Chronik 1945.01: Unterschied zwischen den Versionen
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[[Datei:V 2.jpg|thumb|left|70px]] [[Datei:Walter Dornberger.jpg|thumb|150px|''Walter Dornberger'']] Aufgrund des Vormarsches der Roten Armee muss der V-2-Teststandort von Heidekrug in Westpreußen nach Wolgast in Pommern verlegt werden, wo der neue Test-Einschlagbereich in der Tucheler Heide liegen wird. Insgesamt wurden von Heidekrug 107 V-2-Starts durchgeführt. Der Leiter der Wehrmachts-Einheit zum Bau und Einsatz der V 2, Walter Dornberger, stattet der Einrichtung in Heidekrug seinen letzten Besuch ab. <br> | [[Datei:V 2.jpg|thumb|left|70px]] [[Datei:Walter Dornberger.jpg|thumb|150px|''Walter Dornberger'']] Aufgrund des Vormarsches der Roten Armee muss der V-2-Teststandort von Heidekrug in Westpreußen nach Wolgast in Pommern verlegt werden, wo der neue Test-Einschlagbereich in der Tucheler Heide liegen wird. Insgesamt wurden von Heidekrug 107 V-2-Starts durchgeführt. Der Leiter der Wehrmachts-Einheit zum Bau und Einsatz der V 2, Walter Dornberger, stattet der Einrichtung in Heidekrug seinen letzten Besuch ab. <br> | ||
| + | * Drei Monate nach der Errichtung des Konzentrationslagers Echterdingen werden die Zwangsarbeiter wieder in das KZ Natzweiler-Struthof zurückverlegt. Von den 600 jüdischen Häftlingen starben in dieser Zeit 119 Männer an unmenschlichen Bedingungen im Lager, 34 Opfer des KZ Echterdingen wurden auf dem späteren Gelände der US Army beigesetzt. Um den Flugbetrieb aufrecht zu halten, wurden zudem während der Kriegsjahre vermutliche mehrere tausend Fremd- und Zwangsarbeiter eingesetzt, deren genaue Schicksale schwer zu rekonstruieren sind. Spätestens ab jetzt ist eine Nutzung des Flughafens aufgrund der permanenten Angriffe der Alliierten nicht mehr möglich. | ||
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Vertreter der provisorischen französischen Regierung unterzeichnen in der US-Hauptstadt Washington die Erklärung von 26 westlichen Staaten vom 1. Januar 1942, in der diese sich unter anderem verpflichten, mit dem Deutschen Reich und dessen Verbündeten keinen Separatfrieden abzuschließen. <br> | Vertreter der provisorischen französischen Regierung unterzeichnen in der US-Hauptstadt Washington die Erklärung von 26 westlichen Staaten vom 1. Januar 1942, in der diese sich unter anderem verpflichten, mit dem Deutschen Reich und dessen Verbündeten keinen Separatfrieden abzuschließen. <br> | ||
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| − | + | Das kommunistisch geführte "Lubliner Komitee" wird offenbar mit sowjetischem Einverständnis zur provisorischen Regierung Polens erklärt. Ihr Vorsitzender Edward Osóbka-Morawski (* 1909 in Blizyn bei Skarzysko-Kamienna bei Kielce) wird zum provisorischen Ministerpräsidenten Polens berufen; sein Aufgabengebiet umfasst außerdem die Außenpolitik und die Landwirtschaft. Osóbka-Morawski ist Mitglied der Polnischen Sozialistischen Partei (PPS). Der neue Regierungschef hat an der Universität Warschau Jura studiert, konnte sein Studium aber nicht abschließen. Die polnische Exil-Regierung in London protestiert gegen diesen Schritt. <br> | |
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| − | | | + | | <center> [[Datei:Griechenland 1924-1970.png|70px]] [[Datei:Großbritannien.png|70px]] </center> || '''[[Königreich Griechenland 1945|Königreich Griechenland]] / [[Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland 1945|Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland]]''' <br> |
| − | + | ln Griechenland tritt die Regierung Giorgios Papandreou zurück. Der Regent hat den General Plastiras mit der Regierungsbildung beauftragt. Die Verhandlungen der Engländer mit der griechischen Volksbefreiungsarmee ELAS (Ethnikós Laikós Apelevtherotikós Stratós sind noch nicht abgeschlossen. General Soobie übt weiter starken Druck zwecks Durchsetzung seiner Forderung aus. <br> | |
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| + | | <center> [[Datei:Großbritannien.png|70px]] [[Datei:Dänemark.png|70px]] </center> || '''[[Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland 1945|Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland]] / [[Königreich Dänemark 1945|Königreich Dänemark]]''' <br> | ||
| + | Der britische Premierminister Winston Churchill richtet eine Botschaft an das dänische Volk. | ||
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| + | | <center> [[Datei:Großdeutsches Reich.png|70px]] <br> ''siehe Fußnote'' <br> [[Datei:UdSSR 1923-1955.png|70px]] [[Datei:Vatikan.png|70px]] </center> || '''[[Großdeutsches Reich 1945.01|Großdeutsches Reich]] / [[Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken 1945|Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken]] / [[Staat der Vatikanstadt 1945|Staat der Vatikanstadt]]''' <br> | ||
| + | In der russischsprachigen Presse wird der Papst scharf wegen seiner Weihnachtsrede angegriffen. Die nachträgliche Durchsicht des Textes im Wortlaut ergibt jedoch aus Sicht der deutschen Beobachter, dass diese Rede nicht ganz die zunächst angenommene Tendenz gegen die Achsenmächte aufweist, sondern bei aller Betonung der demokratischen Grundsätze auch die Alliierten zur Vernunft mahnt. <br> | ||
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| <center> [[Datei:Großdeutsches Reich.png|70px]] <br> ''siehe Fußnote'' </center> || '''[[Großdeutsches Reich 1945.01|Großdeutsches Reich]]''' <br> | | <center> [[Datei:Großdeutsches Reich.png|70px]] <br> ''siehe Fußnote'' </center> || '''[[Großdeutsches Reich 1945.01|Großdeutsches Reich]]''' <br> | ||
| − | Um 0000 Uhr wird die Neujahrsansprache des Führers und Reichskanzlers Adolf Hitler über die deutschen Reichssender ausgetrahlt. Der volle Wortlaut der Rede soll in den Tageszeitungen veröffentlicht werden. Hitler sagt: <br> | + | * Um 0000 Uhr wird die Neujahrsansprache des Führers und Reichskanzlers Adolf Hitler über die deutschen Reichssender ausgetrahlt. Der volle Wortlaut der Rede soll in den Tageszeitungen veröffentlicht werden. Hitler sagt: <br> |
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<tr><td colspan="1"> | <tr><td colspan="1"> | ||
''Die Welt muss wissen, dass daher dieser Staat niemals kapitulieren wird, dass das heutige Deutsche Reich wie alle großen Staaten der Vergangenheit auf seinem Weg Rückschläge ausgesetzt sein mag, dass es aber nie diesen Weg verlassen wird. Man muss wissen, dass die heutige Staatsführung die Sorgen und Leiden mit ihrem Volke teilt, aber niemals vor Sorgen oder Leid kapitulieren wird. "Die Stunde kommt, in der sich uns der Sieg endgültig zuneigen wird,'' verkündet Hitler ''unerschütterlich in fanatischer Entschlossenheit'' in seiner Neujahrsbotschaft. | ''Die Welt muss wissen, dass daher dieser Staat niemals kapitulieren wird, dass das heutige Deutsche Reich wie alle großen Staaten der Vergangenheit auf seinem Weg Rückschläge ausgesetzt sein mag, dass es aber nie diesen Weg verlassen wird. Man muss wissen, dass die heutige Staatsführung die Sorgen und Leiden mit ihrem Volke teilt, aber niemals vor Sorgen oder Leid kapitulieren wird. "Die Stunde kommt, in der sich uns der Sieg endgültig zuneigen wird,'' verkündet Hitler ''unerschütterlich in fanatischer Entschlossenheit'' in seiner Neujahrsbotschaft. | ||
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| + | * Die Universitäts-Luftwarte Rostock-Friedrichshöhe stellt nach 113 Jahren die Arbeit der Klimastation der Stadt ein. | ||
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| + | | <center> [[Datei:Großdeutsches Reich.png|70px]] [[Datei:Polen 1939-1945.png|70px]] <br> <br> ''siehe Fußnote'' <br> [[Datei:UdSSR 1923-1955.png|70px]] </center> || '''[[Großdeutsches Reich 1945.01|Großdeutsches Reich]] / [[Generalgouvernement 1945|Generalgouvernement]] / [[Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken 1945|Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken]]''' <br> | ||
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| + | '''Wehrmachtsbericht. Die militärische Lage an der deutschen Ostfront:''' <br> | ||
| + | * An der Ostfront kommt es zu keinen größeren Kämpfen. Das Oberkommando der Wehrmacht meldet, dass die Sowjets im Monat Dezember 1944 durch die Luftwaffe und die Flakartillerie der Luftwaffe 588 Flugzeuge verloren. Aus Budapest werden schwere Kämpfe gemeldet. Die Hauptstadt Ungarns ist seit Weihnachten von der Roten Armee eingeschlossen, deutsche und ungarische Besatzungtruppen weisen stärkere sowjetische Angriffe im Abschnitt südwestlich Felsoegalla zurück. Im übrigen kommt es zwischen der Drau und der slowakischen Grenze zu keinen größeren Kampfhandlungen. Die Besatzung von Budapest schlägt an der Ost- und Westfront der Stadt Tag und Nacht heftige von Schlachtfliegern der Reichsluftwaffe unterstützte Angriffe der Roten Armee ab, die den Nachschub für ihre Truppen empfindlich stören; deutsche SS-Panzertruppen beginnen eine Offensive zum Entsatz der Stadt. Bei einem überraschenden Vorstoß im Quellgebiet des Sajo machen deutsche Gebirgsjäger über 350 Gefangene und erbeuten eine große Anzahl Waffen. Nur an der slowakischen Südgrenze gelangen dem Gegner einige tiefere Einbrüche im Raum Czeb und der oberen Eipel. | ||
| + | * Mit Fortsetzung der feindlichen Durchbruchsversuche an der Ostfront der 16. Armee muss nach dem jetzt erfolgten Abschluss der Schwerpunktbildung des Feindes gerechnet werden. | ||
| + | * In Kurland nahm der Feind nur im Raum nordwestlich Doblen seine Angriffe wieder auf. Unsere Divisionen zerschlugen in harten Kämpfen die nach heftiger Feuervorbereitung geführten Durchbruchsversuche der Bolschewisten, de dabei hohe blutige Verluste erlitten. | ||
| + | * In elf schweren Kampftagen haben die unter dem Oberbefehl des Generalobersten Schoerner kämpfenden Verbände des Heeres, der Waffen-SS und lettischer SS-Freiwilligen, hervorragend unterstützt durch fliegende Verbände und Flakeinheiten der Luftwaffe unter Führung ihres Oberbefehlshabers, General der Flieger Pflugbeil, den Ansturm von 46 Schützendivisionen und 22 Panzer- und Sturmschützverbänden abgeschlagen. Dank der hohen Leistungen von Führung und Truppe blieb die Front in Kurland bis auf unbedeutende Geländeverluste fest in eigener Hand. Vom 21. bis 27. Dezember wurden 513 Panzer vernichtet sowie 79 Geschütze und 247 Maschinengewehre erbeutet. Die blutigen Ausfälle des Feindes schoß in den Kämpfen 112 sowjetische Flugzeuge ab, weitere 145 wurden durch Jagdflieger zum Absturz gebracht. | ||
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| + | | <center> [[Datei:UdSSR 1923-1955.png|70px]] [[Datei:Ungarn 1919-1946.png|70px]] <br><br> [[Datei:Slowakei 1939-1945.png|70px]] [[Datei:Großdeutsches Reich.png|70px]] <br> ''siehe Fußnote'' </center> || '''[[Großdeutsches Reich 1945.01|Großdeutsches Reich]] / [[Königreich Ungarn 1945|Königreich Ungarn]] / [[Slowakische Republik 1945|Slowakische Republik]] / [[Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken 1945|Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken]]''' <br> | ||
| + | '''Im Wehrmachtsbericht erscheint eine Beschreibung der Lage in Ungarn und in der Slowakei:''' <br> | ||
| + | <table border rules="1"> | ||
| + | <tr><td colspan="1"> | ||
| + | * An der Front der Heeresgruppe Süd werden jetzt die schnellen Verbände herausgezogen sowie die an der Gran-Front eingesetzte 357. Infanterie-Division, um einen Rückhalt zu gewinnen. Zwischen Plattensee und Donau wurden weitere Angriffe abgewiesen. Budapest wurde von den Russen konzentrisch angegriffen. Die Versorgungslage ist gespannt. 100 Versorgungsflugzeuge wurden eingesetzt. Angriffe gegen die Front an der slowakischen Grenze wurden im wesentlichen abgewiesen. Vor der Heeresgruppe Nord gehen nur Angriffe gegen die Ostfront, gegen die Gegenstöße laufen. An der Front von der Ostslowakei bis nach Kurland gibt es heute nur geringe Gefechtstätigkeit. An der gesamten übrigen Ostfront bis zur Memel verlief der Tag ohne besondere Ereignisse. | ||
| + | * Trotz wiederholter Angriffe der Bolschewisten blieb die Lage in Ungarn an der gesamten Front zwischen der Drau und der slowakischen Grenze sowie vor Budapest unverändert. Der Brennpunkt der gestrigen Kämpfe lag im slowakischen Grenzgebiet zwischen dem Gran und der oberen Eipel beziehungsweise dem Quellgebiet des Sajo. Bis auf einige inzwischen abgeriegelte Einbrüche scheiterten die feindlichen Angriffe bereits vor unseren Stellungen. In Luftkämpfen wurden 18 feindliche Flugzeuge zum Absturz gebracht. | ||
<td></tr></table> | <td></tr></table> | ||
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| − | | <center> [[Datei:USA 1912-1959.png|70px]] [[Datei: | + | | <center> [[Datei:Großdeutsches Reich.png|70px]] [[Datei:USA 1912-1959.png|70px]]<br><br>[[Datei:Frankreich.png|70px]] [[Datei:Belgien.png|70px]]<br><br>[[Datei:Niederlande.png|70px]] [[Datei:Großbritannien.png|70px]] </center> || '''[[Großdeutsches Reich 1945.01|Großdeutsches Reich]] / [[Reichsland Elsaß-Lothringen|Reichsland Elsaß-Lothringen]] / [[Vereinigte Staaten von Amerika 1945.01|Vereinigte Staaten von Amerika (USA)]] / [[Französische Republik 1945|Französische Republik]] / [[Königreich Belgien 1945|Königreich Belgien]] / [[Königreich der Niederlande 1945|Königreich der Niederlande]] / [[Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland 1945|Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland]]''' <br> |
| − | Anglo-amerikanische Bomber | + | <table border rules="1"> |
| + | <tr><td colspan="1"> | ||
| + | '''Wehrmachtsbericht. Die militärische Lage an der deutschen Westfront:''' <br> | ||
| + | * Anglo-amerikanische Terrorverbände setzten ihre Angriffe gegen den westdeutschen Raum fort und warfen Bomben auf Städte in Nord- und Nordwestdeutschland. Größere Schäden in Wohngebieten entstanden vor allem in Groß-Hamburg sowie bei einem Nachtangriff der Briten auf Oberhausen; in den frühen Abendstunden war die Reichshauptstadt das Ziel schneller britischer Kampfflugzeuge. 75 anglo-amerikanische Flugzeuge, in der Mehrzahl viermotorige Bomber, wurden durch Jagdflieger und Flakartillerie der Luftwaffe vernichtet. | ||
