|
Königreich Großbritannien / Britisch-Amerika / Colony of North Carolina
Die Schlacht an der Moore’s Creek Bridge in der Nähe von Wilmington im heutigen Pender County in der Colony of North Carolina ist ein nicht unbedeutender, folgenreicher Zusammenstoß im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg in North Carolina statt. Der Sieg der Miliz des Provinzkongresses von North Carolina über die Verstärkungen des britischen Gouverneurs Josiah Martin und Tristan Worsley ist überraschend. Mit den Nachrichten über die Gefechte von Lexington und Concord beginnen die Loyalisten im Landesinneren von North Carolina verstärkt mit der Rekrutierung, während die Patrioten ihre Milizen und Kontinentaleinheiten organisieren. Als im Januar 1776 die Nachricht über eine geplante britische Expedition eintraf, befahl Martin seinen loyalistischen Milizen, sich zu sammeln, um die Ankunft der britischen Truppen zu unterstützen. Patriotische Milizen und Kontinentaleinheiten mobilisieren sofort, um die Vereinigung der Loyalisten mit den britischen Kräften zu verhindern, blockieren mehrere Routen und zwingen die schlecht bewaffneten Loyalisten schließlich dazu, sich bei der Moore’s Creek Bridge rund 29 Kilometer nördlich von Wilmington zu stellen. Im Morgengrauen kommt es zu einem kurzen, aber entscheidenden Gefecht: Ein Angriff von 1400-1600 hochlandschottischer Loyalisten, die mit Schwertern bewaffnet über die Brücke stürmen, wird durch konzentriertes Musketen- und Artilleriefeuer von 1050 Patrioten zerschlagen. Zwei loyalistische Anführer, Donald MacLeod und John Campbell, fallen, ein weiterer, Donald MacDonald, wird gefangen genommen, und die gesamte Truppe zerstreut sich. In den folgenden Tagen werden zahlreiche Loyalisten festgenommen, was die Rekrutierungsbemühungen der Krone erheblich schwächt. Das Gefecht endet mit einem Toten auf der Seite North Carolinas und 50 Toten oder Verwundeten und 850 Gefangenen von der britischen Seite.
| 29. März 1776 (Freitag)
|
|
Königreich Großbritannien / Britisch-Amerika / Colony of Virginia
Der General der Kontinentalarmee Charles Lee trifft in Williamsburg in Virginia ein, um das Kommando über das südliche Department zu übernehmen und die Verteidigung Virginias zu sichern. Er kommt direkt aus New York und wird von den Patrioten Virginias sehnsüchtig erwartet, da man sich von seinem militärischen Fachwissen Schutz gegen die britische Flotte des entmachteten Gouverneurs von Virginia, Lord Dunmore, erhofft. Faktisch ist Dunmore nur noch ein Gouverneur im Exil auf dem Wasser, der seit dem Juni 1775 seinen Gouverneurspalast in Williamsburg nicht mehr gesehen hat. Lee mobilisiert zuerst die Miliz, um den britischen Vertreter Lord Dunmore aus einem Lager zu vertreiben, das dieser in der Nähe von Portsmouth gegründet hatte.
| 15.05.1776 (Mittwoch)
|
|
Königreich Großbritannien / Britisch-Amerika / Colony of Virginia
- Der Präsident des Sicherheitskomitees von Virginia, Edmund Pendleton, erklärt anlässlich des in Williamsburg tagenden Konvents als zweiter Führer einer der 13 Neu-England-Staaten die Unabhängigkeit seiner Kolonie vom Mutterland.
- Der entmachtete britische Gouverneur Lord Dunmore, der seit mehr als vier Monaten auf britischen Kriegsschiffen lebt, versucht auf Gwynn's Island (im späteren Mathews County) einen neuen Stützpunkt zu errichen. Dort hofft er, seine Truppen und die vielen geflohenen Sklaven neu zu organisieren, doch die Lage ist katastrophal: Pocken sind bereits unter seinen Leuten ausgebrochen und die ersten Todesfälle werden gemeldet.
|
| 04. Juli 1776 (Donnerstag)
|
|
Königreich Großbritannien / Britisch-Amerika / Vereinigte Staaten von Amerika
| Die Präsidentschaft des Kontinentalkongresses bei Gründung der Vereinigten Staaten von Amerika
|
|
|
Funktion
|
Name, Parteizugehörigkeit
|
Beginn der Amtszeit
|
Tage im Amt
|
|
Präsident des Kontinentalkongresses |
John Hancock (* 1737 Braintree, Massachusetts) (parteilos) |
24.05.1775 |
1,1
|
Dreizehn britische Provinzen in Nordamerika sagen sich vom Mutterland los und beschließen eine Declaration of Independence (Unabhängigkeitserklärung), die von Thomas Jefferson aus Virginia verfasst und von John Hancock als Erstem unterschrieben wird. Ursprünglich sollte Friedensrichter Richard Henry Lee aus Virginia die Unabhängigkeitserklärung verfassen, da er die politischen Weichen für diese Aktion gestellt hatte; aufgrund der Erkrankung seiner Frau reiste er jedoch vorzeitig ab und die Aufgabe fällt an Jefferson. Da der Präsident des Kontinentalkongresses, John Hancock, als erster unterschreibt und mit 13 Zentimentern - im Vergleich zu allen anderen Unterzeichnern - eine markante und extrem große Signatur auf dem Dokument hinterlässt, wird der Name "John Hancock" im amerikanischen Englisch zu einem Synonym für "Unterschrift", analog zum deutschen "Friedrich Wilhelm", was in der typischen Aufforderung "Please, put your John Hancock here!" ("Unterschreiben Sie bitte hier!") zum Ausdruck kommt. 13 britische Provinzen oder die "Thirteen Colonies" im Osten Nordamerikas sagen sich von Großbritannien los. Die Unabhängigkeitserklärung spricht konsequent von den "United States of America". Die frühere französische Kolonie Québec, jetzt Provinz Quebec, sowie die Provinzen Nova Scotia, Island of St. John, Kolonie Neufoundland und Rupert's Land bleiben aber der britischen Krone loyal verbunden. Die Provinzen Ostflorida und Westflorida bleiben ebenfalls loyal. Die Vertreter der Kolonien und Provinzen, die von nun an die Vereinigten Staaten von Amerika bilden sollen, unterzeichnen folgende Deklaration:
|
|
Die Unabhängigkeitserklärung der USA wird von Thomas Jefferson vorgelegt
|
Unabhängigkeitserklärung der Vereinigten Staaten von Nordamerika
gegeben im Kongreß am 4. Juli 1776
Einstimmige Erklärung der dreizehn Vereinigten Staaten von Nordamerika (Deutscher Text von 1848)
|
|
Die Vertreter der Kolonien und Provinzen, die von nun an die Vereinigten Staaten von Amerika bilden sollen, unterzeichnen folgende Deklaration:
Wenn im Laufe menschlicher Begebenheiten ein Volk genöthigt wird, die politischen Bande aufzulösen, die es bisher mit einem anderen vereinten, und unter den Mächten der Erde die gesonderte und gleiche Stellung einzunehmen, zu welcher es durch die Gesetze der Natur und des Schöpfers derselben berechtigt ist, so erheischt die geziemende Achtung vor den Meinungen des Menschengeschlechts, daß es die Ursachen öffentlich verkünde, welche jene Trennung veranlassen.
Wir halten die nachfolgenden Wahrheiten für klar an sich und keines Beweises bedürfend, nämlich: daß alle Menschen gleich geboren; daß sie von ihrem Schöpfer mit gewissen unveräußerlichen Rechten begabt sind; daß zu diesem Leben, Freiheit und das Streben nach Glückseligkeit gehöre; daß, um diese Rechte zu sichern, Regierungen eingesetzt sein müssen, deren volle Gewalten von der Zustimmung der Regierten herkommen; daß zu jeder Zeit, wenn irgend eine Regierungsform zerstörend auf diese Endzwecke einwirkt, das Volk das Recht hat, jene zu ändern oder abzuschaffen, eine neue Regierung einzusetzen, und diese auf solche Grundsätze zu gründen, und deren Gewalten in solcher Form zu ordnen, wie es ihm zu seiner Sicherheit und seinem Glück eam zweckmäßigsten erscheint. - Klughait zwar gebiete, schon lange bestehende Regierungen nicht um leichter und vorübergehender Ursachen willen zu ändern, und dieser gemäß hat alle Erfahrung gezeigt, daß die Menschheit geneigter ist, zu leiden, so lange Leiden zu ertragen sind, als sich selbst Rechte zu verschaffen, durch Vernichtung der Formen, an welche sie sich einmal gewöhnt. Wenn aber eine lange Reihe von Mißbräuchen und rechtswidrigen Ereignissen, welche unabänderlich den nämlichen Gegenstand verfolgen, die Absicht beweis, ein Volk dem absoluten Despotismus zu unterwerfen, so hat dieses das Recht, so ist es dessen Pflicht, eine solche Regierung umzustürzen, und neue Schutzwehren für seine künftige Sicherheit anzuordnen. Dieser Art war das nachsichtige Dulden dieser Kolonien, und dieser Art ist nun auch die Nothwendigkeit, durch welche sie gezwungen werden, das frühere System der Regierung zu ändern. Die Geschichte des gegenwärtigen Königs von Großbritannien ist eine Geschichte von wiederholten Ungerechtigkeiten und eigenmächtigen Anmaßungen, die alle die direkte Absicht haben, eine unumschränkte Tyrannei über diese Staaten zu errichten. Um dieses zu beweisen, seien hiermit Thatsachen der unpartheiischen Welt vorgelegt:
- Er hat seine Genehmigung den heilsamsten und nothwendigsten Gesetzen für das allgemeine Wohl verweigert.
- Er hat seinen Statthaltern verboten, Gesetze von unaufschiebbarer und dringender Wichtigkeit rechtskräftig zu machen, oder deren Anwendung suspendirt, bis seine Genehmigung dazu erhalten worden, und die so aufgeschobenen hat er zu beachten gänzlich vernachlässigt.
- Er hat es verweigert, andere Gesetze für die Erleichterung ausgedehnter Volksdistrikte zu genehmigen, es sei denn, daß dieses Volk auf sein Vertretungsrecht in der gesetzgebenden Versammlung Verzicht geleistet habe - auf ein Recht, das dem Volke unschätzbar, und nur dem Tyrannen furchtbar ist.
- Er hat gesetzgebende Körper in ungewöhnliche, unbequeme, und von den Bewahrungsörtern ihrer öffentlichen Urkunden entfernte Plätze zusammenberufen, aus der alleinigen Absicht, sie durch Ermüdung zur Willfährigkeit mit seinen Maßregeln zu zwingen.
- Er hat zu wiederholten Malen die Häuser der Abgeordneten aufgelöst, weis sie sich mit männlicher Festigkeit seinen Einriffen in die Rechte des Volkes widersetzt.
- Er hat nach solchen Auflösungen für eine lange Zeit sich geweigert, die Wahl anderer Abgeordneten zu gestatten, wodurch die gesetzgebende Gewalt, die nicht vernichtet werden kann, wiederum vollständig zum Volke, um von diesem ausgeübt zu werden, zurückgekehrt ist; und der Staat blieb mittlerweile allen Gefahren eines feindlichen Einfalls von Außen und Erschütterungen im Innern ausgesetzt.
