Fränkisches Reich 700: Unterschied zwischen den Versionen
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| − | Pépin II., der Hausmeier der Franken, erzwingt die Unterwerfung der Herzogtümer Thüringen, die zwar noch weiter existieren, aber von nun an von Franken bevormundet werden. <br> | + | Pépin II., der Hausmeier der Franken, erzwingt die Unterwerfung der Herzogtümer Thüringen, die zwar noch weiter existieren, aber von nun an von Franken bevormundet werden. Herzog Hedan II. von Thüringen lässt eine Herzogspfalz mit Kirche in Fulda erbauen. <br> |
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| − | Arnstadt | + | Herzog Hedan II. stellt in Würzburg eine Schenkungsurkunde an Bischof Willibrord aus und nennt erstmals Ortsnamen im späteren Thüringen wie Arnestati (heute Arnstadt), Mulenberge (heute Mühlberg) und Monhore (heute Großmonra). Arnestati wird die erste deutsche Stadt, die außerhalb der ehemals römischen Siedlungsgebiete gegründet wird. Thüringen ist seit 700 kein eigenständiges Herzogtum mehr und wird vom Fränkischen Reich direkt verwaltet. <br> |
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* [https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Staatsoberhäupter_700 Staatsoberhäupter 700] | * [https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Staatsoberhäupter_700 Staatsoberhäupter 700] | ||
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* [https://www.deutsche-biographie.de/sfz60848.html Childibert III.] | * [https://www.deutsche-biographie.de/sfz60848.html Childibert III.] | ||
* [http://www.hartbrunner.de/fakten/index.php?jh=1000 Fakten München] | * [http://www.hartbrunner.de/fakten/index.php?jh=1000 Fakten München] | ||
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Version vom 7. Juli 2018, 14:07 Uhr
FRÄNKISCHES REICH
DIE EREIGNISSE DER DEKADE 700
Willibrord versucht vergeblich, den Jütenkönig Angantyr zu bekehren
Der Hausmeier Pippin II. der Mittlere beginnt einen Feldzug gegen die Alamannen
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Fränkisches Reich
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| Fränkisches Reich Pépin II., der Hausmeier der Franken, erzwingt die Unterwerfung der Herzogtümer Thüringen, die zwar noch weiter existieren, aber von nun an von Franken bevormundet werden. Herzog Hedan II. von Thüringen lässt eine Herzogspfalz mit Kirche in Fulda erbauen. | |||||||||||||||||||||||||||||||
| Fränkisches Reich / Königreich Jütland / Patrimonium Petri / Königreich Northumbria / Großfriesisches Reich Der christliche Missionar Willibrord hat in den letzten Jahren kirchliche Strukturen im fränkischen Teil Frieslands entwickelt, unter anderem durch die Ansiedlung von „Homines Franci“. Nun begibt er sich in das heidnische Friesland des Friesenherzogs Radbod und wird von ihm zwar freundlich empfangen, wenn auch seine Missionsbemühungen zunächst keinen Erfolg haben. Anschließend reist Willibrord weiter nach Jütland, um den Dänenkönig Ongentheow (Ungundus, Angantyr) zu bekehren, von dem Alcuin schreibt, dass dieser grausamer als ein wildes Tier und härter als jeder Stein sei. Willibrord wird als „Apostel der Friesen“ bezeichnet. | |||||||||||||||||||||||||||||||
| Fränkisches Reich / Königreich Jütland Die Macht der Franken im Norden wird abgeschwächt und die äußeren Provinzen ihres Reiches beginnen sich zu befreien. Dies gibt im Raum Schleswig die Möglichkeit der Machtentfaltung des Königreiches Jütland, die damit beginnen, das Gebiet zwischen Sachsen und Friesland zu besiedeln. König Angantyr von Jütland beginnt unverzüglich damit, eine bedeutende Befestigung in der Schleswiger Landenge zwischen der Ostseeförde Schlei und den Niederungen von Treene und Rheider Au anzulegen. Das Schlei-Seesperrwerk in der Großen Breite der