| + | * 1300 viermotorige Bomber aus dem Westen führen einen Angriff gegen Verkehrsanlagen und den Hafen in Hamburg, wo drei U-Boote vernichtet, fünf beschädigt und zwei Werften getroffen werden. Ferner werden Angriffe gegen Flugplätze geflogen, dabei 39 Abschüsse bei 49 eigenen Verlusten. Weitere Angriffe gegen Verkehrsziele in Düsseldorf, 250 gegen Neuwied, Koblenz und dem Frontbereich. | ||
| + | * Beginn eines Angriffs von 200 britischen Bombern gegen Düsseldorf-Solingen, 50 zweimotorige und 900 Jäger. Auf der eigenen Seite waren 305 Jäger zur freien Jagd eingesetze, besonders bei Bastogne. Heute sind 600 Jäger einsatzbereit, der Oberbefehlshaber Luftwaffe meldet auf Grund eines Frontbesuches, dass trotz der hohen Verluste die Stimmung der eigenen Mannschaften ungebrochen ist und dass 50-100 Reichsmark für Einsätze geboten werden, um das Personal zur Abtretung des Einsatzes zu bewegen. | ||
| + | <td></tr></table> | ||
| + | * Unter dem Decknamen „Unternehmen Bodenplatte” fliegt die Luftwaffe einen überraschenden Großeinsatz gegen alliierte Flugplätze in den südlichen Niederlanden, Belgien und Nordfrankreich. Um 0920 Uhr startet das Unternehmen. Beteiligt sind 850 Jäger, die 17 Feldflugplätze der britischen Royal Air Force und der US Air Force angreifen. Mindestens 400 alliierte Maschinen werden am Boden zerstört und und weitere 100 schwer beschädigt, weitere 79 Maschinen werden abgeschossen. Fast 300 eigene Maschinen und ihre Besatzungen gehen der Deutschen Luftwaffe verloren. Das Unternehmen steht unter dem Decknamen „Unternehmen Bodenplatte”. Das Fernfeuer auf Lüttich und auf Antwerpen wird fortgesetzt. | ||
| + | * Im Raum südwestlich und südlich des luxemburgischen Ortes Bastogne nimmt die Heftigkeit der Kämpfe zu. Die mit starken Kräften angreifende, 3. amerikanische Armee, erleidet schwere Ausfälle und Verluste, ohne zu dem angestrebten Durchbruch in Richtung auf Houffalize zu gelangen und büßt erneut 48 Panzer ein. Die Gesamtzahl der seit einem halben Monat in der Schlacht zwischen Maas und Mosel abgeschossenen oder von den Deutschen erbeuteten Panzerkraftwagen ist damit auf über 1000 angestiegen. | ||
| + | * An der Saarfront und der lothringischen Nordostgrenze wird der Geländegewinn aus der Neujahrsnacht vertieft, denn der Brückenkopf der Deutschen nordwestlich von Forbach wird erweitert und der Bluesabschnitt nordöstlich von Saargemünd (frz. Sarreguemines) wird überschritten. Im Gebiet nördlich Rohrbach und in den unteren Vogesen werden die Alliierten in verschiedenen Frontabschnitten aus ihren Stellungen geworfen. Im Nachstoß erobern deutsche Soldaten in Divisionsstärke zahlreiche Ortschaften südlich der Maginolinie. <br> | ||
| + | [[Datei:Johannes Blaskowitz.jpg|thumb|150px|''Der deutsche Generaloberst Johannes Blaskowitz soll Elsass-Lothringen wieder zurückerobern'']] [[Datei:Jacob L. Devers.jpg|thumb|150px|left|''Der US Army Generalleutnant Jacob L. Devers befehligt die Kampfhandlungen der Alliierten in Elsass-Lothringen'']] Vor einer Stunde erhielt die Heeresgruppe G der Deutschen Wehrmacht unter ihrem Oberbefehlshaber Generaloberst Johannes Blaskowitz ihre endgültigen Aufträge zum "Unternehmen Nordwind" mit dem Ziel, die Gebiete Elsass und Lothringen wieder zurückzuerobern. Die Heeresgruppe soll erst dann angreifen, wenn die Verbände der 1. Armee die Ostausgänge der Vogesen zwischen Ingweiler und Zabern in Besitz genommen haben. Ihre Divisionen hatten die Aufgabe, die gegnerische Front nördlich von Straßburg zu durchbrechen und sich im Raum Hagenau–Brumath mit der 1. Armee zu vereinigen. Die Ausführung dieser zunächst nebensächlichen Operationen obliegen der 19. Armee unter dem General der Infanterie Siegfried Rasp. Diese plant neben kleineren Vorstößen in Bataillonsstärke aus dem Brückenkopf Elsass vor allem den Angriff der 553. Volksgrenadier-Division bei Gambsheim über den Rhein. Nach dem Abschluss der Zerschlagung der alliierten Kräfte im Unterelsass ist als Folgeoperation das Unternehmen Zahnarzt vorgesehen, ein Vorstoß in die Flanke der 3. US-Armee. Führer und Reichskanzler Adolf Hitler verbindet mit dem „Unternehmen Nordwind“ nicht nur die Aussicht auf einen weiteren Teilerfolg an der Westfront, sondern auch die Vorstellung, auf diese Weise die festgefahrene Ardennenoffensive wieder ins Rollen zu bringen. Der Heeresgruppe G steht die 6. US-Heeresgruppe gegenüber, die aus US-Amerikanern und aus Franzosen besteht. Generalleutnant Jacob L. Devers aus Pennsylvania führt die US-Heeresgruppe an, an seiner Seite stehen der US Army Generalleutnant Alexander Patch aus Arizona sowie der französische General Jean de Lattre de Tassigny aus Westfrankreich. Der Operationsraum liegt im deutschen Bereich nicht allein bei der Heeresgruppe G, sondern zwischen ihr und der neu gebildeten Heeresgruppe Oberrhein unter dem Kommando des Reichsführers der SS, Heinrich Himmler. Die unklare Situation hinsichtlich des von US-General Dwight Eisenhower angesonnenen Rückzugs der Alliierten hinter die Vogesen beginnt während des Angriffes auf Zabern politische Kreise zu ziehen. Noch am Nachmittag des ruft der Chef des Stabes von SHAEF General Devers an und wirft der 7. US-Armee Befehlsverweigerung vor, da sie nicht auf die Vogesen ausweiche. Devers gibt hieraufhin an, dass die diesbezüglichen Vorbereitungen anlaufen, wegen der Verhältnisse vor Ort aber Zeit benötigen werden. Sogleich teilt Devers Patch mit, dass seine Armee bis zum 5. Januar hinter die Vogesen ausweichen und die Oberrheinebene samt Straßburg aufgeben müsse. Patch beginnt unverzüglich mit der Umsetzung, indem er die im Zuge der Lauter eingesetzten Verbände nach Süden zurücknimmt. Zeitgleich mit dem Befehl an Patch gibt Devers diese Information über die französischen Verbindungsoffiziere an die französische Regierung weiter. Daraufhin protestiert der französische General Charles de Gaulle in einem Brief an Devers. Hintergrund der französischen Haltung ist vor allem die jüngere Geschichte des Elsass' als Zankapfel zwischen Deutschland und Frankreich. Vor allem Strassßbourg, wo Claude Joseph Rouget de Lisle 1792 die Marseillaise komponierte, besitzt bei den Franzosen einen Stellenwert, der nur von der Hauptstadt Paris übertroffen wird. Außerdem wird befürchtet, dass eine erneute deutsche Besetzung Repressalien gegen diejenigen Teile der Bevölkerung nach sich ziehen wird, die nach der Einnahme durch die Alliierten am 23. November 1944 offen ihre Loyalität gegenüber Frankreich gezeigt haben. <br> | ||
| + | * Nachdem die deutsche Offensive an der Westfront (Ardennenoffensive) zusammengebrochen ist, greifen US-amerikanische Flugzeuge die Rheinbrücken bei Remagen und Koblenz an, um den Rückzug der Wehrmacht zu behindern. <br> | ||
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| − | | <center> [[Datei:Großdeutsches Reich.png|70px]] <br> ''siehe Fußnote'' <br> | + | | <center> [[Datei:Großdeutsches Reich.png|70px]] [[Datei:Großbritannien.png|70px]]<br><br> ''siehe Fußnote'' <br> [[Datei:Belgien.png|70px]] </center> || '''[[Großdeutsches Reich 1945.01|Großdeutsches Reich]] / [[Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland 1945|Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland]] / [[Niederlande 1945|Reichskommissariat Niederlande]] / [[Königreich Belgien 1945|Königreich Belgien]]''' <br> |
| + | <table border rules="1"> | ||
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| + | '''Die militärische Lage der Seekriegsführung:''' <br> | ||
| + | * Viele Transporte in der Ostsee müssen aufgrund des Wetters und der Vermienung ausgesetzt oder verschoben werden. Etwa 30 Kohletransporter in Swinemünde können nicht auslaufen. Es mangelt an Minenräumbooten. Die Leitung entscheidet, dass die Bedeutung der Kampfgruppe zum Einsatz vor Memel der Erprobung neuer U-Boote gleich wichtig gegenübersteht und eine Entscheidung des Oberkommandos der Marine notwendig macht. Das MOK entscheidet prompt, dass die Wiederaufnahme der Räumarbeiten vor Memel umgehend nach Abschluss der Tests wieder aufgenommen werden soll. Drei angeforderte Fischdampfer für Einsätze in der Ostsee können nicht mehr gefunden werden. Die M 572, die noch in der Werft liegt, soll nach Entstandsetzung im Laufe des Januar der Schule übergeben werden. | ||
| + | * Der Admiral Quartiermeister trägt vor, dass die Admiralität Niederlande für die Verblockung des Nieuwe Waterweges anstelle des bisher vorgesehenen Dampfer-Einsatzes eines holländischen Kreuzer-Rohbaus vorgeschlagen hat. In Anbetracht der Notlage beim Handelsschiffraum erscheint diese Maßnahme zweckmäßig. | ||
| + | * Es ergeht ein Befehl über die Zuteilung weiterer Räumstreitkräfte für das MOK Nord für die Ostsee: "Minenlage erfordert weitere vorübergehende Verstärkung Minensuchstreitkräfte im Bereich MOK Ost. Vorhandene Kräfte trotz zugeführter vier Boote für Lösung dringendster Aufgaben nicht ausreichend. Das MOK Ost verlegt umgehend weitere 5-6 Boote, davon mindestens drei sofort einsatzklar in die Ostsee, hierdurch wird es vorübergehende Einschränkungen bei Geleitaufgaben im Nordseebereich Einschränkungen geben. | ||
| + | * Bezüglich fester Plätze in Rotterdamm und Amsterdam hat das OKW entschieden, dass von einem festungsmäßigen Aufbau abzusehen ist. Statt dessen sollen die Festungen Hoek van Holland und Ymuiden durch alle erdenktlichen Maßnahmen gefördert werden, dass die Sperrung der Einfahrten zu den Häfen Rotterdam und Amsterdam gewährleistet ist. | ||
| + | * Die Flottille 361 mit 60 Mardern wird nach Jütland zurückverlegt, da bei der Heeresgruppe H eine Einsatzmöglichkeit noch nicht abzusehen ist. Auch für die Sondergruppe Schomburg ist eine Rückverlegung nach Bad Godesberg beabschtigt. | ||
| + | * Ab sofort wird das Deutsche Marinekommando Italien in MOK Süd umbenannt. | ||
| + | * Der Schiffsverkehr an der Norwegenküste verläuft weiterhin planmäßig. | ||
| + | * Im '''Operationsgebiet Ostsee''' werden durch Funkaufklärung fünf oder sechs U-Botte gesichtet. Um 0039 Uhr wird eines davon bei Abgabe eines Kurzsignals In AO 9254 (zwischen Danzig und Gotland) geortet. Um 0700 Uhr sichtet ein russischer Luftaufklärer ein deutsches Geleit in ungedeuteter Position. (Unser) Sicherungsdienst durch 16 Boote war teilweise wegen der Wetterlage eingeschränkt. Die auf dem Marsch in das Räumgebiet vor Memel befindliche 1. Reichsflotte muss wegen Wetter kehrt machen. Um 0135 Uhr meldet ein eigenes U-Boot Wegtauchen eines feindlichen U-Bootes westlich Libau. Um 1500 Uhr laufen vier Schnellboote aus Windau zur Unternehmung in den Riga-Busen aus. Der Schiffsverkehr nach Kurland wurde planmäßig durchgeführt, die Heeresgruppe Nord erhielt 8624 Tonnen Nachschub, dazu 22 Kraftfahrzeuge. | ||
| + | * Bei Minenräumdienst in der '''westlichen Ostsee''' durch nur zwei Boote gibt es zwei Räumerfolge in AO 8544 (vor Swinemünde). | ||
| + | * Von den anberaumten Missionen mussten zehn wegen Wegesperrung, drei wegen Geleitmangels und der Schleppzug T 65 wegen Wetter liegenbleiben. | ||
| + | * Ein Nachschubverband im Kattegat ist beladen und wartet besseres Wetter ab. | ||
| + | * Der Kreuzer KÖLN wird zur gleichen Zeit ebenfalls im Oslofjord angegriffen und kann diesem Angriff nach beschleunigtem Ankeraufgehen ausweichen. | ||
| + | * Das '''Marineoberkommando Norwegen''' meldet, dass englische Einheiten im Seegebiet ostwärts 25 Grad Ost stehen. | ||
| + | * Sperrbrecher räumen eine englische Flugzeugmine (ELM) vor der Elbe und der Weser. | ||
| + | * Die Dienstgeschäfte des Admirals Niederlande übernimmt heute Konteradmiral Stange. | ||
| + | * Vormittags beobachtete Dünkirchen in 18-20 SM Entfernung zehn Frachtdampfer, zwei Passagier-Dampfer, sechs Zerstörer, 4 LCT und ein Schnellboot, sämtlich auf Ostkurs. Von den Kanalinseln werden vormittags nördlich Cherbourg ein Fahrgastschiff und vier weitere Fahrzeuge mit Kurs Süd gesichtet. | ||
| + | * Am Vormittag Beschuss durchfliegender feindlicher Kampfverband wird durch Marineflak an der Nordseeküste bekämpft. Es ereignen sich geringe Bombenabwürfe (offenbar Not-Abwürfe) auf mehrere kleine Orte. | ||
| + | * Die feindliche Seeaufklärung stellt nachmittags im Raum Alderney mehrere starke Detonationen in großer Entfernung fest. | ||
| + | * In Gironde-Nord ereignen sich Bombenangriffe auf den Stützpunkt des Festungskommandanten und den Hafen La Coubre. Bei geringen Schäden wird eine Thunderbolt sicher, eine weitere wahrscheinlich abgeschossen. | ||
| + | * An der Ligurischen Küste übliche Feindtätigkeit. In der vergangenen Nacht Jagdbomberangriff auf Boote und Geleit zwischen Spezia und Genua in Höhe von Rapallo ohne Schaden. | ||
| + | * Seit Mitternacht laufende Luftangriffe im Oslofjord und erzielt um 0010 Uhr einen Abschuss. | ||
| + | * Vormittags eine Junkers Ju 88 und vier eigene Jäger durch Marineflak an der holländischen Küste irrtümlich abgeschossen, Untersuchung eingeleitet. | ||
| + | * Um 0800 Uhr passieren weitere USA-Truppentransporter, zwei Frachter, drei Tanker und ein US-Hilfskreuzer mit vier Zerstörern, die Enge bei Gibraltar mit Kurs Atlantik. Um 1115 Uhr folgen 13 Truppentransporter voll Truppen mit acht Korvetten. | ||
| + | * An der '''westjütischen Küste''' werden drei Wachpositionen besetzt. Bei Minenräumdiensten durch 15 Boote gibt es drei Räumerfolge nordwestlich von Laesoe und einer bei Helsingör. Um 1330 meldet Wachschiff 103 südlich Anholt eine Minendetonation. | ||
| + | * Um 1700 Uhr laufen die ersten 17 Kleinst-U-Boote des Typs "Seehund" aus Ymuiden aus zum Einsatz gegen den Scheldeverkehr. Der Marschweg führt bis Hoek van Holland auf dem Küstenkurs und dann über Ost-Hinder nach Oostende. Die Unternehmung wird voraussichtlich drei bis fünf Tage dauern. Der nächste Einsatz mit acht weiteren "Seehunden" ist für den 3. Januar geplant. | ||
