Israel 1450 BC

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ISRAEL

Die biblische Geschichte von Abraham bis Mose (VIII. Teil)

1450-1406 BC


Mose ben Amram führt das Volk Israel aus der Gefangenschaft in Ägypten

Das Volk Israel durchschreitet das Rote Meer und verliert 40 Jahre in der Wüste Sinai

Die Inbesitznahme des Landes Kanaan durch die Israeliten löst viele Kriege mit den dortigen Einwohnern aus


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Frühjahr 1446 BC
Königreich Ägypten / Volk Israel
Mose ben Amram
Mose ben Amram, der Adoptivsohn der Tochter des ägyptischen Pharao Thutmosis II., befindet sich, da er unter Mordanklage in Ägypten steht, weiterhin im Exil bei den Midianitern, wo er Zippora heiratete und bereits Vater von zwei Söhnen, Gerschom und Elieser, ist. Er geht hinaus in die Wüste und erlebt, wie sich Gott mit seinem Namen Jahwe in einem brennenden Dornbusch offenbart. Gott beruft Mose unmissverständlich und kompromisslos zum Befreier Israels von den Ägyptern. Nachdem Mose Jahwe gegenüber seine Zweifel an der Berufung äußern darf, verspricht ihm Gott, dass sein Bruder Aaron, den er persönlich wahrscheinlich kaum oder überhaupt nicht kennt, da er ja bei seiner leiblichen Familie nicht aufwachsen durfte, ihm als Sprecher zur Seite gestellt werden soll. Jahwe nimmt ihm auch die Angst vor dem Pharao, der ihm nach dem Leben trachtet durch die Nachricht, dass dieser bereits verstorben sei. Auf der Reise nach Ägypten trifft Mose seinen Bruder am Gottesberg. Gemeinsam kehren sie zu ihrem Volk, den zwölf Stämmen Israel in deren Exil nach Ägypten zurück und legitimieren sich gemeinsam vor ihrem Volk. Nachzulesen in der Bibel im 2. Buch Mose (Exodus), Kapitel 2 bis 4 (mit Versangaben):

23 Und es geschah während jener vielen Tage, da starb der König von Ägypten. Und die Söhne Israel seufzten wegen [ihrer] Arbeit und schrien um Hilfe. Und ihr Geschrei wegen der Arbeit stieg auf zu Gott.
24 Da hörte Gott ihr Ächzen, und Gott dachte an seinen Bund mit Abraham, Isaak und Jakob.
25 Und Gott sah nach den Söhnen Israel, und Gott kümmerte sich um sie.
Kapitel 3
1 Mose aber weidete die Herde Jethros, seines Schwiegervaters, des Priesters von Midian. Und er trieb die Herde über die Wüste hinaus und kam an den Berg Gottes, den Horeb.
2 Da erschien ihm der Engel des HERRN in einer Feuerflamme mitten aus einem Dornbusch. Und er sah [hin], und siehe, der Dornbusch brannte im Feuer, und der Dornbusch wurde nicht verzehrt.
3 Und Mose sagte [sich]: Ich will doch hinzutreten und dieses große Gesicht sehen, warum der Dornbusch nicht verbrennt.
4 Als aber der HERR sah, dass er herzutrat, um zu sehen, da rief ihm Gott mitten aus dem Dornbusch zu und sprach: Mose! Mose! Er antwortete: Hier bin ich.
5 Und er sprach: Tritt nicht näher heran! Zieh deine Sandalen von deinen Füßen, denn die Stätte, auf der du stehst, ist heiliger Boden!
6 Dann sprach er: Ich bin der Gott deines Vaters, der Gott Abrahams, der Gott Isaaks und der Gott Jakobs. Da verhüllte Mose sein Gesicht, denn er fürchtete sich, Gott anzuschauen.
7 Der HERR aber sprach: Gesehen habe ich das Elend meines Volkes in Ägypten, und sein Geschrei wegen seiner Antreiber habe ich gehört; ja, ich kenne seine Schmerzen.
8 Darum bin ich herabgekommen, um es aus der Gewalt der Ägypter zu erretten und es aus diesem Land hinaufzuführen in ein gutes und geräumiges Land, in ein Land, das von Milch und Honig überfließt, an den Ort der Kanaaniter, Hetiter, Amoriter, Perisiter, Hewiter und Jebusiter.
9 Und nun siehe, das Geschrei der Söhne Israel ist vor mich gekommen; und ich habe auch die Bedrängnis gesehen, mit der die Ägypter sie quälen.
10 Nun aber geh hin, denn ich will dich zum Pharao senden, damit du mein Volk, die Söhne Israel, aus Ägypten herausführst!
11 Mose aber antwortete Gott: Wer bin ich, dass ich zum Pharao gehen und die Söhne Israel aus Ägypten herausführen sollte?
12 Da sprach er: Ich werde ja mit dir sein. Und dies sei dir das Zeichen, dass ich dich gesandt habe: Wenn du das Volk aus Ägypten herausgeführt hast, werdet ihr an diesem Berg Gott dienen.
13 Mose aber antwortete Gott: Siehe, wenn ich zu den Söhnen Israel komme und ihnen sage: Der Gott eurer Väter hat mich zu euch gesandt, und sie mich fragen: Was ist sein Name?, was soll ich dann zu ihnen sagen?
14 Da sprach Gott zu Mose: Ich bin, der ich bin. Dann sprach er: So sollst du zu den Söhnen Israel sagen: [Der] `Ich bin' hat mich zu euch gesandt.
15 Und Gott sprach weiter zu Mose: So sollst du zu den Söhnen Israel sagen: Jahwe, der Gott eurer Väter, der Gott Abrahams, der Gott Isaaks und der Gott Jakobs, hat mich zu euch gesandt. Das ist mein Name in Ewigkeit, und das ist meine Benennung von Generation zu Generation.
16 Geh hin, versammle die Ältesten Israels und sprich zu ihnen: Jahwe, der Gott eurer Väter, ist mir erschienen, der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs, und hat gesagt: Ich habe genau achtgehabt auf euch und auf das, was euch in Ägypten angetan worden ist,
17 und habe gesagt: Ich will euch aus dem Elend Ägyptens hinaufführen in das Land der Kanaaniter, Hetiter, Amoriter, Perisiter, Hewiter und Jebusiter, in ein Land, das von Milch und Honig überfließt.
18 Und sie werden auf deine Stimme hören. Und du sollst zum König von Ägypten hineingehen, du und die Ältesten Israels, und ihr sollt zu ihm sagen: Jahwe, der Gott der Hebräer, ist uns begegnet. So lass uns nun drei Tagereisen weit in die Wüste ziehen, damit wir Jahwe, unserm Gott, opfern!
19 Aber ich weiß wohl, dass der König von Ägypten euch nicht ziehen lassen wird, auch nicht durch eine starke Hand [gezwungen].
20 Deshalb werde ich meine Hand ausstrecken und Ägypten schlagen mit all meinen Wundern, die ich in seiner Mitte tun werde. Danach erst wird er euch ziehen lassen.
21 Und ich werde diesem Volk Gunst geben in den Augen der Ägypter, und es wird geschehen, wenn ihr [aus]zieht, sollt ihr nicht mit leeren Händen [aus]ziehen:
22 [Jede] Frau soll von ihrer Nachbarin und von ihrer Hausgenossin silberne Schmuckstücke und goldene Schmuckstücke und Kleidung fordern. Die sollt ihr euren Söhnen und Töchtern anlegen und so die Ägypter ausplündern!
Kapitel 4
1 Und Mose antwortete und sagte: Aber siehe, sie werden mir nicht glauben und nicht auf meine Stimme hören; denn sie werden sagen: Der HERR ist dir nicht erschienen.
2 Da sprach der HERR zu ihm: Was hast du da in deiner Hand? Er antwortete: Einen Stab.
3 Und er sprach: Wirf ihn auf die Erde! Da warf er ihn auf die Erde, und er wurde zu einer Schlange, und Mose floh vor ihr.
4 Der HERR aber sprach zu Mose: Strecke deine Hand aus und fasse sie beim Schwanz! Da streckte er seine Hand aus und ergriff sie, und sie wurde in seiner Hand zum Stab:
5 Damit sie glauben, dass dir der HERR erschienen ist, der Gott ihrer Väter, der Gott Abrahams, der Gott Isaaks und der Gott Jakobs.
6 Und der HERR sprach weiter zu ihm: Stecke doch deine Hand in deinen Gewandbausch! Da steckte er seine Hand in seinen Gewandbausch. Und als er sie herauszog, siehe, da war seine Hand [weiß] von Aussatz, wie Schnee.
7 Und er sprach: Tu deine Hand wieder in deinen Gewandbausch! Da tat er seine Hand wieder in seinen Gewandbausch. Und als er sie aus seinem Gewandbausch herauszog, da war sie wieder wie sein [übriges] Fleisch.
8 Und es wird geschehen, wenn sie dir nicht glauben und nicht auf die Stimme des ersten Zeichens hören, dann werden sie [doch wegen] der Stimme des zweiten Zeichens glauben.
9 Und es wird geschehen, wenn sie selbst diesen beiden Zeichen nicht glauben und nicht auf deine Stimme hören, dann nimm vom Wasser des Nil und gieße es auf das trockene Land! Dann wird das Wasser, das du aus dem Nil nehmen wirst, auf dem trockenen Land zu Blut werden.
10 Mose aber antwortete dem HERRN: Ach, Herr! Ich bin kein redegewandter Mann, weder seit gestern noch seit vorgestern, noch seitdem du zu deinem Knecht redest; denn unbeholfen ist mein Mund und unbeholfen meine Zunge.
11 Da sprach der HERR zu ihm: Wer hat dem Menschen den Mund gemacht? Oder wer macht stumm oder taub, sehend oder blind? Nicht ich, der HERR?
12 Und nun geh hin! Ich will mit deinem Mund sein und dich unterweisen, was du reden sollst.
13 Er aber erwiderte: Ach, Herr! Sende doch, durch wen du senden willst!
14 Da entbrannte der Zorn des HERRN gegen Mose, und er sprach: Ist nicht dein Bruder Aaron [da], der Levit? Ich weiß, dass er reden kann. Und siehe, er geht auch [schon] aus, dir entgegen. Und wenn er dich sieht, wird er sich freuen in seinem Herzen.
15 Dann sollst du zu ihm reden und die Worte in seinen Mund legen, und ich will mit deinem Mund und mit seinem Mund sein und will euch unterweisen, was ihr tun sollt.
16 Er aber soll für dich zum Volk reden. Und es wird geschehen, er wird für dich zum Mund sein, und du wirst für ihn zum Gott sein.
17 Und diesen Stab sollst du in deine Hand nehmen; damit sollst du die Zeichen tun.
18 Darauf ging Mose hin und kehrte zu seinem Schwiegervater Jethro zurück und sagte zu ihm: Ich möchte gern gehen und zu meinen Brüdern zurückkehren, die in Ägypten sind, um zu sehen, ob sie noch am Leben sind. Und Jethro sagte zu Mose: Geh hin in Frieden!
19 Und der HERR sprach zu Mose in Midian: Geh hin, kehre nach Ägypten zurück! Denn alle Männer sind gestorben, die dir nach dem Leben trachteten.
20 Da nahm Mose seine Frau und seine Söhne [mit sich], ließ sie auf dem Esel reiten und kehrte in das Land Ägypten zurück. Und Mose nahm den Stab Gottes in seine Hand.
21 Und der HERR sprach zu Mose: Wenn du hinziehst, um nach Ägypten zurückzukehren, sieh zu, dass du all die Wunder, die ich in deine Hand gelegt habe, vor dem Pharao tust! Und ich, ich will sein Herz verstocken, so dass er das Volk nicht ziehen lassen wird.
22 Und du sollst zum Pharao sagen: So spricht der HERR: Mein erstgeborener Sohn ist Israel, -
23 und ich sage dir: Lass meinen Sohn ziehen, damit er mir dient! Wenn du dich aber weigerst, ihn ziehen zu lassen, siehe, dann werde ich deinen erstgeborenen Sohn umbringen.
24 Und es geschah auf dem Weg, in der Herberge, da trat der HERR ihm entgegen und wollte ihn töten.
25 Da nahm Zippora einen scharfen Stein, schnitt ihrem Sohn die Vorhaut ab, berührte [damit] seine Füße und sagte: Wahrhaftig, du bist mir ein Blutbräutigam!
26 Da ließ er von ihm ab. Damals sagte sie `Blutbräutigam' wegen der Beschneidung.
27 Und der HERR sprach zu Aaron: Geh Mose entgegen in die Wüste! Da ging er hin und traf ihn am Berg Gottes und küsste ihn.
28 Und Mose teilte Aaron alle Worte des HERRN mit, der ihn gesandt, und all die Zeichen, die er ihm aufgetragen hatte.
29 Da gingen Mose und Aaron hin und versammelten alle Ältesten der Söhne Israel.
30 Und Aaron redete [zu ihnen] alle Worte, die der HERR zu Mose geredet hatte, und tat die Zeichen vor den Augen des Volkes.
31 Und das Volk glaubte. Und als sie hörten, dass der HERR die Söhne Israel heimgesucht und ihr Elend gesehen habe, da warfen sie sich nieder und beteten an.

Mose
Aaron
Möglicherweise ist dies der Anlass, der Mose inspiriert, sein erstes Buch niederzuschreiben, das die Geschichte von der Erschaffung der Welt bis zum Tod Josefs beinhaltet. Ob Gott ihm die Urgeschichte und die Geschichte der Vorfahren seines Volkes direkt als rückwärtige Prophetie vermittelte oder ob Mose auf mündliche Quellen zurückgriff, ist nicht bekannt, jedoch sind die Informationen für das Volk höchst wichtig, da sie die Basisinformation des göttlichen Plans für das Volk Israel und dessen Auszug aus Ägypten klar darstellt. Mose und Aaron werden auch vom Pharao anerkannte Sprecher ihres Volkes und erhalten bei diesem eine Audienz, in der sie den Pharao darum bitten, den Israeliten einen Urlaub von ihrer schweren Zwangsarbeit zu gewähren, damit die Israeliten das Gebiet ihrer Vorfahren besuchen können. Der Pharao lehnt dies ab. Nachzulesen im 2. Buch Mose (Exodus) Kapitel 5 und 6 (mit Versangaben):

1 Danach gingen Mose und Aaron hinein und sagten zum Pharao: So spricht der HERR, der Gott Israels: Lass mein Volk ziehen, damit sie mir in der Wüste ein Fest feiern!
2 Der Pharao aber antwortete [ihnen]: Wer ist der HERR, dass ich auf seine Stimme hören sollte, Israel ziehen zu lassen? Ich kenne den HERRN nicht und werde Israel auch nicht ziehen lassen.
3 Und sie sagten: Der Gott der Hebräer ist uns begegnet. Lass uns doch drei Tagereisen weit in die Wüste ziehen und dem HERRN, unserm Gott, opfern, damit er uns nicht mit der Pest oder dem Schwert schlägt!
4 Der König von Ägypten antwortete ihnen: Wozu, Mose und Aaron, wollt ihr das Volk von seinen Arbeiten abhalten? Geht an eure Lastarbeiten!
5 Weiter sagte der Pharao: Siehe, das Volk des Landes ist jetzt [schon] zahlreich, und ihr wollt sie mit ihren Lastarbeiten aufhören lassen!
6 Und der Pharao befahl am gleichen Tag den Antreibern des Volkes und seinen Aufsehern:
7 Ihr sollt dem Volk nicht mehr wie bisher Häcksel zur Anfertigung der Ziegel liefern! Sie sollen selbst hingehen und sich Häcksel sammeln!
8 Aber ihr sollt ihnen die[selbe] Anzahl Ziegel auferlegen, die sie bisher angefertigt haben; ihr sollt nichts daran kürzen! Denn sie sind faul; darum schreien sie: Wir wollen hinziehen, wir wollen unserm Gott opfern!
9 Die Arbeit soll schwer auf den Männern lasten, damit sie daran zu schaffen haben und nicht auf trügerische Reden achten.
10 Da gingen die Antreiber des Volkes und seine Aufseher hinaus, redeten zum Volk und sagten: So spricht der Pharao: Ich gebe euch kein Häcksel [mehr].
11 Geht selbst hin, holt euch Häcksel, wo ihr es findet; doch von eurer Arbeit wird nichts gekürzt.
12 Darauf zerstreute sich das Volk im ganzen Land Ägypten, um Strohstoppeln für Häcksel zu sammeln.
13 Und die Antreiber drängten sie und sagten: Vollendet eure Arbeiten, die Tagesleistung an ihrem Tag wie [früher], als [noch] Häcksel da war!
14 Dazu wurden die Aufseher der Söhne Israel, die die Antreiber des Pharaos über sie gesetzt hatten, geschlagen, indem man sagte: Warum habt ihr weder gestern noch heute euer Maß an Ziegeln erfüllt wie bisher?
15 Da gingen die Aufseher der Söhne Israel hinein und schrieen zum Pharao: Warum verfährst du so mit deinen Knechten?
16 Häcksel wird deinen Knechten nicht gegeben, und [doch] sagt man zu uns: Stellt Ziegel her! Und siehe, deine Knechte werden geschlagen, und dein Volk wird schuldig.
17 Er antwortete: Faulenzer seid ihr, Faulenzer! Darum sagt ihr: Wir wollen hinziehen, wir wollen dem HERRN opfern.
18 Und jetzt geht, arbeitet! Häcksel wird euch nicht gegeben, aber die bestimmte Anzahl Ziegel sollt ihr abliefern!
19 Da sahen sich die Aufseher der Söhne Israel in einer üblen Lage, weil man sagte: Ihr sollt nichts an euren Ziegeln kürzen: die Tagesleistung an ihrem Tag!
20 Als sie nun vom Pharao herauskamen, trafen sie Mose und Aaron; die traten ihnen entgegen.
21 Und sie sagten zu ihnen: Der HERR sehe auf euch und halte Gericht darüber, dass ihr unseren Geruch beim Pharao und bei seinen Hofbeamten stinkend gemacht habt, indem ihr ihnen das Schwert in die Hand gegeben habt, uns umzubringen.
22 Da wandte sich Mose an den HERRN und sagte: Herr, warum hast du [so] übel an diesem Volk gehandelt? Wozu hast du mich denn gesandt?
23 Seitdem ich nämlich zum Pharao hineingegangen bin, um in deinem Namen zu reden, hat er an diesem Volk übel gehandelt, aber errettet hast du dein Volk keineswegs.
Kapitel 6
1 Der HERR jedoch sprach zu Mose: Nun sollst du sehen, was ich dem Pharao antun werde. Denn durch eine starke Hand [gezwungen,] wird er sie ziehen lassen, ja, durch eine starke Hand [gezwungen,] wird er sie aus seinem Land hinausjagen.
2 Und Gott redete zu Mose und sprach zu ihm: Ich bin Jahwe.
3 Ich bin Abraham, Isaak und Jakob erschienen als Gott, der Allmächtige; aber mit meinem Namen Jahwe habe ich mich ihnen nicht zu erkennen gegeben.
4 Auch habe ich meinen Bund mit ihnen aufgerichtet, ihnen das Land Kanaan zu geben, das Land ihrer Fremdlingschaft, in dem sie sich als Fremdlinge aufgehalten haben.
5 Und ich habe auch das Ächzen der Söhne Israel gehört, die die Ägypter zur Arbeit zwingen, und ich habe an meinen Bund gedacht.
6 Darum sage zu den Söhnen Israel: Ich bin der HERR; ich werde euch herausführen unter den Lastarbeiten der Ägypter hinweg, euch aus ihrer Arbeit erretten und euch erlösen mit ausgestrecktem Arm und durch große Gerichte.
7 Und ich will euch mir zum Volk annehmen und will euer Gott sein. Und ihr sollt erkennen, dass ich der HERR, euer Gott, bin, der euch herausführt unter den Lastarbeiten der Ägypter hinweg.
8 Dann werde ich euch in das Land bringen, um dessentwillen ich meine Hand [zum Schwur] erhoben habe, dass ich es Abraham, Isaak und Jakob geben will, und ich werde es euch zum Besitz geben, ich, der HERR.
9 Mose nun redete so zu den Söhnen Israel. Aber aus Verzagtheit und wegen [ihrer] schweren Arbeit hörten sie nicht auf Mose.
10 Da redete der HERR zu Mose und sprach:
11 Geh hinein, sage dem Pharao, dem König von Ägypten, er soll die Söhne Israel aus seinem Land ziehen lassen!
12 Mose aber redete vor dem HERRN und sagte: Siehe, die Söhne Israel haben nicht auf mich gehört, wie sollte da der Pharao mich anhören, zumal ich unbeschnittene Lippen habe!
13 Aber der HERR redete zu Mose und zu Aaron und beauftragte sie [als Gesandte] an die Söhne Israel und an den Pharao, den König von Ägypten, die Söhne Israel aus dem Land Ägypten hinauszuführen.
14 Dies sind die Häupter ihrer Vaterhäuser: Die Söhne Rubens, des Erstgeborenen Israels: Henoch, Pallu, Hezron und Karmi; das sind die Sippen Rubens.
15 Und die Söhne Simeons: Jemuel, Jamin, Ohad, Jachin, Zohar und Schaul, der Sohn der Kanaaniterin; das sind die Sippen Simeons.
16 Und dies sind die Namen der Söhne Levis nach ihrer Geschlechterfolge: Gerschon, Kehat und Merari; und die Lebensjahre Levis [betrugen] 137 Jahre.
17 Die Söhne Gerschons waren: Libni und Schimi nach ihren Sippen.
18 Und die Söhne Kehats: Amram, Jizhar, Hebron und Usiel; und die Lebensjahre Kehats [betrugen] 133 Jahre.
19 Und die Söhne Meraris: Machli und Muschi; das sind die Sippen Levis nach ihrer Geschlechterfolge.
20 Und Amram nahm sich Jochebed, die Schwester seines Vaters, zur Frau; die gebar ihm Aaron und Mose; und die Lebensjahre Amrams [betrugen] 137 Jahre.
21 Die Söhne Jizhars aber waren Korach, Nefeg und Sichri,
22 und die Söhne Usiels Mischael, Elizafan und Sitri.
23 Aaron aber nahm sich Elischeba, die Tochter Amminadabs, die Schwester Nachschons, zur Frau; die gebar ihm Nadab, Abihu, Eleasar und Itamar.
24 Und die Söhne Korachs waren Assir, Elkana und Abiasaf; das sind die Sippen der Korachiter.
25 Eleasar aber, der Sohn Aarons, nahm sich eine von den Töchtern Putiels zur Frau; die gebar ihm Pinhas; dies sind die Familienhäupter der Leviten nach ihren Sippen.
26 Dieser Aaron und dieser Mose sind es, zu denen der HERR gesprochen hat: Führt die Söhne Israel aus dem Land Ägypten hinaus nach ihren Heerscharen [geordnet]!
27 Diese sind es, die zum Pharao, dem König von Ägypten, redeten, um die Söhne Israel aus Ägypten hinauszuführen: das sind Mose und Aaron.
28 Und es geschah an dem Tag, an dem der HERR zu Mose im Land Ägypten redete,
29 dass der HERR zu Mose redete und sprach: Ich bin der HERR. Rede zum Pharao, dem König von Ägypten, alles, was ich zu dir rede!
30 Mose aber sagte vor dem HERRN: Siehe, ich habe unbeschnittene Lippen, wie sollte der Pharao auf mich hören?

Mose lässt im Auftrag Jahwes zehn Plagen über Ägypten kommen, durch die Pharao Thutmosis III. schließlich bewegt wird, Israel in die Gegend zurück ziehen zu lassen, aus der sie vor über 300 Jahren wegen der Hungersnot nach Ägypten gekommen waren. Die meisten dieser Plagen sind Angriffe auf die Götterbilder der Ägypter, die sich in Tieren oder Gestirnen wie Sonne oder Mond repräsentieen, oder für Unwetter, Krankheiten und die Ernte zuständig sind. Abgesehen von dem Unheil, das die Plagen über Ägypten anrichten, zeigen sie die absolute Machtlosigkeit aller ägyptischen Götter auf. Nachzulesen im 2. Buch Mose (Exodus) Kapitel 7 bis 11 sowie im 4. Buch Mose Kapitel 33 (mit Versangaben):

1 Und der HERR sprach zu Mose: Siehe, ich habe dich für den Pharao zum Gott eingesetzt, und dein Bruder Aaron soll dein Prophet sein.
2 Du sollst alles reden, was ich dir befehlen werde, und dein Bruder Aaron soll zum Pharao reden, dass er die Söhne Israel aus seinem Land ziehen lassen soll.
3 Ich aber will das Herz des Pharaoss verhärten und meine Zeichen und Wunder im Land Ägypten zahlreich machen.
4 Und der Pharao wird nicht auf euch hören. Dann werde ich meine Hand an Ägypten legen und meine Heerscharen, mein Volk, die Söhne Israel, durch große Gerichte aus dem Land Ägypten herausführen.
5 Und die Ägypter sollen erkennen, dass ich der HERR bin, wenn ich meine Hand über Ägypten ausstrecke und die Söhne Israel aus ihrer Mitte herausführe.
6 Da handelten Mose und Aaron, wie ihnen der HERR befohlen hatte, so handelten sie.
7 Mose aber war 80 Jahre alt und Aaron 83 Jahre, als sie zum Pharao redeten.
8 Und der HERR sprach zu Mose und Aaron:
9 Wenn der Pharao zu euch reden und sagen wird: Weist euch durch ein Wunder aus! - dann sollst du zu Aaron sagen: Nimm deinen Stab und wirf ihn vor dem Pharao hin! - er wird zu einer Schlange werden.
10 Da gingen Mose und Aaron zum Pharao hinein und machten es so, wie der HERR geboten hatte: Aaron warf seinen Stab vor dem Pharao und vor seinen Hofbeamten hin, und er wurde zur Schlange.
11 Da rief auch der Pharao die Weisen und Zauberer; und auch sie, die Wahrsagepriester Ägyptens, machten es ebenso mit ihren Zauberkünsten,
12 sie warfen jeder seinen Stab hin, und es wurden Schlangen daraus. Aber Aarons Stab verschlang ihre Stäbe.
13 Doch das Herz des Pharaoss wurde verstockt, und er hörte nicht auf sie, wie der HERR geredet hatte.
14 Und der HERR sprach zu Mose: Das Herz des Pharaoss ist verstockt. Er weigert sich, das Volk ziehen zu lassen.
15 Geh morgen früh zum Pharao - siehe, er wird ans Wasser hinausgehen -, tritt ihm entgegen am Ufer des Nil, nimm den Stab, der sich in eine Schlange verwandelt hat, in deine Hand
16 und sage zu ihm: Der HERR, der Gott der Hebräer, hat mich zu dir gesandt und gesagt: Lass mein Volk ziehen, damit sie mir in der Wüste dienen! Aber siehe, du hast bisher nicht gehört.
17 [Darum,] so spricht der HERR: Daran sollst du erkennen, dass ich der HERR bin: Siehe, ich will mit dem Stab, der in meiner Hand ist, auf das Wasser im Nil schlagen, und es wird sich in Blut verwandeln.
18 Dann werden die Fische im Nil sterben, und der Nil wird stinken, so dass es die Ägypter ekeln wird, Wasser aus dem Nil zu trinken.
19 Und der HERR sprach zu Mose: Sage zu Aaron: Nimm deinen Stab und strecke deine Hand aus über die Gewässer Ägyptens, über seine Flüsse, Nilarme, Sümpfe und all seine Wasserstellen, so dass sie zu Blut werden! Und im ganzen Land Ägypten wird Blut sein, selbst in [Gefäßen aus] Holz und Stein.
20 Da taten Mose und Aaron, wie der HERR geboten hatte; und er erhob den Stab und schlug vor den Augen des Pharaos und vor den Augen seiner Hofbeamten [auf] das Wasser im Nil. Da wurde alles Wasser, das im Nil war, in Blut verwandelt.
21 Die Fische im Nil starben, und der Nil wurde stinkend, und die Ägypter konnten das Wasser aus dem Nil nicht trinken; und das Blut war im ganzen Land Ägypten.
22 Aber die Wahrsagepriester Ägyptens machten es ebenso mit ihren Zauberkünsten. Da blieb das Herz des Pharaos verstockt, und er hörte nicht auf sie, wie der HERR geredet hatte.
23 Da wandte sich der Pharao um, ging in sein Haus und nahm auch dies nicht zu Herzen.
24 Alle Ägypter aber gruben in der Umgebung des Nil nach Wasser zum Trinken, denn vom Wasser des Nil konnten sie nicht trinken.
25 Und es wurden sieben Tage erfüllt, nachdem der HERR den Nil geschlagen hatte.
Kapitel 8
1 \7:26\ Darauf sprach der HERR zu Mose: Geh zum Pharao hinein und sage zu ihm: So spricht der HERR: Lass mein Volk ziehen, damit sie mir dienen!
2 \7:27\Wenn du dich aber weigerst, es ziehen zu lassen, siehe, so will ich dein ganzes Gebiet mit Fröschen schlagen.
3 \7:28\Und der Nil wird von Fröschen wimmeln, und sie werden heraufsteigen und in dein Haus kommen, in dein Schlafzimmer und auf dein Bett, in die Häuser deiner Hofbeamten und unter dein Volk, in deine Backöfen und in deine Backtröge.
4 \7:29\Und die Frösche werden heraufkommen über dich, über dein Volk und über all deine Hofbeamten.
5 \8:1\ Und der HERR sprach zu Mose: Sage zu Aaron: Strecke deine Hand mit deinem Stab aus über die Flüsse, die Nilarme und die Sümpfe, und lass die Frösche über das Land Ägypten heraufkommen!
6 \8:2\Da streckte Aaron seine Hand aus über die Gewässer in Ägypten, und die Frösche kamen herauf und bedeckten das Land Ägypten.
7 \8:3\Aber die Wahrsagepriester machten es ebenso mit ihren Zauberkünsten und ließen die Frösche über das Land Ägypten heraufkommen.
8 \8:4\ Da rief der Pharao Mose und Aaron [zu sich] und sagte: Betet zum HERRN, dass er die Frösche von mir und meinem Volk wegschafft! Dann will ich das Volk ziehen lassen, und sie mögen dem HERRN opfern.
9 \8:5\Und Mose sagte zum Pharao: Verfüge über mich, auf wann ich für dich, für deine Hofbeamten und für dein Volk beten soll zur Ausrottung der Frösche von dir und aus deinen Häusern, [so dass] sie nur im Nil übrigbleiben!
10 \8:6\Er antwortete: Auf morgen. Da sagte er: Nach deinem Wort [soll es geschehen], damit du erkennst, dass niemand ist wie der HERR, unser Gott.
11 \8:7\Und die Frösche werden von dir, aus deinen Häusern, von deinen Hofbeamten und von deinem Volk weichen; nur im Nil sollen sie übrigbleiben.
12 \8:8\Nachdem nun Mose und Aaron vom Pharao hinausgegangen waren, schrie Mose zum HERRN wegen der Frösche, die er über den Pharao gebracht hatte.
13 \8:9\Und der HERR tat nach dem Wort des Mose, und die Frösche starben weg aus den Häusern, aus den Gehöften und von den Feldern.
14 \8:10\Und man schüttete sie haufenweise zusammen, so dass das Land [davon] stank.
15 \8:11\Als aber der Pharao sah, dass die [versprochene] Erleichterung eingetreten war, da verstockte er sein Herz, und er hörte nicht auf sie, wie der HERR geredet hatte.
16 \8:12\ Und der HERR sprach zu Mose: Sage zu Aaron: Strecke deinen Stab aus und schlage den Staub [auf] der Erde! Dann wird er im ganzen Land Ägypten zu Mücken werden.
17 \8:13\Sie machten es so: Aaron streckte seine Hand mit seinem Stab aus und schlug den Staub [auf] der Erde. Da kamen die Mücken über die Menschen und über das Vieh; aller Staub der Erde wurde zu Mücken im ganzen Land Ägypten.
18 \8:14\Die Wahrsagepriester aber machten es ebenso mit ihren Zauberkünsten, um die Mücken hervorzubringen; aber sie konnten es nicht. Und die Mücken kamen über die Menschen und über das Vieh.
19 \8:15\Da sagten die Wahrsagepriester zum Pharao: Das ist der Finger Gottes! Aber das Herz des Pharaos blieb verstockt, und er hörte nicht auf sie, wie der HERR geredet hatte.
20 \8:16\ Und der HERR sprach zu Mose: Mach dich morgen früh auf, tritt vor den Pharao - siehe, er wird ans Wasser hinausgehen - und sage zu ihm: So spricht der HERR: Lass mein Volk ziehen, damit sie mir dienen!
21 \8:17\Denn wenn du mein Volk nicht ziehen lässt, siehe, so werde ich die Stechfliegen ziehen lassen über dich, deine Hofbeamten, dein Volk und deine Häuser. Und die Häuser der Ägypter werden voll von Stechfliegen sein, ja sogar der Erdboden, auf dem sie [stehen].
22 \8:18\Ich werde aber an jenem Tag das Land Goschen, in dem sich mein Volk aufhält, besonders behandeln, so dass dort keine Stechfliegen sein werden, damit du erkennst, dass ich, der HERR, mitten im Land bin.
23 \8:19\Und ich werde einen Unterschied setzen zwischen meinem Volk und deinem Volk; morgen wird dieses Zeichen geschehen.
24 \8:20\Und der HERR machte es so: Es kamen Stechfliegen in Menge in das Haus des Pharaos und in die Häuser seiner Hofbeamten und ins ganze Land Ägypten. [So] wurde das Land von den Stechfliegen verheert.
25 \8:21\ Da rief der Pharao Mose und Aaron und sagte: Geht hin und opfert eurem Gott [hier] im Land!
26 \8:22\Mose erwiderte: Es ist nicht statthaft, es zu tun; denn wir würden dem HERRN, unserem Gott, opfern, was den Ägyptern ein Gräuel ist. Siehe, wenn wir vor den Augen der Ägypter opferten, was ihnen ein Gräuel ist, würden sie uns dann nicht steinigen?
27 \8:23\Drei Tagereisen weit wollen wir in die Wüste ziehen und dem HERRN, unserem Gott, opfern, wie er uns befiehlt.
28 \8:24\Da sagte der Pharao: Ich will euch ziehen lassen, damit ihr dem HERRN, eurem Gott, in der Wüste opfert. Nur entfernt euch nicht zu weit! Betet für mich!
29 \8:25\Mose antwortete: Siehe, wenn ich von dir hinausgegangen bin, will ich zum HERRN beten, und morgen werden die Stechfliegen vom Pharao, von seinen Hofbeamten und von seinem Volk weichen. Nur möge der Pharao [uns] nicht noch einmal täuschen, so dass er das Volk nicht ziehen lässt, damit es dem HERRN opfert!
30 \8:26\Darauf ging Mose vom Pharao hinaus und betete zum HERRN.
31 \8:27\Und der HERR tat nach dem Wort des Mose und schaffte die Stechfliegen weg vom Pharao, von seinen Hofbeamten und von seinem Volk. Nicht eine blieb übrig.
32 \8:28\Aber der Pharao verstockte sein Herz auch diesmal und ließ das Volk nicht ziehen.
Kapitel 9
1 Da sprach der HERR zu Mose: Geh zum Pharao hinein und sage zu ihm: So spricht der HERR, der Gott der Hebräer: Lass mein Volk ziehen, damit sie mir dienen!
2 Denn wenn du dich weigerst, sie ziehen zu lassen, und sie noch [länger] festhältst,
3 siehe, [dann] wird die Hand des HERRN über dein Vieh kommen, das auf dem Feld ist, über die Pferde, über die Esel, über die Kamele, über die Rinder und über die Schafe - eine sehr schwere Pest.
4 Aber der HERR wird einen Unterschied machen zwischen dem Vieh Israels und dem Vieh der Ägypter, so dass von allem, was den Söhnen Israel gehört, nicht ein Stück sterben wird.
5 Auch setzte der HERR eine bestimmte Zeit fest, indem er sprach: Morgen wird der HERR dies im Lande tun.
6 Und der HERR tat es am Tag darauf, da starb alles Vieh der Ägypter, aber von dem Vieh der Söhne Israel starb kein einziges [Stück].
7 Und der Pharao sandte hin, und siehe, von dem Vieh Israels war auch nicht ein [Stück] gestorben. Aber das Herz des Pharaos blieb verstockt, und er ließ das Volk nicht ziehen.
8 Da sprach der HERR zu Mose und Aaron: Nehmt euch beide Hände voll Ofenruß, und Mose soll ihn vor den Augen des Pharaos gegen den Himmel streuen.
9 Dann wird er über dem ganzen Land Ägypten zu Staub werden, und es werden daraus an den Menschen und am Vieh im ganzen Land Ägypten Geschwüre entstehen, die in Blasen aufbrechen.
10 Und sie nahmen den Ofenruß und traten vor den Pharao, und Mose streute ihn gegen den Himmel; so wurde er zu Geschwüren von Blasen, die an den Menschen und am Vieh aufbrachen.
11 Die Wahrsagepriester aber konnten wegen der Geschwüre nicht vor Mose treten; denn die Geschwüre waren an den Wahrsagepriestern wie an allen Ägyptern.
12 Doch der HERR verstockte das Herz des Pharaos, und er hörte nicht auf sie, wie der HERR zu Mose geredet hatte.
13 Da sprach der HERR zu Mose: Mach dich früh am Morgen auf, tritt vor den Pharao und sage zu ihm: So spricht der HERR, der Gott der Hebräer: Lass mein Volk ziehen, damit sie mir dienen!
14 Denn diesmal will ich all meine Plagen in dein Herz, unter deine Hofbeamten und unter dein Volk senden, damit du erkennst, dass niemand auf der ganzen Erde mir gleich ist.
15 Denn [schon] jetzt hätte ich meine Hand ausstrecken und dich und dein Volk mit der Pest schlagen können, so dass du von der Erde ausgetilgt worden wärst.
16 Aber eben deshalb habe ich dich bestehen lassen, um dir meine Macht zu zeigen, und damit man auf der ganzen Erde meinen Namen verkündigt.
17 [Doch] du verhältst dich noch immer hochmütig gegen mein Volk, dass du sie nicht ziehen lässt.
18 Siehe, ich will morgen um diese Zeit einen sehr schweren Hagel regnen lassen, wie es in Ägypten noch keinen gegeben hat vom Tag seiner Gründung an bis jetzt.
19 Und nun sende hin und bring dein Vieh in Sicherheit und alles, was du auf dem Feld hast! Alle Menschen und Tiere, die sich auf dem Feld befinden und nicht ins Haus gebracht werden, auf die wird der Hagel fallen, und sie werden sterben.
20 Wer [nun] unter den Dienern des Pharaos das Wort des HERRN fürchtete, der ließ seine Knechte und sein Vieh in die Häuser flüchten.
21 Wer aber das Wort des HERRN nicht zu Herzen nahm, der ließ seine Knechte und sein Vieh auf dem Feld.
22 Und der HERR sprach zu Mose: Strecke deine Hand gegen den Himmel aus, dann wird im ganzen Land Ägypten Hagel fallen auf die Menschen und auf die Tiere und auf alles Gewächs des Feldes im Land Ägypten!
23 Da streckte Mose seinen Stab gegen den Himmel aus, und der HERR sandte Donner und Hagel; und Feuer fuhr zur Erde nieder. So ließ der HERR Hagel auf das Land Ägypten regnen.
24 Und mit dem Hagel kam Feuer, das mitten im Hagel hin und her zuckte; [und der Hagel] war sehr schwer, wie es im ganzen Land Ägypten [noch] keinen gegeben hat, seitdem [dieses Land] eine Nation geworden ist.
25 Und der Hagel schlug im ganzen Land Ägypten alles, was auf dem Feld war, vom Menschen bis zum Vieh; auch alles Gewächs des Feldes zerschlug der Hagel, und alle Bäume des Feldes zerbrach er.
26 Nur im Land Goschen, wo die Söhne Israel waren, fiel kein Hagel.
27 Da sandte der Pharao hin, ließ Mose und Aaron rufen und sagte zu ihnen: Diesmal habe ich gesündigt. Der HERR ist der Gerechte, ich aber und mein Volk sind die Schuldigen.
28 Betet zum HERRN, dass es [nun] genug sei mit dem Donner Gottes und dem Hagel! Dann will ich euch ziehen lassen, und ihr braucht nicht länger zu bleiben.
29 Da sagte Mose zu ihm: Sobald ich zur Stadt hinausgehe, will ich meine Hände zum HERRN ausbreiten: der Donner wird aufhören, und der Hagel wird nicht mehr fallen, damit du erkennst, dass die Erde dem HERRN gehört.
30 Du aber und deine Hofbeamten - [das] habe ich erkannt, dass ihr euch [immer] noch nicht vor Gott, dem HERRN fürchtet.
31 Der Flachs und die Gerste zwar waren zerschlagen; denn die Gerste [stand in] Ähren und der Flachs in Blüte.
32 Aber der Weizen und das Korn waren nicht zerschlagen, weil sie später reif werden.
33 So ging nun Mose vom Pharao zur Stadt hinaus und breitete seine Hände zum HERRN aus; da hörte der Donner und der Hagel auf, und der Regen ergoss sich nicht mehr auf die Erde.
34 Als aber der Pharao sah, dass der Regen, der Hagel und der Donner aufgehört hatten, da sündigte er weiter und verstockte sein Herz, er und seine Hofbeamten.
35 So blieb das Herz des Pharaos verstockt, und er ließ die Söhne Israel nicht ziehen, wie der HERR durch Mose geredet hatte.
Kapitel 10
1 Danach sprach der HERR zu Mose: Geh zum Pharao hinein, denn ich habe sein Herz und das Herz seiner Hofbeamten verstockt, um diese meine Zeichen mitten unter ihnen zu tun,
2 und damit du vor den Ohren deiner Kinder und Kindeskinder erzählst, wie ich den Ägyptern mitgespielt habe, und meine Zeichen, die ich unter ihnen getan habe. So werdet ihr erkennen, dass ich der HERR bin.
3 Da gingen Mose und Aaron zum Pharao hinein und sagten zu ihm: So spricht der HERR, der Gott der Hebräer: Bis wann willst du dich [noch] weigern, dich vor mir zu demütigen? Lass mein Volk ziehen, damit sie mir dienen!
4 Denn wenn du dich weigerst, mein Volk ziehen zu lassen, siehe, dann will ich morgen Heuschrecken in dein Gebiet bringen.
5 Die werden den Boden des Landes bedecken, so dass man das Land nicht mehr sehen kann. Und sie werden den Rest fressen, was gerettet [und] euch vom Hagel übriggelassen worden ist; auch werden sie alle Bäume fressen, die euch auf dem Feld wachsen.
6 Und sie werden deine Häuser füllen und die Häuser all deiner Hofbeamten und die Häuser aller Ägypter, wie es deine Väter und die Väter deiner Väter nicht gesehen haben seit dem Tag, an dem sie auf dem Land [sesshaft] wurden, bis auf den heutigen Tag. Darauf wandte er sich um und ging vom Pharao hinaus.
7 Da sagten die Hofbeamten des Pharaos zu ihm: Wie lange [noch] soll uns dieser [Mann] zur Falle sein? Lass die Leute ziehen, damit sie dem HERRN, ihrem Gott, dienen! Erkennst du [denn] noch nicht, dass Ägypten verloren ist?
8 Darauf wurden Mose und Aaron wieder zum Pharao gebracht, und er sagte zu ihnen: Zieht hin, dient dem HERRN, eurem Gott! Wer alles soll denn mitgehen?
9 Mose antwortete: Mit unseren Jungen und mit unsern Alten wollen wir gehen, mit unsern Söhnen und mit unsern Töchtern, mit unsern Schafen und mit unsern Rindern wollen wir gehen; denn wir haben ein Fest des HERRN [zu feiern].
10 Er aber sagte zu ihnen: So [gewiss] möge der HERR mit euch sein, wie ich euch mit euren Kindern ziehen lasse! Seht [doch selbst], dass ihr Böses vorhabt!
11 So nicht! Zieht doch hin, ihr Männer, und dient dem HERRN! Denn das ist es, was ihr begehrt. Und man jagte sie vom Pharao hinaus.
12 Da sprach der HERR zu Mose: Strecke deine Hand aus über das Land Ägypten wegen der Heuschrecken, damit sie über das Land Ägypten heraufkommen und alles Gewächs des Landes fressen, alles, was der Hagel übriggelassen hat!
13 Und Mose streckte seinen Stab über das Land Ägypten aus; da trieb der HERR jenen ganzen Tag und die ganze Nacht einen Ostwind ins Land; [und] als es Morgen geworden war, hatte der Ostwind die Heuschrecken herbeigetragen.
14 So kamen die Heuschrecken über das ganze Land Ägypten herauf und ließen sich im ganzen Gebiet Ägyptens in gewaltiger Menge nieder. Vor ihnen hat es keinen solchen Heuschreck[enschwarm] wie diesen gegeben, und nach ihnen wird es keinen solchen mehr geben.
15 Und sie bedeckten die Oberfläche des ganzen Landes, so dass es finster im Land wurde; und sie fraßen alles Gewächs des Landes und alle Früchte der Bäume, die der Hagel übriggelassen hatte. So blieb im ganzen Land Ägypten an den Bäumen und Gewächsen des Feldes nichts Grünes übrig.
16 Da rief der Pharao schnell Mose und Aaron herbei und sagte: Ich habe gesündigt gegen den HERRN, euren Gott, und gegen euch!
17 Und nun vergib doch meine Sünde nur [noch] diesmal und betet zum HERRN, eurem Gott, dass er nur diesen Tod von mir wegnimmt!
18 Darauf ging er von dem Pharao hinaus und betete zum HERRN.
19 Und der HERR verwandelte [den Ostwind in] einen sehr starken Westwind; der hob die Heuschrecken auf und warf sie ins Schilfmeer. Es blieb nicht eine Heuschrecke übrig in dem ganzen Gebiet Ägyptens.
20 Aber der HERR verstockte das Herz des Pharaos, und er ließ die Söhne Israel nicht ziehen.
21 Da sprach der HERR zu Mose: Strecke deine Hand gegen den Himmel aus! Dann wird eine [solche] Finsternis über das Land Ägypten kommen, dass man die Finsternis greifen kann.
22 Und Mose streckte seine Hand gegen den Himmel aus: Da entstand im ganzen Land Ägypten eine dichte Finsternis drei Tage [lang].
23 Man konnte einander nicht sehen, und niemand stand von seinem Platz auf drei Tage lang; aber alle Söhne Israel hatten Licht in ihren Wohnsitzen. -
24 Da rief der Pharao Mose herbei und sagte: Zieht hin, dient dem HERRN! Nur eure Schafe und Rinder sollen zurückbleiben; auch eure Kinder mögen mit euch ziehen!
25 Mose aber sagte: Gäbest du selber in unsere Hände Schlachtopfer und Brandopfer, damit wir [sie] dem HERRN, unserem Gott, zubereiten -
26 unser Vieh zieht dennoch mit uns, nicht eine Klaue darf zurückbleiben; denn davon werden wir nehmen, um dem HERRN, unserm Gott, zu dienen. Wir wissen ja nicht, womit wir dem HERRN dienen sollen, bis wir dorthin kommen.
27 Aber der HERR verstockte das Herz des Pharaos, so dass er nicht bereit war, sie ziehen zu lassen.
28 Und der Pharao sagte zu ihm: Geh weg von mir! Hüte dich, mir nochmals unter die Augen zu treten! Denn an dem Tag, an dem du mir [wieder] unter die Augen trittst, musst du sterben.
29 Darauf sagte Mose: Du hast recht geredet, ich werde dir nicht mehr unter die Augen treten.
Kapitel 11
Und der HERR sprach zu Mose: Noch eine Plage will ich über den Pharao und über Ägypten bringen; danach wird er euch von hier wegziehen lassen. Wenn er euch endgültig ziehen lässt, wird er euch sogar völlig von hier fortjagen. 2 Rede doch zu den Ohren des Volkes: Jeder soll sich von seinem Nachbarn und jede von ihrer Nachbarin silberne Schmuckstücke und goldene Schmuckstücke erbitten.
3 Und der HERR gab dem Volk Gunst in den Augen der Ägypter. Der Mann Mose war sogar sehr angesehen im Land Ägypten, in den Augen der Hofbeamten des Pharaos und in den Augen des Volkes.
4 Mose nun sagte [zum Pharao]: So spricht der HERR: Um Mitternacht will ich ausgehen [und] mitten durch Ägypten [schreiten].
5 Dann wird alle Erstgeburt im Land Ägypten sterben, von dem Erstgeborenen des Pharaos, der auf seinem Thron sitzt, bis zum Erstgeborenen der Sklavin hinter der Handmühle, sowie alle Erstgeburt des Viehs.
6 Da wird es ein großes Jammergeschrei im ganzen Land Ägypten geben, wie es [noch] keines gegeben hat und es [auch] keines mehr geben wird.
7 Aber gegen keinen von den Söhnen Israel wird [auch nur] ein Hund seine Zunge spitzen, vom Menschen bis zum Vieh, damit ihr erkennt, dass der HERR einen Unterschied macht zwischen den Ägyptern und den Israeliten.
8 Dann werden diese deine Hofbeamten alle zu mir herabkommen, sich vor mir niederbeugen und sagen: Zieh aus, du und das ganze Volk, das in deinem Gefolge ist! Und danach werde ich ausziehen. - Und er ging in glühendem Zorn vom Pharao hinaus.
9 Der HERR hatte nämlich zu Mose gesagt: Der Pharao wird nicht auf euch hören, damit meine Wunder im Land Ägypten zahlreich werden.
10 Und Mose und Aaron haben alle diese Wunder vor dem Pharao getan. Aber der HERR hatte das Herz des Pharaos verstockt, so dass er die Söhne Israel nicht aus seinem Land ziehen ließ.
4. Mose Kapitel 33
4 während die Ägypter die begruben, die der HERR unter ihnen geschlagen hatte, alle Erstgeborenen; und der HERR hatte an ihren Göttern Gericht geübt.

