Chronik 50
DIE EREIGNISSE DES JAHRES 50
| Hauptseite | Zweite Missionsreise des Paulus (Quelle: cms.bistum-trier.de) |
(nach Geburtsjahr geordnet) | |||
| Jahres-Chroniken | |||||
| Länderchroniken | |||||
| Nation | Name | Regierungszeit | ||
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(221 BC - 1912 AD) (Östliche Han-Dynastie) |
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(33-754) |
(Simon bar Jona) |
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(247 BC - 224 AD) |
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(27 BC - 395 AD) |
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| Chronik 40 - 41 - 42 - 43 - 44 - 45 - 46 - 47 - 48 - 49 | |
Imperium Romanum
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| Imperium Romanum Claudius adoptiert Lucius Domitius Ahenobarbus, der den Namen Nero Claudius Drusus Germanicus Caesar erhält. | |
| Imperium Romanum / Römische Provinz Judäa / Christliche Gemeinschaft Der Apostel Paulus beginnt nur ein Jahr nach der Rückkehr von seiner ersten, eineinhalbjährigen Missionsreise eine zweite Missionsreise. Vorher gibt er vor einem Apostelkonzil in Jerusalem einen Bericht von seiner ersten Reise und lässt sich neu von seinen Glaubensbrüdern aussenden. | |
| Indo-Parthisches Königreich Der erste indo-parthische König Gondophares (Gudapharasa) stirbt. Unter seiner Herrschaft, die knapp 30 Jahre dauerte, erlangte das Reich auch seine größte Macht und umfasste neben den oben genannten Stammgebieten auch das Kabul-Tal und den Punjab. Sein Nachfolger wird sein mutmaßlicher Neffe Abdagases I. Seine Hauptstadt war Taxila im heutigen Pakistan. Anhand von Münzfunden kann angenommen werden, dass er den Punjab und das Tal von Kabul beherrschte. Auf seinen Münzen, die er in Silber und Kupfer prägte, trägt er den hellenistischen Titel Autokratôr. Sie zeigen griechische (z.B. Nike oder Pallas), aber auch indische Gottheiten, wie Shiva. Der Name Gondophares wurde von einigen Nachfolgern als Königstitel benutzt. Gondophares ist aber vor allem aus den Apokryphen bekannt, dort erscheint er in den Akten des Apostels Thomas. Der Apostel Thomas gelangte als Sklave nach Taxila an den Hof des Gondophares und seines Bruders Gad, dort sollte er für den König einen Palast bauen, gab das Geld aber für die Armen aus. Als er zur Rede gestellt wurde meinte er, dass er einen Palast im Himmel errichtet habe. Darauf wollte Gondophares St. Thomas bestrafen, doch hatte Gad im Schlaf die Vision von einem himmlischen Palast. St. Thomas durfte weiterziehen und wurde der Apostel der Inder. Die Geschichte wurde lange Zeit als Legende ohne historische Basis abgetan, bis im 19. Jahrhundert Münzen von Gondophares auftauchten dessen Existenz damit bewiesen war. | |
| Königreich Kuschana / Indo-Parthisches Königreich Die aus Zentralasien stammenden Kushana, von den Chinesen "Yüe-chi" (Yuezhi) genannt, lassen sich im Industal nieder. In Kuschan herrscht König Kanishkar. Die Graeco-Buddhistische Gandharan-Kultur erreicht seinen Höhepunkt. Das Indo-Parthische Königreich, das vor 70 Jahren den Süden und Südwesten des heutigen Afghanistan erobern konnte, wird wieder zurückgedrängt. | |
| Imperium Romanum / Römische Provinzen in Asien Antiochia in Syrien erlebt eine Blütezeit als Handelsstadt und hat etwa eine halbe Million Einwohner. Reich der Alanen Ab Mitte des 1. Jahrhunderts ziehen die Alanen vom Gebiet des heutigen nördlichen Kasachstan und des Nordostens des Kaspischen Meeres in die südrussische Steppe zwischen Wolga und Don. Die Alanen sind ein Teilstamm der iranischen Sarmaten, der insbesondere den Roxolanen nahesteht. Imperium Romanum (Illyricum superius / Dalmatia) Die römische Provinz Illyricum superius mit dem Hauptort Salona (heute Solin in Kroatien) wird in Dalmatia umbenannt. Imperium Romanum (Illyricum inferius / Pannonia) Die römische Provinz Illyricum inferius mit dem Hauptort Carnuntum im heutigen Kärnten wird in Pannonia umbenannt. Imperium Romanum
Imperium Romanum (Germania superior) Das Oppidum Ubiorum wird als Colonia Claudia Ara Agrippinensium (kurz CCAA) zur römischen Kolonie (heute Köln) erhoben. Viele provinziale Städte erhalten das Bürger- und Latinerrecht, ebenso werden Soldaten mit dem Bürgerrecht belohnt. In einer berühmten, z.T. inschriftlich erhaltenen Rede verteidigt Claudius das Recht der führenden Männer Galliens, in den Senat aufgenommen zu werden. Oft greift er unmittelbar zugunsten der Provinzialen in Angelegenheiten einzelner Städte ein. Der Straßenbau wird gefördert. – Unter Claudius tritt erstmals die kaiserliche Zentrale mit festen Ressorts in Erscheinung. Die kaiserlichen Kassen werden zum „fiscus“ zusammengefasst und dem „a rationibus“ unterstellt, von dem die Finanzprokuratoren in den Provinzen abhängen. Für die kaiserliche Privatschatulle, das „patrimonium“, wird wahrscheinlich ein „procurator