Chronik 511
DIE EREIGNISSE DES JAHRES 511
DIE SCHLAGZEILEN DES JAHRES
Theoderich der Große übernimmt die Herrschaft im Westgotenreich
Frankenkönig Clovis I. (Chlodwig I.) stirbt
Das Frankenreich wird unter den vier Söhnen Clovis' aufgeteilt
| Home | ![]() |
||
| Jahres-Chroniken | |||
| Länderchroniken |
| Chronik 501 / Chronik 502 / Chronik 503 / Chronik 504 / Chronik 505 / Chronik 506 / Chronik 507 / Chronik 508 / Chronik 509 / Chronik 510 | |||||
| * Ereignis (seit ...) | |||||
| Oströmisches Reich Auf den Straßen von Antiochien kommt es zu Kämpfen zwischen den Anhängern des Patriarchen Flavian II. und denen des Kaisers Anastasios I. auf, da das Volk im Gegensatz zum Kaiser dem Nicht-Chalcedonismus zugeneigt ist. Nicht Chalcedonianismus ist eine religiöse Lehre einiger christlicher Kirchen, die das Bekenntnis des Konzils von Chalkedon im Jahre 451 nicht akzeptieren wollen. Die bedeutendste Nicht-Chalcedonische Tradition wird als "orientalische Orthodoxie" bezeichnet. Aus dieser Richtung werden später die Koptisch-Orthodoxe Kirche in Alexandria, die Syrisch-Orthodoxe Kirche (die manchmal als "Jakobiner" bezeichnet wird), die Armenisch-Apostolische Kirche, die Äthiopisch-Orthodoxe Kirche Tewahedo, die Eritreisch-Orthodoxe Kirche Tewahedo und die Orthodoxe Malankara-Kirche in Syrien hervorgehen. Innerhalb der Patriarchate von Alexandria und Antiochien wird die Ablehnung der Chalcedonischen Definition zu einem Grund der Trennung (Schisma) werden. Während das gemeinsame Volk von Ägypten und Syrien größtenteils dem Rat widersprach, akzeptiert die byzantinisch-griechische Minderheit, die die herrschende Klasse bildete, meistens den Rat. Letztlich beherrscht gegenwärtig keine der beiden Gruppen die Kirche. Ostgotisches Reich / Westgotisches Reich / Reich der Vandalen Aryabhata, indischer Astronom und Mathematiker , entwickelt Konzepte mathematischer Gleichungen, von denen eine die Rotation der Erde auf ihrer Achse erklärt. Dieses Konzept ist weit vor seiner Zeit und er ist ziemlich genau in seiner Beschreibung davon. Aryabhata bestimmt die Kreiszahl Pi für damalige Verhältnisse sehr genau auf 3,1416 und scheint schon zu ahnen, dass es sich um eine irrationale Zahl handelt. Er kann Quadratwurzeln und Kubikwurzeln ziehen sowie verschiedene lineare und quadratische Gleichungen lösen; er entwickelt auch die Trigonometrie weiter. Selbst seine Sinustafeln sind in alter indischer Tradition in Versform geschrieben. Aryabhatas Hauptwerk „Aryabhatiya“, das in Versform verfasst ist, wird erst im 19. Jahrhundert in Südindien in mehreren Handschriften gefunden werden. Auf diesen Manuskripten beruhen die modernen Ausgaben und Übersetzungen. Die Versform bedingte eine sehr konzentrierte Darstellung. In diesem Werk entwickelt er zunächst ein eigenes Zahlsystem, den Aryabhata-Code. Ferner sind für Sonne, Mond und die damals bekannten Planeten (Merkur, Venus, Mars, Jupiter und Saturn) Werte angegeben, die eine genaue Berechnung ihrer Positionen bzw. Ephemeriden im Rahmen eines geozentrischen Systems ermöglichen. Aryabhata lehrt aber auch schon, dass sich die Erde einmal täglich um ihre eigene Achse dreht, und einige Zahlenwerte und Formulierungen lassen