14.04.1446 BC
Königreich Ägypten / Volk Israel

Gott setzt das Passahfest für das Volk Israel in Ägypten ein. In der Nacht hält Israel das Passamahl und in Ägypten werden alle Erstgeborenen getötet. Die letzte Plage trifft die Familie des Pharaos. Nachzulesen im 2. Buch Mose (Exodus) Kapitel 12 (mit Versangaben):

1 Und der HERR sprach zu Mose und Aaron im Land Ägypten:
2 Dieser Monat soll für euch der Anfangsmonat sein, er sei euch der erste von den Monaten des Jahres!
3 Redet zur ganzen Gemeinde Israel und sagt: Am zehnten dieses Monats, da nehmt euch ein jeder ein Lamm für ein Vaterhaus, [je] ein Lamm für das Haus!
4 Wenn aber das Haus für ein Lamm nicht zahlreich genug ist, dann nehme er es mit seinem Nachbarn, der seinem Haus am nächsten [wohnt], nach der Zahl der Seelen; nach dem Maß dessen, was jeder isst, sollt ihr ihn auf das Lamm anrechnen.
5 Ein Lamm ohne Fehler, ein männliches, einjähriges, soll es für euch sein; von den Schafen oder von den Ziegen sollt ihr es nehmen.
6 Und ihr sollt es bis zum vierzehnten Tag dieses Monats aufbewahren. Dann soll es die ganze Versammlung der Gemeinde Israel zwischen den zwei Abenden schlachten.
7 Und sie sollen von dem Blut nehmen und es an die beiden Türpfosten und die Oberschwelle streichen an den Häusern, in denen sie es essen.
8 Das Fleisch aber sollen sie [noch] in derselben Nacht essen, am Feuer gebraten, und [dazu] ungesäuertes Brot; mit bitteren Kräutern sollen sie es essen.
9 Ihr dürft nichts davon roh oder etwa im Wasser gekocht essen, sondern am Feuer gebraten [sollt ihr es essen]: seinen Kopf samt seinen Unterschenkeln und Eingeweiden.
10 Und ihr dürft nichts davon bis zum Morgen übriglassen! Was aber davon bis zum Morgen übrigbleibt, sollt ihr mit Feuer verbrennen.
11 So aber sollt ihr es essen: eure Lenden gegürtet, eure Schuhe an euren Füßen und euren Stab in eurer Hand; und ihr sollt es essen in Eile. Ein Passah für den HERRN ist es.
12 Und ich werde in dieser Nacht durch das Land Ägypten gehen und alle Erstgeburt im Land Ägypten erschlagen vom Menschen bis zum Vieh. Auch an allen Göttern Ägyptens werde ich ein Strafgericht vollstrecken, ich, der HERR.
13 Aber das Blut soll für euch zum Zeichen an den Häusern werden, in denen ihr seid. Und wenn ich das Blut sehe, dann werde ich an euch vorübergehen: so wird keine Plage, die Verderben bringt, unter euch sein, wenn ich das Land Ägypten schlage.
14 Und dieser Tag soll euch eine Erinnerung sein, und ihr sollt ihn feiern als Fest für den HERRN. Als ewige Satzung für [all] eure Generationen sollt ihr ihn feiern.
15 Sieben Tage sollt ihr ungesäuertes Brot essen; ja, [gleich] am ersten Tag sollt ihr den Sauerteig aus euren Häusern wegtun; denn jeder, der Gesäuertes isst, diese Seele soll aus Israel ausgerottet werden - [das gilt] vom ersten Tag bis zum siebten Tag.
16 Und am ersten Tag sollt ihr eine heilige Versammlung halten und [ebenso] am siebten Tag eine heilige Versammlung. An diesen [Tagen] darf keinerlei Arbeit getan werden; nur was von jeder Seele gegessen wird, das allein darf von euch zubereitet werden.
17 So haltet denn [das Fest] der ungesäuerten Brote! Denn an eben diesem Tag habe ich eure Heerscharen aus dem Land Ägypten herausgeführt. Darum sollt ihr diesen Tag halten als ewige Ordnung für all eure Generationen.
18 Im ersten [Monat], am 14. Tag des Monats, am Abend, sollt ihr ungesäuertes Brot essen bis zum 21. Tag des Monats, am Abend.
19 Sieben Tage darf kein Sauerteig in euren Häusern gefunden werden; denn jeder, der Gesäuertes isst, diese Seele soll aus der Gemeinde Israel ausgerottet werden, er sei ein Fremder oder Einheimischer des Landes.
20 Nichts Gesäuertes dürft ihr essen; in all euren Wohnsitzen sollt ihr ungesäuertes Brot essen!
21 Und Mose berief alle Ältesten Israels und sagte zu ihnen: Macht euch daran und nehmt euch nach [der Größe] eurer Sippen Schafe und schlachtet das Passah.
22 Dann nehmt ein Büschel Ysop und taucht es in das Blut im Becken und streicht [etwas] von dem Blut, das in dem Becken ist, an die Oberschwelle und an die beiden Türpfosten. Ihr aber - von euch darf bis zum Morgen keiner zur Tür seines Hauses hinausgehen.
23 Und der HERR wird durch [das Land] gehen, um die Ägypter zu schlagen. Sieht er [dann] das Blut an der Oberschwelle und an den beiden Türpfosten, wird der HERR an der Tür vorübergehen und wird dem Verderber nicht erlauben, in eure Häuser zu kommen, [euch] zu schlagen.
24 Darum sollt ihr dieses Wort ewig halten als Ordnung für dich und deine Kinder.
25 Und es soll geschehen, wenn ihr in das Land kommt, das euch der HERR geben wird, wie er geredet hat, dann sollt ihr diesen Dienst ausüben.
26 Und es soll geschehen, wenn euch eure Kinder fragen: Was bedeutet dieser Dienst für euch?,
27 dann sollt ihr sagen: Es ist ein Passahopfer für den HERRN, der an den Häusern der Söhne Israel in Ägypten vorüberging, als er die Ägypter schlug, unsere Häuser aber rettete. Da warf sich das Volk nieder und betete an.
28 Und die Söhne Israel gingen hin und machten es, wie der HERR Mose und Aaron geboten hatte, so machten sie es.
29 Und es geschah um Mitternacht, da erschlug der HERR alle Erstgeburt im Land Ägypten vom Erstgeborenen des Pharaos, der auf seinem Thron saß, bis zum Erstgeborenen des Gefangenen im Kerker, auch alle Erstgeburt des Viehs.
30 Da stand der Pharao nachts auf, er und alle seine Hofbeamten und alle Ägypter, und es entstand ein großes Jammergeschrei in Ägypten, denn es gab kein Haus, in dem nicht ein Toter war.
31 Und er rief Mose und Aaron nachts herbei und sagte: Macht euch auf, zieht weg aus der Mitte meines Volkes, sowohl ihr als auch die Söhne Israel, und geht hin, dient dem HERRN, wie ihr gesagt habt!
32 Auch eure Schafe und Rinder nehmt mit, wie ihr gesagt habt, und geht hin und segnet auch mich!
33 Und die Ägypter bedrängten das Volk, um sie [möglichst] schnell aus dem Land schicken zu können, denn sie sagten [sich]: Wir alle sind [sonst] des Todes!

15.04.1446 BC
Königreich Ägypten / Volk Israel

Während die Ägypter ihre Erstgeborenen begraben, bricht Israel mit einer Stärke von 600.000 Männern, Frauen und Kinder nicht mitgerechnet. Gott gibt Mose und Aaron weitere Anweisungen für das Passahfest und das darauf folgende Fest der ungesäuerten Brote. Außerdem verlangt Gott, dass von jetzt an jede Erstgeburt in Israel Ihm geweiht werden soll. Nachzulesen im 2. Buch Mose (Exodus) Kapitel 12 und 13 und im 4. Buch Mose Kapitel 33 (mit Versangaben):

34 Das Volk nun hob seinen Teig auf, ehe er gesäuert war; ihre Backschüsseln [trugen sie], in ihre Kleidung gewickelt, auf ihren Schultern.
35 Und die Söhne Israel hatten nach dem Wort des Mose getan und sich von den Ägyptern silberne Schmuckstücke und goldene Schmuckstücke und Kleidung erbeten.
36 Dazu hatte der HERR dem Volk in den Augen der Ägypter Gunst gegeben, so dass sie auf ihre Bitte eingegangen waren. So plünderten sie die Ägypter aus.
37 Nun brachen die Söhne Israel auf [und zogen] von Ramses nach Sukkot, etwa 600 000 Mann zu Fuß, die Männer ohne die Kinder.
38 Es zog aber auch viel Mischvolk mit ihnen hinauf, dazu Schafe und Rinder, sehr viel Vieh.
39 Und sie backten den Teig, den sie aus Ägypten gebracht hatten, zu ungesäuerten Brotfladen; denn er war nicht gesäuert, weil sie aus Ägypten weggetrieben worden waren und nicht [länger] hatten warten können; so hatten sie sich auch keine Wegzehrung bereitet.
40 Die Zeit des Aufenthaltes der Söhne Israel aber, die sie in Ägypten zugebracht hatten, betrug 430 Jahre.
41 Und es geschah am Ende der 430 Jahre, ja, es geschah an eben diesem Tag, dass alle Heerscharen des HERRN aus dem Land Ägypten auszogen.
42 Eine Nacht des Wachens war dies für den HERRN, damit er sie aus dem Land Ägypten herausführen konnte; das ist diese dem HERRN [geweihte] Nacht, ein Wachen für alle Söhne Israel in all ihren Generationen.
43 Und der HERR sprach zu Mose und Aaron: Dies ist die Ordnung des Passah: Kein Fremder soll davon essen.
44 Jeder um Geld gekaufte Sklave eines Mannes aber - wenn du ihn beschneidest, dann darf er davon essen.
45 Ein Beisasse oder Lohnarbeiter darf nicht davon essen.
46 In einem Haus soll es gegessen werden; du sollst nichts von dem Fleisch aus dem Haus hinausbringen, und ihr sollt kein Bein an ihm zerbrechen.
47 Die ganze Gemeinde Israel soll es feiern.
48 Wenn sich aber ein Fremdling bei dir aufhält und dem HERRN das Passah feiern will, so soll [bei] ihm alles Männliche beschnitten werden, und dann komme er herbei, um es zu feiern; und er soll wie ein Einheimischer des Landes gelten. Es darf jedoch kein Unbeschnittener davon essen.
49 Ein Gesetz soll gelten für den Einheimischen und für den Fremdling, der sich mitten unter euch aufhält.
50 Darauf machten es alle Söhne Israel, wie der HERR Mose und Aaron geboten hatte; so machten sie es.
51 Und es geschah an eben diesem Tag, da führte der HERR die Söhne Israel, nach ihren Heerscharen [geordnet], aus dem Land Ägypten heraus.
Kapitel 13
1 Danach redete der HERR zu Mose und sprach:
2 Heilige mir alle Erstgeburt! Alles bei den Söhnen Israel, was zuerst den Mutterschoß durchbricht unter den Menschen und unter dem Vieh, mir gehört es.
3 Und Mose sagte zum Volk: Gedenkt dieses Tages, an dem ihr aus Ägypten gezogen seid, aus dem Sklavenhaus! Denn mit starker Hand hat euch der HERR von dort herausgeführt. Darum soll kein gesäuertes [Brot] gegessen werden.
4 Heute zieht ihr aus im Monat Abib.
5 Und es soll geschehen, wenn der HERR dich in das Land der Kanaaniter, Hetiter, Amoriter, Hewiter und Jebusiter bringt, das dir zu geben er deinen Vätern geschworen hat, ein Land, das von Milch und Honig überfließt, dann sollst du diesen Dienst in diesem Monat ausüben.
6 Sieben Tage sollst du ungesäuertes Brot essen, und am siebten Tag ist ein Fest für den HERRN.
7 Während der sieben Tage soll man ungesäuertes Brot essen, und kein gesäuertes [Brot] soll bei dir gesehen werden, noch soll Sauerteig in all deinen Grenzen bei dir gesehen werden.
8 Und du sollst [dies] deinem Sohn an jenem Tag so erklären: Es geschieht um deswillen, was der HERR für mich getan hat, als ich aus Ägypten zog.
9 Und es sei dir ein Zeichen auf deiner Hand und ein Gedenkzeichen zwischen deinen Augen, damit das Gesetz des HERRN in deinem Mund sei; denn mit starker Hand hat dich der HERR aus Ägypten herausgeführt.
10 So sollst du denn diese Ordnung zu ihrer bestimmten Zeit von Jahr zu Jahr halten.
11 Und es soll geschehen, wenn dich der HERR in das Land der Kanaaniter bringt, wie er dir und deinen Vätern geschworen hat, und es dir gibt,
12 dann sollst du dem HERRN alles darbringen, was zuerst den Mutterschoß durchbricht. Auch jeder erste Wurf des Viehs, der dir zuteil wird, gehört, soweit er männlich ist, dem HERRN.
13 Jede Erstgeburt vom Esel aber sollst du mit einem Lamm auslösen! Wenn du sie jedoch nicht auslösen willst, dann brich ihr das Genick! Auch alle menschliche Erstgeburt unter deinen Söhnen sollst du auslösen.
14 Und es soll geschehen, wenn dich künftig dein Sohn fragt: Was [bedeutet] das?, dann sollst du zu ihm sagen: Mit starker Hand hat uns der HERR aus Ägypten herausgeführt, aus dem Sklavenhaus.
15 Denn es geschah, als der Pharao sich hartnäckig weigerte, uns ziehen zu lassen, da brachte der HERR alle Erstgeburt im Land Ägypten um, vom Erstgeborenen des Menschen bis zum Erstgeborenen des Viehs. Darum opfere ich dem HERRN alles, was zuerst den Mutterschoß durchbricht, soweit es männlich ist; aber jeden Erstgeborenen meiner Söhne löse ich aus.
16 Das sei dir ein Zeichen auf deiner Hand und ein Merkzeichen zwischen deinen Augen, denn mit starker Hand hat uns der HERR aus Ägypten herausgeführt.
4. Buch Mose Kapitel 33
3 Sie brachen auf von Ramses im ersten Monat, am fünfzehnten Tag des ersten Monats. Am zweiten Tag nach dem Passah zogen die Söhne Israel aus mit erhobener Hand vor den Augen aller Ägypter,
4 während die Ägypter die begruben, die der HERR unter ihnen geschlagen hatte, alle Erstgeborenen; und der HERR hatte an ihren Göttern Gericht geübt.

Ende April 1446 BC
Königreich Ägypten / Volk Israel

600.000 israelitischen Männer mit ihren Frauen und Kindern schlagen am ersten Tag ihr Lager im Nordosten Ägyptens in Sukkot auf. Der nächste Lagerplatz wird Etam, wahrscheinlich eine der Festungen, die die Ostgrenze von Ägypten bewachen. Mose führt das Volk Israel zurück, um den Pharao zu einer Verfolgung zu provozieren. Gott führt die Israeliten in eine Sackgasse zwischen Midgol, einer weiteren ägyptischen Festung, und dem Roten Meer. Dort schlagen sie ihr Lager auf und geraten in große Furcht, als sie die Verfolger entdecken, doch ermutigt sie mit großartigen Worten. Das Volk Israel entkommt seinen Feinden trockenen Fußes durch das Schilfmeer. Das ganze Heer der Ägypter wird bei der Verfolgung im Meer vernichtet. Mose und die Israeliten singen Loblieder zur Ehre Gottes. Nachzulesen im 2. Buch Mose (Exodus) Kapitel 13 bis 15 (mit Versangaben:)

17 Und es geschah, als der Pharao das Volk ziehen ließ, führte Gott sie nicht den Weg durch das Land der Philister, obwohl er der nächste war. Denn Gott sagte: Damit es das Volk nicht gereut, wenn sie Kampf [vor sich] sehen, und sie nicht nach Ägypten zurückkehren.
18 Daher ließ Gott das Volk einen Umweg machen, den Wüstenweg zum Schilfmeer. Und die Söhne Israel zogen kampfgerüstet aus dem Land Ägypten herauf.
19 Mose aber nahm die Gebeine Josephs mit sich. Denn dieser hatte die Söhne Israel ausdrücklich schwören lassen: Gott wird euch gewiss heimsuchen. Führt dann meine Gebeine mit euch von hier hinauf!
20 Und sie brachen auf von Sukkot und lagerten sich in Etam, am Rande der Wüste.
21 Der HERR aber zog vor ihnen her, bei Tag in einer Wolkensäule, um sie auf dem Weg zu führen, und bei Nacht in einer Feuersäule, um ihnen zu leuchten, damit sie Tag und Nacht wandern könnten.
22 Weder wich die Wolkensäule vor dem Volk bei Tag noch die Feuersäule bei Nacht.
Kapitel 14
1 Und der HERR redete zu Mose und sprach:
2 Befiehl den Söhnen Israel, sich zu wenden und vor Pi-Hachirot zu lagern, zwischen Migdol und dem Meer. Vor Baal-Zefon, diesem gegenüber, sollt ihr euch am Meer lagern!
3 Der Pharao aber wird von den Söhnen Israel denken: Sie irren ziellos im Land umher, die Wüste hat sie eingeschlossen.
4 Dann will ich das Herz des Pharaos verstocken, so dass er ihnen nachjagt. Darauf will ich mich am Pharao und an seiner ganzen Heeresmacht verherrlichen, und die Ägypter sollen erkennen, dass ich der HERR bin. Und sie machten es so.
5 Als nun dem König von Ägypten berichtet wurde, dass das Volk geflohen sei, wandte sich das Herz des Pharaos und seiner Hofbeamten gegen das Volk, und sie sagten: Was haben wir da getan, dass wir Israel aus unserem Dienst haben ziehen lassen!
6 So ließ er denn seine Streitwagen anspannen und nahm sein Kriegsvolk mit sich.
7 Er nahm sechshundert auserlesene Streitwagen und alle [übrigen] Streitwagen Ägyptens und Wagenkämpfer auf ihnen allen.
8 Und der HERR verstockte das Herz des Pharaos, des Königs von Ägypten, so dass er den Söhnen Israel nachjagte, während die Söhne Israel mit erhobener Hand auszogen.
9 So jagten ihnen denn die Ägypter nach, alle Pferde und Streitwagen des Pharaos, auch seine Reiter und seine Heeresmacht, und erreichten sie, als sie sich am Meer gelagert hatten, bei Pi-Hachirot, vor Baal-Zefon.
10 Als nun der Pharao sich näherte, erhoben die Söhne Israel ihre Augen, und siehe, die Ägypter zogen hinter ihnen her. Da fürchteten sich die Söhne Israel sehr und schrieen zum HERRN.
11 Und sie sagten zu Mose: Hast du uns etwa deshalb weggeführt, damit wir in der Wüste sterben, weil es in Ägypten keine Gräber gab? Warum hast du uns das angetan, dass du uns aus Ägypten herausgeführt hast?
12 Ist dies nicht das Wort, das wir [schon] in Ägypten zu dir geredet haben: Lass ab von uns, wir wollen den Ägyptern dienen! Es wäre nämlich besser für uns, den Ägyptern zu dienen, als in der Wüste zu sterben.
13 Mose aber antwortete dem Volk: Fürchtet euch nicht! Steht und seht die Rettung des HERRN, die er euch heute bringen wird! Denn die Ägypter, die ihr heute seht, die werdet ihr weiterhin in Ewigkeit nicht mehr sehen.
14 Der HERR wird für euch kämpfen, ihr aber werdet still sein.
15 Und der HERR sprach zu Mose: Was schreist du zu mir? Befiehl den Söhnen Israel, dass sie aufbrechen!
16 Du aber erhebe deinen Stab und strecke deine Hand über das Meer aus und spalte es, damit die Söhne Israel auf trockenem Land mitten in das Meer hineingehen!
17 Ich jedoch, siehe, ich will das Herz der Ägypter verstocken, so dass sie hinter ihnen herkommen. Und ich will mich verherrlichen am Pharao und an seiner ganzen Heeresmacht, an seinen Streitwagen und Reitern.
18 Dann sollen die Ägypter erkennen, dass ich der HERR bin, wenn ich mich am Pharao, an seinen Wagen und Männern verherrlicht habe.
19 Und der Engel Gottes, der vor dem Heer Israels herzog, brach auf und trat hinter sie; und die Wolkensäule vor ihnen brach auf und stellte sich hinter sie.
20 So kam sie zwischen das Heer der Ägypter und das Heer Israels, und sie wurde [dort] Gewölk und Finsternis und erleuchtete [hier] die Nacht, so kam jenes [Heer] diesem die ganze Nacht nicht näher.
21 Und Mose streckte seine Hand über das Meer aus, und der HERR ließ das Meer die ganze Nacht durch einen starken Ostwind zurückweichen und machte [so] das Meer zum trockenen Land, und die Wasser teilten sich.
22 Dann gingen die Söhne Israel auf trockenem Land mitten in das Meer hinein, und die Wasser waren ihnen eine Mauer zur Rechten und zur Linken.
23 Die Ägypter aber jagten ihnen nach und kamen hinter ihnen her, alle Pferde des Pharaos, seine Streitwagen und Reiter, mitten ins Meer hinein.
24 Und es geschah: In [der Zeit] der Morgenwache, da schaute der HERR in der Feuer- und Wolkensäule auf das Heer der Ägypter herab und brachte das Heer der Ägypter in Verwirrung.
25 Dann stieß er die Räder von ihren Wagen ab und ließ sie nur mühsam vorankommen. Da sagten die Ägypter: Lasst uns vor Israel fliehen, denn der HERR kämpft für sie gegen die Ägypter!
26 Der HERR aber sprach zu Mose: Strecke deine Hand über das Meer aus, damit die Wasser auf die Ägypter, auf ihre Wagen und über ihre Reiter zurückkehren!
27 Da streckte Mose seine Hand über das Meer aus, und das Meer kehrte beim Anbruch des Morgens zu seiner Strömung zurück. Und die Ägypter flohen ihm entgegen. Der HERR aber trieb die Ägypter mitten ins Meer.
28 So kehrten die Wasser zurück und bedeckten die Wagen und Reiter der ganzen Heeresmacht des Pharaos, die ihnen ins Meer nachgekommen waren; es blieb auch nicht einer von ihnen übrig.
29 Die Söhne Israel aber waren auf trockenem Land mitten durch das Meer gegangen, und die Wasser waren ihnen eine Mauer zur Rechten und zur Linken gewesen.
30 So rettete der HERR an jenem Tag Israel aus der Hand der Ägypter, und Israel sah die Ägypter tot am Ufer des Meeres [liegen].
31 Als nun Israel die große Macht sah, die der HERR an den Ägyptern ausgeübt hatte, da fürchtete das Volk den HERRN, und sie glaubten an den HERRN und an seinen Knecht Mose.
Kapitel 15
1 Damals sangen Mose und die Söhne Israel dem HERRN dieses Lied. Sie sagten: Singen will ich dem HERRN, denn hoch erhaben ist er; Ross und Reiter warf er ins Meer.
2 Meine Stärke und mein Loblied ist Jah, denn er ist mir zur Rettung geworden. Er ist mein Gott, und ich will ihn preisen, der Gott meines Vaters, und ich will ihn erheben.
3 Der HERR ist ein Kriegsheld, Jahwe sein Name.
4 Die Wagen des Pharaos und seine Streitmacht warf er ins Meer, die Auslese seiner Wagenkämpfer versank im Schilfmeer.
5 Die Fluten bedeckten sie, sie fuhren in [die] Tiefen wie ein Stein.
6 Deine Rechte, o HERR, ist herrlich in Kraft; deine Rechte, o HERR, zerschmettert den Feind.
7 Und in der Fülle deiner Hoheit wirfst du nieder, die sich gegen dich erheben. Du lässt los deine Zornesglut: sie verzehrt sie wie Strohstoppeln.
8 Beim Schnauben deiner Nase türmten sich die Wasser, die Strömungen standen wie ein Damm, die Fluten gerannen im Herzen des Meeres.
9 Es sprach der Feind: Ich jage nach, ich hole ein, verteile Beute; es sättige sich an ihnen meine Gier, ich zücke mein Schwert, meine Hand tilgt sie aus.
10 Du bliesest mit deinem Atem - das Meer bedeckte sie; sie versanken wie Blei in gewaltigen Wassern.
11 Wer ist dir gleich unter den Göttern, o HERR! Wer ist dir gleich, [so] herrlich in Heiligkeit, furchtbar an Ruhmestaten, Wunder tuend!
12 Du strecktest aus deine Rechte - die Erde verschlang sie.
13 In deiner Gnade hast du geleitet das Volk, das du erlöst, hast es durch deine Stärke geführt zu deiner heiligen Wohnung.
14 Es hörten's die Völker, sie bebten; Angst ergriff Philistäas Bewohner.
15 Da wurden bestürzt die Fürsten Edoms; die Gewaltigen Moabs, Zittern ergriff sie; es verzagten alle Bewohner Kanaans.
16 Es überfiel sie Schrecken und Furcht; vor der Größe deines Arms wurden sie stumm wie ein Stein, während hindurchzog dein Volk, o HERR, während hindurchzog das Volk, das du erworben.
17 Du wirst sie bringen und pflanzen auf den Berg deines Erbteils, die Stätte, die du, o HERR, zu deiner Wohnung gemacht hast, das Heiligtum, Herr, das deine Hände bereitet haben.
18 Der HERR ist König auf immer und ewig!
19 Denn als die Pferde des Pharaos mit seinen Wagen und mit seinen Reitern ins Meer gezogen waren, hat der HERR die Wasser des Meeres über sie zurückkehren lassen; aber die Söhne Israel sind auf trockenem Land mitten durchs Meer gegangen.
20 Und die Prophetin Mirjam, Aarons Schwester, nahm das Tamburin in ihre Hand, und alle Frauen zogen aus, hinter ihr her, mit Tamburinen und in Reigentänzen.
21 Und Mirjam sang ihnen zu: Singt dem HERRN, denn hoch erhaben ist er; Ross und seinen Wagen warf er ins Meer!

Gott lässt die Israeliten von der anderen Seite des Schilfmeeres aufbrechen; sie müssen drei Tage durch die Wüste ziehen, bevor sie Wasser finden. In der Oase Mara (deutsch "Bitter") müssen sie feststellen, dass das Wasser dort nicht trinkbar ist. Nur wenige Tage nach der seit Jahrzehnten gewollten und nun endlich wahr gewordenen Ausreise aus Ägypten beginnt das Volk gegen Mose zu murren. Erst in der Oase Elim,. elf Kilometer weiter, finden sie ausreichend Wasser. Nachzulesen im 2. Buch Mose (Exodus), Kapitel 15 (mit Versangaben):

22 Und Mose ließ Israel vom Schilfmeer aufbrechen, und sie zogen hinaus in die Wüste Schur und wanderten drei Tage in der Wüste und fanden kein Wasser.
23 Da kamen sie nach Mara, aber sie konnten das Wasser von Mara nicht trinken, denn es war bitter. Darum gab man [dem Ort] den Namen Mara.
24 Und das Volk murrte gegen Mose: Was sollen wir trinken?
25 Da schrie er zum HERRN, und der HERR zeigte ihm ein Stück Holz; das warf er ins Wasser, und das Wasser wurde süß. Dort legte er Ordnung und Recht für es fest, und dort prüfte er es,
26 und er sprach: Wenn du willig auf die Stimme des HERRN, deines Gottes, hörst und tust, was in seinen Augen recht ist, seinen Geboten gehorchst und all seine Ordnungen hältst, dann werde ich dir keine der Krankheiten auferlegen, die ich den Ägyptern auferlegt habe; denn ich bin der HERR, der dich heilt.
27 Dann kamen sie nach Elim, und dort waren zwölf Wasserquellen und siebzig Palmbäume; und sie lagerten sich dort am Wasser.

