Chronik 16: Unterschied zwischen den Versionen

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Datei:Tiberius.jpg|'''Tiberius'''<br>(* 42 BC Rom)<br>Der neue Imperator und Feldherr Roms ist 56 Jahre alt.
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Die Dynastie der parthischen Arsakiden in Armenien beginnt. Als exilierter ehemaliger Großkönig der Parther übernimmt Vonones I. den armenischen Thron und regiert das unter römischem Einfluss stehende Land. <br>
 
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Das indische Ratishastra behandelt Aspekte der ehelichen Liebe in 272 Versen. Das Ratishastra (Gattenliebe) wird von einem unbekannten Autor in Indien verfasst. Wörtlich bedeutet Rati (Liebe durch) Kopulieren und Shastra bedeutet Lehre. In Kamashastra (Werke der erotische Liebe wie beispielsweise dem Kama Sutra oder Ananga Ranga) werden Anleitungen und Techniken zum Erlangen sexueller Erfüllung gegeben. Zusammen mit den traditionellen brahmanischen Lehren Samudrikashastra, Dharmashastra und Vaidyakashastra werden die Aspekte des Familienlebens nach indischer Tradition abgedeckt. Diese Informationen sind wichtig, um Gatten Sicherheit für ihr Familienleben zu geben. Für junge Menschen ist es allerdings schwierig, die wichtigen Aspekte zum Beispiel zur Partnerwahl und Partnerschaft in den verschiedenen Lehren zu finden. Das Ratishastra wird im Stil Itihasas in Form eines Dialogs zwischen dem Gott Shiva und seiner Gattin Parvati verfasst. Der Text soll jungen Paaren wichtige Hinweise für ihr Zusammenleben geben. Dazu bringt das Ratishastra die notwendigen Aspekte aus den vier traditionellen indischen Lehren zusammen. Ratishastra ist daher auch eine Weiterentwicklung der schriftlichen Tradition der Kamashastra-Werke. Ein Schwerpunkt liegt in der Beschreibung der verschiedenen Typen von Männern und Frauen und dem Finden und der Wahl eines Ehepartners für die Zeugung von Nachwuchs. Das Ratishastra unterweist zusätzlich in ethischen Belangen wie "das richtige Eheleben", in dem der gegenseitige Respekt der Eheleute wesentlich ist. <br>
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Der Ratgeber "Ratishastra" (Gattenliebe) wird von einem unbekannten Autor in Indien verfasst. Er behandelt Aspekte der ehelichen Liebe in 272 Versen. Wörtlich bedeutet Rati "(Liebe durch) Kopulieren" und Shastra bedeutet "Lehre". In Kamashastra (Werke der erotische Liebe wie beispielsweise dem Kama Sutra oder Ananga Ranga) werden Anleitungen und Techniken zum Erlangen sexueller Erfüllung gegeben. Zusammen mit den traditionellen brahmanischen Lehren Samudrikashastra, Dharmashastra und Vaidyakashastra werden die Aspekte des Familienlebens nach indischer Tradition abgedeckt. Diese Informationen werden als wichtig angesehen, um Gatten Sicherheit für ihr Familienleben zu geben. Für junge Menschen ist es allerdings schwierig, die wichtigen Aspekte zum Beispiel zur Partnerwahl und Partnerschaft in den verschiedenen Lehren zu finden. Das Ratishastra wird im Stil Itihasas in Form eines Dialogs zwischen dem Gott Shiva und seiner Gattin Parvati verfasst. Der Text soll jungen Paaren wichtige Hinweise für ihr Zusammenleben geben. Dazu bringt das Ratishastra die notwendigen Aspekte aus den vier traditionellen indischen Lehren zusammen. Ratishastra ist daher auch eine Weiterentwicklung der schriftlichen Tradition der Kamashastra-Werke. Ein Schwerpunkt liegt in der Beschreibung der verschiedenen Typen von Männern und Frauen und dem Finden und der Wahl eines Ehepartners für die Zeugung von Nachwuchs. Das Ratishastra unterweist zusätzlich in ethischen Belangen wie "das richtige Eheleben", in dem der gegenseitige Respekt der Eheleute wesentlich ist. <br>
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Die im Jahre 14 begonnenen Aufstände in Africa Proconsularis werden fortgesetzt. <br>
 
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* Kaiser Tiberius setzt den konservativen Kurs des Augustus in der Religionspolitik fort. Magier und Astrologen lässt aus Italien ausweisen, obwohl er selbst Astrologie praktizieren soll und bei Entscheidungen häufig den Rat des Philosophen und Astrologen Thrasyllos einholt, mit dem er befreundet ist.  
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* Kaiser Tiberius setzt den konservativen Kurs des Augustus in der Religionspolitik fort. Magier und Astrologen lässt er aus Italien ausweisen, obwohl er selbst Astrologie praktizieren soll und bei Entscheidungen häufig den Rat des Philosophen und Astrologen Thrasyllos einholt, mit dem er befreundet ist.  
 
