Formel 1 - 1903: Unterschied zwischen den Versionen
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Für die inoffizielle Weltmeisterschaft der Autorennfahrer werden lediglich die Rennen mit internationaler Beteiligung aufgeführt, die später als "Grand Prix" oder "Grande Épreuve" bezeichnet werden. <br> | Für die inoffizielle Weltmeisterschaft der Autorennfahrer werden lediglich die Rennen mit internationaler Beteiligung aufgeführt, die später als "Grand Prix" oder "Grande Épreuve" bezeichnet werden. <br> | ||
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... und weitere 80 Wagen. Der Letzte, Rulot auf Serpollet, kommt nach 20h57m04s ins Ziel. Die einzige weibliche Teilnehmerin, Madame du Gast, die mit einem de Dietrich unterwegs ist, kommt als 77. Wagen nach 10h51m07s ins Ziel. <br> | ... und weitere 80 Wagen. Der Letzte, Rulot auf Serpollet, kommt nach 20h57m04s ins Ziel. Die einzige weibliche Teilnehmerin, Madame du Gast, die mit einem de Dietrich unterwegs ist, kommt als 77. Wagen nach 10h51m07s ins Ziel. <br> | ||
* Das französische Parlament reagiert heftig auf die Nachricht von den zahlreichen Unfällen. Ein außerordentlicher Ministerrat wird einberufen, und die Beamten werden angewiesen, das Rennen in Bordeaux abzubrechen. Eine Überführung der Autos an die Grenze, um von dort aus nach Madrid weiterzufahren, kommt nicht in Frage, da der spanische König jetzt dafür die Genehmigung verweigert. Somit wird das Rennen in Bordeaux offiziell für beendet erklärt. Die Wagen werden beschlagnahmt und von Pferden zum Bahnhof gezogen, wo sie mit dem Zug zu weiteren Untersuchungen nach Paris transportiert werden soll. Diese Maßnahme wird nötig, weil die Regierung selbst das Starten der Motoren ohne Ausnahme verboten hat. | * Das französische Parlament reagiert heftig auf die Nachricht von den zahlreichen Unfällen. Ein außerordentlicher Ministerrat wird einberufen, und die Beamten werden angewiesen, das Rennen in Bordeaux abzubrechen. Eine Überführung der Autos an die Grenze, um von dort aus nach Madrid weiterzufahren, kommt nicht in Frage, da der spanische König jetzt dafür die Genehmigung verweigert. Somit wird das Rennen in Bordeaux offiziell für beendet erklärt. Die Wagen werden beschlagnahmt und von Pferden zum Bahnhof gezogen, wo sie mit dem Zug zu weiteren Untersuchungen nach Paris transportiert werden soll. Diese Maßnahme wird nötig, weil die Regierung selbst das Starten der Motoren ohne Ausnahme verboten hat. | ||
| − | * In einigen Presseerzeugnissen wird der Tod des schwer verletzten Marcel Renault gemeldet, was zu Verwirrung führt - ein typisches Beispiel für chaotische Berichterstattung. So ist auch die Rede von explodierten Motoren und brennenden Rennwagen, was nicht bestätigt wird. | + | * In einigen Presseerzeugnissen wird der Tod des schwer verletzten '''Marcel Renault''' gemeldet, was zu Verwirrung führt - ein typisches Beispiel für chaotische Berichterstattung. So ist auch die Rede von explodierten Motoren und brennenden Rennwagen, was nicht bestätigt wird. |
| − | * Der Mechaniker des französischen Rennfahrers Rigolot, Guillaume Chouard, wird in einigen Berichten als eines der Todesopfer des Paris–Madrid-Rennens genannt, vermutlich bei einem Unfall in der Nähe von Bordeaux. Es scheint, dass er als Beifahrer/Mechaniker mit Rigoulot unterwegs war und beim Aufprall ums Leben kam. Die Quellenlage ist spärlich – viele der weniger prominenten Opfer werden nicht namentlich in der Presse erwähnt oder nur in lokalen Berichten. | + | * Der Mechaniker des französischen Rennfahrers Rigolot, '''Guillaume Chouard''', wird in einigen Berichten als eines der Todesopfer des Paris–Madrid-Rennens genannt, vermutlich bei einem Unfall in der Nähe von Bordeaux. Es scheint, dass er als Beifahrer/Mechaniker mit Rigoulot unterwegs war und beim Aufprall ums Leben kam. Die Quellenlage ist spärlich – viele der weniger prominenten Opfer werden nicht namentlich in der Presse erwähnt oder nur in lokalen Berichten. |