| + | * Für den demnächst beginnenden einsatz der Kleinst-U-Boote "Seehund" und der U-Boote Typ XXIII ist Abgrenzung der Operationsgebiete dieser Kampfmittel gegenüber minenlegenden S-Booten notwendig. | ||
| + | * Um 2015 Uhr Jagdbomberangriff im Hollandraum auf Sicherungsposition vor Hoek mit leichten Personalausfällen. | ||
| + | * Im Kanal wird abends der Schiffsverkehr zwischen Sound und Hamoaze wegen Nebels gesperrt. | ||
| + | * Um 2135 wurde ein taktischer Funkspruch im Poljarnoje-Bereich erfasst. Im gleichen Funkbereich standen die russischen Zerstörer L und BAKU. | ||
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| + | | <center> [[Datei:USA 1912-1959.png|70px]] [[Datei:Großbritannien.png|70px]]<br><br>[[Datei:Belgien.png|70px]] [[Datei:Großdeutsches Reich.png|70px]] <br> ''siehe Fußnote'' </center> || '''[[Vereinigte Staaten von Amerika 1945.01|Vereinigte Staaten von Amerika (USA)]] / [[Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland 1945|Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland]] / [[Großdeutsches Reich 1945.01|Großdeutsches Reich]] / [[Niederlande 1945|Reichskommissariat Niederlande]] / [[Königreich Belgien 1945|Königreich Belgien]]''' <br> | ||
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| + | '''Wehrmachtsbericht. '''Die militärische Lage der Luftkriegsführung:''' <br> | ||
| + | * Vormittags Küstenüberflug von 500 Kampfflugzeugen über die Deutsche Bucht mit Angriffen auf den Raum Hannover, Braunschweig, Kassel und Westdeutschland. Durch den Abwurf zahlreicher Spreng- und Brandbomben entstehen vor allem in den Wohnvierteln von Kassel erhebliche Gebäudeschäden. Starke feindliche Jagdtätigkeit am Tag über Westdeutschland. | ||
| + | * 150 Kampfflugzeuge griffen bei Ladbergen den Dortmund-Ems-Kanal erneut an, der getroffen wurde und teilweise auslief. | ||
| + | * Das Luftwaffenkommando West setzt seit dem Vortag 242 Jäger an der Front und in der Nacht zu heute 252 Jäger zur Nachschubbekämpfung ein. Bei drei sichereren und zwei wahrscheinlichen Abschüssen entstanden vier Verluste. Das Gebiet westlich des Rheins ist verstärkten Angriffen von Tieffliegern und schneller Kampfflugzeuge ausgesetzt, die wahllos Bomben auf kleine Ortschaften werfen und die Zivilbevölkerung mit Bordwaffen angreifen. Nachtangriffe der Royal Air Force richten sich heute besonders gegen den rheinisch-westfälischen Raum. | ||
| + | * Auch in der Nacht war die feindliche Tätigkeit über Westdeutschland bis in den Raum Berlin rege. | ||
| + | * Luftverteidigungskräfte der Deutschen Wehrmacht schießen über dem Reichsgebiet 25 feindliche Flugzeuge, vor allem viermotorige Bomber, ab. Durch Luftbild wurden am Vortag in Antwerpen 32 Frachter, drei Tankschiffe und zahlreiche kleinere Fahrzeuge erfasst. | ||
* Auf dem V-2-Startgelände in Heidekraut in der (heute polnischen) Tucheler Heide im früheren Kaschubien finden folgende Tests statt: [[Datei:V 2.jpg|thumb|70px]] | * Auf dem V-2-Startgelände in Heidekraut in der (heute polnischen) Tucheler Heide im früheren Kaschubien finden folgende Tests statt: [[Datei:V 2.jpg|thumb|70px]] | ||
** Der Start der V-2 Ma426 317 X-9 schlägt fehl; geplante Reichweite betrug 225 km, der Einschlag erfolgt 191 km vom Zielpunkt entfernt. | ** Der Start der V-2 Ma426 317 X-9 schlägt fehl; geplante Reichweite betrug 225 km, der Einschlag erfolgt 191 km vom Zielpunkt entfernt. | ||
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* Von Hag oder von Wassenaar, Ockenburgh, startet die 444. oder 485. Batterie eine V-2-Rakete, die sich mehrere Meter über dem Starttisch um 160 Grad dreht und einen Tiefflug über zwei Friedhöfe antritt. Die Rakete landet in den Häusern der Indigostraat an der Ecke Kamperfoeliestraat, 3600 Meter vom Startplatz entfernt. Den vor Ort tätigen Ärzten und Krankenschwestern, die sehr schnell vor Ort sind, wird erst gestattet, das Gebiet zu betreten, nachdem die Deutschen die Überreste der Rakete eingesammelt wurden. | * Von Hag oder von Wassenaar, Ockenburgh, startet die 444. oder 485. Batterie eine V-2-Rakete, die sich mehrere Meter über dem Starttisch um 160 Grad dreht und einen Tiefflug über zwei Friedhöfe antritt. Die Rakete landet in den Häusern der Indigostraat an der Ecke Kamperfoeliestraat, 3600 Meter vom Startplatz entfernt. Den vor Ort tätigen Ärzten und Krankenschwestern, die sehr schnell vor Ort sind, wird erst gestattet, das Gebiet zu betreten, nachdem die Deutschen die Überreste der Rakete eingesammelt wurden. | ||
* Die Deutsche Luftwaffe beschießt weiterhin den Raum von Groß-London. | * Die Deutsche Luftwaffe beschießt weiterhin den Raum von Groß-London. | ||
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| − | | <center> [[Datei:Großdeutsches Reich | + | | <center> [[Datei:Großdeutsches Reich.png|70px]] <br> ''siehe Fußnote'' </center> || '''[[Großdeutsches Reich 1945.01|Großdeutsches Reich]] / [[Alpen- und Donau-Reichsgaue]]''' <br> |
| − | Die Wiener Bevölkerung wird zur Nachbarschaftshilfe in der Notwasserversorgung aufgerufen. Die Hydranten, aus denen die Bewohner bombengeschädigter Stadtteile bisher Wasser entnehmen konnten, sind aufgrund der tiefen Temperaturen eingefroren. Die an Wassermangel leidenden Bürger werden von der Polizei in oft sehr weit entfernte "Nachbarhäuser" eingewiesen, in denen die Wasserversorgung noch funktioniert. | + | <table border rules="1"> |
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| − | + | '''Die Kriegslage in den Alpen- und Donau-Reichsgauen:''' <br> | |
| − | + | * Die Wiener Bevölkerung wird zur Nachbarschaftshilfe in der Notwasserversorgung aufgerufen. Die Hydranten, aus denen die Bewohner bombengeschädigter Stadtteile bisher Wasser entnehmen konnten, sind aufgrund der tiefen Temperaturen eingefroren. Die an Wassermangel leidenden Bürger werden von der Polizei in oft sehr weit entfernte "Nachbarhäuser" eingewiesen, in denen die Wasserversorgung noch funktioniert. | |
| − | + | * Keine Räumerfolge wegen Eisganges auf der Donau. | |
| − | + | * Sämtliche Boote der ungarischen Wasserschutzpolizei sind auf dem Marsch zum Winterhafen Melk. Die Flottille wird aufgelöst, die Aufgaben auf der restlichen ungarischen Donaustrecke übernimmt das Wasserschutzpolizeikommando Donau in Wien. | |
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| <center> [[Datei:USA 1912-1959.png|70px]] [[Datei:Philippinen 1941-1945.png|70px]] <br><br>[[Datei:Japan 1889-1945.png|70px]] </center> || '''[[Vereinigte Staaten von Amerika 1945.01|Vereinigte Staaten von Amerika (USA)]] / [[Republik der Philippinen 1945|Republik der Philippinen]] / [[Kaiserreich Großjapan 1945|Kaiserreich Großjapan]]''' <br> | | <center> [[Datei:USA 1912-1959.png|70px]] [[Datei:Philippinen 1941-1945.png|70px]] <br><br>[[Datei:Japan 1889-1945.png|70px]] </center> || '''[[Vereinigte Staaten von Amerika 1945.01|Vereinigte Staaten von Amerika (USA)]] / [[Republik der Philippinen 1945|Republik der Philippinen]] / [[Kaiserreich Großjapan 1945|Kaiserreich Großjapan]]''' <br> | ||
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| <center> [[Datei:Großbritannien.png|70px]] [[Datei:Birma 1943-1945.png|70px]]<br><br>[[Datei:Japan 1889-1945.png|70px]] </center> || '''[[Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland 1945|Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland]] / [[Republik Birma 1945|Republik Birma]] / [[Kaiserreich Großjapan 1945|Kaiserreich Großjapan]]''' <br> | | <center> [[Datei:Großbritannien.png|70px]] [[Datei:Birma 1943-1945.png|70px]]<br><br>[[Datei:Japan 1889-1945.png|70px]] </center> || '''[[Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland 1945|Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland]] / [[Republik Birma 1945|Republik Birma]] / [[Kaiserreich Großjapan 1945|Kaiserreich Großjapan]]''' <br> | ||
Britische Streitkräfte beginnen von Birma aus eine Großoffensive gegen die japanischen Besatzungstruppen in Südostasien. <br> | Britische Streitkräfte beginnen von Birma aus eine Großoffensive gegen die japanischen Besatzungstruppen in Südostasien. <br> | ||
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| + | {| class="wikitable" | cellpadding="5" cellspacing="0" border="2" | ||
| + | ! style="width:20%" | !! style="width:80%"| <center> '''[[Chronik 1945.05|Anfang 1945]]''' </center> | ||
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| + | | <center> [[Datei:Großdeutsches Reich.png|70px]] <br> ''siehe Fußnote'' </center> || '''[[Großdeutsches Reich 1945.01|Großdeutsches Reich]]''' <br> | ||
| + | * Viele Bedienstete des Reichswetterdienstes werden zur Front abkommandiert (nicht offizielle Bezeichnung ist „Operation Heldenklau“). Dieser Abzug von Personal bedingt die Auflösung oder Zusammenlegung von Dienststellen. Außerdem müssen diese wegen des Herannahens der Fronten ständig verlegt werden, sodass die Ortsänderungen stückweise erfolgen müssen. Es wird erwartet, dass im Abstand von 14 Tagen Dienststellen verlegt werden müssen. | ||
| + | * Die Flugwetterwarte Köln-Wahn stellt ihren Betrieb kriegsbedingt ein. | ||
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! style="width:20%" | !! style="width:80%"| <center> '''[[Chronik 1945.05|02.01.1945]]''' </center> | ! style="width:20%" | !! style="width:80%"| <center> '''[[Chronik 1945.05|02.01.1945]]''' </center> | ||
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| − | | <center | + | | <center> [[Datei:Großdeutsches Reich.png|70px]] [[Datei:Polen 1939-1945.png|70px]] <br> <br> ''siehe Fußnote'' <br> [[Datei:UdSSR 1923-1955.png|70px]] </center> || '''[[Großdeutsches Reich 1945.01|Großdeutsches Reich]] / [[Generalgouvernement 1945|Generalgouvernement]] / [[Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken 1945|Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken]]''' <br> |
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| − | + | '''Wehrmachtsbericht. Die militärische Lage an der deutschen Ostfront''' | |
| + | * An der Front von der Ostslowakei bis nach Kurland gibt es heute nur geringe Gefechtstätigkeit. An der gesamten übrigen Ostfront bis zur Memel verlief der Tag ohne besondere Ereignisse. | ||
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| <center> [[Datei:UdSSR 1923-1955.png|70px]] [[Datei:Ungarn 1919-1946.png|70px]] <br><br> [[Datei:Slowakei 1939-1945.png|70px]] [[Datei:Großdeutsches Reich.png|70px]] <br> ''siehe Fußnote'' </center> || '''[[Großdeutsches Reich 1945.01|Großdeutsches Reich]] / [[Königreich Ungarn 1945|Königreich Ungarn]] / [[Slowakische Republik 1945|Slowakische Republik]] / [[Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken 1945|Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken]]''' <br> | | <center> [[Datei:UdSSR 1923-1955.png|70px]] [[Datei:Ungarn 1919-1946.png|70px]] <br><br> [[Datei:Slowakei 1939-1945.png|70px]] [[Datei:Großdeutsches Reich.png|70px]] <br> ''siehe Fußnote'' </center> || '''[[Großdeutsches Reich 1945.01|Großdeutsches Reich]] / [[Königreich Ungarn 1945|Königreich Ungarn]] / [[Slowakische Republik 1945|Slowakische Republik]] / [[Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken 1945|Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken]]''' <br> | ||
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<table border rules="1"> | <table border rules="1"> | ||
<tr><td colspan="1"> | <tr><td colspan="1"> | ||
| − | + | '''Im Wehrmachtsbericht erscheint eine Beschreibung der Lage in Ungarn und in der Slowakei:''' <br> | |
| − | * | + | * Im ungarischen Kampfgebiet wiesen unsere Truppen stärkere sowjetische Angriffe im Abschnitt südwestlich Felsoegalla zurück. Im übrigenkam es zwischen der Drau und der slowakischen Grenze zu keinen größeren Kampfhandlungen. |
| + | * Die Besatzung von Budapest schlug an der Ost- und Westfront der Stadt heftige von Schlachtfliegern unterstützte Angriffe der Bolschewisten ab und beseitigte einzelne Einbrüche im Gegenstoß. | ||
| + | * Im Grenzgebiet der Slowakei sind nördlich der Eipel Kämpfe mit den nach Norden drängenden Sowjets im Gange. Bei einem überraschenden Vorstoß im Quellgebiet des Sajo machten Gebirgsjäger über 350 Gefangene und erbeuteten eine große Anzahl Waffen. Trotz wiederholter Angriffe der Bolschewisten blieb die Lage in Ungarn an der gesamten Front unverändert. In gleichzeitigen Luftkämpfen wurden 18 feindliche Flugzeuge zum Absturz gebracht. | ||
| + | * Deutsche Schlachtflieger bekämpfen im Raum Budapest bei Tag und Nacht den feindlichen Nachschubverkehr. Im Monat Dezember verloren die Sowjets durch unsere Jäger und Flakartillerie der Luftwaffe 588 Flugzeuge. | ||
<td></tr></table> | <td></tr></table> | ||
Hingegen meldet die militärische Nachrichtenagentur der Sowjetunion, "SowInformbüro", über die Lage in der Slowakei: <br> | Hingegen meldet die militärische Nachrichtenagentur der Sowjetunion, "SowInformbüro", über die Lage in der Slowakei: <br> | ||
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In harten, opferreichen Kämpfen dringt die Rote Armee entlang der Südgrenze der Slowakei langsam vor. <br> | In harten, opferreichen Kämpfen dringt die Rote Armee entlang der Südgrenze der Slowakei langsam vor. <br> | ||
<td></tr></table> | <td></tr></table> | ||
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| − | | <center> [[Datei:Großdeutsches Reich.png|70px]] <br> | + | | <center> [[Datei:Großdeutsches Reich.png|70px]] [[Datei:USA 1912-1959.png|70px]]<br><br>[[Datei:Frankreich.png|70px]] [[Datei:Belgien.png|70px]]<br><br>[[Datei:Niederlande.png|70px]] [[Datei:Großbritannien.png|70px]] </center> || '''[[Großdeutsches Reich 1945.01|Großdeutsches Reich]] / [[Reichsland Elsaß-Lothringen|Reichsland Elsaß-Lothringen]] / [[Vereinigte Staaten von Amerika 1945.01|Vereinigte Staaten von Amerika (USA)]] / [[Französische Republik 1945|Französische Republik]] / [[Königreich Belgien 1945|Königreich Belgien]] / [[Königreich der Niederlande 1945|Königreich der Niederlande]] / [[Großherzogtum Luxemburg 1945|Großherzogtum Luxemburg]] / [[Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland 1945|Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland]]''' <br> |
