Wostok 1: Unterschied zwischen den Versionen
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|width="300pt"| <center>Landung: '''[[04.1961|12.04.1961]], 0755 UTC''' <br> '''26 km SW von Engels''' <br> ''(heute Russland)'' <br> '''Flugdauer: 0,075 Tage</center> | |width="300pt"| <center>Landung: '''[[04.1961|12.04.1961]], 0755 UTC''' <br> '''26 km SW von Engels''' <br> ''(heute Russland)'' <br> '''Flugdauer: 0,075 Tage</center> | ||
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| <center>'''[[12.1957|Dezember 1957]]'''</center> || Zwei Monate nach dem Start des ersten künstlichen Erdsatelliten SPUTNIK 1 wird im Moskauer Entwicklungsinstitut OKB-1 eine Abteilung für Studien zur Durchführung von bemannten Weltraumflügen geschaffen. Erstes Ziel der Arbeitsgruppe ist die Entwicklung einer kugelförmigen Kapsel, die mit der Interkontinentalrakete R-7 gestartet werden soll. Da den sowjetischen Wissenschaftlern bekannt ist, dass sie mit diesem Projekt in Rivalität zu einer entsprechenden Gruppe in den Vereinigten Staaten von Amerika steht, die ebenfalls mit der Vorbereitung eines bemannten Weltraumfluges beauftragt wurde, genießt die Beschleunigung der Entwicklung hohe Priorität. <br> | | <center>'''[[12.1957|Dezember 1957]]'''</center> || Zwei Monate nach dem Start des ersten künstlichen Erdsatelliten SPUTNIK 1 wird im Moskauer Entwicklungsinstitut OKB-1 eine Abteilung für Studien zur Durchführung von bemannten Weltraumflügen geschaffen. Erstes Ziel der Arbeitsgruppe ist die Entwicklung einer kugelförmigen Kapsel, die mit der Interkontinentalrakete R-7 gestartet werden soll. Da den sowjetischen Wissenschaftlern bekannt ist, dass sie mit diesem Projekt in Rivalität zu einer entsprechenden Gruppe in den Vereinigten Staaten von Amerika steht, die ebenfalls mit der Vorbereitung eines bemannten Weltraumfluges beauftragt wurde, genießt die Beschleunigung der Entwicklung hohe Priorität. <br> | ||
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| <center>'''[[Chronik 1959|Anfang 1959]]''' </center> || [[Datei:KPdSU. | | <center>'''[[Chronik 1959|Anfang 1959]]''' </center> || [[Datei:KPdSU.jpg|thumb|Emblem der KPdSU]] In der Sowjetunion beginnt man mit der Suche nach geeigneten Kandidaten für das bemannte Weltraumprogramm. Unterstützt wird die Auswahl durch die Abteilung für Weltraummedizin, welche vom Chef der sowjetischen Luftstreitkräfte, Konstantin Werschinin, einem großen Befürworter und Unterstützer der Raumfahrt, unter Leitung von Prof. Wladimir Jasdowski eingerichtet wird. Mehr als 3000 Piloten sollen von der „Kommission für das Thema Nr. 6“, die Tarnbezeichnungen sind aufgrund der strikten Geheimhaltung des gesamten Weltraumprogramms nötig, im Laufe des Jahres 1959 überprüft und bis auf 400 Mann aus der Liste gestrichen werden. Den Ausschlag für die Rekrutierung gibt ein kritischer Blick in die Akten der Piloten. So muss jeder Aspirant ein „reines“ Verhältnis zur Kommunistischen Partei der Sowjetunion (KPdSU) haben sowie eine „saubere“ Biographie vorweisen können. Das bemannte Raumfahrtprogramm, so ist man sich sicher, ist ein ideales Mittel, um nicht nur den Menschen in der Sowjetunion, sondern auf der ganzen Welt, die Leistungsfähigkeit des kommunistischen Gedankens klar unter Beweis zu stellen. Aus diesem Grund sucht man nach Menschen mit "einwandfreier" Vergangenheit, die sich für Propagandazwecke nutzen lassen können. <br> | ||