patrimonii“ eingesetzt. Weitere zentrale Ämter sind der „ab epistulis“ (Sekretariat), „a libellis“ (für Bittschriften), „a cognitionibus“ (für die Vorbereitung kaiserlicher Gerichtsverfahren) und der „a studiis“ (zuständig für wissenschaftliche Materialien?). Alle Zentralämter sind mit Freigelassenen (die wichtigsten sind Narcissus, Pallas, Callistus) besetzt. Auch in andere Bereiche (Wasserleitungen, Getreidezuteilungen, Hafen Ostia) dringen kaiserliche Prokuratoren ein. – Claudius entfaltet – über Komitialgesetze, Senatsbeschlüsse und vor allem kaiserliche Edikte – eine rege gesetzgeberische Tätigkeit, die vor allem auch schwachen Gruppen der Gesellschaft (z.B. Witwen, Kindern, Sklaven) zugute kommt. In der Stände- und Religionspolitik folgt er der traditionalen Linie des Augustus. Imperium Romanum (Provincia Romana Gallia Belgica / Provincia Romana Germania superior) / Stamm der Chatten / Stamm der Ubier
Einfall der Chatten (Hessen) in Gallien. Die Ubiersiedlung am Rhein wird römische Kolonie (Colonia Claudia Ara Agrippinensium - CCAA, das heutige Köln). Imperium Romanum / Provincia Romana Germania Superior Unter Kaiser Claudius warden die obere Donau bei Hüfingen und der Rheinübergang bei Sasbach durch Kastelle gesichert. Eine Straße entlang der Donau verbindet die Kastelle.
Imperium Romanum ( Provincia Romana Britannia superior) Kaiserreich China (Han-Dynastie) / Volk der Xianbai Bogenschützen der Xianbai fallen ins nördliche China ein. Thailand Im seit Jahrtausenden besiedelten Gebiet des heutigen Thailand entstehen verschiedene kleine indischorientierte Königreiche, die zumeist dem ebenfalls von Indien beEinflussten Funan-Großreich, dessen Machtzentrum im Mekong-Delta (Südvietnam) liegt, tributpflichtig sind. (Mit 513.115 Quadratkilometern ist Thailand etwas kleiner als Frankreich. Zum Staatsgebiet zählen auch in der Andamenensee und im Golf von Thailand gelegene Inseln. Die größte und wegen der Zinnvorkommen bzw. aufgrund ihrer feinsandigen Strände und vorgelagerten Korallenriffe wirtschaftlich bedeutendste ist Phuket an der Westküste der Malaiischen Halbinsel, inzwischen durch eine 660 Meter lange Brücke mit dem Festland verbunden.) Nubisches Reich Die nubische Königin Kandake wird mehrmals in antiken Texten genannt, wobei antike Autoren anscheinend den Königinnentitel für einen Eigennamen halten. Jedenfalls verfügen Königinnen wie Amanitore häufig über großen Einfluss. Der Kämmerer einer Kandake (wohl Amanitore) ist sogar in der Bibel erwähnt und bekehrt sich nach der Apostelgeschichte 8,26-40 zum Christentum. Aksumitisches Reich (Eritrea) Aksum herrscht über Eritrea. Zoskales wird der älteste heute namentlich bekannte König von Aksum. 50 AD Goten (Skythen?) an der Donau (Markomannenkrieg) 1. Jahrhundert n. Chr. Der Osten Zentralasiens wird von den mongolischen Kuei-schang erobert, die den Buddhismus ins Land bringen. Um 50 n. Chr. Indonesische Seefahrer malaiisch-polynesischer Herkunft sind die ersten Siedler auf Madagaskar, einer Insel etwa 400 Kilometer vor der afrikanischen Südostküste im Indischen Ozean, die mit 1.580 Kilometern Länge und 580 Kilometern Breite (nach Grönland, Neuguinea und Island) die viertgrößte Insel der Erde ist und vor 100 Millionen Jahren mit dem Festland verbunden war. Sie bringen die ersten Bananen- und Taropflanzen auf die Insel (und etwas später auch auf die Komoren im Nordwesten und auf das afrikanische Festland). Ab 50 n. Chr. Im seit Jahrtausenden besiedelten Gebiet des heutigen Thailand entstehen verschiedene kleine indischorientierte Königreiche, die zumeist dem ebenfalls von Indien beEinflussten Funan-Großreich, dessen Machtzentrum im Mekong-Delta (Südvietnam) liegt, tributpflichtig sind. Um 50 n. Chr. Indonesische Seefahrer malaiisch-polynesischer Herkunft sind die ersten Siedler auf dem Komoren-Archipel rund 500 Kilometer nordöstlich von Madagaskar und 300 Kilometer vor der afrikanischen Ostküste im Indischen Ozean. Sie bringen die ersten Bananen- und Taropflanzen auf die Inseln (und auf das afrikanische Festland). • Gaius Antistius Vetus wird ganzjähriger Konsul. • Der britannische König Caratacus verliert die entscheidende Schlacht gegen die Römer bei Caer Caradoc. • Köln erhält die Stadtrechte und wird zur römischen Kolonie Colonia Claudia Ara Agrippinensium. • Plinius der Ältere (römischer Naturforscher) bereist die Nordseeküste und schreibt darüber einen Bericht, in dem er u. a. die Insel Burchana erwähnt. Der Bericht ist nur in Fragmenten erhalten. Mesoamerika [Bearbeiten] • Die Maya geben die Städte El Mirador und Cerros aus der präklassischen Zeit um etwa 50 n. Chr. auf. Religion [Bearbeiten] • Gründung der christlichen Gemeinde in Korinth durch Paulus von Tarsus. (nach anderen Quellen im Jahre 51) Gestorben [Bearbeiten] • um 50: Aulus Cornelius Celsus, römischer Enzyklopädist (* um 25 v. Chr.)
