Chronik 511
DIE EREIGNISSE DES JAHRES 511
DIE SCHLAGZEILEN DES JAHRES
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| Ostgotisches Reich / Westgotisches Reich / Reich der Vandalen Ein ostgotisches Heer besetzt Septimanien, einen Küstenstreifen nordöstlich der Pyrenäen, der dadurch als einziger Rest des früheren westgotischen Herrschaftsbereichs in Gallien dem Westgotenreich erhalten blieb. Dann dringen die Ostgoten bis nach Barcelona vor, wo sich bei den Westgoten bereits Opposition gegen ihren König Gesalech regt. Nun wird Gesalech von den Ostgoten gestürzt und vertrieben; er flieht nach Nordafrika ins Reich Thrasamunds, des Königs der Vandalen. Theoderich der Große übernimmt die Herrschaft im Westgotenreich; er regiert dort als König in eigenem Namen, nicht als Vormund von Alarichs II. unmündigem Sohn Amalarich. Die Verwaltung des Westgotenreichs führen Beauftragte Theoderichs. Thrasamund ist ein Gegner Theoderichs; daher gewährt er Gesalech nicht nur Asyl, sondern stattet ihn mit Geld aus und ermöglicht ihm so den Versuch, die verlorene Herrschaft wiederzuerlangen. Gesalech begibt sich nach Südgallien, wo er Anhänger sammelt und dann einen Angriff auf die Ostgoten in Hispanien wagt. Das Unternehmen schlägt fehl; Gesalechs Truppen werden vor Barcelona von Theoderichs Feldherrn Ibba besiegt, worauf er nach Gallien flieht. Er will ins Reich der Burgunden gelangen, um dort Asyl zu finden, doch wird er auf der Flucht an der Durance getötet. Nun ist der ostgotische König Theoderich der Große auch Herrscher des Westgotischen Reiches. Aryabhata, indischer Astronom und Mathematiker , entwickelt Konzepte mathematischer Gleichungen, von denen eine die Rotation der Erde auf ihrer Achse erklärt. Dieses Konzept ist weit vor seiner Zeit und er ist ziemlich genau in seiner Beschreibung davon. Aryabhata bestimmt die Kreiszahl Pi für damalige Verhältnisse sehr genau auf 3,1416 und scheint schon zu ahnen, dass es sich um eine irrationale Zahl handelt. Er kann Quadratwurzeln und Kubikwurzeln ziehen sowie verschiedene lineare und quadratische Gleichungen lösen; er entwickelt auch die Trigonometrie weiter. Selbst seine Sinustafeln sind in alter indischer Tradition in Versform geschrieben. Aryabhatas Hauptwerk „Aryabhatiya“, das in Versform verfasst ist, wird erst im 19. Jahrhundert in Südindien in mehreren Handschriften gefunden werden. Auf diesen Manuskripten beruhen die modernen Ausgaben und Übersetzungen. Die Versform bedingte eine sehr konzentrierte Darstellung. In diesem Werk entwickelt er zunächst ein eigenes Zahlsystem, den Aryabhata-Code. Ferner sind für Sonne, Mond und die damals bekannten Planeten (Merkur, Venus, Mars, Jupiter und Saturn) Werte angegeben, die eine genaue Berechnung ihrer Positionen bzw. Ephemeriden im Rahmen eines geozentrischen Systems ermöglichen. Aryabhata lehrt aber auch schon, dass sich die Erde einmal täglich um ihre eigene Achse dreht, und einige Zahlenwerte und Formulierungen lassen ein dahinterliegendes heliozentrisches System vermuten; möglicherweise hat er auch schon erkannt, dass die Planetenbahnen Ellipsen sind. Er bestimmt den Erdumfang um nur 0,2 % zu klein gegenüber dem modernen Wert. Aryabhata schreibt, dass 1.582.237.500 Rotationen der Erde 57.753.336 Mondumläufen entsprechen. Das ist eine extrem akkurate Berechnung dieser fundamentalen astronomischen „Konstante“ (1.582.237.500/57.753.336 = 27,3964693572) und vielleicht auch das älteste mit einer solchen Genauigkeit berechnete astronomische Verhältnis überhaupt. Er bestimmte also den siderischen Tag (eine Erdumdrehung bezogen auf den Sternenhintergrund) zu 23 Stunden 56 Minuten und 4,1 Sekunden, verglichen mit dem modernen Wert von 23:56:4,091 Stunden. Bedingt durch die Verlangsamung der Erdrotation durch Gezeitenreibung ist dieses Verhältnis zeitabhängig. Seine astronomischen Rechenverfahren dienen bis heute zur Erstellung des Pancanga Hindu-Kalenders. Fränkisches Reich | |||||
| Fränkisches Reich Chlodwig I., König der Franken, beruft eine Bischofskonzil nach Orléans ein. Das erste Reichskonzil im Frankenreich regelt Glaubensfragen und die Kirchenorganisation im Reich sowie das Machtverhältnis zwischen kirchlichen und weltlichen Herrschern. Dem König wird im Sinne des germanischen Eigenkirchenwesens ein maßgeblicher Einfluss bei der Einsetzung der Bischöfe zugestanden. Ein weiterer Schwerpunkt des Konzils ist die Bekämpfung des Arianismus sowie das Asylrecht in Kirchen. | |||||
| Fränkisches Reich In Orléans unterzeichnen die 32 Teilnehmer des Bischofskonzils des Frankenreiches die von König Clovis I. vorgeschlagenen Beschlüsse. Im Konzilsbeschluss wird schließlich das Wahrsagen unter Androhung der Exkommunikation verboten. | |||||
| Oströmisches Reich Der oströmische Kaiser Anastasios I. setzt den im Jahr 496 von ihm selbst eingesetzten Patriarchen von Konstantinopel, Mazedonius II., ab und ersetzt ihn durch Timotheos I., den monophysitischen Patriarchen von Antiochia. Daraufhin kommt es im Reich zu Aufständen, die zum Teil die nächsten Jahre über andauern werden. | |||||
| Fränkisches Reich Nach 30 Jahren Herrschaft stirbt auf der St. Petersinsel im Bielersee in der heutigen Schweiz der fränkische König Clovis I. (deutsch Chlodwig I., auch Hlodowig) aus der Dynastie der Merowinger im Alter von 76 Jahren. Sein Leichnam wird nach Paris überführt, wo er im Sacrarium der Apostelkirche, der späteren Kirche Sainte-Geneviéve, beigesetzt wird. Nach seinem Tod wird sein Reich unter seinen vier Söhnen Theuderich, Chlodomer, Childebert und Chlothar aufgeteilt. Diese begründen neue Königreiche mit Zentren in Reims, Orléans, Paris und Soissons. Von großer politischer Tragweite ist, dass Clovis zum katholischen Christentum übertrat und nicht zum Arianismus der ostgermanischen Stämme. Sein Übertritt führte zur Bekehrung des Großteils der Franken und zum Sieg des katholischen Christentums bei allen Germanen. Seine Reichsgründung legte die Basis für die mittelalterliche Entwicklung West- und Mitteleuropas. König Clovis schuf das Großreich der Franken im wesentlichen durch zwei Umstände:
Das Frankenreich wird unter seinen vier Söhnen aufgeteilt:
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