Chronik 1800.04: Unterschied zwischen den Versionen

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= <CENTER> '''Die Ereignisse im April 1800'''</center> =
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= <center> '''Weltchronik der ersten Dekade des April 1800'''</center> =
 
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<center> '''[[Chronik 1800.04|Ereignisse vom 01.-10. des Monats]]&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;[[Chronik 1800.04-II|Ereignisse vom 11.-20. des Monats]]&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;[[Chronik 1800.04-III|Ereignisse vom 21.-Ende des Monats]]''' </center>
 
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== <center> '''In Washington, D.C. wird die Library of Congress eröffnet''' </center> ==
 
== <center> '''In Washington, D.C. wird die Library of Congress eröffnet''' </center> ==
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== <center> '''Truppen des französischen Generals Masséna werden von österreichischen und britischen Truppen in Genua belagert''' </center> ==
 
== <center> '''Truppen des französischen Generals Masséna werden von österreichischen und britischen Truppen in Genua belagert''' </center> ==
  
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| rowspan="5" colspan="4" | <center>'''Die wichtigsten Persönlichkeiten des Jahres''' <br> ''(nach Geburtsjahr geordnet)'' </center>
 
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Datei:John Adams.jpg|'''John Adams'''<br>''(* 1735 Braintree, Massachusetts)''<br>Der amtierende Präsident der USA erhält Konkurrenz
 
Datei:Thomas Jefferson.jpg|'''Thomas Jefferson'''<br>''(* 1743 Shadwell, Virginia)''<br>Der Vizepräsident der USA fordert den amtierenden Präsidenten heraus.
 
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| style="color:blue;background-color:#f6f890;" | '''Hier geht es zu den Ereignissen der Monate des Jahres [[Chronik 1800|1800]]'''  ||  style="color:blue;background-color:#f6f890;"|'''[[Chronik 1800.01|Januar]] / [[Chronik 1800.02|Februar]] / [[Chronik 1800.03|März]] / [[Chronik 1800.04|April]] / [[Chronik 1800.05|Mai]] / [[Chronik 1800.06|Juni]] / [[Chronik 1800.07|Juli]] / [[Chronik 1800.08|August]] / [[Chronik 1800.09|September]] / [[Chronik 1800.10|Oktober]] / [[Chronik 1800.11|November]] / [[Chronik 1800.12|Dezember]] <br>
 
| style="color:blue;background-color:#f6f890;" | '''Hier geht es zu den Ereignissen der Monate des Jahres [[Chronik 1800|1800]]'''  ||  style="color:blue;background-color:#f6f890;"|'''[[Chronik 1800.01|Januar]] / [[Chronik 1800.02|Februar]] / [[Chronik 1800.03|März]] / [[Chronik 1800.04|April]] / [[Chronik 1800.05|Mai]] / [[Chronik 1800.06|Juni]] / [[Chronik 1800.07|Juli]] / [[Chronik 1800.08|August]] / [[Chronik 1800.09|September]] / [[Chronik 1800.10|Oktober]] / [[Chronik 1800.11|November]] / [[Chronik 1800.12|Dezember]] <br>
 