Schlei soll die Durchfahrt von Schiffen kontrollieren. Der Osterwall bezieht die Ostseebucht Windebyer Noor in das Verteidigungssystem ein. Bis jetzt existierten lediglich Erdwälle von 1,8 bis 2,2 Meter Höhe und Breiten von etwa 6 Metern, deren Alter noch nicht bestimmt werden kann. Der Sodenwall, der jetzt errichtet wird, ist der erste große Wallbau des Danewerks. Er erstreckt sich von Hollingstedt an der Treene bis zum Dannewerker See und umfasst den Krummwall und den Hauptwall. Der Sodenwall besteht aus Gras-, Heide- und Torfsoden. Er wird 15 bis 18 Meter breit und bis 4 Meter hoch werden. Ein besonderes Kennzeichen wird das Fehlen eines Wehrgrabens sein. | |||||||||||||||||||||||||||||||
| Fränkisches Reich Der englische Missionar Willibrord weiht die Münsterkirche in Emmerich ein. | |||||||||||||||||||||||||||||||
| Fränkisches Reich / Patrimonium Petri Unermüdlich reist der englische Missionar Willibrord durch das Friesen- und Frankenland, um seine Bekehrungsreisen fortzusetzen. Sicher ist, dass er im Gebiet des heutigen Belgien, ferner in Herzogenbusch und im Kempenland das Evangelium verkündet hat. Die vielen Orte in Nordbrabant, in welchen er als Schutzheiliger verehrt wird, und die Schenkungen, welche ihm dort gemacht werden, beweisen, dass Willibrord auch dort seine Hirtensorge an den Tag legt. Namentlich wird Antwerpen als eine seiner Missionsstationen bezeichnet. Arnstadt, Mühlberg und Großmonra werden in einer Schenkungsurkunde des Thüringer Herzogs Hedan II. an den angelsächsischen Bischof Willibrord von Utrecht erstmals erwähnt. | |||||||||||||||||||||||||||||||
| Fränkisches Reich / Patrimonium Petri Herzog Hedan II. stellt in Würzburg eine Schenkungsurkunde an Bischof Willibrord aus und nennt erstmals Ortsnamen im späteren Thüringen wie Arnestati (heute Arnstadt), Mulenberge (heute Mühlberg) und Monhore (heute Großmonra). Arnestati wird die erste deutsche Stadt, die außerhalb der ehemals römischen Siedlungsgebiete gegründet wird. Thüringen ist seit 700 kein eigenständiges Herzogtum mehr und wird vom Fränkischen Reich direkt verwaltet. | |||||||||||||||||||||||||||||||
| Fränkisches Reich / Patrimonium Petri Auf dem Marienberg bei Würzburg wird die unter Herzog Hedan II. errichtete steinerne Rundkirche, eine der ältesten auf rechtsrheinischem Gebiet, als merowingischer Bau eingeweiht. Die Kirche soll Teil einer Festungsanlage werden. | |||||||||||||||||||||||||||||||
Fränkisches Reich
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| Fränkisches Reich Auf dem Mont St. Michel an der Küste der fränkischen Normandie wird mit der Errichtung eines Benediktinerklosters begonnen. Le Mont-Saint-Michel ist ohne Bauten 46 Meter hoch und liegt auf im Ärmelkanal an der Mündung des Couesnon, etwa einen Kilometer vor der Küste im Wattenmeer nahe Avranches und der Grenze zur Bretagne. | |||||||||||||||||||||||||||||||
| Fränkisches Reich / Herzogtum der Alamannen Nach dem Tod des alemannischen Herzogs Gotfrid werden dessen Söhne Theudebald und Lantfrid (Lanfred, Lantfridus, Lanfredus) Nachfolger als Herzöge. Möglicherweise übt Lantfrid die Herrschaft vor allem im Norden, Theudebald im Süden aus. Beide Brüder stehen in ihrem Amt den fränkischen Hausmeiern in erbitterter Feindschaft gegenüber. Bereits im Verlauf des 7. Jahrhunderts hatte sich der alamannische Herrschaftsbereich angesichts schwacher merowingischer Könige innerhalb des Frankenreiches weitgehend verselbstständigt, so dass die Herzöge ähnlich autonom wie Könige regierten. Der Hausmeier Pépin II. de Herstal (Pippin II. der Mittlere) beginnt einen Feldzug gegen die Alamannen, da er um eine Konsolidierung des Frankenreiches bemüht ist. | |||||||||||||||||||||||||||||||
Fränkisches Reich
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