| − | * Charles Frederick Stead, ein britischer Teilnehmer des Paris–Madrid-Rennens, einer der weniger bekannten Fahrer, | + | * '''Charles Frederick Stead''', ein britischer Teilnehmer des Paris–Madrid-Rennens, einer der weniger bekannten Fahrer, wird ebenfalls Opfer dieses tragischen Rennens. Stead verunglückte während der ersten Etappe des Rennens, vermutlich in der Nähe von Poitiers. Die Berichte sind spärlich, aber es wird angenommen, dass er nicht sofort starb, sondern kurz nach dem Unfall seinen Verletzungen erlag. Stead gehört zu jener stillen Reihe von Motorsportpionieren, deren Tod nicht die Schlagzeilen bestimmte, aber deren Mut und Einsatz den Weg für spätere Generationen ebnen wird. |
| − | * Ebenfalls schwer verletzt wurde der französische Rennfahrer Claude Lorsine Barrow, der in der Nähe von Arveyres einem Hund ausweichen wollte, die Gewalt über sein Fahrzeug verlor und gegen einen Baum prallte. Sein Mechaniker '''Pierre Rodez''' war auf der Stelle tot, während Barrow ein Bein verlor. Medizinisches Personal kümmert sich um ihn. | + | * Ebenfalls schwer verletzt wurde der französische Rennfahrer '''Claude Lorsine Barrow''', der in der Nähe von Arveyres einem Hund ausweichen wollte, die Gewalt über sein Fahrzeug verlor und gegen einen Baum prallte. Sein Mechaniker '''Pierre Rodez''' war auf der Stelle tot, während Barrow ein Bein verlor. Medizinisches Personal kümmert sich um ihn. |
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| − | [[Datei:Marcel Renault.jpg|150px|thumb|''Marcel Renault, * 14.05.1872 Paris, † 24.05.1903 bei Bordeaux'']] 48 Stunden nach seinem Unfall in der Region Poitou-Charentes bei Bordeaux erliegt der junge französische Rennfahrer Marcel Renault seinen schweren Verletzungen; er war nicht mehr aus der Bewusstlosigkeit erwacht. Zeitungen und Experten erklären den „Tod des Autorennsports“. Die Welt verliert mit Marcel Renault einen Automobilkonstrukteur, einen Rennfahrer und seine Firma den Mitbegründer der Renault-Werke. Marcel Renault war mehr als ein Konstrukteur – er war ein Visionär, der den Traum vom Automobil auf die Straße brachte. Gemeinsam mit seinen Brüdern Louis und Fernand gründete er 1898 die Firma Renault Frères, die bald zu einem Symbol für französische Ingenieurskunst wurde. Sein Talent zeigte sich nicht nur in der Werkstatt, sondern auch auf der Rennstrecke. Beim Paris–Wien-Rennen im letzten Jahr triumphierte er mit einem unterlegenen Fahrzeug – ein Beweis für seine fahrerische Klasse und den technischen Mut der Renault-Werke. Doch der Fortschritt fordert seinen Preis. Man geht jetzt allgemein davon aus, dass keine anderen Rennen in der Zukunft mehr erlaubt werden. Die Auswirkungen des Rennens erstrecken sich auch auf die Automobilvorschriften. Es werden Anträge zum Verbot von Geschwindigkeitsüberschreitungen mit Autos über 40 km/h (25 mph) eingereicht, und einige fordern, diese Limitierung auch bei Rennen durchzusetzen. Während einige Zeitungen, wie zum Beispiel "Le Temps", die Katastrophe auf demagogische Weise ausnutzen, um die Automode und die Rennwelt anzugreifen, versuchen andere (wie zum Beispiel "La Presse"), das Problem herunterzuspielen, indem sie behaupten, dass es sich lediglich um drei „unfreiwillige“ Opfer, die Zuschauer, handelt, die auf dem „Altar des Fortschritts“ geopfert wurden. "La Liberté" lehnt die Forderung nach einem Verbot von Sportrennen ab, da der Automobilbau eine Quelle des französischen Stolzes sei und die sozialistische "Petite République" das Auto als Mittel zur Stärkung der Massen