| − | * | + | <table border rules="1"> |
| − | * Folgende Aktivitäten der V-2-Einsätze werden verzeichnet: | + | <tr><td colspan="1"> |
| + | '''Wehrmachtsbericht. Die militärische Lage an der deutschen Westfront:''' <br> | ||
| + | * Nordamerikanische Bomberverbände (im deutschen Wehrmachtsbericht "Terrorverbände" genannt) werfen im Westen des Reiches Bomben ab, wobei besonders Wohnviertel verschiedener Städte getroffen werden. Tiefflieger setzen ihre Bordwaffenangriffe gegen die Zivilbevölkerung fort. In den Abendstunden richtet sich der Angriff der Briten gegen Nürnberg, der große Häuserschäden und Verluste unter der Zivilbevölkerung verursacht. Unersetzbare Kulturdenkmäler fallen dem Angriff zum Opfer, außerdem unternehmen die Briten mit schweren Kampfflugzeugen Angriffe gegen Städte in Südwestdeutschland wie Ludwigshafen, und mit schnellen Kampfflugzeugen gegen die Reichshauptstadt. Die deutschen Luftverteidigungskräfte schießen 22 alliierte Flugzeuge, darunter 14 viermotorige Bomber, ab. Auf Hannover werden 40 Tonnen, auf andere Städte, besonders auf Nürnberg und Ludwigshafen, werden über 2300 Tonnen Bomben abgeworfen. | ||
| + | * Im Raum südwestlich und südlich Bastogne in Luxemburg nahm die Heftigkeit der Kämpfe noch zu. die mit starken Kräften angreifende 3. US-Army erlitt schwere Ausfälle und Verluste, ohne zu dem angestrebten Durchbruch in Richtung auf Houffalize zu gelangen und büßte erneut 48 Panzer ein. Die Gesamtzahl der seit dem 16. Dezember in der Schlacht zwischen Maas und Mosel abgeschossenen oder erbeuteten feindlichen Panzerkampfwagen ist damit auf über 1000 gestiegen. Die Schlacht im Großraum von Luxemburg dauert unter schwer hin- und herwogenden Kämpfen an. Der hartnäckig fortgesetzte Versuch der Amerikaner, mit etwa 4 Panzer- und ebensoviel Infanteriedivisionen die deutsche Front westlich Bastogne einzudrücken und unseren Stellungsbogen östlich und südöstlich der Stadt von drei Seiten zu umfassen, brachte dem Feind bei nur geringfügigem Geländegewinn einen neuerlichen Verlust von über 100 Panzern. In der Winterschlacht hat der Gegner nach den jetzt vorliegenden Meldungen insgesamt über 400 Geschütze, 1230 Panzer und Panzerfahrzeuge und über 24.000 Gefangene eingebüßt. Seine blutigen Verluste übersteigen bereits 50.000 Mann. | ||
| + | * An der Saarfront und der lothringischen Nordostgrenze wurde der Geländegewinn aus der Neujahrsnacht vertieft, unser Brückenkopf nordwestlich Forbach erweitert und der Bluesabschnitt nordöstlich Saargemünd überschritten. Im Gebiet nördlich Rohrbach und in den unteren Vogesen wurde der Feind in verschiedenen Frontabschnitten aus seinen Stellungen geworfen. Im Nachstoß eroberten unsere Divisionen zahlreiche Ortschaften südlich der "Maginotlinie". | ||
| + | * Starke Geschwader deutscher Kampf-, Schlacht- und Jagdflieger führten am Neujahrsmorgen einen überraschenden Schlag gegen die feindlichen Flugplätze im belgisch-holländischen Raum. Nach den bisher vorliegenden Meldungen wurden durch diese Großangriffe minestens 400 feindliche Flugzeuge am Boden zerstört, 100 weitere schwer beschädigt. Darüber hinaus wurden die Flugplätze selbst und ihre Einrichtungen stark getroffen. Bei diesen Angriffen kam es zu heftigen Luftkämpfen, in denen weitere 79 Flugzeuge abgeschossen wurden. Damit verlor der Feind im Westen gestern mindestens 579 Flugzeuge, wahrscheinlich mehr. | ||
| + | * Das Fernfeuer auf Lüttich und Antwerpen wurde fortgesetzt. | ||
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| + | | <center> [[Datei:Großdeutsches Reich.png|70px]] [[Datei:Großbritannien.png|70px]]<br><br> ''siehe Fußnote'' <br> [[Datei:Belgien.png|70px]] [[Datei:USA 1912-1959.png|70px]] </center> || '''[[Großdeutsches Reich 1945.01|Großdeutsches Reich]] / [[Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland 1945|Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland]] / [[Niederlande 1945|Reichskommissariat Niederlande]] / [[Königreich Belgien 1945|Königreich Belgien]] / [[Vereinigte Staaten von Amerika 1945.01|Vereinigte Staaten von Amerika (USA)]]''' <br> | ||
| + | <table border rules="1"> | ||
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| + | '''Die militärische Lage der Seekriegsführung:''' <br> | ||
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| + | | <center> [[Datei:USA 1912-1959.png|70px]] [[Datei:Großbritannien.png|70px]]<br><br>[[Datei:Belgien.png|70px]] [[Datei:Großdeutsches Reich.png|70px]] <br> ''siehe Fußnote'' </center> || '''[[Vereinigte Staaten von Amerika 1945.01|Vereinigte Staaten von Amerika (USA)]] / [[Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland 1945|Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland]] / [[Großdeutsches Reich 1945.01|Großdeutsches Reich]] / [[Niederlande 1945|Reichskommissariat Niederlande]] / [[Königreich Belgien 1945|Königreich Belgien]]''' <br> | ||
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| + | '''Wehrmachtsbericht. '''Die militärische Lage der Luftkriegsführung:''' <br> | ||
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| + | * Folgende Aktivitäten der V-2-Einsätze werden verzeichnet: [[Datei:V 2.jpg|70px|thumb|''V 2'']] | ||
** Die 318. V-2-Rakete mit der Bezeichnung '''V-2 Ma411 318 X11''' wird in Heidekraut in der (heute polnischen) Tucheler Heide im früheren Kaschubien gestartet. Die Rakete soll 225 Kilometer fliegen und an einem vorberechneten Punkt aufschlagen, was jedoch misslingt. Die Rakete erreicht die nötige Geschwindigkeit und Höhe, jedoch explodiert der Sprengkopf 7,9 Kilometer vom Zielpunkt entfernt. Die Abweichung der Flugbahn beträgt 3,6 Kilometer. | ** Die 318. V-2-Rakete mit der Bezeichnung '''V-2 Ma411 318 X11''' wird in Heidekraut in der (heute polnischen) Tucheler Heide im früheren Kaschubien gestartet. Die Rakete soll 225 Kilometer fliegen und an einem vorberechneten Punkt aufschlagen, was jedoch misslingt. Die Rakete erreicht die nötige Geschwindigkeit und Höhe, jedoch explodiert der Sprengkopf 7,9 Kilometer vom Zielpunkt entfernt. Die Abweichung der Flugbahn beträgt 3,6 Kilometer. | ||
** Die V-2-Rakete mit der Bezeichnung '''V-2 Ma412 320 X13''' wird in Heidekraut gestartet. Die Rakete soll 225 Kilometer fliegen und an einem vorberechneten Punkt aufschlagen, was jedoch misslingt. Die Rakete erreicht die nötige Geschwindigkeit und Höhe, jedoch explodiert der Sprengkopf 6,2 Kilometer vom Zielpunkt entfernt. Die Abweichung der Flugbahn beträgt 1,7 Kilometer. | ** Die V-2-Rakete mit der Bezeichnung '''V-2 Ma412 320 X13''' wird in Heidekraut gestartet. Die Rakete soll 225 Kilometer fliegen und an einem vorberechneten Punkt aufschlagen, was jedoch misslingt. Die Rakete erreicht die nötige Geschwindigkeit und Höhe, jedoch explodiert der Sprengkopf 6,2 Kilometer vom Zielpunkt entfernt. Die Abweichung der Flugbahn beträgt 1,7 Kilometer. | ||
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* Folgende Kriegshandlungen gehen von Hessum in den besetzten Niederlanden aus: | * Folgende Kriegshandlungen gehen von Hessum in den besetzten Niederlanden aus: | ||
** Eine in Hessum stationierte V-2-Batterie der SS Abt. 500 startet um 2200 GMT eine V-2, die am Vrydagmarkt in Antwerpen einschlägt. 29 Menschen verlieren ihr Leben, 41 werden verletzt, 53 Häuser werden zerstört. | ** Eine in Hessum stationierte V-2-Batterie der SS Abt. 500 startet um 2200 GMT eine V-2, die am Vrydagmarkt in Antwerpen einschlägt. 29 Menschen verlieren ihr Leben, 41 werden verletzt, 53 Häuser werden zerstört. | ||
| + | * Der Fliegerhorst Nürnberg-Marienberg wird durch alliierte Kampfbomber heftik bombardiert. | ||
* Der Reichspropagandaminister Dr. Joseph Goebbels schreibt in sein Tagebuch: „Beim Jahresabschluss zeigte sich auf der westlichen Feindseite eine weitgehende Enttäuschung über die militärische Entwicklung der letzten Wochen, um nicht zu sagen der letzten Monate. Man muss jetzt offen zugeben, dass man sich gründlich getäuscht hat.“ | * Der Reichspropagandaminister Dr. Joseph Goebbels schreibt in sein Tagebuch: „Beim Jahresabschluss zeigte sich auf der westlichen Feindseite eine weitgehende Enttäuschung über die militärische Entwicklung der letzten Wochen, um nicht zu sagen der letzten Monate. Man muss jetzt offen zugeben, dass man sich gründlich getäuscht hat.“ | ||
* Der Forscher der Angewandten Physik [[Datei:Manfred von Ardenne.jpg|thumb|150px|''Der Physiker Manfred von Ardenne'']] Manfred (Baron) von Ardenne (* 1907 Hamburg) wird in das Kuratorium für Hochfrequenzforschung des Reichsforschungsrates berufen. Schon als Schüler interessierte sich Ardenne sehr für die Naturwissenschaften, insbesondere für die Elektrophysik. Er konstruierte Modelle eines Fotoapparats und einer elektrischen Alarmanlage, beschäftigte sich mit Problemen der Rundfunktechnik und erhielt im Alter von 16 Jahren sein erstes Patent über ein „Verfahren zur Erzielung einer Tonselektion, insbesondere für die Zwecke der drahtlosen Telegraphie“. 1923 verließ Ardenne vorzeitig das Gymnasium und widmete sich der Weiterentwicklung der Radiotechnik. Siegmund Loewe, Gründer der Radiofrequenz GmbH (später Radio AG D.S. Loewe), wurde zu seinem Förderer. Von Ardenne entwickelte gemeinsam mit Loewe, dem das Patent erteilt wurde, eine der ersten Mehrsystemröhren. In der sogenannten Dreifachröhre vom Typ 3NF befanden sich drei Triodensysteme, vier Widerstände und zwei Kondensatoren. Sie gilt als einer der ersten integrierten Schaltkreise und wurde im Ortsempfänger OE 333 eingesetzt. Mit Honoraren für seine Veröffentlichungen und Geldern aus dem Patentverkauf verbesserte Ardenne 1925 den Breitbandverstärker (widerstandsgekoppelter Verstärker) erheblich, der u. a. die Entwicklung des Fernsehens und Radars entscheidend voranbrachte. Ein Patent auf diese Verbesserung wurde ihm wegen Vorveröffentlichung jedoch aberkannt. Obwohl er kein Abitur hatte, konnte er sich dank der Fürsprache des Nobelpreisträgers Walther Nernst sowie Georg Graf von Arco, dem Technischen Direktor von Telefunken, an der Universität in Berlin einschreiben und begann Physik, Chemie und Mathematik zu studieren. Nach vier Semestern brach er das Studium ab und widmete sich ganz seinen Forschungen auf dem Gebiet der angewandten Physik. 1928 wurde Manfred von Ardenne volljährig und gründete das Forschungslaboratorium für Elektronenphysik in Berlin-Lichterfelde (heute: Villa Folke Bernadotte), das er bis jetzt leitete. In dieser Zeit entwickelte er dort u. a. die weltweit erste elektronische Bildzerlegung und -wiedergabe mit zeilenweiser Abtastung über eine Photozelle und Wiedergabe auf einer Kathodenstrahlröhre. Die weltweit erste Fernsehübertragung mit Kathodenstrahlröhre (Braunsche Röhre) gelang Manfred von Ardenne am 14. Dezember 1930 in seinem Lichterfelder Laboratorium. Damit hatte er „die erste Technik zur elektronischen Fernsehübertragung“ entwickelt. Auf der Internationalen Funkausstellung in Berlin führte von Ardenne ab 21. August 1931 dieses elektronische Fernsehen erstmals einer breiten Öffentlichkeit vor. Die New York Times berichtete darüber auf dem Titelblatt, was ihn international bekannt machte. Basierend auf seinen Arbeiten zur Fernsehtechnologie erfand von Ardenne das Rasterelektronenmikroskop, das er im Februar 1937 zum Patent anmeldete und über das er am 25. Dezember 1937 in der „Zeitschrift für Physik“ erstmals einen wissenschaftlichen Artikel veröffentlichte. Nach der Entdeckung der Kernspaltung, deren militärisches Potenzial er rasch erkannte und über das er auch Ohnesorge informierte, wandte er sich sofort der experimentellen Kernphysik zu. Er baute Teilchenbeschleuniger (1-Millionen-Volt-van-de-Graaff-Anlage, 60-Tonnen-Zyklotron) und beschäftigte sich mit der Isotopentrennung. Initiativen in Richtung einer deutschen Atombombe gingen von ihm nicht aus. Der theoretische Physiker Carl Friedrich von Weizsäcker, einer der bedeutendsten Mitarbeiter des Uranprojekts, hatte ihm erklärt, dass eine explosionsartig ablaufende Kettenreaktion, wie sie in einer Bombe ablaufen müsste, physikalisch unmöglich sei. Dennoch finanzierte Ohnesorge ein kernphysikalisches Institut des Reichspostministeriums Berlin-Lichterfelde-Ost in unmittelbarer Nähe des Ardenne-Laboratoriums. 1942 verfasste Ardenne einen Geheimbericht "Über einen neuen magnetischen Isotopentrenner für hohen Massentransport", ein Labormuster, mit dem Anfang 1945 auch erste Versuche zur Trennung von Lithiumisotopen durchgeführt wurden. Dessen Prototyp wurde möglicherweise 1943 auf einem Luftwaffenstützpunkt in Bad Saarow aufgebaut. Die Entwicklung des Lithium-Trenners ist bislang nicht umfassend erforscht. Ardenne beauftragte den seit Januar 1941 bei ihm beschäftigten Theoretiker Fritz Houtermans, auch die Isotopentrennung von Uran mit einer Ultrazentrifuge durchzurechnen. Ein bereits im August 1941 von Houtermans vorgelegter Bericht "Zur Auslösung von Kern-Kettenreaktionen" zeigte, dass ein Element mit der Massenzahl 239 (später Plutonium genannt) ebenfalls als Brennstoff und Explosivstoff genutzt werden könne, damals gleichfalls als Geheimbericht klassifiziert, der einem ausgewählten Kreis deutscher Kernphysiker zur Kenntnis gegeben wurde. Nahezu zeitgleich meldete Carl Friedrich von Weizsäcker eine Plutoniumbombe zum Patent an. | * Der Forscher der Angewandten Physik [[Datei:Manfred von Ardenne.jpg|thumb|150px|''Der Physiker Manfred von Ardenne'']] Manfred (Baron) von Ardenne (* 1907 Hamburg) wird in das Kuratorium für Hochfrequenzforschung des Reichsforschungsrates berufen. Schon als Schüler interessierte sich Ardenne sehr für die Naturwissenschaften, insbesondere für die Elektrophysik. Er konstruierte Modelle eines Fotoapparats und einer elektrischen Alarmanlage, beschäftigte sich mit Problemen der Rundfunktechnik und erhielt im Alter von 16 Jahren sein erstes Patent über ein „Verfahren zur Erzielung einer Tonselektion, insbesondere für die Zwecke der drahtlosen Telegraphie“. 