- Er hat sich bestrebt, das Steigen der Bevölkerung dieser Staaten zu verhindern, und zu diesem Zwecke den gesetzen für die Naturalisation Fremder Schwierigkeiten in den Weg gelegt, andere Gesetze zu erlassen sich geweigert, durch welche die Einwanderung ermuntert werden kann, und die Preisbedingungen zu neuem Ländererwerb erhöht.
- Er hat die Handhabung der Gerechtigkeitspflege gestört, indem er Gesetzen seine Zustimmung verweigerte, welche die Errichtung richterlicher Gewalten bezweckten.
- Er hat die Richter von seinem Alleinwillen abhängig gemacht, hinsichtlich der Dauer ihrer Aemter, und des Betrags und der Bezahlung ihrer Gehalte.
- Er hat eine Unzahl neuer Aemter errichtet, und Schwärme von Beamten hierhergesendet, um unser Volk zu erschöpfen und seinen Lebensunterhalt aufzuzehren.
- Er hat unter uns in Friedenszeiten stehende Heere gehalten, ohne Zustimmung unserer gesetzgebender Behörden.
- Er hat sich bestrebt, die Kriegsmacht unabhängig zu machen von der bürgerlichen Gewalt, und sie über die letztere zu stellen.
- Er hat sich mit Andern verbindet, uns einer Gerichtsbarkeit zu unterwerfen, die unsrer Verfassung fremd, und durch unsre Gesetze nicht anerkannt ist, und hat seine Genehmigung folgenden Aussprüchen dieser anmaßlichen Gesetzgebung ertheilt:
- zur Einquartierung straker, bewaffneter Truppenkorps bei uns;
- zur Beschützung derselben durch ein Scheingericht, vor der Strafe auf Todtschlag, wenn sie einen solchen an den Bewohnern dieser Staaten gehen würden;
- zur Abschniedung unsres Handels mit allen Theilen der Welt;
- zur Auflage von Abgaben auf uns, ohne unsere Zustimmung;
- zur Beraubung der Wohlthaten der Untersuchung durch Geschwornen-Gerichte, in machen Fällen;
- zu unserer Transportierung über das Meer, um, angebliche Verbrechen wegen, gerichtet zu werden;
- zur Aufhebung (Vernichtung) des freien Systems der englischen Gesetze in einer benachbarten Provinz, Einführung einer Willkührregierung in derselben, und Erweiterung derer Grenzen, um sie zu gleicher Zeit als Muster und als taugliches Werkzeug für die Einführung derselben absoluten Herrschaft in diesen Kolonien gebrauchen zu können;
- zur Hinwegnahme unsrer Freibriefe, Vernichtung unsrer werthvollsten Gesetze, und Umänderung unsrer Regierungsformen, von Grund aus;
- zur Suspendierung unsrer eigenen, gesetzgebenden Versammlungen, und hat derselben die Macht verliehen, uns in allen und jeglichen Fällen Gesetze zu geben.
- Er hat der Regierung hier entsagt, indem er uns außerhalb seines Schutzes erklärte, und Krieg gegen uns begann.
- Er hat unsere Meere geplündert, unsere Küsten verwüstet, unsere Städte verbrannt, und das Lebens unsres Volkes vernichtet.
- Er hat, indem er gegenwärtig große Heere ausländischer Söldner überschifft, um das Werk des Todes, der Verwüstung und der Tyrannei zu vollenden, bereits mit Handlungen der Grausamkeit und Persidie begonnen, die kaum ihres Gleichen in den barbarischsten Zeitaltern haben, und völlig unwürdig des Hauptes einer civilisirten Nation sind.
- Er hat unsre Mitbürger, die auf der hohen See gefangen wurden, gezwungen, die Waffen gegen ihr eigenes Vaterland zu führen, die Henker ihrer eigenen Freunde und Brüder zu werden, oder selbst durch deren Hände zu fallen.
- Er hat unter uns innere Aufstände erregt, und gegen die Bewohner unsrer Grenzen jene unbarmherzigen Indianer aufzubringen getrachtet, deren bekannte Kriegsweise ein rücksichtsloses Vertilgen jedes Alters, Geschlechts und Standes ist.
Bei jedem grade dieser Unterdrückungen haben wir in den unterthänigsten Ausdrücken um Abhülfe gebeten: unsere wiederholten Bitten wurden nur durch wiederholtes Unrecht beantwortet. - Ein Fürst, dessen Charakter so durch jede seiner Handlungen als Tyrann bezeichnet wird, ist untüchtig, der Herrscher eines freien Volkes zu sein.
Wir haben es nicht an Aufforderungen an unsere britischen Brüder fehlen lassen. Wir haben sie von Zeit zu Zeit vor den Versuchen gewarnt, durch ihre Gesetzgebung eine unerlaubte Rechtspflege über uns auszuüben. Wir haben sie an die Zeitumstände unserer Auswanderung und hiesigen Niederlassung erinnert. Wir haben an ihre angeborene Gerechtigkeitsliebe, ihre Hochherzigkeit appellirt, und sie bei den Banden unsrer gemeinschaftlichen Abkunft beschworen, jenen rechtswidrigen Eingriffen zu entsagen, die unvermeidlich unsere Verbindungen und unser Einverständnis unterbrechen würden. Doch auch sie waren taub gegen die Stimme der Gerechtigkeit und der Blutsverwandschaft. Wir müssen daher der Nothwendigkeit nachgeben, welche unsre Trennung erheischt, und die Briten für das halten, wofür uns die übrige Menschheit gilt, für - Feinde im Krieg, für Freunde im Frieden.
Wir daher, die Volksvertreter der Vereinigten Staaten von Amerika, versammelt im Generalkongreß, und den höchsten Richter der Welt zum Zeugen für die Reinheit unsrer Absichten anrufend, verkünden hiermit feierlichst im Namen und aus Machtvollkommenheit des guten Volks dieser Kolonien, daß diese vereinten Kolonien freie und unabhängige Staaten sind, und es zu sein, das Recht haben sollen; daß sie losgesprochen sind von allem Gehorsam gegen die britischen Krone, und daß alle politische Verbindung zwischen ihnen und dem britischen Reiche gänzlich aufgelöst ist und sein soll; dass sie als freie und unabhängige Staaten volle Gewalt haben, Krieg anzufangen, Frieden zu schließen, Bündnisse einzugehen, Handelsverbindungen zu eröffnen, und alle andern Beschlüsse und Akte zu verrichten, zu welchen unabhängige Staaten rechtlich befugt sind. Und zur Aufrechterhaltung dieser Erklärung verbürgen wir uns, mit festem Vertrauen auf den Schutz der göttlichen Vorsehung, wechselseitig mit unserm Leben, unserm Vermögen, und unsrer unverletzten Ehre.
| |
Unterzeichnet wird die Erklärung von John Hancock (Präsident) und Charles Thompson (Sekretär) sowie den Abgesandten der 13 Staaten:
Neuengland
| Britische Kolonie / späterer Staat
|
Unterzeichner
|
aktuelle Kurzbiografie
|
Colony of New Hampshire → später: US-Bundesstaat New Hampshire
|
 Josiah Bartlett
|
Josiah Bartlett wurde am 21. November 1729 in Amesbury, Province of Massachusetts Bay, geboren. Er entstammte einer calvinistisch geprägten Familie aus dem südenglischen Raum um Hampshire und Dorset, deren Vorfahren im 17. Jahrhundert nach Neuengland eingewandert waren, sodass er wahrscheinlich der dritten Einwanderergeneration angehörte. Sein Vater Stephen Bartlett war Farmer und Landbesitzer. Nach seiner medizinischen Ausbildung ließ sich Bartlett in Kingston, Colony of New Hampshire, als Arzt nieder. Er heiratete Mary Webster, die ebenfalls aus einer calvinistisch geprägten Familie derselben südenglischen Region stammte; das Paar hatte mehrere Kinder, darunter Mary, Lois, Miriam, Rhoda, Josiah Jr., Ezra, Sarah, Hannah und Levi. Bartlett war im gesellschaftlichen Leben New Hampshires fest verankert und trat in den 1760er‑Jahren politisch hervor, als er sich gegen die britischen Steuergesetze stellte und in der New Hampshire Assembly zu einer wichtigen Stimme der kolonialen Opposition wurde. Aus einer Überlieferung ist bekannt, dass er mindestens einen Sklaven namens Elihu besitzt. 1775 entsandte ihn New Hampshire in den Zweiten Kontinentalkongress, wo er in Ausschüssen arbeitete und die Unabhängigkeitsbestrebungen unterstützte.
|
 William Whipple
|
William Whipple wurde am 14. Januar 1730 in Kittery, Province of Massachusetts Bay, geboren. Er entstammte einer calvinistisch geprägten Familie englischer Herkunft aus dem südenglischen Raum, deren Vorfahren im 17. Jahrhundert nach Neuengland eingewandert waren, sodass er wahrscheinlich der dritten Einwanderergeneration angehörte. Sein Vater William Whipple Sr. war Seemann und Händler. Whipple begann selbst eine Laufbahn zur See, wurde Kapitän im atlantischen Handel und ließ sich später in Portsmouth, Colony of New Hampshire, als Kaufmann nieder. Er heiratete Catherine Moffatt, die aus einer angesehenen Kaufmannsfamilie englischer Herkunft stammte; das Paar hat keine eigenen Kinder. Es ist bekannt, dass Whipple Sklaven besitzt, einer von ihnen hört auf den Namen Prince Whipple. Der Unterzeichner der Unabhängigkeitserklärung Williem Whipple ist im wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Leben Portsmouths fest verankert und wurde in den frühen 1770er‑Jahren politisch aktiv. Jetzt entsandte ihn New Hampshire in den Zweiten Kontinentalkongress, wo er an Beratungen und Ausschüssen teilnimmt und die Unabhängigkeitsbestrebungen unterstützt.
|
 Matthew Thornton
|
Matthew Thornton wurde am 3. März 1714 in Lisburn, County Antrim, geboren, das damals zum Königreich Irland gehörte. Er entstammt einer Familie schottisch‑irischer Herkunft, deren Vorfahren im 17. Jahrhundert aus dem Lowland‑Gebiet nach Ulster übergesiedelt waren. Seine Eltern wanderten in den frühen 1720er‑Jahren nach Neuengland aus, sodass Thornton der ersten Generation angehörte, die ihre Kindheit bereits in den amerikanischen Kolonien verbrachte. Sein Vater James Thornton war Farmer und Handwerker. Matthew Thornton erhielt eine medizinische Ausbildung und ließ sich in Londonderry, Colony of New Hampshire, als Arzt nieder, wo er eine angesehene Praxis führte. Er heiratete Hannah Jack, deren Familie ebenfalls aus dem schottisch‑irischen Raum stammte; das Paar hatte mehrere Kinder: James, Matthew, Andrew, Mary und Hannah. Thornton war im Gemeindeleben fest verankert und übernahm verschiedene öffentliche Aufgaben, darunter die Tätigkeit als Militärarzt während des französisch‑indianischen Krieges. In den frühen 1770er‑Jahren wurde er politisch aktiv und gehört nun zu den Vertretern New Hampshires im Zweiten Kontinentalkongress. Thornton gehört zu den Unterzeichnern, die mit großer Sicherheit keine Sklaven halten.
