Stamm der Magyaren 930: Unterschied zwischen den Versionen

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Version vom 4. November 2017, 17:22 Uhr

Das Lehel-Horn von Jászberény

Stamm der Magyaren

Dekade 930-939

Hauptorte: Insel Csepel und Óbuda
Staatsform: Fürstentum

Hauptseite Map Migrationsverlauf Ungarn.jpg
Jahres-Chroniken
Länderchroniken
Ereignis
frühere Chroniken
Chronik der Magyaren der folgenden Dekade
830 / 840 / 850 / 860 / 870 / 880 / 890 / 900 / 910 / 920
Fortlaufende Ereignisse
Lehel-Horn.jpg Franken.gif
Stamm der Magyaren / Ostfränkisches Reich

Zu Beginn des 10. Jahrhunderts wird das Ostfränkische Reich mehrfach von Beutezügen des magyarischen Reitervolks heimgesucht. Die Magyaren wollen nicht erobern – sie fallen blitzartig ins Land ein, rauben und brandschatzen und verschwinden wieder. Manche Unternehmungen führen sie tief nach Süddeutschland, nach Oberitalien und sogar nach Lothringen.

01.01.930
Lehel-Horn.jpg
Stamm der Magyaren
Der Herrscher der Magyaren am Beginn der Dekade
Funktion Name seit Jahre
70px
Kündü
(Häuptling und religiöser Führer)
Jutas fia Árpád
(* ~ 880)
~ 925
5
932
Lehel-Horn.jpg Franken.gif
Stamm der Magyaren / Ostfränkisches Reich / Stammesherzogtum Sachsen
 

Rund sechs Jahre nach dem Abschluss eines neunjährigen Waffenstillstandes zwischen den Magyaren und den Ostfranken, der vorsieht, dass die Ostfranken den Magyaren einen jährlichen Tribut zu zollen haben, hat König Heinrich die Zeit genutzt, um neue Befestigungen zu errichten und die slawischen Abodriten, Wilzen, Heveller, Daleminzier, Böhmen und Redarier zu unterwerfen und dem Reich gegenüber tributpflichtig zu machen. Durch seine kluge, zurückhaltende Innenpolitik, die den anderen Stammesherzögen eine weitgehende Selbstständigkeit zusichert, hat Heinrich sich deren Unterstützung versichert. Als eine Gesandtschaft der Magyaren nun den fälligen Tribut entgegennehmen will, gibt er den Befehl, ihnen stattdessen einen toten Hund vor die Füße zu schleudern. Diese schmähliche Behandlung bedeutet das Ende des Waffenstillstands zwischen Magyaren und Ostfranken.

15.03.933
Lehel-Horn.jpg Franken.gif
Stamm der Magyaren / Ostfränkisches Reich / Stammesherzogtum Sachsen
 

In dem Gebiet einer später nicht mehr lokalisierbaren "Burg des Wido" in der Region der Helme-Unstrut-Niederung oder im Raum der heutigen Stadt Merseburg findet eine Schlacht zwischen Magyaren und Ostfranken statt. Auch der Lagerplatz des ostfränkischen Königs Heinrich I., Riade genannt, wird später ohne durchschlagenden Erfolg gesucht werden. Manche Historiker vermuten Riade im heutigen Kalbsriether Ortsteil Ritteburg an der Mündung der Helme in die Unstrut und setzt sie mit dem in Urkunden genannten Ort Reot, Rieda oder Riede gleich. Andere Historiker vermuten das Schlachtfeld bei Radewell im Ried am Zusammenfluss zwischen Elster und Saale. Ebenso wird das Schlachtfeld um Riethgen (auch Riedchen) bei Weißensee/Thüringen angesetzt, wobei man auf den Flurnamen in der Hunne oder Hunnenfeld, angeblich benannt nach den so im Volksmund genannten Magyaren, verweist. Dort soll Heinrich angeblich vom sogenannten Kains- oder Königsberg seine Truppen befehligen. Die Armee der Magyaren besteht aus leichter Reiterei. Es sind hervorragende Bogenschützen, deren Taktik darin besteht, in kleinen Gruppen auf den Feind zuzustürmen, tödliche Pfeile abzuschießen und dann genauso schnell wieder zu verschwinden. Bisher war diese Taktik der Magyaren immer erfolgreich. Heinrich setzt, nach Auskunft des Geschichtsschreibers Widukind von Corvey, eine wohl in den vorangegangenen Ungarnkriegen entwickelte Taktik ein: Leicht bewaffnete Krieger (cum raro milite armato) sollen durch vermeintliche Wehrlosigkeit (inermes) die feindliche Armee zum Angriff herausfordern. Die Magyaren greifen die vorausgeschickten Thüringer auch tatsächlich an, wenden sich allerdings zum Rückzug, sobald sie das voll ausgerüstete Heer (exercitum armatum) erblicken. Dem Heer Heinrichs bleibt nur noch, das Heerlager des Gegners zu plündern und die von den Magyaren gemachten Gefangenen zu befreien. Auch der Geschichtsschreiber Liudprand beschreibt eine heillose Flucht der Magyaren.

933
Lehel-Horn.jpg
Stamm der Magyaren

Der Kündü der Magyaren, Jutas fia Árpád, stirbt. Sein Nachfolger wird Solt (Zoltán) fia Árpád, der jüngere Bruder des Verstorbenen.
  

Der aktuelle Herrscher der Magyaren
Funktion Name seit Jahre
Solt fia Árpád.jpg
Kündü
(Häuptling und religiöser Führer)
Solt (Zoltán) fia Árpád
(* ~ 890)
~ 933
-
938
Lehel-Horn.jpg Franken.gif
Stamm der Magyaren / Ostfränkisches Reich / Stammesherzogtum Sachsen
 

Fünf Jahre nach ihrer Niederlage in der Schlacht bei Riade unternehmen magyarische Reiter einen neuen Einfall in das ostfränkische Gebiet, der jedoch rasch abgeschlagen wird.

31.12.939
Lehel-Horn.jpg
Stamm der Magyaren
Der Herrscher der Magyaren am Ende der Dekade
Funktion Name seit Jahre
Solt fia Árpád.jpg
Kündü
(Häuptling und religiöser Führer)
Solt (Zoltán) fia Árpád
(* ~ 890)
~ 933
6

Die bisherigen Herrscher der Magyaren mit der längsten Herrschaftszeit
Funktion und Amtszeit Name Jahre
Mann.jpg
Kündü
(830-895)
Levedi
65
Álmos.jpg
Gyula
(830-895)
Álmos
65
Ügyek.jpg
Häuptling
(815-830)
Ügyek
15
Chronik der Magyaren der folgenden Dekaden
940 / 950 / 960 / 970 / 980 / 990
Chronik des Königreichs Ungarn der folgenden Dekaden
990 / 1000 / 1010 / 1020 / 1030
Weblinks
Memo
Ungarn gibt sich die erste Flagge im Jahre 997.
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