1923 verließ Ardenne vorzeitig das Gymnasium und widmete sich der Weiterentwicklung der Radiotechnik. Siegmund Loewe, Gründer der Radiofrequenz GmbH (später Radio AG D.S. Loewe), wurde zu seinem Förderer. Von Ardenne entwickelte gemeinsam mit Loewe, dem das Patent erteilt wurde, eine der ersten Mehrsystemröhren. In der sogenannten Dreifachröhre vom Typ 3NF befanden sich drei Triodensysteme, vier Widerstände und zwei Kondensatoren. Sie gilt als einer der ersten integrierten Schaltkreise und wurde im Ortsempfänger OE 333 eingesetzt. Mit Honoraren für seine Veröffentlichungen und Geldern aus dem Patentverkauf verbesserte Ardenne 1925 den Breitbandverstärker (widerstandsgekoppelter Verstärker) erheblich, der u. a. die Entwicklung des Fernsehens und Radars entscheidend voranbrachte. Ein Patent auf diese Verbesserung wurde ihm wegen Vorveröffentlichung jedoch aberkannt. Obwohl er kein Abitur hatte, konnte er sich dank der Fürsprache des Nobelpreisträgers Walther Nernst sowie Georg Graf von Arco, dem Technischen Direktor von Telefunken, an der Universität in Berlin einschreiben und begann Physik, Chemie und Mathematik zu studieren. Nach vier Semestern brach er das Studium ab und widmete sich ganz seinen Forschungen auf dem Gebiet der angewandten Physik. 1928 wurde Manfred von Ardenne volljährig und gründete das Forschungslaboratorium für Elektronenphysik in Berlin-Lichterfelde (heute: Villa Folke Bernadotte), das er bis jetzt leitete. In dieser Zeit entwickelte er dort u. a. die weltweit erste elektronische Bildzerlegung und -wiedergabe mit zeilenweiser Abtastung über eine Photozelle und Wiedergabe auf einer Kathodenstrahlröhre. Die weltweit erste Fernsehübertragung mit Kathodenstrahlröhre (Braunsche Röhre) gelang Manfred von Ardenne am 14. Dezember 1930 in seinem Lichterfelder Laboratorium. Damit hatte er „die erste Technik zur elektronischen Fernsehübertragung“ entwickelt. Auf der Internationalen Funkausstellung in Berlin führte von Ardenne ab 21. August 1931 dieses elektronische Fernsehen erstmals einer breiten Öffentlichkeit vor. Die New York Times berichtete darüber auf dem Titelblatt, was ihn international bekannt machte. Basierend auf seinen Arbeiten zur Fernsehtechnologie erfand von Ardenne das Rasterelektronenmikroskop, das er im Februar 1937 zum Patent anmeldete und über das er am 25. Dezember 1937 in der „Zeitschrift für Physik“ erstmals einen wissenschaftlichen Artikel veröffentlichte. Nach der Entdeckung der Kernspaltung, deren militärisches Potenzial er rasch erkannte und über das er auch Ohnesorge informierte, wandte er sich sofort der experimentellen Kernphysik zu. Er baute Teilchenbeschleuniger (1-Millionen-Volt-van-de-Graaff-Anlage, 60-Tonnen-Zyklotron) und beschäftigte sich mit der Isotopentrennung. Initiativen in Richtung einer deutschen Atombombe gingen von ihm nicht aus. Der theoretische Physiker Carl Friedrich von Weizsäcker, einer der bedeutendsten Mitarbeiter des Uranprojekts, hatte ihm erklärt, dass eine explosionsartig ablaufende Kettenreaktion, wie sie in einer Bombe ablaufen müsste, physikalisch unmöglich sei. Dennoch finanzierte Ohnesorge ein kernphysikalisches Institut des Reichspostministeriums Berlin-Lichterfelde-Ost in unmittelbarer Nähe des Ardenne-Laboratoriums. 1942 verfasste Ardenne einen Geheimbericht "Über einen neuen magnetischen Isotopentrenner für hohen Massentransport", ein Labormuster, mit dem Anfang 1945 auch erste Versuche zur Trennung von Lithiumisotopen durchgeführt wurden. Dessen Prototyp wurde möglicherweise 1943 auf einem Luftwaffenstützpunkt in Bad Saarow aufgebaut. Die Entwicklung des Lithium-Trenners ist bislang nicht umfassend erforscht. Ardenne beauftragte den seit Januar 1941 bei ihm beschäftigten Theoretiker Fritz Houtermans, auch die Isotopentrennung von Uran mit einer Ultrazentrifuge durchzurechnen. Ein bereits im August 1941 von Houtermans vorgelegter Bericht "Zur Auslösung von Kern-Kettenreaktionen" zeigte, dass ein Element mit der Massenzahl 239 (später Plutonium genannt) ebenfalls als Brennstoff und Explosivstoff genutzt werden könne, damals gleichfalls als Geheimbericht klassifiziert, der einem ausgewählten Kreis deutscher Kernphysiker zur Kenntnis gegeben wurde. Nahezu zeitgleich meldete Carl Friedrich von Weizsäcker eine Plutoniumbombe zum Patent an. | ||
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* In der "Berliner Morgenpost" wird bekanntgegeben: "Zur Verwaltungsvereinfachung werden die Rundfunkgebühren vom 1. Januar 1945 an vierteljährlich im voraus in einem Betrage von sechs Mark in der Zeit vom 6. bis 20. des ersten Monats im Kalendervierteljahr erhoben. Die Empfangsbescheinigungen werden vorläufig durch Stempelabdruck geändert." | * In der "Berliner Morgenpost" wird bekanntgegeben: "Zur Verwaltungsvereinfachung werden die Rundfunkgebühren vom 1. Januar 1945 an vierteljährlich im voraus in einem Betrage von sechs Mark in der Zeit vom 6. bis 20. des ersten Monats im Kalendervierteljahr erhoben. Die Empfangsbescheinigungen werden vorläufig durch Stempelabdruck geändert." | ||
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* Zahlreiche Menschen erleiden in diesen Tagen in Wien wegen "Nichtbeachtung der Gassperrstunde" eine Gasvergiftung: Fünf Menschen waren allein über Neujahr in ihren Wohnungen umgekommen, weil sie vergessen hatten, die Gashähne oder den Durchlauferhitzer am Beginn der täglichen Gassperre zu verschließen. Das "Stadtgas" wird aus Kohle hergestellt und ist hochgiftig. | * Zahlreiche Menschen erleiden in diesen Tagen in Wien wegen "Nichtbeachtung der Gassperrstunde" eine Gasvergiftung: Fünf Menschen waren allein über Neujahr in ihren Wohnungen umgekommen, weil sie vergessen hatten, die Gashähne oder den Durchlauferhitzer am Beginn der täglichen Gassperre zu verschließen. Das "Stadtgas" wird aus Kohle hergestellt und ist hochgiftig. | ||
* Die fahrende Mütterberatung, eine Einrichtung des Amtes für Volkswohlfahrt und der Gemeindeverwaltung des Reichsgaues Wien, führt in den Bezirken unter anderem laufend Pockenimpfungen durch. "Nach Fliegeralarm werden die Beratungen mit Verspätung bis zu zwei Stunden abgehalten", heißt es in der Ankündigung. In diesem Falle müssen die Frauen, die sich mit ihren Kindern auf den Weg gemacht haben, schnellstens den nächstbesten Keller aufsuchen. | * Die fahrende Mütterberatung, eine Einrichtung des Amtes für Volkswohlfahrt und der Gemeindeverwaltung des Reichsgaues Wien, führt in den Bezirken unter anderem laufend Pockenimpfungen durch. "Nach Fliegeralarm werden die Beratungen mit Verspätung bis zu zwei Stunden abgehalten", heißt es in der Ankündigung. In diesem Falle müssen die Frauen, die sich mit ihren Kindern auf den Weg gemacht haben, schnellstens den nächstbesten Keller aufsuchen. | ||
* Eine Postsachbearbeiterin wird zu fünf Jahren Zuchthaus verurteilt, weil sie aus Feldpostpaketen Backwaren und Zigaretten gestohlen hatte - ein Vergehen, das als "Sabotage an der inneren Front des Volkes" gilt. | * Eine Postsachbearbeiterin wird zu fünf Jahren Zuchthaus verurteilt, weil sie aus Feldpostpaketen Backwaren und Zigaretten gestohlen hatte - ein Vergehen, das als "Sabotage an der inneren Front des Volkes" gilt. | ||
* In der Fußballliga schlägt Rapid Wien den Verein Wacker Wien in Hütteldorf vor 3.500 Zuschauern mit 3:1 Toren. | * In der Fußballliga schlägt Rapid Wien den Verein Wacker Wien in Hütteldorf vor 3.500 Zuschauern mit 3:1 Toren. | ||
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| + | '''Im Wehrmachtsbericht erscheint eine Beschreibung der Lage in Italien:''' <br> | ||
| + | In den meisten Frontabschnitten in Mittelitalien hält die Kampfpause an. Nur im Raum nördlich Faenza lebte die Gefechtstätigkeit gestern wieder auf. Sämtliche feindliche Aufklärungsvorstöße der 6. Britischen Armee in den Bergen südlich Imola und in der Romagna werden abgewiesen. Bewegungen und Ansammlungen der Briten werden durch starke Feuerschläge bekämpft. Feindliche Kräfte, die westlich Ravenna vorübergehend in unsere Stellungen haben eindringen können, wurden im Gegenstoß wieder zurückgeworfen. <br> | ||
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| + | '''Wehrmachtsbericht. Die militärische Lage an der deutschen Westfront:''' <br> | ||
* Die Schlacht im Großraum von Bastogne [Luxemburg] dauert unter schwer hin- und herwogenden Kämpfen an. Der hartnäckig fortgesetzte Versuch der Amerikaner, mit etwa 4 Panzer- und ebensoviel Infanteriedivisionen, die deutsche Front westlich Bastogne einzudrücken und unseren Stellungsbogen östlich und südöstlich der Stadt von drei Seiten zu umfassen, brachte dem Feind bei nur geringfügigem Geländegewinn einen neuerlichen Verlust von über 100 Panzern. In der Winterschlacht hat der Gegner nach den jetzt vorliegenden Meldungen insgesamt über 400 Geschütze, 1230 Panzer und Panzerfahrzeuge und über 24.000 Gefangene eingebüßt. Seine blutigen Verluste übersteigen bereits 50.000 Mann. | * Die Schlacht im Großraum von Bastogne [Luxemburg] dauert unter schwer hin- und herwogenden Kämpfen an. Der hartnäckig fortgesetzte Versuch der Amerikaner, mit etwa 4 Panzer- und ebensoviel Infanteriedivisionen, die deutsche Front westlich Bastogne einzudrücken und unseren Stellungsbogen östlich und südöstlich der Stadt von drei Seiten zu umfassen, brachte dem Feind bei nur geringfügigem Geländegewinn einen neuerlichen Verlust von über 100 Panzern. In der Winterschlacht hat der Gegner nach den jetzt vorliegenden Meldungen insgesamt über 400 Geschütze, 1230 Panzer und Panzerfahrzeuge und über 24.000 Gefangene eingebüßt. Seine blutigen Verluste übersteigen bereits 50.000 Mann. | ||
* Die Kämpfe an der Saar und in Ostlothringen nehmen weiter einen günstigen Verlauf. Der Saarbrückenkopf nordwestlich Forbach wurde erweitert und befestigt, im Raum nordöstlich Saargemünd das Grenzgebiet vom Feind gesäubert. Auch in den unteren Vogesen ist unser Angriff im Fortschreiten. | * Die Kämpfe an der Saar und in Ostlothringen nehmen weiter einen günstigen Verlauf. Der Saarbrückenkopf nordwestlich Forbach wurde erweitert und befestigt, im Raum nordöstlich Saargemünd das Grenzgebiet vom Feind gesäubert. Auch in den unteren Vogesen ist unser Angriff im Fortschreiten. | ||
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[[Datei:Wernher von Braun.jpg|thumb|left|150px|''Wernher von Braun'']] [[Datei:Von-Braun-Station.jpg|thumb|150px|''Die Von-Braun-Raumstation (Projekt)'']] Im Rahmen einer Zusammenfassung seiner Erkenntnisse zum Raketenbau während des Krieges spekuliert der Chefingenieur des deutschen Raketenprogramms Wernher von Braun über zukünftige Einsatzmöglichkeiten der Raketenenergie. Dazu gehören ein Observatorium im Weltraum, der Bau von Raumstationen in der Erdumlaufbahn, ein Weltraumspiegel und interplanetare Reisen, beginnend mit Reisen zum Mond. <br> | [[Datei:Wernher von Braun.jpg|thumb|left|150px|''Wernher von Braun'']] [[Datei:Von-Braun-Station.jpg|thumb|150px|''Die Von-Braun-Raumstation (Projekt)'']] Im Rahmen einer Zusammenfassung seiner Erkenntnisse zum Raketenbau während des Krieges spekuliert der Chefingenieur des deutschen Raketenprogramms Wernher von Braun über zukünftige Einsatzmöglichkeiten der Raketenenergie. Dazu gehören ein Observatorium im Weltraum, der Bau von Raumstationen in der Erdumlaufbahn, ein Weltraumspiegel und interplanetare Reisen, beginnend mit Reisen zum Mond. <br> | ||
| + | Folgende Nachrichten betreffen den Reichswetterdienst: <br> | ||
| + | * Das provisorische Feldberg-Observatorium des Reichswetterdienstes im Schwarzwald wird des restlichen Mobiliars beraubt und sämtliche wieder installierten Instrumente zerstört. | ||
| + | * Durch die Einwirkungen der Angriffe durch die Alliierten ist der ehemalige Raketenschießplatz Tegel von Bombenkratern übersät und die dort stehenden Gebäude sind fast alle zerstört. Noch immer sind Blindgänger und Munitionsreste im Boden verteilt. Ursprünglich hatte die Bezirksverwaltung Reinickendorf geplant, auf einem Teil des Geländes eine Kleingarten-Wohnsiedlung einzurichten, um die Wohnungsnot zu lindern, jedoch wird darauf aus Sicherheitsgründen verzichtet. | ||
| + | * Die im Jahre 1893 in Zehdenick in Betrieb genommene Niederschlagsstation stellt ihren Betrieb ein. | ||
| + | * Die Klimastation Leipzig-Süd stellt ihren Dienst ein. | ||
| + | * Die Klimastation Breitsol stellt (wahrscheinlich) ihren Dienst ein. | ||
| + | * Die Klimastation Karlsruhe stellt nach 147 Jahren ihren Dienst kriegsbedingt ein. | ||
| + | * Die Wetterwarte auf dem Fliegerhorst Straubing stellt ihren Dienst kriegsbedingt ein. | ||
| + | * Der Flugplatz Haunstetten bei Augsburg wird von US-amerikanischen Truppen übernommen. | ||
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| <center>'''[[Datei:Großdeutsches Reich.png|70px]] <br> ''siehe Fußnote'' <br> [[Datei:Belgien.png|70px]] </center> || '''[[Großdeutsches Reich 1945.01|Großdeutsches Reich]] / [[Königreich Belgien 1945|Königreich Belgien]]<br> | | <center>'''[[Datei:Großdeutsches Reich.png|70px]] <br> ''siehe Fußnote'' <br> [[Datei:Belgien.png|70px]] </center> || '''[[Großdeutsches Reich 1945.01|Großdeutsches Reich]] / [[Königreich Belgien 1945|Königreich Belgien]]<br> | ||
Version vom 22. Mai 2024, 14:01 Uhr
Weltchronik der ersten Dekade des Januar 1945
Sowjets beginnen letzte Offensive gegen Deutschland und überschreiten die ostpreußische Grenze
Schwere Kämpfe um Budapest
Anglo-Amerikanische Bomber fliegen täglich zweimal ins Reichsgebiet ein und werfen Spreng- und Brandbomben ab
Die dunkelrot gefärbten Gebiete gingen Deutschland in den letzten zwei Wochen verloren.
