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Datei:Theoderich | Datei:Theoderich der Große.jpg|'''Theoderich<br>der Große'''<br>(* 456 Pannonien)<br>Theoderich übernimmt die Herrschaft im Westgotenreich | ||
Datei:Clovis I.jpg|'''Clovis I.<br>(Chlodwig I.)'''<br>(* 466)<br>der Gründer des Fränkischen Reiches stirbt | Datei:Clovis I.jpg|'''Clovis I.<br>(Chlodwig I.)'''<br>(* 466)<br>der Gründer des Fränkischen Reiches stirbt | ||
Datei:Thierry I.jpg|'''Thierry I.<br>(Theuderich I.)'''<br>(* 485)<br>der Sohn Clovis' erbt die Residenz Reims | Datei:Thierry I.jpg|'''Thierry I.<br>(Theuderich I.)'''<br>(* 485)<br>der Sohn Clovis' erbt die Residenz Reims | ||
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[[Datei: | [[Datei:Clovis I.jpg|thumb|150px|Clovis I.]] Nach 30 Jahren Herrschaft stirbt auf der St. Petersinsel im Bielersee in der heutigen Schweiz der fränkische König Clovis I. (deutsch Chlodwig I., auch Hlodowig) aus der Dynastie der Merowinger im Alter von 76 Jahren. Sein Leichnam wird nach Paris überführt, wo er im Sacrarium der Apostelkirche, der späteren Kirche Sainte-Geneviéve, beigesetzt wird. Nach seinem Tod wird sein Reich unter seinen vier Söhnen Theuderich, Chlodomer, Childebert und Chlothar aufgeteilt. Diese begründen neue Königreiche mit Zentren in Reims, Orléans, Paris und Soissons. Von großer politischer Tragweite ist, dass Clovis zum katholischen Christentum übertrat und nicht zum Arianismus der ostgermanischen Stämme. Sein Übertritt führte zur Bekehrung des Großteils der Franken und zum Sieg des katholischen Christentums bei allen Germanen. Seine Reichsgründung legte die Basis für die mittelalterliche Entwicklung West- und Mitteleuropas. König Clovis schuf das Großreich der Franken im wesentlichen durch zwei Umstände: <br> | ||
* durch den Übertritt vom arianischen zum katholischen Glauben (und damit die Unterstützung Roms). | * durch den Übertritt vom arianischen zum katholischen Glauben (und damit die Unterstützung Roms). | ||
* durch rücksichtslosen Verwandtenmord. | * durch rücksichtslosen Verwandtenmord. | ||
Version vom 11. Januar 2017, 10:21 Uhr

DIE EREIGNISSE DES JAHRES 511
DIE SCHLAGZEILEN DES JAHRES
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| Ostgotisches Reich / Westgotisches Reich / Reich der Vandalen Ein ostgotisches Heer besetzt Septimanien, einen Küstenstreifen nordöstlich der Pyrenäen, der dadurch als einziger Rest des früheren westgotischen Herrschaftsbereichs in Gallien dem Westgotenreich erhalten blieb. Dann dringen die Ostgoten bis nach Barcelona vor, wo sich bei den Westgoten bereits Opposition gegen ihren König Gesalech regt. Nun wird Gesalech von den Ostgoten gestürzt und vertrieben; er flieht nach Nordafrika ins Reich Thrasamunds, des Königs der Vandalen. Theoderich der Große übernimmt die Herrschaft im Westgotenreich; er regiert dort als König in eigenem Namen, nicht als Vormund von Alarichs II. unmündigem Sohn Amalarich. Die Verwaltung des Westgotenreichs führen Beauftragte Theoderichs. Thrasamund ist ein Gegner Theoderichs; daher gewährt er Gesalech nicht nur Asyl, sondern stattet ihn mit Geld aus und ermöglicht ihm so den Versuch, die verlorene Herrschaft wiederzuerlangen. Gesalech begibt sich nach Südgallien, wo er Anhänger sammelt und dann einen Angriff auf die Ostgoten in Hispanien wagt. Das Unternehmen schlägt fehl; Gesalechs Truppen werden vor Barcelona von Theoderichs Feldherrn Ibba besiegt, worauf er nach Gallien flieht. Er will ins Reich der Burgunden gelangen, um dort Asyl zu finden, doch wird er auf der Flucht an der Durance getötet. Nun ist der ostgotische König Theoderich der Große auch Herrscher des Westgotischen Reiches. Fränkisches Reich | |||||
| Fränkisches Reich Chlodwig I., König der Franken, beruft eine Bischofskonzil nach Orléans ein. Das erste Reichskonzil im Frankenreich regelt Glaubensfragen und die Kirchenorganisation im Reich sowie das Machtverhältnis zwischen kirchlichen und weltlichen Herrschern. Dem König wird im Sinne des germanischen Eigenkirchenwesens ein maßgeblicher Einfluss bei der Einsetzung der Bischöfe zugestanden. Ein weiterer Schwerpunkt des Konzils ist die Bekämpfung des Arianismus sowie das Asylrecht in Kirchen. | |||||
| Fränkisches Reich In Orléans unterzeichnen die 32 Teilnehmer des Bischofskonzils des Frankenreiches die von König Clovis I. vorgeschlagenen Beschlüsse. Im Konzilsbeschluss wird schließlich das Wahrsagen unter Androhung der Exkommunikation verboten. | |||||
| Oströmisches Reich Der oströmische Kaiser Anastasios I. setzt den im Jahr 496 von ihm selbst eingesetzten Patriarchen von Konstantinopel, Mazedonius II., ab und ersetzt ihn durch Timotheos I., den monophysitischen Patriarchen von Antiochia. Daraufhin kommt es im Reich zu Aufständen, die zum Teil die nächsten Jahre über andauern werden. | |||||
Fränkisches Reich
Das Frankenreich wird unter seinen vier Söhnen aufgeteilt:
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