Fränkisches Reich 700: Unterschied zwischen den Versionen

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Auf dem Mont St. Michel an der Küste der fränkischen Normandie wird mit der Errichtung eines Benediktinerklosters begonnen. Le Mont-Saint-Michel ist ohne Bauten 46 Meter hoch und liegt auf im Ärmelkanal an der Mündung des Couesnon, etwa einen Kilometer vor der Küste im Wattenmeer nahe Avranches und der Grenze zur Bretagne. <br>
 
Auf dem Mont St. Michel an der Küste der fränkischen Normandie wird mit der Errichtung eines Benediktinerklosters begonnen. Le Mont-Saint-Michel ist ohne Bauten 46 Meter hoch und liegt auf im Ärmelkanal an der Mündung des Couesnon, etwa einen Kilometer vor der Küste im Wattenmeer nahe Avranches und der Grenze zur Bretagne. <br>
 
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Nach dem Tod des alemannischen Herzogs Gotfrid werden dessen Söhne Theudebald und Lantfrid (Lanfred, Lantfridus, Lanfredus) Nachfolger als Herzöge. Möglicherweise übt Lantfrid die Herrschaft vor allem im Norden, Theudebald im Süden aus. Beide Brüder stehen in ihrem Amt den fränkischen Hausmeiern in erbitterter Feindschaft gegenüber. Bereits im Verlauf des 7. Jahrhunderts hatte sich der alamannische Herrschaftsbereich angesichts schwacher merowingischer Könige innerhalb des Frankenreiches weitgehend verselbstständigt, so dass die Herzöge ähnlich autonom wie Könige regierten. Der Hausmeier Pépin II. de Herstal ''(Pippin II. der Mittlere)'' beginnt einen Feldzug gegen die Alamannen, da er um eine Konsolidierung des Frankenreiches bemüht ist. <br>
 
Nach dem Tod des alemannischen Herzogs Gotfrid werden dessen Söhne Theudebald und Lantfrid (Lanfred, Lantfridus, Lanfredus) Nachfolger als Herzöge. Möglicherweise übt Lantfrid die Herrschaft vor allem im Norden, Theudebald im Süden aus. Beide Brüder stehen in ihrem Amt den fränkischen Hausmeiern in erbitterter Feindschaft gegenüber. Bereits im Verlauf des 7. Jahrhunderts hatte sich der alamannische Herrschaftsbereich angesichts schwacher merowingischer Könige innerhalb des Frankenreiches weitgehend verselbstständigt, so dass die Herzöge ähnlich autonom wie Könige regierten. Der Hausmeier Pépin II. de Herstal ''(Pippin II. der Mittlere)'' beginnt einen Feldzug gegen die Alamannen, da er um eine Konsolidierung des Frankenreiches bemüht ist. <br>
 
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Version vom 8. Juli 2018, 14:45 Uhr

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FRÄNKISCHES REICH

DIE EREIGNISSE DER DEKADE 700


Willibrord versucht vergeblich, den Jütenkönig Angantyr zu bekehren

Der Hausmeier Pippin II. der Mittlere beginnt einen Feldzug gegen die Alamannen

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Fortlaufende Ereignisse
  • Wie überall in Europa übernimmt die Christenheit den ursprünglich heidnischen Gebrauch der Ostereier.
01.01.700
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Fränkisches Reich
Die Herrscher des Fränkischen Reiches zu Beginn der Dekade
Franken.gif Funktion Name seit Jahre
Childebert III.jpg
König
der Franken und Burgunder
Childebert III.
(* um 678/679)
695
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König
(in Austrasien)
Pépin II. de Herstal
(Pippin II. der Mittlere)
(* um 635)
680 als Dux
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Hausmeier
(in Neustrien und Burgund)
Grimoald II., der Jüngere
(* um 680)
700
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Mann.jpg
Herzog
(in Thüringen)
Hedan II.
689
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700
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Fränkisches Reich

Pépin II., der Hausmeier der Franken, erzwingt die Unterwerfung der Herzogtümer Thüringen, die zwar noch weiter existieren, aber von nun an von Franken bevormundet werden. Herzog Hedan II. von Thüringen lässt eine Herzogspfalz mit Kirche in Fulda erbauen.

Franken.gif Wikingerschiff.jpg Patrimonium Petri.gif Friesland.jpg
Fränkisches Reich / Königreich Jütland / Patrimonium Petri / Königreich Northumbria / Großfriesisches Reich

Der christliche Missionar Willibrord hat in den letzten Jahren kirchliche Strukturen im fränkischen Teil Frieslands entwickelt, unter anderem durch die Ansiedlung von „Homines Franci“. Nun begibt er sich in das heidnische Friesland des Friesenherzogs Radbod und wird von ihm zwar freundlich empfangen, wenn auch seine Missionsbemühungen zunächst keinen Erfolg haben. Anschließend reist Willibrord weiter nach Jütland, um den Dänenkönig Ongentheow (Ungundus, Angantyr) zu bekehren, von dem Alcuin schreibt, dass dieser grausamer als ein wildes Tier und härter als jeder Stein sei. Willibrord wird als „Apostel der Friesen“ bezeichnet.