| Hier geht es zu den Ereignissen der Jahre... | 1935 / 1936 / 1937 / 1938 / 1939 / 1940 / 1941 / 1942 / 1943 |
| Hier geht es zu den Ereignissen der Monate des Jahres 1944 | Januar / Februar / März / April / Mai / Juni / Juli / August / September / Oktober / November / Dezember |
| Hier geht es zu den Ereignissen der Monate des Jahres 1945 | Januar / Februar / März / April / Mai / Juni / Juli / August / September / Oktober / November / Dezember |
siehe Fußnote |
Großdeutsches Reich Aufgrund des Vormarsches der Roten Armee muss der V-2-Teststandort von Heidekrug in Westpreußen nach Wolgast in Pommern verlegt werden, wo der neue Test-Einschlagbereich in der Tucheler Heide liegen wird. Insgesamt wurden von Heidekrug 107 V-2-Starts durchgeführt. Der Leiter der Wehrmachts-Einheit zum Bau und Einsatz der V 2, Walter Dornberger, stattet der Einrichtung in Heidekrug seinen letzten Besuch ab.
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siehe Fußnote |
Großdeutsches Reich / Reichsgau Danzig-Westpreußen / Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken Die sowjetische Rote Armee beginnt auf ihrem Vormarsch zur Weichselmündung die Besetzung des Reichsgaus Danzig-Westpreußen. |
siehe Fußnote |
Französische Republik / Vereinigte Staaten von Amerika (USA) / Großdeutsches Reich Vertreter der provisorischen französischen Regierung unterzeichnen in der US-Hauptstadt Washington die Erklärung von 26 westlichen Staaten vom 1. Januar 1942, in der diese sich unter anderem verpflichten, mit dem Deutschen Reich und dessen Verbündeten keinen Separatfrieden abzuschließen. | ||
| Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken / Republik Polen / Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland Das kommunistisch geführte "Lubliner Komitee" wird offenbar mit sowjetischem Einverständnis zur provisorischen Regierung Polens erklärt. Ihr Vorsitzender Edward Osóbka-Morawski (* 1909 in Blizyn bei Skarzysko-Kamienna bei Kielce) wird zum provisorischen Ministerpräsidenten Polens berufen; sein Aufgabengebiet umfasst außerdem die Außenpolitik und die Landwirtschaft. Osóbka-Morawski ist Mitglied der Polnischen Sozialistischen Partei (PPS). Der neue Regierungschef hat an der Universität Warschau Jura studiert, konnte sein Studium aber nicht abschließen. Die polnische Exil-Regierung in London protestiert gegen diesen Schritt. | |||
| Königreich Griechenland / Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland ln Griechenland tritt die Regierung Giorgios Papandreou zurück. Der Regent hat den General Plastiras mit der Regierungsbildung beauftragt. Die Verhandlungen der Engländer mit der griechischen Volksbefreiungsarmee ELAS (Ethnikós Laikós Apelevtherotikós Stratós sind noch nicht abgeschlossen. General Soobie übt weiter starken Druck zwecks Durchsetzung seiner Forderung aus. | |||
| Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland / Königreich Dänemark Der britische Premierminister Winston Churchill richtet eine Botschaft an das dänische Volk. | |||
siehe Fußnote |
Großdeutsches Reich / Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken / Staat der Vatikanstadt In der russischsprachigen Presse wird der Papst scharf wegen seiner Weihnachtsrede angegriffen. Die nachträgliche Durchsicht des Textes im Wortlaut ergibt jedoch aus Sicht der deutschen Beobachter, dass diese Rede nicht ganz die zunächst angenommene Tendenz gegen die Achsenmächte aufweist, sondern bei aller Betonung der demokratischen Grundsätze auch die Alliierten zur Vernunft mahnt. | ||
siehe Fußnote |
Großdeutsches Reich
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siehe Fußnote |
Großdeutsches Reich / Generalgouvernement / Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken
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siehe Fußnote |
Großdeutsches Reich / Königreich Ungarn / Slowakische Republik / Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken Im Wehrmachtsbericht erscheint eine Beschreibung der Lage in Ungarn und in der Slowakei:
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Großdeutsches Reich / Reichsland Elsaß-Lothringen / Vereinigte Staaten von Amerika (USA) / Französische Republik / Königreich Belgien / Königreich der Niederlande / Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland
Vor einer Stunde erhielt die Heeresgruppe G der Deutschen Wehrmacht unter ihrem Oberbefehlshaber Generaloberst Johannes Blaskowitz ihre endgültigen Aufträge zum "Unternehmen Nordwind" mit dem Ziel, die Gebiete Elsass und Lothringen wieder zurückzuerobern. Die Heeresgruppe soll erst dann angreifen, wenn die Verbände der 1. Armee die Ostausgänge der Vogesen zwischen Ingweiler und Zabern in Besitz genommen haben. Ihre Divisionen hatten die Aufgabe, die gegnerische Front nördlich von Straßburg zu durchbrechen und sich im Raum Hagenau–Brumath mit der 1. Armee zu vereinigen. Die Ausführung dieser zunächst nebensächlichen Operationen obliegen der 19. Armee unter dem General der Infanterie Siegfried Rasp. Diese plant neben kleineren Vorstößen in Bataillonsstärke aus dem Brückenkopf Elsass vor allem den Angriff der 553. Volksgrenadier-Division bei Gambsheim über den Rhein. Nach dem Abschluss der Zerschlagung der alliierten Kräfte im Unterelsass ist als Folgeoperation das Unternehmen Zahnarzt vorgesehen, ein Vorstoß in die Flanke der 3. US-Armee. Führer und Reichskanzler Adolf Hitler verbindet mit dem „Unternehmen Nordwind“ nicht nur die Aussicht auf einen weiteren Teilerfolg an der Westfront, sondern auch die Vorstellung, auf diese Weise die festgefahrene Ardennenoffensive wieder ins Rollen zu bringen. Der Heeresgruppe G steht die 6. US-Heeresgruppe gegenüber, die aus US-Amerikanern und aus Franzosen besteht. Generalleutnant Jacob L. Devers aus Pennsylvania führt die US-Heeresgruppe an, an seiner Seite stehen der US Army Generalleutnant Alexander Patch aus Arizona sowie der französische General Jean de Lattre de Tassigny aus Westfrankreich. Der Operationsraum liegt im deutschen Bereich nicht allein bei der Heeresgruppe G, sondern zwischen ihr und der neu gebildeten Heeresgruppe Oberrhein unter dem Kommando des Reichsführers der SS, Heinrich Himmler. Die unklare Situation hinsichtlich des von US-General Dwight Eisenhower angesonnenen Rückzugs der Alliierten hinter die Vogesen beginnt während des Angriffes auf Zabern politische Kreise zu ziehen. Noch am Nachmittag des ruft der Chef des Stabes von SHAEF General Devers an und wirft der 7. US-Armee Befehlsverweigerung vor, da sie nicht auf die Vogesen ausweiche. Devers gibt hieraufhin an, dass die diesbezüglichen Vorbereitungen anlaufen, wegen der Verhältnisse vor Ort aber Zeit benötigen werden. Sogleich teilt Devers Patch mit, dass seine Armee bis zum 5. Januar hinter die Vogesen ausweichen und die Oberrheinebene samt Straßburg aufgeben müsse. Patch beginnt unverzüglich mit der Umsetzung, indem er die im Zuge der Lauter eingesetzten Verbände nach Süden zurücknimmt. Zeitgleich mit dem Befehl an Patch gibt Devers diese Information über die französischen Verbindungsoffiziere an die französische Regierung weiter. Daraufhin protestiert der französische General Charles de Gaulle in einem Brief an Devers. Hintergrund der französischen Haltung ist vor allem die jüngere Geschichte des Elsass' als Zankapfel zwischen Deutschland und Frankreich. Vor allem Strassßbourg, wo Claude Joseph Rouget de Lisle 1792 die Marseillaise komponierte, besitzt bei den Franzosen einen Stellenwert, der nur von der Hauptstadt Paris übertroffen wird. Außerdem wird befürchtet, dass eine erneute deutsche Besetzung Repressalien gegen diejenigen Teile der Bevölkerung nach sich ziehen wird, die nach der Einnahme durch die Alliierten am 23. November 1944 offen ihre Loyalität gegenüber Frankreich gezeigt haben.
