Die Entstehung der Welt

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Vor dem Urknall Home
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Die Entstehung der Welt - Präkambrium - Paläozoikum


DIE ENTSTEHUNG DER WELT

Vom Anbeginn bis 4,569 Milliarden Jahre BC

VORBEMERKUNGEN

Über das Datum des Beginns der Welt und des Beginns der Menschheit gehen die Auffassungen der Wissenschaftler und der Theologen weit auseinander. Die moderne Kosmogenie geht davon aus, dass der Urknall, mit dem alles begann, vor 13,81 Milliarden Jahren stattfand; ein Europäer mit dem Durchschnittsalter von ca. 42 Jahren hat also in seinem Leben bereits mindestens viermal erlebt, dass das Alter des Universums nach oben hin korrigiert wurde. Die US-amerikanische Raumfahrtbehörde NASA ging beim APOLLO-Mondprogramm im Jahre 1969 davon aus, dass sich jedes Jahr der Vergangenheit eine bestimme, relativ konstante Schichthöhe Staubs auf dem Mond abgesetzt habe. Die Menge des vorhandenen Staubs in der Bahn der Erde um die Sonne war vorher jahrelang durch Satelliten mit speziellen Staubdetektoren gemessen worden. Die Forschungsergebnisse der sechs APOLLO-Flüge ergaben, dass nicht der "Stein, auf dem 4,5 Milliarden Jahre draufsteht" gefunden wurde, wie APOLLO-14-Kommandant Alan Shepard scherzhaft vor dem Start gehofft hatte, sondern ein überraschendes Staubschicht-Ergebnis von 14.000 bis 16.000 Jahren der mutmaßlichen Existenz des Mondes als Begleiter unseres Planeten zutage förderte, das aber von der NASA nicht publiziert wurde. Die kürzeste Lebenszeit des Universums räumt der anglikanische Theologe James Ussher ein: Nach seinen "genauen Berechnungen" schuf Gott das Universum am 23. Oktober 4004 genau um 1430 Uhr. Hier die Übersicht der einzelnen Theorien und Denkansätze zur Schöpfung, die keineswegs Anspruch auf Vollständigkeit erhebt:
13.810.000.000 BC - Die moderne Kosmogenie nimmt den Zeitpunkt des Urknalls an. Obwohl kein Mensch weiß, was tatsächlich passierte, gibt es recht präzise Zeitangaben zu dem, was nach dem Urknall geschah. Diese Zahl geht auf veröffentlichte Forschungsergebnisse des ESA-Satelliten PLANCK hervor. Die Entdeckung stützt die Theorie der kosmologischen Inflation, der zufolge das Universum nach dem Urknall im Bruchteil einer Sekunde von einer Größe kleiner als ein Atom auf die heutige Ausdehnung expandierte. Die Beobachtungen des Satelliten stimmen mit früheren rein mathematischen Berechnungen überein.
8498 BC - Nach einer Berechnung der Maya findet der Beginn der Welt statt.
21. März 5509 BC - Oströmisches Reich: Das „Chronicon Paschale“ (Osterchronik), eine von einem anonymen Autor im Jahre 630 im Oströmischen Reich verfasste Weltchronik in griechischer Sprache, datiert die Erschaffung der Welt.
5200 BC - Irland: In den irischen „Annalen der Vier Meister“ wird für dieses Jahr die Gründung der Welt angenommen.
1. Januar 4713 BC - Römische Republik (Caesar): Um 12:00 Uhr Weltzeit (= JD 0) – Beginn der Zeitskala des Julianischen Datums, das vor allem für Datumsberechnungen in der Astronomie und Geodäsie benutzt wird. Teile eines Tages (Stunden, Minuten, etc.) werden dabei in Nachkommastellen ausgedrückt.
23. Oktober 4004 BC - Anglikaner: Entsprechend den „genauen Berechnungen“ (basierend auf den Stammbäumen und Lebenszeiten der Patriarchen im Alten Testament) des anglikanischen Theologen James Ussher soll exakt um 14:30 Uhr von Gott das Universum erschaffen worden sein.

