Kalifat: Unterschied zwischen den Versionen

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<center>'''heutige Bezeichnung:''' Arabische Republik Ägypten / Staat Israel / Libyen / Libanesische Republik / Arabische Republik Syrien / Islamische Republik Iran / Republik Armenien / Republik Aserbaidschan / Islamische Republik Afghanistan / Haschemitisches Königreich Jordanien / Königreich Saudi-Arabien / Republik Usbekistan</center>
 
<center>'''heutige Bezeichnung:''' Arabische Republik Ägypten / Staat Israel / Libyen / Libanesische Republik / Arabische Republik Syrien / Islamische Republik Iran / Republik Armenien / Republik Aserbaidschan / Islamische Republik Afghanistan / Haschemitisches Königreich Jordanien / Königreich Saudi-Arabien / Republik Usbekistan</center>
  
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Aktuelle Version vom 29. Juli 2018, 13:53 Uhr

Grüne Flagge.png

KALIFAT

Das Kalifat der vier "rechtgeleiteten Kalifen"

632 - 661

Hauptstadt: Medina (632-656), Kufa (656-661)

heutige Bezeichnung: Arabische Republik Ägypten / Staat Israel / Libyen / Libanesische Republik / Arabische Republik Syrien / Islamische Republik Iran / Republik Armenien / Republik Aserbaidschan / Islamische Republik Afghanistan / Haschemitisches Königreich Jordanien / Königreich Saudi-Arabien / Republik Usbekistan
Home Map Expansion des Kalifats 622-750.jpg
Expansion des Kalifats in folgenden Etappen: dunkelbraun Expansion unter Mohammed 622-632, hellbraun Expansion unter den Nachfolgern Mohammeds (632-661), gelb Expansion während des Umayyadenkalifats.
Jahres-Chroniken
Länderchroniken
Zeitraum
Ereignis
325 - 425
Stamm von Kindah
425 - 540
Königreich Kindah
540 - 622
Königreich Hirah
622 - 661
Kalifat
622
Kalifat
Funktion Name von - bis
Der Prophet Abu l-Qasim Mohammed ibn Abd Allah 622-632
632
Kalifat

Mohammed, der Prophet, stirbt ohne direkte männlichen Nachkommen – ein oder mehrere leibliche Söhne sind im Kindesalter gestorben, ein Adoptivsohn fiel in der Schlacht. Nur seine Tochter Fatima und möglicherweise einige weitere Töchter (die Überlieferung ist hier nicht eindeutig) überleben ihren Vater, haben aber selbst zum Zeitpunkt von Mohammeds Tod noch keine Söhne im ausreichenden Alter, um eine Führungsrolle übernehmen zu können. Der Prophet hat weder einen Nachfolger bestimmt noch eine Prozedur zu dessen Wahl festgelegt. Nach seinem Tod treffen sich die muslimischen Führer der Gemeinden. Ein Teil von ihnen vertritt die Meinung, Mohammed habe seinen Vetter Abu'l Hasan Ali ibn Abi Talib al-Hashimi zu seinem Nachfolger auserkoren. Der Großteil der muslimischen Führer ist davon jedoch nicht überzeugt und legt erste Richtlinien für eine Nachfolge fest: Demnach muss der Nachfolger des Propheten ein Araber aus dem Stamme Mohammeds, der Quraisch, sein, der zum einen für die Einhaltung der Regeln des islamischen Glaubens und zum anderen für die Verbreitung des Islams verantwortlich sein wird. Die Mehrheit der muslimischen Führer wählt Abu Bakr, den Vater von Mohammeds Lieblingsfrau Aischa, zum Nachfolger des Propheten. Dieser nimmt den Titel "chalifat rasuli llah" an.

Funktion Name von - bis
Kalif Abu Bakr Abdallah Atiq ibn Uthman at-Taymi 632-634
634
Kalifat

Der neue Kalif Umar ibn al-Chattab führt den Kalifentitel "Amir al-Muminin" ("Befehlshaber der Gläubigen") ein.

Funktion Name von - bis
Kalif Abu Hafs Umar I. ibn al-Khattab al-Adaw 634-644
635
Kalifat / Neupersisches Reich

Kalif Umar ibn al-Chattab beginnt mit der Eroberung Syriens.

