Neuguinea - Vorzeit: Unterschied zwischen den Versionen

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Die Periode des Tonium in der geologischen Ära des Neoproterozoikums im Zeitalter des Proterozoikums beginnt. Der Name ist abgeleitet vom grch. „tonas“ = ausdehnen. Er spielt auf die weitere Ausdehnung der alten Kratone an. Das herausragende geologische Ereignis im Tonium ist die Existenz eines einzigen Superkontinentes, '''Rodinia''', in dem fast alle Kratone (alte Festlandkerne der heutigen Kontinente) enthalten sind. Gleichzeitig existiert analog ein einziger gigantischer Ozean, Mirovia genannt.  Es finden nun Gebirgsbildungsprozesse statt. Der Beginn der Periode überschneidet sich mit dem Ende der Grenville-Orogenese, einer wichtigen gebirgsbildenden Phase und während deren unter anderem Gebirgszüge im heutigen Osten '''[[Nordamerika]]s''' und auf dem indischen Kontinent geformt werden. Der Wärmeaustausch zwischen der oberen Erdkruste und dem unteren Material erreicht den noch heute vorliegenden Stand. Die Plattentektonik gleicht etwa der heutigen. Vulkanausbrüche gewaltigen Ausmaßes existieren noch im heutigen '''[[Nordamerika|Golf von Mexiko]]''', zwischen '''[[Madagaskar]]''' und der '''[[Antarktis]]''' sowie nordöstlich von '''[[Australien|Neuguinea]]'''. Infolge der Gezeitenreibung, die die Erde im Laufe der letzten dreieinhalb Milliarden Jahre immer mehr abbremste, wurden die Tage kontinuierlich verlängert. Inzwischen hat ein Erdtag 22 Stunden gegenüber 18 Stunden vor einer halben Milliarde Jahren und 10 Stunden vor 3,5 Milliarden Jahren. <br>
 
Die Periode des Tonium in der geologischen Ära des Neoproterozoikums im Zeitalter des Proterozoikums beginnt. Der Name ist abgeleitet vom grch. „tonas“ = ausdehnen. Er spielt auf die weitere Ausdehnung der alten Kratone an. Das herausragende geologische Ereignis im Tonium ist die Existenz eines einzigen Superkontinentes, '''Rodinia''', in dem fast alle Kratone (alte Festlandkerne der heutigen Kontinente) enthalten sind. Gleichzeitig existiert analog ein einziger gigantischer Ozean, Mirovia genannt.  Es finden nun Gebirgsbildungsprozesse statt. Der Beginn der Periode überschneidet sich mit dem Ende der Grenville-Orogenese, einer wichtigen gebirgsbildenden Phase und während deren unter anderem Gebirgszüge im heutigen Osten '''[[Nordamerika]]s''' und auf dem indischen Kontinent geformt werden. Der Wärmeaustausch zwischen der oberen Erdkruste und dem unteren Material erreicht den noch heute vorliegenden Stand. Die Plattentektonik gleicht etwa der heutigen. Vulkanausbrüche gewaltigen Ausmaßes existieren noch im heutigen '''[[Nordamerika|Golf von Mexiko]]''', zwischen '''[[Madagaskar]]''' und der '''[[Antarktis]]''' sowie nordöstlich von '''[[Australien|Neuguinea]]'''. Infolge der Gezeitenreibung, die die Erde im Laufe der letzten dreieinhalb Milliarden Jahre immer mehr abbremste, wurden die Tage kontinuierlich verlängert. Inzwischen hat ein Erdtag 22 Stunden gegenüber 18 Stunden vor einer halben Milliarde Jahren und 10 Stunden vor 3,5 Milliarden Jahren. <br>
 
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| <center>'''[[Pleistozän|60.000 BC]] </center> || [[Datei:Südostasiatin mit afrikanischen Vorfahren.jpg|thumb|Südostasiatin mit afrikanischen Vorfahren]] ''' Phanerozoikum – Quartär – Pleistozän – Jungpleistozän (Tarantium) - [[Australien]] / [[Neuguinea - Vorzeit|Neuguinea]] / [[Ozeanien]]''' <br>  
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| <center>'''[[Pleistozän|60.000 BC]] </center> || [[Datei:Südostasiatin mit afrikanischen Vorfahren.jpg|thumb|150px|Südostasiatin mit afrikanischen Vorfahren]] ''' Phanerozoikum – Quartär – Pleistozän – Jungpleistozän (Tarantium) - [[Australien]] / [[Neuguinea - Vorzeit|Neuguinea]] / [[Ozeanien]]''' <br>  
 
