Chronik 511: Unterschied zwischen den Versionen
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Auf den Straßen von Antiochien kommt es zu Kämpfen zwischen den Anhängern des Patriarchen Flavian II. und denen des Kaisers Anastasios I. auf, da das Volk im Gegensatz zum Kaiser dem Nicht-Chalcedonismus zugeneigt ist. Nicht Chalcedonianismus ist eine religiöse Lehre einiger christlicher Kirchen, die das Bekenntnis des Konzils von Chalkedon im Jahre 451 nicht akzeptieren wollen. Die bedeutendste Nicht-Chalcedonische Tradition wird als "orientalische Orthodoxie" bezeichnet. Aus dieser Richtung werden später die Koptisch-Orthodoxe Kirche in Alexandria, die Syrisch-Orthodoxe Kirche (die manchmal als "Jakobiner" bezeichnet wird), die Armenisch-Apostolische Kirche, die Äthiopisch-Orthodoxe Kirche Tewahedo, die Eritreisch-Orthodoxe Kirche Tewahedo und die Orthodoxe Malankara-Kirche in Syrien hervorgehen. Innerhalb der Patriarchate von Alexandria und Antiochien wird die Ablehnung der Chalcedonischen Definition zu einem Grund der Trennung (Schisma) werden. Während das gemeinsame Volk von Ägypten und Syrien größtenteils dem Rat widersprach, akzeptiert die byzantinisch-griechische Minderheit, die die herrschende Klasse bildete, meistens den Rat. Letztlich beherrscht gegenwärtig keine der beiden Gruppen die Kirche. <br> | |||
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'''[[Ostgotisches Reich]] / [[Westgotisches Reich]] / [[Reich der Vandalen]]''' <br> | |||
Ein ostgotisches Heer besetzt Septimanien, einen Küstenstreifen nordöstlich der Pyrenäen, der dadurch als einziger Rest des früheren westgotischen Herrschaftsbereichs in Gallien dem Westgotenreich erhalten blieb. Dann dringen die Ostgoten bis nach Barcelona vor, wo sich bei den Westgoten bereits Opposition gegen ihren König Gesalech regt. Nun wird Gesalech von den Ostgoten gestürzt und vertrieben; er flieht nach Nordafrika ins Reich Thrasamunds, des Königs der Vandalen. Theoderich der Große übernimmt die Herrschaft im Westgotenreich; er regiert dort als König in eigenem Namen, nicht als Vormund von Alarichs II. unmündigem Sohn Amalarich. Die Verwaltung des Westgotenreichs führen Beauftragte Theoderichs. Thrasamund ist ein Gegner Theoderichs; daher gewährt er Gesalech nicht nur Asyl, sondern stattet ihn mit Geld aus und ermöglicht ihm so den Versuch, die verlorene Herrschaft wiederzuerlangen. Gesalech begibt sich nach Südgallien, wo er Anhänger sammelt und dann einen Angriff auf die Ostgoten in Hispanien wagt. Das Unternehmen schlägt fehl; Gesalechs Truppen werden vor Barcelona von Theoderichs Feldherrn Ibba besiegt, worauf er nach Gallien flieht. Er will ins Reich der Burgunden gelangen, um dort Asyl zu finden, doch wird er auf der Flucht an der Durance getötet. Nun ist der ostgotische König Theoderich der Große auch Herrscher des Westgotischen Reiches. <br> | Ein ostgotisches Heer besetzt Septimanien, einen Küstenstreifen nordöstlich der Pyrenäen, der dadurch als einziger Rest des früheren westgotischen Herrschaftsbereichs in Gallien dem Westgotenreich erhalten blieb. Dann dringen die Ostgoten bis nach Barcelona vor, wo sich bei den Westgoten bereits Opposition gegen ihren König Gesalech regt. Nun wird Gesalech von den Ostgoten gestürzt und vertrieben; er flieht nach Nordafrika ins Reich Thrasamunds, des Königs der Vandalen. Theoderich der Große übernimmt die Herrschaft im Westgotenreich; er regiert dort als König in eigenem Namen, nicht als Vormund von Alarichs II. unmündigem Sohn Amalarich. Die Verwaltung des Westgotenreichs führen Beauftragte Theoderichs. Thrasamund ist ein Gegner Theoderichs; daher