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Die französischen Truppen sichern die wichtigsten Städte und Nachschublinien. Die osmanischen Kräfte sind desorganisiert und ziehen sich zurück. General Jean-Baptiste Kléber plant eine langfristige, stabile Verwaltung und erneuert Verhandlungen über einen Abzug seiner Truppen, die trotz des Sieges erschöpft, aber strategisch im Vorteil sind. <br>
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Im Frühjahr 1800 richtet sich die Aufmerksamkeit Europas auf den '''süddeutschen Kriegsschauplatz''', wo sich zwischen Schwarzwald, Oberrhein, Bodensee und den Pässen Tirols die Streitkräfte des Heiligen Römischen Reiches und der Französischen Republik gegenüberstehen. Auf österreichischer Seite führt Feldzeugmeister Baron Paul Kray von Krajowa das weit ausgedehnte kaiserliche Heer, dessen Verbände von der Murg über den Schwarzwald bis an den Bodensee und weiter in die Alpen reichen und von erfahrenen Offizieren wie Sztáray, Kienmayer, Nauendorf, Kolowrat und Reuß kommandiert werden. Ihnen gegenüber steht die französische Rheinarmee unter General Jean‑Victor Moreau, deren beweglicher geführte Divisionen von Basel über das Fricktal und den Oberrhein bis weit nach Norden reichen und durch die befestigten Lager am Rhein gestützt werden. Beide Seiten wissen, dass die kommenden Operationen nicht nur von der Stärke der Truppen, sondern vom Gelände bestimmt werden: von den Engpässen des Schwarzwalds, den offenen Ebenen des Hegau, den Übergängen zwischen Bodensee und Alpen und den Wegen zu den Donauquellen, die den Zugang nach Ulm, Augsburg und weiter nach Bayern öffnen. In dieser Lage beginnen jene Bewegungen, die den Verlauf des Krieges im Süden prägen werden, getragen von der Aufstellung der österreichischen Streitkräfte, den Dispositionen der französischen Armee, den strategischen Überlegungen beider Seiten und den ersten Gefechten am Oberrhein, die den Auftakt zu einer Reihe von Entscheidungen bilden, welche die Kräfteverhältnisse in Süddeutschland grundlegend verändern.
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* Die '''österreichischen Streitkräfte''' stehen unter dem Oberbefehl von Feldzeugmeister Baron Paul Kray von Krajowa, dessen weit verzweigte Front sich von der Murg über den Schwarzwald bis an den Bodensee und weiter in die Alpen zieht. Den rechten Flügel führt Feldzeugmeister Graf Anton Sztáray von Nagy‑Mihály, dessen rund 19.000 Mann den Raum zwischen Murg und Neckar sichern und die Verbindung zu den kurmainzischen Verbündeten halten. Im badischen Vorfeld operieren die Divisionen der Feldmarschallleutnante Baron Michael von Kienmayer, Graf Friedrich Joseph von Nauendorf und Graf Vinzenz von Kolowrat‑Liebsteinsky, deren zusammengefasste Kräfte die Linie zwischen Renchen, Offenburg, Villingen und dem nördlichen Bodenseeufer halten. Weiter südlich deckt das 24.300 Mann starke Korps des Feldmarschallleutnants Fürst Heinrich XV. Reuß zu Greiz die Vorlande Tirols und Vorarlbergs, von den Quellen des Rheins über Graubünden bis nach Buchhorn, dem heutigen Friedrichshafen. Als operative Reserve steht Feldmarschallleutnant Graf Ludwig Baillet de Latour mit 9400 Infanteristen und 3400 Reitern im Raum Villingen–Engen–Tübingen bereit, unterstützt durch die Artilleriereserve in Donaueschingen. Die große Ausdehnung dieser Front, gegliedert durch Flüsse, Wälder und Gebirgsausläufer, verschafft dem kaiserlichen Heer zwar eine eindrucksvolle Präsenz, könnte Kray jedoch zugleich zwingen, seine Kräfte über ein Gelände zu verteilen, das schnelle Konzentrationen erschwert und damit unter Umständen den französischen Plänen Ansatzpunkte bietet.
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* Die '''französische Rheinarmee''' steht unter dem Oberbefehl von General Jean‑Victor Moreau, der sein Hauptquartier in Basel eingerichtet hat und dessen Verbände entlang des Hoch- und Oberrheins in engerer, beweglicherer Ordnung stehen als die weit ausgedehnten österreichischen Linien. Den rechten Flügel führt General Claude‑Jacques Lecourbe, dessen 29.000 Mann den Rheinabschnitt von Laufenburg bis Maienfeld halten und damit den Zugang aus der Schweiz in Richtung Bodensee sichern. Der mittlere Abschnitt unter General Laurent de Gouvion Saint‑Cyr umfasst rund 30.000 Soldaten, die den Oberrhein zwischen Laufenburg und Alt‑Breisach besetzen und durch die befestigten Stellungen im Fricktal und im Oberelsass gestützt werden. Weiter nördlich deckt Bataillonschef Jean‑Baptiste Suzanne mit etwa 19.000 Mann das linke Rheinufer bis Düsseldorf und hält die Verbindung zu den französischen Kräften im Rheinland. Als Reserve stehen im Raum Klein‑Basel, im Fricktal und im Oberelsass weitere 26.000 Mann bereit, die Moreau je nach Lage zur Verstärkung eines bedrohten Abschnitts oder zur Unterstützung eines geplanten Vorstoßes heranziehen könnte. Diese vergleichsweise kompakte und gut abgestimmte Aufstellung verschafft der französischen Armee eine größere Beweglichkeit und erlaubt Moreau, seine Kräfte rascher zu konzentrieren, als es den Österreichern mit ihrer weit verzweigten Front möglich wäre.