Die ersten Homo sapiens, über eine noch bestehende Landbrücke aus Südostasien kommend, treffen auf dem Kontinent '''[[Australien]]''' ein, der noch mit Neuguinea und Tasmanien verbunden ist, und besiedeln den gesamten Kontinent sowie den Rand '''[[Ozeanien]]s''', das jedoch vorerst weitestgehend unbesiedelt bleibt.  <br>
 
Die ersten Homo sapiens, über eine noch bestehende Landbrücke aus Südostasien kommend, treffen auf dem Kontinent '''[[Australien]]''' ein, der noch mit Neuguinea und Tasmanien verbunden ist, und besiedeln den gesamten Kontinent sowie den Rand '''[[Ozeanien]]s''', das jedoch vorerst weitestgehend unbesiedelt bleibt.  <br>
 
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Die ersten Menschen erreichen die Inseln des '''[[Neuguinea - Vorzeit|Bismarckarchipels]]''' sowie der '''[[Salomonen - Vorzeit|nördlichen Salomonen]]''' mit ihren Booten. <br>
 
Die ersten Menschen erreichen die Inseln des '''[[Neuguinea - Vorzeit|Bismarckarchipels]]''' sowie der '''[[Salomonen - Vorzeit|nördlichen Salomonen]]''' mit ihren Booten. <br>
 
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'''Phanerozoikum – Quartär – Pleistozän – Jungpleistozän (Tarantium) - [[Afrika]] / [[Indien (Kontinent)|Indien]] / [[Sri Lanka - Übersicht|Sri Lanka]] / [[Australien]] / [[Asien]]''' <br>
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'''Phanerozoikum – Quartär – Pleistozän – Jungpleistozän (Tarantium) - [[Afrika]] / [[Indien - Vorzeit|Indischer Subkontinent]] / [[Sri Lanka - Vorzeit|Ceylon]] / [[Australien]] / [[Asien]]''' <br>
Am Ende des Jungpaläolithikum (Altsteinzeit) spaltet sich der Homo sapiens sapiens in drei Menschheitsgruppen auf: Negride, Europiden und Mongolide. Diese drei Gruppen weisen unterschiedliche äußere Merkmale auf. Die Haut der Menschen, die unter der steil einfallenden Sonnenstrahlung leben, färbt sich zum besseren Schutz vor UV-Strahlung schwarz. In den kühleren Zonen Afrikas jedoch verliert sich das schwarze Pigment, da nur helle Haut aus ultraviolettem Licht das lebensnotwendige Vitamin D bilden kann, um in der Winterzeit der Gefahr von Rachitis zu entgehen. Negride leben in '''[[Südafrika - Übersicht|Afrika]]''' (Pygmäen, San), in besonderen Gegenden '''[[Indien (Kontinent)|Indiens, auf Ceylon]]''', '''[[Neuguinea - Vorzeit|Neuguinea]]''' (Papua), '''[[Australien]]''' (Aborigines) und '''[[Japan - Vorzeit|Japan]]''' (Ainu). <br>
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Am Ende des Jungpaläolithikum (Altsteinzeit) spaltet sich der Homo sapiens sapiens in drei Menschheitsgruppen auf: Negride, Europiden und Mongolide. Diese drei Gruppen weisen unterschiedliche äußere Merkmale auf. Die Haut der Menschen, die unter der steil einfallenden Sonnenstrahlung leben, färbt sich zum besseren Schutz vor UV-Strahlung schwarz. In den kühleren Zonen Afrikas jedoch verliert sich das schwarze Pigment, da nur helle Haut aus ultraviolettem Licht das lebensnotwendige Vitamin D bilden kann, um in der Winterzeit der Gefahr von Rachitis zu entgehen. Negride leben in '''[[Südafrika]]''' (Pygmäen, San), in besonderen Gegenden des Indischen Subkontinents, nämlich auf '''[[Sri Lanka - Vorzeit|Ceylon]]''', '''[[Neuguinea - Vorzeit|Neuguineas]]''', auf '''Papua''', in '''[[Australien]] (Aborigines)''' und '''[[Japan - Vorzeit|Japan]] (Ainu)'''. <br>
 