15.05.1446 BC
Volk Israel

Das Volk Israel erreicht die Wüste Sin im südwestlichen Teil der Sinai-Halbinsel. Hier rebelliert es wieder gegen Mose und Aaron. Gott reagiert darauf und schickt zum ersten Mal an einem Abend einen riesigen Schwarm Wachteln. Am nächsten Morgen finden die Israeliten auf dem Boden Manna. Mose beauftragt Aaron, ein Gefäß mit zwei Litern Manna für künftige Generationen aufzubewahren. Außerdem findet die erste Sabbatfeier außerhalb des Exils in Ägypten statt. Nachzulesen im 2. Buch Mose (Exodus) Kapitel 16 (mit Versangaben::

1 Und sie brachen von Elim auf, und die ganze Gemeinde der Söhne Israel kam in die Wüste Sin, die zwischen Elim und Sinai [liegt], am fünfzehnten Tag des zweiten Monats nach ihrem Auszug aus dem Land Ägypten.
2 Da murrte die ganze Gemeinde der Söhne Israel gegen Mose und Aaron in der Wüste.
3 Und die Söhne Israel sagten zu ihnen: Wären wir doch durch die Hand des HERRN im Land Ägypten gestorben, als wir bei den Fleischtöpfen saßen, als wir Brot assen bis zur Sättigung! Denn ihr habt uns in diese Wüste herausgeführt, um diese ganze Versammlung an Hunger sterben zu lassen.
4 Da sprach der HERR zu Mose: Siehe, ich will euch Brot vom Himmel regnen lassen. Dann soll das Volk hinausgehen und den Tagesbedarf täglich sammeln, damit ich es prüfe, ob es nach meinem Gesetz leben will oder nicht.
5 Am sechsten Tag aber, wenn sie zubereiten, was sie einbringen, wird es geschehen, dass es das Doppelte von dem sein wird, was sie tagtäglich sammeln.
6 Und Mose und Aaron sagten zu allen Söhnen Israel: Am Abend werdet ihr erkennen, dass euch der HERR aus dem Land Ägypten herausgeführt hat,
7 und am Morgen werdet ihr die Herrlichkeit des HERRN sehen, der euer Murren gegen den HERRN gehört hat. Denn was sind wir, dass ihr gegen uns murrt?
8 Und Mose sagte: Dadurch [werdet ihr es erkennen], dass euch der HERR am Abend Fleisch zu essen geben wird und am Morgen Brot bis zur Sättigung, weil der HERR euer Murren gehört hat, mit dem ihr gegen ihn murrt. Denn was sind wir? Nicht gegen uns [richtet sich] euer Murren, sondern gegen den HERRN.
9 Und Mose sagte zu Aaron: Befiehl der ganzen Gemeinde der Söhne Israel: Tretet vor den HERRN, denn er hat euer Murren gehört!
10 Da geschah es, als Aaron zur ganzen Gemeinde der Söhne Israel redete und sie sich zur Wüste hinwandten, siehe, da erschien die Herrlichkeit des HERRN in der Wolke.
11 Und der HERR redete zu Mose und sprach:
12 Ich habe das Murren der Söhne Israel gehört. Rede zu ihnen und sprich: Zwischen den zwei Abenden werdet ihr Fleisch essen, und am Morgen werdet ihr von Brot satt werden! So werdet ihr erkennen, dass ich der HERR, euer Gott bin.
13 Und es geschah am Abend, da kamen Wachteln herauf und bedeckten das Lager. Und am Morgen war eine Schicht von Tau rings um das Lager.
14 Und als die Tauschicht aufgestiegen war, siehe, [da lag] auf der Fläche der Wüste etwas Feines, Körniges, fein, wie der Reif auf der Erde.
15 Das sahen die Söhne Israel, und sie sagten einer zum andern: Was ist das? Denn sie wussten nicht, was es war. Mose aber sagte zu ihnen: Dies ist das Brot, das euch der HERR zur Nahrung gegeben hat.
16 Dies ist das Wort, das der HERR geboten hat: Sammelt davon, jeder nach dem Maß seines Essens! Einen Gomer je Kopf sollt ihr nehmen, nach der Zahl eurer Seelen, jeder für die, die in seinem Zelt sind!
17 Und die Söhne Israel machten es so und sammelten, der [eine] viel, der [andere] wenig.
18 Als sie aber mit dem Gomer maßen, da hatte der, der viel gesammelt hatte, keinen Überschuss, und wer wenig gesammelt hatte, der hatte keinen Mangel. Jeder hatte gesammelt nach dem Maß seines Essens.
19 Und Mose sagte zu ihnen: Niemand lasse [etwas] davon übrig bis zum Morgen!
20 Aber sie hörten nicht auf Mose, sondern einige ließen [etwas] davon bis zum Morgen übrig; da verfaulte es [durch] Würmer und stank. Da wurde Mose zornig über sie.
21 Und sie sammelten es Morgen für Morgen, jeder nach dem Maß seines Essens. Wenn aber die Sonne heiß wurde, dann zerschmolz es.
22 Und es geschah am sechsten Tag, da sammelten sie das Doppelte an Brot, zwei Gomer für jeden einzelnen. Da kamen alle Fürsten der Gemeinde und berichteten es Mose.
23 Er sagte nun zu ihnen: Dies ist es, was der HERR geredet hat: Morgen ist eine Sabbatfeier, ein heiliger Sabbat für den HERRN. Was ihr backen wollt, backt, und was ihr kochen wollt, kocht! Alles aber, was übrigbleibt, legt für euch zurück zur Aufbewahrung bis zum [nächsten] Morgen!
24 Da legten sie es zurück bis zum [nächsten] Morgen, wie Mose geboten hatte, und es wurde nicht stinkend, und es kam kein Wurm hinein.
25 Mose sagte: Esst es heute, denn heute ist ein Sabbat für den HERRN! Heute werdet ihr auf dem Feld nichts finden.
26 Sechs Tage sollt ihr es sammeln, aber am siebten Tag ist Sabbat, da gibt es nichts.
27 Aber am siebten Tag geschah es, dass [dennoch] einige vom Volk hinausgingen, um zu sammeln, doch sie fanden nichts.
28 Da sprach der HERR zu Mose: Wie lange habt ihr euch [nun schon] geweigert, meine Gebote und Gesetze zu halten!
29 Seht, weil euch der HERR den Sabbat gegeben hat, darum gibt er euch am sechsten Tag Brot für zwei Tage. So bleibe [nun] jeder von euch daheim, niemand verlasse am siebten Tag seinen [Lager]platz!
30 So ruhte denn das Volk am siebten Tag.
31 Und das Haus Israel gab ihm den Namen Man, und es war weiß wie Koriandersamen und sein Geschmack wie Kuchen mit Honig.
32 Mose nun sagte: Das ist es, was der HERR geboten hat: Ein Gomer voll davon sei zur Aufbewahrung für eure [künftigen] Generationen, damit sie das Brot sehen, das ich euch in der Wüste zu essen gegeben habe, als ich euch aus dem Land Ägypten herausgeführt hatte.
33 Und Mose sagte zu Aaron: Nimm einen Behälter und tu Man hinein, einen Gomer voll, und stelle ihn hin vor den HERRN zur Aufbewahrung für eure [künftigen] Generationen!
34 Wie der HERR dem Mose geboten hatte, so stellte ihn Aaron vor das Zeugnis zur Aufbewahrung. -
35 Und die Söhne Israel assen das Man vierzig Jahre, bis sie in bewohntes Land kamen; sie assen das Man, bis sie an die Grenze des Landes Kanaan kamen.
36 Der Gomer aber ist ein Zehntel vom Efa.

Über viele Etappen, die über Dofka und Alusch führten, erreicht das Volk Israel schließlich Refidim, das sich im Süden der Sinai-Halbinsel befindet. Erneut machen die Israeliten Mose schwere Vorwürfe, weil sie wieder einmal kein Wasser finden. Gott erbarmt sich über Mose und schenkt Wasser aus einem Felsen. Mose nennt den Ort Maßa und Meriba, Versuchung und Vorwurf. Nachzulesen im 2. Buch Mose (Exodus) im 17. kapitel (mit Versangaben:)

1 Und die ganze Gemeinde der Söhne Israel brach nach ihrer Aufbruchsordnung aus der Wüste Sin auf nach dem Befehl des HERRN, und sie lagerten sich in Refidim. Aber da war kein Wasser zum Trinken für das Volk.
2 Da geriet das Volk mit Mose in Streit, und sie sagten: Gib uns Wasser, damit wir [zu] trinken [haben]! Mose aber erwiderte ihnen: Was streitet ihr mit mir? Was prüft ihr den HERRN?
3 Als nun das Volk dort nach Wasser dürstete, murrte das Volk gegen Mose und sagte: Wozu hast du uns überhaupt aus Ägypten heraufgeführt? Um mich und meine Kinder und mein Vieh vor Durst sterben zu lassen?
4 Da schrie Mose zum HERRN und sagte: Was soll ich mit diesem Volk tun? Noch ein wenig, so steinigen sie mich.
5 Und der HERR antwortete Mose: Geh dem Volk voran und nimm einige von den Ältesten Israels mit dir. Auch deinen Stab, mit dem du [auf] den Nil geschlagen hast, nimm in deine Hand und geh hin!
6 Siehe, ich will dort vor dich auf den Felsen am Horeb treten. Dann sollst du auf den Felsen schlagen, und es wird Wasser aus ihm hervorströmen, so dass das Volk [zu] trinken [hat]. Und Mose machte es so vor den Augen der Ältesten Israels.
7 Und er gab dem Ort den Namen Massa und Meriba wegen des Streitens der Söhne Israel, und weil sie den HERRN geprüft hatten, indem sie sagten: Ist der HERR in unserer Mitte oder nicht?

Nomaden aus der Wüste Negev, die sich selbst Amalekiter nennen, überfallen das erschöpfte und durch die Wanderung durch die Wüste müde gewordene Volk Israel und erschlagen einige der Schwachen. Mose befiehlt seinem engen Vertrauten Josua, sich mit wehrfähigen Männern dem Kampf zu stellen. Er selbst jedoch verspricht, gemeinsam mit Aaron und Hur während des Kampfes für Israel zu beten. Die Amalekiter werden besiegt. Die Führer Israels erhalten von Gott den Auftrag, jede Spur Amaleks zu vernichten. Nachzulesen im 2. Buch Mose (Exodus) im 17. Kapitel (mit Versangaban):

8 Danach kam Amalek und kämpfte in Refidim gegen Israel.
9 Und Mose sagte zu Josua: Wähle uns Männer aus und zieh aus, kämpfe gegen Amalek! Morgen will ich mich auf den Gipfel des Hügels stellen mit dem Stab Gottes in meiner Hand.
10 Da tat Josua, wie Mose ihm gesagt hatte, um gegen Amalek zu kämpfen. Und Mose, Aaron und Hur stiegen auf den Gipfel des Hügels.
11 Und es geschah, wenn Mose seine Hand erhob, dann hatte Israel die Oberhand, wenn er aber seine Hand sinken ließ, dann hatte Amalek die Oberhand.
12 Da jedoch Mose Hände schwer wurden, nahmen sie einen Stein und legten den unter ihn, und er setzte sich darauf. Dann stützten Aaron und Hur seine Hände, der eine auf dieser, der andere auf jener [Seite]. So blieben seine Hände fest, bis die Sonne unterging.
13 Und Josua besiegte Amalek und sein [Kriegs]volk mit der Schärfe des Schwertes.
14 Danach sprach der HERR zu Mose: Schreib dies zum Gedächtnis in ein Buch und lege in die Ohren Josuas, dass ich die Erinnerung an Amalek vollständig unter dem Himmel auslöschen werde!
15 Und Mose baute einen Altar und gab ihm den Namen: `Der HERR ist mein Feldzeichen_,
16 indem er sagte: Fürwahr, die Hand ist am Thron Jahs: Krieg hat der HERR mit Amalek von Generation zu Generation!

Jethro, der Schwiegervater von Mose, bringt ihm dessen Frau Zippora und seine beiden Söhne. Er wird Zeuge der Rechtsprechung des Mose und rät ihm zur Berufung von Richtern. Nachzulesen im 2. Buch Mose (Exodus) im 18. Kapitel (mit Versangaben):

1 Jethro aber, der Priester von Midian, der Schwiegervater des Mose, hatte alles gehört, was Gott an Mose und an seinem Volk Israel getan hatte, dass der HERR Israel aus Ägypten herausgeführt hatte.
2 Da nahm Jethro, der Schwiegervater des Mose, Zippora, die Frau des Mose [mit sich], nachdem dieser sie zurückgeschickt hatte,
3 mit ihren beiden Söhnen. Der eine von ihnen hieß Gerschom, weil er gesagt hatte: Ein Fremder bin ich geworden im fremden Land.
4 Der andere aber hiess Elieser, denn [er hatte gesagt]: Der Gott meines Vaters ist meine Hilfe gewesen und hat mich vom Schwert des Pharaos errettet.
5 So kam Jethro, der Schwiegervater des Mose, mit dessen Söhnen und dessen Frau zu Mose in die Wüste, wo er am Berg Gottes lagerte.
6 Und er ließ dem Mose sagen: Ich, dein Schwiegervater Jethro, komme zu dir, und deine Frau und ihre beiden Söhne mit ihr.
7 Da ging Mose hinaus, seinem Schwiegervater entgegen, verneigte sich und küsste ihn, und sie fragten einer den andern nach ihrem Wohlergehen und gingen ins Zelt.
8 Und Mose erzählte seinem Schwiegervater alles, was der HERR am Pharao und an den Ägyptern um Israels willen getan hatte, all die Mühsal, die ihnen auf dem Weg begegnet war, und dass der HERR sie errettet hatte.
9 Da freute sich Jethro über all das Gute, das der HERR an Israel getan hatte, dass er es aus der Hand der Ägypter errettet hatte.
10 Und Jethro sagte: Gepriesen sei der HERR, der euch errettet hat aus der Hand der Ägypter und aus der Hand des Pharaos, der das Volk errettet hat unter der Hand der Ägypter hinweg!
11 Nun habe ich erkannt, dass der HERR größer ist als alle Götter; denn worin sie vermessen handelten, [das kam] über sie.
12 Darauf nahm Jethro, der Schwiegervater des Mose, ein Brandopfer und Schlachtopfer für Gott. Und Aaron und alle Ältesten Israels kamen, um mit Mose Schwiegervater vor Gott ein Mahl zu halten.
13 Und es geschah am Tag darauf, da setzte Mose sich nieder, um dem Volk Recht zu sprechen. Und das Volk stand bei Mose vom Morgen bis zum Abend.
14 Als aber der Schwiegervater des Mose alles sah, was er mit dem Volk tat, sagte er: Was ist das, das du mit dem Volk tust? Warum sitzt du allein da, während alles Volk vom Morgen bis zum Abend bei dir steht?
15 Mose antwortete seinem Schwiegervater: Weil das Volk zu mir kommt, um Gott zu befragen.
16 Wenn sie eine [Rechts]sache haben, dann kommt es zu mir, und ich richte zwischen dem einen und dem andern und gebe [ihnen] die Ordnungen Gottes und seine Weisungen bekannt.
17 Da sagte Mose Schwiegervater zu ihm: Die Sache ist nicht gut, die du tust.
18 Du reibst dich auf, sowohl du als auch dieses Volk, das bei dir ist. Die Aufgabe ist zu schwer für dich, du kannst sie nicht allein bewältigen.
19 Höre nun auf meine Stimme, ich will dir raten, und Gott wird mit dir sein: Vertritt du das Volk vor Gott, und bringe du die Sachen vor Gott.
20 Belehre sie über die Ordnungen und Weisungen und zeige ihnen den Weg, den sie gehen, und das Werk, das sie tun sollen.
21 Du aber suche [dir] aus dem ganzen Volk tüchtige, gottesfürchtige Männer aus, zuverlässige Männer, die ungerechten Gewinn hassen, und setze sie über sie: Oberste von Tausend, Oberste von Hundert, Oberste von Fünfzig und Oberste von Zehn,
22 damit sie dem Volk jederzeit Recht sprechen! Und es soll geschehen, dass sie jede große Sache vor dich bringen, jede kleine Sache aber selbst richten. [Auf diese Weise] entlaste dich, und sie mögen [es] mit dir tragen!
23 Wenn du dies tust und Gott es dir gebietet, dann wirst du bestehen können, und auch dieses ganze Volk wird in Frieden an seinen Ort kommen.
24 Und Mose hörte auf die Stimme seines Schwiegervaters und tat alles, was er gesagt hatte.
25 So wählte Mose denn aus ganz Israel tüchtige Männer aus und machte sie zu Oberhäuptern über das Volk: Oberste von Tausend, Oberste von Hundert, Oberste von Fünfzig und Oberste von Zehn.
26 Diese sprachen dem Volk jederzeit Recht: [jede] schwierige Sache brachten sie vor Mose, jede kleine Sache aber richteten sie selbst.
27 Darauf ließ Mose seinen Schwiegervater ziehen, und [dieser] ging [wieder] in sein Land.

01.06.1446 BC
Volk Israel

Das Volk Israel kommt auf seiner Wanderung durch die Wüste Sinai sechs Wochen nach der Abreise aus Ägypten am Berg Sinai an. Mose steigt auf den Berg und bereitet die Israeliten darauf vor, dass sie eine Begegnung mit Gott haben werdn. Nachzulesen im 2. Buch Mose (Exodus) im 19. Kapitel (mit Versangaben):

1 Im dritten Monat nach dem Auszug der Söhne Israel aus dem Land Ägypten, an eben diesem Tag kamen sie in die Wüste Sinai.
2 Sie brachen auf von Refidim und kamen in die Wüste Sinai und lagerten sich in der Wüste; und Israel lagerte sich dort dem Berg gegenüber.
3 Mose aber stieg hinauf zu Gott. Und der HERR rief ihm vom Berg aus zu: So sollst du zum Haus Jakob sagen und den Söhnen Israel mitteilen:
4 Ihr habt gesehen, was ich den Ägyptern angetan und [wie] ich euch auf Adlerflügeln getragen und euch zu mir gebracht habe.
5 Und nun, wenn ihr willig auf meine Stimme hören und meinen Bund halten werdet, dann sollt ihr aus allen Völkern mein Eigentum sein; denn mir gehört die ganze Erde.
6 Und ihr sollt mir ein Königreich von Priestern und eine heilige Nation sein. Das sind die Worte, die du zu den Söhnen Israel reden sollst.
7 Darauf ging Mose hin, rief die Ältesten des Volkes [zusammen] und legte ihnen all diese Worte vor, die ihm der HERR geboten hatte.
8 Da antwortete das ganze Volk gemeinsam und sagte: Alles, was der HERR geredet hat, wollen wir tun! Und Mose brachte dem HERRN die Worte des Volkes zurück.
9 Da sprach der HERR zu Mose: Siehe, ich werde im Dunkel des Gewölks zu dir kommen, damit es das Volk hört, wenn ich mit dir rede, und auch dir ewig glaubt. Und Mose teilte dem HERRN die Worte des Volkes mit.
10 Und der HERR sprach zu Mose: Geh zum Volk und heilige sie heute und morgen! Und sie sollen ihre Kleider waschen,
11 damit sie für den dritten Tag bereit sind; denn am dritten Tag wird der HERR vor den Augen des ganzen Volkes auf den Berg Sinai herabsteigen.
12 Darum zieh eine Grenze rings um das Volk und sage: Hütet euch, auf den Berg zu steigen oder [auch nur] sein Ende zu berühren! Jeder, der den Berg berührt, muss getötet werden.
13 Keine Hand darf ihn berühren, denn [sonst] muss er gesteinigt oder erschossen werden; ob Tier oder Mensch, er darf nicht am Leben bleiben. [Erst] wenn das Widderhorn anhaltend ertönt, sollen sie zum Berg hinaufsteigen.
14 Darauf stieg Mose vom Berg zu dem Volk hinab; und er heiligte das Volk, und sie wuschen ihre Kleider.

03.06.1446 BC
Volk Israel

Am dritten Tag der Vorbereitung begegnet Gott in Seiner Majestät in einem ungewöhnlichen Naturereignis dem Volk Israel, nachzulesen im 2. Buch Mose (Exodus) im 19. Kapitel (mit Versangaben):

15 Dann sagte er zum Volk: Haltet euch für den dritten Tag bereit! Nähert euch keiner Frau!
16 Und es geschah am dritten Tag, als es Morgen wurde, da brachen Donner und Blitze los, und eine schwere Wolke [lagerte] auf dem Berg, und ein sehr starker Hörnerschall [ertönte], so dass das ganze Volk, das im Lager war, bebte.
17 Mose aber führte das Volk aus dem Lager hinaus, Gott entgegen, und sie stellten sich am Fuß des Berges auf.
18 Und der ganze Berg Sinai rauchte, weil der HERR im Feuer auf ihn herabkam. Und sein Rauch stieg auf wie der Rauch eines Schmelzofens, und der ganze Berg erbebte heftig.
19 Und der Hörnerschall wurde immer stärker. Mose redete, und Gott antwortete ihm mit einer [lauten] Stimme.
20 Und der HERR stieg auf den Berg Sinai herab, auf den Gipfel des Berges, und der HERR rief Mose auf den Gipfel des Berges, und Mose stieg hinauf.
21 Und der HERR sprach zu Mose: Steig hinab, warne das Volk, dass sie nicht zum HERRN durchbrechen, um zu schauen; sonst müssten viele von ihnen fallen.
22 Ja, auch die Priester, die zum HERRN herantreten, sollen sich heiligen, damit der HERR nicht in sie einbricht.
23 Mose aber sagte zum HERRN: Das Volk wird den Berg Sinai nicht ersteigen können, denn du hast uns ja gewarnt und gesagt: Zieh eine Grenze um den Berg und erkläre ihn für heilig!
24 Da sprach der HERR zu ihm: Geh, steig hinab, und komm [dann wieder] herauf, du und Aaron mit dir! Aber die Priester und das Volk sollen nicht durchbrechen, um zum HERRN hinaufzusteigen, damit er nicht in sie einbricht.
25 Da stieg Mose zum Volk hinab und sagte es ihnen.

Zweites Halbjahr 1446 BC
Volk Israel

Gott wird fast ein ganzes Jahr in der Nähe Gottes am Berg Sinai verbringen. Hier beginnt eine entscheidende Voraussetzung für den Bund, den Gott mit seinem auserwählten Volk eingehen möchte: Er gibt Mose stellvertretend für sein Volk die Zehn Gebote. Nachzulesen im 2. Buch Mose (Exodus) im 20. Kapitel:

1 Und Gott redete alle diese Worte und sprach:
2 Ich bin der HERR, dein Gott, der ich dich aus dem Land Ägypten, aus dem Sklavenhaus herausgeführt habe.
3 Du sollst keine andern Götter haben neben mir. -
4 Du sollst dir kein Götterbild machen, auch keinerlei Abbild dessen, was oben im Himmel oder was unten auf der Erde oder was in den Wassern unter der Erde ist.
5 Du sollst dich vor ihnen nicht niederwerfen und ihnen nicht dienen. Denn ich, der HERR, dein Gott, bin ein eifersüchtiger Gott, der die Schuld der Väter heimsucht an den Kindern, an der dritten und vierten [Generation] von denen, die mich hassen,
6 der aber Gnade erweist an Tausenden [von Generationen] von denen, die mich lieben und meine Gebote halten. -
7 Du sollst den Namen des HERRN, deines Gottes, nicht zu Nichtigem aussprechen, denn der HERR wird den nicht ungestraft lassen, der seinen Namen zu Nichtigem ausspricht.
8 Denke an den Sabbattag, um ihn heilig zu halten.
9 Sechs Tage sollst du arbeiten und all deine Arbeit tun,
10 aber der siebte Tag ist Sabbat für den HERRN, deinen Gott. Du sollst [an ihm] keinerlei Arbeit tun, du und dein Sohn und deine Tochter, dein Knecht und deine Magd und dein Vieh und der Fremde bei dir, der innerhalb deiner Tore [wohnt].
11 Denn in sechs Tagen hat der HERR den Himmel und die Erde gemacht, das Meer und alles, was in ihnen ist, und er ruhte am siebten Tag; darum segnete der HERR den Sabbattag und heiligte ihn.
12 Ehre deinen Vater und deine Mutter, damit deine Tage lange währen in dem Land, das der HERR, dein Gott, dir gibt. -
13 Du sollst nicht töten. -
14 Du sollst nicht ehebrechen. -
15 Du sollst nicht stehlen. -
16 Du sollst gegen deinen Nächsten nicht als falscher Zeuge aussagen. -
17 Du sollst nicht das Haus deines Nächsten begehren. Du sollst nicht begehren die Frau deines Nächsten, noch seinen Knecht, noch seine Magd, weder sein Rind noch seinen Esel, noch irgend etwas, was deinem Nächsten [gehört].
18 Und das ganze Volk nahm den Donner wahr, die Flammen, den Hörnerschall und den rauchenden Berg. Als nun das Volk [das] wahrnahm, zitterten sie, blieben von ferne stehen
19 und sagten zu Mose: Rede du mit uns, dann wollen wir hören! Aber Gott soll nicht mit uns reden, damit wir nicht sterben.
20 Da sagte Mose zum Volk: Fürchtet euch nicht! Denn [nur] um euch zu prüfen, ist Gott gekommen, und damit die Furcht vor ihm euch vor Augen sei, damit ihr nicht sündigt.
21 So blieb denn das Volk von ferne stehen. Mose aber näherte sich dem Dunkel, wo Gott war.
22 Da sprach der HERR zu Mose: So sollst du zu den Söhnen Israel sprechen: Ihr habt selbst gesehen, dass ich vom Himmel her mit euch geredet habe.
23 Ihr sollt neben mir keine Götter aus Silber machen, auch Götter aus Gold sollt ihr euch nicht machen.
24 Einen Altar aus Erde sollst du mir machen und darauf deine Brandopfer und Heilsopfer, deine Schafe und deine Rinder darbringen. An jedem Ort, wo ich meines Namens werde gedenken lassen, werde ich zu dir kommen und dich segnen.
25 Wenn du mir aber einen Altar aus Steinen machst, dann darfst du sie nicht als behauene [Steine] aufbauen, denn du hättest deinen Meißel darüber geschwungen und ihn entweiht.
26 Du sollst auch nicht auf Stufen zu meinem Altar hinaufsteigen, damit nicht deine Blöße an ihm aufgedeckt wird.

Anschließend erhält Mose die Bestimmungen für Gottes Bund mit Israel. Nachzulesen im 2. Buch Mose (Exodus) in Kapitel 21 bis 23 (mit Versangaben:)

1 Und dies sind die Rechtsbestimmungen, die du ihnen vorlegen sollst:
2 Wenn du einen hebräischen Sklaven kaufst, soll er sechs Jahre dienen, im siebten aber soll er umsonst frei ausziehen.
3 Falls er allein gekommen ist, soll er [auch] allein ausziehen. Falls er Ehemann einer Frau war, soll seine Frau mit ihm ausziehen.
4 Falls ihm sein Herr eine Frau gegeben und sie ihm Söhne oder Töchter geboren hat, sollen die Frau und ihre Kinder ihrem Herrn gehören, und er soll allein ausziehen.
5 Falls aber der Sklave sagt: Ich liebe meinen Herrn, meine Frau und meine Kinder, ich will nicht als Freier ausziehen!,
6 so soll ihn sein Herr vor Gott bringen und ihn an die Tür oder an den Türpfosten stellen, und sein Herr soll ihm das Ohr mit einem Pfriem durchbohren; dann soll er ihm für ewig dienen.
7 Wenn jedoch jemand seine Tochter als Sklavin verkauft, soll sie nicht ausziehen, wie die Sklaven ausziehen.
8 Falls sie ihrem Herrn missfällt, der sie für sich vorgesehen hatte, lasse er sie loskaufen: er soll nicht Macht haben, sie an einen Ausländer zu verkaufen, indem er sie treulos entlässt.
9 Und falls er sie seinem Sohn bestimmt, soll er nach dem Töchterrecht an ihr handeln.
10 Falls er sich [noch] eine andere nimmt, soll er ihre Nahrung, ihre Kleidung und den ehelichen Verkehr mit ihr nicht verkürzen.
11 Falls er aber diese drei Dinge nicht an ihr tut, soll sie umsonst ausziehen, ohne Geld.
12 Wer einen Menschen [so] schlägt, dass er stirbt, muss getötet werden.
13 Hat er ihm aber nicht nachgestellt, sondern Gott hat es seiner Hand widerfahren lassen, dann werde ich dir einen Ort bestimmen, wohin er fliehen soll.
14 Doch wenn jemand an seinem Nächsten vermessen handelt, indem er ihn hinterlistig umbringt - von meinem Altar sollst du ihn wegnehmen, damit er stirbt.
15 Wer seinen Vater oder seine Mutter schlägt, muss getötet werden.
16 Wer einen Menschen raubt, sei es, dass er ihn verkauft, sei es, dass er in seiner Gewalt gefunden wird, [der] muss getötet werden.
17 Wer seinem Vater oder seiner Mutter flucht, muss getötet werden.
18 Wenn Männer [miteinander] streiten und einer den andern mit einem Stein oder mit einer Hacke schlägt, so dass er [zwar] nicht stirbt, aber bettlägerig wird:
19 falls er aufsteht und draußen an seinem Stab umhergeht, soll der Schläger straffrei bleiben. Nur muss er ihn für [die Zeit] seines Daheimsitzens entschädigen und für seine völlige Heilung sorgen.
20 Wenn jemand seinen Sklaven oder seine Sklavin mit dem Stock schlägt, so dass er ihm unter der Hand stirbt, muss er gerächt werden.
21 Nur falls er einen Tag oder zwei Tage [am Leben] bleibt, soll er nicht gerächt werden, denn er ist sein Geld.
22 Wenn Männer sich raufen und [dabei] eine schwangere Frau stoßen, so dass ihr die Leibesfrucht abgeht, aber kein [weiterer] Schaden entsteht, so muss dem Schuldigen eine Geldbuße auferlegt werden, je nachdem, [wieviel] ihm der Eheherr der Frau auferlegt, und er soll nach dem Ermessen von Schiedsrichtern geben.
23 Falls aber ein [weiterer] Schaden entsteht, so sollst du geben Leben um Leben,
24 Auge um Auge, Zahn um Zahn, Hand um Hand, Fuß um Fuß,
25 Brandmal um Brandmal, Wunde um Wunde, Strieme um Strieme.
26 Wenn jemand in das Auge seines Sklaven oder in das Auge seiner Sklavin schlägt und es zerstört, soll er ihn [zur Entschädigung] für sein Auge als Freien entlassen.
27 Auch falls er den Zahn seines Sklaven oder den Zahn seiner Sklavin ausschlägt, soll er ihn [zur Entschädigung] für seinen Zahn als Freien entlassen.
28 Wenn ein Rind einen Mann oder eine Frau stößt, so dass sie sterben, dann muss das Rind gesteinigt werden, und sein Fleisch darf nicht gegessen werden; aber der Besitzer des Rindes soll straffrei bleiben.
29 Falls jedoch das Rind schon vorher stößig war, und sein Besitzer ist gewarnt worden, hat es aber nicht verwahrt: falls es [dann] einen Mann oder eine Frau tötet, soll das Rind gesteinigt und auch sein Besitzer getötet werden.
30 Falls ihm aber ein Sühngeld auferlegt wird, so soll er als Lösegeld für sein Leben alles geben, was ihm auferlegt wird.
31 [Auch] falls es einen Sohn oder eine Tochter stößt, soll mit ihm nach dieser Rechtsordnung verfahren werden.
32 Falls das Rind einen Sklaven oder eine Sklavin stößt, soll sein Besitzer ihrem Herrn dreißig Schekel Silber geben, das Rind aber soll gesteinigt werden.
33 Wenn jemand eine Zisterne öffnet oder wenn jemand eine Zisterne gräbt und sie nicht zudeckt, und es fällt ein Rind oder ein Esel hinein,
34 dann soll es der Besitzer der Zisterne erstatten: Geld soll er seinem Besitzer zahlen, aber das tote [Tier] soll ihm gehören.
35 Wenn jemandes Rind das Rind seines Nächsten stößt, so dass es stirbt, dann sollen sie das lebende Rind verkaufen und den Erlös teilen, und auch das tote sollen sie teilen.
36 War es aber bekannt, dass das Rind [schon] vorher stößig war, und sein Besitzer hat es nicht verwahrt, so muss er ein Rind für das [andere] Rind erstatten, das tote aber soll ihm gehören.
Kapitel 22
1 \21:37\ Wenn jemand ein Rind oder ein Schaf stiehlt und es schlachtet oder verkauft, soll er fünf Rinder erstatten für das [eine] Rind und vier Schafe für das [eine] Schaf.
2 \22:1\ - Falls der Dieb beim Einbruch ertappt und geschlagen wird, so dass er stirbt, so ist es ihm keine Blutschuld.
3 \22:2\Falls aber die Sonne über ihm aufgegangen ist, ist es ihm Blutschuld. Er muss zurückerstatten. Falls er nichts hat, soll er für den [Wert des] von ihm Gestohlenen verkauft werden.
4 \22:3\Falls das Gestohlene lebend in seiner Hand gefunden wird, es sei ein Rind oder ein Esel oder ein Schaf, so soll er das Doppelte erstatten.
5 \22:4\ Wenn jemand ein Feld oder einen Weinberg abweiden lässt und seinem Vieh [dabei] freien Lauf lässt, so dass es auf dem Feld eines anderen weidet, dann soll er vom Besten seines Feldes und vom Besten seines Weinbergs erstatten.
6 \22:5\ Wenn Feuer ausbricht und Dorngestrüpp erreicht, so dass ein Garbenhaufen oder das stehende Getreide oder das Feld verzehrt wird, so muss der zurückerstatten, der den Brand angezündet hat.
7 \22:6\ Wenn jemand seinem Nächsten Geld oder Gegenstände in Verwahrung gibt und es wird aus dem Haus dieses Mannes gestohlen - falls der Dieb gefunden wird, soll er das Doppelte erstatten.
8 \22:7\Falls jedoch der Dieb nicht gefunden wird, so soll der Besitzer des Hauses vor Gott treten, [damit man erfährt], ob er nicht seine Hand nach der Habe seines Nächsten ausgestreckt hat.
9 \22:8\Bei jedem Fall von Veruntreuung an Rind, Esel, Schaf oder Kleidung, bei allem Verlorenen, von dem er sagt: Das ist es!, soll die Sache der beiden vor Gott kommen. Wen Gott schuldig erklärt, der soll seinem Nächsten das Doppelte erstatten.
10 \22:9\Wenn jemand seinem Nächsten einen Esel oder ein Rind oder ein Schaf oder irgend ein Tier in Verwahrung gibt und es stirbt oder bricht sich [einen Knochen] oder wird weggeführt [und] niemand sieht es,
11 \22:10\dann soll ein Schwur beim HERRN zwischen ihnen beiden sein, ob er nicht seine Hand nach der Habe seines Nächsten ausgestreckt hat. Dann soll sein Besitzer es annehmen, und jener braucht nichts zu erstatten.
12 \22:11\Falls es ihm jedoch wirklich gestohlen worden ist, soll er es seinem Besitzer erstatten.
13 \22:12\Falls es [aber] zerrissen worden ist, soll er es als Beweis herbeibringen; er braucht das Zerrissene nicht zu erstatten.
14 \22:13\Wenn jemand von seinem Nächsten [ein Stück Vieh] leiht und es bricht sich [einen Knochen] oder stirbt - falls sein Besitzer nicht dabei war, muss er es erstatten;
15 \22:14\falls sein Besitzer dabei war, braucht er es nicht zu erstatten. Falls es gemietet war, geht es auf den Mietpreis.
16 \22:15\ Wenn jemand eine Jungfrau betört, die nicht verlobt ist, und liegt bei ihr, muss er sie sich gegen das Heiratsgeld zur Frau erwerben.
17 \22:16\Falls sich ihr Vater hartnäckig weigert, sie ihm zu geben, soll er Geld abwiegen nach dem Heiratsgeld für Jungfrauen.
18 \22:17\ Eine Zauberin sollst du nicht am Leben lassen. -
19 \22:18\Jeder, der bei einem Tier liegt, muss getötet werden. -
20 \22:19\Wer den Göttern opfert, außer dem HERRN allein, soll mit dem Bann belegt werden.
21 \22:20\ Den Fremden sollst du weder unterdrücken noch bedrängen, denn Fremde seid ihr im Land Ägypten gewesen.
22 \22:21\Keine Witwe oder Waise dürft ihr bedrücken.
23 \22:22\Falls du sie in irgendeiner Weise bedrückst, dann werde ich, wenn sie wirklich zu mir schreien [muss], ihr Geschrei gewiss erhören,
24 \22:23\und mein Zorn wird entbrennen, und ich werde euch mit dem Schwert umbringen, so dass eure Frauen Witwen und eure Kinder Waisen werden. -
25 \22:24\Falls du [einem aus] meinem Volk, dem Elenden bei dir, Geld leihst, dann sei gegen ihn nicht wie ein Gläubiger; ihr sollt ihm keinen Zins auferlegen. -
26 \22:25\Falls du wirklich den Mantel deines Nächsten zum Pfand nimmst, sollst du ihm diesen zurückgeben, ehe die Sonne untergeht;
27 \22:26\denn er ist seine einzige Decke, seine Umhüllung für seine Haut. Worin soll er [sonst] liegen? Wenn er dann zu mir schreit, wird es geschehen, dass ich ihn erhören werde, denn ich bin gnädig. -
28 \22:27\ Gott sollst du nicht lästern, und einem Fürsten in deinem Volk sollst du nicht fluchen.
29 \22:28\ Mit der Fülle deines Getreides und dem Ausfluss deiner Kelter sollst du nicht zögern. - Den Erstgeborenen unter deinen Söhnen sollst du mir geben.
30 \22:29\Ebenso sollst du es mit deinem Rind [und] deinen Schafen halten; sieben Tage mag es bei seiner Mutter bleiben, am achten Tag sollst du es mir geben. -
31 \22:30\Heilige Menschen sollt ihr mir sein: so dürft ihr Fleisch, das auf dem Feld zerrissen worden ist, nicht essen; den Hunden sollt ihr es vorwerfen.
Kapitel 23
1 Du sollst kein falsches Gerücht aufnehmen. Du sollst deine Hand nicht dem Schuldigen reichen, um als falscher Zeuge aufzutreten.
2 Du sollst der Menge nicht folgen zum Bösen. Und du sollst bei einem Rechtsstreit nicht antworten, indem du dich nach der Mehrheit richtest und so [das Recht] beugst.
3 Auch den Geringen sollst du in seinem Rechtsstreit nicht begünstigen. -
4 Wenn du das Rind deines Feindes oder seinen Esel umherirrend antriffst, sollst du sie ihm auf jeden Fall zurückbringen.
5 Wenn du den Esel deines Hassers unter seiner Last zusammengebrochen siehst, dann lass ihn nicht ohne Beistand; du sollst ihn mit ihm zusammen aufrichten. -
6 Du sollst das Recht eines Armen deines Volkes in seinem Rechtsstreit nicht beugen.
7 Von einer betrügerischen Angelegenheit halte dich fern. Und den Unschuldigen und Gerechten sollst du nicht umbringen, denn ich werde dem Schuldigen nicht recht geben.
8 Ein Bestechungsgeschenk nimm nicht an; denn das Bestechungsgeschenk macht Sehende blind und verdreht die Sache der Gerechten.
9 Und den Fremden sollst du nicht bedrücken. Ihr wisst ja selbst, wie es dem Fremden zumute ist, denn Fremde seid ihr im Land Ägypten gewesen.
10 Sechs Jahre sollst du dein Land besäen und seinen Ertrag einsammeln.
11 Aber im siebten sollst du es brachliegen lassen und nicht bestellen, damit die Armen deines Volkes davon essen. Und was sie übriglassen, mögen die Tiere des Feldes fressen. Ebenso sollst du es mit deinem Weinberg [und] mit deinem Ölbaum[garten] halten.
12 Sechs Tage sollst du deine Arbeiten verrichten. Aber am siebten Tag sollst du ruhen, damit dein Rind und dein Esel ausruhen und der Sohn deiner Magd und der Fremde Atem schöpfen.
13 Habt acht auf euch in allem, was ich euch gesagt habe! Den Namen anderer Götter aber dürft ihr nicht bekennen; er soll in deinem Mund nicht gehört werden.
14 Dreimal im Jahr sollst du mir ein Fest feiern.
15 Das Fest der ungesäuerten Brote sollst du halten: sieben Tage sollst du ungesäuertes Brot essen, wie ich dir geboten habe, zur festgesetzten Zeit im Monat Abib, denn in diesem bist du aus Ägypten gezogen. Und man soll nicht mit leeren Händen vor meinem Angesicht erscheinen.
16 Ferner das Fest der Ernte, der Erstlinge [vom Ertrag] deiner Arbeit, dessen, was du auf dem Feld säen wirst; und das Fest des Einsammelns am Ende des Jahres, wenn du deinen Arbeitsertrag vom Feld einsammelst.
17 Dreimal im Jahr soll alles unter euch, was männlich ist, vor dem Angesicht des Herrn HERRN erscheinen.
18 Du darfst das Blut meines Schlachtopfers nicht zusammen mit Gesäuertem darbringen; und das Fett meines Festopfers soll nicht über Nacht bleiben bis zum nächsten Morgen.
19 Das Erste von den Erstlingen deines Ackers sollst du in das Haus des HERRN, deines Gottes, bringen.
20 Siehe, ich sende einen Engel vor dir her, damit er dich auf dem Weg bewahrt und dich an den Ort bringt, den ich [für dich] bereitet habe.
21 Hüte dich vor ihm, höre auf seine Stimme und widersetze dich ihm nicht! Denn er wird euer Vergehen nicht vergeben, denn mein Name ist in ihm.
22 Doch wenn du willig auf seine Stimme hörst und alles tust, was ich sage, dann werde ich Feind deiner Feinde sein und deine Bedränger bedrängen.
23 Denn mein Engel wird vor dir hergehen und wird dich bringen zu den Amoritern, Hetitern, Perisitern, Kanaanitern, Hewitern und Jebusitern; und ich werde sie austilgen.
24 Du sollst dich vor ihren Göttern nicht niederwerfen und ihnen nicht dienen, und du sollst nicht nach ihren Taten tun, sondern du sollst sie ganz und gar niederreißen und ihre Gedenksteine völlig zertrümmern.
25 Und ihr sollt dem HERRN, eurem Gott, dienen: so wird er dein Brot und dein Wasser segnen, und ich werde [alle] Krankheit aus deiner Mitte entfernen.
26 Keine [Frau] in deinem Land wird eine Fehlgeburt haben oder unfruchtbar sein; die Zahl deiner Tage werde ich erfüllen.
27 Meinen Schrecken werde ich vor dir her senden und alle Völker, zu denen du kommst, in Verwirrung bringen, und ich werde dir den Rücken all deiner Feinde zukehren.
28 Auch werde ich Angst vor dir her senden, damit sie die Hewiter, Kanaaniter und Hetiter vor dir vertreibt.
29 Nicht in einem Jahr werde ich sie vor dir vertreiben, damit das Land nicht eine Öde wird und die wilden Tiere zu deinem Schaden überhandnehmen.
30 Nach und nach werde ich sie vor dir vertreiben, bis du so fruchtbar geworden bist, dass du das Land in Besitz nehmen kannst.
31 Und ich werde deine Grenze festsetzen: [sie soll reichen] vom Schilfmeer bis an das Meer der Philister und von der Wüste bis an den Strom, denn ich werde die Bewohner des Landes in deine Hand geben, so dass du sie vor dir vertreiben wirst.
32 Du sollst mit ihnen und mit ihren Göttern keinen Bund schließen.
33 Sie sollen nicht in deinem Land wohnen bleiben, damit sie dich nicht zur Sünde gegen mich verführen; denn [dann] würdest du ihren Göttern dienen, und es würde dir zu einer Falle sein.