verteidigt. "Le Matin" unterstützt die zuerst vom Marquis de Dion geäußerte Meinung, dass Geschwindigkeitsrennen sowohl als Werbegag als auch als Testfeld für technologische Verbesserungen nutzlos seien. Die einzigen sinnvollen Rennen seien die Langstrecken- und Kraftstoffeffizienzrennen. An der Meinung, dass Rennwagen mit ihren überdimensionierten Motoren und extremen Lösungen nur sehr wenig mit gewöhnlichen Nutzfahrzeugen gemeinsam haben, ist wohl etwas Wahres dran. Ein Fachmagazin, "L'Auto", versucht, einen Konsens über ein neues Regelwerk für Sportrennen zu erzielen; weniger Fahrer und Autos, Klassen basierend auf Geschwindigkeit und Leistung (nicht nur Gewicht) und das Publikum weit entfernt von der Rennstrecke. Die erste faire und maßgebliche Analyse stammte von "La Locomotion Automobile", die die Ursachen der Katastrophe ermittelte. Das Massaker war auf mehrere gleichzeitige Faktoren zurückzuführen: <br> | + | [[Datei:Marcel Renault.jpg|150px|thumb|''Marcel Renault, * 14.05.1872 Paris, † 24.05.1903 bei Bordeaux'']] 48 Stunden nach seinem Unfall in der Region Poitou-Charentes bei Bordeaux erliegt der junge französische Rennfahrer '''Marcel Renault''' seinen schweren Verletzungen; er war nicht mehr aus der Bewusstlosigkeit erwacht. Zeitungen und Experten erklären den „Tod des Autorennsports“. Die Welt verliert mit Marcel Renault einen Automobilkonstrukteur, einen Rennfahrer und seine Firma den Mitbegründer der Renault-Werke. Marcel Renault war mehr als ein Konstrukteur – er war ein Visionär, der den Traum vom Automobil auf die Straße brachte. Gemeinsam mit seinen Brüdern Louis und Fernand gründete er 1898 die Firma Renault Frères, die bald zu einem Symbol für französische Ingenieurskunst wurde. Sein Talent zeigte sich nicht nur in der Werkstatt, sondern auch auf der Rennstrecke. Beim Paris–Wien-Rennen im letzten Jahr triumphierte er mit einem unterlegenen Fahrzeug – ein Beweis für seine fahrerische Klasse und den technischen Mut der Renault-Werke. Doch der Fortschritt fordert seinen Preis. Man geht jetzt allgemein davon aus, dass keine anderen Rennen in der Zukunft mehr erlaubt werden. Die Auswirkungen des Rennens erstrecken sich auch auf die Automobilvorschriften. Es werden Anträge zum Verbot von Geschwindigkeitsüberschreitungen mit Autos über 40 km/h (25 mph) eingereicht, und einige fordern, diese Limitierung auch bei Rennen durchzusetzen. Während einige Zeitungen, wie zum Beispiel "Le Temps", die Katastrophe auf demagogische Weise ausnutzen, um die Automode und die Rennwelt anzugreifen, versuchen andere (wie zum Beispiel "La Presse"), das Problem herunterzuspielen, indem sie behaupten, dass es sich lediglich um drei „unfreiwillige“ Opfer, die Zuschauer, handelt, die auf dem „Altar des Fortschritts“ geopfert wurden. "La Liberté" lehnt die Forderung nach einem Verbot von Sportrennen ab, da der Automobilbau eine Quelle des französischen Stolzes sei und die sozialistische "Petite République" das Auto als Mittel zur Stärkung der Massen verteidigt. "Le Matin" unterstützt die zuerst vom Marquis de Dion geäußerte Meinung, dass Geschwindigkeitsrennen sowohl als Werbegag als auch als Testfeld für technologische Verbesserungen nutzlos seien. Die einzigen sinnvollen Rennen seien die Langstrecken- und Kraftstoffeffizienzrennen. An der Meinung, dass Rennwagen mit ihren überdimensionierten Motoren und extremen Lösungen nur sehr wenig mit gewöhnlichen Nutzfahrzeugen gemeinsam haben, ist wohl etwas Wahres dran. Ein Fachmagazin, "L'Auto", versucht, einen Konsens über ein neues Regelwerk für Sportrennen zu erzielen; weniger Fahrer und Autos, Klassen basierend auf Geschwindigkeit und Leistung (nicht nur Gewicht) und das Publikum weit entfernt von der Rennstrecke. Die erste faire und maßgebliche Analyse stammte von "La Locomotion Automobile", die die Ursachen der Katastrophe ermittelte. Das Massaker war auf mehrere gleichzeitige Faktoren zurückzuführen: <br> |