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'''[[Australien]]''' erlebt mehr als tausend Jahre nach der ersten Trockenzeit eine weitere, mehrere hundert Jahre anhaltende Trockenperiode. Da der Meeresspiegel 120 Meter tiefer als im 21. Jahrhundert liegt, sind nunmehr '''[[Neuguinea - Vorzeit|Neuguinea]]''' und Tasmanien wieder von '''[[Australien]]''' aus über Land zu erreichen. <br>
 
'''[[Australien]]''' erlebt mehr als tausend Jahre nach der ersten Trockenzeit eine weitere, mehrere hundert Jahre anhaltende Trockenperiode. Da der Meeresspiegel 120 Meter tiefer als im 21. Jahrhundert liegt, sind nunmehr '''[[Neuguinea - Vorzeit|Neuguinea]]''' und Tasmanien wieder von '''[[Australien]]''' aus über Land zu erreichen. <br>
 
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Im 10. Jahrhundert wird die Landbrücke zwischen '''[[Australien]]''' und '''[[Neuguinea - Vorzeit|Neuguinea]]''' für immer überflutet und trennt die beiden Gebiete voneinander. Viele australische Aborigines beginnen jetzt mit dem Fischfang; bislang war das Känguru ihr Grundnahrungsmittel. Der Gebrauch des Boomerangs als Jagdinstrument ist von jetzt an nur noch in '''[[Australien]]''' gebräuchlich. <br>
 
Im 10. Jahrhundert wird die Landbrücke zwischen '''[[Australien]]''' und '''[[Neuguinea - Vorzeit|Neuguinea]]''' für immer überflutet und trennt die beiden Gebiete voneinander. Viele australische Aborigines beginnen jetzt mit dem Fischfang; bislang war das Känguru ihr Grundnahrungsmittel. Der Gebrauch des Boomerangs als Jagdinstrument ist von jetzt an nur noch in '''[[Australien]]''' gebräuchlich. <br>
 
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Auf '''[[Neuguinea - Vorzeit|Neuguinea]]''' wird Ackerbau betrieben. Damit gilt die Insel als eine eigenständige Wiege der Landwirtschaft. <br>
 
Auf '''[[Neuguinea - Vorzeit|Neuguinea]]''' wird Ackerbau betrieben. Damit gilt die Insel als eine eigenständige Wiege der Landwirtschaft. <br>
 
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Im Gebiet der Western Highlands auf der Insel '''[[Neuguinea - Vorzeit|Neuguinea]]''' beginnen die Menschen mit der Landwirtschaft in der Nähe des heutigen Ortes Kuk. Die historische Agrarlandschaft von Kuk auf der Insel Neuguinea entsteht vollkommen unabhängig von Landwirtschaften anderer Kulturen. Sie befindet sich im südlichen Hochland der Insel in der heutigen papua-neuguineischen Provinz Western Highlands nordöstlich von Mount Hagen im Oberen Wahgital, einem der größten Täler der Bergregion nördlich des Kuborgebirges, auf einer Höhe von 1550 Metern über dem Meeresspiegel. Die dort lebende Bevölkerung kennt die Brandrodung sowie das Anlegen von Netzen von Entwässerungsgräben. Vor allem Taro, Zuckerrohr und die ersten Bananenarten Musa ingens und Musa acuminata werden hier kultiviert.  <br>
 
Im Gebiet der Western Highlands auf der Insel '''[[Neuguinea - Vorzeit|Neuguinea]]''' beginnen die Menschen mit der Landwirtschaft in der Nähe des heutigen Ortes Kuk. Die historische Agrarlandschaft von Kuk auf der Insel Neuguinea entsteht vollkommen unabhängig von Landwirtschaften anderer Kulturen. Sie befindet sich im südlichen Hochland der Insel in der heutigen papua-neuguineischen Provinz Western Highlands nordöstlich von Mount Hagen im Oberen Wahgital, einem der größten Täler der Bergregion nördlich des Kuborgebirges, auf einer Höhe von 1550 Metern über dem Meeresspiegel. Die dort lebende Bevölkerung kennt die Brandrodung sowie das Anlegen von Netzen von Entwässerungsgräben. Vor allem Taro, Zuckerrohr und die ersten Bananenarten Musa ingens und Musa acuminata werden hier kultiviert.  <br>
 