Gott schließt also seinen Bund mit Israel. Mose lässt einen Altar bauen und Opfer schlachten. Das Volk wird mit Blut besprengt. Die 70 Ältesten des Volkes essen das Opfermahl in der Gegenwart Gottes. Mose geht zurück auf den Berg Sinai und bleibt 40 Tage dort. Nachzulesen im 2. Buch Mose (Exodus) im 24. Kapitel:

1 Und [der HERR] sprach zu Mose: Steig zum HERRN herauf, du und Aaron, Nadab und Abihu und siebzig von den Ältesten Israels, und betet an von ferne!
2 Aber Mose allein soll zum HERRN herantreten, sie aber dürfen nicht herantreten, und das Volk soll nicht mit ihm heraufsteigen.
3 Darauf kam Mose und erzählte dem Volk alle Worte des HERRN und alle Rechtsbestimmungen. Und das ganze Volk antwortete mit einer Stimme und sagte: Alle Worte, die der HERR geredet hat, wollen wir tun.
4 Da schrieb Mose alle Worte des HERRN auf. Am [nächsten] Morgen aber machte er sich früh auf und errichtete einen Altar unten am Berg und zwölf Denksteine nach den zwölf Stämmen Israels.
5 Dann sandte er junge Männer aus den Söhnen Israel hin; die brachten Brandopfer dar und schlachteten Jungstiere als Heilsopfer für den HERRN.
6 Und Mose nahm die Hälfte des Blutes und tat es in Schalen, die [andere] Hälfte des Blutes aber sprengte er an den Altar.
7 Und er nahm das Buch des Bundes und las es vor den Ohren des Volkes. Und sie sagten: Alles, was der HERR geredet hat, wollen wir tun und gehorchen.
8 Darauf nahm Mose das Blut, besprengte damit das Volk und sagte: Siehe, das Blut des Bundes, den der HERR auf all diese Worte mit euch geschlossen hat!
9 Da stiegen Mose und Aaron, Nadab und Abihu und siebzig von den Ältesten Israels hinauf,
10 und sie sahen den Gott Israels. Und unter seinen Füßen war es wie Arbeit in Saphirplatten und wie der Himmel selbst an Klarheit.
11 Gegen die Edlen der Söhne Israel aber streckte er seine Hand nicht aus, sondern sie schauten Gott und aßen und tranken.
12 Und der HERR sprach zu Mose: Steig zu mir herauf auf den Berg und sei dort, damit ich dir die steinernen Tafeln, das Gesetz und das Gebot gebe, das ich geschrieben habe, um sie zu unterweisen!
13 Da machte Mose sich mit seinem Diener Josua auf, und Mose stieg auf den Berg Gottes.
14 Zu den Ältesten aber sagte er: Wartet hier auf uns, bis wir zu euch zurückkehren! Siehe, Aaron und Hur sind ja bei euch: wer eine Rechtssache hat, trete zu ihnen!
15 Als nun Mose auf den Berg stieg, bedeckte die Wolke den Berg.
16 Und die Herrlichkeit des HERRN ließ sich auf den Berg Sinai nieder, und die Wolke bedeckte ihn sechs Tage; und am siebten Tag rief er Mose aus der Mitte der Wolke [zu sich].
17 Das Aussehen der Herrlichkeit des HERRN aber war vor den Augen der Söhne Israel wie ein verzehrendes Feuer auf dem Gipfel des Berges.
18 Mose jedoch ging mitten in die Wolke hinein und stieg auf den Berg; und Mose war vierzig Tage und vierzig Nächte auf dem Berg.

In diesen 40 Tagen erhält Mose von Gott die Anweisungen über das Heiligtum. Nachzulesen im 2. Buch Mose (Exodus) Kapitel 25 bis 30 (mit Versangaben):

1 Und der HERR redete zu Mose und sprach:
2 Rede zu den Söhnen Israel [und sage ihnen], sie sollen ein Hebopfer für mich nehmen! Von jedem, dessen Herz ihn antreibt, sollt ihr mein Hebopfer nehmen.
3 Dies aber ist das Hebopfer, das ihr von ihnen nehmen sollt: Gold, Silber und Bronze,
4 violetter und roter Purpur, Karmesinstoff, Byssus und Ziegenhaar,
5 rotgefärbte Widderfelle, Häute von Delphinen und Akazienholz;
6 Öl für den Leuchter, Balsamöle für das Salböl und für das wohlriechende Räucherwerk;
7 Onyxsteine und [andere] Edelsteine zum Einsetzen für das Ephod und die Brusttasche.
8 Und sie sollen mir ein Heiligtum machen, damit ich in ihrer Mitte wohne.
9 Nach allem, was ich dir zeige, [nämlich] dem Urbild der Wohnung und dem Urbild all ihrer Geräte, danach sollt ihr es machen.
10 So sollen sie nun eine Lade aus Akazienholz machen: zweieinhalb Ellen sei ihre Länge, anderthalb Ellen ihre Breite und anderthalb Ellen ihre Höhe.
11 Die sollst du mit reinem Gold überziehen - von innen und außen sollst du sie überziehen - und auf ihr ringsum eine goldene Kante anbringen.
12 Giesse für sie auch vier goldene Ringe und befestige sie an ihren vier Füßen, und zwar zwei Ringe an ihrer einen Längsseite und zwei Ringe an ihrer anderen Längsseite!
13 Und du sollst Stangen aus Akazienholz anfertigen und sie mit Gold überziehen.
14 Diese Stangen stecke in die Ringe an den Seiten der Lade, damit man die Lade mit ihnen tragen kann!
15 Die Stangen sollen in den Ringen der Lade bleiben, sie dürfen nicht von ihr entfernt werden.
16 In die Lade aber lege das Zeugnis, das ich dir geben werde.
17 Dann sollst du eine Deckplatte aus reinem Gold herstellen: zweieinhalb Ellen sei ihre Länge und anderthalb Ellen ihre Breite.
18 Und mache zwei goldene Cherubim; in getriebener Arbeit sollst du sie machen an den beiden Enden der Deckplatte,
19 und zwar sollst du einen Cherub am Ende hier und einen Cherub am Ende dort machen. Aus [einem Stück mit] der Deckplatte sollt ihr die Cherubim machen an ihren beiden Enden.
20 Und die Cherubim sollen die Flügel nach oben ausbreiten, die Deckplatte mit ihren Flügeln überdeckend, während ihre Gesichter einander zugewandt sind. Der Deckplatte sollen die Gesichter der Cherubim zu[gewandt] sein.
21 Lege die Deckplatte oben auf die Lade! In die Lade aber sollst du das Zeugnis legen, das ich dir geben werde.
22 Und dort werde ich mich dir zu erkennen geben und von der Deckplatte herab, zwischen den beiden Cherubim hervor, die auf der Lade des Zeugnisses sind, alles zu dir reden, was ich dir für die Söhne Israel auftragen werde.
23 Und du sollst einen Tisch aus Akazienholz machen: zwei Ellen sei seine Länge, eine Elle seine Breite und anderthalb Ellen seine Höhe.
24 Den überzieh mit reinem Gold und bringe an ihm ringsum eine goldene Kante an!
25 Mache [an] ihm ringsum eine Leiste von einer Handbreit und bringe an seiner Leiste ringsum eine goldene Kante an!
26 Mache für ihn auch vier goldene Ringe und befestige die Ringe an den vier Seiten seiner vier Füße!
27 Dicht an der Leiste sollen die Ringe sein als Ösen für die Stangen, damit man den Tisch tragen kann.
28 Die Stangen aber sollst du aus Akazienholz machen und sie mit Gold überziehen, und der Tisch soll daran getragen werden.
29 Fertige auch seine Schüsseln, seine Schalen, seine Kannen und seine Opferschalen an, mit denen man [Trankopfer] ausgießt! Aus reinem Gold sollst du sie herstellen.
30 Auf den Tisch aber sollst du beständig vor mein Angesicht Schaubrote legen.
31 Und du sollst einen Leuchter aus reinem Gold machen. In getriebener Arbeit soll der Leuchter gemacht werden, sein Fußgestell und seine Schaftröhre. Seine Kelche, Knäufe und Blüten sollen aus [einem Stück mit] ihm sein.
32 Sechs Arme sollen von seinen [beiden] Seiten ausgehen: drei Arme des Leuchters aus seiner einen Seite und drei Arme des Leuchters aus seiner andern Seite.
33 Drei Kelche in der Form von Mandelblüten seien an dem einen Arm, [aus] Knauf und Blüte [bestehend], und drei Kelche in der Form von Mandelblüten am nächsten Arm, [aus] Knauf und Blüte [bestehend]; so sei es an den sechs Armen, die vom Leuchter ausgehen.
34 Am Leuchter aber sollen vier Kelche sein in der Form von Mandelblüten, [aus] seinen Knäufen und Blüten [bestehend];
35 und zwar ein Knauf unter den [ersten] zwei von ihm [ausgehenden] Armen, ein Knauf unter den [nächsten] zwei von ihm [ausgehenden] Armen und [wieder] ein Knauf unter den [dritten] zwei von ihm [ausgehenden] Armen; [so sei es] an den sechs Armen, die vom Leuchter ausgehen.
36 Ihre Knäufe und Arme sollen aus [einem Stück mit] ihm sein. Der ganze [Leuchter] sei eine getriebene Arbeit, aus reinem Gold.
37 Und fertige seine sieben Lampen an, und man soll seine Lampen daraufsetzen, so dass [jede] auf die ihm gegenüberliegende Seite leuchtet.
38 Auch ihre Dochtscheren und Feuerbecken [sollst] du aus reinem Gold [herstellen].
39 Aus einem Talent reinen Goldes soll man ihn machen mit all diesen Geräten.
40 Und sieh zu, dass du [alles] nach ihrem Urbild machst, das dir auf dem Berg gezeigt worden ist!
Kapitel 26
1 Die Wohnung aber sollst du aus zehn Zeltdecken machen. Aus gezwirntem Byssus, violettem und rotem Purpur und Karmesinstoff sollst du sie machen, mit Cherubim, als Kunststickerarbeit.
2 Die Länge einer Zeltdecke sei 28 Ellen und vier Ellen die Breite einer Zeltdecke: ein Maß für alle Zeltdecken.
3 Fünf Zeltdecken sollen miteinander verbunden sein und [auch die übrigen] fünf Zeltdecken sollen miteinander verbunden sein.
4 Am Saum der einen Zeltdecke, am Ende der [einen] Verbindungsstelle, bringe Schleifen aus violettem Purpur an! Und ebenso sollst du es machen an dem Saum der äußersten Zeltdecke an der andern Verbindungsstelle:
5 fünfzig Schleifen sollst du an der einen Zeltdecke anbringen, und fünfzig Schleifen sollst du am Ende der Zeltdecke anbringen, die sich an der andern Verbindungsstelle befindet; die Schleifen [sollen] einander gegenüber[stehen]. 6 Stelle fünfzig goldene Haken her und verbinde die Zeltdecken durch die Haken miteinander, so dass die Wohnung ein [Ganzes] wird!
7 Und du sollst Zeltdecken aus Ziegenhaar machen als Zeltdach über der Wohnung; elf solcher Zeltdecken sollst du machen.
8 Die Länge einer Zeltdecke sei dreißig Ellen und vier Ellen die Breite einer Zeltdecke: ein Maß für die elf Zeltdecken.
9 Verbinde fünf Zeltdecken für sich und [ebenso] die [übrigen] sechs Zeltdecken für sich, und die sechste Zeltdecke an der Vorderseite des Zeltes lege doppelt!
10 Bringe auch fünfzig Schleifen am Saum der einen Zeltdecke an, der äußersten, an der [einen] Verbindungsstelle, und fünfzig Schleifen am Saum der [äußersten] Zeltdecke der anderen Verbindungsstelle!
11 Dann stelle fünfzig bronzene Haken her, führe die Haken in die Schleifen ein und füge das Zeltdach zusammen, so dass es ein [Ganzes] wird!
12 Das Überhängende aber, das an den Decken des Zeltes übrig ist, die halbe Zeltdecke, die übrig ist, soll über der Rückseite der Wohnung hängen.
13 Und von dem, was an der Länge der Decken des Zeltes übrig ist, sollen die Ellen auf der einen und die Ellen auf der anderen [Seite] an beiden Seiten der Wohnung überhängen, um sie zu bedecken.
14 Und fertige für das Zelt eine Decke aus rotgefärbten Widderfellen an und oben darüber eine Decke aus Häuten von Delphinen!
15 Die Bretter für die Wohnung sollst du aus Akazienholz herstellen - aufrechtstehend;
16 zehn Ellen sei die Länge eines Brettes und anderthalb Ellen die Breite eines Brettes;
17 ein Brett soll zwei Zapfen haben, einer dem andern gegenüber eingefügt: so sollst du es an allen Brettern der Wohnung machen.
18 Und zwar sollst du an Brettern für die Wohnung zwanzig Bretter für die Südseite machen, nach Süden zu,
19 und unter den zwanzig Brettern vierzig silberne Fußgestelle anbringen: zwei Fußgestelle unter einem Brett für seine zwei Zapfen und [wieder] zwei Fußgestelle unter einem Brett für seine zwei Zapfen.
20 Auch für die andere Längsseite der Wohnung, für die Nordseite, [sollst du] zwanzig Bretter
21 und ihre vierzig silbernen Fußgestelle [anfertigen]: zwei Fußgestelle unter einem Brett und [wieder] zwei Fußgestelle unter einem Brett.
22 Für die Rückseite der Wohnung aber, nach Westen zu, sollst du sechs Bretter machen.
23 Stelle auch zwei Bretter für die Ecken der Wohnung an der Rückseite her!
24 Sie sollen von unten herauf doppelt und an ihrem Oberteil ganz beieinander sein [bis] zu einem Ring; so soll es mit ihnen beiden sein, für die beiden Ecken sollen sie sein.
25 Es sollen also acht Bretter sein und ihre silbernen Fußgestelle, sechzehn Fußgestelle: zwei Fußgestelle [seien] unter einem Brett und [wieder] zwei Fußgestelle unter einem Brett.
26 Und fertige Riegel aus Akazienholz an: fünf für die Bretter der einen Längsseite der Wohnung,
27 fünf Riegel für die Bretter der anderen Längsseite der Wohnung und fünf Riegel für die Bretter der Seite der Wohnung, [die] die Rückseite [bildet], nach Westen zu!
28 Und der mittlere Riegel in der Mitte der Bretter soll von einem Ende zum andern durchlaufen.
29 Die Bretter aber sollst du mit Gold überziehen. Und ihre Ringe, die Ösen für die Riegel, sollst du aus Gold machen, auch die Riegel überziehe mit Gold!
30 So errichte denn die Wohnung nach ihrem Bauplan, wie er dir auf dem Berg gezeigt worden ist!
31 Und du sollst einen Vorhang anfertigen aus violettem und rotem Purpur und Karmesinstoff und gezwirntem Byssus; in Kunststickerarbeit soll man ihn machen, mit Cherubim.
32 Den hänge an vier Säulen aus Akazienholz auf, die mit Gold überzogen sind - [auch] ihre Nägel [sollen] aus Gold [sein] - [und die] auf vier silbernen Fußgestellen [stehen].
33 Und zwar sollst du den Vorhang unter den Haken anbringen. Und bringe dorthin, auf die Innenseite [hinter] dem Vorhang, die Lade des Zeugnisses! So soll der Vorhang für euch das Heilige und das Allerheiligste [voneinander] scheiden.
34 Und die Deckplatte sollst du auf die Lade des Zeugnisses im Allerheiligsten legen.
35 Den Tisch aber stelle außerhalb des Vorhangs und den Leuchter dem Tisch gegenüber an die Seite der Wohnung, [die] nach Süden zu [liegt]; und den Tisch sollst du an die Nordseite stellen.
36 Dann mache für den Eingang des Zeltes einen Vorhang aus violettem und rotem Purpur, Karmesinstoff und gezwirntem Byssus in Buntwirkerarbeit.
37 Für diesen Vorhang stelle fünf Säulen aus Akazienholz her und überzieh sie mit Gold - [auch] ihre Nägel sollen aus Gold sein - und gieße für sie fünf bronzene Fußgestelle!
Kapitel 27
1 Den Altar sollst du aus Akazienholz machen, fünf Ellen lang und fünf Ellen breit - viereckig soll der Altar sein - und drei Ellen hoch.
2 Seine Hörner mache an seinen vier Ecken - seine Hörner sollen aus [einem Stück mit] ihm sein - und überziehe ihn mit Bronze!
3 Fertige auch seine Töpfe an, [die man braucht], um ihn von der Fettasche zu reinigen, und seine Schaufeln, seine Sprengschalen, seine Fleischgabeln und seine Feuerbecken! Für all seine Geräte sollst du Bronze verwenden.
4 Und mache für ihn ein bronzenes Gitter wie ein Netz, befestige an dem Netz[gitter] vier bronzene Ringe an seinen vier Ecken
5 und setze es unter die Einfassung des Altars, von unten her, dass das Netz bis zur halben Höhe des Altars reicht!
6 Mache auch Stangen für den Altar, Stangen aus Akazienholz, und überzieh sie mit Bronze!
7 Diese seine Stangen sollen in die Ringe gesteckt werden, so dass die Stangen an beiden Seiten des Altars sind, wenn man ihn trägt.
8 Aus Brettern sollst du ihn anfertigen - [innen] hohl. Wie es dir auf dem Berg gezeigt worden ist, so soll man ihn machen.
9 Und du sollst den Vorhof der Wohnung machen: an der Südseite, nach Süden zu, für den Vorhof Behänge aus gezwirntem Byssus, auf der einen Seite hundert Ellen lang.
10 Seine zwanzig Säulen und ihre zwanzig Fußgestelle [mache] aus Bronze, die Nägel der Säulen und ihre Bindestäbe aus Silber!
11 Und ebenso sollen an der Nordseite der Länge nach Behänge sein, hundert [Ellen] lang; seine zwanzig Säulen und ihre zwanzig Fußgestelle aus Bronze, die Nägel der Säulen und ihre Bindestäbe aus Silber.
12 Und die Breite des Vorhofs an der Westseite [soll] an Behängen fünfzig Ellen [betragen], mit ihren zehn Säulen und ihren zehn Fußgestellen.
13 Auch die Breite des Vorhofs an der östlichen, dem Sonnenaufgang zugekehrten Seite, [soll] fünfzig Ellen [betragen]:
14 fünfzehn Ellen Behänge seien auf der einen Seite mit ihren drei Säulen und ihren drei Fußgestellen,
15 und [auch] auf der anderen Seite fünfzehn [Ellen] Behänge, ihre drei Säulen und ihre drei Füße.
16 Das Tor des Vorhofs aber soll einen Vorhang von zwanzig Ellen haben, aus violettem und rotem Purpur, Karmesinstoff und gezwirntem Byssus, in Buntwirkerarbeit, ihre vier Säulen und ihre vier Füße.
17 Alle Säulen des Vorhofs ringsum [sollen] mit silbernen Bindestäben versehen [sein], ihre Nägel [seien aus] Silber und ihre Fußgestelle [aus] Bronze.
18 Die Länge des Vorhofs [betrage] hundert Ellen, die Breite fünfzig gegen fünfzig und die Höhe fünf Ellen: [alle Behänge seien aus] gezwirntem Byssus, ihre Fußgestelle aber [aus] Bronze.
19 Alle Geräte der Wohnung für den ganzen Dienst in ihr, auch all ihre Pflöcke und alle Pflöcke des Vorhofs sollen [aus] Bronze sein.
20 Du nun gebiete den Söhnen Israel, dass sie dir reines Öl aus zerstoßenen Oliven für den Leuchter bringen, damit man beständig eine Lampe daraufsetzen kann!
21 Im Zelt der Begegnung, außerhalb des Vorhangs, der vor dem Zeugnis ist, sollen Aaron und seine Söhne sie herrichten, [damit sie] vom Abend bis zum Morgen vor dem HERRN [brennt]. [Das ist] bei den Söhnen Israel eine ewige Ordnung für [all] ihre Generationen.
Kapitel 28
1 Du aber lass deinen Bruder Aaron und seine Söhne mit ihm aus der Mitte der Söhne Israel zu dir herantreten, damit er mir den Priesterdienst ausübt, Aaron [und mit ihm] Nadab und Abihu, Eleasar und Itamar, die Söhne Aarons.
2 Und fertige heilige Kleider für deinen Bruder Aaron an, [ihm] zur Ehre und zum Schmuck!
3 Du sollst zu allen reden, die ein verständiges Herz haben, das ich mit dem Geist der Weisheit erfüllt habe, [und ihnen sagen,] dass sie die Kleider Aarons machen sollen, um ihn zu heiligen, damit er mir den Priesterdienst ausübt.
4 Dies aber sind die Kleider, die sie anfertigen sollen: eine Brusttasche und ein Ephod und ein Oberkleid, einen Leibrock aus gewirktem [Stoff], einen Kopfbund und einen Gürtel. Diese heiligen Kleider sollen sie für deinen Bruder Aaron und für seine Söhne anfertigen, damit er mir den Priesterdienst ausübt.
5 Und [dazu] sollen sie das Gold, den violetten und roten Purpur, den Karmesinstoff und den Byssus nehmen.
6 So sollen sie nun das Ephod aus Gold, violettem und rotem Purpur, Karmesinstoff und gezwirntem Byssus, in Kunststickerarbeit machen.
7 Es soll an seinen beiden Rändern zwei zusammenfügbare Schulterstücke haben, und man füge es [mit ihnen] zusammen.
8 Und der Gurt, mit dem es angelegt wird, der [sich] oben [befindet], soll von gleicher Arbeit [und] aus [einem Stück] mit ihm sein: aus Gold, violettem und rotem Purpur, Karmesinstoff und gezwirntem Byssus.
9 Und du sollst zwei Onyxsteine nehmen und die Namen der Söhne Israel darauf eingravieren:
10 sechs ihrer Namen auf dem einen Stein und die sechs übrigen Namen auf dem andern Stein nach der Reihenfolge ihrer Geburt.
11 In Steinschneidearbeit, als Siegelgravur sollst du die beiden Steine stechen nach den Namen der Söhne Israel. Mit goldenen Einfassungen umgeben sollst du sie anfertigen.
12 Dann setze die beiden Steine [oben] auf die Schulterstücke des Ephods, als Steine des Gedenkens für die Söhne Israel! Und Aaron soll ihre Namen auf seinen beiden Schultern tragen vor dem HERRN zum Gedenken.
13 Weiter stelle goldene Einfassungen
14 und zwei Ketten aus reinem Gold her! Als Schnüre sollst du sie herstellen, in Seilerarbeit, und die seil[förmigen] Ketten an den Einfassungen befestigen.
15 Und mache die Brusttasche für den Rechtsspruch in Kunststickerarbeit! Wie die Arbeit des Ephods sollst du sie anfertigen: aus Gold, violettem und rotem Purpur, Karmesinstoff und gezwirntem Byssus sollst du sie machen.
16 Viereckig soll sie sein, doppelt gelegt, eine Spanne ihre Länge und eine Spanne ihre Breite.
17 Und besetze sie mit eingesetzten Steinen, vier Reihen von Steinen: eine Reihe Karneol, Topas und Smaragd, die erste Reihe;
18 die zweite Reihe: Rubin, Saphir und Jaspis;
19 und die dritte Reihe: Hyazinth, Achat und Amethyst;
20 und die vierte Reihe: Türkis und Onyx und Nephrit! Mit Gold sollen sie eingefasst sein in ihren Einsetzungen.
21 Die Steine sollen also den Namen der Söhne Israel entsprechen, zwölf [an der Zahl], entsprechend ihren Namen; in Siegelgravur sollen sie [hergestellt] werden, jeder seinem Namen entsprechend für die zwölf Stämme.
22 Mache an der Brusttasche gedrehte Ketten in Seilerarbeit, aus reinem Gold;
23 und zwar sollst du an der Brusttasche zwei goldene Ringe anbringen, indem du die beiden Ringe an den beiden [oberen] Enden der Brusttasche befestigst
24 und die zwei goldenen Schnüre an den beiden Ringen an den Enden der Brusttasche befestigst.
25 Die beiden [anderen] Enden der zwei Schnüre aber sollst du an den beiden Einfassungen befestigen und sie [so] an den Schulterstücken des Ephods befestigen, an seiner Vorderseite.
26 Und stelle zwei [andere] goldene Ringe her und befestige sie an den beiden [unteren] Enden der Brusttasche, an ihrem Rand, der dem Ephod zugekehrt ist, auf der Innenseite!
27 Dann mache [noch] zwei goldene Ringe und befestige sie unten an den beiden Schulterstücken des Ephods, an seiner Vorderseite, dicht an seiner Zusammenfügung [mit den Schulterstücken] oberhalb des Gurtes vom Ephod.
28 Und man soll die Brusttasche von ihren Ringen aus mit einer Schnur von violettem Purpur an den Ringen des Ephods festbinden, damit sie über dem Gurt des Ephods sitzt und die Brusttasche sich nicht von [der Stelle] über dem Ephod verschiebt.
29 So soll Aaron an der Brusttasche für den Rechtsspruch die Namen der Söhne Israel auf seinem Herzen tragen, wenn er ins Heiligtum hineingeht, um sie beständig vor dem HERRN in Erinnerung zu bringen.
30 In die Brusttasche für den Rechtsspruch aber lege die Urim und die Tummim, damit sie auf dem Herzen Aarons sind, wenn er vor den HERRN hineingeht! So soll Aaron den Rechtsspruch für die Söhne Israel beständig vor dem HERRN auf seinem Herzen tragen.
31 Mache das Oberkleid des Ephods ganz aus violettem Purpur!
32 Seine Kopföffnung soll in seiner Mitte sein, [und] einen Rand in Weberarbeit soll es ringsum an seiner Öffnung haben. Wie die Öffnung eines Lederpanzers soll sie für ihn sein, damit es nicht einreißt.
33 An seinem [unteren] Saum sollst du Granatäpfel aus violettem und rotem Purpur und Karmesinstoff anbringen, ringsum an seinem Saum, und zwischen ihnen ringsum goldene Glöckchen:
34 [erst] ein goldenes Glöckchen, dann einen Granatapfel [und wieder] ein goldenes Glöckchen und einen Granatapfel ringsum an dem Saum des Oberkleides.
35 Und Aaron soll es anhaben, um [darin] den Dienst zu verrichten, und der Klang soll gehört werden, wenn er ins Heiligtum hineingeht vor den HERRN, und wenn er herausgeht, damit er nicht stirbt.
36 Und stelle aus reinem Gold ein [blumenförmiges] Stirnblatt her und graviere darauf mit Siegelgravur ein: Heiligkeit dem HERRN!
37 Das hänge an eine Schnur aus violettem Purpur, so dass es sich am Kopfbund befindet! An der Vorderseite des Kopfbundes soll es sein.
38 So sei es auf der Stirn Aarons, damit Aaron die Schuld der heiligen Dinge trage, die die Söhne Israel heiligen werden, bei allen Gaben ihrer heiligen Dinge. Und es soll beständig an seiner Stirn sein zum Gefallen für sie vor dem HERRN.
39 Den Leibrock aber webe aus Byssus, gemustert, und mache einen Kopfbund aus Byssus! Dazu sollst du einen Gürtel in Buntwirkerarbeit anfertigen.
40 Auch den Söhnen Aarons sollst du Leibröcke machen und Gürtel für sie anfertigen, und hohe Turbane sollst du ihnen machen zur Ehre und zum Schmuck.
41 Und du sollst deinen Bruder Aaron damit bekleiden und seine Söhne mit ihm. Dann sollst du sie salben und ihnen die Hände füllen und sie heiligen, damit sie mir den Priesterdienst ausüben.
42 Ferner mache ihnen leinene Beinkleider, um das Fleisch der Blöße zu bedecken! Von den Hüften bis zu den Oberschenkeln sollen sie reichen.
43 Und Aaron und seine Söhne sollen sie anhaben, wenn sie in das Zelt der Begegnung hineingehen oder wenn sie an den Altar herantreten, um den Dienst im Heiligtum zu verrichten, damit sie nicht eine Schuld auf sich laden und sterben. [Das ist] eine ewige Ordnung für ihn und für seine Nachkommenschaft nach ihm.
Kapitel 29
1 Und dies ist es, was du mit ihnen tun sollst, sie zu heiligen, damit sie mir den Priesterdienst ausüben: Nimm einen Jungstier, ein Rind und zwei Widder ohne Fehler,
2 dazu ungesäuertes Brot und ungesäuerte, mit Öl gemengte Kuchen sowie ungesäuerte, mit Öl bestrichene Fladen; aus Weizengrieß sollst du sie machen.
3 Dann lege sie in einen Korb und bringe sie in dem Korb dar, und den Jungstier und die zwei Widder!
4 Aaron und seine Söhne aber sollst du an den Eingang des Zeltes der Begegnung herantreten lassen und sie mit Wasser waschen.
5 Darauf sollst du die Kleider nehmen und Aaron bekleiden mit dem Leibrock, dem Oberkleid des Ephods, dem Ephod und der Brusttasche und ihm den Gurt des Ephods umbinden.
6 Dann setze ihm den Kopfbund auf sein Haupt und befestige das heilige Diadem am Kopfbund,
7 nimm das Salböl, gieße es auf sein Haupt und salbe ihn!
8 Auch seine Söhne sollst du herantreten lassen und sie mit Leibröcken bekleiden.
9 Dann umgürte sie mit dem Gürtel, Aaron und seine Söhne, und binde ihnen die hohen Turbane um! So soll ihnen das Priesteramt zu einer ewigen Ordnung sein. Und du sollst Aaron und seinen Söhnen die Hände füllen.
10 Auch sollst du den Jungstier vor das Zelt der Begegnung heranführen, und Aaron und seine Söhne sollen ihre Hände auf den Kopf des Jungstiers legen.
11 Dann schlachte den Jungstier vor dem HERRN, am Eingang des Zeltes der Begegnung,
12 nimm von dem Blut des Jungstiers und tu es mit deinem Finger an die Hörner des Altars, und alles [übrige] Blut sollst du an den Fuß des Altars gießen!
13 Und nimm alles Fett, das die Eingeweide bedeckt, dazu den Lappen über der Leber und die beiden Nieren und das Fett, das an ihnen ist, und lass [dies alles] auf dem Altar als Rauch aufsteigen!
14 Das Fleisch des Jungstiers aber samt seiner Haut und dem Inhalt seines Magens sollst du außerhalb des Lagers verbrennen: ein Sündopfer ist es.
15 [Danach] nimm den einen Widder, und Aaron und seine Söhne sollen ihre Hände auf den Kopf des Widders legen,
16 dann sollst du den Widder schlachten und sein Blut nehmen und es ringsum an den Altar sprengen.
17 Und du sollst den Widder in seine Stücke zerlegen, seine Eingeweide und seine Unterschenkel waschen und sie auf seine Stücke und auf seinen Kopf legen.
18 Den ganzen Widder aber sollst du auf dem Altar als Rauch aufsteigen lassen: ein Brandopfer für den HERRN ist es, ein wohlgefälliger Geruch. Ein Feueropfer ist es für den HERRN.
19 Und nimm den zweiten Widder, und Aaron und seine Söhne sollen ihre Hände auf den Kopf des Widders legen!
20 Dann sollst du den Widder schlachten und von seinem Blut [etwas] nehmen und es auf das rechte Ohrläppchen Aarons und auf das rechte Ohrläppchen seiner Söhne tun, auch auf den Daumen ihrer rechten Hand und auf die große Zehe ihres rechten Fußes. Das [übrige] Blut aber sollst du ringsum an den Altar sprengen.
21 Und nimm von dem Blut, das auf dem Altar ist, und von dem Salböl und sprenge es auf Aaron und auf seine Kleider, und auf seine Söhne und auf die Kleider seiner Söhne mit ihm! So werden er und seine Kleider und seine Söhne und die Kleider seiner Söhne mit ihm geheiligt.
22 Dann nimm von dem Widder das Fett, den Fettschwanz und das Fett, das die Eingeweide bedeckt, dazu den Leberlappen, die beiden Nieren und das Fett, das an ihnen ist, sowie die rechte Keule - denn ein Widder der Einsetzung ist es -,
23 ferner ein [fladenförmiges] Rundbrot, einen Ölbrotkuchen und einen Fladen aus dem Korb der ungesäuerten Brote, der vor dem HERRN [steht],
24 und lege das alles auf die Hände Aarons und auf die Hände seiner Söhne und schwinge es als Schwingopfer vor dem HERRN!
25 Dann nimm es von ihren Händen und lass es auf dem Altar über dem Brandopfer als Rauch aufsteigen zum wohlgefälligen Geruch vor dem HERRN! Ein Feueropfer ist es für den HERRN.
26 Und nimm die Brust von dem Einsetzungswidder, der für Aaron ist, und schwinge sie als Schwingopfer vor dem HERRN! Sie soll dein Anteil sein.
27 Und heilige die Brust des Schwingopfers und die Keule des Hebopfers, die geschwungen und die abgehoben worden ist, von dem Einsetzungswidder, von dem, was für Aaron, und von dem, was für seine Söhne ist!
28 Und es soll Aaron und seinen Söhnen zukommen als eine ewige Ordnung bei den Söhnen Israel, denn es ist ein Hebopfer, und ein Hebopfer soll es sein bei den Söhnen Israel, ihr Hebopfer von ihren Heilsopfern: für den HERRN.
29 Die heiligen Kleider Aarons sollen nach ihm seinen Söhnen zuteil werden, damit man sie darin salbe und darin weihe.
30 Sieben Tage soll sie anziehen, wer von seinen Söhnen an seiner Statt Priester wird, wer in das Zelt der Begegnung hineingeht, um im Heiligtum zu dienen.
31 Du sollst den Einsetzungswidder nehmen und sein Fleisch an heiliger Stätte kochen.
32 Dann sollen Aaron und seine Söhne das Fleisch des Widders und das Brot, das im Korb ist, am Eingang des Zeltes der Begegnung essen.
33 Sie sollen die [Stücke] essen, mit denen die Sühnung vollzogen wurde, um ihnen die Hände zu füllen, um sie dadurch zu heiligen. Ein Fremder darf aber nicht davon essen, denn sie sind heilig.
34 Wenn aber von dem Fleisch des Einsetzungsopfers und von dem Brot etwas bis zum [nächsten] Morgen übrigbleibt, dann sollst du das Übriggebliebene mit Feuer verbrennen; es darf nicht gegessen werden, denn es ist heilig.
35 So sollst du mit Aaron und seinen Söhnen verfahren, nach allem, was ich dir geboten habe. Sieben Tage sollst du sie weihen.
36 Auch sollst du täglich einen Jungstier zur Sühnung als Sündopfer darbringen und den Altar entsündigen, indem du Sühnung an ihm vollziehst, und du sollst ihn salben, um ihn zu heiligen.
37 Sieben Tage sollst du Sühnung am Altar vollziehen und ihn [dadurch] heiligen. So wird der Altar hochheilig sein: alles, was den Altar berührt, ist geheiligt.
38 Und dies ist es, was du auf dem Altar darbringen sollst: täglich zwei einjährige Lämmer als regelmäßiges [Brandopfer].
39 Das eine Lamm sollst du am Morgen darbringen, und das zweite Lamm sollst du zwischen den zwei Abenden darbringen,
40 dazu ein Zehntel mit einem viertel Hin Öl aus zerstoßenen [Oliven] gemengt, und als Trankopfer ein viertel Hin Wein zu dem einen Lamm.
41 Das andere Lamm aber sollst du zwischen den zwei Abenden darbringen - wie bei dem Morgen-Speisopfer und bei seinem Trankopfer sollst du es dabei halten - zum wohlgefälligen Geruch, ein Feueropfer für den HERRN,
42 als ein regelmäßiges Brandopfer für [all] eure Generationen am Eingang des Zeltes der Begegnung vor dem HERRN, wo ich euch begegnen werde, um dort zu dir zu reden.
43 Und ich werde dort den Söhnen Israel begegnen, und es wird durch meine Herrlichkeit geheiligt werden.
44 So werde ich das Zelt der Begegnung und den Altar heiligen. Und Aaron und seine Söhne werde ich heiligen, damit sie mir den Priesterdienst ausüben.
45 Und ich werde mitten unter den Söhnen Israel wohnen und ihr Gott sein.
46 Und sie werden erkennen, dass ich, der HERR, ihr Gott bin, der ich sie aus dem Land Ägypten herausgeführt habe, um mitten unter ihnen zu wohnen, ich, der HERR, ihr Gott.
Kapitel 30
1 Ferner sollst du einen Altar anfertigen zum Räuchern des Räucherwerks, aus Akazienholz sollst du ihn machen:
2 eine Elle seine Länge und eine Elle seine Breite - viereckig soll er sein - und zwei Ellen seine Höhe; seine Hörner sollen aus [einem Stück mit] ihm sein.
3 Und überzieh ihn mit reinem Gold, seine Platte und seine Wände ringsum sowie seine Hörner, und bringe an ihm ringsum eine goldene Kante an!
4 Und bringe an ihm unter seiner Kante zwei goldene Ringe an! An seine beiden Seiten sollst du sie anbringen, an seine beiden Wände. Die sollen als Behälter für die Stangen dienen, damit man ihn daran tragen kann.
5 Und stelle die Stangen aus Akazienholz her und überzieh sie mit Gold!
6 Und stelle ihn vor dem Vorhang auf, der an der Lade des Zeugnisses ist, vor der Deckplatte, die über dem Zeugnis [liegt], wo ich dir begegnen werde.
7 Und Aaron soll wohlriechendes Räucherwerk als Rauch aufsteigen lassen. Morgen für Morgen, wenn er die Lampen zurichtet, soll er es als Rauch aufsteigen lassen.
8 [Auch] wenn Aaron die Lampen zwischen den zwei Abenden aufsetzt, soll er es als Rauch aufsteigen lassen. [Dies sei] ein regelmäßiges Räucheropfer vor dem HERRN für [all] eure Generationen.
9 Ihr dürft kein fremdes Räucherwerk auf ihm darbringen, auch kein Brandopfer oder Speisopfer; auch Trankopfer dürft ihr nicht auf ihm ausgießen.
10 Und Aaron soll einmal im Jahr an seinen Hörnern Sühnung vollziehen mit dem Blut des Sündopfers der Versöhnung; einmal im Jahr soll er Sühnung an ihm vollziehen, für [all] eure Generationen: Hochheilig ist er dem HERRN.
11 Und der HERR redete zu Mose und sprach:
12 Wenn du die Gesamtzahl der Söhne Israel aufnimmst nach ihren Gemusterten, dann sollen sie bei ihrer Musterung ein jeder dem HERRN ein Lösegeld für sein Leben geben, damit bei ihrer Musterung keine Plage über sie kommt.
13 Dies sollen sie geben: jeder, der zu den Gemusterten hinübergeht, einen halben Schekel, nach dem Schekel des Heiligtums, zwanzig Gera der Schekel, einen halben Schekel als Hebopfer für den HERRN.
14 Jeder, der zu den Gemusterten hinübergeht, von zwanzig Jahren an und darüber, soll das Hebopfer für den HERRN geben.
15 Der Reiche soll nicht mehr geben und der Geringe nicht weniger als einen halben Schekel, wenn ihr das Hebopfer des HERRN gebt, um für euer Leben Sühnung zu erwirken.
16 Und du sollst das Sühngeld vonseiten der Söhne Israel nehmen und es für die Arbeit des Zeltes der Begegnung geben. So soll es den Söhnen Israel zur Erinnerung vor dem HERRN dienen, um Sühnung für euer Leben zu erwirken.
17 Und der HERR redete zu Mose und sprach:
18 Stelle ein bronzenes Becken und sein bronzenes Gestell her zum Waschen! Das stelle zwischen das Zelt der Begegnung und den Altar, tu Wasser hinein,
19 und Aaron und seine Söhne sollen ihre Hände und ihre Füße darin waschen!
20 Wenn sie in das Zelt der Begegnung hineingehen, sollen sie sich mit Wasser waschen, damit sie nicht sterben. Oder wenn sie an den Altar herantreten zum Dienst, um für den HERRN ein Feueropfer als Rauch aufsteigen zu lassen,
21 dann sollen sie ihre Hände und ihre Füße waschen, damit sie nicht sterben. Und das soll für sie eine ewige Ordnung sein, für ihn und seine Nachkommen, für [all] ihre Generationen.
22 Und der HERR redete zu Mose und sprach:
23 Du nun, nimm dir Balsamöle bester [Art], 500 [Schekel] von selbst ausgeflossene Myrrhe und die Hälfte davon, 250 [Schekel], wohlriechenden Zimt, ferner 250 [Schekel] Würzrohr
24 und 500 [Schekel] Zimtblüten, nach dem Schekel des Heiligtums, dazu ein Hin Olivenöl
25 und mache daraus ein Öl der heiligen Salbung, eine Mischung von Gewürzsalbe, ein Werk des Salbenmischers; es soll ein Öl für die heilige Salbung sein.
26 Und du sollst damit das Zelt der Begegnung und die Lade des Zeugnisses salben,
27 auch den Tisch und all seine Geräte, den Leuchter und seine Geräte und den Räucheraltar,
28 sowie den Brandopferaltar samt all seinen Geräten, das Becken und sein Gestell.
29 So sollst du diese [Dinge] heiligen, und sie sollen hochheilig sein: alles, was sie berührt, ist geheiligt.
30 Auch Aaron und seine Söhne sollst du salben und sie [dadurch] heiligen, damit sie mir den Priesterdienst ausüben.
31 Zu den Söhnen Israel sollst du so reden: Ein Öl der heiligen Salbung soll dies für mich sein, für [all] eure Generationen.
32 Auf den Leib eines Menschen darf man es nicht gießen, und ihr dürft nichts herstellen, was ihm in seiner Zusammensetzung gleich ist: heilig ist es, heilig soll es euch sein.
33 Wer [sonst] eine Mischung wie diese herstellt oder [etwas] davon auf einen Fremden streicht, der soll aus seinen Völkern ausgerottet werden.
34 Und der HERR sprach zu Mose: Nimm dir wohlriechende Stoffe: Staktetropfen, Räucherklaue, wohlriechendes Galbanum und reinen Weihrauch - zu gleichen Teilen soll es sein -
35 und mache Räucherwerk daraus, eine würzige Mischung, ein Werk des Salbenmischers, gesalzen, rein, heilig.
36 Dann zerstoße [etwas] davon zu Pulver und lege [etwas] davon vor das Zeugnis in das Zelt der Begegnung, wo ich dir begegnen werde; als Hochheiliges soll es euch gelten.
37 [Was] aber das Räucherwerk, das du machen sollst, [angeht] - in seiner Zusammensetzung dürft ihr keins für euch herstellen; als etwas Heiliges für den HERRN soll es dir gelten.
38 Wer [etwas] derartiges macht, um daran zu riechen, der soll aus seinen Völkern ausgerottet werden.