* Geschwindigkeit. Die Autos fuhren mit einer Geschwindigkeit von über 140 km/h, eine Geschwindigkeit, die selbst die schnellsten Züge derzeit nicht erreichen. | * Geschwindigkeit. Die Autos fuhren mit einer Geschwindigkeit von über 140 km/h, eine Geschwindigkeit, die selbst die schnellsten Züge derzeit nicht erreichen. | ||
* Staub, der die Fahrbedingungen verschlechterte und direkte Ursache für einige Unfälle war. | * Staub, der die Fahrbedingungen verschlechterte und direkte Ursache für einige Unfälle war. | ||
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* Auch die Regelung, die einen Fahrerwechsel vor dem Rennstart verbietet, steht auf dem Prüfstand. Einige Fahrer, darunter auch Marcel Renault, hätten an der Startlinie gesundheitliche Probleme gehabt, mussten aber dennoch antreten, weil die Marken ein Fahrzeug nicht ausmustern konnten und ein Fahrerwechsel nicht erlaubt war. <br> | * Auch die Regelung, die einen Fahrerwechsel vor dem Rennstart verbietet, steht auf dem Prüfstand. Einige Fahrer, darunter auch Marcel Renault, hätten an der Startlinie gesundheitliche Probleme gehabt, mussten aber dennoch antreten, weil die Marken ein Fahrzeug nicht ausmustern konnten und ein Fahrerwechsel nicht erlaubt war. <br> | ||
Das Londoner Wochenmagazin „The Car“ überprüfte die Todesangaben, stellte fest, dass es sich bei einigen davon nur um Gerüchte handelte, und untersuchte die tatsächlichen Ursachen. Bei dem Unfall in Angoulême, bei dem ein Soldat und ein Zuschauer ums Leben kamen, wurde festgestellt, dass das Kind schuld war, das die Straße überquert hatte, nachdem es seinen Eltern entkommen war. Der Unfall an der Bahnkreuzung, der Porter widerfuhr, war ein Verschulden der Organisation, da die Kreuzung nicht bewacht wurde. Die vorherrschende Hypothese über einen Kontrollverlust aufgrund eines mechanischen Versagens wurde verworfen. Barrows Auto explodierte nicht, sondern es traf einen Hund, während es einem anderen Hund auswich, und prallte gegen einen Baum, explodierte aber nicht und brannte nicht. Die Idee eines explodierenden Motors fand großen Anklang bei der Öffentlichkeit, war aber ein Produkt von Unwissenheit und Hype. | Das Londoner Wochenmagazin „The Car“ überprüfte die Todesangaben, stellte fest, dass es sich bei einigen davon nur um Gerüchte handelte, und untersuchte die tatsächlichen Ursachen. Bei dem Unfall in Angoulême, bei dem ein Soldat und ein Zuschauer ums Leben kamen, wurde festgestellt, dass das Kind schuld war, das die Straße überquert hatte, nachdem es seinen Eltern entkommen war. Der Unfall an der Bahnkreuzung, der Porter widerfuhr, war ein Verschulden der Organisation, da die Kreuzung nicht bewacht wurde. Die vorherrschende Hypothese über einen Kontrollverlust aufgrund eines mechanischen Versagens wurde verworfen. Barrows Auto explodierte nicht, sondern es traf einen Hund, während es einem anderen Hund auswich, und prallte gegen einen Baum, explodierte aber nicht und brannte nicht. Die Idee eines explodierenden Motors fand großen Anklang bei der Öffentlichkeit, war aber ein Produkt von Unwissenheit und Hype. | ||
| − | * Die Unfälle von Marcel Renault, Claude Loraine Borrow und ET Stead waren die einzigen echten Rennunfälle und waren | + | * Die Unfälle von ''Marcel Renault, Claude Loraine Borrow und ET Stead'' waren die einzigen echten Rennunfälle und waren darauf zurückzuführen, dass übermäßiger Staub die Sicht beim Überholen beeinträchtigte. Die Schuld wird den Beamten und den Regeln zugeschrieben, und die Zahl der Todesopfer wurde angesichts dieser Prämissen als überraschend niedrig eingeschätzt. |