Franken.gif Wikingerschiff.jpg
Fränkisches Reich / Königreich Jütland

Die Macht der Franken im Norden wird abgeschwächt und die äußeren Provinzen ihres Reiches beginnen sich zu befreien. Dies gibt im Raum Schleswig die Möglichkeit der Machtentfaltung des Königreiches Jütland, die damit beginnen, das Gebiet zwischen Sachsen und Friesland zu besiedeln. König Angantyr von Jütland beginnt unverzüglich damit, eine bedeutende Befestigung in der Schleswiger Landenge zwischen der Ostseeförde Schlei und den Niederungen von Treene und Rheider Au anzulegen. Das Schlei-Seesperrwerk in der Großen Breite der Schlei soll die Durchfahrt von Schiffen kontrollieren. Der Osterwall bezieht die Ostseebucht Windebyer Noor in das Verteidigungssystem ein. Bis jetzt existierten lediglich Erdwälle von 1,8 bis 2,2 Meter Höhe und Breiten von etwa 6 Metern, deren Alter noch nicht bestimmt werden kann. Der Sodenwall, der jetzt errichtet wird, ist der erste große Wallbau des Danewerks. Er erstreckt sich von Hollingstedt an der Treene bis zum Dannewerker See und umfasst den Krummwall und den Hauptwall. Der Sodenwall besteht aus Gras-, Heide- und Torfsoden. Er wird 15 bis 18 Meter breit und bis 4 Meter hoch werden. Ein besonderes Kennzeichen wird das Fehlen eines Wehrgrabens sein.

11.03.700
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Fränkisches Reich

Der englische Missionar Willibrord weiht die Münsterkirche in Emmerich ein.

704
Franken.gif Patrimonium Petri.gif
Fränkisches Reich / Patrimonium Petri

Unermüdlich reist der englische Missionar Willibrord durch das Friesen- und Frankenland, um seine Bekehrungsreisen fortzusetzen. Sicher ist, dass er im Gebiet des heutigen Belgien, ferner in Herzogenbusch und im Kempenland das Evangelium verkündet hat. Die vielen Orte in Nordbrabant, in welchen er als Schutzheiliger verehrt wird, und die Schenkungen, welche ihm dort gemacht werden, beweisen, dass Willibrord auch dort seine Hirtensorge an den Tag legt. Namentlich wird Antwerpen als eine seiner Missionsstationen bezeichnet. Arnstadt, Mühlberg und Großmonra werden in einer Schenkungsurkunde des Thüringer Herzogs Hedan II. an den angelsächsischen Bischof Willibrord von Utrecht erstmals erwähnt.

01.05.704
Franken.gif Patrimonium Petri.gif
Fränkisches Reich / Patrimonium Petri

Herzog Hedan II. stellt in Würzburg eine Schenkungsurkunde an Bischof Willibrord aus und nennt erstmals Ortsnamen im späteren Thüringen wie Arnestati (heute Arnstadt), Mulenberge (heute Mühlberg) und Monhore (heute Großmonra). Arnestati wird die erste deutsche Stadt, die außerhalb der ehemals römischen Siedlungsgebiete gegründet wird. Thüringen ist seit 700 kein eigenständiges Herzogtum mehr und wird vom Fränkischen Reich direkt verwaltet.

706
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Fränkisches Reich / Patrimonium Petri

Auf dem Marienberg bei Würzburg wird die unter Herzog Hedan II. errichtete steinerne Rundkirche, eine der ältesten auf rechtsrheinischem Gebiet, als merowingischer Bau eingeweiht. Die Kirche soll Teil einer Festungsanlage werden.

708
Franken.gif
Fränkisches Reich
  • Im fränkischen Raum entsteht der Großgrundbesitz auch für nichtadelige Personen.
  • Drogo, der Herzog der Champagne und Sohn Pépins II., erliegt dem Fieber.
709
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Fränkisches Reich

Auf dem Mont St. Michel an der Küste der fränkischen Normandie wird mit der Errichtung eines Benediktinerklosters begonnen. Le Mont-Saint-Michel ist ohne Bauten 46 Meter hoch und liegt auf im Ärmelkanal an der Mündung des Couesnon, etwa einen Kilometer vor der Küste im Wattenmeer nahe Avranches und der Grenze zur Bretagne.

Franken.gif Alamannen.jpg
Fränkisches Reich / Herzogtum der Alamannen

Nach dem Tod des alemannischen Herzogs Gotfrid werden dessen Söhne Theudebald und Lantfrid (Lanfred, Lantfridus, Lanfredus) Nachfolger als Herzöge. Möglicherweise übt Lantfrid die Herrschaft vor allem im Norden, Theudebald im Süden aus. Beide Brüder stehen in ihrem Amt den fränkischen Hausmeiern in erbitterter Feindschaft gegenüber. Bereits im Verlauf des 7. Jahrhunderts hatte sich der alamannische Herrschaftsbereich angesichts schwacher merowingischer Könige innerhalb des Frankenreiches weitgehend verselbstständigt, so dass die Herzöge ähnlich autonom wie Könige regierten. Der Hausmeier Pépin II. de Herstal (Pippin II. der Mittlere) beginnt einen Feldzug gegen die Alamannen, da er um eine Konsolidierung des Frankenreiches bemüht ist.

31.12.709
Franken.gif
Fränkisches Reich
Die Herrscher des Fränkischen Reiches am Ende der Dekade
Franken.gif Funktion Name seit Jahre
Childebert III.jpg
König
der Franken und Burgunder
Childebert III.
(* um 678/679)
695
15
70px
König
(in Austrasien)
Pépin II. de Herstal
(Pippin II. der Mittlere)
(* um 635)
680 als Dux
30
Grimoald II.jpg
Hausmeier
(in Neustrien und Burgund)
Grimoald II., der Jüngere
(* um 680)
700
10
Mann.jpg
Herzog
(in Thüringen)
Hedan II.
689
21
Die bisherigen Oberhäupter der Franken mit der längsten Herrschaftszeit
Funktion und Amtszeit Name Herrschaftsjahre
Clotaire I.jpg
König der Franken
511-561
Clotaire I.
(Chlothar I.)
50
Childebert I.jpg
König von Paris und Burgund
511-558
Childebert I.
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Herzog der Sugambrer
317-358
Genobald
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