Chronik 1770.07

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Weltchronik der ersten Dekade des Juli 1770

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Komet nähert sich der Erde bis auf 2,18 Millionen Kilometer

Die russische Flotte besiegt die Osmanische Streitmacht in der Ägäis

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01.07.1770 (Sonntag)
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Solar System / Terra / Königreich Frankreich
Charles Messier, der Entdecker des Kometen
Der von dem französischen Astronomen Charles Messier am 14. Juni entdeckte Komet passiert die Erde in etwa 2.184.129 Kilometer Abstand, dem geringsten Abstand der Passage an unserem Planeten in der Geschichte. Seine Koma erscheint fast 2,5 Grad groß und ist damit fünfmal so groß wie der Vollmond. Später wird ermittelt werden, dass der Komet sich zwischen 0,674 und 5,63 AE (Astronomische Einheiten) innerhalb von 5,6 Jahren um die Sonne bewegt; seine Spitzengeschwindigkeit beträgt 174.600 km/h.
Anfang Juli 1770
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Russisches Kaiserreich / Osmanisches Reich

Die russische Flotte segelt weiter in die Ägäis und bereitet sich auf die Begegnung mit der osmanischen Flotte vor.

02.07.1770 (Montag)
Frankreich 1632-1790.png
Solar System / Terra / Königreich Frankreich

Der von dem französischen Astronomen Charles Messier entdeckte Komet, der später die Bezeichnung D/1770 L1 (Lexell) erhält, bewegte sich innerhalb von 24 Stunden 42 Grad über den Himmel und erreicht heute seine größte nördliche Deklination. Er wird nur noch einige Tage beobachtet werden können, da er sich der Sonne immer mehr nähert und in der hellen Dämmerung verschwinden wird.

03.07.1770 (Dienstag)
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04.07.1770 (Mittwoch)
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05.07.1770 (Donnerstag)
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Russisches Kaiserreich / Osmanisches Reich

In der Nähe der ägäischen Insel Chios gegenüber von Westanatolien beginnt die Seeschlacht von Cesme. Die russische Flotte unter dem Befehl von Graf Alexej Orlow, Grigori Spridow und John Elphinston findet die osmanische Flotte vor Anker nördlich der Cesme-Bucht im westlichen Kleinasien. Die osmanische Flotte wird von Hosameddin Pascha, Hassan Pascha und Dschaffer Bey befehligt. Auch wenn nicht alle Details über die türkische Flotte bekannt sind, beinhaltet sie in etwa 14 bis 16 Schlachtschiffe, darunter REAL MUSTAFA mit 84 Kanonen, DIE RHODOS mit 60 Kanonen, sowie ein 100-Kanonen-Flaggschiff. Zusätzlich besteht sie aus etwa 6 Fregatten, 6 Schebecken, 13 Galeeren und 32 kleineren Schiffen, mit einer Gesamtfeuerkraft von 1300 Kanonen. Zehn der Schlachtschiffe mit je 70 bis 100 Kanonen bilden die türkische Hauptreihe, sechs andere bildeten die zweite Reihe, wobei die Reihen so organisiert sind, dass die hinteren Schiffe durch die Räume zwischen den Schiffen vorderer Reihe feuern konnten. Dahinter befinden sich die Fregatten, die Schebecken und die weiteren Schiffe. Die Flotte wird von Kapudan Hosameddin Pascha befehligt. Nachdem ein Angriffsplan zusammengestellt wurde, segelt die russische Kampfreihe Richtung südlicher Seite der türkischen Hauptreihe, dreht nach Norden und eröffnet im Vorbeifahren direkt vor den Türken die Schlacht. Anfangs haben die Russen Probleme, die Formation zu halten, doch mit zunehmender Schlachtdauer gelingt es ihnen besser. Die beiden Schiffe St. EUSTAPHIUS und REAL MUSTAFA, werden in einen direkten Kampf miteinander verwickelt, bis das osmanische Schiff Feuer fängt. Sein brennender Mast stürzt auf die St. EUSTAPHIUS, die ebenfalls Feuer fängt. Kurz darauf explodiert die REAL MUSTAFA. Georgi Spiridow und der Bruder des anderen Kommandierenden, Graf Fjodor Orlow, können St. EUSTAPHIUS rechtzeitig verlassen.

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Königreich Preußen

Pfarrer Jean Pierre Erman eröffnet das »Séminaire de Théologie« (Prediger-Seminar) in den Schulräumen des Konsistorialgebäudes in der Niederlagstrasse im heutigen Bezirk Berlin-Mitte. Das Seminar, dessen erster Direktor Erman wurde, bildet Priester der Französisch-Reformierten Kirche aus.

06.07.1770 (Freitag)
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Russisches Kaiserreich / Osmanisches Reich

Die gestern begonnene Seeschlacht von Cesme zwischen dem Russischen Reich unter Graf Alexei Orlow und dem Osmanischen Reich unter Hosameddin Pascha wird fortgesetzt. Die Russen beschießen den ganzen Tag türkische Schiffe und Ziele an Land.

07.07.1770 (Samstag)
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Russisches Kaiserreich / Osmanisches Reich

Die vor zwei Tagen begonnene Seeschlacht von Cesme zwischen dem Russischen Reich unter Graf Alexei Orlow und dem Osmanischen Reich unter Hosameddin Pascha wird fortgesetzt. Graf Orlow sendet Samuel Greigh mit sieben Schiffen in einer Linienformation gegen die Türken. Bald darauf brennen drei türkische Schiffe, deren Feuer sich schnell auf die gesamte türkische Flotte ausbreitet, bis sie vollständig abbrennt und bis auf ein Schiff versenkt wird. Der Kampf endet in der Nacht zum 8. Juli. Die russischen Verluste sind, abgesehen von der Besatzung des untergegangenen St. Eustaphius, mit etwa 600 Toten geringer als die der Osmanen, die etwa 11.000 Tote zu beklagen haben. Die osmanischen Befehlshaber Hosameddin Pascha, Hassan Pascha and Dschaffer Bey überleben. Der Erste wird später als Konsequenz der Niederlage von seinem Posten enthoben. Die Seeschlacht von Çeşme wurde zeitgleich mit der Schlacht von Larga ausgetragen. Sie wird zur größten osmanischen Niederlage auf See seit der Schlacht von Lepanto im Jahr 1571. Die russische Flotte zieht vor konstantinopel zur Parade und belagert danach Lemnos. Der russische Sieg fördert in der Heimat das Vertrauen in die noch nicht allzu erfahrene Flotte und sichert Russland die Kontrolle in der Ägäis. Im Osmanischen Reich wird die Vernichtung der Flotte viele Minderheiten zu Aufständen inspirieren. Zarin Katharina die Große befiehlt den Bau von vier Monumenten, um an den Sieg zu erinnern: Den Chesme-Palast und die Chesme-Kathedrale in Sankt-Petersburg, der Obelisk in Gattschina und die Chesme-Kolonne in Zarskoje Selo. Der 6. russisch-osmanische Krieg begann am 25. September 1768 mit der Kriegserklärung des osmanischen Sultans Mustafa III. an Russland.

08.07.1770 (Sonntag)
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09.07.1770 (Montag)
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10.07.1770 (Dienstag)
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Chronik 1770.07-II
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Chronik 1770.07-III
Hier geht es zur dritten Dekade des Juli 1770
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