|
Colony of the Massachusetts Bay → später: Commonwealth of Massachusetts & US-Bundesstaat Maine
|
 John Hancock (Präsident)
|
John Hancock wurde am 23. Januar 1737 in Braintree, Province of Massachusetts Bay, geboren. Er entstammt einer wohlhabenden Familie englischer Herkunft, deren Vorfahren im 17. Jahrhundert nach Neuengland gekommen waren. Sein Vater, Rev. John Hancock, war Geistlicher, starb jedoch früh, sodass John von seinem Onkel Thomas Hancock, einem der reichsten Kaufleute Bostons, aufgenommen und großgezogen wurde. Nach seiner Ausbildung an der Boston Latin School und am Harvard College trat er in das Handelshaus seines Onkels ein und übernahm es nach dessen Tod. Er heiratete Dorothy Quincy aus einer angesehenen Bostoner Kaufmannsfamilie; das Paar hatte zwei Kinder: Lydia Henchman und John George Washington. Die Namenswahl verbindet die Traditionen beider Familien und spiegelt zugleich die politische Zeit wider. Hancock war im wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Leben Bostons fest verankert und wurde in den 1760er‑Jahren politisch aktiv, als er sich gegen die britische Steuerpolitik stellte und zu einem führenden Unterstützer der kolonialen Opposition wurde. Hancock besitzt Sklaven, die er geerbt hat und in seinem Haushalt beschäftigt. 1775 wurde er Präsident des Provinzkongresses von Massachusetts und 1776 Präsident des Zweiten Kontinentalkongresses, wo er die Beratungen leitete und die Unabhängigkeitsbestrebungen unterstützte.
|
 Samuel Adams
|
Samuel Adams wurde am 27. September 1722 in Boston, Province of Massachusetts Bay, geboren. Er entstammt einer englischen Familie, deren Vorfahren im 17. Jahrhundert nach Neuengland gekommen waren. Sein Vater, Samuel Adams Sr., war Brauer und Kaufmann, seine Mutter Mary Fifield gehörte einer alteingesessenen Bostoner Familie an. Adams erhielt seine Ausbildung am Harvard College, arbeitete zunächst im Familienbetrieb und später als Steuereinnehmer, wandte sich jedoch zunehmend politischen Fragen zu. 1749 heiratete er Elizabeth Checkley, die Tochter eines Geistlichen; mit ihr hatte er zwei Kinder: Samuel und Hannah. Nach ihrem frühen Tod heiratete er 1764 Elizabeth Wells aus einer angesehenen Bostoner Familie; mit ihr hatte er einen Sohn, der ebenfalls Samuel genannt wurde. Die Namenswahl folgt den Traditionen beider Familien und zeigt die Weitergabe vertrauter Vornamen über Generationen hinweg. Adams wurde zu einem der führenden Organisatoren des Widerstands gegen die britische Kolonialpolitik, spielte eine wichtige Rolle bei der Mobilisierung der Bevölkerung in Boston und gehört seit 1774 dem Kontinentalkongress an, wo er die Unabhängigkeitsbestrebungen seines Staates energisch unterstützt. Über ihn ist bekannt, dass ihm und seiner Frau eine Sklavin namens Surry geschenkt werden sollte. Er bestand darauf, sie zu behalten, wenn sie als freie Frau in ihr Haus kommen wollte.
|
 John Adams
|
John Adams wurde am 30. Oktober 1735 in Braintree, Province of Massachusetts Bay, geboren. Er entstammt einer englischen Familie, deren Vorfahren im 17. Jahrhundert nach Neuengland gekommen waren. Sein Vater, John Adams, war Bauer, Küfer und in der Gemeindeverwaltung tätig; seine Mutter Susanna Boylston gehörte einer angesehenen Bostoner Familie an. Adams erhielt seine Ausbildung an der Boston Latin School und am Harvard College, arbeitete zunächst als Lehrer und ließ sich später als Jurist nieder. 1764 heiratete er Abigail Smith, die Tochter eines Geistlichen; mit ihr hatte er mehrere Kinder: Abigail, John Quincy, Susanna, Charles, Thomas Boylston und Elizabeth. Die Namenswahl verbindet die Traditionen beider Familien und zeigt die Weitergabe vertrauter Vornamen über Generationen hinweg. Adams engagierte sich früh in der Opposition gegen die britische Kolonialpolitik, wurde 1774 in den Kontinentalkongress entsandt und spielt dort eine zentrale Rolle bei den Beratungen über die Unabhängigkeit. John Adams verabscheut die Sklaverei, hält es aber für gefährlich, sie nach der Unabhängigkeit der USA sofort abzuschaffen.
|
 Robert Treat Paine
|
Robert Treat Paine wurde am 11. März 1731 in Boston, Province of Massachusetts Bay, geboren. Er entstammt einer englischen Familie, deren Vorfahren im 17. Jahrhundert nach Neuengland gekommen waren. Sein Vater Thomas Paine war Kaufmann und zeitweise Prediger, seine Mutter Eunice Treat gehörte einer angesehenen Familie an, die seit mehreren Generationen im kirchlichen und öffentlichen Leben Neuenglands vertreten war. Paine erhielt seine Ausbildung an der Boston Latin School und am Harvard College, arbeitete zunächst als Lehrer und unternahm mehrere Seereisen, bevor er sich in Boston als Jurist niederließ. 1770 trat er als Staatsanwalt im Prozess nach dem sogenannten Boston Massacre auf, was seine Stellung als Jurist festigte. Im selben Jahr heiratete er Sally Cobb aus Taunton, deren Familie seit dem frühen 18. Jahrhundert in der Region zu den einflussreichen Linien gehörte und in lokalen Ämtern vertreten war. Die Namenswahl ihrer drei Kinder – Robert, Sally und Charles – folgt den Traditionen beider Familien und verbindet die Herkunftslinien der Eltern. 1774 wurde Paine in den Kontinentalkongress entsandt, wo er die Unabhängigkeitsbestrebungen seines Staates unterstützte und vor allem juristische und organisatorische Aufgaben übernahm. Es gibt keine Aufzeichnungen über einen etwaigen Sklavenbesitz in seinem Haushalt; mit großer Wahrscheinlichkeit gibt es keine Sklaven.
|
 Elbridge Gerry
|
Elbridge Gerry wurde am 17. Juli 1744 in Marblehead, Province of Massachusetts Bay, geboren. Er entstammt einer angesehenen Kaufmannsfamilie englischer Herkunft; sein Großvater Thomas Gerry war zu Beginn des 18. Jahrhunderts aus Devonshire nach Neuengland eingewandert. Sein Vater Thomas Gerry war ein wohlhabender Händler und Reeder, der im Fischhandel und im Küstentransport tätig war und in Marblehead zu den einflussreichen Bürgern gehörte. Seine Mutter Elizabeth Greenleaf stammt aus einer alten calvinistischen Familie, die seit dem 17. Jahrhundert in Massachusetts ansässig ist und mehrere Geistliche hervorgebracht hat. Gerry erhielt eine gründliche Ausbildung an lokalen Schulen und am Harvard College, das er 1762 abschloss. Anschließend trat er in das Geschäft seines Vaters ein und ist am Aufbau eines erfolgreichen Handelsunternehmens beteiligt, das vor allem im Fisch- und Küstenhandel tätig ist. Sein Vater starb vor zwei Jahren. In den politischen Auseinandersetzungen der 1760er und frühen 1770er Jahre schloss er sich den Gegnern der britischen Steuerpolitik an und arbeitete eng mit führenden Persönlichkeiten der Massachusetts‑Patrioten zusammen. Er war Mitglied verschiedener Ausschüsse, die den Handel der Kolonie schützen und die Versorgung sicherstellen sollten, und beteiligte sich an der Organisation des Widerstands gegen die Maßnahmen des Parlaments. 1772 wurde er in das Repräsentantenhaus von Massachusetts gewählt, wo er sich vor allem mit Finanz- und Versorgungsthemen befasst. Gerry wurde im Vorjahr in den Provinzkongress und jetzt in den Kontinentalkongress entsandt. Dort übernimmt er vor allem organisatorische und wirtschaftliche Aufgaben, insbesondere in Fragen der Versorgung des Heeres und der finanziellen Verwaltung. Er unterstützt die Unabhängigkeitsbestrebungen und gehört zu den Delegierten, die sich früh für eine vollständige Loslösung von Großbritannien aussprachen. Gerry ist unverheiratet; seine Mutter und seine Geschwister sind weiterhin im Handel in Marblehead tätig, wo sie die wirtschaftliche Grundlage der Familie sichern. Obwohl Gerry als einen der reichsten Männer unter den Unterzeichnern gilt, gibt es keine Belege für einen Sklavenbesitz in seiner Familie.
|
Rhode Island and Providence Plantations → später: US-Bundesstaat Rhode Island
|
 Stephen Hopkins
|
Stephen Hopkins wurde am 7. März 1707 in Providence, Colony of Rhode Island, geboren und entstammt einer englischen Familie der frühen Siedler von Providence, deren Vorfahren im 17. Jahrhundert nach Neuengland gekommen waren, sodass er der dritten Einwanderergeneration angehört. Sein Vater William Hopkins war Farmer, seine Mutter Ruth, geborene Wilkinson, stammt ebenfalls aus einer in Rhode Island verwurzelten Familie; Hopkins wuchs auf einer Farm im später von Providence abgetrennten Scituate auf und erhielt nur eine begrenzte Schulbildung, bildete sich jedoch autodidaktisch weiter und erlernte unter anderem das Vermessungswesen. Er heiratete Sarah Scott aus einer alteingesessenen Familie der Colony of Rhode Island; mit ihr hat er sieben Kinder: Rufus, Silvanus, John, George, William, Lydia und Ruth. Nach dem Tod seiner Frau heiratet er die Witwe Anne Smith aus Providence, mit der er keine weiteren Kinder hat. In den 1730er‑Jahren trat Hopkins in lokalen Ämtern in Erscheinung, zunächst als Friedensrichter in Scituate, später als Abgeordneter in der kolonialen Legislative von Rhode Island, wo er sich zu einer prägenden Figur entwickelte. 1742 zog er nach Providence, wo er als Kaufmann, Schiffseigner und Landvermesser tätig war und sich im städtischen Leben fest etablierte; zugleich engagierte er sich im Bildungs- und Geistesleben, etwa bei der Gründung einer Abonnementsbibliothek und als Kanzler des Rhode Island College. Politisch stieg Hopkins bis in die Spitze der Kolonie auf: Er war mehrfach Gouverneur der Colony of Rhode Island and Providence Plantations sowie Chief Justice des obersten Gerichts der Kolonie und profilierte sich in den 1760er‑Jahren als Kritiker der britischen Handels- und Steuerpolitik, unter anderem mit seinem 1764 veröffentlichten Pamphlet „The Rights of Colonies Examined“, das in den Kolonien weite Verbreitung fand. Rhode Island entsandte ihn 1754 zum Albany Congress und 1774 sowie 1775 in den Kontinentalkongress, wo er trotz zunehmender gesundheitlicher Beschwerden an den Beratungen teilnahm und die Unabhängigkeitsbestrebungen der Kolonien unterstützte. Hopkins gehört keiner bestimmten Kirche an; er kennt die Vielfalt der Lehrmeinungen in Neuengland, hält sich aber aus den Auseinandersetzungen der Gemeinden heraus und orientiert sich an allgemeinen moralischen Grundsätzen. Von ihm ist außerdem bekannt, dass er den Prozess der Manumission (Freilassung) seiner Sklaven bereits eingeleitet oder abgeschlossen hat.