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* Die '''strategischen Überlegungen''' beider Seiten sind von der besonderen Lage des süddeutschen Kriegsschauplatzes geprägt, dessen Engpässe, Flussläufe und Alpenübergänge jede größere Operation bestimmen. Die österreichische Führung unter Feldzeugmeister Baron Paul Kray von Krajowa setzt auf einen weit angelegten Plan, der einen gleichzeitigen Vorstoß aus Italien und vom Bodensee vorsieht, verbunden mit einem Rheinübergang zwischen Basel und der Aaremündung und einer Vereinigung der Heere im Raum Brügg, um anschließend über die Saône in Richtung Lyon vorzurücken. Ergänzend dazu sollen kleinere Kontingente über den Gotthardpass ins Wallis eindringen und sich dort mit Verbänden der italienischen Armee verbinden, während die Vogesen gesichert und die Festungen Belfort und Neu‑Breisach eingeschlossen werden könnten. Die französische Seite unter General Jean‑Victor Moreau verfolgt demgegenüber eine beweglichere Strategie, die auf der weiten Ausdehnung der österreichischen Linien beruht: Ablenkungsangriffe bei Straßburg und Breisach sollen Krays Aufmerksamkeit binden, während der rechte französische Flügel unter General Claude‑Jacques Lecourbe vom Schweizer Ufer des Rheins aus den entscheidenden Schlag führen könnte, um die österreichische Stellung im Hegau und am Bodensee zu umgehen und damit die Verbindung zwischen den Vorlanden und dem Hauptheer zu gefährden.
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Der französische Oberbefehlshaber General Jean‑Victor Moreau eröffnet die Frühjahrsoffensive, indem er seinen linken Flügel anweist, die weit ausgedehnte österreichische Verteidigungslinie zwischen Schwarzwald und Oberrhein an mehreren Punkten anzugreifen. Diese Gefechte sollen die Aufmerksamkeit des kaiserlichen Oberbefehlshabers Feldzeugmeister Baron Paul Kray von Krajowa binden und ihn veranlassen, seine Kräfte im Raum Offenburg, Renchen und Alt‑Breisach zu konzentrieren. Während die französischen Divisionen im Norden und in der Mitte des Oberrheins die österreichischen Vorposten beschäftigen und damit den Eindruck eines breiten Angriffs erwecken, verbleibt der rechte französische Flügel unter General Claude‑Jacques Lecourbe noch in seinen Stellungen im Raum Schaffhausen und Laufenburg. Moreau beabsichtigt, durch diese ersten Gefechte die österreichische Führung über die wahre Stoßrichtung im Unklaren zu lassen und die Voraussetzungen für einen späteren, konzentrierten Vorstoß aus der Schweiz zu schaffen, der die österreichische Stellung im Hegau und am Bodensee empfindlich treffen könnte. <br>
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Die Gefechte, die der französische linke Flügel seit Tagen entlang des Oberrheins führt, binden die Aufmerksamkeit des österreichischen Oberbefehlshabers Feldzeugmeister Baron Paul Kray von Krajowa weiterhin vollständig im Raum Offenburg, Renchen und Alt‑Breisach. Während Kray seine Kräfte dort zusammenzieht und die Lage im nördlichen Abschnitt der Front zu klären versucht, nutzt General Claude‑Jacques Lecourbe die entstandene Entlastung am südlichen Ende der österreichischen Linie. Er rückt mit seinem rechten französischen Flügel aus dem Raum Schaffhausen gegen Rheinklingen, ein am Hochrhein gelegenes Dorf unweit der Grenze zur Schweiz, vor und bereitet dort den Übergang über den Fluss vor. Die österreichischen Vorposten, die in diesem Abschnitt nur schwach besetzt sind und sich aus verstreut eingesetzten Einheiten unter Feldmarschallleutnant Prinz Joseph von Lothringen zusammensetzen, weichen vor Lecourbes Annäherung zurück. Damit entsteht für die französische Armee erstmals die Möglichkeit, den österreichischen rechten Flügel im Hegau zu umgehen und die Verbindung zwischen den Vorlanden und dem Hauptheer zu bedrohen, ohne dass Kray dies im Augenblick verhindern könnte. <br>
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| style="color:blue;background-color:#f6f890;" | '''Hier geht es zu den Ereignissen der Monate des Jahres [[Chronik 1800|1800]]'''  || style="color:blue;background-color:#f6f890;" | '''[[Chronik 1800.01|Januar]] / [[Chronik 1800.02|Februar]] / [[Chronik 1800.03|März]] / [[Chronik 1800.04|April]] / [[Chronik 1800.05|Mai]] / [[Chronik 1800.06|Juni]] / [[Chronik 1800.07|Juli]] / [[Chronik 1800.08|August]] / [[Chronik 1800.09|September]] / [[Chronik 1800.10|Oktober]] / [[Chronik 1800.11|November]] / [[Chronik 1800.12|Dezember]]''' <br>
 