* Dem französischen Premierminister Émile Combes wird eine Mitschuld vorgeworfen, weil er sich bereit erklärt hatte, das Rennen fortzusetzen. Er versucht zu erklären, dass er nicht wusste, dass Autos so schnell und gefährlich sein können. Er behauptet, gegen jede Beschränkung der Automobilhersteller zu sein, und sowohl das Parlament als auch der Senat stimmen einer formellen Abstimmung zur Unterstützung seiner Entscheidung zu. <br> | * Dem französischen Premierminister Émile Combes wird eine Mitschuld vorgeworfen, weil er sich bereit erklärt hatte, das Rennen fortzusetzen. Er versucht zu erklären, dass er nicht wusste, dass Autos so schnell und gefährlich sein können. Er behauptet, gegen jede Beschränkung der Automobilhersteller zu sein, und sowohl das Parlament als auch der Senat stimmen einer formellen Abstimmung zur Unterstützung seiner Entscheidung zu. <br> | ||
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| [[Datei:Frankreich.png|40px]] '''[[Französische Republik 1903|Französische Republik]]''' [[Datei:Großbritannien.png|40px]] '''[[Vereinigtes Königreich Großbritannien und Irland 1903|Vereinigtes Königreich Großbritannien und Irland]] <br> | | [[Datei:Frankreich.png|40px]] '''[[Französische Republik 1903|Französische Republik]]''' [[Datei:Großbritannien.png|40px]] '''[[Vereinigtes Königreich Großbritannien und Irland 1903|Vereinigtes Königreich Großbritannien und Irland]] <br> | ||
| − | [[Datei:Claude Lorraine Barrow.jpg|150px|thumb|''Claude Loraine Barrow, * 10.08.1870 Sydnope Hall bei Matlock, Derbyshire, England, † 13.06.1903 Libourne, Frankreich'']] Drei Wochen nach seinem schweren Unfall beim Straßenrennen Paris–Madrid, das in Bordeaux abgebrochen wurde, stirbt der britische Autorennfahrer Claude Loraine Barrow. Er gehörte zu jener Generation von Pionieren, die sich mit Mut und Neugier in die noch völlig ungezähmte Welt der Rennmaschinen stürzten. <br> | + | [[Datei:Claude Lorraine Barrow.jpg|150px|thumb|''Claude Loraine Barrow, * 10.08.1870 Sydnope Hall bei Matlock, Derbyshire, England, † 13.06.1903 Libourne, Frankreich'']] Drei Wochen nach seinem schweren Unfall beim Straßenrennen Paris–Madrid, das in Bordeaux abgebrochen wurde, stirbt der britische Autorennfahrer '''Claude Loraine Barrow'''. Er gehörte zu jener Generation von Pionieren, die sich mit Mut und Neugier in die noch völlig ungezähmte Welt der Rennmaschinen stürzten. <br> |
Barrow hatte am Jesus College in Cambridge studiert und war nach seinem Abschluss nach Südwestfrankreich gezogen. Er fuhr fünf Autorennen mit Marken wie Panhard & Levassor und De Dietrich. <br> | Barrow hatte am Jesus College in Cambridge studiert und war nach seinem Abschluss nach Südwestfrankreich gezogen. Er fuhr fünf Autorennen mit Marken wie Panhard & Levassor und De Dietrich. <br> | ||
Sein Wagen kollidierte am 24. Mai in der Nähe von Arveyres mit einem Baum, nachdem er einem Hund ausgewichen war. Sein Mechaniker Pierre Rodez starb sofort, Barrow überlebte schwer verletzt, verlor ein Bein und erlag am 13. Juni einer Lungenentzündung. <br> | Sein Wagen kollidierte am 24. Mai in der Nähe von Arveyres mit einem Baum, nachdem er einem Hund ausgewichen war. Sein Mechaniker Pierre Rodez starb sofort, Barrow überlebte schwer verletzt, verlor ein Bein und erlag am 13. Juni einer Lungenentzündung. <br> | ||
Version vom 23. August 2025, 13:06 Uhr
DIE FORMEL 1 IM JAHRE 1903
Nach desaströsem Ausgang verbietet Frankreich Autorennen auf nicht abgesperrten Straßen
Eine deutsche Marke ist erstmals unter den ersten Drei der inoffiziellen Motorwertung
Für die inoffizielle Weltmeisterschaft der Autorennfahrer werden lediglich die Rennen mit internationaler Beteiligung aufgeführt, die später als "Grand Prix" oder "Grande Épreuve" bezeichnet werden.