Ereignis
13.810.000.000-1 ("BC")
Vor dem Big Bang
Nichts

Dies ist der Zustand vor dem "Big Bang", auch "Urknall" genannt. Bei genauem Hinsehen ist das Buchstabenkürzel "BC" ("vor Christus") der hilflose Versuch, irgend eine Ordnung zu beschreiben, die es noch gar nicht gibt. Es gibt weder Zeit noch Raum und im Prinzip auch keine Materie. Das vorhandene „Nichts“ ist kleiner als ein Stecknadelkopf, sogar kleiner als ein Atom, genau genommen so klein wie ein Proton im Atomkern. Wie auch immer dieses "Nichts" vor dem Urknall beschaffen ist … auf jeden Fall ist es winzig. Doch dann wird etwas geschehen, das die größte Explosion in der Geschichte auslöst. Dieses Phänomen wird in der Bibel im 1. Buch Mose sehr eindrucksvoll mit den Begriffen beschrieben, die vor etwa 4000 Jahren bei den Menschen im Vorderen Orient gebräuchlich sind: (mit Versangaben):

3 Und Gott sprach: Es werde Licht! Und es wurde Licht.
4 Und Gott sah das Licht, dass es gut war; und Gott schied das Licht von der Finsternis.

Die Bezeichnung "BC" ist an dieser Stelle aus christlicher und aus jüdischer Sicht sehr irreführend. Denn Mose bezeugt in dem einzigen Psalm, der ihm zuerkannt wird: "Ehe die Berge geboren waren und du die Erde und die Welt erschaffen hattest, von Ewigkeit zu Ewigkeit bist du, Gott." (Psalm 90,2). Jesus Christus betet: "Vater, ich will, dass die, welche du mir gegeben hast, auch bei mir seien, wo ich bin, damit sie meine Herrlichkeit schauen, die du mir gegeben hast, denn du hast mich geliebt vor Grundlegung der Welt." (Johannes-Evangelium 17,24). Und der Apostel Paulus schreibt in seinem Brief an die Epheser im 1. Kapitel, Verse 3-6: "Gepriesen sei der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus! Er hat uns gesegnet mit jeder geistlichen Segnung in der Himmelswelt in Christus, wie er uns in ihm auserwählt hat vor Grundlegung der Welt, dass wir heilig und tadellos vor ihm seien in Liebe und uns vorherbestimmt hat zur Sohnschaft durch Jesus Christus für sich selbst nach dem Wohlgefallen seines Willens, zum Preise der Herrlichkeit seiner Gnade, mit der er uns begnadigt hat in dem Geliebten." Somit bezeugt die Bibel an diesen genannten Stellen und an weiteren hier nicht genannten, dass der Dreieinige Gott bereits vor Erschaffung der Welt existiert. Da wir praktisch nichts wissen über die Zeit vor dem "Big Bang" ist diese Auffassung wissenschaftlich betrachtet genauso wahrscheinlich wie jede andere Auffassung auch. Oder sogar ein bisschen wahrscheinlicher, denn in der Bibel begegnet uns jedenfalls ein Konzept, das zumindest den Christen als konkurrenzlos zu anderen Theorien und Überlegungen erscheint. "BC" bezieht sich von nun an auf die Zeitenwende im Jahre 1 a.d. (anno domini, das Jahr des HERRN).

13.810.000.000 BC
Big Bang
Big Bang / Universum

Der „Urknall“, unsere theoretische Erklärung für den Beginn des Universums, ereignet sich in einem Zeitraum von einem Milliardstel eines Milliardstels eines Milliardstels einer Sekunde und dehnt das kleinste Gebilde, das man sich überhaupt vorstellen kann, zu einem Universum mit einer Ausdehnung von Milliarden Kilometern aus. Die Zeit vor dem „Urknall“ kann man nicht messen und den Ort, wo dieser stattfand ebensowenig, denn bis zu diesem Zeitpunkt gibt es weder Zeit noch Raum. Obwohl kein Mensch weiß, was tatsächlich passierte, gibt es recht präzise Zeitangaben zu dem, was nach dem Urknall geschieht. Mit dem „Big Bang“, der eigentlich gar kein „Knall“ ist, weil er unhörbar im Vakuum erfolgt, entstehen auch alle Naturgesetze, die bis heute ihre Gültigkeit besitzen. Mit dem Big Bang kommen gleichermaßen Raum und Zeit in das Geschehen; er gilt als der Anfang von allem. Unmittelbar nach dem Urknall bläht sich das Universum, das unglaublich heiß und dicht ist, in der Inflation in Sekundenbruchteilen mit mehr als Lichtgeschwindigkeit gigantisch auf. Es besteht aus einer dichten Suppe aus Elementarteilchen, die nach etwa hundert Sekunden beginnen, zu ersten Atomen zu verschmelzen. Das Universum besteht aus viel Licht, hervorgerufen durch die Zerstrahlung von Teilchen-/Antiteilchen gleich am Beginn. Dank der heutigen Vermessung der Strahlung können wir unser Universum ziemlich genau datieren. Drei Minuten nach dem Ereignis gibt es lediglich Wasserstoff und Helium und noch keine schweren Elemente. Das ganze Universum wird nun zu einer einzigen heiße Masse und ist noch undurchsichtig. Das Universum bewegt sich mit großer Geschwindigkeit auseinander. Durch die Expansion kühlt sich das Universum kontinuierlich ab (heute hat es eine Temperatur von -261 Grad Celsius). Alle Materie, die heute im Universum existiert, ist in den ersten Sekunden nach dem "Big Bang" entstanden.