Gott bestimmt die Kunsthandwerker, die den Bau der Stiftshütte leiten sollen und schärft Mose noch einmal das Sabbatgebot ein. Die Stiftshütte (hebr. Mischkan, eigentlich "Wohnung") ist eine von mehreren Bezeichnungen für das transportable Heiligtum, welches das Volk Israel auf seiner Wanderung seit dem Auszug aus Ägypten mitführt und das später Mittelpunkt eines permanenten Zentralheiligtums werden soll. Die deutsche Bezeichnung "Stiftshütte" ist ein Vorschlag des Reformators und Bibelübersetzers Martin Luther, der aus der lateinischen Bibel den Begriff "tabernaculum" übersetzte, der von dem Wort "taberna" (deutsch "Hütte" oder "Gasthaus") abgeleitet ist. Sprachlich ist der hebräische Begriff Mischkan mit Schechina verwandt, dem Inbegriff der Gegenwart Gottes. Gott übergibt Mose nun auch die Tafeln mit den zehn Geboten, nachzulesen im 2. Buch Mose (Exodus) Kapitel 31 (mit Versangaben):

1 Und der HERR redete zu Mose und sprach:
2 Siehe, ich habe mit Namen berufen Bezalel, den Sohn des Uri, des Sohnes Hurs, vom Stamm Juda,
3 und habe ihn mit dem Geist Gottes erfüllt, mit Weisheit, Verstand und Können und für jedes Kunsthandwerk,
4 Pläne zu entwerfen, um in Gold, Silber und Bronze zu arbeiten.
5 Auch mit [der Fertigkeit zum] Schneiden von Steinen zum Einsetzen und mit der Holzschnitzerei [habe ich ihn begabt], damit er in jedem [Hand]werk arbeiten kann.
6 Und ich, siehe, ich habe ihm Oholiab, den Sohn des Ahisamach, vom Stamm Dan, [als Mitarbeiter] gegeben. Dazu habe ich jedem, der ein weises Herz hat, Weisheit ins Herz gelegt, damit sie alles machen, was ich dir geboten habe:
7 das Zelt der Begegnung, die Lade des Zeugnisses, die Deckplatte darauf und alle Geräte des Zeltes;
8 dazu den Tisch und all seine Geräte, den Leuchter aus reinem [Gold] und all seine Geräte und den Räucheraltar;
9 den Brandopferaltar und all seine Geräte, das Becken und sein Gestell;
10 auch die gewirkten Kleider und die heiligen Kleider für den Priester Aaron und die Kleider seiner Söhne zur Ausübung des Priesterdienstes
11 und das Salböl und das wohlriechende Räucherwerk für das Heiligtum. Nach allem, was ich dir geboten habe, sollen sie es machen.
12 Und der HERR redete zu Mose und sprach:
13 Du aber, rede zu den Söhnen Israel und sage [ihnen]: Haltet nur ja meine Sabbate! Denn sie sind ein Zeichen zwischen mir und euch für [all] eure Generationen, damit man erkenne, dass ich, der HERR, es bin, der euch heiligt.
14 Haltet also den Sabbat, denn heilig ist er euch. Wer ihn entweiht, muss getötet werden, ja, jeder, der an ihm eine Arbeit verrichtet, eine solche Seele soll aus der Mitte seiner Völker ausgerottet werden.
15 Sechs Tage soll man [seine] Arbeit verrichten, aber am siebten Tag ist Sabbat, [ein Tag] völliger Ruhe, heilig dem HERRN. Jeder, der am Tag des Sabbats eine Arbeit verrichtet, muss getötet werden.
16 So sollen denn die Söhne Israel den Sabbat halten, um den Sabbat in [all] ihren Generationen zu feiern, als ewigen Bund.
17 Er ist ein Zeichen zwischen mir und den Söhnen Israel für ewig. Denn in sechs Tagen hat der HERR den Himmel und die Erde gemacht, am siebten Tag aber hat er geruht und Atem geschöpft.
18 Und als er auf dem Berg Sinai mit Mose zu Ende geredet hatte, gab er ihm die zwei Tafeln des Zeugnisses, steinerne Tafeln, beschrieben mit dem Finger Gottes.

Das Volk Israel bricht während dieser Zeit den Bund mit Gott, indem sie ein goldenes Kalb als Symbol für Gott verehren. Mose zerschmettert zornig die Gesetzestafeln und befiehlt den Leviten, alle Götzendiener mit dem Schwert zu erschlagen. Nachzulesen im 2. Buch Mose (Exodus) Kapitel 32 (mit Versangaben):

1 Als nun das Volk sah, dass Mose säumte, vom Berg herabzukommen, versammelte sich das Volk zu Aaron, und sie sagten zu ihm: Auf! Mache uns Götter, die vor uns herziehen! Denn dieser Mose, der Mann, der uns aus dem Land Ägypten heraufgeführt hat, - wir wissen nicht, was ihm geschehen ist.
2 Und Aaron sagte zu ihnen: Reißt die goldenen Ringe ab, die an den Ohren eurer Frauen, eurer Söhne und eurer Töchter sind und bringt sie zu mir!
3 So riss sich denn das ganze Volk die goldenen Ringe ab, die an ihren Ohren [hingen], und sie brachten sie zu Aaron.
4 Der nahm [alles] aus ihrer Hand, formte es mit einem Meißel und machte ein gegossenes Kalb daraus. Und sie sagten: Das sind deine Götter, Israel, die dich aus dem Land Ägypten heraufgeführt haben.
5 Als Aaron [das] sah, baute er einen Altar vor ihm, und Aaron rief aus und sagte: Ein Fest für den HERRN ist morgen!
6 So standen sie am folgenden Tag früh auf, opferten Brandopfer und brachten Heilsopfer dar. Und das Volk setzte sich nieder, um zu essen und zu trinken. Dann standen sie auf, um sich zu belustigen.
7 Da sprach der HERR zu Mose: Geh, steig hinab! Denn dein Volk, das du aus dem Land Ägypten heraufgeführt hast, hat schändlich gehandelt.
8 Sie sind schnell von dem Weg abgewichen, den ich ihnen geboten habe. Sie haben sich ein gegossenes Kalb gemacht, sind vor ihm niedergefallen, haben ihm geopfert und gesagt: Das sind deine Götter, Israel, die dich aus dem Land Ägypten heraufgeführt haben!
9 Weiter sagte der HERR zu Mose: Ich habe dieses Volk gesehen, und siehe, es ist ein halsstarriges Volk.
10 Und nun lass mich, damit mein Zorn gegen sie entbrenne und ich sie vernichte, dich aber will ich zu einer großen Nation machen.
11 Mose jedoch flehte den HERRN, seinen Gott, an und sagte: Wozu, o HERR, entbrennt dein Zorn gegen dein Volk, das du mit großer Kraft und starker Hand aus dem Land Ägypten herausgeführt hast?
12 Wozu sollen die Ägypter sagen: In böser Absicht hat er sie herausgeführt, um sie im Gebirge umzubringen und sie von der Fläche des Erdbodens zu vertilgen? Lass ab von der Glut deines Zornes und lass dich das Unheil gereuen, [das du] über dein Volk [bringen willst]!
13 Denke an deine Knechte Abraham, Isaak und Israel, denen du bei dir selbst geschworen und denen du gesagt hast: Ich will eure Nachkommen [so] zahlreich machen wie die Sterne des Himmels, und dieses ganze Land, von dem ich gesagt habe: `ich werde [es] euren Nachkommen geben', das werden sie für ewig in Besitz nehmen.
14 Da gereute den HERRN das Unheil, von dem er gesagt hatte, er werde es seinem Volk antun.
15 Und Mose wandte sich um und stieg vom Berg hinab, die beiden Tafeln des Zeugnisses in seiner Hand, Tafeln, beschrieben auf ihren beiden Seiten; vorn und hinten waren sie beschrieben.
16 Diese Tafeln waren Gottes Werk, und die Schrift, sie war Gottes Schrift, auf den Tafeln eingegraben.
17 Als nun Josua die Stimme des Volkes bei seinem Lärmen hörte, sagte er zu Mose: Kriegslärm ist im Lager!
18 Der aber antwortete: Es ist kein Schall von Siegesgeschrei und kein Schall vom Geschrei bei einer Niederlage; den Schall von Gesang höre ich.
19 Und es geschah, als Mose sich dem Lager näherte und das Kalb und die Reigentänze sah, da entbrannte der Zorn Mose, und er warf die Tafeln aus seinen Händen und zerschmetterte sie unten am Berg.
20 Dann nahm er das Kalb, das sie gemacht hatten, verbrannte es im Feuer und zermalmte es, bis [es] feiner [Staub] war, streute es auf die Oberfläche des Wassers und gab es den Söhnen Israel zu trinken.
21 Und Mose sagte zu Aaron: Was hat dir dieses Volk getan, dass du eine [so] große Sünde über es gebracht hast?
22 Aaron aber sagte: Der Zorn meines Herrn entbrenne nicht. Du selbst kennst das Volk, dass es böse ist.
23 Sie haben nämlich zu mir gesagt: Mach uns Götter, die vor uns hergehen! Denn dieser Mose, der Mann, der uns aus dem Land Ägypten heraufgeführt hat - wir wissen nicht, was ihm geschehen ist.
24 Da fragte ich sie: Wer hat Gold? Sie rissen es sich ab und gaben es mir, und ich warf es ins Feuer, und dieses Kalb ist [daraus] hervorgegangen.
25 Als nun Mose sah, dass das Volk zuchtlos war, denn Aaron hatte es zuchtlos werden lassen zur Schadenfreude ihrer Gegner,
26 da trat Mose in das Tor des Lagers und rief: Her zu mir, wer für den HERRN ist! Daraufhin versammelten sich bei ihm alle Söhne Levis.
27 Und er sagte zu ihnen: So spricht der HERR, der Gott Israels: Ein jeder lege sein Schwert an die Hüfte! Geht im Lager hin und zurück, von Tor zu Tor, und erschlagt jeder seinen Bruder und seinen Freund und seinen Verwandten!
28 Die Söhne Levis nun handelten nach dem Wort des Mose; und es fielen vom Volk an jenem Tage etwa dreitausend Mann.
29 Darauf sagte Mose: Weiht euch heute für den HERRN - denn jeder [von euch ist] gegen seinen Sohn und gegen seinen Bruder [gewesen] - um heute Segen auf euch zu bringen!
30 Und es geschah am folgenden Tag, da sagte Mose zum Volk: Ihr habt eine große Sünde begangen. Doch jetzt will ich zum HERRN hinaufsteigen, vielleicht kann ich Sühnung für eure Sünde erwirken.
31 Darauf kehrte Mose zum HERRN zurück und sagte: Ach, dieses Volk hat eine große Sünde begangen: sie haben sich einen Gott aus Gold gemacht.
32 Und nun, wenn du doch ihre Sünde vergeben wolltest! Wenn aber nicht, so lösche mich denn aus deinem Buch, das du geschrieben hast, aus.
33 Der HERR aber sprach zu Mose: Wer gegen mich gesündigt hat, den lösche ich aus meinem Buch aus.
34 Und nun gehe hin, führe das Volk an [den Ort], den ich dir genannt habe! Siehe, mein Engel wird vor dir hergehen. Am Tag meiner Heimsuchung, da werde ich ihre Sünde an ihnen heimsuchen.
35 Und der HERR schlug das Volk [mit Unheil] dafür, dass sie das Kalb gemacht hatten, das Aaron gemacht hatte.

Mose tritt bei Gott für das Volk ein und schlägt ein "Zelt der Gottesbegegnung" außerhalb des Lagers auf. Nachzulesen im 2. Buch Mose (Exodus) Kapitel 33 (mit Versangaben):

1 Und der HERR redete zu Mose: Geh, ziehe von hier hinauf, du und das Volk, das du aus dem Land Ägypten heraufgeführt hast, in das Land, von dem ich Abraham, Isaak und Jakob geschworen habe: Deinen Nachkommen will ich es geben!
2 - Und ich werde einen Engel vor dir her senden und die Kanaaniter, Amoriter, Hetiter, Perisiter, Hewiter und Jebusiter vertreiben -,
3 in ein Land, das von Milch und Honig überfließt. Denn ich werde nicht in deiner Mitte hinaufziehen - du bist nämlich ein halsstarriges Volk -, damit ich dich nicht auf dem Wege vernichte.
4 Als das Volk diese böse Rede hörte, trauerten sie, und keiner legte seinen Schmuck an.
5 Denn der HERR hatte zu Mose gesagt: Sprich zu den Söhnen Israel: Ihr seid ein halsstarriges Volk. Zöge ich nur einen Augenblick in deiner Mitte hinauf, so würde ich dich vernichten. Und nun lege deinen Schmuck von dir ab, und ich werde wissen, was ich dir tun soll.
6 Da entledigten sich die Söhne Israel ihres Schmuckes, vom Berg Horeb an.
7 Mose nun nahm [jeweils] das Zelt und schlug es sich außerhalb des Lagers auf, fern vom Lager für sich, und nannte es: Zelt der Begegnung. Und es geschah, jeder, der den HERRN suchte, ging zum Zelt der Begegnung außerhalb des Lagers hinaus.
8 Es geschah auch, sooft Mose zum Zelt hinausging, dann standen alle Leute auf, und sie traten jeder an den Eingang seines Zeltes und sahen Mose nach, bis er in das Zelt hineinkam.
9 Und es geschah [jedesmal], wenn Mose in das Zelt kam, dann stieg die Wolkensäule herab und blieb am Eingang des Zeltes stehen; und [der HERR] redete mit Mose.
10 Und das ganze Volk sah die Wolkensäule am Eingang des Zeltes stehen. Und das ganze Volk erhob sich, und sie warfen sich nieder, jeder am Eingang seines Zeltes.
11 Und der HERR redete mit Mose von Angesicht zu Angesicht, wie ein Mann mit seinem Freund redet; dann kehrte er ins Lager zurück. Sein Diener Josua aber, der Sohn des Nun, ein junger Mann, wich nicht aus dem Innern des Zeltes.
12 Mose nun sagte zum HERRN: Siehe, du sagst zu mir: Führe dieses Volk hinauf! aber du hast mich nicht erkennen lassen, wen du mit mir senden willst, wo du [doch selbst] gesagt hast: Ich kenne dich mit Namen, ja, du hast Gunst gefunden in meinen Augen.
13 Und nun, wenn ich also Gunst gefunden habe in deinen Augen, [dann] lass mich doch deine Wege erkennen, so dass ich dich erkenne, damit ich Gunst finde in deinen Augen, und bedenke, dass diese Nation dein Volk ist!
14 Er antwortete: Mein Angesicht wird [mit]gehen und dich zur Ruhe bringen.
15 Er aber sagte zu ihm: Wenn dein Angesicht nicht [mit]geht, dann führe uns nicht von hier hinauf!
16 Woran soll man denn sonst erkennen, dass ich Gunst gefunden habe in deinen Augen, ich und dein Volk? Nicht daran, dass du mit uns gehst und wir, ich und dein Volk, [dadurch] vor jedem Volk auf dem Erdboden ausgezeichnet werden?
17 Der HERR antwortete Mose: Auch diesen Wunsch, den du [jetzt] ausgesprochen hast, werde ich erfüllen; denn du hast Gunst gefunden in meinen Augen, und ich kenne dich mit Namen.
18 Er aber sagte: Lass mich doch deine Herrlichkeit sehen!
19 Er antwortete: Ich werde all meine Güte an deinem Angesicht vorübergehen lassen und den Namen HERR vor dir ausrufen: Ich werde gnädig sein, wem ich gnädig bin, und mich erbarmen, über wen ich mich erbarme.
20 Dann sprach er: Du kannst [es] nicht [ertragen], mein Angesicht zu sehen, denn kein Mensch kann mich sehen und am Leben bleiben.
21 Weiter sagte der HERR: Siehe, [hier] ist ein Platz bei mir, da sollst du dich auf den Felsen stellen.
22 Und es wird geschehen, wenn meine Herrlichkeit vorüberzieht, dann werde ich dich in die Felsenhöhle stellen und meine Hand schützend über dich halten, bis ich vorübergegangen bin.
23 Dann werde ich meine Hand wegnehmen, und du wirst mich von hinten sehen; aber mein Angesicht darf nicht gesehen werden.

Mose darf mit zwei leeren Steintafeln auf den Berg Sinai steigen und bleibt noch einmal 40 Tage im Angesicht Gottes, der Seinen Bund mit Israel erneuert. Als Mose mit den Tafeln wieder herabsteigt, leuchtet seine Gesichtshaut: Nachzulesen im 2. Buch Mose (Exodus) Kapitel 34 (mit Versangaben):

1 Darauf sprach der HERR zu Mose: Haue dir zwei steinerne Tafeln wie die ersten zurecht! Dann werde ich auf die Tafeln die Worte schreiben, die auf den ersten Tafeln standen, die du zerschmettert hast.
2 Und halte dich für den Morgen bereit und steige am Morgen auf den Berg Sinai und stehe dort vor mir auf dem Gipfel des Berges!
3 Es soll aber niemand mit dir hinaufsteigen, und es darf überhaupt niemand auf dem ganzen Berg gesehen werden; sogar Schafe und Rinder dürfen nicht in Richtung auf diesen Berg hin weiden.
4 So hieb er denn zwei steinerne Tafeln wie die ersten zurecht. Und Mose stand früh am Morgen auf und stieg auf den Berg Sinai, wie ihm der HERR geboten hatte, und nahm die zwei steinernen Tafeln in seine Hand.
5 Da stieg der HERR in der Wolke herab, und er trat dort neben ihn und rief den Namen des HERRN aus.
6 Und der HERR ging vor seinem Angesicht vorüber und rief: Der HERR, der HERR, Gott, barmherzig und gnädig, langsam zum Zorn und reich an Gnade und Treue,
7 der Gnade bewahrt an Tausenden [von Generationen], der Schuld, Vergehen und Sünde vergibt, aber keineswegs ungestraft lässt, [sondern] die Schuld der Väter heimsucht an den Kindern und Kindeskindern, an der dritten und vierten [Generation].
8 Da warf sich Mose eilends zur Erde nieder, betete an
9 und sagte: Wenn ich doch Gunst gefunden habe in deinen Augen, Herr, so möge doch der Herr in unserer Mitte [mitgehen]! Wenn es auch ein halsstarriges Volk ist, vergib uns aber [dennoch] unsere Schuld und Sünde und nimm uns als Erbe an!
10 Er antwortete: Siehe, ich schließe einen Bund: Vor deinem ganzen Volk will ich Wunder tun, wie sie [bisher] nicht vollbracht worden sind auf der ganzen Erde und unter allen Nationen. Und das ganze Volk, in dessen Mitte du [lebst], soll das Tun des HERRN sehen; denn furchtbar ist, was ich mit dir tun werde.
11 Beobachte genau, was ich dir heute gebiete! Siehe, ich will vor dir die Amoriter, Kanaaniter, Hetiter, Perisiter, Hewiter und Jebusiter vertreiben.
12 Hüte dich, mit den Bewohnern des Landes, in das du kommen wirst, einen Bund zu schließen, damit sie nicht zur Falle werden in deiner Mitte!
13 Vielmehr sollt ihr ihre Altäre niederreißen, ihre Gedenksteine zertrümmern und ihre Ascherim ausrotten.
14 Denn du darfst dich vor keinem andern Gott anbetend niederwerfen; denn der HERR, dessen Name `Eifersüchtig' ist, ist ein eifersüchtiger Gott.
15 Dass du [ja] keinen Bund mit den Bewohnern des Landes schließt! [Denn] dann könnte man dich einladen, und du könntest, wenn sie ihren Göttern nachhuren und ihren Göttern opfern, von ihren Schlachtopfern essen.
16 Und du könntest von ihren Töchtern für deine Söhne [Frauen] nehmen, und [wenn dann] ihre Töchter ihren Göttern nachhuren, könnten sie deine Söhne dazu verführen, ihren Göttern nachzuhuren.
17 Gegossene Götter sollst du dir nicht machen.
18 Das Fest der ungesäuerten Brote sollst du halten; sieben Tage sollst du ungesäuertes Brot essen, wie ich dir geboten habe, zur festgesetzten Zeit des Monats Abib; denn im Monat Abib bist du aus Ägypten ausgezogen. -
19 Alles, was zuerst den Mutterschoß durchbricht, gehört mir; auch all dein männliches Vieh, die Erstgeburt von Rind und Schaf.
20 Die Erstgeburt vom Esel aber sollst du mit einem Schaf auslösen. Wenn du sie jedoch nicht auslösen willst, dann brich ihr das Genick! Alle Erstgeburt deiner Söhne sollst du auslösen. Und man soll nicht mit leeren Händen vor meinem Angesicht erscheinen.
21 Sechs Tage sollst du arbeiten, aber am siebten Tag sollst du ruhen; [auch] in der Zeit des Pflügens und in der Ernte sollst du ruhen.
22 Auch das Wochenfest [, das Fest] der Erstlinge der Weizenernte, sollst du feiern, ferner das Fest des Einsammelns und die Wende des Jahres.
23 Dreimal im Jahr soll alles bei dir, was männlich ist, vor dem Angesicht des Herrn HERRN, des Gottes Israels, erscheinen.
24 Denn ich werde die Nationen vor dir austreiben und deine Grenze erweitern. Und niemand wird dein Land begehren, wenn du dreimal im Jahr hinaufziehst, um vor dem Angesicht des HERRN, deines Gottes, zu erscheinen.
25 Du sollst das Blut meines Schlachtopfers nicht zusammen mit Gesäuertem darbringen, und das Schlachtopfer des Passahfestes darf nicht über Nacht bleiben bis zum [nächsten] Morgen.
26 Das Erste der Erstlinge deines Landes sollst du in das Haus des HERRN, deines Gottes, bringen. Du sollst ein Böckchen nicht in der Milch seiner Mutter kochen.
27 Und der HERR sprach zu Mose: Schreibe dir diese Worte auf! Denn nach diesen Worten schließe ich mit dir und mit Israel einen Bund.
28 Und Mose blieb vierzig Tage und vierzig Nächte dort beim HERRN. Brot ass er nicht, und Wasser trank er nicht. Und er schrieb auf die Tafeln die Worte des Bundes, die zehn Worte.
29 Es geschah aber, als Mose vom Berg Sinai herabstieg - und die beiden Tafeln des Zeugnisses waren in Mose Hand, als er vom Berg herabstieg -, da wusste Mose nicht, dass die Haut seines Gesichtes strahlend geworden war, als er mit ihm geredet hatte.
30 Und Aaron und alle Söhne Israel sahen Mose an, und siehe, die Haut seines Gesichtes strahlte; und sie fürchteten sich, zu ihm heranzutreten.
31 Mose jedoch rief ihnen zu, und Aaron und alle Fürsten in der Gemeinde wandten sich ihm zu, und Mose redete zu ihnen.
32 Danach aber traten alle Söhne Israel heran, und er gebot ihnen alles, was der HERR auf dem Berg Sinai zu ihm geredet hatte.
33 Als nun Mose aufgehört hatte, mit ihnen zu reden, legte er eine Decke auf sein Gesicht.
34 Sooft aber Mose vor den HERRN hineinging, um mit ihm zu reden, legte er die Decke ab, bis er hinausging. Dann ging er hinaus, um zu den Söhnen Israel zu reden, was ihm aufgetragen war.
35 Da sahen die Söhne Israel Mose Gesicht, dass die Haut von Mose Gesicht strahlte. Dann legte Mose die Decke wieder auf sein Gesicht, bis er hineinging, um mit ihm zu reden.

Mose schärft dem Volk Israel noch einmal das Sabbatgebot ein und ruft es zum Spenden für die Stiftshütte auf. Er beruft die leitenden Handwerker und gebietet schließlich den Spendern Einhalt, weil genügend Material zusammengekommen ist. Nachzulesen im 2. Buch Mose (Exodus) Kapitel 35 und 36 (mit Versangaben):

1 Und Mose versammelte die ganze Gemeinde der Söhne Israel und sagte zu ihnen: Dies sind die Worte, die der HERR zu tun geboten hat:
2 Sechs Tage soll man [seine] Arbeit verrichten, aber den siebten Tag sollt ihr heilig halten, [er sei euch] ein ganz feierlicher Sabbat für den HERRN. Jeder, der an ihm eine Arbeit verrichtet, muss getötet werden.
3 Ihr dürft am Sabbattag in all euren Wohnsitzen kein Feuer anzünden.
4 Weiter sagte Mose zur ganzen Gemeinde der Söhne Israel: Dies ist es, was der HERR geboten hat:
5 Nehmt aus eurem Besitz ein Hebopfer für den HERRN! Jeder, dessen Herz willig ist, soll es herbeibringen, das Hebopfer für den HERRN: Gold, Silber und Bronze,
6 violetten und roten Purpur, Karmesinstoff, Byssus und Ziegenhaar,
7 rotgefärbte Widderfelle, Häute von Delphinen und Akazienholz;
8 Öl für den Leuchter, Balsamöle für das Salböl und für das wohlriechende Räucherwerk;
9 und Onyxsteine und [andere] Edelsteine zum Besatz für das Ephod und die Brusttasche.
10 Und alle, die ein weises Herz haben unter euch, sollen kommen und alles machen, was der HERR geboten hat:
11 die Wohnung, ihr Zeltdach und ihre Decke, ihre Haken, Bretter, Riegel, Säulen und Fußgestelle;
12 die Lade und ihre Spangen, die Deckplatte und den verhüllenden Vorhang;
13 den Tisch mit seinen Stangen und all seinen Geräten und die Schaubrote;
14 ferner den Leuchter zur Beleuchtung mit seinen Geräten und Lampen, dazu das Öl für die Beleuchtung;
15 auch den Räucheraltar mit seinen Stangen, das Salböl und das wohlriechende Räucherwerk; und den Eingangs-Vorhang für den Eingang der Wohnung;
16 den Brandopferaltar und das bronzene Gitter an ihm, seine Stangen und all seine Geräte; das Becken und sein Gestell;
17 die Behänge des Vorhofs, seine Säulen und Fußgestelle und den Vorhang für das Tor des Vorhofs;
18 die Pflöcke der Wohnung und die Pflöcke des Vorhofs mit ihren Seilen;
19 die gewirkten Kleider für den Dienst im Heiligtum, die heiligen Kleider für den Priester Aaron und die Kleider seiner Söhne zur Ausübung des Priesterdienstes.
20 Darauf ging die ganze Gemeinde der Söhne Israel von Mose fort.
21 Dann kamen sie, jeder, den sein Herz willig machte. Und jeder, dessen Geist ihn antrieb, brachte das Hebopfer des HERRN zur Arbeit am Zelt der Begegnung und für den ganzen Dienst darin und für die heiligen Kleider.
22 So kamen die Männer mit den Frauen: jeder, dessen Herz willig war, brachte Spangen, Ohrringe, Siegelringe und Halsketten, allerlei goldene [Schmuck]sachen; ja, jeder, der dem HERRN ein Schwingopfer an Gold darbrachte.
23 Und jeder, bei dem sich violetter und roter Purpur vorfand, auch etwa Karmesinstoff oder Byssus, Ziegenhaar, rotgefärbte Widderfelle oder Häute von Delphinen, brachte es herbei.
24 Jeder, der ein Hebopfer an Silber oder Bronze entrichten wollte, brachte das Hebopfer des HERRN herbei; und jeder, bei dem sich Akazienholz für irgendeine Arbeit am Bau [des Heiligtums] vorfand, brachte es.
25 Ferner spann jede Frau, die ein weises Herz hatte, mit ihren Händen und brachte das Gesponnene: den violetten und roten Purpur, den Karmesinstoff und den Byssus.
26 Alle Frauen, die ihr Herz mit Weisheit dazu trieb, spannen das Ziegenhaar.
27 Die Fürsten aber brachten Onyxsteine und [andere] Edelsteine zum Einsetzen für das Ephod und für die Brusttasche,
28 ferner das Balsamöl und das Öl für den Leuchter, für das Salböl und für das wohlriechende Räucherwerk.
29 Die Söhne Israel, alle Männer und Frauen, deren Herz sie antrieb, zu dem ganzen Werk beizutragen, das zu tun der HERR durch Mose geboten hatte, brachten dem HERRN eine freiwillige Gabe.
30 Darauf sagte Mose zu den Söhnen Israel: Seht, der HERR hat Bezalel, den Sohn Uris, des Sohnes Hurs, vom Stamm Juda, mit Namen berufen
31 und ihn mit dem Geist Gottes erfüllt, mit Kunstfertigkeit, Verstand und Können und für jedes Kunsthandwerk,
32 und zwar Pläne zu entwerfen, um in Gold, Silber und Bronze zu arbeiten.
33 Auch im Schneiden von Steinen zum Einsetzen und mit der Holzschnitzerei [hat er ihn begabt], damit er in jedem künstlerischen Werk arbeiten kann.
34 Dazu hat er ihm [die Gabe] zu unterweisen ins Herz gelegt, ihm und Oholiab, dem Sohn des Ahisamach, vom Stamm Dan.
35 Er hat sie mit Weisheit des Herzens erfüllt, damit sie jeden Plan eines Kunsthandwerkers oder Kunststickers oder Buntwirkers ausführen können, mit violettem und rotem Purpur, Karmesinstoff und Byssus, und [die] des Webers; [die Arbeit] derer, die allerlei Arbeiten ausführen und Pläne ersinnen.
Kapitel 36
1 Und Bezalel und Oholiab und alle Männer mit einem weisen Herzen, denen der HERR Weisheit und Verstand eingegeben hatte, damit sie die ganze Arbeit zum Bau des Heiligtums ausführen könnten, machten es ganz so, wie der HERR geboten hatte.
2 So rief Mose Bezalel und Oholiab und jeden Mann mit einem weisen Herzen herbei, dem Gott Weisheit ins Herz gelegt hatte, jeden, den sein Herz willig machte, ans Werk zu gehen, um es auszuführen.
3 Und sie nahmen von Mose das ganze Hebopfer entgegen, das die Söhne Israel für die Arbeit am Bau des Heiligtums gebracht hatten, um ihn auszuführen. Diese aber brachten ihm immer noch freiwillige Gaben, Morgen für Morgen.
4 Da kamen alle weisen Männer, die alle Arbeit des Heiligtums ausführten, Mann für Mann von ihrer Arbeit,
5 und sagten zu Mose: Das Volk bringt viel, mehr als genug zur Verwendung für die Arbeit, deren Ausführung der HERR geboten hat.
6 Da gab Mose Befehl, und man ließ im Lager den Ruf ergehen: Niemand soll mehr eine Arbeit für das Hebopfer des Heiligtums anfertigen, und so hörte das Volk auf, [noch mehr] zu bringen.
7 Und alle Spenden reichten ihnen aus, um die Arbeit zu tun, so dass [noch etwas] übrigblieb.

