Chronik 1771.09-III: Unterschied zwischen den Versionen

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Die Verkleinerung des Heeres, die Entlassung zahlreicher Offiziere und die fehlende Besoldung schürt weiteres Misstrauen und Unzufriedenheit der dänischen Bevölkerung gegen den mit Generalvollmacht ausgestatteter Geheimen Kabinettsminister Struensee. Struensee stoppt den Weiterbau der Frederikskirche. Die große Zahl derer, die wie die Handwerker an der Marmorkirche oder die mehr als 2000 Arbeiter von als unrentabel aufgelösten Manufakturen durch die Reformen und Sparmaßnahmen arbeitslos geworden sind, tragen zur Unzufriedenheit der ärmeren Bevölkerungsschichten bei, wodurch es zu Unruhen kommt. In Norwegen angeheuerte Matrosen finden bei ihrer Ankunft die Schiffe, für die sie angeworben waren, noch im Bau vor. Für die Matrosen, die ja noch nicht gebraucht werden, ist weder Sold noch Verpflegung vorgesehen. Sie ziehen zur Sommerresidenz Hirschholm, um den König um Hilfe zu bitten. Zu ihrer Beruhigung veranstaltet man ein Fest, bei dem sich Struensee, der sich wenige Tage zuvor bei einem Sturz vom Pferd verletzt hatte, aber nicht sehen lässt. Um den leicht ablenkbaren König von Dänemark von anderen Einflüssen fernzuhalten, holt dessen mit Generalvollmacht ausgestatteter Geheimer Kabinettsminister Struensee seinen Altonaer Freund Enevold von Brandt an den Hof, der den König unterhalten und Holck, den bisherigen Favoriten und Trinkgefährten des Königs, ersetzen soll. Brandt wurde zwar zum Direktor des Theaters, der Gemäldegalerie und der Kunstkammer ernannt, von Struensee jedoch ausschließlich damit beauftragt, den König bei Laune zu halten. Brandt beschwert sich nun über diese Behandlung, verbunden mit einer Warnung, dass sein despotisches Verhalten Konsequenzen haben werde. Unterstützung für sein Reformprogramm findet Struensee besonders bei dem Leibarzt der Königsfamilie, Christian Johann Berger, und bei Friedrich Gabriel Resewitz, dem zweiten Prediger an der deutschen St.-Petri-Kirche. Unter den Militärs ist es vor allem der General Peter Elias von Gähler, der seine Reformen befürwortet. Zu Struensees mächtigsten Gegnern gehört die Stiefmutter des Königs, Juliane Marie, und ihr Sohn Erbprinz Friedrich. Mit Christian VII. verbindet sie seit langem eine gegenseitige Abneigung. Unter Struensee werden sie fast gänzlich vom Hof ausgeschlossen. Zusammen mit Ove Høegh-Guldberg, dem Erzieher und Privatsekretär ihres Sohns, und Schack von Rantzau nutzt sie schließlich Struensees wachsende Unbeliebtheit und die kursierenden Gerüchte über sein Verhältnis zur Königin. Ein angeblich geheimes Papier, das aus Struensees Tresor stammen soll und das der offizielle Hofberichterstatter Peter Suhm Juliane Marie überreicht, soll belegen, dass Struensee gemeinsam mit der Königin einen Staatsstreich zur Entmachtung des Königs plane. <br>
 