ein dahinterliegendes heliozentrisches System vermuten; möglicherweise hat er auch schon erkannt, dass die Planetenbahnen Ellipsen sind. Er bestimmt den Erdumfang um nur 0,2 % zu klein gegenüber dem modernen Wert. Aryabhata schreibt, dass 1.582.237.500 Rotationen der Erde 57.753.336 Mondumläufen entsprechen. Das ist eine extrem akkurate Berechnung dieser fundamentalen astronomischen „Konstante“ (1.582.237.500/57.753.336 = 27,3964693572) und vielleicht auch das älteste mit einer solchen Genauigkeit berechnete astronomische Verhältnis überhaupt. Er bestimmte also den siderischen Tag (eine Erdumdrehung bezogen auf den Sternenhintergrund) zu 23 Stunden 56 Minuten und 4,1 Sekunden, verglichen mit dem modernen Wert von 23:56:4,091 Stunden. Bedingt durch die Verlangsamung der Erdrotation durch Gezeitenreibung ist dieses Verhältnis zeitabhängig. Seine astronomischen Rechenverfahren dienen bis heute zur Erstellung des Pancanga Hindu-Kalenders. Fränkisches Reich | |||||
| Fränkisches Reich Chlodwig I., König der Franken, beruft eine Bischofskonzil nach Orléans ein. Das erste Reichskonzil im Frankenreich regelt Glaubensfragen und die Kirchenorganisation im Reich sowie das Machtverhältnis zwischen kirchlichen und weltlichen Herrschern. Dem König wird im Sinne des germanischen Eigenkirchenwesens ein maßgeblicher Einfluss bei der Einsetzung der Bischöfe zugestanden. Ein weiterer Schwerpunkt des Konzils ist die Bekämpfung des Arianismus sowie das Asylrecht in Kirchen. | |||||
| Fränkisches Reich In Orléans unterzeichnen die 32 Teilnehmer des Bischofskonzils des Frankenreiches die von König Clovis I. vorgeschlagenen Beschlüsse. Im Konzilsbeschluss wird schließlich das Wahrsagen unter Androhung der Exkommunikation verboten. | |||||
| Oströmisches Reich Der oströmische Kaiser Anastasios I. setzt den im Jahr 496 von ihm selbst eingesetzten Patriarchen von Konstantinopel, Mazedonius II., ab und ersetzt ihn durch Timotheos I., den monophysitischen Patriarchen von Antiochia. Daraufhin kommt es im Reich zu Aufständen, die zum Teil die nächsten Jahre über andauern werden. | |||||
| Fränkisches Reich Nach 30 Jahren Herrschaft stirbt auf der St. Petersinsel im Bielersee in der heutigen Schweiz der fränkische König Clovis I. (deutsch Chlodwig I., auch Hlodowig) aus der Dynastie der Merowinger im Alter von 76 Jahren. Sein Leichnam wird nach Paris überführt, wo er im Sacrarium der Apostelkirche, der späteren Kirche Sainte-Geneviéve, beigesetzt wird. Nach seinem Tod wird sein Reich unter seinen vier Söhnen Theuderich, Chlodomer, Childebert und Chlothar aufgeteilt. Diese begründen neue Königreiche mit Zentren in Reims, Orléans, Paris und Soissons. Von großer politischer Tragweite ist, dass Clovis zum katholischen Christentum übertrat und nicht zum Arianismus der ostgermanischen Stämme. Sein Übertritt führte zur Bekehrung des Großteils der Franken und zum Sieg des katholischen Christentums bei allen Germanen. Seine Reichsgründung legte die Basis für die mittelalterliche Entwicklung West- und Mitteleuropas. König Clovis schuf das Großreich der Franken im wesentlichen durch zwei Umstände:
Das Frankenreich wird unter seinen vier Söhnen aufgeteilt:
| |||||
| |||||