Erstes Quartal 1445 BC
Volk Israel

Mose lässt alle Anweisungen Gottes für das Heiligtum und die Priesterkleidung verwirklichen. Alle Einzelheiten und alles, was dazu gehört, werden hergestellt. Mose besichtigt alles, was die Israeliten bisher geleistet haben, nachzulesen im 2. Buch Mose (Exodus) in den Kapiteln 36 bis 39 (mit Versangaben):

8 Und alle, die ein weises Herz hatten unter denen, die die Arbeit ausführten, machten die Wohnung aus zehn Zeltdecken. Aus gezwirntem Byssus, violettem und rotem Purpur und Karmesinstoff, machte er sie, mit Cherubim, als Kunststickerarbeit.
9 Die Länge einer Zeltdecke betrug 28 Ellen und vier Ellen die Breite einer Zeltdecke: ein Maß für alle Zeltdecken.
10 Er verband fünf Zeltdecken miteinander, und [auch die übrigen] fünf Zeltdecken verband er miteinander.
11 Am Saum der einen Zeltdecke am Ende der [einen] Verbindungsstelle brachte er Schleifen aus violettem Purpur an. Ebenso machte er es am Saum der äußersten Zeltdecke an der andern Verbindungsstelle:
12 fünfzig Schleifen brachte er an der einen Zeltdecke an, und fünfzig Schleifen brachte er am Ende der Zeltdecke an, die sich an der andern Verbindungsstelle befand, [so dass] die Schleifen einander gegenüber[standen].
13 Dann stellte er fünfzig goldene Haken her und verband die Zeltdecken durch die Haken miteinander, so dass die Wohnung ein [Ganzes] wurde.
14 Und er machte Zeltdecken aus Ziegenhaar als ein Zeltdach über der Wohnung; elf solcher Zeltdecken machte er.
15 Die Länge einer Zeltdecke [betrug] dreißig Ellen und vier Ellen die Breite einer Zeltdecke: ein Maß für die elf Zeltdecken.
16 Dann verband er fünf Zeltdecken für sich und [ebenso] die [übrigen] sechs Zeltdecken für sich.
17 Und er brachte fünfzig Schleifen am Saum der äußersten Zeltdecke an, an der [einen] Verbindungsstelle, und [ebenso] brachte er fünfzig Schleifen am Saum der [äußersten] Zeltdecke der anderen Verbindungsstelle an.
18 Dann stellte er fünfzig bronzene Haken her, um das Zeltdach zusammenzufügen, damit es ein [Ganzes] wurde.
19 Er fertigte für das Zelt eine Decke aus rotgefärbten Widderfellen an und oben darüber eine Decke aus Delphinhäuten.
20 Die Bretter für die Wohnung stellte er aus Akazienholz her, aufrechtstehend:
21 zehn Ellen war die Länge eines Brettes und anderthalb Ellen die Breite eines Brettes.
22 Ein Brett hatte zwei Zapfen, einer dem andern gegenüber eingefügt: so machte er es an allen Brettern der Wohnung.
23 Und zwar machte er an Brettern für die Wohnung zwanzig Bretter für die Südseite, nach Süden zu,
24 und brachte unter den zwanzig Brettern vierzig silberne Fußgestelle an: zwei Fußgestelle unter einem Brett für seine zwei Zapfen, und [wieder] zwei Fußgestelle unter einem Brett für seine zwei Zapfen.
25 Auch für die andere Längsseite der Wohnung, für die Nordseite, machte er zwanzig Bretter
26 und ihre vierzig silbernen Fußgestelle: zwei Fußgestelle unter einem Brett und wieder] zwei Fußgestelle unter einem Brett.
27 Für die Rückseite der Wohnung aber, nach Westen zu, machte er sechs Bretter.
28 Und zwei Bretter stellte er für die Ecken der Wohnung an der Rückseite her;
29 die waren von unten herauf doppelt und an ihrem Oberteil ganz beieinander [bis] zu einem Ring. So machte er es mit ihnen beiden für die beiden Winkel.
30 Es waren acht Bretter und ihre silbernen Fußgestelle: sechzehn Fußgestelle, je zwei Fußgestelle unter einem Brett.
31 Und er fertigte Riegel aus Akazienholz an: fünf für die Bretter der einen Längsseite der Wohnung
32 und fünf Riegel für die Bretter der anderen Längsseite der Wohnung und fünf Riegel für die Bretter der Wohnung an der Rückseite nach Westen zu.
33 Und er machte den mittleren Riegel in der Mitte der Bretter so, dass er von einem Ende zum andern durchlief.
34 Die Bretter aber überzog er mit Gold. Und ihre Ringe, die Ösen für die Riegel, machte er aus Gold, auch die Riegel überzog er mit Gold.
35 Und er fertigte den Vorhang an aus violettem und rotem Purpur, Karmesinstoff und gezwirntem Byssus. In Kunststickerarbeit machte er ihn, mit Cherubim.
36 Dann machte er für ihn vier Säulen aus Akazienholz und überzog sie mit Gold - [auch] ihre Nägel waren aus Gold - und er goss für sie vier silberne Fußgestelle.
37 Und er machte für den Eingang des Zeltes einen Vorhang aus violettem und rotem Purpur und Karmesinstoff und gezwirntem Byssus, in Buntwirkerarbeit
38 und seine fünf Säulen und ihre Nägel. Dann überzog er ihre Köpfe und ihre Bindestäbe mit Gold; ihre fünf Fußgestelle aber waren aus Bronze.
Kapitel 37
1 Und Bezalel machte die Lade aus Akazienholz: zweieinhalb Ellen war ihre Länge, anderthalb Ellen ihre Breite und anderthalb Ellen ihre Höhe.
2 Dann überzog er sie von innen und außen mit reinem Gold und brachte an ihr ringsum eine goldene Kante an.
3 Und er goss für sie vier goldene Ringe [und befestigte sie] an ihren vier Füßen, zwei Ringe an ihrer einen Längsseite und zwei Ringe an ihrer andern Längsseite.
4 Er fertigte Stangen aus Akazienholz an und überzog sie mit Gold.
5 Diese Stangen steckte er in die Ringe an den Seiten der Lade, damit man die Lade tragen konnte.
6 Dann stellte er eine Deckplatte aus reinem Gold her: zweieinhalb Ellen war ihre Länge und anderthalb Ellen ihre Breite.
7 Und er machte zwei goldene Cherubim; in getriebener Arbeit machte er sie, an beiden Enden der Deckplatte,
8 den einen Cherub am Ende hier und einen Cherub am Ende drüben; aus [einem Stück mit] der Deckplatte machte er die Cherubim an ihren beiden Enden.
9 Und die Cherubim breiteten die Flügel nach oben aus, die Deckplatte mit ihren Flügeln überdeckend, und ihre Gesichter waren einander zugewandt.
10 Und er machte den Tisch aus Akazienholz: zwei Ellen war seine Länge, eine Elle seine Breite und anderthalb Ellen seine Höhe.
11 Den überzog er mit reinem Gold, und er brachte an ihm ringsum eine goldene Kante an:
12 er machte [an] ihm ringsum eine Leiste von einer Handbreit und brachte an seiner Leiste ringsum eine goldene Kante an.
13 Er machte für ihn auch vier goldene Ringe und befestigte die Ringe an den vier Seiten seiner vier Beine.
14 Dicht an der Leiste waren die Ringe als Ösen für die Stangen, damit man den Tisch tragen konnte.
15 Die Stangen aber machte er aus Akazienholz und überzog sie mit Gold, damit man den Tisch tragen konnte.
16 Dann fertigte er die Geräte an, die auf dem Tisch [stehen sollten]: seine Schüsseln, Schalen und Opferschalen und die Kannen, mit denen man [Trankopfer] ausgießt - [alles] aus reinem Gold.
17 Und er machte den Leuchter aus reinem Gold. In getriebener Arbeit machte er den Leuchter, sein Fußgestell und seine Schaftröhre; seine Kelche, Knäufe und Blüten waren aus [einem Stück mit] ihm.
18 Sechs Arme gingen von seinen [beiden] Seiten aus: drei Arme des Leuchters aus seiner einen Seite und drei Arme des Leuchters aus seiner andern Seite.
19 Drei Kelche in der Form von Mandelblüten waren an dem einen Arm, [aus] Knauf und Blüte [bestehend], und drei Kelche in der Form von Mandelblüten an dem nächsten Arm, [aus] Knauf und Blüte [bestehend]; so war es an den sechs Armen, die vom Leuchter ausgingen.
20 Am Leuchter aber waren vier Kelche in der Form von Mandelblüten, [aus] seinen Knäufen und Blüten [bestehend],
21 und zwar ein Knauf unter den ersten zwei von ihm [ausgehenden] Armen, ein Knauf unter den [nächsten] zwei von ihm [ausgehenden] Armen und [wieder] ein Knauf unter den [dritten] zwei von ihm [ausgehenden] Armen; [so war es] an den sechs Armen, die von ihm ausgingen.
22 Ihre Knäufe und Arme waren aus [einem Stück mit] ihm. Der ganze [Leuchter] war eine getriebene Arbeit aus reinem Gold.
23 Auch seine sieben Lampen, seine Dochtscheren und Feuerbecken stellte er aus reinem Gold her.
24 Aus einem Talent reinen Goldes machte er ihn und all seine Geräte.
25 Weiter machte er den Räucheraltar aus Akazienholz: eine Elle seine Länge und eine Elle seine Breite, viereckig, und zwei Ellen seine Höhe; seine Hörner waren aus [einem Stück mit] ihm.
26 Dann überzog er ihn mit reinem Gold, seine Platte und seine Wände ringsum sowie seine Hörner, und er brachte an ihm ringsum eine goldene Kante an.
27 Und er brachte an ihm unter seiner Kante zwei goldene Ringe an, an seinen beiden Seiten, an seinen beiden Wänden als Ösen für die Stangen, damit man ihn daran tragen konnte.
28 Auch die Stangen machte er aus Akazienholz und überzog sie mit Gold.
29 Außerdem machte er das heilige Salböl und das reine, wohlriechende Räucherwerk, [beides] ein Werk des Salbenmischers.
Kapitel 38
1 Und er machte den Brandopferaltar aus Akazienholz: fünf Ellen seine Länge und fünf Ellen seine Breite, viereckig, und drei Ellen seine Höhe.
2 Und er machte seine Hörner an seinen vier Ecken - seine Hörner waren aus [einem Stück mit] ihm - und er überzog ihn mit Bronze.
3 Und er fertigte alle Geräte des Altars an: die Töpfe, Schaufeln und Sprengschalen, die Fleischgabeln und Feuerbecken; all seine Geräte machte er aus Bronze.
4 Und er machte für den Altar ein bronzenes Gitter wie ein Netz unter seiner Einfassung, von unten her, bis zu seiner halben Höhe.
5 Und er goss vier Ringe [und befestigte sie] an den vier Ecken des bronzenen Gitters als Ösen für die Stangen.
6 Dann machte er die Stangen aus Akazienholz, überzog sie mit Bronze
7 und steckte die Stangen in die Ringe an die Seiten des Altars, damit man ihn daran tragen konnte; aus Brettern fertigte er ihn an, [innen] hohl.
8 Außerdem machte er das Becken aus Bronze und [ebenso] sein Gestell aus Bronze, aus den Spiegeln der diensttuenden Frauen, die am Eingang des Zeltes der Begegnung Dienst taten.
9 Und er machte den Vorhof: an der Südseite, nach Süden zu, die Behänge des Vorhofs aus gezwirntem Byssus, hundert Ellen [lang].
10 Ihre zwanzig Säulen und ihre zwanzig Fußgestelle [machte er] aus Bronze, die Nägel der Säulen und ihre Bindestäbe aus Silber.
11 Auch an der Nordseite [brachte er] hundert Ellen [Behänge an]; ihre zwanzig Säulen und ihre zwanzig Fußgestelle aus Bronze, die Nägel der Säulen und ihre Bindestäbe aus Silber.
12 An der Westseite aber [machte er] fünfzig Ellen Behänge; ihre zehn Säulen und ihre zehn Fußgestelle, die Nägel der Säulen und ihre Bindestäbe aus Silber.
13 Und an der östlichen, dem Sonnenaufgang zugekehrten Seite fünfzig Ellen:
14 fünfzehn Ellen Behänge auf der einen Seite, ihre drei Säulen und ihre drei Fußgestelle,
15 und auf der andern Seite - diesseits und jenseits vom Tor des Vorhofs - fünfzehn Ellen Behänge, ihre drei Säulen und ihre drei Fußgestelle.
16 Alle Behänge des Vorhofs ringsum waren aus gezwirntem Byssus,
17 die Fußgestelle der Säulen aus Bronze, die Nägel der Säulen und ihre Bindestäbe aus Silber und der Überzug ihrer Köpfe aus Silber. Und die Säulen des Vorhofs waren alle mit silbernen Bindestäben versehen.
18 Den Vorhang für das Tor des Vorhofs aber [machte er] in Buntwirkerarbeit, aus violettem und rotem Purpur, Karmesinstoff und gezwirntem Byssus, und zwar zwanzig Ellen lang und fünf Ellen hoch, entsprechend der Breite [einer Stoffbahn] gerade wie die Behänge des Vorhofs.
19 Ihre vier Säulen und ihre vier Fußgestelle waren aus Bronze, ihre Nägel aus Silber und der Überzug ihrer Köpfe und ihre Bindestäbe aus Silber.
20 Aber alle Pflöcke für die Wohnung und den Vorhof ringsum waren aus Bronze.
21 Dies ist die Kostenberechnung für die Wohnung, die Wohnung des Zeugnisses, die auf Mose Befehl als Dienst der Leviten unter der Leitung Itamars, des Sohnes des Priesters Aaron, vorgenommen wurde -
22 Bezalel, der Sohn Uris, des Sohnes Hurs, vom Stamm Juda, machte alles, was der HERR dem Mose geboten hatte,
23 und mit ihm Oholiab, der Sohn Ahisamachs, vom Stamm Dan, ein Kunsthandwerker und Kunststicker und Buntwirker in violettem und rotem Purpur, Karmesinstoff und Byssus -:
24 Alles Gold, das zur Arbeit am ganzen Bau des Heiligtums verwendet wurde, das Gold des Schwingopfers, betrug 29 Talente und 730 Schekel, nach dem Schekel des Heiligtums.
25 Und das Silber von den Gemusterten der Gemeinde betrug 100 Talente und 1 775 Schekel, nach dem Schekel des Heiligtums:
26 ein Beka je Kopf, ein halber Schekel, nach dem Schekel des Heiligtums, von jedem, der zu den Gemusterten hinüberging, von zwanzig Jahren an und darüber, von 603 550 [Mann].
27 Die 100 Talente Silber waren zum Gießen der Fußgestelle des Heiligtums und der Fußgestelle des Vorhangs: 100 Fußgestelle auf 100 Talente, ein Talent auf ein Fußgestell.
28 Aus den 1 775 [Schekeln] aber machte er Nägel für die Säulen, überzog ihre Köpfe und verband sie [mit Stäben).
29 Die Bronze des Schwingopfers betrug 70 Talente und 2 400 Schekel.
30 Und er machte daraus die Fußgestelle vom Eingang des Zeltes der Begegnung, den bronzenen Altar und sein bronzenes Gitter und alle Geräte des Altars,
31 die Fußgestelle des Vorhofs ringsum und die Fußgestelle am Tor des Vorhofs sowie alle Pflöcke der Wohnung und alle Pflöcke des Vorhofs ringsum.
Kapitel 39
1 Aus dem violetten und dem roten Purpur aber und [aus] dem Karmesinstoff machten sie die gewirkten Kleider für den Dienst im Heiligtum, und sie machten die heiligen Kleider für Aaron, wie der HERR dem Mose geboten hatte.
2 Und zwar machte man das Ephod aus Gold, violettem und rotem Purpur, Karmesinstoff und gezwirntem Byssus:
3 sie hämmerten die Goldbleche zurecht, und man zerschnitt sie zu Fäden, um [sie] in den violetten und roten Purpur, in den Karmesinstoff und den Byssus hineinzuarbeiten, in Kunststickerarbeit.
4 Sie machten zusammenfügbare Schulterstücke daran: an seinen beiden Rändern wurde es [mit ihnen] zusammengefügt.
5 Und der Gurt, mit dem es angelegt wurde, der sich oben darüber befand, war von gleicher Arbeit aus [einem Stück mit] ihm: aus Gold, violettem und rotem Purpur, Karmesinstoff und gezwirntem Byssus - wie der HERR dem Mose geboten hatte.
6 Und sie machten die Onyxsteine, umgeben mit goldenen Einfassungen, graviert in Siegelgravur, entsprechend den Namen der Söhne Israels.
7 Dann setzte man sie [oben] auf die Schulterstücke des Ephods, als Steine des Gedenkens für die Söhne Israel - wie der HERR dem Mose geboten hatte.
8 Man machte die Brusttasche in Kunststickerarbeit wie die Arbeit des Ephods: aus Gold, violettem und rotem Purpur, Karmesinstoff und gezwirntem Byssus.
9 Sie war viereckig; doppelt gelegt machten sie die Brusttasche, eine Spanne ihre Länge und eine Spanne ihre Breite, doppelt gelegt.
10 Dann besetzten sie sie mit vier Reihen von Steinen: eine Reihe mit Karneol, Topas und Smaragd, die erste Reihe;
11 die zweite Reihe: Rubin, Saphir und Jaspis;
12 und die dritte Reihe: Hyazinth, Achat und Amethyst;
13 und die vierte Reihe: Türkis, Onyx und Nephrit; [sie waren] mit goldenen Einfassungen umgeben in ihren Einsetzungen.
14 Die Steine waren entsprechend den Namen der Söhne Israels - zwölf [an der Zahl], entsprechend ihren Namen; in Siegelgravur [waren sie hergestellt], jeder nach seinem Namen für die zwölf Stämme.
15 Und sie machten an die Brusttasche gedrehte Ketten in Seilerarbeit aus reinem Gold;
16 und zwar fertigten sie zwei goldene Einfassungen und zwei goldene Ringe an und befestigten die beiden Ringe an den beiden [oberen] Enden der Brusttasche;
17 und die zwei goldenen Schnüre befestigten sie an den beiden Ringen an den Enden der Brusttasche.
18 Die beiden [anderen] Enden der zwei Schnüre aber befestigten sie an den beiden Einfassungen und befestigten sie [so] an den Schulterstücken des Ephods, an seiner Vorderseite.
19 Und sie stellten zwei [andere] goldene Ringe her und befestigten sie an den beiden [unteren] Enden der Brusttasche, an ihrem Rand, der dem Ephod zugekehrt war, auf der Innenseite.
20 Dann machten sie noch zwei goldene Ringe und befestigten sie unten an den beiden Schulterstücken des Ephods, an seiner Vorderseite, dicht an seiner Zusammenfügung [mit den Schulterstücken] oberhalb des Gurtes des Ephods.
21 Und sie banden die Brusttasche von ihren Ringen mit einer Schnur aus violettem Purpur an den Ringen des Ephods fest, damit es über dem Gurt des Ephods saß und sich die Brusttasche nicht von [der Stelle] über dem Ephod verschob - wie der HERR dem Mose geboten hatte.
22 Und man machte das Oberkleid des Ephods in Weberarbeit, ganz aus violettem Purpur.
23 Und die Öffnung des Oberkleides war in seiner Mitte wie die Öffnung eines Lederpanzers. Ringsum an seiner Öffnung hatte es einen Rand, damit es nicht einriss.
24 Am [unteren] Saum des Oberkleides aber brachten sie Granatäpfel aus violettem und rotem Purpur und Karmesinstoff an, gezwirnt.
25 Dann machten sie Glöckchen aus reinem Gold und setzten die Glöckchen zwischen die Granatäpfel ringsum an den Saum des Oberkleides zwischen die Granatäpfel:
26 [erst] ein Glöckchen, dann einen Granatapfel [und wieder] ein Glöckchen und einen Granatapfel, ringsum an den Saum des Oberkleides, um [darin] den Dienst zu verrichten - wie der HERR dem Mose geboten hatte.
27 Weiter machten sie die Leibröcke für Aaron und für seine Söhne aus Byssus, in Weberarbeit,
28 und den Kopfbund aus Byssus und die turbanartigen Kopfbedeckungen aus Byssus, und die leinenen Beinkleider aus gezwirntem Byssus
29 und den Gürtel aus gezwirntem Byssus, aus violettem und rotem Purpur und Karmesinstoff, in Buntwirkerarbeit - wie der HERR dem Mose geboten hatte.
30 Schließlich machten sie das [blumenförmige] Stirnblatt, das heilige Diadem, aus reinem Gold und schrieben darauf mit Siegelgravurschrift: Heiligkeit dem HERRN!
31 Und sie befestigten daran eine Schnur aus violettem Purpur, um sie von oben über den Kopfbund zu legen - wie der HERR dem Mose geboten hatte.
32 So wurde die ganze Arbeit der Wohnung des Zeltes der Begegnung vollendet: die Söhne Israel machten es ganz so, wie der HERR dem Mose geboten hatte, so machten sie es.
33 Und sie brachten die Wohnung zu Mose: das Zelt und all seine Geräte, seine Haken, Bretter, Riegel, Säulen und Fußgestelle;
34 dazu die Decke aus rotgefärbten Widderfellen, die Decke aus Delphinhäuten und den verhüllenden Vorhang;
35 die Lade des Zeugnisses und ihre Stangen und die Deckplatte;
36 den Tisch mit all seinen Geräten und die Schaubrote;
37 den Leuchter aus reinem [Gold] mit seinen Lampen, die Lampenreihe, und all seine Geräte sowie das Öl für die Beleuchtung;
38 und den goldenen Altar, das Salböl und das wohlriechende Räucherwerk; ferner den Vorhang für den Eingang des Zeltes;
39 den bronzenen Altar, sein bronzenes Gitter, seine Stangen und all seine Geräte; das Becken und sein Gestell;
40 die Behänge des Vorhofs, seine Säulen und Fußgestelle; dazu den Vorhang für das Tor des Vorhofs, seine Seile und seine Pflöcke; und alle Geräte für den Dienst an der Wohnung, dem Zelt der Begegnung;
41 die gewirkten Kleider für den Dienst im Heiligtum, die heiligen Kleider für den Priester Aaron, und die Kleider seiner Söhne zur Ausübung des Priesterdienstes.
42 Genau wie der HERR dem Mose geboten hatte, so hatten die Söhne Israel die ganze Arbeit gemacht.
43 Und Mose sah [sich] das ganze Werk [an] - und siehe, sie hatten es ausgeführt; wie der HERR geboten hatte, so hatten sie es ausgeführt. Da segnete Mose sie.

01.04.1445 BC
Volk Israel

Das Volk Israel ist nun das zweite Jahr in der Wüste unterwegs in das "Gelobte Land". Mose lässt heute das Heiligtum einrichten und das Volk erlebt, wie die Herrlichkeit Gottes dort einzieht un din Form einer Wolke das Heiligtum bedeckt: Nachzulesen im 2. Buch Mose (Exodus) im 40. Kapitel und im 4. Buch Mose (Numeri) im 9. Kapitel (mit Versangaben):

1 Und der HERR redete zu Mose und sprach:
2 Am Tag des ersten Monats, am ersten des Monats, sollst du die Wohnung des Zeltes der Begegnung aufrichten.
3 Und du sollst die Lade des Zeugnisses hineinstellen und die Lade mit dem Vorhang verdecken.
4 Dann bringe den Tisch hinein und richte zu, was auf ihm zuzurichten ist! Auch den Leuchter bringe hinein und setze seine Lampen auf!
5 Ferner stelle den goldenen Altar für [das] Räucherwerk vor die Lade des Zeugnisses, und hänge den Vorhang des Eingangs zur Wohnung auf!
6 Den Brandopferaltar aber stelle vor den Eingang der Wohnung des Zeltes der Begegnung!
7 Dann stelle das Becken zwischen das Zelt der Begegnung und den Altar und tu Wasser hinein!
8 Richte ringsum den Vorhof auf! Auch den Vorhang des Tors zum Vorhof hänge auf!
9 Darauf nimm das Salböl und salbe die Wohnung und alles, was darin ist, und heilige [dadurch] sie und all ihre Geräte, damit sie heilig wird!
10 Salbe auch den Brandopferaltar und all seine Geräte und heilige [dadurch] den Altar, damit der Altar hochheilig wird!
11 Salbe das Becken und sein Gestell und heilige es [dadurch]!
12 Dann lass Aaron und seine Söhne an den Eingang des Zeltes der Begegnung herantreten und wasche sie mit Wasser!
13 Und bekleide Aaron mit den heiligen Kleidern, salbe ihn und heilige ihn [dadurch], damit er mir den Priesterdienst ausübt!
14 Auch seine Söhne sollst du herantreten lassen und sie mit [den] Leibröcken bekleiden.
15 Und du sollst sie salben, wie du ihren Vater gesalbt hast, damit sie mir den Priesterdienst ausüben. Das soll geschehen, damit ihnen ihre Salbung zu einem ewigen Priesteramt sei, in [all] ihren Generationen.
16 Und Mose handelte ganz, wie ihm der HERR geboten hatte; so handelte er.
17 Und es geschah im ersten Monat im zweiten Jahr, am ersten des Monats, da wurde die Wohnung aufgerichtet:
18 Mose richtete die Wohnung auf, indem er ihre Fußgestelle setzte, ihre Bretter hinstellte, ihre Riegel einsetzte und ihre Säulen aufrichtete.
19 Auch spannte er das Zelt[dach] über der Wohnung und legte die Decke des Zeltes oben darüber - wie der HERR dem Mose geboten hatte.
20 Dann nahm er das Zeugnis und legte es in die Lade, brachte die Stangen an der Lade an und legte die Deckplatte oben auf die Lade.
21 Und er brachte die Lade in die Wohnung, hängte den verhüllenden Vorhang auf und verdeckte so die Lade des Zeugnisses - wie der HERR dem Mose geboten hatte.
22 Weiter setzte er den Tisch in das Zelt der Begegnung an die Nordseite der Wohnung, außerhalb des [inneren] Vorhangs,
23 und schichtete darauf die Brote übereinander vor dem HERRN - wie der HERR dem Mose geboten hatte.
24 Dann stellte er den Leuchter in das Zelt der Begegnung dem Tisch gegenüber, an die Südseite der Wohnung,
25 und setzte vor dem HERRN die Lampen auf - wie der HERR dem Mose geboten hatte.
26 Er stellte den goldenen Altar in das Zelt der Begegnung, vor den [inneren] Vorhang,
27 und ließ darauf wohlriechendes Räucherwerk als Rauch aufsteigen - wie der HERR dem Mose geboten hatte.
28 Und er hängte den Vorhang des Eingangs zur Wohnung auf,
29 und den Brandopferaltar stellte er an den Eingang der Wohnung des Zeltes der Begegnung, und er opferte darauf das Brandopfer und das Speisopfer - wie der HERR dem Mose geboten hatte.
30 Dann stellte er das Becken zwischen das Zelt der Begegnung und den Altar und tat Wasser zum Waschen hinein,
31 damit sich Mose und Aaron und dessen Söhne darin ihre Hände und ihre Füße wuschen.
32 Sooft sie in das Zelt der Begegnung hineingingen, und sooft sie an den Altar herantraten, wuschen sie sich - wie der HERR dem Mose geboten hatte.
33 Und er richtete den Vorhof auf, rings um die Wohnung und um den Altar, und hängte den Vorhang des Tores zum Vorhof auf. So vollendete Mose das Werk.
34 Da bedeckte die Wolke das Zelt der Begegnung, und die Herrlichkeit des HERRN erfüllte die Wohnung.
35 Und Mose konnte nicht in das Zelt der Begegnung hineingehen; denn die Wolke hatte sich darauf niedergelassen, und die Herrlichkeit des HERRN erfüllte die Wohnung.
36 Sooft sich die Wolke von der Wohnung erhob, brachen die Söhne Israel auf, auf all ihren Wanderungen.
37 Wenn sich aber die Wolke nicht erhob, dann brachen sie nicht auf bis zu dem Tag, an dem sie sich erhob.
38 Denn die Wolke des HERRN war bei Tag auf der Wohnung, und bei Nacht war ein Feuer in der Wolke vor den Augen des ganzen Hauses Israel, solange sie auf der Wanderung waren.
4. Buch Mose (Numeri) 9. Kapitel
15 Und an dem Tag, als die Wohnung aufgestellt wurde, bedeckte die Wolke die Wohnung des Zeltes des Zeugnisses; und am Abend war sie über der Wohnung wie das Aussehen eines Feuers bis zum Morgen.
16 So war es ständig: die Wolke bedeckte sie, und des Nachts [war es wie] das Aussehen eines Feuers.
17 Und sooft die Wolke sich von dem Zelt erhob, brachen danach die Söhne Israel auf; und an dem Ort, wo die Wolke sich niederließ, dort lagerten die Söhne Israel.
18 Nach dem Befehl des HERRN brachen die Söhne Israel auf, und nach dem Befehl des HERRN lagerten sie; alle Tage, während die Wolke auf der Wohnung ruhte, lagerten sie.
19 Und wenn die Wolke viele Tage auf der Wohnung stehen blieb, verrichteten die Söhne Israel den Dienst des HERRN und brachen nicht auf.
20 Und es kam vor, dass die Wolke [nur] wenige Tage auf der Wohnung war - nach dem Befehl des HERRN lagerten sie sich, und nach dem Befehl des HERRN brachen sie [auch] auf.
21 Und es kam vor, dass die Wolke [nur] vom Abend bis zum [nächsten] Morgen da war und die Wolke sich am Morgen erhob, dann brachen sie auf. Oder einen Tag und eine Nacht - erhob sich die Wolke, so brachen sie auf.
22 Oder [dauerte es] zwei Tage oder einen Monat oder eine längere Zeit - wenn die Wolke auf der Wohnung verweilte, indem sie darauf ruhte, dann lagerten die Söhne Israel und brachen nicht auf; und wenn sie sich [dann] erhob, brachen sie auf.
23 Nach dem Befehl des HERRN lagerten sie, und nach dem Befehl des HERRN brachen sie auf; sie verrichteten den Dienst des HERRN nach dem Befehl des HERRN durch Mose.