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* [http://de.wikipedia.org/wiki/Geschichte_Deutschlands Die geschichtliche Entwicklung Deutschlands bei Wikipedia]
 
* [http://de.wikipedia.org/wiki/Geschichte_Deutschlands Die geschichtliche Entwicklung Deutschlands bei Wikipedia]
* [http://www.dhm.de/lemo/home.html Die deutsche Geschichte von 1815 bis heute vom Deutschen Historischen Museum]
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* [https://www.dhm.de/lemo/jahreschronik/1815 Die deutsche Geschichte von 1901 bis heute vom Deutschen Historischen Museum]
* [http://www.hdg.de/lemo/jahreschronik/1815.html Lemo 1815]
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* [https://chroniknet.de/extra/was-war-am/?ereignisdatum=31.3.1901  Was-war-am ...]
 
* [http://www.bpb.de/geschichte/zeitgeschichte/deutschland-chronik/ Deutschland-Chronik der Bundeszentrale für politische Bildung in Berlin]
 
* [http://www.bpb.de/geschichte/zeitgeschichte/deutschland-chronik/ Deutschland-Chronik der Bundeszentrale für politische Bildung in Berlin]
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* [https://en.wikipedia.org/wiki/Minister_of_Foreign_Affairs_(Russia) Russische Außenminister]
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* [https://en.wikipedia.org/wiki/January_1800 Der Monat bei wiki.en]
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* [https://en.wikipedia.org/wiki/1800_in_the_United_States Das Jahr in den USA bei wiki.en]
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* [https://ru.wikipedia.org/wiki/1900_%D0%B3%D0%BE%D0%B4_%D0%B2_%D0%A0%D0%BE%D1%81%D1%81%D0%B8%D0%B8 Russisch/Deutsch]
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* [https://ru.wikipedia.org/wiki/%D0%A0%D1%83%D1%81%D1%81%D0%BA%D0%B0%D1%8F_%D0%BF%D0%BE%D0%BB%D1%8F%D1%80%D0%BD%D0%B0%D1%8F_%D1%8D%D0%BA%D1%81%D0%BF%D0%B5%D0%B4%D0%B8%D1%86%D0%B8%D1%8F Russische Polarexpedition 1900-1902]
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* [https://en.wikipedia.org/wiki/1900_in_the_United_Kingdom bei wiki.en]
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* [https://en.wikipedia.org/wiki/Seymour_Expedition Seymour Expedition in China]
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* [https://en.wikipedia.org/wiki/Second_Boer_War 2. Burenkrieg]
 
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Version vom 2. Februar 2026, 19:36 Uhr

Pixabay-Globus.jpg

Weltchronik der ersten Dekade des April 1800



Ereignisse vom 01.-10. des Monats    Ereignisse vom 11.-20. des Monats     Ereignisse vom 21.-Ende des Monats