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| <center>'''[[Chronik 5000 BC|4800 BC]]''' </center>  || '''[[China - Vorzeit|China / Taiwan]] / [[Indonesien - Vorzeit|Sumatra, Borneo und Java]] / [[Neuguinea - Vorzeit|Neuguinea]] / [[Australien]]''' <br>
 
Die heutige Insel Taiwan ist noch mit dem chinesischen Festland verbunden und die Halbinsel Malaya ist noch mit Sumatra, Borneo und Java verknüpft. Zwischen Neuguinea und Australien befindet sich ein Binnenmeer. Die Vorfahren der Yi-Menschen bewegen sich im Hochland Zentralchinas. <br>
 
Die heutige Insel Taiwan ist noch mit dem chinesischen Festland verbunden und die Halbinsel Malaya ist noch mit Sumatra, Borneo und Java verknüpft. Zwischen Neuguinea und Australien befindet sich ein Binnenmeer. Die Vorfahren der Yi-Menschen bewegen sich im Hochland Zentralchinas. <br>
 
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Im Zuge des Abschmelzens der Gletscher werden am Ende der letzten Eiszeit weite Küstengebiete '''[[Neuguinea - Vorzeit|Neuguinea]]s''' überflutet, was das Wissen über frühe Küstenkulturen der Insel stark einschränkt. <br>
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In '''[[Neuguinea - Vorzeit|Neuguinea]]''' wird Zuckerrohr geerntet und auch nach '''[[Indien - Vorzeit|Indien]]''' exportiert, wo Zucker bald als Grundbedürfnis angesehen wird. In Europa ist Zucker noch vollkommen unbekannt. <br>
 
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In '''[[Neuguinea - Vorzeit|Neuguinea]]''' wird Zuckerrohr geerntet und auch nach '''[[Indien - Vorzeit|Indien]]''' exportiert, wo Zucker bald als Grundbedürfnis angesehen wird. In Europa ist Zucker noch vollkommen unbekannt. <br>
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Im Zuge des Abschmelzens der Gletscher werden am Ende der letzten Eiszeit weite Küstengebiete '''[[Neuguinea - Vorzeit|Neuguinea]]s''' überflutet, was das Wissen über frühe Küstenkulturen der Insel stark einschränkt. <br>  
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Ursprünglich aus Hinterindien und Südchina stammende Völker (Proto-Malaien) dringen per Kanu auf die von dichten Regenwäldern bedeckte Inselwelt der heutigen Republik Indonesien im Indischen Ozean beiderseits des Äquators vor und vermischen sich allmählich mit den bereits vor Jahrtausenden über eine damals noch fast vollständig existierende Landbrücke zwischen Asien und Australien eingewanderten dunkelhäutigen Pygmäen oder drängen diese ins Innere der Inseln ab. Es werden die ersten von mehr als 13.000 Inseln besiedelt, darunter die Großen Sundainseln Kalimantan/Borneo, Sumatra, Sulawesi/Célèbes und Java, die Kleinen Sundainseln Bali, Lombok, Sumbawa, Sumba, Flores, Timor und andere), die Molukken und Neuguinea. In den Urwäldern des heutigen Westmalaysia und der Malaiischen Halbinsel und in Ostmalaysia auf Borneo leben im Jahr 2000 AD noch etwa 70.000 direkte Nachkommen dieser proto-malaiischen Stämme, die sich selbst "Orang Asli" ("ursprüngliche Menschen") nennen, auf Borneo aber allgemein als "Dayak" bezeichnet werden. Mit dem allgemeinen Gebrauch des Segels erreichen verschiedene Einwanderungswellen aus dem Gebiet Indonesiens und aus China auch die philippinische Inselwelt. <br>
 
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| <center>'''[[Chronik 1300 BC|1300 BC]]''' </center>  ||  '''[[Königreich Shang]] / [[Neuguinea - Vorzeit|Neuguinea]] / [[Ozeanien|Melanesien / Polynesien]]''' <br>
 
| <center>'''[[Chronik 1300 BC|1300 BC]]''' </center>  ||  '''[[Königreich Shang]] / [[Neuguinea - Vorzeit|Neuguinea]] / [[Ozeanien|Melanesien / Polynesien]]''' <br>