Erste Hälfte April 1445 BC
Volk Israel

Mose verkündigt im Auftrag Gottes die Opfergesetze vom Heiligtum aus. Nachzulesen im 3. Buch Mose (Leviticus) in den Kapiteln 1 bis 7 (mit Versangaben):

1 Und der HERR rief Mose, und er redete zu ihm aus dem Zelt der Begegnung:
2 Rede zu den Söhnen Israel und sage zu ihnen: Wenn ein Mensch von euch dem HERRN eine Opfergabe darbringen will, sollt ihr vom Vieh, von den Rindern und Schafen, eure Opfergabe darbringen.
3 Wenn seine Opfergabe ein Brandopfer von den Rindern ist, soll er sie darbringen, ein männliches [Tier] ohne Fehler. Am Eingang des Zeltes der Begegnung soll er sie darbringen, zum Wohlgefallen für ihn vor dem HERRN.
4 Und er soll seine Hand auf den Kopf des Brandopfers legen, und es wird als wohlgefällig angenommen werden für ihn, um Sühnung für ihn zu erwirken.
5 Und er soll das junge Rind schlachten vor dem HERRN. Und die Söhne Aarons, die Priester, sollen das Blut herzubringen und das Blut ringsherum an den Altar sprengen, der am Eingang des Zeltes der Begegnung [steht].
6 Und er soll dem Brandopfer die Haut abziehen und es in seine Stücke zerlegen.
7 Und die Söhne Aarons, des Priesters, sollen Feuer auf den Altar legen und Holz auf dem Feuer zurichten.
8 Und die Söhne Aarons, die Priester, sollen die Stücke, den Kopf und das Fett auf dem Holz zurichten, über dem Feuer, das auf dem Altar ist.
9 Und seine Eingeweide und seine Unterschenkel soll er mit Wasser waschen. Und der Priester soll das Ganze auf dem Altar in Rauch aufgehen lassen: ein Brandopfer [ist es], ein Feueropfer als wohlgefälliger Geruch für den HERRN.
10 Und wenn seine Opfergabe vom Kleinvieh ist, von den Schafen oder von den Ziegen, als Brandopfer, soll er sie darbringen als ein männliches [Tier] ohne Fehler.
11 Und er soll es schlachten an der Nordseite des Altars, vor dem HERRN; und die Söhne Aarons, die Priester, sollen sein Blut ringsherum an den Altar sprengen.
12 Und er soll es in seine Stücke zerlegen mit seinem Kopf und seinem Fett. Und der Priester soll sie auf dem Holz zurichten, über dem Feuer, das auf dem Altar ist.
13 Und die Eingeweide und die Unterschenkel soll er mit Wasser waschen; und der Priester soll das Ganze darbringen und auf dem Altar in Rauch aufgehen lassen: ein Brandopfer ist es, ein Feueropfer als wohlgefälliger Geruch für den HERRN.
14 Und wenn seine Opfergabe für den HERRN ein Brandopfer von den Vögeln ist, dann soll er von den Turteltauben oder von den jungen Tauben seine Opfergabe darbringen.
15 Und der Priester bringe sie zum Altar und kneife ihr den Kopf ab und lasse sie auf dem Altar in Rauch aufgehen, und ihr Blut soll an die Wand des Altars ausgedrückt werden.
16 Und er trenne ihren Kropf mit seinem Inhalt ab und werfe ihn neben den Altar nach Osten, an den Ort der Fettasche.
17 Und er soll sie an den Flügeln einreißen, er soll sie nicht zertrennen. Und der Priester soll sie auf dem Altar in Rauch aufgehen lassen, auf dem Holz, das über dem Feuer ist: ein Brandopfer ist es, ein Feueropfer als wohlgefälliger Geruch für den HERRN.
Kapitel 2
1 Und wenn jemand die Opfergabe eines Speisopfers dem HERRN darbringen will, soll seine Opfergabe Weizengrieß sein; und er soll Öl darauf gießen und Weihrauch darauf legen.
2 Und er soll es zu den Söhnen Aarons, den Priestern, bringen. Er nehme davon seine Hand voll, von seinem Weizengrieß und von seinem Öl samt all seinem Weihrauch, und der Priester lasse die Askara davon auf dem Altar in Rauch aufgehen: ein Feueropfer ist es als wohlgefälliger Geruch für den HERRN.
3 Aber das übrige vom Speisopfer soll für Aaron und für seine Söhne sein: ein Hochheiliges von den Feueropfern des HERRN.
4 Und wenn du als Opfergabe eines Speisopfers ein Ofengebäck darbringen willst, soll es Weizengrieß sein, ungesäuerte Kuchen, mit Öl gemengt, und ungesäuerte Fladen, mit Öl gesalbt.
5 Und wenn deine Opfergabe ein Speisopfer in der Pfanne ist, soll es Weizengrieß sein, mit Öl gemengt, ungesäuert.
6 Du sollst es in Stücke zerbrechen und Öl darauf gießen: ein Speisopfer ist es.
7 Und wenn deine Opfergabe ein Speisopfer im Topf ist, soll es von Weizengrieß mit Öl gemacht werden.
8 Und du sollst das Speisopfer, das von diesen Dingen gemacht wird, dem HERRN bringen. Man soll es dem Priester überreichen, und er soll es an den Altar tragen.
9 Und der Priester hebe vom Speisopfer dessen Askara ab und lasse es auf dem Altar in Rauch aufgehen: ein Feueropfer [ist es] als wohlgefälliger Geruch für den HERRN.
10 Das übrige vom Speisopfer aber soll für Aaron und für seine Söhne sein: ein Hochheiliges von den Feueropfern des HERRN.
11 Alles Speisopfer, das ihr dem HERRN darbringt, darf nicht aus Gesäuertem gemacht werden; denn von allem Sauerteig und allem Honig sollt ihr für den HERRN nichts als Feueropfer in Rauch aufgehen lassen.
12 Was die Opfergabe der Erstlinge betrifft, sollt ihr sie dem HERRN darbringen; aber auf den Altar sollen sie nicht kommen als wohlgefälliger Geruch.
13 Alle Opfergaben deines Speisopfers sollst du mit Salz salzen und sollst das Salz des Bundes deines Gottes auf deinem Speisopfer nicht fehlen lassen; bei allen deinen Opfergaben sollst du Salz darbringen.
14 Und wenn du dem HERRN ein Speisopfer von den ersten Früchten darbringen willst, sollst du Ähren, am Feuer geröstet, Graupen von Jungkorn, darbringen als Speisopfer von deinen ersten Früchten.
15 Und du sollst Öl darauf tun und Weihrauch darauf legen: ein Speisopfer ist es.
16 Und der Priester soll die Askara davon in Rauch aufgehen lassen, von seinen Graupen und von seinem Öl, mit all seinem Weihrauch: ein Feueropfer [ist es] für den HERRN.
Kapitel 3
1 Und wenn seine Opfergabe ein Heilsopfer ist: wenn er sie von den Rindern darbringt, es sei ein männliches oder ein weibliches [Tier], soll er sie ohne Fehler vor dem HERRN darbringen.
2 Und er soll seine Hand auf den Kopf seines Opfers legen und es am Eingang des Zeltes der Begegnung schlachten; und die Söhne Aarons, die Priester, sollen das Blut ringsherum an den Altar sprengen.
3 Und von dem Heilsopfer soll er dem HERRN ein Feueropfer darbringen: das Fett, das die Eingeweide bedeckt, und alles Fett, das an den Eingeweiden ist,
4 die beiden Nieren und das Fett, das an ihnen [und] das an den Lenden ist, und den Lappen über der Leber: bei den Nieren soll er es abtrennen.
5 Und die Söhne Aarons sollen es auf dem Altar in Rauch aufgehen lassen, auf dem Brandopfer, das auf dem Holz über dem Feuer ist: ein Feueropfer [ist es] als wohlgefälliger Geruch für den HERRN.
6 Und wenn seine Opfergabe vom Kleinvieh ist, für den HERRN als Heilsopfer, ein männliches oder ein weibliches [Tier], soll er sie ohne Fehler darbringen.
7 Wenn er ein Schaf darbringt als seine Opfergabe, dann soll er es vor den HERRN herbeibringen;
8 und er soll seine Hand auf den Kopf seines Opfers legen und es vor dem Zelt der Begegnung schlachten; und die Söhne Aarons sollen sein Blut ringsherum an den Altar sprengen.
9 Und vom Heilsopfer soll er sein Fett als Feueropfer dem HERRN darbringen: den ganzen Fettschwanz - dicht beim Schwanzwirbel soll er ihn abtrennen - und das Fett, das die Eingeweide bedeckt, und alles Fett, das an den Eingeweiden ist,
10 die beiden Nieren und das Fett, das an ihnen [und] das an den Lenden ist, und den Lappen über der Leber: bei den Nieren soll er es abtrennen.
11 Und der Priester soll es auf dem Altar in Rauch aufgehen lassen: eine Speise des Feueropfers für den HERRN [ist es]. -
12 Und wenn seine Opfergabe eine Ziege ist, dann soll er sie vor den HERRN herbeibringen;
13 und er soll seine Hand auf ihren Kopf legen und sie vor dem Zelt der Begegnung schlachten; und die Söhne Aarons sollen ihr Blut ringsherum an den Altar sprengen.
14 Und er soll davon seine Opfergabe als Feueropfer dem HERRN darbringen: das Fett, das die Eingeweide bedeckt, und alles Fett, das an den Eingeweiden ist,
15 und die beiden Nieren und das Fett, das an ihnen [und] das an den Lenden ist, und den Lappen über der Leber: bei den Nieren soll er es abtrennen.
16 Und der Priester soll sie auf dem Altar in Rauch aufgehen lassen: eine Speise des Feueropfers [ist es] als wohlgefälliger Geruch. Alles Fett gehört dem HERRN.
17 Eine ewige Ordnung bei euren Generationen in allen euren Wohnsitzen: Keinerlei Fett und keinerlei Blut dürft ihr essen!
Kapitel 4
1 Und der HERR redete zu Mose:
2 Rede zu den Söhnen Israel und sage: Wenn jemand aus Versehen sündigt gegen [irgend etwas], was der HERR zu tun verboten hat, und irgendeines von ihnen tut, -
3 wenn der gesalbte Priester sündigt zur Schuld des Volkes, dann soll er für seine Sünde, die er begangen hat, dem HERRN einen Jungstier ohne Fehler als Sündopfer darbringen!
4 Und er soll den Stier an den Eingang des Zeltes der Begegnung vor den HERRN bringen und seine Hand auf den Kopf des Stieres legen und den Stier vor dem HERRN schlachten.
5 Und der gesalbte Priester nehme von dem Blut des Stieres und bringe es in das Zelt der Begegnung;
6 und der Priester tauche seinen Finger in das Blut und sprenge von dem Blut siebenmal vor den HERRN gegen den Vorhang des Heiligtums hin.
7 Und der Priester tue [etwas] von dem Blut an die Hörner des Altars des wohlriechenden Räucherwerks, der im Zelt der Begegnung vor dem HERRN [steht]. Alles Blut des Stieres aber soll er an den Fuß des Brandopferaltars gießen, der am Eingang des Zeltes der Begegnung [steht].
8 Und alles Fett vom Stier des Sündopfers soll er von ihm abheben: das Fett, das die Eingeweide bedeckt, und alles Fett, das an den Eingeweiden ist,
9 und die beiden Nieren und das Fett, das an ihnen [und] das an den Lenden ist, und den Lappen über der Leber: bei den Nieren soll er es abtrennen,
10 ebenso wie es vom Stier des Heilsopfers abgehoben wird; und der Priester soll es auf dem Brandopferaltar in Rauch aufgehen lassen.
11 Aber die Haut des Stieres und all sein Fleisch samt seinem Kopf und seinen Unterschenkeln und seinen Eingeweiden und seinem Mageninhalt:
12 den ganzen Stier soll er hinausbringen, nach draußen vor das Lager, an einen reinen Ort, an den Schutthaufen der Fettasche und soll ihn auf Holzscheiten mit Feuer verbrennen. Auf dem Schutthaufen der Fettasche soll er verbrannt werden.
13 Und wenn die ganze Gemeinde Israel aus Versehen sündigt, und die Sache ist verborgen vor den Augen der Versammlung, und sie tun irgend etwas von alledem, was der HERR zu tun verboten hat, und werden schuldig,
14 wird dann die Sünde erkannt, mit der sie sich dagegen versündigt haben, dann soll die Versammlung einen Jungstier als Sündopfer darbringen, und sie sollen ihn vor das Zelt der Begegnung bringen.
15 Und die Ältesten der Gemeinde sollen vor dem HERRN ihre Hände auf den Kopf des Stieres legen, und man soll den Stier vor dem HERRN schlachten.
16 Und der gesalbte Priester bringe [etwas] von dem Blut des Stieres in das Zelt der Begegnung,
17 und der Priester tauche seinen Finger in das Blut und sprenge vor dem HERRN siebenmal gegen den Vorhang hin.
18 Und von dem Blut tue er [etwas] an die Hörner des Altars, der vor dem HERRN, also im Zelt der Begegnung, [steht]. Alles Blut soll er an den Fuß des Brandopferaltars gießen, der am Eingang des Zeltes der Begegnung [steht].
19 All sein Fett aber soll er von ihm abheben und auf dem Altar in Rauch aufgehen lassen.
20 Und er soll mit dem Stier tun, wie er mit dem Stier des Sündopfers getan hat; ebenso soll er damit tun. Und so erwirke der Priester Sühnung für sie, und es wird ihnen vergeben werden.
21 Und er soll den Stier hinausbringen, nach draußen vor das Lager, und ihn verbrennen, ebenso wie er den ersten Stier verbrannt hat: ein Sündopfer der Versammlung ist es.
22 Wenn ein Fürst sündigt und tut aus Versehen [irgend etwas] von alledem, was der HERR, sein Gott, zu tun verboten hat, und wird schuldig,
23 und seine Sünde, mit der er gesündigt hat, wird ihm zu Bewusstsein gebracht, dann soll er seine Opfergabe bringen, einen Ziegenbock, ein Männchen ohne Fehler.
24 Und er soll seine Hand auf den Kopf des Ziegenbockes legen und ihn schlachten an dem Ort, wo man das Brandopfer vor dem HERRN schlachtet: ein Sündopfer ist es.
25 Und der Priester nehme mit seinen Fingern [etwas] von dem Blut des Sündopfers und tue es an die Hörner des Brandopferaltars; und sein Blut soll er an den Fuß des Brandopferaltars gießen.
26 All sein Fett aber soll er auf dem Altar in Rauch aufgehen lassen, wie das Fett des Heilsopfers. Und so erwirke der Priester Sühnung für ihn wegen seiner Sünde, und es wird ihm vergeben werden.
27 Und wenn jemand vom Volk des Landes aus Versehen sündigt, indem er eines von dem tut, was der HERR zu tun verboten hat, und schuldig wird,
28 und seine Sünde, die er begangen hat, wird ihm zu Bewusstsein gebracht, dann soll er seine Opfergabe bringen, eine weibliche Ziege ohne Fehler, für seine Sünde, die er begangen hat.
29 Und er soll seine Hand auf den Kopf des Sündopfers legen und das Sündopfer am Ort des Brandopfers schlachten.
30 Und der Priester nehme mit seinem Finger [etwas] von seinem Blut und tue es an die Hörner des Brandopferaltars. All sein Blut aber soll er an den Fuß des Altars gießen.
31 Und all sein Fett soll er abtrennen, ebenso wie das Fett vom Heilsopfer abgetrennt wird; und der Priester soll es auf dem Altar in Rauch aufgehen lassen als wohlgefälligen Geruch für den HERRN. So erwirke der Priester Sühnung für ihn, und es wird ihm vergeben werden. -
32 Und wenn er ein Schaf bringt als seine Opfergabe zum Sündopfer, dann bringe er ein weibliches [Tier] ohne Fehler.
33 Und er soll seine Hand auf den Kopf des Sündopfers legen und es als Sündopfer schlachten an dem Ort, wo man das Brandopfer schlachtet.
34 Und der Priester nehme mit seinem Finger [etwas] vom Blut des Sündopfers und tue es an die Hörner des Brandopferaltars. All sein Blut aber soll er an den Fuß des Altars gießen.
35 Und all sein Fett soll er abtrennen, ebenso wie das Fett des Schafes vom Heilsopfer abgetrennt wird; und der Priester soll es auf dem Altar in Rauch aufgehen lassen, auf den Feueropfern des HERRN. So erwirke der Priester Sühnung für ihn wegen seiner Sünde, die er begangen hat, und es wird ihm vergeben werden.
Kapitel 5
1 Und wenn jemand sündigt, dass er die Stimme der Verfluchung hört, und er war Zeuge, sei es, dass er es gesehen oder gekannt hat, - wenn er es nicht meldet, dann soll er seine Schuld tragen;
2 oder wenn jemand irgend etwas Unreines anrührt, sei es das Aas eines unreinen wilden Tieres oder das Aas eines unreinen Viehs oder das Aas eines unreinen kriechenden Tieres, - ist es ihm auch verborgen, dann ist er [doch] unrein und schuldig.
3 Oder wenn er die Unreinheit eines Menschen anrührt, was seine Unreinheit auch sei, durch die er unrein wird, und es ist ihm verborgen, - erkennt er es, dann ist er schuldig.
4 Oder wenn jemand schwört, indem er unbesonnen mit den Lippen redet, Böses oder Gutes zu tun, nach allem was ein Mensch mit einem Schwur unbesonnen reden mag, und es ist ihm verborgen, - erkennt er es, dann ist er schuldig in einem von diesen.
5 Und es soll geschehen, wenn er in einem von diesen [Dingen] schuldig wird, dann bekenne er, worin er gesündigt hat;
6 und er bringe dem HERRN sein Schuldopfer für seine Sünde, die er begangen hat: ein weibliches [Tier] vom Kleinvieh, ein Schaf oder eine Ziege, zum Sündopfer. So soll der Priester wegen seiner Sünde Sühnung für ihn erwirken.
7 Und wenn seine Hand das [zum Kauf] eines Schafes Ausreichende nicht aufbringen kann, so bringe er für das, worin er gesündigt hat, dem HERRN sein Schuldopfer: zwei Turteltauben oder zwei junge Tauben: eine zum Sündopfer und eine zum Brandopfer.
8 Und er soll sie zum Priester bringen; und dieser bringe die zum Sündopfer zuerst dar und kneife ihr den Kopf dicht beim Genick ab. Er soll ihn aber nicht [völlig] abtrennen.
9 Und er sprenge [etwas] von dem Blut des Sündopfers an die Wand des Altars, das übrige von dem Blut aber soll an den Fuß des Altars ausgedrückt werden: ein Sündopfer ist es.
10 Und die andere soll er als Brandopfer opfern, nach der Vorschrift. So erwirke der Priester Sühnung für ihn wegen seiner Sünde, die er begangen hat, und es wird ihm vergeben werden.
11 Wenn aber seine Hand zwei Turteltauben oder zwei junge Tauben nicht aufbringen kann, dann bringe er, der gesündigt hat, als seine Opfergabe ein zehntel Efa Weizengrieß zum Sündopfer. Er soll kein Öl darauf tun und keinen Weihrauch darauf legen, denn ein Sündopfer ist es.
12 Und er soll es zum Priester bringen; und der Priester nehme davon seine Hand voll, die Askara davon, und lasse es auf dem Altar in Rauch aufgehen, auf den Feueropfern des HERRN: ein Sündopfer ist es.
13 So erwirke der Priester Sühnung für ihn wegen seiner Sünde, die er begangen hat in einem von diesen [Dingen], und es wird ihm vergeben werden. Das Sündopfer aber soll dem Priester gehören wie das Speisopfer.
14 Und der HERR redete zu Mose:
15 Wenn jemand Untreue begeht und aus Versehen an den heiligen Dingen des HERRN sündigt, dann soll er dem HERRN sein Schuldopfer bringen: einen Widder ohne Fehler vom Kleinvieh, nach deiner Schätzung an Schekeln Silber, nach dem Schekel des Heiligtums, zum Schuldopfer.
16 Und worin er an dem Heiligen gesündigt hat, soll er erstatten und ein Fünftel davon noch hinzufügen und es dem Priester geben. Und der Priester soll Sühnung für ihn erwirken mit dem Widder des Schuldopfers, und es wird ihm vergeben werden.
17 Und wenn jemand sündigt und irgend etwas von all dem tut, was der HERR zu tun verboten hat, - hat er es auch nicht erkannt, dann ist er [doch] schuldig und soll seine Schuld tragen.
18 Er soll nach deiner Schätzung einen Widder ohne Fehler, vom Kleinvieh, zum Priester bringen für das Schuldopfer. Und der Priester soll für ihn Sühnung erwirken wegen seines Versehens, das er begangen hat, ohne es zu erkennen; und es wird ihm vergeben werden.
19 Ein Schuldopfer ist es; er ist auf jeden Fall am HERRN schuldig geworden.
20 Und der HERR redete zu Mose:
21 Wenn jemand sündigt und Untreue gegen den HERRN begeht, dass er seinem Nächsten ein anvertrautes Gut ableugnet oder ein Darlehn oder etwas Geraubtes, oder er hat von seinem Nächsten etwas erpresst,
22 oder er hat Verlorenes gefunden und leugnet es ab, und er schwört falsch oder irgend etwas von allem, was ein Mensch tun mag, sich darin zu versündigen:
23 dann soll es geschehen, wenn er gesündigt hat und schuldig geworden ist, dass er zurückerstatte das Geraubte, das er geraubt, oder das Erpresste, das er erpresst hat, oder das Anvertraute, das ihm anvertraut worden ist, oder das Verlorene, das er gefunden hat,
24 oder [etwas] von all dem, worüber er falsch geschworen hat; und er soll es erstatten nach seiner [vollen] Summe und ein Fünftel davon noch hinzufügen. Wem es gehört, dem soll er es geben am Tag seines Schuldopfers.
25 Und dem HERRN soll er sein Schuldopfer bringen: einen Widder ohne Fehler vom Kleinvieh, nach deiner Schätzung, als Schuldopfer zum Priester.
26 Und der Priester soll Sühnung für ihn erwirken vor dem HERRN, und es wird ihm vergeben werden wegen irgend etwas von allem, was er getan hat, darin schuldig zu werden.
Kapitel 6
1 Und der HERR redete zu Mose:
2 Befiehl Aaron und seinen Söhnen und sage: Dies ist das Gesetz des Brandopfers. Dieses, das Brandopfer, soll auf seiner Feuerstelle sein, auf dem Altar, die ganze Nacht bis zum Morgen; und das Feuer des Altars soll auf ihm in Brand gehalten werden.
3 Und der Priester soll sein leinenes Gewand anziehen und soll seine leinenen Beinkleider anziehen über sein Fleisch; und er soll die Fettasche abheben, zu der das Feuer das Brandopfer auf dem Altar verzehrt hat, und soll sie neben den Altar schütten.
4 Und er soll seine Kleider ausziehen und andere Kleider anlegen und die Fettasche hinaustragen nach draußen vor das Lager an einen reinen Ort.
5 Und das Feuer auf dem Altar soll auf ihm in Brand gehalten werden, es soll nicht erlöschen; und der Priester soll Holz auf ihm anzünden, Morgen für Morgen, und das Brandopfer auf ihm zurichten und die Fettstücke der Heilsopfer auf ihm in Rauch aufgehen lassen.
6 Ein beständiges Feuer soll auf dem Altar in Brand gehalten werden, es soll nicht erlöschen.
7 Und dies ist das Gesetz des Speisopfers: Die Söhne Aarons sollen es vor dem HERRN darbringen, am Altar.
8 Und er soll davon seine Hand voll nehmen, vom Weizengrieß des Speisopfers und von seinem Öl, und allen Weihrauch, der auf dem Speisopfer ist, und es auf dem Altar in Rauch aufgehen lassen: [Es ist] ein wohlgefälliger Geruch, seine Askara für den HERRN.
9 Das übrige davon aber sollen Aaron und seine Söhne essen. Ungesäuert soll es gegessen werden an heiliger Stätte. Im Vorhof des Zeltes der Begegnung sollen sie es essen.
10 Es soll nicht gesäuert gebacken werden; als ihren Anteil habe ich es ihnen gegeben von meinen Feueropfern: hochheilig ist es, wie das Sündopfer und wie das Schuldopfer.
11 Alles Männliche unter den Söhnen Aarons soll es essen: Eine ewige Ordnung von den Feueropfern des HERRN für eure Generationen [ist es]. Alles, was sie anrührt, wird geheiligt sein.
12 Und der HERR redete zu Mose:
13 Dies ist die Opfergabe Aarons und seiner Söhne, die sie dem HERRN darbringen sollen an dem Tag, an dem er gesalbt wird: Ein zehntel Efa Weizengrieß als regelmäßiges Speisopfer, die Hälfte davon am Morgen und die Hälfte davon am Abend.
14 Es soll in der Pfanne mit Öl bereitet werden, [mit Öl] eingerührt, sollst du es bringen. Gebäck als Speisopferbrocken sollst du darbringen als einen wohlgefälligen Geruch für den HERRN.
15 Und der Priester, der unter seinen Söhnen an seiner Statt gesalbt wird, soll es opfern: Eine ewige Ordnung: es soll für den HERRN ganz in Rauch aufgehen.
16 Und jedes Speisopfer des Priesters soll ein Ganzopfer sein; es darf nicht gegessen werden.
17 Und der Herr redete zu Mose:
18 Rede zu Aaron und zu seinen Söhnen: Dies ist das Gesetz des Sündopfers. An dem Ort, wo das Brandopfer geschlachtet wird, soll das Sündopfer vor dem HERRN geschlachtet werden: hochheilig ist es.
19 Der Priester, der es als Sündopfer opfert, soll es essen. An heiliger Stätte soll es gegessen werden, im Vorhof des Zeltes der Begegnung.
20 Alles, was sein Fleisch anrührt, wird geheiligt sein. Wenn von seinem Blut [etwas] auf ein Kleid spritzt - das, worauf es spritzt, sollst du waschen an heiliger Stätte.
21 Das irdene Gefäß aber, in dem es gekocht wird, soll zerbrochen werden, und wenn es in einem bronzenen Gefäß gekocht wird, dann soll dieses gescheuert und mit Wasser gespült werden.
22 Alles Männliche unter den Priestern soll es essen: hochheilig ist es.
23 Aber alles Sündopfer, von dessen Blut [etwas] in das Zelt der Begegnung gebracht wird, um im Heiligtum Sühnung zu erwirken, soll nicht gegessen werden. Es soll mit Feuer verbrannt werden.
Kapitel 7
1 Und dies ist das Gesetz des Schuldopfers; hochheilig ist es.
2 An dem Ort, wo man das Brandopfer schlachtet, soll man das Schuldopfer schlachten. Der Priester soll sein Blut ringsherum an den Altar sprengen.
3 Und all sein Fett davon soll er darbringen, den Fettschwanz und das Fett, das die Eingeweide bedeckt,
4 und die beiden Nieren und das Fett, das an ihnen und das an den Lenden ist, und den Lappen über der Leber: bei den Nieren soll er es abtrennen.
5 Und der Priester soll es auf dem Altar in Rauch aufgehen lassen als ein Feueropfer für den HERRN: ein Schuldopfer ist es.
6 Alles Männliche unter den Priestern soll es essen; an heiliger Stätte soll es gegessen werden: hochheilig ist es.
7 Wie das Sündopfer, so das Schuldopfer: ein Gesetz soll für sie sein. Der Priester, der damit Sühnung erwirkt, ihm soll es gehören. -
8 Und der Priester, der jemandes Brandopfer darbringt: ihm, dem Priester, soll die Haut des Brandopfers gehören, das er dargebracht hat.
9 Und alles Speisopfer, das im Ofen gebacken, und alles, was im Topf oder in der Pfanne bereitet wird: dem Priester, der es darbringt, ihm soll es gehören.
10 Und alles Speisopfer, das mit Öl gemengt oder trocken ist, soll allen Söhnen Aarons gehören, dem einen wie dem anderen.
11 Und dies ist das Gesetz des Heilsopfers, das man dem HERRN darbringt:
12 Wenn man es zum Dank darbringt, so bringe man zu dem Dankopfer hinzu ungesäuerte Kuchen dar, mit Öl gemengt, und ungesäuerte Fladen, mit Öl gesalbt, und Weizengrieß, [mit Öl] eingerührt, Kuchen, gemengt mit Öl.
13 Außer den Kuchen soll man gesäuertes [Brot] als seine Gabe darbringen zu seinem Dank-Heilsopfer.
14 Und man soll [je] eines davon, von der ganzen Gabe, dem HERRN als Hebopfer darbringen; dem Priester, der das Blut des Heilsopfers sprengt, ihm soll es gehören.
15 Und das Fleisch seines Dank-Heilsopfers soll am Tag seiner Darbringung gegessen werden; er soll nichts davon liegen lassen bis zum Morgen.
16 Und wenn das Schlachtopfer seiner Opfergabe ein Gelübde oder eine freiwillige Gabe ist, soll es an dem Tag, an dem er sein Schlachtopfer darbringt, gegessen werden; und am nächsten Tag soll dann gegessen werden, was davon übrigbleibt.
17 Was aber vom Fleisch des Schlachtopfers am dritten Tag übrigbleibt, soll mit Feuer verbrannt werden.
18 Und wenn vom Fleisch seines Heilsopfers am dritten Tag noch irgend etwas gegessen wird, dann wird es nicht [mehr] als wohlgefällig betrachtet werden; wer es dargebracht hat, dem wird es nicht angerechnet werden: Unreines wird es sein; und die Person, die davon isst, wird ihre Sündenschuld tragen.
19 Und das Fleisch, das mit irgend etwas Unreinem in Berührung kommt, soll nicht gegessen werden; mit Feuer soll es verbrannt werden. Und [was] das Fleisch [betrifft], jeder Reine darf das Fleisch essen;
20 aber die Person, die Fleisch von dem Heilsopfer isst, das dem HERRN gehört, und ihre Unreinheit ist an ihr, diese Person soll aus ihren Volksgenossen ausgerottet werden.
21 Und wenn eine Person irgend etwas Unreines anrührt, die Unreinheit eines Menschen oder ein unreines Vieh oder irgend etwas unreines Abscheuliches, und sie isst vom Fleisch des Heilsopfers, das dem HERRN gehört: diese Person soll aus ihren Volksgenossen ausgerottet werden.
22 Und der HERR redete zu Mose:
23 Rede zu den Söhnen Israel: Alles Fett von Stier und Schaf und Ziege dürft ihr nicht essen.
24 Und das Fett von Aas und das Fett von Zerrissenem kann verwendet werden zu allerlei Werk; aber ihr dürft es auf keinen Fall essen.
25 Denn jeder, der Fett vom Vieh isst, von dem man dem HERRN ein Feueropfer darbringt, - die Person, die es isst, soll aus ihren Volksgenossen ausgerottet werden.
26 Ihr sollt kein Blut essen in allen euren Wohnsitzen, es sei von den Vögeln oder vom Vieh.
27 Jede Person, die irgendwelches Blut isst, diese Person soll aus ihren Volksgenossen ausgerottet werden.
28 Und der HERR redete zu Mose:
29 Rede zu den Söhnen Israel und sage: Wer dem HERRN sein Heilsopfer darbringt, soll von seinem Heilsopfer seine Opfergabe dem HERRN bringen.
30 Seine Hände sollen die Feueropfer des HERRN bringen; das Fett, zusammen mit der Brust soll er es bringen: die Brust, um sie als Schwingopfer vor dem HERRN zu schwingen.
31 Und der Priester soll das Fett auf dem Altar in Rauch aufgehen lassen, und die Brust soll Aaron und seinen Söhnen gehören.
32 Die rechte Keule sollt ihr als Hebopfer von euren Heilsopfern dem Priester geben.
33 Wer von den Söhnen Aarons das Blut des Heilsopfers und das Fett darbringt, dem soll die rechte Keule zum Anteil werden.
34 Denn die Brust des Schwingopfers und die Keule des Hebopfers habe ich von den Söhnen Israel genommen, von ihren Heilsopfern, und habe sie dem Priester Aaron und seinen Söhnen gegeben als eine ewige Ordnung von seiten der Söhne Israel. -
35 Das ist das Salbungsteil Aarons und das Salbungsteil seiner Söhne von den Feueropfern des HERRN, an dem Tag, als man sie herantreten ließ, für den HERRN den Priesterdienst auszuüben,
36 das der HERR geboten hat, ihnen vonseiten der Söhne Israel zu geben, an dem Tag, als man sie salbte: eine ewige Ordnung bei ihren Generationen.
37 Das ist das Gesetz für das Brandopfer, das Speisopfer und das Sündopfer und das Schuldopfer und das Einweihungsopfer und das Heilsopfer,
38 das der HERR dem Mose auf dem Berg Sinai geboten hat, an dem Tag, als er den Söhnen Israel gebot, ihre Opfergaben dem HERRN darzubringen, in der Wüste Sinai.

Erste Hälfte April 1445 BC
Volk Israel

Aaron und seine Söhne werden zum Priesterdienst geweiht. Der erste Opfergottesdienst wird unter dem Volk Israel durchgeführt, nachzulesen im 3. Buch Mose (Leviticus) in den Kapiteln 8 und 9 (mit Versangaben):

1 Und der HERR redete zu Mose:
2 Nimm Aaron und seine Söhne mit ihm und die Kleider und das Salböl und den Jungstier des Sündopfers und die zwei Widder und den Korb der ungesäuerten Brote
3 und versammle die ganze Gemeinde am Eingang des Zeltes der Begegnung.
4 Und Mose tat, wie der HERR ihm geboten hatte. Und die Gemeinde versammelte sich am Eingang des Zeltes der Begegnung.
5 Und Mose sprach zu der Gemeinde: Dies ist es, was der HERR zu tun geboten hat.
6 Und Mose ließ Aaron und seine Söhne herantreten und wusch sie mit Wasser.
7 Und er legte ihm den Leibrock an und umgürtete ihn mit dem Gürtel; und er bekleidete ihn mit dem Oberkleid und legte ihm das Ephod an und umgürtete ihn mit dem Gurt des Ephods und band es ihm damit fest.
8 Und er legte ihm die Brusttasche an und legte in die Brusttasche die Urim und die Tummim;
9 und er setzte den Kopfbund auf sein Haupt und setzte an den Kopfbund, an seine Vorderseite, das [blumenförmige] Stirnblatt aus Gold, das heilige Diadem: ganz wie der HERR dem Mose geboten hatte.
10 Und Mose nahm das Salböl und salbte die Wohnung und alles, was darin war, und heiligte sie.
11 Und er sprengte davon siebenmal auf den Altar, und er salbte den Altar und alle seine Geräte und das Becken und sein Gestell, um sie zu heiligen.
12 Und er goss von dem Salböl auf den Kopf Aarons und salbte ihn, um ihn zu heiligen.
13 Und Mose ließ die Söhne Aarons herantreten und bekleidete sie mit den Leibröcken und umgürtete sie mit einem Gürtel und band ihnen die Turbane um: ganz wie der HERR dem Mose geboten hatte.
14 Und er brachte den Jungstier des Sündopfers herzu; und Aaron und seine Söhne legten ihre Hände auf den Kopf des jungen Sündopferstiers.
15 Und er schlachtete ihn, und Mose nahm das Blut und tat [etwas davon] mit seinem Finger ringsherum an die Hörner des Altars und entsündigte [so] den Altar. Und das Blut goss er an den Fuß des Altars und heiligte ihn, indem er Sühnung für ihn erwirkte.
16 Und er nahm das ganze Fett, das an den Eingeweiden ist, und den Lappen der Leber und die beiden Nieren und ihr Fett, und Mose ließ es auf dem Altar in Rauch aufgehen.
17 Und den Jungstier und seine Haut und sein Fleisch und seinen Mageninhalt verbrannte er mit Feuer außerhalb des Lagers: ganz wie der HERR dem Mose geboten hatte. -
18 Und er brachte den Widder des Brandopfers herbei; und Aaron und seine Söhne legten ihre Hände auf den Kopf des Widders.
19 Und er schlachtete ihn, und Mose sprengte das [übrige] Blut ringsherum an den Altar.
20 Den Widder aber zerlegte er in seine Stücke. Und Mose ließ den Kopf und die Stücke und das Fett in Rauch aufgehen.
21 Die Eingeweide und die Unterschenkel aber wusch er mit Wasser. Und Mose ließ den ganzen Widder auf dem Altar in Rauch aufgehen: ein Brandopfer war es zum wohlgefälligen Geruch, ein Feueropfer für den HERRN war es: ganz wie der HERR dem Mose geboten hatte. -
22 Und er brachte den zweiten Widder, den Widder der Einweihung, herbei; und Aaron und seine Söhne legten ihre Hände auf den Kopf des Widders.
23 Und er schlachtete ihn, und Mose nahm [etwas] von seinem Blut und tat es auf das rechte Ohrläppchen Aarons und auf den Daumen seiner rechten Hand und auf die große Zehe seines rechten Fußes.
24 Und er ließ die Söhne Aarons herantreten, und Mose tat [etwas] von dem Blut auf ihr rechtes Ohrläppchen und auf den Daumen ihrer rechten Hand und auf die große Zehe ihres rechten Fußes; und Mose sprengte das [übrige] Blut ringsherum an den Altar.
25 Und er nahm das Fett und den Fettschwanz und alles Fett, das an den Eingeweiden ist, und den Lappen der Leber und die beiden Nieren und ihr Fett und die rechte Keule;
26 und er nahm aus dem Korb der ungesäuerten Brote, der vor dem HERRN war, einen ungesäuerten Kuchen und einen Kuchen mit Öl bestrichenen Brotes und einen Fladen und legte es auf die Fettstücke und auf die rechte Keule;
27 und er legte das alles auf die Hände Aarons und auf die Hände seiner Söhne und schwang es als Schwingopfer vor dem HERRN.
28 Und Mose nahm es von ihren Händen weg und ließ es auf dem Altar in Rauch aufgehen, auf dem Brandopfer: ein Einweihungsopfer zum wohlgefälligen Geruch, ein Feueropfer war es für den HERRN.
29 Und Mose nahm die Brust und schwang sie als Schwingopfer vor dem HERRN; von dem Einweihungswidder wurde sie für Mose zum Anteil: ganz wie der HERR dem Mose geboten hatte.
30 Und Mose nahm von dem Salböl und von dem Blut, das auf dem Altar war, und sprengte es auf Aaron, auf seine Kleider sowie auf seine Söhne und auf die Kleider seiner Söhne mit ihm; und er heiligte Aaron, seine Kleider und seine Söhne und die Kleider seiner Söhne mit ihm.
31 Und Mose sagte zu Aaron und zu seinen Söhnen: Kocht das Fleisch am Eingang des Zeltes der Begegnung! Ihr sollt es dort essen und das Brot, das im Korb des Einweihungsopfers ist, ganz wie ich geboten habe: Aaron und seine Söhne sollen es essen.
32 Und den Rest von dem Fleisch und von dem Brot sollt ihr mit Feuer verbrennen.
33 Und vom Eingang des Zeltes der Begegnung sollt ihr sieben Tage lang nicht weggehen bis zu dem Tag, an dem die Tage eures Einweihungsopfers erfüllt sind; denn sieben Tage sollen euch die Hände gefüllt werden.
34 So wie man an diesem Tag tat, hat der HERR zu tun geboten, um Sühnung für euch zu erwirken.
35 Sieben Tage lang sollt ihr Tag und Nacht am Eingang des Zeltes der Begegnung bleiben und sollt für den Dienst des HERRN sorgen, damit ihr nicht sterbt; denn so ist mir geboten worden.
36 Und Aaron und seine Söhne taten alles, was der HERR durch Mose geboten hatte.
Kapitel 9
1 Und es geschah am achten Tag, da rief Mose Aaron und seine Söhne und die Ältesten Israels,
2 und er sagte zu Aaron: Nimm dir ein junges Kalb zum Sündopfer und einen Widder zum Brandopfer, ohne Fehler und bringe [sie] dar vor dem HERRN!
3 Und zu den Söhnen Israel sollst du reden: Nehmt einen Ziegenbock für das Sündopfer und ein Kalb und ein Lamm, einjährige, ohne Fehler, für das Brandopfer,
4 und einen Stier und einen Widder für das Heilsopfer, um sie vor dem HERRN zu opfern, und ein Speisopfer, mit Öl gemengt, denn heute wird der HERR euch erscheinen.
5 Und sie brachten das, was Mose geboten hatte, vor das Zelt der Begegnung, und die ganze Gemeinde trat heran und stand vor dem HERRN.
6 Und Mose sagte: Dies ist es, was der HERR geboten hat, dass ihr es tun sollt; und die Herrlichkeit des HERRN wird euch erscheinen.
7 Und Mose sagte zu Aaron: Tritt an den Altar und opfere dein Sündopfer und dein Brandopfer und erwirke Sühnung für dich und für das Volk! Opfere die Opfergabe des Volkes und tue Sühnung für sie, ganz wie der HERR geboten hat!
8 Und Aaron trat an den Altar und schlachtete das Kalb des Sündopfers, das für ihn war.
9 Und die Söhne Aarons brachten ihm das Blut, und er tauchte seinen Finger in das Blut und gab [etwas] davon an die Hörner des Altars, und er goss das Blut an den Fuß des Altars.
10 Und das Fett und die Nieren und den Lappen der Leber vom Sündopfer ließ er auf dem Altar in Rauch aufgehen, ganz wie der HERR dem Mose geboten hatte.
11 Und das Fleisch und die Haut verbrannte er mit Feuer außerhalb des Lagers.
12 Und er schlachtete das Brandopfer; und die Söhne Aarons reichten ihm das Blut, und er sprengte es ringsherum an den Altar.
13 Und das Brandopfer reichten sie ihm in seinen Stücken und den Kopf, und er ließ es auf dem Altar in Rauch aufgehen.
14 Und er wusch die Eingeweide und die Unterschenkel und ließ sie auf dem Brandopfer auf dem Altar in Rauch aufgehen.
15 Dann brachte er herzu die Opfergabe des Volkes, nahm den Ziegenbock des Sündopfers, der für das Volk war, und schlachtete ihn und opferte ihn als Sündopfer wie das erste Mal.
16 Und er brachte das Brandopfer herzu und opferte es nach der Vorschrift.
17 Und er brachte das Speisopfer herzu und füllte seine Hand davon und ließ es auf dem Altar in Rauch aufgehen außer dem Morgen-Brandopfer.
18 Und er schlachtete den Stier und den Widder, das Heilsopfer, das für das Volk war. Und die Söhne Aarons reichten ihm das Blut, und er sprengte es an den Altar ringsherum, -
19 und die Fettstücke von dem Stier und von dem Widder den Fettschwanz und was [die Eingeweide] bedeckt und die Nieren und den Lappen der Leber.
20 Und sie legten die Fettstücke auf die Bruststücke, und er ließ die Fettstücke auf dem Altar in Rauch aufgehen.
21 Und die Bruststücke und die rechte Keule schwang Aaron als Schwingopfer vor dem HERRN, ganz wie Mose geboten hatte.
22 Und Aaron erhob seine Hände zum Volk hin und segnete sie. Und er stieg herab nach der Opferung des Sündopfers und des Brandopfers und des Heilsopfers.
23 Und Mose und Aaron gingen hinein in das Zelt der Begegnung. Und als sie herauskamen, segneten sie das Volk. Da erschien die Herrlichkeit des HERRN dem ganzen Volk.
24 Und Feuer ging vom HERRN aus und verzehrte auf dem Altar das Brandopfer und die Fettstücke. Als das ganze Volk es sah, da jauchzten sie und fielen auf ihr Gesicht.