Die Verkleinerung des Heeres, die Entlassung zahlreicher Offiziere und die fehlende Besoldung schürt weiteres Misstrauen und Unzufriedenheit der dänischen Bevölkerung gegen den mit Generalvollmacht ausgestatteter Geheimen Kabinettsminister Struensee. Struensee stoppt den Weiterbau der Frederikskirche. Die große Zahl derer, die wie die Handwerker an der Marmorkirche oder die mehr als 2000 Arbeiter von als unrentabel aufgelösten Manufakturen durch die Reformen und Sparmaßnahmen arbeitslos geworden sind, tragen zur Unzufriedenheit der ärmeren Bevölkerungsschichten bei, wodurch es zu Unruhen kommt. In Norwegen angeheuerte Matrosen finden bei ihrer Ankunft die Schiffe, für die sie angeworben waren, noch im Bau vor. Für die Matrosen, die ja noch nicht gebraucht werden, ist weder Sold noch Verpflegung vorgesehen. Sie ziehen zur Sommerresidenz Hirschholm, um den König um Hilfe zu bitten. Zu ihrer Beruhigung veranstaltet man ein Fest, bei dem sich Struensee, der sich wenige Tage zuvor bei einem Sturz vom Pferd verletzt hatte, aber nicht sehen lässt. Um den leicht ablenkbaren König von Dänemark von anderen Einflüssen fernzuhalten, holt dessen mit Generalvollmacht ausgestatteter Geheimer Kabinettsminister Struensee seinen Altonaer Freund Enevold von Brandt an den Hof, der den König unterhalten und Holck, den bisherigen Favoriten und Trinkgefährten des Königs, ersetzen soll. Brandt wurde zwar zum Direktor des Theaters, der Gemäldegalerie und der Kunstkammer ernannt, von Struensee jedoch ausschließlich damit beauftragt, den König bei Laune zu halten. Brandt beschwert sich nun über diese Behandlung, verbunden mit einer Warnung, dass sein despotisches Verhalten Konsequenzen haben werde. Unterstützung für sein Reformprogramm findet Struensee besonders bei dem Leibarzt der Königsfamilie, Christian Johann Berger, und bei Friedrich Gabriel Resewitz, dem zweiten Prediger an der deutschen St.-Petri-Kirche. Unter den Militärs ist es vor allem der General Peter Elias von Gähler, der seine Reformen befürwortet. Zu Struensees mächtigsten Gegnern gehört die Stiefmutter des Königs, Juliane Marie, und ihr Sohn Erbprinz Friedrich. Mit Christian VII. verbindet sie seit langem eine gegenseitige Abneigung. Unter Struensee werden sie fast gänzlich vom Hof ausgeschlossen. Zusammen mit Ove Høegh-Guldberg, dem Erzieher und Privatsekretär ihres Sohns, und Schack von Rantzau nutzt sie schließlich Struensees wachsende Unbeliebtheit und die kursierenden Gerüchte über sein Verhältnis zur Königin. Ein angeblich geheimes Papier, das aus Struensees Tresor stammen soll und das der offizielle Hofberichterstatter Peter Suhm Juliane Marie überreicht, soll belegen, dass Struensee gemeinsam mit der Königin einen Staatsstreich zur Entmachtung des Königs plane. <br>
 
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Aktuelle Version vom 29. Mai 2026, 16:40 Uhr

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Weltchronik der dritten Dekade des September 1771

Ereignisse vom 01.-10. des Monats    Ereignisse vom 11.-20. des Monats     Ereignisse vom 21.-Ende des Monats



Die britische Flotte nimmt die Falkland‑Inseln wieder in Besitz

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21.09.1771 (Samstag)
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22.09.1771 (Sonntag)
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23.09.1771 (Montag)
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24.09.1771 (Dienstag)
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Herbst 1771
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Königreich Dänemark-Norwegen