* Kaiser Tiberius gebietet das Verbot des Tragens durchsichtiger Seidengewänder. Dieses Verbot geschieht offenbar unter dem Eindruck des Kleidungsluxus' vieler Senatsmitglieder. Der Kaiser selbst macht keinen Hehl aus seiner Abkehr vom Luxus.
 
* Kaiser Tiberius gebietet das Verbot des Tragens durchsichtiger Seidengewänder. Dieses Verbot geschieht offenbar unter dem Eindruck des Kleidungsluxus' vieler Senatsmitglieder. Der Kaiser selbst macht keinen Hehl aus seiner Abkehr vom Luxus.
 
* Es bilden sich Parteiungen gegenüber einzelnen Mitgliedern der Kaiserfamilie oder anderen einflussreichen Persönlichkeiten, wie Seianus, heraus, die zu gegenseitigen Unterstellungen und Anfeindungen führen. Libo Drusus, ein Urenkel des Pompeius, wird einer Verschwörung gegen die Kaiserfamilie verdächtigt und zum Selbstmord gezwungen. Außerdem lässt Tiberius den Sklaven Clemens, der sich für Agrippa Postumus ausgegeben und in Italien eine beachtliche Schar Anhänger um sich gesammelt hat, beseitigen.
 
* Es bilden sich Parteiungen gegenüber einzelnen Mitgliedern der Kaiserfamilie oder anderen einflussreichen Persönlichkeiten, wie Seianus, heraus, die zu gegenseitigen Unterstellungen und Anfeindungen führen. Libo Drusus, ein Urenkel des Pompeius, wird einer Verschwörung gegen die Kaiserfamilie verdächtigt und zum Selbstmord gezwungen. Außerdem lässt Tiberius den Sklaven Clemens, der sich für Agrippa Postumus ausgegeben und in Italien eine beachtliche Schar Anhänger um sich gesammelt hat, beseitigen.
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| <center> [[Datei:Colosseum.png|70px]] [[Datei:Ger.png|70px]] </center> || '''[[Imperium Romanum 15|Imperium Romanum]] / [[Römische Provinzen in Germanien 10|Römische Provinzen in Germanien]] / [[Germania Magna 10|Germania Magna (Stamm der Cherusker / Stamm der Chatten / Stamm der Brukterer / Stamm der Sueben)]]'''<br>
Nero Claudius Germanicus beginnt mit acht Legionen einen neuen Feldzug nach Germanien. Das Ziel sind die Cherusker, die auch im Vorjahr den Römern eine empfindliche Niederlage zufügen konnten. Auf gegenüberliegenden Ufern der Weser treffen die Krieger aufeinander. Angeblich kommt es hier zu einem Streit zwischen Arminius, dem Anführer der Cherusker, und seinem Bruder Flavus, der in Diensten der römischen Armee steht. Am folgenden Tag überschreiten die Römer die Weser und begegnen den Cheruskern bei Idistaviso (Schlacht auf dem Idistavisischen Feld) zum Kampf. Bei der offenen Feldschlacht entgehen die Germanen nur knapp der Einkesselung. Dem Großteil der Krieger gelingt der Rückzug zum Angrivarierwall (zwischen Weser und Steinhuder Meer). Arminius wird während der Schlacht verwundet. Die erneuten Kämpfe an dem für die Cherusker leichter zu verteidigenden Ort enden zwar zahlenmäßig mit einem Sieg der Römer, allerdings sieht sich Germanicus gezwungen, Germanien mit seinen geschwächten Legionen schon im August wieder zu verlassen. Germanicus wird vom Kaiser nach Rom zurückbeordert. Damit enden die Versuche des Römischen Reichs, ganz Germanien zu erobern. <br>
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Nero Claudius Germanicus beginnt mit acht Legionen einen neuen Feldzug nach Germanien. Das Ziel sind die Cherusker, die auch im Vorjahr den Römern eine empfindliche Niederlage zufügen konnten. Auf gegenüberliegenden Ufern der Weser treffen die Krieger aufeinander. Angeblich kommt es hier zu einem Streit zwischen Arminius, dem Anführer der Cherusker, und seinem Bruder Flavus, der in Diensten der römischen Armee steht. Am folgenden Tag überschreiten die Römer die Weser und begegnen den Cheruskern bei Idistaviso (Schlacht auf dem Idistavisischen Feld) zum Kampf. Bei der offenen Feldschlacht entgehen die Germanen nur knapp der Einkesselung. Dem Großteil der Krieger gelingt der Rückzug zum Angrivarierwall (zwischen Weser und Steinhuder Meer). Arminius wird während der Schlacht verwundet. Die erneuten Kämpfe an dem für die Cherusker leichter zu verteidigenden Ort enden zwar zahlenmäßig mit einem Sieg der Römer, allerdings sieht sich Germanicus gezwungen, Germanien mit seinen geschwächten Legionen schon im August wieder zu verlassen. Germanicus wird vom Kaiser nach Rom zurückbeordert. Damit enden die verlustreiche Versuche des Römischen Reichs, ganz Germanien zu erobern; die rechtsrheinischen Gebiete werden von Rom aufgegeben. Auf dem Rückweg von der Ems zur Rheinmündung geraten angeblich 1000 römische Schiffe in einen Sturm. Tacitus berichtet später, dass der Großteil der Schiffe in eine Sturmflut gerieten und bezeichnet die Flotte als verloren. Genaue Zahlen werden nicht überliefert. <br>
 