|
 William Ellery
|
William Ellery wurde am 22. Dezember 1727 in Newport, Colony of Rhode Island and Providence Plantations, geboren. Sein Vater William Ellery war Kaufmann, Zollbeamter und später Richter, seine Mutter Elizabeth Almy entstammt einer alten Quäkerfamilie der Region. Ellery erhielt eine gründliche Ausbildung und schloss 1747 das Harvard College ab. Nach seiner Rückkehr nach Newport war er zunächst im Handel tätig, wandte sich dann jedoch dem Rechtswesen zu und wurde Anwalt. In den politischen Auseinandersetzungen der letzten Jahre schloss er sich den Gegnern der britischen Maßnahmen an; die Spannung zwischen der Loyalität seines Vaters zur Krone und der Gewissensethik seiner quäkerischen Mutter prägte seine Haltung. Nach dem Tod von Samuel Ward wurde Ellery im Vorjahr als Delegierter Rhode Islands in den Kontinentalkongress entsandt, wo er vor allem in juristischen und administrativen Fragen wirkt. Er unterstützt die Unabhängigkeitsbestrebungen aus Gründen des Gewissens und gehört zu den Delegierten, die eine Loslösung von Großbritannien für notwendig halten. Ellery war mit Ann Remington aus Cambridge verheiratet, der Tochter des Richters Jonathan Remington; mit ihr hatte er zahlreiche Kinder, darunter William, Benjamin, Ann, Christopher, Elizabeth, Abigail, Mary und Susanna. Seine Frau starb vor einigen Jahren, und Ellery hat bislang nicht wieder geheiratet. Seine Kinder leben überwiegend in Newport, wo sie in der örtlichen Gemeinschaft verankert sind. Ellery gehört der Kongregationalgemeinde seiner Stadt an. Es ist bekannt, dass er Sklaven besitzt.
|
Connecticut & New Haven Colony → später: US-Bundesstaat Connecticut
|
 Roger Sherman
|
„Roger Sherman wurde am 19. April 1721 in Newton, Province of Massachusetts Bay, geboren. Er entstammt einer Familie der englischen Einwanderung des 17. Jahrhunderts, die im zeitgenössischen Sprachgebrauch oft als „Puritaner“ bezeichnet wird. Sein Vater William Sherman war Farmer und Schuhmacher, seine Mutter Mehetabel, geborene Wellington, gehörte ebenfalls zu einer seit dem 17. Jahrhundert in Massachusetts ansässigen Familie. Sherman erhielt nur eine begrenzte Schulbildung und erlernte zunächst das Handwerk eines Schuhmachers, bildete sich jedoch autodidaktisch weiter, insbesondere in Mathematik und Rechtswissenschaften. 1743 zog er mit seiner Familie nach New Milford in Connecticut, wo er als Schuhmacher, Landvermesser und Kaufmann tätig war. In den 1750er‑Jahren trat er in öffentliche Ämter ein: Er war Friedensrichter, später Abgeordneter im Repräsentantenhaus von Connecticut und wurde 1766 in den Gouverneursrat berufen. 1768 zog er nach New Haven, wo er als Schatzmeister des Yale Colleges wirkte. Er war Delegierter im Kontinentalkongress der Jahre 1774 und 1775 und gehört jetzt wieder zu den Vertretern seines Staates. Sherman war zunächst mit Elizabeth Hartwell aus Newton verheiratet; mit ihr hatte er sieben Kinder: William, Mehetabel, Elizabeth, Rebecca, Nathaniel, Josiah und Martha. Die Namenswahl folgt der puritanischen und biblischen Tradition Neuenglands; die wiederholte Vergabe einzelner Namen zeigt, dass die Familie die Erinnerung an verstorbene Kinder bewahrt. Drei Jahre nach dem Tod seiner ersten Frau heiratete Sherman 1763 Rebecca Prescott aus Danbury. Mit ihr hat er acht weitere Kinder: Rebecca, Elizabeth, Roger, Sally, Samuel, Martha, Susanna und Prescott. Die Namenswahl der zweiten Ehe verbindet die Traditionen der ersten Familie mit den Herkunftslinien der zweiten Ehefrau; der Vorname Prescott – ihr Familienname – zeigt, wie beide Eltern ihre Familien in der nächsten Generation zusammenführten. Sherman gehört der Kongregationalgemeinde seiner Stadt an. Als einfacher Schuhmacher hält er sich keine Sklaven.
|
 Samuel Huntington
|
Samuel Huntington wurde am 3. Juli 1731 in Windham, Colony of Connecticut, geboren. Er entstammte einer Familie der englischen Einwanderung des 17. Jahrhunderts, die im zeitgenössischen Sprachgebrauch oft als „Puritaner“ bezeichnet wurde. Sein Vater Nathaniel Huntington war Farmer und Handwerker, seine Mutter Mehetabel, geborene Thurston, führte den Haushalt und die kleine Landwirtschaft. Huntington erhielt nur eine begrenzte Schulbildung und erlernte zunächst das Handwerk eines Schmieds, bildete sich jedoch autodidaktisch weiter, insbesondere in Rechtswissenschaften. 1754 wurde er als Anwalt zugelassen und eröffnete eine eigene Kanzlei in Norwich. In den 1760er‑Jahren übernahm Huntington verschiedene öffentliche Ämter: Er war Abgeordneter im Repräsentantenhaus von Connecticut, später Mitglied des Gouverneursrates und wurde 1774 zum Richter am Obersten Gerichtshof der Kolonie berufen. 1775 entsandte Connecticut ihn in den Kontinentalkongress, dem er auch jetzt angehört. Huntington ist verheiratet, das Ehepaar hat keine Kinder. Er gehört der Kongregationalgemeinde seiner Stadt an. Es gibt Belege dafür, dass er ein Sklavenbesitzer ist.
|
 William Williams
|
William Williams wurde am 18. April 1731 in Lebanon, Colony of Connecticut, geboren. Er war der Sohn des örtlichen Pfarrers Solomon Williams und seiner Frau Mary Porter; beide Familien gehörten zur englischen Einwanderung des 17. Jahrhunderts, die im zeitgenössischen Sprachgebrauch oft als „Puritaner“ bezeichnet wurde. Williams besuchte das Harvard College, das er 1751 abschloss, und kehrte anschließend nach Connecticut zurück, wo er im Handel tätig war und verschiedene Verwaltungsaufgaben in seiner Gemeinde übernahm. Während des Franzosen- und Indianerkrieges diente er als Offizier in einer Versorgungseinheit der Kolonialtruppen. In den folgenden Jahren hatte er mehrere öffentliche Ämter inne, darunter Funktionen im Stadtrat, in der Kolonialversammlung und in Komitees, die sich mit Finanzen, Versorgung und Sicherheit befassten. 1771 heiratete er Mary Trumbull, die Tochter des Gouverneurs Jonathan Trumbull. Das Ehepaar hat drei Kinder: Solomon, Faith und Mary. Williams gehörte der Kongregationalgemeinde seiner Stadt an. Jetzt wurde er als Delegierter Connecticuts in den Kontinentalkongress entsandt.
|
 Oliver Wolcott
|
Oliver Wolcott wurde am 20. November 1726 in Windsor, Colony of Connecticut, geboren. Er entstammte einer der einflussreichsten Familien Neuenglands; sein Vater Roger Wolcott war Tuchmacher, später Richter, General und Gouverneur von Connecticut, seine Mutter Sarah Drake gehörte zu einer seit dem 17. Jahrhundert in der Kolonie ansässigen Familie der englischen Einwanderung, die im zeitgenössischen Sprachgebrauch oft als „Puritaner“ bezeichnet wurde. Oliver, der jüngste Sohn der Familie, besuchte das Yale College, das er 1747 abschloss, und diente anschließend während des Franzosen- und Indianerkrieges als Captain einer Grenzschutzkompanie. Nach seiner Rückkehr ließ er sich in Litchfield nieder, wo er als Sheriff tätig war und später verschiedene Verwaltungs- und Justizämter übernahm, darunter das Amt im Council of Assistants sowie Aufgaben in Komitees für Finanzen, Versorgung und Milizorganisation. Er trat in seinen Ämtern ohne persönliche Selbstdarstellung auf. 1755 heiratete er Laura Collins, Tochter des Kaufmanns und Gemeindevorstehers Captain Daniel Collins aus Guilford, einer Siedlung, die ursprünglich zur New Haven Colony gehörte und seit 1664 Teil von Connecticut ist. Das Ehepaar hat fünf Kinder: Oliver jun., Laura, Marianna, Frederick und George. Wolcott gehört der Kongregationalgemeinde seiner Stadt an, wie nahezu alle führenden Familien der Kolonie. 1775 wurde er zum Brigadier General der Miliz von Connecticut ernannt, jetzt entsandte ihn die Kolonie in den Kontinentalkongress. Es gibt Belege dafür, dass er ein Sklavenbesitzer für die Arbeit auf seiner Farm in Lichfield ist.
|
Mittlere Kolonien
| Britische Kolonie / späterer Staat
|
Unterzeichner
|
aktuelle Kurzbiografie
|
Colony of New York → später: US-Bundesstaat New York & US-Bundesstaat Vermont
|
 William Floyd
|
William Floyd wurde am 17. Dezember 1734 in Brookhaven auf Long Island, Colony of New York, geboren. Er entstammt einer seit dem späten 17. Jahrhundert in Suffolk County ansässigen Familie von Landbesitzern; sein Vater William Floyd und seine Mutter Tabitha Smith gehörten zu jenen alteingesessenen Haushalten, die durch Landwirtschaft, Gemeindearbeit und Milizpflicht das öffentliche Leben der Region prägten. Nach dem frühen Tod seines Vaters übernahm Floyd als junger Mann die Verantwortung für den umfangreichen Familienbesitz, dessen Bewirtschaftung Viehzucht, Ackerbau und Handel umfasste. Eine akademische Ausbildung erhielt er nicht; seine Bildung beruhte auf privatem Unterricht, praktischer Erfahrung und der engen Einbindung in die kirchlichen und kommunalen Strukturen seiner Heimatgemeinde, die überwiegend der anglikanischen Tradition folgt. 1760 heiratete er Hannah Jones aus Southampton, einer angesehenen Familie der östlichen Inselgemeinden; aus der Ehe gingen die Kinder Nicoll, Mary und Catherine hervor. Floyd ist im gesellschaftlichen und politischen Leben der Region fest verankert und wurde in den frühen 1770er‑Jahren zu einem entschiedenen Gegner der britischen Kolonialpolitik. Er übernahm verschiedene Aufgaben in der lokalen Verwaltung und der Milizorganisation und gewann in den Provinzialversammlungen an Einfluss. Jetzt entsendet ihn New York in den Zweiten Kontinentalkongress, wo er an Beratungen und Ausschüssen teilnimmt und die Unabhängigkeitsbestrebungen unterstützt.