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| <center>'''[[Chronik 09.1959|Herbst 1959]]'''</center> || Auf der Suche nach geeigneten Kandidaten für das bemannte Weltraumprogramm ist die Anzahl der Kandidaten von anfangs 3000 Piloten auf nur noch 400 Auserwählten geschrumpft, die nun in Gruppen zu je 20 Mann aufgeteilt und nach Moskau eingeladen werden, wo sie eingehender von Mitarbeitern der geheimen "Kommission für das Thema Nr. 6" untersucht werden sollen. <br> | | <center>'''[[Chronik 09.1959|Herbst 1959]]'''</center> || Auf der Suche nach geeigneten Kandidaten für das bemannte Weltraumprogramm ist die Anzahl der Kandidaten von anfangs 3000 Piloten auf nur noch 400 Auserwählten geschrumpft, die nun in Gruppen zu je 20 Mann aufgeteilt und nach Moskau eingeladen werden, wo sie eingehender von Mitarbeitern der geheimen "Kommission für das Thema Nr. 6" untersucht werden sollen. <br> | ||
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Version vom 3. Januar 2017, 14:53 Uhr
WOSTOK 1
Erster bemannter Raumflug
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Erster sowjetischer Raumflug |
Startbasis: Baikonur LC1 (heute Kasachstan) |
![]() * 1934 im Oblast Wladimir, Russland |
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Rufzeichen: Kedr Masse: 4730 kg Apogäum: 315 km Perigäum: 169 km Zurückgelegte Strecke: 41.000 km |
26 km SW von Engels (heute Russland) Flugdauer: 0,075 Tage |
* 1935 in der Region Altai, Russland |
![]() * 1934 auf der Krim, Ukraine |
| Zwei Monate nach dem Start des ersten künstlichen Erdsatelliten SPUTNIK 1 wird im Moskauer Entwicklungsinstitut OKB-1 eine Abteilung für Studien zur Durchführung von bemannten Weltraumflügen geschaffen. Erstes Ziel der Arbeitsgruppe ist die Entwicklung einer kugelförmigen Kapsel, die mit der Interkontinentalrakete R-7 gestartet werden soll. Da den sowjetischen Wissenschaftlern bekannt ist, dass sie mit diesem Projekt in Rivalität zu einer entsprechenden Gruppe in den Vereinigten Staaten von Amerika steht, die ebenfalls mit der Vorbereitung eines bemannten Weltraumfluges beauftragt wurde, genießt die Beschleunigung der Entwicklung hohe Priorität. | |
| Auf der Suche nach geeigneten Kandidaten für das bemannte Weltraumprogramm ist die Anzahl der Kandidaten von anfangs 3000 Piloten auf nur noch 400 Auserwählten geschrumpft, die nun in Gruppen zu je 20 Mann aufgeteilt und nach Moskau eingeladen werden, wo sie eingehender von Mitarbeitern der geheimen "Kommission für das Thema Nr. 6" untersucht werden sollen. | |
| In der geheimen "Kommission für das Thema Nr. 6", einer Tarnbezeichnung für die Auswahl von Kandidaten für das sowjetische Raumfahrtprogramm, bleiben von 400 Bewerbern im Herbst 1959 noch 30 Anwärter übrig. Die meisten von ihnen disqualifizierten sich für das Projekt durch den Mangel an Ausdauer. Von den letzten 30 Kandidaten sollen innerhalb eines Monats noch zehn gestrichen werden. Allen der anfänglich 3000 Bewerber wird auch jetzt noch der eigentliche Zweck der Untersuchungen verschwiegen, da man kein Risiko eingehen will und man durch das Bekanntwerden der Bemühungen um baldmögliche Erfolge die nationale Sicherheit und das internationale Prestige bedroht sieht. | |
| Vom sowjetischen Kosmodrom Baikonur aus wird der erste Prototyp eines WOSTOK-Raumschiffes mit einer modifizierten R-7-Interkontinentalrakete unbemannt gestartet. Ein Versuch, den Wiedereintritt des Raumfahrzeuges einzuleiten, misslingt. | |