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Version vom 25. August 2020, 20:11 Uhr

Pixabay-Globus.jpg

DIE EREIGNISSE DES JAHRES 16



Kaiser Tiberius lässt Magier und Astrologen aus Italien ausweisen

Germanische Söldner, darunter Arminius und sein Bruder, kämpfen an der Weser gegeneinander

Das Imperium Romanum stellt die Versuche, Germania Magna zu erobern, ein



Hauptseite Map Germania 16.jpg
Feldzug des Germanicus im Jahre 16

Wichtige Persönlichkeiten des Jahres
(nach Geburtsjahr geordnet)
Jahres-Chroniken
Länderchroniken
Die wichtigsten Herrscher des Jahres
Nation Name Regierungszeit
Ger.png
Königreich der Markomannen
(9 BC - 250 AD)
König Marbod
9 BC - 18 AD
Ger.png
Stamm der Cherusker
(50 BC - 125 AD)
Fürst Hermann Siegfried
(Arminius)
7 - 21
Kaiserreich China.png
Kaiserreich China
(Westliche Han-Dynastie)
(221 BC - 1912 AD)
Kaiser Wang Mang
9 - 23
Faravahar.png
Reich der Parther
(247 BC - 224 AD)
Schah Artabanos II.
12 - 38
Colosseum.png
Imperium Romanum
(27 BC - 395 AD)
Imperator Tiberius
14 - 37
Ereignis
frühere Ereignisse
Chronik 6 - 7 - 8 - 9 - 10 - 11 - 12 - 13 - 14 - 15
fortlaufende Ereignisse
01.01.16
Colosseum.png
Imperium Romanum
  • In Rom schreibt man das Jahr DCCLXIX (769) ab urbe condita (seit der Gründung Roms).
  • Sisenna Statilius Taurus und Lucius Scribonius Libo sind Consuln des Römischen Reiches. Consules suffecti werden Publius Pomponius Graecinus und Gaius Vibius Rufus.
16
EREIGNISSE DES JAHRES OHNE GENAUE DATUMSANGABE
Königreich Armenien.png Faravahar.png Colosseum.png
Königreich Armenien / Reich der Parther / Imperium Romanum

Die Dynastie der parthischen Arsakiden in Armenien beginnt. Als exilierter ehemaliger Großkönig der Parther übernimmt Vonones I. den armenischen Thron und regiert das unter römischem Einfluss stehende Land.

Pandya.png
Königreich Pandya

Der Ratgeber "Ratishastra" (Gattenliebe) wird von einem unbekannten Autor in Indien verfasst. Er behandelt Aspekte der ehelichen Liebe in 272 Versen. Wörtlich bedeutet Rati "(Liebe durch) Kopulieren" und Shastra bedeutet "Lehre". In Kamashastra (Werke der erotische Liebe wie beispielsweise dem Kama Sutra oder Ananga Ranga) werden Anleitungen und Techniken zum Erlangen sexueller Erfüllung gegeben. Zusammen mit den traditionellen brahmanischen Lehren Samudrikashastra, Dharmashastra und Vaidyakashastra werden die Aspekte des Familienlebens nach indischer Tradition abgedeckt. Diese Informationen werden als wichtig angesehen, um Gatten Sicherheit für ihr Familienleben zu geben. Für junge Menschen ist es allerdings schwierig, die wichtigen Aspekte zum Beispiel zur Partnerwahl und Partnerschaft in den verschiedenen Lehren zu finden. Das Ratishastra wird im Stil Itihasas in Form eines Dialogs zwischen dem Gott Shiva und seiner Gattin Parvati verfasst. Der Text soll jungen Paaren wichtige Hinweise für ihr Zusammenleben geben. Dazu bringt das Ratishastra die notwendigen Aspekte aus den vier traditionellen indischen Lehren zusammen. Ratishastra ist daher auch eine Weiterentwicklung der schriftlichen Tradition der Kamashastra-Werke. Ein Schwerpunkt liegt in der Beschreibung der verschiedenen Typen von Männern und Frauen und dem Finden und der Wahl eines Ehepartners für die Zeugung von Nachwuchs. Das Ratishastra unterweist zusätzlich in ethischen Belangen wie "das richtige Eheleben", in dem der gegenseitige Respekt der Eheleute wesentlich ist.

