Chronik 1800.04
Weltchronik der ersten Dekade des April 1800
In Washington, D.C. wird die Library of Congress eröffnet
In den USA beginnt die sechsmonatige Wahl des neuen Präsidenten
Truppen des französischen Generals Masséna werden von österreichischen und britischen Truppen in Genua belagert
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| Französische Republik / Osmanisches Reich |
| Französische Republik / Osmanisches Reich Die französischen Truppen sichern die wichtigsten Städte und Nachschublinien. Die osmanischen Kräfte sind desorganisiert und ziehen sich zurück. General Jean-Baptiste Kléber plant eine langfristige, stabile Verwaltung und erneuert Verhandlungen über einen Abzug seiner Truppen, die trotz des Sieges erschöpft, aber strategisch im Vorteil sind. |
| Französische Republik / Erzherzogtum Österreich / Heiliges Römisches Reich / Kurfürstentum Pfalzbayern / Herzogtum Württemberg Im Frühjahr 1800 richtet sich die Aufmerksamkeit Europas auf den süddeutschen Kriegsschauplatz, wo sich zwischen Schwarzwald, Oberrhein, Bodensee und den Pässen Tirols die Streitkräfte des Heiligen Römischen Reiches und der Französischen Republik gegenüberstehen. Auf österreichischer Seite führt Feldzeugmeister Baron Paul Kray von Krajowa das weit ausgedehnte kaiserliche Heer, dessen Verbände von der Murg über den Schwarzwald bis an den Bodensee und weiter in die Alpen reichen und von erfahrenen Offizieren wie Sztáray, Kienmayer, Nauendorf, Kolowrat und Reuß kommandiert werden. Ihnen gegenüber steht die französische Rheinarmee unter General Jean‑Victor Moreau, deren beweglicher geführte Divisionen von Basel über das Fricktal und den Oberrhein bis weit nach Norden reichen und durch die befestigten Lager am Rhein gestützt werden. Beide Seiten wissen, dass die kommenden Operationen nicht nur von der Stärke der Truppen, sondern vom Gelände bestimmt werden: von den Engpässen des Schwarzwalds, den offenen Ebenen des Hegau, den Übergängen zwischen Bodensee und Alpen und den Wegen zu den Donauquellen, die den Zugang nach Ulm, Augsburg und weiter nach Bayern öffnen. In dieser Lage beginnen jene Bewegungen, die den Verlauf des Krieges im Süden prägen werden, getragen von der Aufstellung der österreichischen Streitkräfte, den Dispositionen der französischen Armee, den strategischen Überlegungen beider Seiten und den ersten Gefechten am Oberrhein, die den Auftakt zu einer Reihe von Entscheidungen bilden, welche die Kräfteverhältnisse in Süddeutschland grundlegend verändern.
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| Französische Republik / Erzherzogtum Österreich / Heiliges Römisches Reich / Kurfürstentum Pfalzbayern / Herzogtum Württemberg Der französische Oberbefehlshaber General Jean‑Victor Moreau eröffnet die Frühjahrsoffensive, indem er seinen linken Flügel anweist, die weit ausgedehnte österreichische Verteidigungslinie zwischen Schwarzwald und Oberrhein an mehreren Punkten anzugreifen. Diese Gefechte sollen die Aufmerksamkeit des kaiserlichen Oberbefehlshabers Feldzeugmeister Baron Paul Kray von Krajowa binden und ihn veranlassen, seine Kräfte im Raum Offenburg, Renchen und Alt‑Breisach zu konzentrieren. Während die französischen Divisionen im Norden und in der Mitte des Oberrheins die österreichischen Vorposten beschäftigen und damit den Eindruck eines breiten Angriffs erwecken, verbleibt der rechte französische Flügel unter General Claude‑Jacques Lecourbe noch in seinen Stellungen im Raum Schaffhausen und Laufenburg. Moreau beabsichtigt, durch diese ersten Gefechte die österreichische Führung über die wahre Stoßrichtung im Unklaren zu lassen und die Voraussetzungen für einen späteren, konzentrierten Vorstoß aus der Schweiz zu schaffen, der die österreichische Stellung im Hegau und am Bodensee empfindlich treffen könnte. |
| Französische Republik / Erzherzogtum Österreich / Heiliges Römisches Reich / Kurfürstentum Pfalzbayern / Herzogtum Württemberg Die Gefechte, die der französische linke Flügel seit Tagen entlang des Oberrheins führt, binden die Aufmerksamkeit des österreichischen Oberbefehlshabers Feldzeugmeister Baron Paul Kray von Krajowa weiterhin vollständig im Raum Offenburg, Renchen und Alt‑Breisach. Während Kray seine Kräfte dort zusammenzieht und die Lage im nördlichen Abschnitt der Front zu klären versucht, nutzt General Claude‑Jacques Lecourbe die entstandene Entlastung am südlichen Ende der österreichischen Linie. Er rückt mit seinem rechten französischen Flügel aus dem Raum Schaffhausen gegen Rheinklingen, ein am Hochrhein gelegenes Dorf unweit der Grenze zur Schweiz, vor und bereitet dort den Übergang über den Fluss vor. Die österreichischen Vorposten, die in diesem Abschnitt nur schwach besetzt sind und sich aus verstreut eingesetzten Einheiten unter Feldmarschallleutnant Prinz Joseph von Lothringen zusammensetzen, weichen vor Lecourbes Annäherung zurück. Damit entsteht für die französische Armee erstmals die Möglichkeit, den österreichischen rechten Flügel im Hegau zu umgehen und die Verbindung zwischen den Vorlanden und dem Hauptheer zu bedrohen, ohne dass Kray dies im Augenblick verhindern könnte. |
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