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Großdeutsches Reich / Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland / Reichskommissariat Niederlande / Königreich Belgien
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Vereinigte Staaten von Amerika (USA) / Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland / Großdeutsches Reich / Reichskommissariat Niederlande / Königreich Belgien
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Großdeutsches Reich / Alpen- und Donau-Reichsgaue
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| Vereinigte Staaten von Amerika (USA) / Republik der Philippinen / Kaiserreich Großjapan Die Marine der Vereinigten Staaten schließt die 1943 aufgenommene Versorgung von Widerstandsgruppen gegen die japanische Besatzung auf den Philippinen durch Unterseeboote ab. Die Einheiten der 6. Armee werden im Hafen von Ormoc auf den Philippinen in der Provinz Leyte auf mehrere Transportschiffe verladen. Diese Transportflotte wird außerhalb des Golfs von Leyte von der 7. Flotte unter Admiral Jesse B. Oldendorf begleitet. Die Invasionsflotte zählt 273 Schiffe: 170 Transporter, 9 Schlachtschiffe (BB), 15 Geleitträger (CVE), 8 Leichte Kreuzer (CL), 51 Zerstörer (DD) und 20 Minensucher (AP). Sie transportiert etwa 270.000 Soldaten. | |||
| Vereinigte Staaten von Amerika (USA) / Nördliche Marianen / Kaiserreich Großjapan Flugzeuge der japanischen Luftwaffe fliegen einen Großangriff auf US-amerikanische Stellungen auf den Marianen im Südpazifik, der zur Region Mikronesien zählen. | |||
| Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland / Republik Birma / Kaiserreich Großjapan Britische Streitkräfte beginnen von Birma aus eine Großoffensive gegen die japanischen Besatzungstruppen in Südostasien. |
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Großdeutsches Reich
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Großdeutsches Reich / Generalgouvernement / Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken
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Großdeutsches Reich / Königreich Ungarn / Slowakische Republik / Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken
Hingegen meldet die militärische Nachrichtenagentur der Sowjetunion, "SowInformbüro", über die Lage in der Slowakei:
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Großdeutsches Reich / Reichsland Elsaß-Lothringen / Vereinigte Staaten von Amerika (USA) / Französische Republik / Königreich Belgien / Königreich der Niederlande / Großherzogtum Luxemburg / Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland
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Großdeutsches Reich / Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland / Reichskommissariat Niederlande / Königreich Belgien / Vereinigte Staaten von Amerika (USA)
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Vereinigte Staaten von Amerika (USA) / Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland / Großdeutsches Reich / Reichskommissariat Niederlande / Königreich Belgien
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siehe Fußnote |
Großdeutsches Reich / Alpen- und Donau-Reichsgaue
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siehe Fußnote |
Vereinigte Staaten von Amerika (USA) / Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland / Königreich Italien 1945 / Italienische Sozialrepublik / Großdeutsches Reich
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| Vereinigte Staaten von Amerika (USA) / Republik der Philippinen / Kaiserreich Großjapan
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siehe Fußnote |
Vereinigte Staaten von Amerika (USA) / Französische Republik / Großdeutsches Reich / Reichsland Elsaß-Lothringen / / Königreich Belgien
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siehe Fußnote |
Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland / Großdeutsches Reich London liegt weiter unter dem Beschuss von Vergeltungswaffen des Großdeutschen Reiches. | ||||
| Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland / Republik Birma / Kaiserreich Großjapan Britische Streitkräfte landen bei Akyab am Golf von Bengalen, gedeckt durch die „British Eastern Fleet“. | |||||
| Vereinigte Staaten von Amerika (USA) / Republik der Philippinen / Kaiserreich Großjapan Die amerikanische Flotte wird am Nachmittag vom japanischen Geleitboot Nr. 35 etwa 50 Kilometer vor der Küste von Cebu gesichtet, welches sofort eine Funknachricht an das japanische Oberkommando auf der Insel Mindanao sendet. Das Oberkommando leitet die Nachricht weiter zum Heeresluftwaffenkommando auf Luzon. Das Heeresluftwaffenkommando sendet ein Mitsubishi F1M2 Pete Wasserflugzeug zur Aufklärung. Das Flugzeug wird jedoch über Cebu von zwei Grumman F6F Hellcats der US-Flotte angegriffen und abgeschossen, wobei alle Besatzungsmitglieder getötet werden. Das japanische Oberkommando auf Luzon beschließt nach Aufforderung von Admiral Ugaki Matome, einen starken Shimpu-Tokkotai-Angriff gegen die US-Flotte zu organisieren. Shimpu-Tokkotai bedeutet "Göttlicher Wind" und ist auch bekannt unter "Kamikaze", was in der westlichen Welt unter "Selbstmordangriff" bekannt wird. |
| Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken (UdSSR) / Vereinigte Staaten von Amerika (USA) Der sowjetische Außenminister Molotow übergibt dem amerikanischen Botschafter ein formelles Gesuch um Kapitalhilfe für den Wiederaufbau in der UdSSR. In amerikanischen Regierungskreisen wird ausführlich darüber diskutiert, wie sich die finanzpolitische Überlegenheit der USA am wirkungsvollsten gegenüber der Sowjetunion ausspielen ließe. Man reagiert hinhaltend; es kommt schließlich zu keiner Übereinkunft. Für die Notlage in der UdSSR haben die kommerziell denkenden Amerikaner, die sich ja weiterhin im Krieg auch mit Japan befinden, wenig Verständnis. In der Sowjetunion hingegen muss die Tatsache, dass von dem kapitalistischen "Waffenbruder" keine Kredithilfen für die Beseitigung der immensen Kriegszerstürungen im eigenen Land zu bekommen sind, die ohnehin vom Misstrauen geprägten Beziehungen zu den USA weiterhin belasten. | |
| Schweizerische Eidgenossenschaft Der Schweizer Bundesrat Eduard von Steiger wird neuer Bundespräsident. Eduard von Steiger wurde am 02.07.1881 in Langnau im Emmental geboren und war ein Politiker der "Bauern-, Gewerbe- und Bürgerpartei". In Bern war er von 1914 bis 1917 Stadtrat und von 1921 bis 1938 in Burgerrat. Für die Konservative Partei saß er ab 1914 auch im Berner Grossen Rat und präsidierte in der Folge mehreren kantonalen Kommissionen. Als Parteipolitiker betrieb er den Zusammenschluss seiner Partei mit der Bernischen Bauern- und Bürgerpartei, deren Vertreter Rudolf Minger bereits seit 1929 im Bundesrat gesessen hatte, zur Bauern-, Gewerbe- und Bürgerpartei. Er wurde am 10. Dezember 1940 in den Bundesrat gewählt. Dabei setzte er sich gegen seinen Parteikollegen Markus Feldmann durch, wobei die bernische BGB Feldmann vorgezogen hatte. Gerüchte über eine deutsche Einflussnahme auf seine Wahl wurden nie bestätigt. Von 1931 bis 1940 war er Bankrat der Schweizerischen Nationalbank (SNB), 1940 Vizepräsident des Verwaltungsrats der Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) und von 1933 bis 1940 Verwaltungsrat der Schweizerischen Volksbank. Das von ihm verantwortete Departement trug nach Kriegsbeginn für den Vollzug der Flüchtlingspolitik die zentrale Verantwortung, weil es von 1938 bis 1942 zu einer Verlagerung der Kompetenzen von den Kantonen zu den Bundesbehörden kam. Es ist bekannt, dass im EJPD starke fremdenfeindliche und antisemitische Tendenzen herrschten und die Polizeiabteilung ihre Kräfte auf die Abwehr der Flüchtlinge konzentrierte. Trotz bereits rigoroser Durchsetzung der Abwehrmaßnahmen gelangten noch österreichische Juden in die Schweiz. Ab Frühjahr 1942 wurden Juden zu Tausenden nach Osten deportiert, ab Mai begann die Massenvernichtung in Auschwitz. Allein am 16. Juli wurden über 13.000 französische Juden in Paris verhaftet und deportiert. Ende Juli erstattete der Stellvertreter von Fremdenpolizeichef Heinrich Rothmund, Robert Jezler, dem Bundesrat Bericht: "Die übereinstimmenden und zuverlässigen Berichte über die Art und Weise, wie die Deportationen durchgeführt werden, und über die Zustände in den Judenbezirken im Osten sind derart grässlich, dass man die verzweifelten Versuche der Flüchtlinge, solchem Schicksal zu entrinnen, verstehen muss und eine Rückweisung kaum mehr verantworten kann." Dennoch betonte er, man dürfe in der heutigen Kriegszeit, in der auch die Schweiz in gewissem Sinn um ihre Existenz kämpfen müsse, "nicht zimperlich" sein, und empfahl, bei der Aufnahme von Flüchtlingen in Zukunft "große Zurückhaltung" zu üben. Am 13. August 1942 erließ das Justiz- und Polizeidepartement eine totale Grenzsperre für jüdische Flüchtlinge. Sie wurde etwas später vom Gesamtbundesrat bestätigt. Am 30. August 1942 führte die reformierte Jugendorganisation Junge Kirche in Zürich-Oerlikon eine schweizerische Landsgemeinde durch. Nachdem am Vormittag der Basler Pfarrer Walter Lüthi gesprochen hatte, hielt Eduard von Steiger am Nachmittag vor den rund 8000 anwesenden Jugendlichen eine Rede, in der er die restriktive Politik der Schweiz gegenüber den jüdischen Flüchtlingen im Zweiten Weltkrieg mit dem berühmt gewordenen Bild des «kleinen Rettungsbootes» zu rechtfertigen suchte: Wer ein schon stark besetztes kleines Rettungsboot mit beschränktem Fassungsvermögen und ebenso beschränkten Vorräten zu kommandieren hat, indessen Tausende von Opfern einer Schiffskatastrophe nach Rettung schreien, muss hart scheinen, wenn er nicht alle aufnehmen kann. Und doch ist er noch menschlich, wenn er beizeiten vor falschen Hoffnungen warnt und wenigstens die schon Aufgenommenen zu retten sucht. Die Zahl der abgewiesenen und damit größtenteils in den Tod getriebenen Juden und Jüdinnen ist umstritten, es wird von bis zu 25.000 oder "nur" einigen tausend gesprochen; letztere Einschätzung stützt sich darauf ab, dass wohl viele Flüchtlinge mehrmals versuchten, die gesperrte Grenze zu überqueren und es damit zu Mehrfachzählungen kam. Der Bundesrat besteht aus folgenden Politikern:
Der neue Präsident, Eduard von Steiger, betont in seiner Neujahrsansprache, dass "die Schweiz auch weiterhin unter allen Umständen und gegenüber allen Mächten die Neutralität wahren wird". | |
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Italienische Sozialrepublik / Großdeutsches Reich Die Parole des Duce an die Italiener im Deutschen Reich für das Jahr 1945 lautet "Arbeiten und Kämpfen". |
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Vereinigte Staaten von Amerika (USA) / Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland / Königreich Italien / Italienische Sozialrepublik / Großdeutsches Reich In Mittelitalien führt die 8. Britische Armee in der Romagna zahlreiche Vorstöße zur Fesselung der deutschen Kräfte durch und tritt nordwestlich von Ravenna zum Großangriff an. Die Kämpfe dauern in der Nacht noch an. |
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Großdeutsches Reich / Demokratische Föderative Republik Jugoslawien / Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken Im Raum von Vitrovitica in Slawonien werfen mit Deutschland verbündete kroatische und kosakische Partisanen sowjetische Kräfte aus ihren Stellungen und erbeuten zahlreiche Waffen. |
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Großdeutsches Reich / Königreich Ungarn / Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken
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Großdeutsches Reich / Slowakische Republik / Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken Im südslowakischen Grenzgebiet versuchen die nachts auf breiter Front mehrmals an diesem Tag angreifenden Truppen der Roten Armee vergeblich, die deutsche Front zu durchbrechen. |
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Großdeutsches Reich / Reichskommissariat für die besetzten niederländischen Gebiete / Königreich Belgien / Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland
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Vereinigte Staaten von Amerika (USA) / Großdeutsches Reich US-amerikanische Bombergeschwader greifen mit mehr als 1000 Flugzeugen fast 2000 Tonnen Bomben an Bord die Bahnhofsanlagen von Fulda und Aschaffenburg an. Weitere Ziele der Angriffe sind Industriewerke in Nürnberg und der IG Farben in Ludwigshafen. Auch Berlin wird bombardiert. |
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Vereinigte Staaten von Amerika (USA) / Großdeutsches Reich / Königreich Belgien In Belgien treten die Westalliierten zwischen Stavelot und marche von Norden her zu einem von den Deutschen erwarteten Großangriff an, um ihre in der Nähe des luxemburgischen Bastogne schwer ringenden Verbänden Entlastung zu bringen. Die Soldaten der Reichswehr fügen den US-Truppen hohe Verluste zu; im gesamten Kampfgebiet verlieren die USA 34 Panzer. Beiderseits von Bitsch setzt die Wehrmacht ihre Angriffe fort. Obwohl die US-Amerikaner und Briten von den benachbarten Fronten alle verfügbaren Kräfte zum Gegenangriff heranführen, gelingt es ihnen nicht, die deutschen Stellungen östlich von Saargemünd und die vordringenden Angriffskolonnen in den Unteren Vogesen zum Stehen zu bringen. Vom pfälzisch-elsässische Grenzgebiet westlich von Weißenburg (frz. Wissembourg) ziehen sich alle Westalliierten zurück. Zur weiteren Störung des Angriffs der Westalliierten wird das Fernfeuer auf Lüttich und Antwerpen von den Deutschen fortgesetzt. |
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Großdeutsches Reich / Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland London liegt weiter unter dem Beschuss von Vergeltungswaffen des Großdeutschen Reiches. |
| Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland / Republik Birma / Kaiserreich Großjapan Die britischen Streitkräfte erobern im japanisch besetzten Birma die strategisch wichtige Hafenstadt Akyab am Golf von Bengalen. | |
Vereinigte Staaten von Amerika (USA) / Republik der Philippinen / Kaiserreich Großjapan
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| Königreich Griechenland In der griechischen Hauptstadt Athen beauftragt der von König Georg II. eingesetzte Regent, Erzbischof Damaskinos, General Nikolaos Plastiras mit der Bildung einer neuen Regierung, der mehrheitlich liberale Politiker angehören. | |
| Italienische Sozialrepublik Nach Berichten der italienischen Zeitung „Il populo”, dem Organ der christdemokratischen Partei des Landes, hat in Sizilien die von der faschistischen Regierung unterdrückte Mafia wieder ihre ehemalige Machtposition zurückerlangt und bereits in zahlreichen Gemeinden die örtliche Verwaltung durchdrungen. | |
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Großdeutsches Reich / Reichskommissariat für die besetzten niederländischen Gebiete / Königreich Belgien / Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland
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Großdeutsches Reich / Reichsgau Wien
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Vereinigte Staaten von Amerika (USA) / Königreich Belgien / Großdeutsches Reich Mit Luftunterstützung und erheblichem Materialaufwand beginnen amerikanische Truppenverbände von Norden her in den deutschen Angriffskeil durch die Ardennen einzubrechen. Ziel ist Bastogne, das bereits die 3. US-Armee von George Patton von Süden her aus der Umklammerung befreit hat. |
| Vereinigte Staaten von Amerika (USA) / Kaiserreich Großjapan / Königreich Thailand Langstreckenbomber der US Air Force greifen die von japanischen Truppen besetzte Hauptstadt Thailands, Bangkok, an. | |
| Vereinigte Staaten von Amerika (USA) / Kaiserreich Großjapan / Republik der Philippinen Ein japanisches Kamikaze-Flugzeug greift den Geleitträger USS OMMANEY BAY an. Das Flugzeug, eine zweimotorige Kawasaki Ki-45 Nick, durchbricht zwei Decks, bevor es explodiert. Eine Bombe des Flugzeuges detoniert in einem Flugzeugbenzin-Depot, was eine große Explosion bewirkt. Hierdurch und durch das anschließende Feuer wird der Träger so stark beschädigt, dass er evakuiert und anschließend vom Zerstörer USS BURNS versenkt wird. Während der nächsten sechs Tage greifen weitere 114 japanische Flugzeuge die Flotte an und versenken neben dem Zerstörer USS LONG drei Transportschiffe und einen Minensucher, die USS PALMER (DDM-161). Weitere Einheiten werden getroffen, können aber noch zu den wichtigen Marinestützpunkten Ulithi, Leyte oder nach Pearl Harbor geschleppt werden. Unter den beschädigten Einheiten sind zwei Schlachtschiffe, vier Kreuzer, fünf Zerstörer und zwei Transportschiffe. Bei diesen Kamikazeangriffen kommen 325 Seeleute um und etwa 800 weitere werden verletzt. Von den eingeschifften Landungstruppen sterben 240, während 293 verletzt werden. |
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Großdeutsches Reich / Königreich Ungarn / Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken Die militärische Nachrichtenagentur der Sowjetunion, "SowInformbüro", berichtet über die Lage an der Front in Budapest:
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Großdeutsches Reich
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Großdeutsches Reich / Reichsgau Wien / Königreich Ungarn / Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken
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| Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken / Republik Polen Das im Juli 1944 unter der Führung der Kommunistischen Partei Polens gebildete „Lubliner Komitee”, das sich am 1. Januar zur „Provisorischen Regierung der Republik Polen” umgebildet und hat, wird von der UdSSR vier Tage später diplomatisch anerkannt. Die Exilregierung protestiert vergeblich. | |||