636
Kalifat / Neupersisches Reich

Kalif Umar ibn al-Chattab erobert Syrien und Mesopotamien.

639
Kalifat / Oströmisches Reich (Provincia Romana Aegyptus)

Kalif Umar ibn al-Chattab beginnt mit der Eroberung Ägyptens.

640
Kalifat / Neupersisches Reich

Kalif Umar ibn al-Chattab siegt bei Nihawand südlich von Hamadan. Damit bricht das Reich der Sassaniden im Iran endgültig auseinander.

642
Kalifat / Persisches Reich der Sassaniden

Die weiteren Abwehrmaßnahmen der Perser gegenüber den angreifenden Truppen des Kalifats verlaufen zunächst unkoordiniert, später verstärkt sich der Widerstand aber wieder. Besonders im persischen Kernland, der iranischen Hochebene östlich des Tigris, kommen die Araber anfangs nur langsam voran. Allerdings entscheidet sich hier das Schicksal der Sassaniden. Bei Nehawend (Nihawand, südlich des heutigen Hamadan im Iran) kommt es zur Entscheidungsschlacht. Die Perser sind wohl in der Überzahl, allerdings sind Zahlen von 150.000 Mann oder mehr dem Bestreben arabischer Chronisten zuzuschreiben, den Sieg noch glorreicher erscheinen zu lassen. Das sassanidische Heer zählt wohl höchstens 70.000 Mann. Zunächst scheinen die Perser zu siegen, doch dann werden sie von den Arabern, die selbst schwere Verluste erlitten, aus ihrer Position gelockt und nach hartem Kampf niedergemacht. Die schwergepanzerte sassanidische Kavallerie kann gegen die leichte, schnell operierende arabische Reiterei wenig ausrichten. Die Perser unterliegen, und damit steht auch das iranische Hochplateau den Invasoren offen. Der letzte Sassanide Yazdegerd III. zieht sich schließlich in den äußersten Nordosten des Reiches, nach Merw im heutigen Turkmenistan, zurück. Der persische Adel verliert das Vertrauen auf die Sieghaftigkeit des Königs; er wendet sich ab und sucht Arrangements mit den Eroberern zu treffen. Yazdegerd III. richtet mehrere Hilferufe an das chinesische Kaiserreich der T’ang, die aber aufgrund der Entfernung keine wirksame Unterstützung leisten können oder wollen. Dem Kalifat gelingt die Besetzung des Persischen Reiches der Sassaniden ohne weitere Schwierigkeiten. Die Araber bringen den Islam in den vorderen und den mittleren Osten.


Kalifat / Oströmisches Reich (Provincia Romana Aegyptus)
Kalif Umar ibn al-Chattab erobert Ägypten.

634
Kalifat
Funktion Name von - bis
Kalif Abu Amr Uthman ibn Affan al-Umawi 644-656

Der neue Kalif Uthman ihn Affan ist ein Schwiegersohn Mohammeds. In seine Regierungszeit wird die endgültige Abfassung des Korans fallen. Abu Amr Uthman setzt aber auch die Expansionen seines Vorgängers fort.

645
Kalif: Abu Amr Uthman ibn Affan al-Umawi (644-656)

  • um 645 - Kalif Uthman ihn Affan macht sich mit der durch die Bevorzugung seiner umayyadischen Sippe bei der Ämter- und Beuteverteilung etliche Feinde, insbesondere unter den Heerführern und den Muslimen der eroberten Gebiete.
646
Kalif: Abu Amr Uthman ibn Affan al-Umawi (644-656)
647
Kalif: Abu Amr Uthman ibn Affan al-Umawi (644-656)

  • 647 - Kalif Uthman ihn Affan erobert Tripolitanien (heute Libyen) und weitere Teile Irans und unternimmt erste Vorstöße nach Anatolien.
648
Kalif: Abu Amr Uthman ibn Affan al-Umawi (644-656)
649
Kalif: Abu Amr Uthman ibn Affan al-Umawi (644-656)
650
Kalif: Abu Amr Uthman ibn Affan al-Umawi (644-656)
651
Kalif: Abu Amr Uthman ibn Affan al-Umawi (644-656)
652
Kalif: Abu Amr Uthman ibn Affan al-Umawi (644-656)
653
Kalif: Abu Amr Uthman ibn Affan al-Umawi (644-656)
654
Kalif: Abu Amr Uthman ibn Affan al-Umawi (644-656)
655
Kalif: Abu Amr Uthman ibn Affan al-Umawi (644-656)
656
Kalif: Abu Amr Uthman ibn Affan al-Umawi (644-656)