Colosseum.png
Imperium Romanum / Römische Provinzen in Afrika

Die im Jahre 14 begonnenen Aufstände in Africa Proconsularis werden fortgesetzt.

Colosseum.png
Imperium Romanum
  • Kaiser Tiberius setzt den konservativen Kurs des Augustus in der Religionspolitik fort. Magier und Astrologen lässt er aus Italien ausweisen, obwohl er selbst Astrologie praktizieren soll und bei Entscheidungen häufig den Rat des Philosophen und Astrologen Thrasyllos einholt, mit dem er befreundet ist.
  • Kaiser Tiberius gebietet das Verbot des Tragens durchsichtiger Seidengewänder. Dieses Verbot geschieht offenbar unter dem Eindruck des Kleidungsluxus' vieler Senatsmitglieder. Der Kaiser selbst macht keinen Hehl aus seiner Abkehr vom Luxus.
  • Es bilden sich Parteiungen gegenüber einzelnen Mitgliedern der Kaiserfamilie oder anderen einflussreichen Persönlichkeiten, wie Seianus, heraus, die zu gegenseitigen Unterstellungen und Anfeindungen führen. Libo Drusus, ein Urenkel des Pompeius, wird einer Verschwörung gegen die Kaiserfamilie verdächtigt und zum Selbstmord gezwungen. Außerdem lässt Tiberius den Sklaven Clemens, der sich für Agrippa Postumus ausgegeben und in Italien eine beachtliche Schar Anhänger um sich gesammelt hat, beseitigen.
Colosseum.png
Imperium Romanum / Römische Provinzen in Westeuropa

Die Stadt Lugdunum (heute: Lyon) in Gallia Lugdunensis wird Zentrale der drei neu eingeteilten Verwaltungsbezirke Galliens Seine, Mosel und Maas/Schelde.

Colosseum.png Ger.png
Imperium Romanum / Römische Provinzen in Germanien / Germania Magna (Stamm der Cherusker / Stamm der Chatten / Stamm der Brukterer / Stamm der Sueben)

Nero Claudius Germanicus beginnt mit acht Legionen einen neuen Feldzug nach Germanien. Das Ziel sind die Cherusker, die auch im Vorjahr den Römern eine empfindliche Niederlage zufügen konnten. Auf gegenüberliegenden Ufern der Weser treffen die Krieger aufeinander. Angeblich kommt es hier zu einem Streit zwischen Arminius, dem Anführer der Cherusker, und seinem Bruder Flavus, der in Diensten der römischen Armee steht. Am folgenden Tag überschreiten die Römer die Weser und begegnen den Cheruskern bei Idistaviso (Schlacht auf dem Idistavisischen Feld) zum Kampf. Bei der offenen Feldschlacht entgehen die Germanen nur knapp der Einkesselung. Dem Großteil der Krieger gelingt der Rückzug zum Angrivarierwall (zwischen Weser und Steinhuder Meer). Arminius wird während der Schlacht verwundet. Die erneuten Kämpfe an dem für die Cherusker leichter zu verteidigenden Ort enden zwar zahlenmäßig mit einem Sieg der Römer, allerdings sieht sich Germanicus gezwungen, Germanien mit seinen geschwächten Legionen schon im August wieder zu verlassen. Germanicus wird vom Kaiser nach Rom zurückbeordert. Damit enden die verlustreiche Versuche des Römischen Reichs, ganz Germanien zu erobern; die rechtsrheinischen Gebiete werden von Rom aufgegeben. Auf dem Rückweg von der Ems zur Rheinmündung geraten angeblich 1000 römische Schiffe in einen Sturm. Tacitus berichtet später, dass der Großteil der Schiffe in eine Sturmflut gerieten und bezeichnet die Flotte als verloren. Genaue Zahlen werden nicht überliefert.

Colosseum.png Triskele.png
Imperium Romanum / Keltisches Königreich Catuvellauni (Calchwynedd)

Römische Militärschiffe, die vor der britannischen Küste gestrandet sind, erhalten von König Cunobelinus von Catuvellauni freies Geleit zurück nach Gallien. Dies zeugt von einer stabilen Beziehung zwischen beiden Ländern. Auf seinen Münzen nennt sich Cunobelinus inzwischen "Rex" (König), vermutlich wegen der Anerkennung seiner Herrschaft durch Kaiser Tiberius.

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