In Washington, D.C. wird die Library of Congress eröffnet

In den USA beginnt die sechsmonatige Wahl des neuen Präsidenten

Truppen des französischen Generals Masséna werden von österreichischen und britischen Truppen in Genua belagert

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Hier geht es zu den Ereignissen der Jahre... 1790 / 1791 / 1792 / 1793 / 1794 / 1795 / 1796 / 1797 / 1798
Hier geht es zu den Ereignissen der Monate des Jahres 1799 Januar / Februar / März / April / Mai / Juni / Juli / August / September / Oktober / November / Dezember
Hier geht es zu den Ereignissen der Monate des Jahres 1800 Januar / Februar / März / April / Mai / Juni / Juli / August / September / Oktober / November / Dezember
01.04.1800 (Dienstag)
Frankreich 1794-1814.png 70px
Französische Republik / Osmanisches Reich
April 1800 (Dienstag)
Frankreich 1794-1814.png 70px
Französische Republik / Osmanisches Reich

Die französischen Truppen sichern die wichtigsten Städte und Nachschublinien. Die osmanischen Kräfte sind desorganisiert und ziehen sich zurück. General Jean-Baptiste Kléber plant eine langfristige, stabile Verwaltung und erneuert Verhandlungen über einen Abzug seiner Truppen, die trotz des Sieges erschöpft, aber strategisch im Vorteil sind.

Frühjahr 1800
Frankreich.png Österreich 1786-1804.png

HRR 1402-1806.png

Bayern 1337-1878.png Württemberg 1700-1805.png
Französische Republik / Erzherzogtum Österreich / Heiliges Römisches Reich / Kurfürstentum Pfalzbayern / Herzogtum Württemberg

Im Frühjahr 1800 richtet sich die Aufmerksamkeit Europas auf den süddeutschen Kriegsschauplatz, wo sich zwischen Schwarzwald, Oberrhein, Bodensee und den Pässen Tirols die Streitkräfte des Heiligen Römischen Reiches und der Französischen Republik gegenüberstehen. Auf österreichischer Seite führt Feldzeugmeister Baron Paul Kray von Krajowa das weit ausgedehnte kaiserliche Heer, dessen Verbände von der Murg über den Schwarzwald bis an den Bodensee und weiter in die Alpen reichen und von erfahrenen Offizieren wie Sztáray, Kienmayer, Nauendorf, Kolowrat und Reuß kommandiert werden. Ihnen gegenüber steht die französische Rheinarmee unter General Jean‑Victor Moreau, deren beweglicher geführte Divisionen von Basel über das Fricktal und den Oberrhein bis weit nach Norden reichen und durch die befestigten Lager am Rhein gestützt werden. Beide Seiten wissen, dass die kommenden Operationen nicht nur von der Stärke der Truppen, sondern vom Gelände bestimmt werden: von den Engpässen des Schwarzwalds, den offenen Ebenen des Hegau, den Übergängen zwischen Bodensee und Alpen und den Wegen zu den Donauquellen, die den Zugang nach Ulm, Augsburg und weiter nach Bayern öffnen. In dieser Lage beginnen jene Bewegungen, die den Verlauf des Krieges im Süden prägen werden, getragen von der Aufstellung der österreichischen Streitkräfte, den Dispositionen der französischen Armee, den strategischen Überlegungen beider Seiten und den ersten Gefechten am Oberrhein, die den Auftakt zu einer Reihe von Entscheidungen bilden, welche die Kräfteverhältnisse in Süddeutschland grundlegend verändern.

