Das Königreich Preußen als Ergebnis des Zusammenschlusses des Kurfürstentums Brandenburg mit dem Herzogtum Preußen
Die wichtigsten Persönlichkeiten des Königreiches Preußen des Jahres
König Louis XIV. von Frankreich (* 1638 St.-Germain-en-Laye) der Lenker des politischen Geschehens in Westeuropa.
Kaiser Leopold I. (* 1640 Wien) Deutscher Kaiser und Erzherzog von Österreich.
König Friedrich I. (* 1657 Königsberg) Der letzte Herzog von Brandenburg-Preußen wird erster König in Preußen.
Antoine de la Mothe de Cadillac (* 1658 Region Okzitanien) der französische Capitan sichert die französische Kolonie in Nordamerika durch den Bau eines Forts an der Stelle des heutigen Detroit gegen die Engländer.
Prinz Eugen von Savoyen (* 1663 Paris) der große Stratege besiegt im Auftrag Österreichs seine zahlenmäßig überlegenen Gegner.
König August II. von Polen (* 1670 Dresden) obwohl der polnische Adel nicht geschlossen hinter dem König aus Sachsen steht, setzt er seine Soldaten gegen die Schweden in Bewegung.
Jethro Tull (* 1674 Berkshire) der englische Erfinder revolutioniert die Agrarkultur durch die Erfindung der Sämaschine.
König Karl XII. von Schweden (* 1682 Stockholm) durch sein überlegenes Militär wird er der mächtigste Mann Europas.
König Felipe V. "El Animoso" (* 1683 Versailles) der junge Herzog von Anjou wird neuer König von Spanien und übernimmt engagiert die Macht.
Heiliges Römisches Reich / Republik Venedig / Großherzogtum Toskana Der Instrumentenbauer Bartolomeo Cristofori aus Padua erfindet das Piano Der Instrumentenbauer Bartolomeo Cristofori aus Padua, der als Hofcembalobauer und Kustos der Musikinstrumentesammlung angestellt ist, erfindet in Florenz am Hofe Ferdinando de' Medicis das Pianoforte (Klavier). Grundlage für die dynamische Spielbarkeit mit veränderbarer Lautstärke des Hammerklaviers ist eine ausgefeilte Mechanik, bei der ein Hammer durch eine Stoßzunge gegen die Saite geschleudert wird und sie zum freien Schwingen sofort wieder freigibt. Mit dem Drücken der Taste wird gleichzeitig ein Dämpfer angehoben, der nach Loslassen der Taste die schwingende Saite abfing. Cristofori spannt jeweils zwei gleich gestimmte Saiten (einen so genannten Chor) nebeneinander, um eine höhere Lautstärke zu ermöglichen. Das Wort "Klavier" kommt vom italienischen "Schlüssel", im übertragenen Sinne auch "Taste" gemeint. Da Cristofori aus Padua stammt, besitzt er die venezianische Staatsangehörigkeit.
Auf Initiative des Hofkriegsrates wird die Organisation der Grenzüberwachung für die Gebiete Szava, Duna, Tisza und Maros begonnen. Es kommen überall serbische Soldaten zum Einsatz, die an der ungarischen Regierung vorbei direkt dem Kriegsrat in Wien unterstellt werden.
Heiliges Römisches Reich / Markgrafschaft Baden / Pfalzgrafschaft bei Rhein Die Hofapotheke in Heidelberg In der Residenzstadt Baden-Baden wird der 39 Jahre alte Architekt Johann Jakob Rischer aus Feldkirch als Bau- und Werkmeister für die Erneuerung des Jesuitenkollegs (heutiges Rathaus) und des markgräflichen Renaissanceschlosses hinzugezogen. Dadurch zieht er sich jedoch die Eifersucht des verantwortlichen markgräflichen Baudirektors Domenico Egidio Rossi zu, der offenbar Rischers Konkurrenz nicht dulden möchte. Rischer beschwert sich daraufhin – nicht zum ersten Mal – über Rossis Schikanen bei Markgraf Ludwig Wilhelm: […] hat er also gleich mir den Degen von der Seite reissen lassen, mit Befehl, mich in den Thurm zu werfen, […] auch mit harten Streichen tractiren lassen, daß ich schwerlich erkrancket und zu meiner Geneßung Doctor und Barbirer gebrauchen müßen. Letztlich führt diese geradezu bedrohliche Konfliktsituation mit Rossi dazu, dass Rischer abwandert und künftig in der Kurpfalz seinem Beruf nachgehen wird. Bereits im ersten Jahr profilierte sich Rischer vor allem in Heidelberg als Architekt verschiedener barocker Stadtpalais und anderer bedeutender Gebäude (Spital, Hofapotheke, etc.). Ferner wird er auch in Mannheim und anderen Orten vor allem in der Kurpfalz als Baumeister tätig werden. Unter ihm wird die Heidelberger Hofapotheke erbaut. Es ist sein erstes in der Stadt errichtete Bauwerk. Rischer wird später zu den vier bedeutendsten Barockbaumeistern der Kurpfalz gezählt werden.
Heiliges Römisches Reich / Markgrafschaft Baden / Pfalzgrafschaft bei Rhein / Herzogtum Württemberg / Fürstentum Nassau-Usingen / Landgrafschaft Hessen-Darmstadt Wappen der Waldenser mit der Aufschrift "Das Licht scheint in der Finsternis" In Südhessen, Württemberg und Baden kommt es seit zwei Jahren zu Gründungen von Waldenserkolonien. Die Waldenser sind eine protestantische Freikirche. Ursprünglich als Gemeinschaft religiöser Laien Ende des 12. Jahrhunderts durch den Lyoner Kaufmann Petrus Valdes in Südfrankreich gegründet, wurden die Waldenser während des Mittelalters von der katholischen Kirche ausgeschlossen und als Häretiker durch die Inquisition verfolgt. Ein wichtiges Rückzugsgebiet waren die Waldensertäler in den Westalpen, an der Grenze zwischen Savoyen und Piemont. Doch auch dort kam es Ende des 17. Jahrhunderts zu Vertreibungen, in deren Folge in Südwestdeutschland und in Hessen mehrere Tausend Waldenser, vielfach in neuen Siedlungen, angesiedelt wurden. Die Bezeichnung Waldenser wurde im Piemont, in Savoyen, Frankreich, in der Schweiz und in den Niederlanden oft zum Synonym nicht nur für Häretiker schlechthin, sondern von ihren Gegnern mit Hexen, Zauberern, Magiern und Astrologen in Teufelsdiensten gleichgedeutet. Die Waldenser verstehen sich als Teil und wichtiger Vorläufer des reformierten Protestantismus, die Kirchen sind sehr schlicht und haben weder einen Altar noch ein Kreuz.