Die Verkleinerung des Heeres, die Entlassung zahlreicher Offiziere und die fehlende Besoldung schürt weiteres Misstrauen und Unzufriedenheit der dänischen Bevölkerung gegen den mit Generalvollmacht ausgestatteter Geheimen Kabinettsminister Struensee. Struensee stoppt den Weiterbau der Frederikskirche. Die große Zahl derer, die wie die Handwerker an der Marmorkirche oder die mehr als 2000 Arbeiter von als unrentabel aufgelösten Manufakturen durch die Reformen und Sparmaßnahmen arbeitslos geworden sind, tragen zur Unzufriedenheit der ärmeren Bevölkerungsschichten bei, wodurch es zu Unruhen kommt. In Norwegen angeheuerte Matrosen finden bei ihrer Ankunft die Schiffe, für die sie angeworben waren, noch im Bau vor. Für die Matrosen, die ja noch nicht gebraucht werden, ist weder Sold noch Verpflegung vorgesehen. Sie ziehen zur Sommerresidenz Hirschholm, um den König um Hilfe zu bitten. Zu ihrer Beruhigung veranstaltet man ein Fest, bei dem sich Struensee, der sich wenige Tage zuvor bei einem Sturz vom Pferd verletzt hatte, aber nicht sehen lässt. Um den leicht ablenkbaren König von Dänemark von anderen Einflüssen fernzuhalten, holt dessen mit Generalvollmacht ausgestatteter Geheimer Kabinettsminister Struensee seinen Altonaer Freund Enevold von Brandt an den Hof, der den König unterhalten und Holck, den bisherigen Favoriten und Trinkgefährten des Königs, ersetzen soll. Brandt wurde zwar zum Direktor des Theaters, der Gemäldegalerie und der Kunstkammer ernannt, von Struensee jedoch ausschließlich damit beauftragt, den König bei Laune zu halten. Brandt beschwert sich nun über diese Behandlung, verbunden mit einer Warnung, dass sein despotisches Verhalten Konsequenzen haben werde. Unterstützung für sein Reformprogramm findet Struensee besonders bei dem Leibarzt der Königsfamilie, Christian Johann Berger, und bei Friedrich Gabriel Resewitz, dem zweiten Prediger an der deutschen St.-Petri-Kirche. Unter den Militärs ist es vor allem der General Peter Elias von Gähler, der seine Reformen befürwortet. Zu Struensees mächtigsten Gegnern gehört die Stiefmutter des Königs, Juliane Marie, und ihr Sohn Erbprinz Friedrich. Mit Christian VII. verbindet sie seit langem eine gegenseitige Abneigung. Unter Struensee werden sie fast gänzlich vom Hof ausgeschlossen. Zusammen mit Ove Høegh-Guldberg, dem Erzieher und Privatsekretär ihres Sohns, und Schack von Rantzau nutzt sie schließlich Struensees wachsende Unbeliebtheit und die kursierenden Gerüchte über sein Verhältnis zur Königin. Ein angeblich geheimes Papier, das aus Struensees Tresor stammen soll und das der offizielle Hofberichterstatter Peter Suhm Juliane Marie überreicht, soll belegen, dass Struensee gemeinsam mit der Königin einen Staatsstreich zur Entmachtung des Königs plane.

25.09.1771 (Mittwoch)
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26.09.1771 (Donnerstag)
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27.09.1771 (Freitag)
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28.09.1771 (Samstag)
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29.09.1771 (Sonntag)
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30.09.1771 (Montag)
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Königreich Dänemark-Norwegen

Um den Disput zwischen dem dänischen Geheimen Kabinettsminister Struensee und dessen Altonaer Freund Enevold von Brand zu beenden, veranlasst Struensee, dass Élie-Salomon-François Reverdil, der 1767 entlassene frühere Lehrer des Königs, zurückgerufen und dass Brandt zum Grafen erhoben wird. Wie der Grafentitel, den Struensee sich selbst verlieh, ist auch der von Brandt nicht mit der Zuteilung von Landbesitz verbunden. Die neu geschaffenen oder durch Entlassungen freigewordenen Posten besetzt Struensee persönlich und ohne Rücksicht auf Traditionen. Auch seinem Studienfreund Peter Matthiesen, Enkel des als der "Glückliche Matthias" bekannten Föhrer Kapitäns, verhilft er zur Karriere: Er ernennt ihn zum Bürgermeister von Kopenhagen. Schack von Rantzau, der Struensee an Bernstorff vermittelt hatte und sich nun einen guten Posten am Hof erhofft, wird dagegen enttäuscht. Er erhält nur eine untergeordnete Stelle in der Kriegskanzlei.

Chronik 1771.09
Hier geht es zur ersten Dekade des September 1771
Chronik 1771.09-II
Hier geht es zur zweiten Dekade des September 1771
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