  • Die österreichischen Streitkräfte stehen unter dem Oberbefehl von Feldzeugmeister Baron Paul Kray von Krajowa, dessen weit verzweigte Front sich von der Murg über den Schwarzwald bis an den Bodensee und weiter in die Alpen zieht. Den rechten Flügel führt Feldzeugmeister Graf Anton Sztáray von Nagy‑Mihály, dessen rund 19.000 Mann den Raum zwischen Murg und Neckar sichern und die Verbindung zu den kurmainzischen Verbündeten halten. Im badischen Vorfeld operieren die Divisionen der Feldmarschallleutnante Baron Michael von Kienmayer, Graf Friedrich Joseph von Nauendorf und Graf Vinzenz von Kolowrat‑Liebsteinsky, deren zusammengefasste Kräfte die Linie zwischen Renchen, Offenburg, Villingen und dem nördlichen Bodenseeufer halten. Weiter südlich deckt das 24.300 Mann starke Korps des Feldmarschallleutnants Fürst Heinrich XV. Reuß zu Greiz die Vorlande Tirols und Vorarlbergs, von den Quellen des Rheins über Graubünden bis nach Buchhorn, dem heutigen Friedrichshafen. Als operative Reserve steht Feldmarschallleutnant Graf Ludwig Baillet de Latour mit 9400 Infanteristen und 3400 Reitern im Raum Villingen–Engen–Tübingen bereit, unterstützt durch die Artilleriereserve in Donaueschingen. Die große Ausdehnung dieser Front, gegliedert durch Flüsse, Wälder und Gebirgsausläufer, verschafft dem kaiserlichen Heer zwar eine eindrucksvolle Präsenz, könnte Kray jedoch zugleich zwingen, seine Kräfte über ein Gelände zu verteilen, das schnelle Konzentrationen erschwert und damit unter Umständen den französischen Plänen Ansatzpunkte bietet.
  • Die französische Rheinarmee steht unter dem Oberbefehl von General Jean‑Victor Moreau, der sein Hauptquartier in Basel eingerichtet hat und dessen Verbände entlang des Hoch- und Oberrheins in engerer, beweglicherer Ordnung stehen als die weit ausgedehnten österreichischen Linien. Den rechten Flügel führt General Claude‑Jacques Lecourbe, dessen 29.000 Mann den Rheinabschnitt von Laufenburg bis Maienfeld halten und damit den Zugang aus der Schweiz in Richtung Bodensee sichern. Der mittlere Abschnitt unter General Laurent de Gouvion Saint‑Cyr umfasst rund 30.000 Soldaten, die den Oberrhein zwischen Laufenburg und Alt‑Breisach besetzen und durch die befestigten Stellungen im Fricktal und im Oberelsass gestützt werden. Weiter nördlich deckt Bataillonschef Jean‑Baptiste Suzanne mit etwa 19.000 Mann das linke Rheinufer bis Düsseldorf und hält die Verbindung zu den französischen Kräften im Rheinland. Als Reserve stehen im Raum Klein‑Basel, im Fricktal und im Oberelsass weitere 26.000 Mann bereit, die Moreau je nach Lage zur Verstärkung eines bedrohten Abschnitts oder zur Unterstützung eines geplanten Vorstoßes heranziehen könnte. Diese vergleichsweise kompakte und gut abgestimmte Aufstellung verschafft der französischen Armee eine größere Beweglichkeit und erlaubt Moreau, seine Kräfte rascher zu konzentrieren, als es den Österreichern mit ihrer weit verzweigten Front möglich wäre.
  • Die strategischen Überlegungen beider Seiten sind von der besonderen Lage des süddeutschen Kriegsschauplatzes geprägt, dessen Engpässe, Flussläufe und Alpenübergänge jede größere Operation bestimmen. Die österreichische Führung unter Feldzeugmeister Baron Paul Kray von Krajowa setzt auf einen weit angelegten Plan, der einen gleichzeitigen Vorstoß aus Italien und vom Bodensee vorsieht, verbunden mit einem Rheinübergang zwischen Basel und der Aaremündung und einer Vereinigung der Heere im Raum Brügg, um anschließend über die Saône in Richtung Lyon vorzurücken. Ergänzend dazu sollen kleinere Kontingente über den Gotthardpass ins Wallis eindringen und sich dort mit Verbänden der italienischen Armee verbinden, während die Vogesen gesichert und die Festungen Belfort und Neu‑Breisach eingeschlossen werden könnten. Die französische Seite unter General Jean‑Victor Moreau verfolgt demgegenüber eine beweglichere Strategie, die auf der weiten Ausdehnung der österreichischen Linien beruht: Ablenkungsangriffe bei Straßburg und Breisach sollen Krays Aufmerksamkeit binden, während der rechte französische Flügel unter General Claude‑Jacques Lecourbe vom Schweizer Ufer des Rheins aus den entscheidenden Schlag führen könnte, um die österreichische Stellung im Hegau und am Bodensee zu umgehen und damit die Verbindung zwischen den Vorlanden und dem Hauptheer zu gefährden.
02.04.1800 (Mittwoch)
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03.04.1800 (Donnerstag)
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Französische Republik / Erzherzogtum Österreich / Heiliges Römisches Reich / Kurfürstentum Pfalzbayern / Herzogtum Württemberg