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| Imperium Romanum (Provincia Romana Syria) ab circa 50: In Griechenland und Kleinasien entstehen christliche Gemeinden aus Juden und Heiden, von denenen einige Kindertaufe (Polykarp von Smyrna) und Abendmahlsfeier ausüben Imperium Romanum (Achaia/Syria) Der Apostel Paulus besucht auf seiner 2. Reise auch Athen (Apostelgeschichte 17,15–17,34) und spricht auf der Agora und dem Areopag. Bereits während der Herrschaft von Augustus entstand die Römische Agora. Auf dem späteren Apostelkonzil zu Jerusalem kommt es zu einer Klärung der Streitfragen unter den Anhängern des Christus. Paulus, früher ein Fanatiker des Gesetzes, wird mit Barnabas zum Anwalt der Heiden. Apg.15 lässt erkennen, wie erregt die Meinungen hin und her wogten. Jakobus, das Haupt der Gemeinde von Jerusalem, spricht vermittelnd, und Petrus legt die Grundsätze klar. Einstimmt beschließt die Versammlung: „Es hat dem Heiligen Geist und uns gefallen, euch keine weitere Last aufzuerlegen als die notwendigen Stücke: Götzenopferfleisch zu meiden und Blut und Ersticktes und Unzucht (d.i. nach jüdischer Ausdrucksweise die Verwandtenehe); wenn ihr euch dessen enthaltet, werdet ihr wohltun!“ Zweierlei enthält dieser Beschluss: 1) Die dogmatische Entscheidung, dass allein der Glaube an Christus rechtfertige und das Kultgesetz des Alten Bundes nicht mehr verpflichte. 2) Eine zeitbedingte – bald gegenstandslos gewordene – Empfehlung, aus brüderlicher Rücksicht auf die Christen aus dem Judentum die drei „Jakobus-Klauseln“ einzuhalten. Bedeutungsvoll bleibt, dass diese Entscheidung, wiewohl im Widerspruch der Meinungen errungen, doch allgemein Anerkennung findet als Werk des Heiligen Geistes. Paulus wird der Herold der Heidenmission. Immer wieder muss er sich gegen Judaisten wehren. Selbst dem Petrus muss er in Antiochien „ins Angesicht widerstehen“ (Gal 2,11), als dieser nicht mehr mit Heidenchristen zu Tisch sitzen will. Germania Magna Um 500 v. Chr. entstehen die ältesten Seemarschen, die während einer Phase einer weitflächigen Regression des Meeres im frühen 1. Jahrhundert von bäuerlichen Siedlern besiedelt werden. Ein niedriger Sturmflutspiegel erlaubt die Anlage ebenerdiger Hofstellen in der Marsch als Flachsiedlungen, seit 50 n. Chr. werden dann die ersten Wurten (in Nordfriesland Warften genannt) als künstliche Schutzhügel gegen das Meer aufgeworfen. Unbesiedelt bleiben die ausgedehnten Moorgebiete.seit 50 n. Chr. werden dann die ersten Wurten (in Nordfriesland Warften genannt) als künstliche Schutzhügel gegen das Meer aufgeworfen. Unbesiedelt bleiben die ausgedehnten Moorgebiete. | |
| Nordafrika Im ersten Jahrhundert hat die zunehmende Verbreitung des Kamels in Nordafrika große Bedeutung für den Aufschwung des Transsaharahandels. Über die staatliche Organisation der westafrikanischen Völker zur Antike weiss man heute nur wenig. | |
| Südamerika Im Norden existiert die Mochica-Kultur, die im Wüstenstreifen an der Pazifikküste eine ertragreiche Landwirtschaft mit ausgeklügelten Bewässerungssystemen betreibt. Sowohl die Keramik als auch die Metallverarbeitung sind hoch entwickelt. Neben Gold und Silber wird auch Kupfer verarbeitet. Die Mochica haben mehrere Fürstentümer. Stamm der Hohokam / Stamm der Apachen
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