13.809.620.000 BC
Die Ausdehnung des Universums
Universum

380.000 Jahre nach dem "Urknall" ist das Universum so weit abgekühlt, dass es kaum noch geladene Teilchen im All gibt, die Lichtteilchen ablenken können. Aus dieser Zeit erreicht uns mit der kosmischen Hintergrundstrahlung die älteste Strahlung im All – für die Kosmologen enthält diese Strahlung einzigartige Informationen über die Verteilung von Strahlung und Materie im jungen Kosmos. Beobachtungen dieser Strahlung passen am besten zur sogenannten Inflationstheorie. Danach hat sich das Universum für einen Sekundenbruchteil unmittelbar nach dem Urknall extrem schnell von winzigen Ausmaßen auf eine riesige Größe aufgebläht – danach geht die Ausdehnung im moderaten, messbaren Tempo weiter. Der beim „Big Bang“ entstandene Wasserstoff und das Helium bilden überall im sich ständig ausdehnenden Universum Ansammlungen. Wie das Universum sich bei der Ausdehnung Raum verschafft und wo und ob dieser Raum endlich oder unendlich ist, bleibt bis heute ein Rätsel.

13.699.620.000 BC
Universum

Das junge Universum ist nun so weit abgekühlt, dass die Elektronen sich langsam genug bewegen, um sich an die neuen Atome anheften zu können. Eine Massenproduktion von Atomen, vornehmlich von Wasserstoff- und Lithiumatomen wird inganggesetzt. Der Kosmos, der bislang milchig und undurchsichtig ist, wird nun mit Licht durchflutet.

13.310.000.000 BC
Universum

Rund 500 Millionen Jahre nach dem „Big Bang“ bilden sich im Universum die ersten Sonnensysteme (Galaxien). Das Sonnensystem mit unserer Sonne ist zu diesem Zeitpunkt noch nicht dabei.

13.300.000.000 BC
Universum

Die ersten Sterne bilden sich, als sich das Universum 200 bis 500 Millionen Jahren nach dem Beginn weiter abgekühlt hat. Vor 4000 Jahren wird dieses Phänomen bereits in der Bibel im 1. Buch Mose beschrieben (mit Versangaben):

14 Und Gott sprach: Es sollen Lichter an der Wölbung des Himmels werden, um zu scheiden zwischen Tag und Nacht, und sie sollen dienen als Zeichen und [zur Bestimmung von] Zeiten und Tagen und Jahren;
15 und sie sollen als Lichter an der Wölbung des Himmels dienen, um auf die Erde zu leuchten! Und es geschah so.

12.000.000.000 BC
Galaxie
Omega Centauri
Der Kugelsternhaufen Omega Centauri entsteht. Er wird Teil der späteren Milchstraße und besteht aus 10 Millionen Sonnen. In der jüngsten Geschichte wird er sich 17,3 Lichtjahre von der Erde entfernt befinden und sich weiterhin vom Solar System entfernen.
4.600.000.000 BC
Galaxie

An Stelle unseres Sonnensystems und der umgebenden Sterne bewegt sich eine ausgedehnte Materiewolke um das Zentrum der Galaxis. Die Wolke besteht zu über 99 Prozent aus den Gasen Wasserstoff und Helium sowie einem geringen Anteil aus nur mikrometergroßen Staubteilchen, die sich aus schwereren Elementen und Verbindungen, wie Wasser, Kohlenmonoxid, Kohlendioxid, anderen Kohlenstoffverbindungen, Ammoniak und Siliziumverbindungen zusammensetzen.

Präkambrium
Die Zeit vor 4,568 Milliarden Jahren bis 541,1 Millionen Jahren
Paläozoikum
Die Zeit vor 541 bis 252,3 Millionen Jahren
Mesozoikum
Die Zeit vor 252,2 bis 66,1 Millionen Jahren
Paläogen
Die Zeit vor 66 bis 23,04 Millionen Jahren
Neogen
Die Zeit vor 23,04 bis 2,589 Millionen Jahren
Pleistozän
Die Zeit von 2.588.000 bis 9700 BC
Chronik der Menschheitsgeschichte
...beginnend mit dem Jahr 9699 BC
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