| Bisherige inoffizielle Weltmeisterschaften | Aktuelle Geschwindigkeitsrekorde für Landfahrzeuge |
|---|---|
| Geschichte der Formel 1 : 1894 / 1895 / 1896 / 1897 / 1898 / 1899 / 1900 / 1901 / 1902 |
seit 17.11.1902 124,13 km/h |
(bis 1949 inoffiziell) | |||
| Datum | Länge km | Bezeichnung und Ort | Sieger |
|---|---|---|---|
(VIII. Grand Prix de l'A.C.F.) |
|||
Rund um Bastogne |
|||
Rund um Athy (Irland) |
|||
| 17.02.1903 |
Baron von Zuylen, der Präsident des französischen Automobilclubs ACF und König Alfons von Spanien treffen den französischen Premierminister Émile Combes, um über das nach dem Autorennen von Paris nach Berlin im Jahre 1901 durch den französischen Innenminister Waldeck-Rousseau verhängte Verbot weiterer Autorennen in Frankreich zu sprechen. Dem Baron und dem König gelingt es, den Widerstand des Premiers zu überwinden, indem von Zuylen erklärt, dass die Straßen tatsächlich öffentlich seien und die Öffentlichkeit die Rennen wolle und dass viele örtliche Vertreter unbedingt ein Rennen durch ihre Stadt führen wollten. Darüber hinaus unterstützen viele französische Automobilhersteller den Antrag, da sie durch ihre 25.000 Arbeiter momentan allein im Export 16 Millionen Francs pro Jahr einnehmen. Eine Werbung für ihre Marken durch Autorennen wären nötig, um ihre Einnahmen weiterhin zu steigern. Sowohl der französische Ministerrat als auch der Präsident unterstützen nunmehr die Veranstaltung, die am 24. Mai um 0330 Uhr in Versailles starten soll. Das Rennen soll über 1307 Kilometer gehen und in drei Etappen verlaufen: Versailles-Bordeaux (552 km), Bordeaux-Vitoría (335 km) und Vitoría-Madrid (420 km). Die Regeln wurden bereits in den drei größten französischen Motorsportzeitschriften "France Automobile", "La Locomotion" und "La Vie Automobile" veröffentlicht. Das Reglement sieht vor, dass das Starterfeld in vier Gewichtsklassen unterteilt wird, und zwar 1) unter 250 kg, 2) 250 bis 400 kg, 3) 400 bis 650 kg und 4) 650 bis 1000 kg. Das Gewicht wird ermittelt ohne Fahrer, Kraftstoff, Batterien, Öl, Ersatzteile, Werkzeuge, Lebensmittel und Wasser, Fahrergepäck, Scheinwerfer- und Lichtkabelbäume, Hupen und eventuellen externen Anlassern. Für alle Wagen muss ein Startgeld gezahlt werden, das je nach Gewicht zwischen 50 und 400 Francs liegt. Die beiden schwereren Klassen sollen einen Fahrer und einen Mechaniker haben, während die beiden leichteren Klassen nur einen Fahrer erfordern. Die Startreihenfolge soll zwischen den in den ersten 30 Tagen eingeschriebenen Fahrzeugen und nach dem 15. Februar eingeschriebenen Fahrern ausgelost werden. Wie bei vielen Rennen zuvor sollen die Autos einzeln mit einer Verzögerung von zwei Minuten losfahren. Eine „Parc fermé“-Regel wird eingeführt: Am Ende jeder Rennetappe müssen die Autos von einem Kommissar in geschlossene Boxen gebracht werden, wo keine Reparaturen oder Wartungsarbeiten erlaubt sind. Etwaige Nachtankungen oder Reparaturen müssen während der Rennzeit durchgeführt werden. Auf dem Weg zum streng bewachten Abstellplatz sollen die Autos in einer Parade die Städte durchqueren, begleitet von einem Rennleiter auf einem Fahrrad, der die genaue Zeit der Überfahrt aufzeichnen soll, die später von der Gesamtzeit des Fahrers abgezogen wird. Die Zeitaufzeichnungen werden auf Zeitzettel geschrieben und in versiegelten Metallboxen an jedem Auto aufbewahrt. Während die Etappe von Versailles nach Bordeaux eine tragende Säule des Straßenrennens ist (der Gordon-Bennett-Cup wurde 1901 dort ausgetragen), ist die Etappe von Bordeaux nach Vitoría unsicherer: Sie ist voller scharfer Kurven, Anstiege, schmaler Brücken, Bahnübergänge und Steinstraßen, aber auch mit langen, asphaltierten Strecken, auf denen hohe Geschwindigkeiten möglich sind. |
| 24.05.1903 |
AUTORENNEN PARIS - MADRID (Tatsächlich AUTORENNEN PARIS - BORDEAUX) - VIIIe Grand Prix de l'A.C.F., Straßenrennen: 550 km Henri Fournier, William K. Vanderbilt, Fernand Gabriel und Baron de Forest sind für die Marke Mors eingeschrieben, die einen gewagten, neuen, luftgekühlten Motor auf den klassischen Bateau-Rahmen präsentiert. Das Auto ist mit 90 PS und einer Höchstgeschwindigkeit von fast 140 km/h sehr leistungsstark. ... und weitere 80 Wagen. Der Letzte, Rulot auf Serpollet, kommt nach 20h57m04s ins Ziel. Die einzige weibliche Teilnehmerin, Madame du Gast, die mit einem de Dietrich unterwegs ist, kommt als 77. Wagen nach 10h51m07s ins Ziel.