|
 Philip Livingston
|
Philip Livingston wurde am 15. Januar 1716 in Albany, Colony of New York, geboren und entstammt einer der prägenden niederländischstämmigen Familien der Region, deren Wurzeln bis in die Zeit von Nieuw Amsterdam zurückreichen. Sein Vater Philip Livingston war Kaufmann und später Bürgermeister von Albany, seine Mutter Catharina Van Brugh gehörte zu einer alteingesessenen reformierten Familie, deren Name – typisch für die niederländische Tradition – die Herkunft bezeichnet („Van Brugh“ im Sinne von „von der Brücke“ bzw. aus der flandrischen Brugh‑Linie). Die Livingstons, Van Brughs und Ten Broecks bilden ein eng verflochtenes Netzwerk aus Handel, Grundbesitz, reformierter Religionskultur und kommunaler Führung, das das gesellschaftliche Leben im Hudson Valley prägt und in dem kirchliche Zugehörigkeit ein zentrales Element sozialer Identität ist. Philip erhielt seine Ausbildung am Yale College, kehrte danach nach New York zurück und trat in das weitreichende Handelsgeschäft der Familie ein, das atlantische Verbindungen, städtische Investitionen und die Verwaltung großer Ländereien umfasste. 1740 heiratete er Christina Ten Broeck, Tochter des späteren Bürgermeisters von Albany; auch ihr Name folgt der niederländischen Herkunftslogik („Ten Broeck“ = „an der Bruchwiese“), die in dieser Gesellschaftsschicht bewusst gepflegt wird. Aus der Ehe gingen derzeit die Kinder Catherine, Philip, Christina, Sarah, Abraham, Margaret, Alida und Peter Van Brugh hervor; der zweite Vorname des jüngsten Sohnes hält die mütterliche Linie seines Vaters sichtbar, wie es in niederländischen Haushalten üblich ist, sobald die traditionellen Erstnamen vergeben sind. Livingston ist fest im wirtschaftlichen, religiösen und politischen Leben der Kolonie verankert, wirkt seit den 1750er‑Jahren in der General Assembly und in kommunalen Gremien und gehört zu den führenden Stimmen New Yorks, die sich in den frühen 1770er‑Jahren gegen die britische Kolonialpolitik stellen. Jetzt entsendet ihn New York in den Zweiten Kontinentalkongress, wo er an Beratungen und Ausschüssen teilnimmt und die Unabhängigkeitsbestrebungen der Kolonien unterstützt.
|
 Francis Lewis
|
Francis Lewis wurde am 21. März 1713 in Llandaff, Glamorgan, Wales, geboren und entstammt einer walisischen Familie, die seit Generationen im südlichen Wales ansässig war. Sein Vater, ebenfalls Francis Lewis, war anglikanischer Geistlicher der Church of England und diente als Pfarrer in Llandaff; seine Mutter Amy, geborene Pettingale, starb früh, sodass der Junge einen Teil seiner Kindheit bei Verwandten in London verbrachte. Dort erhielt er eine kaufmännische Ausbildung und trat in ein Londoner Handelshaus ein, das im transatlantischen Warenverkehr tätig war. In den 1730er‑Jahren reiste Lewis als Vertreter dieses Unternehmens nach New York und später nach Philadelphia, bevor er sich dauerhaft in der Colony of New York niederließ und ein eigenes Handelshaus gründete, das sich auf Importe aus Großbritannien und den Westindischen Inseln spezialisierte. Seine Heirat mit Elizabeth Annesley verband ihn mit einer angesehenen, englischstämmigen Kaufmannsfamilie New Yorks; die Annesleys gehören zur anglikanisch geprägten englischen Oberschicht der Stadt und nicht zu den alten niederländischen Patrizierfamilien. Das Paar hat drei Kinder: Francis, Morgan und Ann. Lewis selbst ist anglikanisch geprägt, ohne jedoch kirchlich hervorzutreten; er gehört zur weltlich‑kaufmännischen Elite New Yorks und ist im wirtschaftlichen Leben der Stadt fest verankert. Während des Siebenjährigen Krieges diente er zeitweise als ziviler Versorgungsbeamter für britische Truppen und geriet 1756 bei der Einnahme von Fort Oswego durch französische Streitkräfte in Gefangenschaft, wurde jedoch später ausgetauscht und kehrte nach New York zurück. In den frühen 1760er‑Jahren, im Zusammenhang mit den britischen Steuer- und Handelsgesetzen wie dem Sugar Act und dem Stamp Act, schloss er sich den oppositionellen Kreisen der Stadt an; seine Haltung entspringt der Erfahrung eines etablierten Kaufmanns, der die Eingriffe der Krone als wirtschaftliche Belastung wahrnimmt. 1775 entsandte ihn New York in den Kontinentalkongress, wo er vor allem in Handels- und Versorgungsfragen tätig ist und die Unabhängigkeitsbestrebungen der Kolonien unterstützt.
|
 Lewis Morris
|
Lewis Morris wurde am 8. April 1726 auf dem herrschaftlichen Gut Morrisania in der Colony of New York geboren. Er entstammt einer der prägenden Grundbesitzerfamilien der Region; die Morrises wirken seit Generationen als Richter und Beamte im politischen Gefüge New Yorks und New Jerseys. Nachdem sein gleichnamiger Vater 1762 verstarb, übernahm er als Familienoberhaupt die alleinige Verwaltung der weitläufigen Familiengüter. Seine Mutter, Katrintje Staats, stammte aus einer niederländisch-reformierten Familie, was die tiefe Verwurzelung der Morrises im Hudson-Tal unterstreicht. Morris ist Absolvent des Yale College (1746) und repräsentiert den Typus des gebildeten Landadels. Vor dem aktuellen Konflikt diente er in verschiedenen öffentlichen Ämtern, darunter als Richter und Mitglied der Assembly, wobei seine politische Haltung stets von der Wahrung kolonialer Rechte geprägt war. 1775 entsandte ihn die Provinz in den Kontinentalkongress nach Philadelphia. Während er dort an den Beratungen zur Unabhängigkeit teilnimmt, ist sein privater Besitz Morrisania durch die herannahende britische Flotte unmittelbar bedroht. Über seine häuslichen Verhältnisse und mögliche Nachkommen mit seiner Ehefrau Mary Walton bewahrt Morris im öffentlichen Wirken eine vornehme Zurückhaltung; sein Fokus gilt am heutigen Tage ganz der Verteidigung der Freiheit und seines Erbes gegen die Krone. Er ist festes Mitglied der Episkopalkirche.
|
Colony of New Jersey → später: US-Bundesstaat New Jersey
|
 Richard Stockton
|
Richard Stockton wurde am 1. Oktober 1730 auf dem Familienanwesen Morven in Princeton, Colony of New Jersey, geboren. Er entstammt einer angesehenen englischstämmigen Familie, die seit den frühen Siedlungsjahren in der Kolonie verwurzelt ist und dort zu den geachteten Grundbesitzern zählt. Stockton ist ein gebildeter Jurist, dessen Urteil in New Jersey Gewicht hat und dessen Auftreten von Höflichkeit, Zurückhaltung und einem ausgeprägten Pflichtbewusstsein geprägt ist. Er ist mit Annis Boudinot Stockton verheiratet, einer Frau, die in Princeton für ihren Geist, ihre Bildung und ihre literarischen Neigungen geschätzt wird. Das Haus der Stocktons ist ein lebendiger Ort, an dem Studenten, Geistliche, Reisende und politische Gäste ein und aus gehen. Die beiden führen ein kultiviertes Familienleben, und ihre Kinder – Julia, Mary, Susan, Richard und Lucius – wachsen in einem Umfeld auf, das von Bildung, Religion und öffentlicher Verantwortung geprägt ist. Stockton gehört der anglikanischen Church of England an, ohne daraus ein besonderes Thema zu machen. Er ist keiner der lautstarken Revolutionäre, doch seine Unterstützung für die Unabhängigkeit wiegt schwer, weil sie aus Abwägung und Überzeugung entsteht. Im Saal von Philadelphia wirkt er als Mann, der die Risiken der Stunde klar erkennt und dennoch bereit ist, seinen Teil zu tragen.
|
 John Witherspoon
|
John Witherspoon wurde am 5. Februar 1723 in Gifford, East Lothian, in Schottland geboren. Er entstammt einer Familie presbyterianischer Geistlicher; sein Vater James Witherspoon war Pfarrer der Church of Scotland, seine Mutter Anne Walker gehörte ebenfalls einer traditionsreichen Geistlichenfamilie an. Witherspoon erhielt seine Ausbildung an der University of Edinburgh, wo er Theologie studierte und den Grad eines Master of Arts erwarb. Nach seiner Ordination wirkte er zunächst als Pfarrer in Beith und später in Paisley, wo er durch seine Predigten und seine schriftstellerische Tätigkeit Ansehen gewann. 1748 heiratete er Elizabeth Montgomery, Tochter eines schottischen Gemeindevorstehers; aus der Ehe gingen die Kinder James, John, David, Barbara, Frances, George, Anne und Robert hervor. 1768 folgte er dem Ruf nach Nordamerika und übernahm das Amt des Präsidenten des College of New Jersey in Princeton. Dort leitete er das College und ordnete den Lehrbetrieb neu; seine theologische Ausrichtung ist presbyterianisch und von der schottischen Tradition geprägt. Witherspoon ist im geistigen und gesellschaftlichen Leben der mittleren Kolonien fest verankert und wurde in den frühen 1770er‑Jahren zu einem entschiedenen Befürworter der kolonialen Selbstbestimmung. Seine Predigten und Vorlesungen verbinden religiöse Überzeugung mit politischer Verantwortung und finden weit über Princeton hinaus Gehör. Jetzt entsendet ihn New Jersey in den Zweiten Kontinentalkongress, wo er an Beratungen und Ausschüssen teilnimmt und die Unabhängigkeitsbestrebungen der Kolonien unterstützt.
|
 Francis Hopkinson
|
Francis Hopkinson wurde am 2. Oktober 1737 in Philadelphia geboren. Als Sohn von Thomas Hopkinson und Mary Johnson entstammt er der intellektuellen Führungsschicht Pennsylvanias; er war der erste Student der Academy of Philadelphia. Hopkinson ist ein Universalgelehrter: Er wirkt als Jurist, profilierter Satiriker und ist leidenschaftlicher Organist an der anglikanischen Christ Church – ein Dienst, den er als Ausdruck seines tiefen Glaubens mit großer Beständigkeit versieht. Im Jahr 1762 sammelte er erste Erfahrungen im öffentlichen Dienst als Sekretär bei einer Vertragsverhandlung mit den Indianern am Lehigh River. Seine Reise nach England in den Jahren 1766 und 1767, bei der er vergeblich versuchte, eine bedeutende Position in der königlichen Verwaltung zu erlangen, führte zur Erkenntnis der Mängel des britischen Patronagesystems und schärfte seine oppositionelle Haltung. Ab 1772 diente er als königlicher Zolleinnehmer in New Castle am Delaware, legte dieses Amt jedoch nieder, als er sich offen der Sache der Freiheit verschrieb. Seit 1768 ist er mit Ann Borden verheiratet; bislang bereichern die Kinder James, Joseph und Elizabeth die Familie. Zum heutigen Anlass bringt er sein vielseitiges Talent als Delegierter New Jerseys in den Kongress ein, fest entschlossen, dem neuen Staat ein rechtliches und kulturelles Fundament zu geben.
