Bulgarien - Vorzeit: Unterschied zwischen den Versionen
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<CENTER> '''bis ca. 3000 BC''' </center> <br> | <CENTER> '''bis ca. [[Chronik 3000 BC|3000 BC]]''' </center> <br> | ||
<CENTER> heutige Bezeichnungen: '''[[Republik Bulgarien]]''' </center> <br> | <CENTER> heutige Bezeichnungen: '''[[Republik Bulgarien]]''' </center> <br> | ||
Version vom 2. Januar 2017, 15:47 Uhr
BULGARIEN - VORZEIT
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| Jahres-Chroniken | ||||
| Länderchroniken | ||||
| Phanerozoikum – Quartär – Pleistozän – Jungpleistozän (Tarantium) - Südosteuropa Die ersten Menschen der Gattung Homo sapiens siedeln im Gebiet des heutigen Bulgarien. | ||||
| Südosteuropa Das Gebiet des heutigen Bulgarien wird besiedelt. | ||||
Südosteuropa
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| Südosteuropa Die neolithische Gumelnita-Kultur kommt im Bereich der Großen Walachai (im Anschluss an die Boian-Kultur), in der Dobrudscha (dem Gebiet der vorherigen Hamangia-Kultur) und im südlichen Bessarabien auf. Die Gumelnita-Kultur, auch bekannt als Gumelnita-Kodjadermen-Karanovo-VI-Kultur, erhält ihren Namen nach den ersten Funden in der Umgebung des Gumelnita-Massivs. Charakteristische Merkmale der Gumelnita-Kultur sind die vorherrschende Verwendung von mit Graphit bemalter und gebrannter Keramik, die sogenannte Schwarze Keramik sowie eine spezielle Totenkultur. Die Verstorbenen werden in geduckter Haltung beigesetzt und die Bestattungsstätten befinden sich außerhalb der Wohnsiedlungen in geordneten Feldern. Manche Schädel zeigen nachträglich vorgenommene Einkerbungen. Die Menschen dieser Kulturzeit siedeln häufig auf Hügelkuppen, auf Inseln, in der Nähe von natürlichen Wasserquellen. Sie leben vor allem von Produkten der Landwirtschaft, von der Tierzucht und der Jagd. Ihre flachen Wohnbauten besitzen Böden aus gestampftem Lehm, für die Wände sind eingerammte Holzpfosten mit biegsamen Gerten umflochten und mit Lehm und Stroh ausgefacht. In der Nähe befinden sich Werkstätten, Schlachthöfe, Ställe, Gemeinschaftsräume und Kultstätten. Zwischen den einzelnen Siedlungen findet friedlicher Handel statt. Für die Werkzeuge benutzt man Tierknochen, Horn, bearbeitete Steine, große Beile mit scharfen langen Klingen, Pfeile, Harpunen und Hacken, teilweise werden auch Kupfer und Gold verarbeitet. Aus wenig bekannten Gründen stellen die Menschen der Gumelnita-Kultur auch anthropomorphe und Statuen in Tiergestalt her, meist aus Lehm geformt oder aus Knochen geschnitzt. Die Analyse der Körpermerkmale ergibt, dass etwa ein Drittel aller menschlichen Statuetten weiblich sind, nur ein Prozent dagegen deutliche männliche Merkmale aufweisen. Der Rest ist dagegen indifferent. Diese Aufteilung legt die Vermutung nahe, dass Frauen in dieser Kulturgesellschaft dominierend sind. | ||||
| Vorderasien / Nordafrika / Südeuropa Im Mittelmeerraum endet das vorherrschende Monsunklima und das Klima wird trockener. | ||||
| Bulgarien Im Gebiet des heutigen Solnizata in Bulgarien entsteht bedingt durch den dortigen Abbau von Salz die erste befestigte städtische Siedlung in Europa. Das Salz von Solnitsata zeichnet sich durch besondere Reinheit aus. Der Gehalt von Natriumchlorid in der Sole liegt bei 67 %. Sole wird in flachen Schüsseln erhitzt, um das Wasser zu verdampfen. Die Siedlung ist ummauert, aber nicht völlig verschieden zu zeitgenössischen Tellsiedlungen der Epoche. Auch wenn die Bevölkerung auf etwa 350 Personen geschätzt wird, hält der Archäologe Wassil Nikolow Solnizata für einen Ort, der alle Kriterien einer prähistorischen Stadt erfüllt. So gibt es zweistöckige Gebäude. Dies wird aber allgemein nicht anerkannt, da die kulturellen Kriterien einer Stadt angeblich nicht erfüllt werden. | ||||
| Osteuropa Die Völker der sogenannten Kurgan-I-Gruppe verlassen aufgrund großer Trockenheit ihre Heimat in der Wolgasteppe und siedeln in den Westteil der heutigen Ukraine und von hier weiter zu den Mündungen der Flüsse Dnister und Donau und am Unterlauf dieser beiden Flüsse aufwärts. Die russischen Archäologen bezeichnen Kurgan-I als frühes Jamna, wobei das Wort Jamna soviel wie „Grube“ bedeutet und die Erdgrube unter dem Grabhügel bezeichnet. Südosteuropa | ||||
| Südosteuropa / Mitteleuropa Südosteuropa | ||||
| Bulgarien / Serbien In Ai Bunar (Bulgarien) und in Rudna Glava (Serbien) werden die ältesten bekannten Kupferbergwerke betrieben. | ||||
| Osteuropa / Mitteleuropa In der Region um das Schwarze Meer wird eine indogermanische Ursprache gesprochen. In der Landwirtschaft vollzieht sich ein Wandel zu einer Mischökonomie aus Ackerbau und Weidewirtschaft, was weg von einer matriarchalischen zu einer patriarchalischen Klassengesellschaft führt. Die Viehhaltung spielt eine zunehmend wichtigere Rolle als der Ackerbau. Die Veränderung der Sozialstruktur, Religion und Ökonomie ist nicht als eine langsame einheimische Entwicklung, sondern als Aufeinanderprallen und die allmähliche Vermischung zweier Gesellschaftssysteme mit vollkommen gegensätzlichen Weltbildern, nämlich dem Weltbild der ansässigen Bevölkerung und der Einwanderer der Kurgan-Kultur aus dem Osten zu verstehen. Nicht das gesamte Mitteleuropa wird infolge der ersten Welle der Eindringlinge 'kurganisiert', fest steht jedoch, dass in dem größten Teil des Donaubeckens nun befestigte Höhensiedlungen errichtet werden. Es wird viele Generationen dauern, bis die Traditionen des gesamten 'Alten Europa' nach und nach durch die 'Kurgankultur' verdrängt sein werden. | ||||
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