| In der Sowjetunion beschließen die zuständigen Regierungsbeauftragten, dass der Abschluss des Testprogramms für das aus drei separaten Modulen bestehende WOSTOK-Raumschiff, mit dem ein Mensch in den Weltraum befördert werden soll, für das Ende des laufenden Jahres vorgesehen ist. | |
| Als erste Lebewesen kehren im Rahmen der SPUTNIK-5-Mission, die tags zuvor in das Weltall geschossenen Hunde „Belka“ und „Strelka“ in ihrer Landekapsel wohlbehalten auf sowjetische Erde zurück. Es konnte die Reaktion der Hunde auf die Schwerelosigkeit untersucht werden. Die Mission wurde mit einem verbesserten Raumschiff durchgeführt. | |
| Einige der führenden sowjetischen Chefkonstrukteure auf dem Gebiet der Raumfahrt schlagen in einem geheimen Memorandum für das Zentralkomitee der Kommunistischen Partei der Sowjetunion (KPdSU) vor, ein Raumfahrzeug für einen bemannten Start im Dezember 1960 vorzubereiten. | |
| Das Zentralkomitee der Kommunistischen Partei der Sowjetunion (KPdSU) genehmigt den im September von führenden sowjetischen Chefkonstrukteuren eingereichten Vorschlag für einen bemannten Start eines Menschen in den Weltraum noch in diesem Jahr mit der Begründung, dass diese Mission eine "besondere Bedeutung" für die Sowjetunion habe. | |
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| Aus mehreren Gründen, zum Beispiel aufgrund des Verlustes eines Teils des Startkomplexes bei der Katastrophe im Vormonat, zum Teil aber auch wegen des vorgesehenen Starts der ersten sowjetischen Venus-Sonde VENERA 1, der deswegen Priorität besitzt, weil es Monate dauern würde, bis wieder ein günstiges Startfenster geöffnet würde, wird beschlossen, den Start des ersten Menschen in den Weltraum auf frühestens März 1961 zu verschieben. | |
| Erstmals wird die bemannte Version des WOSTOK-Raumschiffes erfolgreich eingesetzt. Im Raumfahrzeug KORABL-SPUTNIK 4 befindet sich neben dem Hund Tschernuschka eine Testpuppe mit einem Druckanzug, der beim Personal den Spitznamen "Iwan Iwanowitsch" erhält. An Bord befindet sich außerdem eine Maus und ein Meerschweinchen. | |
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| Mit der Mission KORABL-SPUTNIK 5 wird der geplante erste von Menschen bemannte Raumflug der Menschheit zum letzten Mal geprobt. Wie geplant absolviert das Raumschiff eine Erdumkreisung und tritt über der Sowjetunion in die dichteren Schichten der Atmosphäre wieder ein. Der Kosmonautendummy "Iwan Iwanowitsch", eine Puppe, wird kurz vor der Landung mit einem Schleudersitz aus der Kapsel gesprengt und landet mit seinem eigenen automatischen Fallschirm. Aufgrund miserabler Wetterbedingungen kann die Kapsel erst 24 Stunden nach der Landung unter einer 1,50 Meter hohen Schneedecke nordöstlich von Ischewsk in Udmurtien gefunden werden. Einige Dorfbewohner, die beobachten, wie die täuschend echt aussehende Kosmonautenpuppe abtransportiert wird, nehmen an, dass es sich hier um einen echten Menschen mit offenbar schweren Verletzungen handelt. Der Flug von KORABL-SPUTNIK 5 stößt die Tür in den Weltraum weit auf. |
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... zum Weiterlesen ...
- https://de.wikipedia.org/wiki/Erste_Kosmonautengruppe_der_Sowjetunion
- https://de.wikipedia.org/wiki/Grigori_Grigorjewitsch_Neljubow
- https://de.wikipedia.org/wiki/Wostok_1
- http://www.astronautix.com/flights/vostok1.htm
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