade des Oktober 1770

Ereignisse vom 01.-10. des Monats    Ereignisse vom 11.-20. des Monats     Ereignisse vom 21.-Ende des Monats



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21.10.1770 (Sonntag)
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22.10.1770 (Montag)
Osmanisches Reich 1517-1793.png Russland 1697-1858.png
Osmanisches Reich /Russisches Reich

Auf der griechischen Halbinsel Peloponnes scheitern russische Truppen bei der Einnahme von Modon in Messenien.

23.10.1770 (Dienstag)
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24.10.1770 (Mittwoch)
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25.10.1770 (Donnerstag)
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26.10.1770 (Freitag)
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Königreich Dänemark-Norwegen

In Dänemark-Norwegen wird eine königliche Verordnung über die Verminderung der Feiertage verkündet. Analoge Feiertagsverordnungen erscheinen in den Herzogtümern Schleswig und Holstein sowie in den übrigen dänischen Gebieten. In der Verordnung, die nur ein halbes Jahr nach Einreichung des ersten Entwurfs herauskam, werden acht Feiertage ganz abgeschafft und drei auf den folgenden Sonntag verlegt. Von dieser Initiative versprechen sich die Initiatoren Schimmelmann und von Bernstorff effektivere Arbeit für die Landwirtschaft in den wichtigen Sommermonaten. Der jeweils dritte Feiertag von Weihnachten, Ostern und Pfingsten und mehrere noch aus vorreformatorischen Zeiten stammende Marien- und Heiligenfeste sowie die Danksagung für das Ende des katastrophalen mehrtägigen Brandes, dem große Teile Kopenhagens im Oktober 1728 zum Opfer fielen. Mehrere dieser Feste fallen ganz weg, andere werden auf den folgenden Sonntag verschoben. Die Initiative für eine Verminderung der Feiertage ging in Dänemark nicht von den kirchlichen Stellen aus, sondern von einer vom König eingesetzten Kommission, die sich mit den Staatsfinanzen zu befassen hatte. Somit spielten religiöse Gründe bei der Feiertagsreduktion zunächst keine entscheidende Rolle, sondern hauptsächlich ökonomische Erwägungen. Allerdings unterstützen hohe kirchliche Amtsträger die staatliche Initiative. Die dänische Regierung beziehungsweise die von ihr eingesetzte Kommission orientiert sich an entsprechende Verordnungen der protestantischen Länder Deutschlands wie an Preußen, Mecklenburg-Schwerin und vor allem an Hannover, wo bereits im Vorjahr Feiertagsedikte erlassen wurden. Diese schnelle Reaktion auf die Reformen der südlichen Nachbarstaaten ist notwendig, weil Dänemark sich ökonomisch auf keinen Fall schlechter stehen sehen möchte als die anderen europäischen Staaten. Die dänische Bevölkerung allerdings verfolgt die Umorganisation der traditionellen, als gottgegeben angesehenen Ordnung durch einen Bürgerlichen misstrauisch. Ein Mitgrund für die Ablehnung von Struensees Reformen ist, dass Struensee nicht Dänisch spricht und seine Dekrete auf Deutsch erscheinen. Der Kopenhagener Bevölkerung gilt er daher als "Dänenfeind", obwohl Deutsch zu dieser Ära offizielle Amtssprache in Dänemark ist. Zugleich wird er wegen der Menge seiner Dekrete und der Geschwindigkeit ihres Erscheinens verspottet. Dass gleich elf Feiertage dem wirtschaftlichen Fortschritt geopfert werden sollen, gefällt weder den Geistlichen noch der Bevölkerung. Im Zusammenhang mit dem Reformedikt wird die Gleichstellung unehelich Geborener mit ehelichen Kindern geschaffen sowie die Abschaffung der Kirchenzucht, die vor allem der Bloßstellung lediger Mütter dient. Manche in der Bevölkerung schließen daraus, dass Struensee die Prostitution fördern wird. Mit Argwohn betrachtet werden auch Struensees Maßnahmen für die Gesundheit des kleinen Prinzen durch Abhärtung, denn Barfußlaufen und einfache Mahlzeiten hält man einem künftigen König für nicht angemessen. Es wird sogar befürchtet, Struensee wolle den Thronfolger beseitigen, den König entmachten und sich selbst zum alleinigen Herrscher machen.

27.10.1770 (Samstag)
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28.10.1770 (Sonntag)
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29.10.1770 (Montag)
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30.10.1770 (Dienstag)
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Ende Oktober 1770
England 1660-1801.png
Königreich Großbritannien / Britisch-Amerika

Der mutmaßliche Hauptverantwortliche des Massakers von Boston, Captain Preston, steht separat von den übrigen acht angeklagten britischen Soldaten vor Gericht. Er sagt aus, dass er niemals an seine Soldaten den Befehl gab, auf die Zivilisten zu feuern. Verteidiger Prestons ist der Rechtsanwalt John Adams. Preston wird freigesprochen, da die Jury nicht davon überzeugt ist, dass er einen Feuerbefehl gab.

31.10.1770 (Mittwoch)
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Chronik 1770.10
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Chronik 1770.10-II
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