| Schweizerische Eidgenossenschaft Schweizer Kommentar in "Radio Beromünster": "Wenn es überhaupt angängig ist, in einer politisch-militärischen Lagebetrachtung einmal ein menschliches Wort zu sagen, dann verdient die Zivilbevölkerung der vom Krieg heimgesuchten Länder, Städte und Dörfer, dass ihre Leiden nicht übergangen werden. Es ist die Gefahr vorhanden, dass durch das Übermaß von Schrecken und Grausamkeit, die seit mehr als fünf Jahren ganz Europa heimsuchen, das Gefühl für die Leiden der Mitmenschen abgestumpft werde." | |||
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Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken / Großdeutsches Reich Der Rotarmist Wladimir A. an seine Eltern: „Vater, ich kämpfe auf dem Boden des Feindes, jenes Feindes, der Euch, meinen lieben Angehörigen, Leid und Unglück gebracht hat. Wegen dem mein Bruder und Euer Sohn umgekommen ist. Nun, was soll's, Ihr habt das Haus verloren, habt Eure ganzen Habe verloren, die Ihr in Jahren erworben habt. Ihr habt wegen alledem, was der Feind über unser Nowgorod gebracht hat, Tränen vergossen. Und so vergelte ich es ihm dafür. In Feindesland ist jeder unserer Soldaten ein Herr und rächt jeder sich, wie er nur kann. Und es gibt keine Gnade, in keinem Haus. Für keine Möbel, keine Uhren, keine Spiegel. Alles liegt in Scherben. Sollen doch ihre Frauen und Mütter für alles Tränen vergießen, so wie Ihr sie vergossen habt.“ | ||
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Großdeutsches Reich
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Großdeutsches Reich / Königreich Belgien Von der mobilen Startplattform V-2 Batterie 836, die sich gegenwärtig in der Nähe von Antwerpen auf dem Anwesen von Madesteyn zwischen Maeweg und Monsterscheweg befindet, werden V-2-Raketen in Richtung Antwerpen gestartet. | ||
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Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland / Großdeutsches Reich In den späten Abendstunden fliegen Bombergeschwader der britischen Royal Air Force einen Großangriff auf Hannover. | ||
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Großdeutsches Reich / Reichskommissariat Norwegen Deutsche U-Boote mit je zwei Kleinstunterseebooten vom Typ „Biber” an Deck laufen von norwegischen Häfen zu einem Angriff auf alliierte Geleitzüge im Nordmeer aus; die auf drei Tage angesetzte Operation muss jedoch ohne erkennbaren Erfolg abgebrochen werden. | ||
| Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland Der Bischof von London, Geoffrey Francis Fisher, wird von König Georg VI., dem Oberhaupt der anglikanischen Kirche, zum Nachfolger des verstorbenen Erzbischofs von Canterbury, William Temple, ernannt. William Temple, geboren am 15.10.1881 in Exeter, starb bereits am 26.10.1944 in Kent. Temple galt als führender Vertreter der ökumenischen Bewegung. Temple war der zweite Sohn Frederick Temples, der von 1895 bis 1902 ebenfalls Erzbischof von Canterbury war. 1909 erhielt er seine Priesterweihe. Zu dieser Zeit hatte er noch eine Dozentenstelle (1904–1910) für Philosophie am Queen’s College in Oxford inne. Schnell stieg er in der kirchlichen Hierarchie auf: Temple wurde Bischof von Manchester (1921–1929), dann Erzbischof von York (1929–1942) und schließlich 1942 Erzbischof von Canterbury. Temple gehörte zu den wichtigsten Persönlichkeiten der Life-and-Liberty-Bewegung, die sich für Autonomie der anglikanischen Kirche einsetzte. Er unterstützte die Arbeiterbewegung und strebte wirtschaftliche und soziale Reformen an. Als erster Präsident (1908–1924) der Workers’ Educational Association trat er der Labour Party bei. Er engagierte sich in der ökumenischen Bewegung, war bei der Lausanner Konferenz (1927) anwesend und bereitete 1937 die Weltkirchenkonferenz in Edinburgh vor. William Temple beteiligte sich auch an der Organisation der Malverner Konferenz (1940/41). Darüber hinaus wirkte er an der Einrichtung des Britischen Rates der Kirchen und des Ökumenischen Rates der Kirchen mit. William Temple war der erste Erzbischof von Canterbury, der eine Feuerbestattung erhielt. Dies wird zur Akzeptanz der Feuerbestattung in England beitragen. Seine Asche wurde im Garten des Kreuzganges der Kathedrale von Canterbury in der Nähe des Grabes seines Vaters beigesetzt. Der neue Erzbischof von Canterbury, Geoffrey Francis Fisher, wurde am 05.05.1887 in Warwickshire geboren. Er studierte am Marlborough und am Exeter College. 1913 war er Assistent im Marlborough College, als er beschloss, sich zum Priester ordinieren zu lassen. Zu dieser Zeit hatten die Öffentlichen Schulen in England enge Beziehungen zu der Kirche von England und es war nicht ungewöhnlich, dass die Schulleiter in der Regel Priester waren. 1914 wurde Fisher Direktor der Repton School als Nachfolger William Temples, der später ebenfalls Erzbischof von Canterbury wurde. Temple war nicht sehr erfolgreich in seinem Amt als Schulleiter und Fisher müsste die allgemeine Disziplin der Schule wiederherstellen. Der Kinderbuch Autor Roald Dahl (* 1916) war zu dieser Zeit Schüler in Repton und beschrieb Fishers Amtszeit in seiner Autobiographie. 1932 wurde er zum Bischof von Chester und 1939 zum Bischof von London ernannt. 1942 trat der Erzbischof von Canterbury Cosmo Lang zurück und wurde durch William Temple abgelöst. Dieser starb jedoch bereits 1944. Einige vertraten die Auffassung, dass die beste Wahl jetzt George Bell, Bischof von Chichester wäre, allerdings war es dann Fisher, der ernannt wurde. Die Ernennung der Bischöfe in der Kirche von England liegt letztlich in den Händen des Premierministers. Winston Churchill hasste William Temples Politik, akzeptierte aber Cosmo Langs Ratschläge. William Temple war eine herausragende Persönlichkeit und niemand hätte ernsthaft seine Wahl ausschließen können. Dieses Mal jedoch war die Lage weniger eindeutig. Es wurde allgemein davon ausgegangen, dass George Kennedy Allen Bell wegen seiner Kritik in der Oberhaus-Debatte zur Bombardierungsstrategie der Regierung nicht ernannt wurde. Zwar ist es wahrscheinlich, dass dieses seine Chance erheblich reduzierte, aber William Temple hatte offenbar Fisher als seinen Nachfolger vorgeschlagen. Fishers Hauptanliegen für seine neue Aufgabe wird die Überarbeitung des kanonischen Rechts der Kirche von England sein, deren Richtlinien seit 1603 in Kraft sind und einer dringenden Modernisierung bedürfen. | |||
| Vereinigte Staaten von Amerika (USA) / Kaiserreich Großjapan / Republik der Philippinen Ein Teil der US-Flotte im Golf von Lingayen kommt an der Westküste von Luzon an. Zwei Schiffsformationen nähern sich der Küste bis auf 500 Meter und feuern etwa 5.000 Granaten auf die alten US-Verteidigungsstellungen, die von den Japanern besetzt und ausgebaut wurden. Der Beschuss dauert sechs Stunden und zerstört mehr als 30 feindliche Bunker und Stellungen. Etwa 350 Marineflieger bombardieren gleichzeitig die Strände und die kleineren Flugplätze im Innenland. Dabei werden 42 japanische Flugzeuge am Boden zerstört oder abgeschossen. Weitere zwölf japanische Flugzeuge werden über der US-Flotte von den Flugabwehrgeschützen getroffen. Die amerikanischen Verluste betragen dagegen fünf Flugzeuge. Währenddessen bombardiert die Task Force 76, bestehend aus drei Geleitträgern, zwei Kreuzern und elf Zerstörern, die von Konteradmiral Allen E. Smith befehligt wird, die japanischen Inseln von Chichi- und Hahajima, um zu verhindern, dass die dort stationierten japanischen Geschwader in den Luftkampf über Luzon eingreifen. Ein dritter Flottenverband unter dem Kommando von Konteradmiral James L. MacRea, bestehend aus sechs Trägern, drei Kreuzern und 23 Zerstörern, bombardiert die Kurileninseln. Der japanische leichte Kreuzer Kitakami der Kuma-Klasse wird dabei vor Chichijima von SB2C-Helldiver-Bombern im Maschinenraum getroffen und beschädigt. |
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Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken / Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland / Großdeutsches Reich Zwischen dem britischen Premierminister Winston Churchill und dem sowjetischen Partei- und Staatschef Josef W. Stalin kommt es zum Austausch von Telegrammen; Stalin erklärt sich darin bereit, den Beginn der für den 20. Januar vorgesehenen Großoffensive der Roten Armee gegen die deutsche Ostfront auf den 12. Januar vorzuverlegen. | ||
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Großdeutsches Reich / Königreich Ungarn / Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken Die militärische Nachrichtenagentur der Sowjetunion, "SowInformbüro", berichtet über die Lage an der Front in Budapest:
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Großdeutsches Reich / Generalgouvernement / Republik Polen / Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken
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Großdeutsches Reich / Reichskommissariat für die besetzten niederländischen Gebiete / Königreich Belgien / Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland
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Großdeutsches Reich / Reichsgau Wien
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Großdeutsches Reich / Provinz Hannover / Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland Die Royal Air Force unternimmt in der Nacht zum 6. Januar einen weiteren Luftangriff auf das Gebiet von Hannover. Bei dem 105. Luftangriff von Alliierten auf die Stadt wird die bisher größte Anzahl von 2560 Tonnen Sprengstoff abgeworfen. Langenhagen ist zu mehr als die Hälfte zerstört. Leichen aus diesem Ort fliegen nach Mitteilung der Bevölkerung bis auf die entfernte Autobahn. | ||
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Großdeutsches Reich / Französische Republik Deutscher Frontalangriff über den Rhein nördlich von Straßburg. Nach anfänglichen Erfolgen bleibt auch dieser Stoß stecken. | ||
Vereinigte Staaten von Amerika (USA) / Republik der Philippinen / Kaiserreich Großjapan
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Großdeutsches Reich / Königreich Ungarn / Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken Vom Plattensee aus unternimmt das deutsche IV. SS-Panzerkorps einen (vergeblichen) Entsatzvorstoß auf die von sowjetischen Truppen eingeschlossene ungarische Hauptstadt Budapest. Die militärische Nachrichtenagentur der Sowjetunion, "SowInformbüro", berichtet über die Lage an der Front in Budapest:
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Großdeutsches Reich / Generalgouvernement / Republik Polen / Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken Vom südlich der polnischen Hauptstadt Warschau gelegenen Baranow-Brückenkopf an der Weichsel aus beginnt sowjetische Artillerie mit dem Beschuss der in diesem Frontabschnitt gelegenen deutschen Stellungen. | ||
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Großdeutsches Reich
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Großdeutsches Reich / Provinz Hannover / Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland Die Royal Air Force unternimmt einen Luftangriff auf das Gebiet von Hannover. Bei dem 105. Luftangriff von Alliierten auf die Stadt wird die bisher größte Anzahl von 2560 Tonnen Sprengstoff abgeworfen. Langenhagen ist zu mehr als die Hälfte zerstört. Leichen aus diesem Ort fliegen nach Mitteilung der Bevölkerung bis auf die entfernte Autobahn. | ||
Vereinigte Staaten von Amerika (USA)
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Vereinigte Staaten von Amerika (USA) / Republik der Philippinen / Kaiserreich Großjapan
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Großdeutsches Reich / Königreich Ungarn / Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken Die militärische Nachrichtenagentur der Sowjetunion, "SowInformbüro", berichtet über die Lage an der Front in Budapest:
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Großdeutsches Reich
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Großdeutsches Reich / Reichsgau Wien
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Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland / Großdeutsches Reich Britische Bomberverbände fliegen einen Großangriff auf München, bei dem rund 2100 Tonnen Bomben abgeworfen werden. Auch auf Hannover werden 71 Tonnen abgeworfen. | ||
Vereinigte Staaten von Amerika (USA) / Australischer Bund / Kaiserreich Großjapan
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Großdeutsches Reich / Königreich Ungarn / Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken Die militärische Nachrichtenagentur der Sowjetunion, "SowInformbüro", berichtet über die Lage an der Front in Budapest:
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Großdeutsches Reich
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Großdeutsches Reich / Reichsgau Wien
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Großdeutsches Reich / Provinz Ostpreußen / Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken Die militärische Nachrichtenagentur der Sowjetunion, "SowInformbüro", berichtet über die Lage an der Front in Ostpreußen:
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| Vereinigte Staaten von Amerika (USA) / Kaiserreich Großjapan Trotz der einwöchigen Kamikaze-Angriffe japanischer Kampfflieger gelingt der 6. US-Armee mit 4 Divisionen unter großen Verlusten die Landung im Lingayen-Golf der philippinischen Hauptinsel Luzon. Am späten Morgen gehen etwa 68.000 GIs der 25. US-Infanteriedivision und 2.000 Marines an Land. General Walter Krueger übernimmt jetzt das taktische Kommando. Mehrere hundert Jeeps und Lastwagen werden ausgeschifft und mit Funkgeräten, Panzersperren und schweren Waffen beladen, da man einen japanischen Gegenangriff befürchtet. Am Abend sind insgesamt etwa 170.000 Soldaten sowie einige tausend Fahrzeuge angelandet. |
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Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken / Großdeutsches Reich Schiffe der Baltischen Rotbanner-Flotte versenken auf der Ostsee einen deutschen Transporter mit einer Wasserverdrängung von 10.000 Tonnen. | ||
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Großdeutsches Reich / Königreich Ungarn / Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken Die militärische Nachrichtenagentur der Sowjetunion, "SowInformbüro", berichtet über die Lage an der Front in Budapest:
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Großdeutsches Reich / Generalgouvernement / Provinz Ostpreußen / Republik Polen / Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken Die militärische Nachrichtenagentur der Sowjetunion, "SowInformbüro", berichtet über die Lage an der Front südlich von Ostpreußen:
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Großdeutsches Reich / Königreich Belgien
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Großdeutsches Reich / Reichsgau Wien
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Großdeutsches Reich / Reichsgau Wien / Reichsgau Steiermark Ein von der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei (NSDAP) zur Geburtsklinik umfunktioniertes Hotel in der Steiermark wird für Wiener Frauen eröffnet. | ||
| Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland Um die Moral der Bevölkerung zu heben, berichten britische Zeitungen vom Einsatz eines neuartigen Ortungssystems durch die Royal Air Force, das es ermöglicht, Bombenziele auch unter einer geschlossenen Wolkendecke auszumachen. Es handelt sich hier um eine britische Entwicklung des Radars und geht auf eine Forschungen zurück, die seit 1935 angestellt werden. Seit der Luftschlacht von England, die im Jahre 1940 begann, hat die Royal Air Force die Radartechnik im militärischen Einsatz gegen Deutschland. |
| Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland / Mandatsgebiet Palästina
Während des Zweiten Weltkrieges, dem durch das nationalsozialistische Deutschland Millionen Juden zum Opfer fallen, zeigen sich die englischen Behörden gegenüber den verzweifelten Versuchen jüdischer Flüchtlinge, nach Palästina zu gelangen, äußerst restriktiv. Die Terrortätigkeit jüdischer Organisationen, teilweise auch rechtsextremer, nimmt zu und trifft auf britische Repression sowie arabischen militanten Nationalismus. | |
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Großdeutsches Reich Im Rahmen einer Zusammenfassung seiner Erkenntnisse zum Raketenbau während des Krieges spekuliert der Chefingenieur des deutschen Raketenprogramms Wernher von Braun über zukünftige Einsatzmöglichkeiten der Raketenenergie. Dazu gehören ein Observatorium im Weltraum, der Bau von Raumstationen in der Erdumlaufbahn, ein Weltraumspiegel und interplanetare Reisen, beginnend mit Reisen zum Mond. Folgende Nachrichten betreffen den Reichswetterdienst:
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Großdeutsches Reich / Königreich Belgien Die ersten V-3-Geschütze werden eingesetzt Sie erreichen eine Bahnhöhe von 30 Kilometern und eine Entfernung von 60 Kilometer. Zwei Testversionen kommen zum Einsatz und werden gegen Antwerpen und Luxemburg eingesetzt. Es können nur wenige Schüsse abgegeben werden, bevor die Läufe explodieren. |
| Hier geht es zur zweiten Dekade des Januar 1945 | |
| Hier geht es zur dritten Dekade des Januar 1945 | |
| Hier geht es zu den Ereignissen der Monate des Jahres 1945 | Januar / Februar / März / April / Mai / Juni / Juli / August / September / Oktober / November / Dezember |
| Hier geht es zu den Ereignissen der Monate des Jahres 1946 | Januar / Februar / März / April / Mai / Juni / Juli / August / September / Oktober / November / Dezember |
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