|
 John Hart
|
John Hart wurde um das Jahr 1713 in Stonington, Colony of Connecticut, geboren. Er ist der Sohn von Edward Hart und Martha Sheehan. Im Gegensatz zu den akademisch geprägten Delegierten besitzt Hart keine College-Ausbildung; sein Ansehen gründet auf der erfolgreichen Bewirtschaftung seiner umfangreichen Ländereien sowie seiner Tätigkeit als Mühlenbesitzer in Hopewell, New Jersey. Er ist weithin als „Honest John“ bekannt, ein Ruf, den er sich durch jahrelangen Dienst als Friedensrichter und Abgeordneter in der General Assembly von New Jersey erarbeitet hat. Sein Wohlstand umfasst neben dem Grundbesitz auch die Arbeit von Sklaven; eine Praxis, die im New Jersey jener Zeit rechtlich verankert war und Hart in das Spannungsfeld zwischen ökonomischer Realität und den proklamierten Freiheitsrechten stellte. Seit 1741 ist er mit Deborah Scudder verheiratet; zum heutigen Anlass bereichern die Kinder Sarah, Jesse, Martha, Nathaniel, John, Susanna, Mary, Abigail, Edward, Scudder, Daniel und Deborah die Familie. Hart gehört der baptistischen Gemeinde in Hopewell an, der er das Land für ihr Versammlungshaus zur Verfügung stellte. Trotz seines Alters von 63 Jahren wurde er als verlässliche Stimme der Landwirtschaft in den Kontinentalkongress entsandt, um als Delegierter New Jerseys die grundlegenden politischen Weichenstellungen für die Heimat und seine Nachkommen vorzunehmen.
|
 Abraham Clark
|
Abraham Clark wurde am 15. Februar 1726 in Elizabethtown, Colony of New Jersey, geboren. Er ist der einzige Sohn von Thomas Clark und Hannah Winans. Clark verfügt über keine akademische Ausbildung; er erlernte das Vermessungswesen und die Rechtskunde im Selbststudium. Aufgrund seiner Praxis, bedürftigen Bürgern bei Landstreitigkeiten ohne Honorar beizustehen, ist er als „Anwalt der Armen“ bekannt. Er diente als Sheriff von Essex County und als Sekretär der Provinzialversammlung von New Jersey. Clark besitzt im Gegensatz zu vielen seiner Delegiertenkollegen keine Sklaven; sein Haushalt und sein bescheidener Wohlstand basieren auf seiner Arbeit als Landvermesser und Farmer. Seit 1748 ist er mit Sarah Hatfield verheiratet. Zum heutigen Zeitpunkt gehören zehn Kinder zur Familie: Aaron, Thomas, Abraham, Hannah, Andrew, Sarah, Elizabeth, Abigail, Christopher und Sarah. Er vertritt im Kontinentalkongress eine radikale Linie der Unabhängigkeit und sieht in der Loslösung von der britischen Krone die einzige Möglichkeit, die rechtliche Integrität der einfachen Bürger zu wahren.
|
Colony of Pennsylvania → später: Commonwealth of Pennsylvania
|
 Robert Morris
|
Robert Morris wurde am 20. Januar 1734 in Liverpool, England, geboren und wanderte als Jugendlicher in die Colony of Maryland aus, bevor er sich in Philadelphia, Colony of Pennsylvania, niederließ. Ohne eine universitäre Ausbildung stieg er durch eine Lehre im Handelshaus von Charles Willing zu einem der wohlhabendsten Kaufleute der Kolonien auf. Er ist Mitbegründer des Handelshauses Willing, Morris & Co., das im internationalen Seehandel agiert. Sein enormer Reichtum stützt sich auch auf den Handel mit Sklaven sowie deren Einsatz in seinen Unternehmungen – eine Tatsache, die ihn zu einem der wirtschaftlich mächtigsten Männer Philadelphias macht. Seit 1769 ist er mit Mary White verheiratet. Zum heutigen Zeitpunkt gehören fünf Kinder zur Familie: Robert, Thomas, William, Hetty und Maria. Morris gilt im Kontinentalkongress als gemäßigt; er stimmte noch am 1. Juli gegen die Unabhängigkeit, da er den Zeitpunkt für verfrüht hielt, ordnete sich jedoch am heutigen Tage dem Gemeinwohl unter, um die Einheit der Kolonien nicht zu gefährden.
|
 Benjamin Rush
|
Benjamin Rush wurde am 4. Januar 1746 in Byberry, Colony of Pennsylvania, geboren. Er ist der Sohn von John Rush und Susanna Hall. Im Gegensatz zu vielen Kollegen besitzt er eine fundierte akademische Ausbildung; nach seinem Abschluss am College of New Jersey (Princeton) studierte er Medizin in Edinburgh, Schottland. In Philadelphia betreibt er eine erfolgreiche Praxis und bekleidet den ersten Lehrstuhl für Chemie in Amerika am College of Philadelphia. Sein Wohlstand ist moderat und stammt aus seiner ärztlichen Tätigkeit. Rush hält zum jetzigen Zeitpunkt keine Sklaven; er ist ein früher und lautstarker Kritiker der Sklaverei und veröffentlichte bereits 1773 eine Streitschrift gegen den Sklavenhandel, in der er diesen als Verstoß gegen christliche und natürliche Rechte brandmarkte. Seit Januar 1776 ist er mit Julia Stockton verheiratet, dem ältesten Kind seines Delegiertenkollegen Richard Stockton und dessen Frau Annis Boudinot Stockton. Rush gilt im Kontinentalkongress als einer der radikalsten Befürworter der Unabhängigkeit; er sieht in der Revolution die Chance, durch Bildung und medizinische Reformen eine neue, tugendhaftere Gesellschaft zu formen.
|
 Benjamin Franklin
|
Benjamin Franklin wurde am 17. Januar 1706 in Boston, Colony of the Massachusetts Bay, geboren. Er ist der Sohn des Seifensieders Josiah Franklin und dessen zweiter Frau Abiah Folger. Ohne formale Universitätsbildung stieg er vom Druckerlehrling zum weltweit berühmtesten Gelehrten der amerikanischen Kolonien auf. Sein Wohlstand gründet auf dem Erfolg der „Pennsylvania Gazette“ und des „Poor Richard’s Almanack“. Er ist der Entdecker der Natur des Blitzes, Erfinder des Blitzableiters, des Franklin-Ofens und der Bifokalbrille. In Philadelphia schuf er eine beispiellose zivile Infrastruktur: die erste Leihbibliothek, die Union Fire Company, das Pennsylvania Hospital und die heutige University of Pennsylvania. Franklin war über Jahrzehnte Sklavenhalter; in seiner Zeitung inserierte er den Handel mit Menschen, und die Sklaven George und King gehörten bis vor Kurzem zu seinem persönlichen Haushalt. Nach dem Tod seiner langjährigen Lebensgefährtin Deborah Read im Jahr 1774 lebt er allein. Zum heutigen Zeitpunkt hat er zwei überlebende Kinder: Seinen unehelichen Sohn William, der als königlicher Gouverneur von New Jersey ein erbitterter Loyalist ist, und seine Tochter Sarah. Franklin verbrachte fast zwei Jahrzehnte als diplomatischer Agent in London, wo er bis zuletzt versuchte, das Empire zusammenzuhalten, bevor er 1775 als radikaler Verfechter der Unabhängigkeit zurückkehrte. Am heutigen Tage ist er mit 70 Jahren der intellektuelle Senior und entscheidende Vermittler im Kontinentalkongress.
|
 John Morton
|
John Morton wurde im Jahr 1724 in Ridley Township, Colony of Pennsylvania, geboren; sein genaues Geburtsdatum ist nicht überliefert, er wurde jedoch im Februar 1724 getauft. Er ist finnischer Abstammung; sein Urgroßvater gehörte zu den Pionieren der Kolonie Neuschweden. Da sein Vater John kurz vor seiner Geburt verstarb, wurde Morton von seinem Stiefvater John Sketchley, einem Landvermesser, in Mathematik und Rechtskunde unterrichtet. Ohne formale Universitätsbildung erarbeitete er sich seinen Wohlstand als Farmer und bekleidete hohe Ämter wie das des Richters am Obersten Gerichtshof von Pennsylvania. In seinem Haushalt setzt er Sklaven für die Bewirtschaftung seiner Ländereien ein. Seit 1754 ist er mit Anne Justice verheiratet. Zum heutigen Zeitpunkt gehören acht Kinder zur Familie: Aaron, Sarah, Lydia, Mary, Elizabeth, Ann, John und Sketchley – letzterer benannt nach Mortons prägendem Stiefvater. Morton gilt als der entscheidende Delegierte, der am 1. Juli das Patt in der Pennsylvania-Delegation brach und somit den Weg für die heutige Unabhängigkeitserklärung ebnete.
|
 George Clymer
|
George Clymer wurde am 16. März 1739 in Philadelphia, Colony of Pennsylvania, geboren. Er ist der Sohn von Christopher Clymer und Deborah Fitzwater. Er wuchs als Waise bei seinem Onkel William Coleman auf, einem wohlhabenden Kaufmann. Clymer ist Kaufmann und Sklavenhalter; er führt einen Haushalt in Philadelphia, in dem Sklaven für die Hauswirtschaft eingesetzt werden. Er ist seit 1765 mit Elizabeth Meredith verheiratet; zum jetzigen Zeitpunkt hat das Paar fünf Kinder: Henry, Meredith, Elizabeth, Ann und George. Er ist ein erfahrener politischer Akteur in Pennsylvania und war einer der ersten, die den wirtschaftlichen Widerstand gegen die britischen Steuergesetze organisierten. Im aktuellen Geschehen des Juli 1776 arbeitet er unermüdlich im Hintergrund der Revolutionsverwaltung, insbesondere in den Finanz- und Militärausschüssen, um die Ausrüstung der Truppen sicherzustellen. Er gehört zu dem Kreis der entschlossenen Unabhängigkeitsbefürworter, die bereitstehen, die politische Verantwortung für den Bruch mit der Krone zu übernehmen, sobald die formellen Voraussetzungen geschaffen sind.