Aktuelle Version vom 1. Oktober 2019, 17:40 Uhr

NEUGUINEA - VORZEIT

1.000.000.000 BC bis 1526 AD


heutige Bezeichnungen: Unabhängiger Staat Papua-Neuguinea / Republik Indonesien (Irian Jaya)


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Lage Neuguineas als Teil Australiens bis 9500 BC (Quelle: Wikipedia.de)
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1.000.000.000 BC
Präkambrium – Proterozoikum – Neoproterozoikum – Tonium - Rodinia

Die Periode des Tonium in der geologischen Ära des Neoproterozoikums im Zeitalter des Proterozoikums beginnt. Der Name ist abgeleitet vom grch. „tonas“ = ausdehnen. Er spielt auf die weitere Ausdehnung der alten Kratone an. Das herausragende geologische Ereignis im Tonium ist die Existenz eines einzigen Superkontinentes, Rodinia, in dem fast alle Kratone (alte Festlandkerne der heutigen Kontinente) enthalten sind. Gleichzeitig existiert analog ein einziger gigantischer Ozean, Mirovia genannt. Es finden nun Gebirgsbildungsprozesse statt. Der Beginn der Periode überschneidet sich mit dem Ende der Grenville-Orogenese, einer wichtigen gebirgsbildenden Phase und während deren unter anderem Gebirgszüge im heutigen Osten Nordamerikas und auf dem indischen Kontinent geformt werden. Der Wärmeaustausch zwischen der oberen Erdkruste und dem unteren Material erreicht den noch heute vorliegenden Stand. Die Plattentektonik gleicht etwa der heutigen. Vulkanausbrüche gewaltigen Ausmaßes existieren noch im heutigen Golf von Mexiko, zwischen Madagaskar und der Antarktis sowie nordöstlich von Neuguinea. Infolge der Gezeitenreibung, die die Erde im Laufe der letzten dreieinhalb Milliarden Jahre immer mehr abbremste, wurden die Tage kontinuierlich verlängert. Inzwischen hat ein Erdtag 22 Stunden gegenüber 18 Stunden vor einer halben Milliarde Jahren und 10 Stunden vor 3,5 Milliarden Jahren.

60.000 BC
Südostasiatin mit afrikanischen Vorfahren
Phanerozoikum – Quartär – Pleistozän – Jungpleistozän (Tarantium) - Australien / Neuguinea / Ozeanien

Die ersten Homo sapiens, über eine noch bestehende Landbrücke aus Südostasien kommend, treffen auf dem Kontinent Australien ein, der noch mit Neuguinea und Tasmanien verbunden ist, und besiedeln den gesamten Kontinent sowie den Rand Ozeaniens, das jedoch vorerst weitestgehend unbesiedelt bleibt.

55.000 BC
Phanerozoikum – Quartär – Pleistozän – Jungpleistozän (Tarantium) - Australien / Ozeanien

Australien, Tasmanien und Neuguinea bilden einen einzigen Kontinent, den Sahul. Die dort lebenden Bewohner der Gattung Homo erectus verstehen es, Bootsreisen von mindestens 100 Kilometer Länge zu unternehmen, um nach bewohnbaren Inseln in Ozeanien zu forschen.

40.000 BC
Phanerozoikum – Quartär – Pleistozän – Jungpleistozän (Tarantium) - Neuguinea

Von Südostasien aus besiedeln über eine derzeit noch bestehende Landbrücke in mehreren Schüben dunkelhäutige Völker (Tapiro-Pygmäen, Papua) die von dichtem Regenwald bedeckte Insel Neuguinea nördlich von Australien. Die Landbrücke ist lediglich bei der heutigen Makassarstraße und dem Timorgraben von einem etwa 100 Kilometer breiten Ozean unterbrochen. Am Anfang des 21. Jahrhunderts a.D. werden auf Neuguinea, der mit fast 772.000 Quadratkilometern nach Grönland zweitgrößten Insel der Erde, die in ihrer gesamten Breite von einer aus zahlreichen, bis zu 5.000 Meter hohen, zum Teil erloschenen Vulkanen bestehenden Gebirgskette durchzogen ist, rund 700 Volksstämme mit ebenso vielen unterschiedlichen Sprachen existieren. Zahlreiche dieser zum Teil untereinander verfeindeten Stämme leben im unzugänglichen Inselinneren noch immer völlig isoliert nach alten Traditionen als Sammler und Jäger und vom Wanderackerbau.