gewährt er Gesalech nicht nur Asyl, sondern stattet ihn mit Geld aus und ermöglicht ihm so den Versuch, die verlorene Herrschaft wiederzuerlangen. Gesalech begibt sich nach Südgallien, wo er Anhänger sammelt und dann einen Angriff auf die Ostgoten in Hispanien wagt. Das Unternehmen schlägt fehl; Gesalechs Truppen werden vor Barcelona von Theoderichs Feldherrn Ibba besiegt, worauf er nach Gallien flieht. Er will ins Reich der Burgunden gelangen, um dort Asyl zu finden, doch wird er auf der Flucht an der Durance getötet. Nun ist der ostgotische König Theoderich der Große auch Herrscher des Westgotischen Reiches. <br> | ||
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Version vom 11. Januar 2017, 19:01 Uhr

DIE EREIGNISSE DES JAHRES 511
DIE SCHLAGZEILEN DES JAHRES
Theoderich der Große übernimmt die Herrschaft im Westgotenreich
Frankenkönig Clovis I. (Chlodwig I.) stirbt
Das Frankenreich wird unter den vier Söhnen Clovis' aufgeteilt
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| * Ereignis (seit ...) | |||||
| Oströmisches Reich Auf den Straßen von Antiochien kommt es zu Kämpfen zwischen den Anhängern des Patriarchen Flavian II. und denen des Kaisers Anastasios I. auf, da das Volk im Gegensatz zum Kaiser dem Nicht-Chalcedonismus zugeneigt ist. Nicht Chalcedonianismus ist eine religiöse Lehre einiger christlicher Kirchen, die das Bekenntnis des Konzils von Chalkedon im Jahre 451 nicht akzeptieren wollen. Die bedeutendste Nicht-Chalcedonische Tradition wird als "orientalische Orthodoxie" bezeichnet. Aus dieser Richtung werden später die Koptisch-Orthodoxe Kirche in Alexandria, die Syrisch-Orthodoxe Kirche (die manchmal als "Jakobiner" bezeichnet wird), die Armenisch-Apostolische Kirche, die Äthiopisch-Orthodoxe Kirche Tewahedo, die Eritreisch-Orthodoxe Kirche Tewahedo und die Orthodoxe Malankara-Kirche in Syrien hervorgehen. Innerhalb der Patriarchate von Alexandria und Antiochien wird die Ablehnung der Chalcedonischen Definition zu einem Grund der Trennung (Schisma) werden. Während das gemeinsame Volk von Ägypten und Syrien größtenteils dem Rat widersprach, akzeptiert die byzantinisch-griechische Minderheit, die die herrschende Klasse bildete, meistens den Rat. Letztlich beherrscht gegenwärtig keine der beiden Gruppen die Kirche. Ostgotisches Reich / Westgotisches Reich / Reich der Vandalen Fränkisches Reich | |||||
| Fränkisches Reich Chlodwig I., König der Franken, beruft eine Bischofskonzil nach Orléans ein. Das erste Reichskonzil im Frankenreich regelt Glaubensfragen und die Kirchenorganisation im Reich sowie das Machtverhältnis zwischen kirchlichen und weltlichen Herrschern. Dem König wird im Sinne des germanischen Eigenkirchenwesens ein maßgeblicher Einfluss bei der Einsetzung der Bischöfe zugestanden. Ein weiterer Schwerpunkt des Konzils ist die Bekämpfung des Arianismus sowie das Asylrecht in Kirchen. | |||||
| Fränkisches Reich In Orléans unterzeichnen die 32 Teilnehmer des Bischofskonzils des Frankenreiches die von König Clovis I. vorgeschlagenen Beschlüsse. Im Konzilsbeschluss wird schließlich das Wahrsagen unter Androhung der Exkommunikation verboten. | |||||
| Oströmisches Reich Der oströmische Kaiser Anastasios I. setzt den im Jahr 496 von ihm selbst eingesetzten Patriarchen von Konstantinopel, Mazedonius II., ab und ersetzt ihn durch Timotheos I., den monophysitischen Patriarchen von Antiochia. Daraufhin kommt es im Reich zu Aufständen, die zum Teil die nächsten Jahre über andauern werden. | |||||
Fränkisches Reich
Das Frankenreich wird unter seinen vier Söhnen aufgeteilt:
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