Der französische Oberbefehlshaber General Jean‑Victor Moreau eröffnet die Frühjahrsoffensive, indem er seinen linken Flügel anweist, die weit ausgedehnte österreichische Verteidigungslinie zwischen Schwarzwald und Oberrhein an mehreren Punkten anzugreifen. Diese Gefechte sollen die Aufmerksamkeit des kaiserlichen Oberbefehlshabers Feldzeugmeister Baron Paul Kray von Krajowa binden und ihn veranlassen, seine Kräfte im Raum Offenburg, Renchen und Alt‑Breisach zu konzentrieren. Während die französischen Divisionen im Norden und in der Mitte des Oberrheins die österreichischen Vorposten beschäftigen und damit den Eindruck eines breiten Angriffs erwecken, verbleibt der rechte französische Flügel unter General Claude‑Jacques Lecourbe noch in seinen Stellungen im Raum Schaffhausen und Laufenburg. Moreau beabsichtigt, durch diese ersten Gefechte die österreichische Führung über die wahre Stoßrichtung im Unklaren zu lassen und die Voraussetzungen für einen späteren, konzentrierten Vorstoß aus der Schweiz zu schaffen, der die österreichische Stellung im Hegau und am Bodensee empfindlich treffen könnte.

26.04.1800 (Samstag)
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27.04.1800 (Sonntag)
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28.04.1800 (Montag)
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Französische Republik / Erzherzogtum Österreich / Heiliges Römisches Reich / Kurfürstentum Pfalzbayern / Herzogtum Württemberg

Die Gefechte, die der französische linke Flügel seit Tagen entlang des Oberrheins führt, binden die Aufmerksamkeit des österreichischen Oberbefehlshabers Feldzeugmeister Baron Paul Kray von Krajowa weiterhin vollständig im Raum Offenburg, Renchen und Alt‑Breisach. Während Kray seine Kräfte dort zusammenzieht und die Lage im nördlichen Abschnitt der Front zu klären versucht, nutzt General Claude‑Jacques Lecourbe die entstandene Entlastung am südlichen Ende der österreichischen Linie. Er rückt mit seinem rechten französischen Flügel aus dem Raum Schaffhausen gegen Rheinklingen, ein am Hochrhein gelegenes Dorf unweit der Grenze zur Schweiz, vor und bereitet dort den Übergang über den Fluss vor. Die österreichischen Vorposten, die in diesem Abschnitt nur schwach besetzt sind und sich aus verstreut eingesetzten Einheiten unter Feldmarschallleutnant Prinz Joseph von Lothringen zusammensetzen, weichen vor Lecourbes Annäherung zurück. Damit entsteht für die französische Armee erstmals die Möglichkeit, den österreichischen rechten Flügel im Hegau zu umgehen und die Verbindung zwischen den Vorlanden und dem Hauptheer zu bedrohen, ohne dass Kray dies im Augenblick verhindern könnte.

29.04.1800 (Dienstag)
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30.04.1800 (Mittwoch)
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Chronik 1800.04-II
Hier geht es zur zweiten Dekade des April 1800
Chronik 1800.04-III
Hier geht es zur dritten Dekade des April 1800
Hier geht es zu den Ereignissen der Monate des Jahres 1800 Januar / Februar / März / April / Mai / Juni / Juli / August / September / Oktober / November / Dezember
Hier geht es zu den Ereignissen der Monate des Jahres 1801 Januar / Februar / März / April / Mai / Juni / Juli / August / September / Oktober / November / Dezember
Hier geht es zu den Ereignissen der Jahre... 1802 / 1803 / 1804 / 1805 / 1806 / 1807 / 1808 / 1809 / 1810
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