30.000 BC
Phanerozoikum – Quartär – Pleistozän – Jungpleistozän (Tarantium) - Australien / Neuguinea

Die ersten Menschen erreichen die Inseln des Bismarckarchipels sowie der nördlichen Salomonen mit ihren Booten.


Phanerozoikum – Quartär – Pleistozän – Jungpleistozän (Tarantium) - Afrika / Indischer Subkontinent / Ceylon / Australien / Asien
Am Ende des Jungpaläolithikum (Altsteinzeit) spaltet sich der Homo sapiens sapiens in drei Menschheitsgruppen auf: Negride, Europiden und Mongolide. Diese drei Gruppen weisen unterschiedliche äußere Merkmale auf. Die Haut der Menschen, die unter der steil einfallenden Sonnenstrahlung leben, färbt sich zum besseren Schutz vor UV-Strahlung schwarz. In den kühleren Zonen Afrikas jedoch verliert sich das schwarze Pigment, da nur helle Haut aus ultraviolettem Licht das lebensnotwendige Vitamin D bilden kann, um in der Winterzeit der Gefahr von Rachitis zu entgehen. Negride leben in Südafrika (Pygmäen, San), in besonderen Gegenden des Indischen Subkontinents, nämlich auf Ceylon, Neuguineas, auf Papua, in Australien (Aborigines) und Japan (Ainu).

28.000 BC
Phanerozoikum – Quartär – Pleistozän – Jungpleistozän (Tarantium) - Australien / Neuguinea / Ozeanien

Auf der heutigen Insel Vorzeit, die immer noch über eine Landverbindung zu Australien verfügt, werden das Hochland und einige Inseln durch Gruppen von Melanesiern besiedelt.

25.000 BC
Phanerozoikum – Quartär – Pleistozän – Jungpleistozän (Tarantium) - Australien

Die Besiedlung Australiens einschließlich der Südostküste, Tasmaniens und dem Hochland von Neuguinea wird rasch fortgesetzt.

18.000 BC
Phanerozoikum – Quartär – Pleistozän – Jungpleistozän (Tarantium) - Australien

Australien ist seit der späten Kreidezeit vom asiatischen Festland isoliert, auch in dieser Zeitperiode, als der Meeresspiegel 120 Meter niedriger ist als im 20. Jahrhundert ist, ist Australien zwar mit Neuguinea und einigen anderen Inseln zum Sahul-Kontinent verbunden, es besteht aber keine Landbrücke mehr nach Asien. So erfolgt die fortlaufende Besiedelung Australiens über die See.

16.000 BC
Phanerozoikum – Quartär – Pleistozän – Jungpleistozän (Tarantium) – Australien / Neuguinea

Australien erlebt mehr als tausend Jahre nach der ersten Trockenzeit eine weitere, mehrere hundert Jahre anhaltende Trockenperiode. Da der Meeresspiegel 120 Meter tiefer als im 21. Jahrhundert liegt, sind nunmehr Neuguinea und Tasmanien wieder von Australien aus über Land zu erreichen.

9500 BC
Australien / Neuguinea

Im 10. Jahrhundert wird die Landbrücke zwischen Australien und Neuguinea für immer überflutet und trennt die beiden Gebiete voneinander. Viele australische Aborigines beginnen jetzt mit dem Fischfang; bislang war das Känguru ihr Grundnahrungsmittel. Der Gebrauch des Boomerangs als Jagdinstrument ist von jetzt an nur noch in Australien gebräuchlich.

8000 BC
Neuguinea

Auf Neuguinea wird Ackerbau betrieben. Damit gilt die Insel als eine eigenständige Wiege der Landwirtschaft.