Kalif: Abu'l Hasan Ali ibn Abi Talib al-Hashimi (656-661)


  • 656 - Kalif Abu Amr Uthman ibn Affan al-Umawi wird von aufständischen Muslimen aus Ägypten und dem Irak in Medina ermordet. Uthmans Gegner waren vor allem die Anhänger des Abu'l Hasan Ali ibn Abi Talib al-Hashimi, die Schiiten. Diese und die aufständischen Führer wählen nun Ali zum neuen Kalifen. Doch Muawiya, der Statthalter von Syrien aus der Sippe der Umayyaden und damit ein Verwandter Uthmans, verweigert die Gefolgschaft. Es kommt zum Ausbruch von Kämpfen.
657
Kalif: Abu'l Hasan Ali ibn Abi Talib al-Hashimi (656-661)
658
Kalif: Abu'l Hasan Ali ibn Abi Talib al-Hashimi (656-661)
659
Kalif: Abu'l Hasan Ali ibn Abi Talib al-Hashimi (656-661)
660
Kalif: Abu'l Hasan Ali ibn Abi Talib al-Hashimi (656-661)
661
Kalif: Abu'l Hasan Ali ibn Abi Talib al-Hashimi (656-661)

Kalif: Abu Abderrahman Muawiyah I. ibn Abi Sufyen (ab 661; anschließend Kalif der Umayyaden von Damaskus)


  • 661 - Nach der Schlacht von Siffin einigen sich Kalif Abu'l Hasan Ali ibn Abi Talib al-Hashimi und sein Gegenspieler Abu Abderrahman Muawiyah I. ibn Abi Sufyen auf Verhandlungen. Eine Gruppe von Muslimen, die späteren Charidschiten, sieht darin eine Postenschacherei und eine große Schande und verlässt das Lager Alis. Ali fällt einem Attentat dieser Gruppe zum Opfer. Sein Sohn Hasan verzichtet auf seinen Herrschaftsanspruch, als er die Übermacht der Umayyaden erkennt. Hierauf erhebt sein Bruder Husain Anspruch auf das Kalifat.
661 - 750
Kalifat der Umayyaden von Damaskus

  • 680 - Husain, der als Nachfolger seines 661 verstorbenen Vaters Abu'l Hasan Ali ibn Abi Talib al-Hashimi Anspruch auf das Kalifat erhebt, wird in der Schlacht von Kerbela von Abu Kalif Abderrahman Muawiyah I. ibn Abi Sufyen geschlagen.
750 - 868
Kalifat der Abbasiden
868 - 896
Tulunidische Dynastie Ägypten
896 - 935
Kalifat der Abbasiden

Während der Herrschaft des abbasidischen Kalifen Al-Mu'tadid breitet sich die Bewegung der ismaelitischen Qarmaten im Zweistromland aus. Die Angehörigen dieser Gruppe, die bereits vereinzelt seit fünf Jahren in Ostarabien siedeln, gründen in Bahrain sowie in Al-Hasa einen eigenen Staat. Die Qaramitah, auch Karmaten, Quamaten genannt, sind eine auf Hamdan Qarmat zurückgehende Gruppierung, die sich von den Ismaeliten ableitet. Qarmat muss nach mehreren Aufständen in das Gebiet Syrien abwandern, während das abbasidische Kalifat nun damit beginnt, die Qarmaten militärisch zu bekämpfen und zu unterdrücken. Die Qarmaten wandern schließlich auf die arabische Halbinsel, bringen die Insel Bahrain und den Staat al-Hasa unter ihre Kontrolle und gründen einen eigenen Staat, der durch einen Rat von sechs Männern geführt wird. Außerdem wird ein Gegenkalif zu den Abbasiden erhoben. In dem neuen Staat werden keine Steuern erhoben und es gibt ausschließlich Gemeinschaftseigentum.

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