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| 26.05.1903 |
48 Stunden nach seinem Unfall in der Region Poitou-Charentes bei Bordeaux erliegt der junge französische Rennfahrer Marcel Renault seinen schweren Verletzungen; er war nicht mehr aus der Bewusstlosigkeit erwacht. Zeitungen und Experten erklären den „Tod des Autorennsports“. Die Welt verliert mit Marcel Renault einen Automobilkonstrukteur, einen Rennfahrer und seine Firma den Mitbegründer der Renault-Werke. Marcel Renault war mehr als ein Konstrukteur – er war ein Visionär, der den Traum vom Automobil auf die Straße brachte. Gemeinsam mit seinen Brüdern Louis und Fernand gründete er 1898 die Firma Renault Frères, die bald zu einem Symbol für französische Ingenieurskunst wurde. Sein Talent zeigte sich nicht nur in der Werkstatt, sondern auch auf der Rennstrecke. Beim Paris–Wien-Rennen im letzten Jahr triumphierte er mit einem unterlegenen Fahrzeug – ein Beweis für seine fahrerische Klasse und den technischen Mut der Renault-Werke. Doch der Fortschritt fordert seinen Preis. Man geht jetzt allgemein davon aus, dass keine anderen Rennen in der Zukunft mehr erlaubt werden. Die Auswirkungen des Rennens erstrecken sich auch auf die Automobilvorschriften. Es werden Anträge zum Verbot von Geschwindigkeitsüberschreitungen mit Autos über 40 km/h (25 mph) eingereicht, und einige fordern, diese Limitierung auch bei Rennen durchzusetzen. Während einige Zeitungen, wie zum Beispiel "Le Temps", die Katastrophe auf demagogische Weise ausnutzen, um die Automode und die Rennwelt anzugreifen, versuchen andere (wie zum Beispiel "La Presse"), das Problem herunterzuspielen, indem sie behaupten, dass es sich lediglich um drei „unfreiwillige“ Opfer, die Zuschauer, handelt, die auf dem „Altar des Fortschritts“ geopfert wurden. "La Liberté" lehnt die Forderung nach einem Verbot von Sportrennen ab, da der Automobilbau eine Quelle des französischen Stolzes sei und die sozialistische "Petite République" das Auto als Mittel zur Stärkung der Massen verteidigt. "Le Matin" unterstützt die zuerst vom Marquis de Dion geäußerte Meinung, dass Geschwindigkeitsrennen sowohl als Werbegag als auch als Testfeld für technologische Verbesserungen nutzlos seien. Die einzigen sinnvollen Rennen seien die Langstrecken- und Kraftstoffeffizienzrennen. An der Meinung, dass Rennwagen mit ihren überdimensionierten Motoren und extremen Lösungen nur sehr wenig mit gewöhnlichen Nutzfahrzeugen gemeinsam haben, ist wohl etwas Wahres dran. Ein Fachmagazin, "L'Auto", versucht, einen Konsens über ein neues Regelwerk für Sportrennen zu erzielen; weniger Fahrer und Autos, Klassen basierend auf Geschwindigkeit und Leistung (nicht nur Gewicht) und das Publikum weit entfernt von der Rennstrecke. Die erste faire und maßgebliche Analyse stammte von "La Locomotion Automobile", die die Ursachen der Katastrophe ermittelte. Das Massaker war auf mehrere gleichzeitige Faktoren zurückzuführen:
Das Londoner Wochenmagazin „The Car“ überprüfte die Todesangaben, stellte fest, dass es sich bei einigen davon nur um Gerüchte handelte, und untersuchte die tatsächlichen Ursachen. Bei dem Unfall in Angoulême, bei dem ein Soldat und ein Zuschauer ums Leben kamen, wurde festgestellt, dass das Kind schuld war, das die Straße überquert hatte, nachdem es seinen Eltern entkommen war. Der Unfall an der Bahnkreuzung, der Porter widerfuhr, war ein Verschulden der Organisation, da die Kreuzung nicht bewacht wurde. Die vorherrschende Hypothese über einen Kontrollverlust aufgrund eines mechanischen Versagens wurde verworfen. Barrows Auto explodierte nicht, sondern es traf einen Hund, während es einem anderen Hund auswich, und prallte gegen einen Baum, explodierte aber nicht und brannte nicht. Die Idee eines explodierenden Motors fand großen Anklang bei der Öffentlichkeit, war aber ein Produkt von Unwissenheit und Hype.