|
 James Smith
|
James Smith wurde um das Jahr 1719 in der Nähe von Dublin geboren und kam als Kind mit seinem Vater John Smith nach Pennsylvania. In York betreibt er eine Anwaltspraxis und ein Eisenwerk. Smith ist Sklavenhalter. Seit etwa 1760 ist er mit Eleanor Amor verheiratet, das Paar hat fünf Kinder: Margaret, Mary, Elizabeth, James und John. Er ist Mitglied der Presbyterianischen Kirche von York. Als Oberst befehligt er die Miliz von York County, die er im Jahr 1774 selbst mit begründet hat. Er betrachtet Pennsylvania als seine Heimat und setzt sich am heutigen Tag entschlossen für die Loslösung von der britischen Krone ein, um die Selbstbestimmung der Kolonien zu sichern. Am heutigen Tag setzt er sich für die Loslösung von der britischen Krone ein. Parallel zu seinem militärischen Dienst arbeitet er als Jurist daran, die rechtliche Ordnung Pennsylvanias neu zu begründen, um die koloniale Willkür durch eine eigene Verfassung zu ersetzen.
|
 George Taylor
|
George Taylor wurde um das Jahr 1716 in Irland geboren. Über seine genaue Herkunft und seinen Geburtsort liegen keine Aufzeichnungen vor. Er kam als „Indentured Servant“ (Vertragsknecht) nach Pennsylvania, um seine Überfahrt abzuarbeiten. In Easton betreibt er heute ein Eisenwerk. Taylor ist Sklavenhalter. Seit etwa 1742 ist er mit Anne Taylor (geborene Savage) verheiratet; das Paar hat zwei Kinder, James und Ann. Er gehört der Presbyterianischen Kirche an. Als Oberst befehligt er ein Regiment der Pennsylvania-Miliz. Er ist am heutigen Tag als Delegierter im Kontinentalkongress anwesend, nachdem er erst kürzlich ernannt wurde, um jene Abgeordneten zu ersetzen, die der Unabhängigkeit die Zustimmung verweigerten.
|
 James Wilson
|
James Wilson wurde am 14. September 1742 in Carskerdo, Schottland, geboren. Er ist der Sohn von William Wilson und Alison Lansdale. Nachdem er presbyterianisch aufgewachsen ist, schließt er sich in Amerika der Episkopalkirche an. Seit dem 5. November 1771 ist er mit Rachel Bird verheiratet; das Paar hat zum heutigen Tag zwei Kinder, Mary und William. Wilson ist Sklavenhalter. In der Delegation von Pennsylvania nimmt er heute eine Schlüsselrolle ein: Lange Zeit zögerte er, die Trennung vom Mutterland zu unterstützen, da er Anarchie fürchtet und auf eine Versöhnung hofft. Am heutigen Tag stimmt er jedoch für die Unabhängigkeit, da er sich nun dem Willen seiner Wähler in den westlichen Countys verpflichtet fühlt, was den Weg für Pennsylvanias Zustimmung frei macht.
|
 George Ross
|
George Ross wurde am 10. Mai 1730 in New Castle geboren. Er ist der Sohn des anglikanischen Geistlichen George Ross und Catherine Van Gezel. Er betreibt eine erfolgreiche Anwaltspraxis in Lancaster. Ross ist Sklavenhalter; er beschäftigt Sklaven in seinem Haushalt und auf seinem Grundbesitz. Seit 1751 ist er mit Anne Lawler verheiratet und hat drei Kinder: George, James und Mary. Aktuell, im Juli 1776, ist Ross einer der führenden Köpfe in der Provinzversammlung von Pennsylvania und im Sicherheitskomitee und maßgeblich daran beteiligt, die Verteidigung der Kolonie zu organisieren und die Verfassung Pennsylvanias neu zu gestalten. Er ist ein entschiedener Befürworter des Bruchs mit London und treibt die Mobilisierung der Milizen im Hinterland voran. Zudem pflegt er engen Kontakt zu seiner Verwandtschaft in Philadelphia, darunter die Witwe seines Neffen, Elizabeth „Betsy“ Ross, die in ihrer Werkstatt bereits an den praktischen Symbolen der neuen Ordnung arbeitet.
|
Lower Counties of Pennsylvania → später: US-Bundesstaat Delaware
|
 Caesar Rodney
|
Caesar Rodney wurde am 7. Oktober 1728 auf der Farm „Byfield“ bei Dover, Delaware, geboren. Er ist der Sohn von Caesar Rodney; die Familie ist englischer Herkunft. Er ist Mitglied der Episkopalkirche. Rodney lebt als Junggeselle, ist jedoch ein Familienmensch, der sich hingebungsvoll um die Kinder seines Bruders kümmert. Er ist Sklavenhalter und besitzt rund 200 Sklaven in Kent County. Am heutigen Tag ist er in Philadelphia anwesend, obwohl er schwer an Gesichtskrebs erkrankt ist und sein Gesicht mit einem grünen Seidenschal verhüllt. Er ritt achtzig Meilen durch Gewitter und Dunkelheit, um die Pattsituation in der Delegation von Delaware aufzulösen. Da Thomas McKean für und George Read gegen die Unabhängigkeit stimmen, gibt Rodneys Eintreffen den Ausschlag für eine Mehrheit innerhalb der Delegation. Nur dadurch kann Delaware heute eine positive Stimme abgeben und so die notwendige Einstimmigkeit aller Kolonien im Kontinentalkongress sicherstellen.
|
 George Read
|
George Read wurde am 18. September 1733 in der Nähe von North East im Cecil County, Maryland, geboren. Er ist der Sohn von John Read und Mary Howell; die Familie ist irisch-walisischer Herkunft. Er gehört der Episkopalkirche an. Seit dem 11. Januar 1763 ist er mit Gertrude Ross Till verheiratet; das Paar hat zum heutigen Tag vier überlebende Kinder: John, George, William und Mary. Read ist Sklavenhalter. In der Delegation von Delaware nimmt er heute eine kritische Position ein: Als konservativer Jurist lehnt er die Unabhängigkeit zum jetzigen Zeitpunkt ab, da er sie für verfrüht hält und eine Versöhnung mit dem Mutterland vorzieht. Durch seine Gegenstimme erzeugt er ein Patt in der Delegation, das erst durch die Ankunft Caesar Rodneys aufgelöst wird. Dennoch beugt er sich schließlich dem Mehrheitswillen und unterzeichnet später das Dokument, um die Einigkeit der Kolonien nicht zu gefährden.
|
 Thomas McKean
|
Thomas McKean wurde am 19. März 1734 in New London, Chester County, Pennsylvania, geboren. Er ist der Sohn von William McKean und Letitia Finney; seine Eltern sind irischer Herkunft (Ulster-Schotten). Er gehört der Presbyterianischen Kirche an. Seit dem 3. September 1774 ist er in zweiter Ehe mit Sarah Armitage verheiratet, nachdem seine erste Frau Mary Borden verstarb; er hat zum heutigen Tag insgesamt acht Kinder aus beiden Ehen. McKean ist Sklavenhalter. In der Delegation von Delaware ist er heute der unermüdliche Motor für die Unabhängigkeit. Da er die Patt-Situation zwischen sich selbst und dem zögerlichen George Read erkennt, veranlasst er per Eilboten die Ankunft Caesar Rodneys. Er ist ein scharfsinniger Jurist und politischer Heißsporn, der heute mit voller Überzeugung für die Trennung vom Mutterland stimmt und damit den Weg für Delawares Ja-Wort ebnet.
|
Südliche Kolonien
| Britische Kolonie / späterer Staat
|
Unterzeichner
|
aktuelle Kurzbiografie
|
Colony of Maryland → später: US-Bundesstaat Maryland
|
 Samuel Chase
|
Biografie folgt
|
 William Paca
|
Biografie folgt
|
 Thomas Stone
|
Biografie folgt
|
 Charles Carroll of Carrollton
|
Charles Carroll wurde am 19. September 1737 in Annapolis, Colony of Maryland, geboren. Er ist der Sohn von Charles Carroll of Annapolis und Elizabeth Brooke. Da ihm aufgrund seines katholischen Glaubens eine Ausbildung in den Kolonien verwehrt blieb, verbrachte er 16 Jahre an jesuitischen Kollegien in Europa (Saint-Omer, Reims, Paris) und studierte Rechtswissenschaften in London. Er ist der wohlhabendste Delegierte des Kongresses; sein Reichtum basiert auf riesigen Ländereien, insbesondere dem 10.000 Morgen großen Anwesen Carrollton, sowie Anteilen an Eisenhütten und weitreichenden Geldgeschäften. Carroll ist ein Großgrundbesitzer, der auf seinen Plantagen über 300 Sklaven hält und einsetzt. Seit 1768 ist er mit seiner Cousine Mary „Molly“ Darnall verheiratet. Zum heutigen Zeitpunkt gehören drei überlebende Kinder zur Familie: Mary, Elizabeth und Charles. Er kehrte erst vor wenigen Wochen von einer gefährlichen diplomatischen Mission aus Kanada zurück, wo er zusammen mit Benjamin Franklin und Samuel Chase vergeblich versuchte, die dortigen Provinzen für die Revolution zu gewinnen. Carroll ist ein glühender Verfechter der Unabhängigkeit, da er in der neuen Republik die einzige Chance sieht, die rechtliche Diskriminierung der Katholiken (wie das Verbot der Waffenführung und der Amtsausübung) endgültig zu beenden.
|
Colony of Virginia → später: Commonwealth of Virginia & US-Bundesstaat West Virginia
|
 George Wythe
|
George Wythe wurde im Jahr 1726 auf der Plantage Chesterville, Colony of Virginia, geboren. Er ist der Sohn von Thomas Wythe und Margaret Walker. Er wurde von seiner Mutter in den klassischen Sprachen unterrichtet und studierte am College of William & Mary. Wythe ist ein Jurist und Sklavenhalter; er besitzt Sklaven auf seinem Anwesen in Williamsburg. Er ist in zweiter Ehe mit Elizabeth Taliaferro verheiratet; seine Kinder aus beiden Ehen verstarben bereits im Kindesalter. Wythe gilt als der bedeutendste Rechtsgelehrte in Virginia und war der Mentor von Thomas Jefferson, James Monroe und John Marshall. Im Kontinentalkongress des Sommers 1776 unterstützt er die Unabhängigkeit aktiv in den Ausschüssen. Er ist einer der intellektuellen Wegbereiter für die rechtliche Begründung des Bruchs mit der britischen Krone.
|
 Richard Henry Lee
|
Biografie folgt
|
 Thomas Jefferson
|
Thomas Jefferson wurde am 13. April 1743 auf der Plantage Shadwell, Colony of Virginia, geboren. Er ist der Sohn von Peter Jefferson und Jane Randolph. Er genoss eine exzellente klassische Ausbildung und studierte am College of William & Mary, bevor er unter George Wythe die Rechtswissenschaften erlernte. Jefferson ist ein wohlhabender Aristokrat; sein Reichtum gründet auf dem Erbe seines Vaters und seiner Frau sowie auf dem Besitz von über 175 Sklaven, die seine Plantage Monticello bewirtschaften. Er ist ein passionierter Architekt, Musiker und Naturwissenschaftler. Seit 1772 ist er mit Martha Wayles Skelton verheiratet. Zum heutigen Zeitpunkt hat er nur ein überlebendes Kind: seine Tochter Martha (Patsy). Jefferson ist der alleinige Verfasser des Entwurfs der Unabhängigkeitserklärung; er wurde vom Fünfer-Komitee mit der Niederschrift beauftragt und arbeitete isoliert in einem gemieteten Zimmer in der Market Street. Er leidet unter chronischer Migräne und einer tiefen persönlichen Kränkung: Der Kongress hat in den letzten drei Tagen seinen Text massiv bearbeitet und dabei besonders seine scharfe Verurteilung des Sklavenhandels gestrichen, um die Delegierten aus South Carolina und Georgia nicht zu verlieren. Am heutigen 4. Juli sieht er sein Werk zwar verabschiedet, empfindet die vorgenommenen Änderungen jedoch als Verstümmelung seines geistigen Eigentums.