6500 BC
Neuguinea

Im Gebiet der Western Highlands auf der Insel Neuguinea beginnen die Menschen mit der Landwirtschaft in der Nähe des heutigen Ortes Kuk. Die historische Agrarlandschaft von Kuk auf der Insel Neuguinea entsteht vollkommen unabhängig von Landwirtschaften anderer Kulturen. Sie befindet sich im südlichen Hochland der Insel in der heutigen papua-neuguineischen Provinz Western Highlands nordöstlich von Mount Hagen im Oberen Wahgital, einem der größten Täler der Bergregion nördlich des Kuborgebirges, auf einer Höhe von 1550 Metern über dem Meeresspiegel. Die dort lebende Bevölkerung kennt die Brandrodung sowie das Anlegen von Netzen von Entwässerungsgräben. Vor allem Taro, Zuckerrohr und die ersten Bananenarten Musa ingens und Musa acuminata werden hier kultiviert.

4800 BC
China / Taiwan / Sumatra, Borneo und Java / Neuguinea / Australien

Die heutige Insel Taiwan ist noch mit dem chinesischen Festland verbunden und die Halbinsel Malaya ist noch mit Sumatra, Borneo und Java verknüpft. Zwischen Neuguinea und Australien befindet sich ein Binnenmeer. Die Vorfahren der Yi-Menschen bewegen sich im Hochland Zentralchinas.

4000 BC
Neuguinea / Südostasien / Indien

In Neuguinea wird Zuckerrohr geerntet und auch nach Indien exportiert, wo Zucker bald als Grundbedürfnis angesehen wird. In Europa ist Zucker noch vollkommen unbekannt.


Neuguinea
Im Zuge des Abschmelzens der Gletscher werden am Ende der letzten Eiszeit weite Küstengebiete Neuguineas überflutet, was das Wissen über frühe Küstenkulturen der Insel stark einschränkt.

2500 BC
Indonesien - Vorzeit / Philippinen - Vorzeit / Brunei - Vorzeit / Neuguinea / Urkaisertum China / Indischer Subkontinent

Ursprünglich aus Hinterindien und Südchina stammende Völker (Proto-Malaien) dringen per Kanu auf die von dichten Regenwäldern bedeckte Inselwelt der heutigen Republik Indonesien im Indischen Ozean beiderseits des Äquators vor und vermischen sich allmählich mit den bereits vor Jahrtausenden über eine damals noch fast vollständig existierende Landbrücke zwischen Asien und Australien eingewanderten dunkelhäutigen Pygmäen oder drängen diese ins Innere der Inseln ab. Es werden die ersten von mehr als 13.000 Inseln besiedelt, darunter die Großen Sundainseln Kalimantan/Borneo, Sumatra, Sulawesi/Célèbes und Java, die Kleinen Sundainseln Bali, Lombok, Sumbawa, Sumba, Flores, Timor und andere), die Molukken und Neuguinea. In den Urwäldern des heutigen Westmalaysia und der Malaiischen Halbinsel und in Ostmalaysia auf Borneo leben im Jahr 2000 AD noch etwa 70.000 direkte Nachkommen dieser proto-malaiischen Stämme, die sich selbst "Orang Asli" ("ursprüngliche Menschen") nennen, auf Borneo aber allgemein als "Dayak" bezeichnet werden. Mit dem allgemeinen Gebrauch des Segels erreichen verschiedene Einwanderungswellen aus dem Gebiet Indonesiens und aus China auch die philippinische Inselwelt.

1300 BC
Königreich Shang / Neuguinea / Melanesien / Polynesien

Verschiedene Volksstämme, deren dunkelhäutige Vorfahren per Kanu (wahrscheinlich) von Neuguinea aus bis zu den Fidschi-Inseln und von dort aus weiter bis zu den Inseln Zentral-Polynesiens vorgedrungen waren, verlassen entweder aus reiner Abenteuerlust oder wegen kriegerischer Auseinandersetzungen mit anderen Stämmen ihre bisherigen Heimatinseln. Auch Chinesen aus Taiwan machen sich auf den Weg nach Fidschi. Auf einigen Inseln des heutigen, rund 700 Quadratkilometer großen Pazifikstaates Mikronesien ursprünglich aus Neuguinea stammende Vorfahren stoßen per Kanu in die Inselwelt des Pazifiks vor. Auch nach Kiribati kommt diese Gruppe.

ab 1526
Hier geht es zur Geschichte Neuguineas seit ihrer Entdeckung durch die Spanier
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