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| Ende Mai 1903 |
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| 13.06.1903 |
Drei Wochen nach seinem schweren Unfall beim Straßenrennen Paris–Madrid, das in Bordeaux abgebrochen wurde, stirbt der britische Autorennfahrer Claude Loraine Barrow. Er gehörte zu jener Generation von Pionieren, die sich mit Mut und Neugier in die noch völlig ungezähmte Welt der Rennmaschinen stürzten. Barrow hatte am Jesus College in Cambridge studiert und war nach seinem Abschluss nach Südwestfrankreich gezogen. Er fuhr fünf Autorennen mit Marken wie Panhard & Levassor und De Dietrich. |
| 23.06.1903 |
CIRCUIT DES ARDENNES à BASTOGNE; Straßenrennen 512,05 km.
Es war das erste große Rennen nach dem Paris–Madrid-Debakel und wurde auf einem temporären Straßenkurs rund um Bastogne ausgetragen. Die Strecke war etwa 84,5 Meilen lang (ca. 136 km). Die schweren Autos trugen ihr Rennen am Morgen, die leichten Autos am Nachmittag aus, danach entschieden die besten Zeiten für die Gesamttabelle und das Podium. Das Ergebnis des Rennens: Zwanzig Fahrer erreichten das Ziel nicht, darunter Etienne und François Giraud auf CGV, die bereits in der ersten Runde ausschieden. William K. Vanderbilt musste seinen Mors ebenfalls in Runde 1 wegen Problemen mit dem Zylinderkopf aufgeben. In der zweiten Runde fielen George Heath auf Panhard, Charles Jarrott auf De Dietrich sowie Louis Rigolly und Arthur Duray auf Gobron-Brillié aus. |
| 02.07.1903 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
AUTORENNEN RUND UM ATHY (IRLAND) – IV. GORDON BENNETT TROPHY, Straßenrennen: 598,3 km
Der Gordon Bennett Cup 1903, offiziell „IVe Coupe Internationale“, wird auf dem Athy Circuit in Irland ausgetragen – erstmals auf vollständig gesperrten Straßen. Die Strecke besteht aus sieben Runden: sechs über einen kürzeren Kurs westlich von Athy und eine abschließende Runde über den längeren Kurs östlich davon. Die Gesamtdistanz beträgt 598,3 km (371,8 Meilen).
Nach den tragischen Ereignissen beim Rennen Paris–Madrid im Mai 1903, das in Bordeaux abgebrochen wurde, herrscht große öffentliche Besorgnis. Um die Sicherheit zu gewährleisten, wird die Strecke streng abgesperrt und von 7000 Polizisten, Truppen und Kommissaren überwacht. Die Route besteht aus zwei Schleifen in Form einer Acht:
– Westschleife (84 km): Kilcullen, The Curragh, Kildare, Monasterevin, Stradbally, Athy
Ansatz einer gerechten Punktevergabe für die inoffizielle Weltmeisterschaft bei Oteripedia!:
Punkte der Fahrer fließen in die Nationenwertung entsprechend der kommunizierten Staatsangehörigkeit.
Die erfolgreichsten Autorennfahrer des Jahres 1903 (inoffizielle Wertung) Inoffizielle Nationenwertung aller Compétitions oder Épreuves im Automobilgeschehen des Jahres 1903
Inoffizielle Wertung der Fahrer der bisherigen Compétitions oder Épreuves im Automobilsport seit 1899 (Top 20) 1899-1903 - Inoffizielle "ewige" Gesamtwertung aller Sieger von Rennen der höchsten Klasse im Automobilsport (die sechs erfolgreichsten Fahrer mit mindestens zwei Siegen)
1899-1903 - Inoffizielle "ewige" Gesamtwertung aller Podien von Rennen der höchsten Klasse im Automobilsport (die acht erfolgreichsten Fahrer) Fahrer-Wertung der Länder der bisherigen Compétitions oder Épreuves im Automobilsport seit 1899
Inoffizielle Motorswertung aller Compétitions oder Épreuves im Automobilsport des Jahres 1903 Inoffizielle Motorwertung aller Compétitions oder Épreuves im Automobilsport im Zeitraum 1898-1903
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