|
 Benjamin Harrison
|
Benjamin Harrison wurde am 5. April 1726 auf der Plantage Berkeley, Colony of Virginia, geboren. Nach dem plötzlichen Tod seines Vaters, der 1745 zusammen mit zwei seiner Schwestern im eigenen Haus durch einen Blitzeinschlag getötet wurde, übernahm er als junger Mann die Führung der Familiendynastie. Harrison ist einer der einflussreichsten Pflanzer Virginias; sein Wohlstand basiert auf der Plantage Berkeley und der Arbeit von über 100 Sklaven. Seit 1748 ist er mit Elizabeth Bassett verheiratet. Zum heutigen Zeitpunkt hat das Paar sieben überlebende Kinder: Elizabeth, Ann, Benjamin, Lucy, Carter, Sarah und den dreijährigen William Henry. Im Kontinentalkongress ist Harrison eine zentrale Figur; als Vorsitzender des „Committee of the Whole“ leitete er die entscheidenden Debatten über die Unabhängigkeit. Er ist bekannt für seine beeindruckende körperliche Statur, seinen direkten Humor und seine pragmatische politische Haltung, die den Bruch mit London fordert, aber die gesellschaftliche Ordnung Virginias bewahren will.
|
 Thomas Nelson Jr.
|
Biografie folgt
|
 Francis Lightfoot Lee
|
Biografie folgt
|
 Carter Braxton
|
Biografie folgt
|
Province of North Carolina → später: US-Bundesstaat North Carolina
|
 William Hooper
|
William Hooper wurde am 17. Juni 1742 in Boston, Colony of Massachusetts, geboren. Er ist der Sohn von William Hooper, dem Rektor der Trinity Church in Boston, und Mary Dennie. Er absolvierte das Harvard College und studierte Rechtswissenschaften unter James Otis, bevor er nach Wilmington, North Carolina, zog. Hooper ist ein Anwalt und Sklavenhalter; auf seinen Besitzungen in North Carolina setzt er Sklaven für die Hauswirtschaft und Landwirtschaft ein. Seit 1767 ist er mit Anne Clark verheiratet. Zum heutigen Zeitpunkt gehören drei Kinder zur Familie: William, Elizabeth und Thomas. Sein politischer Weg führte ihn in einen schmerzhaften Konflikt mit seinem Vater, einem Geistlichen der Church of England, der die Unabhängigkeitsbestrebungen seines Sons als Verrat ablehnte. Hooper leidet unter der räumlichen Trennung von seiner Familie; obwohl Boston seit März 1776 nicht mehr britisch besetzt ist, bleibt die Kommunikation unsicher und die Lage für seine loyalistische Verwandtschaft in der nun revolutionären Stadt prekär. Am heutigen 4. Juli besiegelt er mit seiner Unterstützung der Erklärung den endgültigen Bruch mit seiner Herkunft.
|
 Joseph Hewes
|
Joseph Hewes wurde am 23. Januar 1730 in Maybury Hill, New Jersey, geboren. Er ist der Sohn von Aaron Hewes und Providence Worth. Sein Name und seine Herkunft sind tief in der Tradition der Quäker verwurzelt. Nach einer kaufmännischen Ausbildung in Philadelphia etablierte er sich in Edenton, North Carolina, als erfolgreicher Reeder und Händler. Hewes ist Sklavenhalter; er nutzt Sklaven in seinem Haushalt und für seine Handelsgeschäfte. Er ist ledig, da seine Verlobte Isabella Johnston 1770 kurz vor der Hochzeit verstarb. Im Zuge der Revolution übernahm er die Leitung des Marinekomitees und organisierte den Aufbau der Flotte. Da diese militärische Tätigkeit nicht mit dem Pazifismus seiner Religionsgemeinschaft vereinbar war, kam es zur Trennung von der Gemeinschaft der Freunde; Hewes schied aus der Gemeinschaft aus, noch bevor ein offizielles Ausschlussverfahren abgeschlossen war. Am 4. Juli 1776 ist er der logistische Kopf der amerikanischen Marine und setzt seine privaten Mittel und Schiffe für die Sache der Unabhängigkeit ein.
|
 John Penn
|
Biografie folgt
|
Colony of South Carolina → später: US-Bundesstaat South Carolina
|
 Edward Rutledge
|
Edward Rutledge wurde am 23. November 1749 in Charleston, Colony of South Carolina, geboren. Er ist der jüngste Sohn von Dr. John Rutledge und Sarah Hext. Seine juristische Ausbildung erhielt er am Middle Temple in London, bevor er 1773 als Anwalt in South Carolina zugelassen wurde. Rutledge ist ein wohlhabender Sklavenhalter; sein Reichtum basiert auf Plantagenbesitz und der Arbeit zahlreicher Sklaven. Seit 1774 ist er mit Henrietta Middleton verheiratet; zum jetzigen Zeitpunkt hat das Paar eine Tochter, Sarah. Mit nur 26 Jahren ist er der jüngste Delegierte im Kontinentalkongress. Er gilt als brillanter, wenn auch arroganter Redner, der die Unabhängigkeit lange Zeit skeptisch sah, da er einen Zusammenbruch der sozialen Ordnung und der Handelsbeziehungen befürchtete. Er ist maßgeblich dafür verantwortlich, dass South Carolina am 2. Juli 1776 schließlich für die Unabhängigkeit stimmte, nachdem er zuvor eine geschlossene Front der südlichen Kolonien organisiert hatte, um weitreichende Zugeständnisse im Text der Erklärung zu erzwingen.
|
 Thomas Heyward Jr.
|
Biografie folgt
|
 Thomas Lynch Jr.
|
Biografie folgt
|
 Arthur Middleton
|
Biografie folgt
|
Royal Colony of Georgia → später: US-Bundesstaat Georgia
|
 Button Gwinnett
|
Biografie folgt
|
 Lyman Hall
|
Biografie folgt
|
 George Walton
|
Biografie folgt
|
Weitere Amtsträger des Kontinentalkongresses
| Portrait
|
Funktion
|
| 70px
|
Charles Thomson – Secretary of the Continental Congress.
Er ist für die Protokolle, die offizielle Dokumentation und die engrossed copy der Unabhängigkeitserklärung verantwortlich, unterschreibt jedoch nicht, da er kein Delegierter eines Staates ist.
|
| 20.07.1776 (Samstag)
|
|
Vereinigte Staaten von Amerika / Colony of Pennsylvania / Königreich Großbritannien / Britisch-Amerika
Die politische Landschaft Pennsylvanias ordnet sich in diesen Tagen grundlegend neu. Nachdem die Unabhängigkeitserklärung den endgültigen Bruch mit der britischen Krone besiegelt hat, hat die Provinzversammlung heute neue Delegierte ernannt, um die zögerlichen Stimmen der Vergangenheit durch Männer von entschiedener Entschlossenheit zu ersetzen. Einer von ihnen ist der angesehene Kaufmann und Mitunterzeichner der Erklärung, George Clymer. In seinem Privatleben führt Clymer einen Haushalt, der seinem Stand als wohlhabender Bürger entspricht. Er ist seit elf Jahren mit Elizabeth Meredith verheiratet und Vater von fünf Kindern. Wie in den Häusern der wohlhabenden Elite Philadelphias üblich, werden auch in seinem Haushalt Sklaven für die tägliche Arbeit und die Instandhaltung des Besitzes eingesetzt – eine Realität, die Clymer mit vielen seiner Standesgenossen teilt, während sie gleichzeitig über die Natur der Freiheit debattieren. Was Clymer für den Kontinentalkongress so wertvoll macht, ist nicht die laute Rhetorik. Er gilt als ein Mann der leisen, aber unermüdlichen Arbeit. In den vergangenen Monaten hat er im Sicherheitskomitee von Pennsylvania bewiesen, dass er die logistischen und finanziellen Herausforderungen eines Krieges versteht. Er ist ein Experte darin, Mittel aufzutreiben und die Ausrüstung der Truppen zu koordinieren – Fähigkeiten, die jetzt, da die amerikanische Armee vor ihren größten Prüfungen steht, dringender benötigt werden als je zuvor. Mit der heutigen Ernennung tritt George Clymer offiziell in die nationale Arena. Er gehört zu jener Generation von Kaufleuten, die bereit sind, ihr persönliches Vermögen und ihre geschäftliche Reputation für die Sache der Unabhängigkeit aufs Spiel zu setzen. Seine Unterschrift unter das Dokument der Freiheit wird in Kürze erwartet – ein formaler Akt, der lediglich bestätigen wird, wofür Clymer schon seit Jahren durch sein Handeln im Hintergrund eingetreten ist.
|
| 07. August 1776 (Mittwoch)
|
|
Britisch-Amerika / Vereinigte Staaten von Amerika / Commonwealth of Virginia
Die verbliebene Flotte des abgesetzten britischen Gouverneurs von Virginia Lord Dunmore segelt aus der Chesapeake Bay hinaus auf den Atlantik. Ein Teil der Schiffe steuert Richtung New York, um sich der britischen Hauptarmee anzuschließen, während Dunmore selbst schließlich nach England zurückkehrt. Damit endet die britische Kolonialherrschaft über Virginia auch physisch, Wochen nachdem in Philadelphia die Unabhängigkeit erklärt wurde.
| Das amtierende "Staatsoberhaupt"der Vereinigten Staaten von Amerika am Jahresende
|
style="vertical-align:top;" |
|
Funktion
|
Name, Parteizugehörigkeit
|
Beginn der Amtszeit
|
Jahre im Amt
|
|
Präsident des Kontinentalkongresses |
John Hancock (* 1737 Braintree, Massachusetts) (parteilos) |
24.05.1775 |
1,6
|
| Die bisherigen Präsidenten des amerikanischen Kontinentalkongresses mit der längsten Präsidiumserfahrung
|
|
letzte Funktion
|
Name, Partei
|
Amtszeit
|
Jahre
|
|
Präsident des Kontinentalkongresses |
John Hancock (* 1737 Braintree, Massachusetts) (parteilos) |
seit 24.05.1775 |
1,6
|
|
Präsident des Kontinentalkongresses |
Peyton Randolph (* 1721 Williamsburg, Virginia) (parteilos) |
05.09.1774-22.10.1774 und 10.05.1775-24.05.1775 |
0,2
|
|
Amtierender Präsident des Kontinentalkongresses |
Henry Middleton (* 1717 bei Charleston, South Carolina) (parteilos) |
22.10.1774-26.10.1774 |
0,0
|
|
| |
Chronik der Vereinigten Staaten von Amerika (USA) der Jahre ... 1777 - 1778 - 1779 - 1780 - 1781 - 1782 - 1783 - 1784 - 1785 - 1786
|
| Proximity |
|
|
|