Die beiden ältesten Söhne Aarons, Nadab und Abihu, bringen ein falsches Opfer, das die Heiligkeit Gottes verletzt und werden von Gott getötet. Mose greift sofort ein und erklärt Aaron, was die Heiligkeit Gottes bedeutet. Auch Gott selbst wendet sich an Aaron und sagt ihm, dass man keinerlei Alkohol trinken darf, wenn man sich in die Nähe Gottes begibt. Und Mose erklärt, dass gerade die Priester sorgsam zwischen heilig und unheilig unterscheiden müssen. Nachzulesen im 3. Buch Mose (Leviticus) Kapitel 10 (mit Versangaben):

1 Und die Söhne Aarons, Nadab und Abihu, nahmen jeder seine Räucherpfanne und taten Feuer hinein und legten Räucherwerk darauf und brachten fremdes Feuer vor dem HERRN dar, das er ihnen nicht geboten hatte.
2 Da ging Feuer vom HERRN aus und verzehrte sie. Und sie starben vor dem HERRN.
3 Und Mose sagte zu Aaron: Dies ist es, was der HERR geredet hat: Bei denen, die mir nahen, will ich geheiligt, und vor dem ganzen Volk will ich verherrlicht werden. Und Aaron schwieg.
4 Und Mose rief Mischael und Elizafan, die Söhne von Aarons Onkel Usiel, und sagte zu ihnen: Tretet herbei, tragt eure Brüder weg vom Heiligtum hinaus vor das Lager!
5 Und sie traten herbei und trugen sie in ihren Leibröcken hinaus vor das Lager, ganz wie Mose geredet hatte. -
6 Und Mose sagte zu Aaron und zu seinen Söhnen Eleasar und Itamar: Euer Haupthaar sollt ihr nicht frei hängen lassen und eure Kleider nicht zerreißen, damit ihr nicht sterbt und er nicht über die ganze Gemeinde zornig wird. Aber eure Brüder, das ganze Haus Israel, sollen diesen Brand beweinen, den der HERR angerichtet hat.
7 Vom Eingang des Zeltes der Begegnung sollt ihr nicht weggehen, damit ihr nicht sterbt; denn das Öl der Salbung des HERRN ist auf euch. Und sie taten nach dem Wort des Mose.
8 Und der HERR redete zu Aaron:
9 Wein und berauschendes Getränk sollst du nicht trinken, du und deine Söhne mit dir, wenn ihr in das Zelt der Begegnung hineingeht, damit ihr nicht sterbt - eine ewige Ordnung für eure Generationen -
10 und damit ihr unterscheidet zwischen dem Heiligen und dem Unheiligen und zwischen dem Reinen und dem Unreinen
11 und damit ihr die Söhne Israel all die Ordnungen, die der HERR durch Mose zu euch geredet hat, lehrt.
12 Und Mose redete zu Aaron und zu seinen übriggebliebenen Söhnen Eleasar und zu Itamar: Nehmt das Speisopfer, das von den Feueropfern des HERRN übrigbleibt, und esst es ungesäuert neben dem Altar; denn hochheilig ist es.
13 Und ihr sollt es an heiliger Stätte essen, denn es ist deine Gebühr und die Gebühr deiner Söhne von den Feueropfern des HERRN; denn so ist mir geboten worden.
14 Und die Brust des Schwingopfers und die Keule des Hebopfers sollt ihr an reiner Stätte essen, du und deine Söhne und deine Töchter mit dir; denn als deine Gebühr und die Gebühr deiner Söhne sind sie gegeben von den Heilsopfern der Söhne Israel.
15 Die Keule des Hebopfers und die Brust des Schwingopfers sollen sie mit den Feueropfern der Fettstücke bringen, um sie als Schwingopfer vor dem HERRN zu schwingen. Und das soll dir und deinen Söhnen mit dir zu einer ewigen Gebühr sein, ganz wie der HERR geboten hat.
16 Und Mose suchte eifrig den Ziegenbock des Sündopfers, und siehe, er war verbrannt. Da wurde er zornig über die übriggebliebenen Söhne Aarons Eleasar und Itamar und sagte:
17 Warum habt ihr das Sündopfer nicht an heiliger Stätte gegessen? Es ist doch hochheilig! Und er hat es euch gegeben, die Schuld der Gemeinde zu tragen, um vor dem HERRN Sühnung für sie zu erwirken.
18 Siehe, sein Blut ist nicht in das Innere des Heiligtums gebracht worden; ihr hättet es auf jeden Fall im Heiligtum essen sollen, ganz wie ich geboten habe.
19 Und Aaron redete zu Mose: Siehe, heute haben sie ihr Sündopfer und ihr Brandopfer vor dem HERRN dargebracht, und solches ist mir begegnet! Hätte ich heute das Sündopfer gegessen, wäre es in den Augen des HERRN gut gewesen?
20 Und Mose hörte es, und es war gut in seinen Augen.

Gott erlässt durch Mose für das Volk Israel die Reinheitsvorschriften. Nachzulesen im 3. Buch Mose (Leviticus) Kapitel 11 bis 15 (mit Versangaben):

1 Und der HERR redete zu Mose und zu Aaron und sprach zu ihnen:
2 Redet zu den Söhnen Israel: Dies sind die Tiere, die ihr von allen Tieren, die auf der Erde sind, essen dürft!
3 Alles, was gespaltene Hufe hat, und zwar wirklich aufgespaltene Hufe, [und was] wiederkäut [unter den Tieren], das dürft ihr essen.
4 Nur diese von den wiederkäuenden und von denen, die gespaltene Hufe haben, dürft ihr nicht essen: das Kamel, denn es käut wieder, aber gespaltene Hufe hat es nicht: unrein soll es euch sein;
5 den Klippdachs, denn er käut wieder, aber er hat keine gespaltenen Hufe: unrein soll er euch sein;
6 den Hasen, denn er käut wieder, aber er hat keine gespaltenen Hufe: unrein soll er euch sein;
7 das Schwein, denn es hat gespaltene Hufe, und zwar wirklich aufgespaltene Hufe, aber es käut nicht wieder: unrein soll es euch sein.
8 Von ihrem Fleisch dürft ihr nicht essen und ihr Aas nicht berühren; unrein sollen sie euch sein.
9 Dieses dürft ihr essen von allem, was im Wasser ist: alles, was Flossen und Schuppen hat im Wasser, in den Meeren und in den Flüssen, das dürft ihr essen.
10 Aber alles, was keine Flossen und Schuppen hat in den Meeren und in den Flüssen von allem Gewimmel des Wassers und von jedem Lebewesen, das im Wasser ist, sie sollen euch etwas Abscheuliches sein.
11 Ja, etwas Abscheuliches sollen sie euch sein: von ihrem Fleisch sollt ihr nicht essen, und ihr Aas sollt ihr verabscheuen.
12 Alles im Wasser, was nicht Flossen und Schuppen hat, soll euch etwas Abscheuliches sein.
13 Und diese von den Vögeln sollt ihr verabscheuen: - sie sollen nicht gegessen werden, etwas Abscheuliches sind sie: den Adler und den Lämmergeier und den Mönchsgeier
14 und die Gabelweihe und die Königsweihe nach ihrer Art,
15 alle Raben nach ihrer Art
16 und die Straußhenne und den Falken und die Seemöwe und den Habicht nach seiner Art
17 und den Steinkauz und die Fischeule und den Ibis
18 und die Schleiereule und den Wüstenkauz und den Aasgeier
19 und den Storch und den Fischreiher nach seiner Art und den Wiedehopf und die Fledermaus.
20 Alles geflügelte Kleingetier, das auf Vieren geht, soll euch etwas Abscheuliches sein.
21 Nur dieses dürft ihr essen von allem geflügelten Kleingetier, das auf Vieren geht: was Unterschenkel hat oberhalb seiner Füße, um damit auf der Erde zu hüpfen.
22 Diese dürft ihr von ihnen essen: den Arbe nach seiner Art und den Solam nach seiner Art und den Hargol nach seiner Art und den Hagab nach seiner Art.
23 Aber alles geflügelte Kleingetier, das vier Füße hat, soll euch etwas Abscheuliches sein.
24 Und durch diese werdet ihr euch unrein machen. Jeder, der ihr Aas berührt, wird unrein sein bis zum Abend,
25 und jeder, der von ihrem Aas [etwas] trägt, soll seine Kleider waschen und wird bis zum Abend unrein sein.
26 Für jedes Tier, das gespaltene Hufe, aber nicht wirklich aufgespaltene Hufe hat und nicht wiederkäut [gilt]: Unrein sollen sie euch sein; jeder, der sie berührt, wird unrein sein.
27 Und alles, was auf seinen Tatzen geht unter allem Getier, das auf Vieren geht, sie sollen euch unrein sein; jeder, der ihr Aas berührt, wird unrein sein bis zum Abend.
28 Und wer ihr Aas trägt, soll seine Kleider waschen und wird bis zum Abend unrein sein. Unrein sollen sie euch sein.
29 Und diese sollen euch unrein sein unter dem Gewimmel, das auf der Erde wimmelt: der Maulwurf und die Springmaus und die Eidechse nach ihrer Art
30 und die Anaka und der Koach und die Letaah und der Chomet und das Chamäleon.
31 Diese sollen euch unrein sein unter allem Kleingetier. Jeder, der sie berührt, wenn sie tot sind, wird bis zum Abend unrein sein.
32 Und alles, worauf eines von ihnen fällt, wenn sie tot sind, wird unrein sein: jedes Holzgerät oder ein Kleid oder Fell oder Sack, jedes Gerät, womit eine Arbeit verrichtet wird, es soll ins Wasser getan werden und wird bis zum Abend unrein sein; dann wird es rein sein.
33 Und jedes irdene Gefäß, in das eines von ihnen hineinfällt: alles, was darin ist, wird unrein sein, und das Gefäß sollt ihr zerbrechen.
34 Von aller Speise, die gegessen wird, auf die [solches] Wasser kommt, [gilt]: Sie wird unrein sein. Und alles Getränk, das getrunken wird, wird unrein sein in jedem [solchen] Gefäß.
35 Und alles, worauf [etwas] von ihrem Aas fällt, wird unrein sein. Ofen und Herd sollen niedergerissen werden, unrein sind sie, unrein sollen sie euch sein.
36 Doch Quelle und Zisterne, Wasserbehälter werden rein sein. Wer aber das Aas darin berührt, wird unrein sein.
37 Und wenn von ihrem Aas [etwas] auf irgendwelche Saat fällt, die gesät wird, ist sie rein.
38 Wenn aber Wasser auf den Samen getan wurde, und es fällt von ihrem Aas [etwas] auf ihn, soll er euch unrein sein.
39 Und wenn eins von dem Vieh stirbt, das euch zur Nahrung dient: wer sein Aas berührt, wird bis zum Abend unrein sein.
40 Und wer von seinem Aas isst, soll seine Kleider waschen und wird bis zum Abend unrein sein. Und wer dessen Aas trägt, soll seine Kleider waschen und wird bis zum Abend unrein sein.
41 Und alles Kleingetier, das auf der Erde wimmelt, ist etwas Abscheuliches, es soll nicht gegessen werden.
42 Alles, was auf dem Bauch kriecht, und alles, was auf Vieren geht, bis zu allem Vielfüssigen von allem Kleingetier, das auf der Erde wimmelt: ihr sollt sie nicht essen; denn etwas Abscheuliches sind sie.
43 Macht euch selbst nicht zu etwas Abscheulichem durch all das wimmelnde Kleingetier und macht euch nicht unrein durch sie, so dass ihr dadurch unrein würdet!
44 Denn ich bin der HERR, euer Gott. So heiligt euch und seid heilig, denn ich bin heilig! Und ihr sollt euch selbst nicht unrein machen durch all das Kleingetier, das sich auf der Erde regt.
45 Denn ich bin der HERR, der euch aus dem Land Ägypten heraufgeführt hat, um euer Gott zu sein: so sollt ihr heilig sein, denn ich bin heilig!
46 Das ist das Gesetz [betreffs] des Viehs und der Vögel und [betreffs] jedes Lebewesens, das sich im Wasser regt, und von jedem Wesen, das auf der Erde wimmelt;
47 um zu unterscheiden zwischen dem Unreinen und dem Reinen und zwischen dem Getier, das gegessen wird, und dem Getier, das nicht gegessen werden soll.
Kapitel 12
1 Und der HERR redete zu Mose:
2 Rede zu den Söhnen Israel: Wenn eine Frau empfängt und ein männliches Kind gebiert, so wird sie sieben Tage [lang] unrein sein; wie in den Tagen der Unreinheit ihres Unwohlseins wird sie unrein sein.
3 Und am achten Tag soll das Fleisch seiner Vorhaut beschnitten werden.
4 Und sie soll 33 Tage im Blut der Reinigung [daheim] bleiben. Nichts Heiliges soll sie anrühren, und zum Heiligtum soll sie nicht kommen, bis die Tage ihrer Reinigung erfüllt sind.
5 Und wenn sie ein weibliches Kind gebiert, so wird sie zwei Wochen unrein sein wie bei ihrer Unreinheit. Und 66 Tage soll sie wegen des Blutes der Reinigung daheimbleiben.
6 Und wenn die Tage ihrer Reinigung für einen Sohn oder eine Tochter erfüllt sind, soll sie ein einjähriges Lamm zum Brandopfer bringen und eine junge Taube oder eine Turteltaube zum Sündopfer, zum Priester an den Eingang des Zeltes der Begegnung.
7 Und er soll es vor dem HERRN darbringen und Sühnung für sie erwirken, und sie wird rein sein vom Fluss ihres Blutes. Das ist das Gesetz der Gebärenden bei einem männlichen oder bei einem weiblichen Kind.
8 Und wenn ihre Hand das zu einem Schaf Ausreichende nicht findet, soll sie zwei Turteltauben oder zwei junge Tauben nehmen, eine zum Brandopfer und eine zum Sündopfer. Und der Priester soll Sühnung für sie erwirken, und sie wird rein sein.
Kapitel 13
1 Und der HERR redete zu Mose und zu Aaron:
2 Wenn ein Mensch in der Haut seines Fleisches eine Erhöhung oder einen Schorf oder einen Flecken bekommt, und es wird in der Haut seines Fleisches zu einem Aussatzmal, dann soll er zum Priester Aaron gebracht werden oder zu einem von seinen Söhnen, den Priestern.
3 Und besieht der Priester das Mal in der Haut des Fleisches, und das Haar in dem Mal hat sich in weiß verwandelt, und das Mal erscheint tiefer als die Haut seines Fleisches, [dann] ist es das Mal des Aussatzes. Und sieht es der Priester, dann soll er ihn für unrein erklären.
4 Und wenn der Flecken in der Haut seines Fleisches weiß ist und er nicht tiefer erscheint als die Haut, und sein Haar hat sich nicht in weiß verwandelt, dann soll der Priester [den, der] das Mal [hat], [für] sieben Tage einschließen.
5 Und besieht es der Priester am siebten Tag, und siehe, das Mal ist in seinen Augen stehengeblieben, das Mal hat in der Haut nicht um sich gegriffen, dann soll der Priester ihn zum zweiten Mal [für] sieben Tage einschließen.
6 Und besieht es der Priester am siebten Tag zum zweiten Mal, und siehe, das Mal ist blass geworden, und das Mal hat nicht um sich gegriffen in der Haut, dann soll der Priester ihn für rein erklären: es ist Schorf. Er soll seine Kleider waschen und ist rein.
7 Wenn aber der Schorf in der Haut weiter um sich greift, nachdem er sich dem Priester zu seiner Reinigung gezeigt hat, dann soll er sich dem Priester zum zweiten Mal zeigen.
8 Und besieht [ihn] der Priester, und siehe, der Schorf hat in der Haut um sich gegriffen, dann soll der Priester ihn für unrein erklären: Aussatz ist es.
9 Wenn ein Aussatzmal an einem Menschen entsteht, dann soll er zum Priester gebracht werden.
10 Und besieht [ihn] der Priester, und siehe, es ist eine weiße Erhöhung in der Haut, und sie hat das Haar in weiß verwandelt, und eine Bildung von [wildem] Fleisch ist in der Erhöhung,
11 [dann] ist es ein alter Aussatz in der Haut seines Fleisches, und der Priester soll ihn für unrein erklären; er soll ihn nicht einschließen, denn er ist unrein.
12 Wenn aber der Aussatz in der Haut kräftig ausbricht und der Aussatz die ganze Haut dessen, der das Mal hat, bedeckt, von seinem Kopf bis zu seinen Füßen, wohin auch die Augen des Priesters sehen,
13 und der Priester besieht [ihn], und siehe, der Aussatz hat sein ganzes Fleisch bedeckt, dann soll er [den, der] das Mal [hat], für rein erklären; hat es sich ganz in weiß verwandelt, ist er rein.
14 An dem Tag aber, da [wildes] Fleisch an ihm gesehen wird, wird er unrein sein.
15 Und sieht der Priester das [wilde] Fleisch, dann soll er ihn für unrein erklären; das rohe Fleisch ist unrein: Aussatz ist es.
16 Wenn aber das [wilde] Fleisch wieder zurückgeht und in weiß verwandelt wird, dann soll er zum Priester kommen.
17 Und besieht ihn der Priester, und siehe, das Mal ist in weiß verwandelt, dann soll der Priester [den, der] das Mal [hat], für rein erklären: rein ist er.
18 Und wenn [im] Fleisch, in dessen Haut, ein Geschwür entsteht und [wieder] heilt,
19 und es entsteht an der Stelle des Geschwürs eine weiße Erhöhung oder ein weiß-rötlicher Fleck, dann soll er sich dem Priester zeigen.
20 Und besieht [ihn] der Priester, und siehe, der Fleck erscheint niedriger als die Haut, und sein Haar hat sich in weiß verwandelt, dann soll der Priester ihn für unrein erklären: das Mal des Aussatzes ist es. Er ist in dem Geschwür ausgebrochen.
21 Wenn der Priester ihn besieht, und siehe, es ist kein weißes Haar darin, und der Fleck ist nicht niedriger als die Haut und ist blass, dann soll der Priester ihn [für] sieben Tage einschließen.
22 Wenn er aber in der Haut weiter um sich greift, dann soll der Priester ihn für unrein erklären: ein Mal ist es.
23 Und wenn der Fleck an seiner Stelle stehenbleibt, [wenn er] nicht um sich gegriffen hat, dann ist es die Narbe des Geschwürs. Der Priester soll ihn für rein erklären.
24 Oder wenn [im] Fleisch, in dessen Haut, eine [Brand]wunde entsteht, und die Bildung der Wunde wird ein weiß-rötlicher oder weißer Fleck,
25 und der Priester besieht ihn, und siehe, das Haar im Fleck ist in weiß verwandelt, und er erscheint tiefer als die Haut, [dann] ist es Aussatz; er ist in der [Brand]wunde ausgebrochen. Der Priester soll ihn für unrein erklären: das Mal des Aussatzes ist es.
26 Und wenn der Priester ihn besieht, und siehe, es ist kein weißes Haar in dem Fleck, und er ist nicht niedriger als die Haut und ist blass, dann soll der Priester ihn [für] sieben Tage einschließen.
27 Und der Priester soll ihn am siebten Tag besehen. Wenn er in der Haut weiter um sich greift, dann soll der Priester ihn für unrein erklären: das Mal des Aussatzes ist es.
28 Und wenn der Fleck an seiner Stelle stehenbleibt, [wenn er] in der Haut nicht um sich gegriffen hat und blass ist, ist es die Erhöhung der [Brand]wunde. Der Priester soll ihn für rein erklären, denn es ist die Narbe der [Brand]wunde.
29 Und wenn ein Mann oder eine Frau ein Mal am Kopf oder am Bart bekommt,
30 und der Priester besieht das Mal, und siehe, sie erscheint tiefer als die Haut, und goldglänzendes, dünnes Haar ist darin, dann soll der Priester ihn für unrein erklären: Krätze ist es, Aussatz des Kopfes oder des Bartes.
31 Und wenn der Priester das Mal der Krätze besieht, und siehe, es erscheint nicht tiefer als die Haut, und es ist kein schwarzes Haar darin, dann soll der Priester [den, der] das Mal der Krätze [hat], [für] sieben Tage einschließen.
32 Und besieht der Priester das Mal am siebten Tag, und siehe, die Krätze hat nicht um sich gegriffen, und es ist kein goldglänzendes Haar darin, und die Krätze erscheint nicht tiefer als die Haut,
33 dann soll er sich scheren; aber den Schorf soll er nicht scheren. Und der Priester schließe [den, der] die Krätze [hat], zum zweiten Mal [für] sieben Tage ein.
34 Und besieht der Priester die Krätze am siebten Tag, und siehe, die Krätze hat in der Haut nicht um sich gegriffen, und sie erscheint nicht tiefer als die Haut, dann soll der Priester ihn für rein erklären. Er soll seine Kleider waschen, und er ist rein.
35 Wenn aber nach seiner Reinigung die Krätze in der Haut weiter um sich greift,
36 und der Priester besieht ihn, und siehe, die Krätze hat in der Haut um sich gegriffen, dann soll der Priester nicht nach dem goldglänzenden Haar forschen: unrein ist er.
37 Wenn aber in seinen Augen die Krätze stehengeblieben ist, und es ist schwarzes Haar darin gewachsen, dann ist die Krätze geheilt: rein ist er. Der Priester soll ihn für rein erklären.
38 Und wenn ein Mann oder eine Frau in der Haut ihres Fleisches Flecken bekommt, weiße Flecken,
39 und der Priester besieht sie, und siehe, in der Haut ihres Fleisches sind blasse, weiße Flecken, dann ist es ein [gutartiger] Ausschlag, der in der Haut ausgebrochen ist: rein ist er.
40 Und wenn bei jemandem sein Kopf kahl wird, ist er ein Glatzkopf: rein ist er.
41 Und wenn sein Kopf an seiner Vorderseite kahl wird, ist er stirnglatzig: rein ist er.
42 Und wenn an der kahlen Stelle [hinten] oder an der Stirnglatze ein weiß-rötliches Mal ist, dann ist es Aussatz, der an seiner kahlen Stelle [hinten] oder an seiner Stirnglatze ausgebrochen ist.
43 Und besieht ihn der Priester, und siehe, die Erhöhung des Mals ist weiß-rötlich an seiner kahlen Stelle [hinten] oder an seiner Stirnglatze gleich dem Aussehen des Aussatzes in der Haut des Fleisches,
44 [dann] ist er ein aussätziger Mann: unrein ist er. Der Priester soll ihn für ganz und gar unrein erklären; sein Mal ist an seinem Kopf.
45 Und der Aussätzige, an dem das Mal ist, - seine Kleider sollen zerrissen und sein Kopfhaar soll frei hängen gelassen werden, und er soll seinen Bart verhüllen und ausrufen: Unrein, unrein!
46 All die Tage, die das Mal an ihm ist, soll er unrein sein; unrein ist er: allein soll er wohnen, außerhalb des Lagers soll seine Wohnung sein.
47 Und wenn an einem Kleid ein Aussatzmal entsteht, an einem Kleid aus Wolle oder an einem Kleid aus Leinen
48 oder an einem Gewebe oder an Gewirktem aus Leinen oder aus Wolle oder an einem Fell oder an irgend einem Fellwerk,
49 und das Mal ist grünlich oder rötlich am Kleid oder am Fell oder am Gewebe oder am Gewirkten oder an irgendeinem Gerät aus Fell, [dann] ist es das Mal des Aussatzes. Man soll es den Priester besehen lassen.
50 Und der Priester besehe das Mal und schließe [das, woran] das Mal [ist, für] sieben Tage ein.
51 Und sieht er das Mal am siebten Tag, dass das Mal um sich gegriffen hat am Kleid oder am Gewebe oder am Gewirkten oder am Fell, nach allem, wozu das Fell verarbeitet wird, [dann] ist das Mal ein bösartiger Aussatz: unrein ist es.
52 Und man soll das Kleid oder das Gewebe oder das Gewirkte aus Wolle oder aus Leinen oder jedes Gerät aus Fell, woran das Mal ist, verbrennen; denn ein bösartiger Aussatz ist es: mit Feuer soll es verbrannt werden.
53 Und wenn der Priester es besieht, und siehe, das Mal hat nicht um sich gegriffen am Kleid oder am Gewebe oder am Gewirkten oder an irgendeinem Gerät aus Fell,
54 dann soll der Priester gebieten, dass man das wäscht, woran das Mal ist; und er soll es zum zweiten Mal [für] sieben Tage einschließen.
55 Und besieht der Priester das Mal nach dem Waschen, und siehe, das Mal hat sein Aussehen nicht geändert, und das Mal hat nicht um sich gegriffen, [dann] ist es unrein. Mit Feuer sollst du es verbrennen: es ist eine Vertiefung auf seiner kahlen Stelle [hinten] oder auf der kahlen Stelle [vorne].
56 Und wenn der Priester es besieht, und siehe, das Mal ist blass geworden nach dem Waschen, dann soll er es abreißen vom Kleid oder vom Fell oder vom Gewebe oder vom Gewirkten.
57 Und wenn es sich noch zeigen wird am Kleid oder am Gewebe oder am Gewirkten, oder an irgendeinem Gerät aus Fell, [dann] ist es ein ausbrechender [Aussatz]: mit Feuer sollst du verbrennen, woran das Mal ist.
58 Und das Kleid oder das Gewebe oder das Gewirkte oder irgendein Gerät aus Fell, das du wäschst, so dass das Mal daraus weicht: es soll zum zweiten Mal gewaschen werden. Dann ist es rein.
59 Das ist das Gesetz [betreffs] des Aussatzmals an einem Kleid aus Wolle oder aus Leinen, oder an einem Gewebe oder an einem Gewirkten oder an irgendeinem Gerät aus Fell, es für rein oder für unrein zu erklären.
Kapitel 14
1 Und der HERR redete zu Mose:
2 Dies soll das Gesetz des Aussätzigen sein am Tag seiner Reinigung: Er soll zum Priester gebracht werden,
3 und der Priester soll nach draußen vor das Lager gehen. Und besieht ihn der Priester, und siehe, das Mal des Aussatzes ist an dem Aussätzigen geheilt,
4 dann soll der Priester gebieten, dass man für den, der zu reinigen ist, zwei lebende, reine Vögel nehme und Zedernholz, Karmesin und Ysop.
5 Und der Priester soll gebieten, dass man den einen Vogel über lebendigem Wasser in ein irdenes Gefäß hinein schlachte.
6 Den lebenden Vogel soll er nehmen, ihn und das Zedernholz, den Karmesin und den Ysop, und dieses und den lebenden Vogel in das Blut des Vogels tauchen, der über dem lebendigen Wasser geschlachtet worden ist.
7 Und er soll [davon etwas] auf den, der vom Aussatz zu reinigen ist, siebenmal sprengen und ihn für rein erklären. Und den lebenden Vogel soll er ins freie Feld fliegen lassen.
8 Und der zu reinigen ist, soll seine Kleider waschen und all sein Haar scheren und sich im Wasser baden. Dann ist er rein. Und danach darf er ins Lager kommen, aber er soll sieben Tage außerhalb seines Zeltes bleiben.
9 Und es soll geschehen, am siebten Tag soll er all sein Haar scheren, sein Haupt und seinen Bart und seine Augenbrauen; ja, all sein Haar soll er scheren und seine Kleider waschen und sein Fleisch im Wasser baden: dann ist er rein.
10 Und am achten Tag soll er zwei Schaflämmer ohne Fehler nehmen und ein weibliches Schaflamm, einjährig, ohne Fehler, drei Zehntel Weizengrieß, mit Öl gemengt, zum Speisopfer, und ein Log Öl.
11 Und der reinigende Priester soll den Mann, der zu reinigen ist, zusammen mit diesen Dingen an den Eingang des Zeltes der Begegnung vor den HERRN stellen.
12 Und der Priester nehme das eine Lamm und bringe es als Schuldopfer dar mit dem Log Öl und schwinge sie als Schwingopfer vor dem HERRN.
13 Und er schlachte das Lamm an der Stelle, wo man das Sündopfer und das Brandopfer schlachtet, an heiliger Stätte; denn wie das Sündopfer so gehört das Schuldopfer dem Priester: hochheilig ist es.
14 Und der Priester nehme [etwas] von dem Blut des Schuldopfers, und der Priester tue es auf das rechte Ohrläppchen dessen, der zu reinigen ist, und auf den Daumen seiner rechten Hand und auf die große Zehe seines rechten Fußes.
15 Und der Priester nehme [etwas] von dem Log Öl und gieße es in seine linke Hand.
16 Und der Priester tauche seinen rechten Finger in das Öl, das in seiner linken Hand ist, und versprenge [etwas] von dem Öl mit seinem Finger siebenmal vor dem HERRN.
17 Und vom Rest des Öles, das in seiner Hand ist, soll der Priester [etwas] auf das rechte Ohrläppchen dessen tun, der zu reinigen ist, und auf den Daumen seiner rechten Hand und auf die große Zehe seines rechten Fußes, auf das Blut des Schuldopfers.
18 Und das restliche Öl, das in der Hand des Priesters ist, soll er auf den Kopf dessen tun, der zu reinigen ist. Und der Priester soll Sühnung für ihn erwirken vor dem HERRN.
19 Und der Priester soll das Sündopfer opfern und für den Sühnung erwirken, der von seiner Unreinheit zu reinigen ist. Danach soll er das Brandopfer schlachten.
20 Und der Priester soll das Brandopfer und das Speisopfer auf dem Altar opfern. Und so erwirke der Priester Sühnung für ihn: dann ist er rein.
21 Wenn er aber gering ist und seine Hand es nicht aufbringen kann, dann soll er ein Lamm als Schuldopfer nehmen für das Schwingopfer, um Sühnung für ihn zu erwirken, und für das Speisopfer ein Zehntel Weizengrieß, mit Öl gemengt, und ein Log Öl
22 und zwei Turteltauben oder zwei junge Tauben, die seine Hand aufbringen kann: eine soll ein Sündopfer und die andere ein Brandopfer sein.
23 Und er soll sie am achten Tag seiner Reinigung zum Priester bringen an den Eingang des Zeltes der Begegnung vor den HERRN.
24 Und der Priester nehme das Lamm des Schuldopfers und das Log Öl, und der Priester schwinge sie als Schwingopfer vor dem HERRN.
25 Und er schlachte das Lamm des Schuldopfers! Und der Priester nehme [etwas] von dem Blut des Schuldopfers und tue es auf das rechte Ohrläppchen dessen, der zu reinigen ist, und auf den Daumen seiner rechten Hand und auf die große Zehe seines rechten Fußes.
26 Und der Priester gieße [etwas] von dem Öl in seine linke Hand;
27 und der Priester sprenge vor dem HERRN siebenmal mit seinem rechten Finger [etwas] von dem Öl, das in seiner linken Hand ist.
28 Und der Priester tue [etwas] von dem Öl, das in seiner Hand ist, auf das rechte Ohrläppchen dessen, der zu reinigen ist, und auf den Daumen seiner rechten Hand und auf die große Zehe seines rechten Fußes, auf die Stelle des Blutes des Schuldopfers.
29 Und das übrige Öl, das in der Hand des Priesters ist, soll er auf den Kopf dessen tun, der zu reinigen ist, um Sühnung für ihn zu erwirken vor dem HERRN.
30 Und er soll die eine von den Turteltauben oder von den jungen Tauben opfern, von dem, was seine Hand aufbringen kann, -
31 das, was seine Hand aufbringen kann: die eine als Sündopfer und die andere als Brandopfer, mit dem Speisopfer. So erwirke der Priester Sühnung vor dem HERRN für den, der zu reinigen ist.
32 Das ist das Gesetz für den, an dem das Mal des Aussatzes ist, dessen Hand bei seiner Reinigung nicht aufbringen kann[, was vorgeschrieben ist].
33 Und der HERR redete zu Mose und zu Aaron:
34 Wenn ihr in das Land Kanaan kommt, das ich euch zum Eigentum gebe, und ich im Land eures Eigentums ein Aussatzmal an ein Haus setze,
35 dann soll der, dem das Haus gehört, kommen und es dem Priester melden und sagen: Es sieht mir aus wie ein Mal am Haus.
36 Und der Priester soll gebieten, dass man das Haus ausräumt, ehe der Priester hineingeht, das Mal zu besehen, damit nicht alles, was im Haus ist, unrein wird. Danach soll der Priester hineingehen, das Haus zu besehen.
37 Und besieht er das Mal, und siehe, das Mal ist an den Wänden des Hauses, grünliche oder rötliche Vertiefungen, und sie erscheinen tiefer als die Wand,
38 dann soll der Priester aus dem Haus hinaus an den Eingang des Hauses gehen und das Haus [für] sieben Tage verschließen.
39 Und der Priester soll am siebten Tag wiederkommen. Und besieht er es, und siehe, das Mal hat an den Wänden des Hauses um sich gegriffen,
40 dann soll der Priester gebieten, dass man die Steine, an denen das Mal ist, herausreißt und sie hinauswirft nach draußen vor die Stadt an einen unreinen Ort.
41 Das Haus aber soll man inwendig ringsum abkratzen und den Lehm, den man abgekratzt hat, hinausschütten nach draußen vor die Stadt an einen unreinen Ort.
42 Und man soll andere Steine nehmen und sie an die Stelle der [herausgerissenen] Steine bringen, und man soll anderen Lehm nehmen und das Haus [damit] verputzen.
43 Wenn aber nach dem Ausreißen der Steine, nach dem Abkratzen des Hauses und nach dem Verputzen das Mal zurückkehrt und am Haus ausbricht,
44 dann soll der Priester kommen. Und besieht er es, und siehe, das Mal hat am Haus um sich gegriffen, [dann] ist es ein bösartiger Aussatz am Haus: unrein ist es.
45 Man soll das Haus niederreißen, seine Steine und sein Holz und allen Lehm des Hauses, und es hinausbringen nach draußen vor die Stadt an einen unreinen Ort.
46 Und wer in das Haus, solange es verschlossen ist, hineingeht, wird bis zum Abend unrein sein.
47 Wer in dem Haus schläft, soll seine Kleider waschen, und wer in dem Haus isst, soll seine Kleider waschen.
48 Wenn aber der Priester wieder hineingeht und es besieht, und siehe, das Mal hat nach dem Verputzen des Hauses nicht um sich gegriffen am Haus, dann soll der Priester das Haus für rein erklären; denn das Mal ist geheilt.
49 Und er soll, um das Haus zu entsündigen, zwei Vögel nehmen und Zedernholz und Karmesin und Ysop;
50 und er schlachte den einen Vogel über lebendigem Wasser in ein irdenes Gefäß hinein.
51 Und er nehme das Zedernholz und den Ysop und den Karmesin und den lebenden Vogel und tauche sie in das Blut des geschlachteten Vogels und in das lebendige Wasser und besprenge [damit] das Haus siebenmal.
52 Und er entsündige das Haus mit dem Blut des Vogels, mit dem lebendigen Wasser und mit dem lebenden Vogel, mit dem Zedernholz, mit dem Ysop und mit dem Karmesin.
53 Den lebenden Vogel aber soll er nach draußen vor die Stadt ins freie Feld fliegen lassen. So erwirke er Sühnung für das Haus: dann wird es rein sein.
54 Das ist das Gesetz für das ganze Mal des Aussatzes und für die Krätze
55 und für den Aussatz des Kleides und des Hauses
56 und für die Erhöhung und für den Schorf und für den Fleck,
57 um zu belehren, wann für unrein und wann für rein zu erklären ist: das ist das Gesetz des Aussatzes.
Kapitel 15
1 Und der HERR redete zu Mose und zu Aaron:
2 Redet zu den Söhnen Israel und sagt zu ihnen: Wenn irgend ein Mann an seinem Fleisch an Fluss leidet, ist er unrein durch seinen Schleimfluss.
3 Und dies wird seine Unreinheit bei seinem Schleimfluss sein: Lässt sein Fleisch seinen Schleimfluss triefen oder hält sein Fleisch seinen Schleimfluss zurück, ist das seine Unreinheit.
4 Jedes Lager, worauf der an Ausfluss Leidende liegt, wird unrein sein, und jedes Gerät, worauf er sitzt, wird unrein sein.
5 Und wer sein Lager berührt, soll seine Kleider waschen und sich im Wasser baden, und er wird bis zum Abend unrein sein.
6 Und wer sich auf das Gerät setzt, worauf der an Ausfluss Leidende zu sitzen pflegt, soll seine Kleider waschen und sich im Wasser baden, und er wird bis zum Abend unrein sein.
7 Und wer das Fleisch des an Ausfluss Leidenden berührt, soll seine Kleider waschen und sich im Wasser baden, und er wird bis zum Abend unrein sein.
8 Und wenn der an Ausfluss Leidende auf einen Reinen speit, dann soll dieser seine Kleider waschen und sich im Wasser baden, und er wird bis zum Abend unrein sein.
9 Jeder Sattelsitz, auf dem der an Ausfluss Leidende reitet, wird unrein sein.
10 Und jeder, der irgend etwas berührt, was er unter sich hat, wird bis zum Abend unrein sein. Und wer es trägt, soll seine Kleider waschen und sich im Wasser baden, und er wird bis zum Abend unrein sein.
11 Und jeder, den der an Ausfluss Leidende berührt, - er hat aber seine Hände nicht im Wasser abgespült -, der soll seine Kleider waschen und sich im Wasser baden, und er wird bis zum Abend unrein sein.
12 Und das irdene Gefäß, das der an Ausfluss Leidende berührt, soll zerbrochen werden; jedes hölzerne Gefäß aber soll im Wasser gespült werden.
13 Und wenn der an Ausfluss Leidende von seinem Schleimfluss rein wird, dann soll er für seine Reinigung sieben Tage für sich zählen. Und er soll seine Kleider waschen und sein Fleisch in lebendigem Wasser baden, dann wird er rein sein.
14 Und am achten Tag soll er sich zwei Turteltauben oder zwei junge Tauben nehmen und an den Eingang des Zeltes der Begegnung vor den HERRN kommen und sie dem Priester geben.
15 Und der Priester soll sie opfern, eine als Sündopfer und die andere als Brandopfer. So erwirke der Priester vor dem HERRN Sühnung für ihn wegen seines Schleimflusses.
16 Und wenn einem Mann der Samenerguss entgeht, dann soll er sein ganzes Fleisch im Wasser baden, und er wird bis zum Abend unrein sein.
17 Und jedes Kleid und jedes Fell, worauf der Samenerguss kommt, soll im Wasser gewaschen werden, und es wird bis zum Abend unrein sein.
18 Und eine Frau, bei der ein Mann liegt mit Samenerguss, - sie sollen sich im Wasser baden und werden bis zum Abend unrein sein.
19 Und wenn eine Frau an Fluss leidet [und] ihr Fluss an ihrem Fleisch Blut ist, soll sie sieben Tage in ihrer Absonderung sein. Und jeder, der sie anrührt, wird bis zum Abend unrein sein.
20 Alles, worauf sie in ihrer Absonderung liegt, wird unrein sein, und alles, worauf sie sitzt, wird unrein sein.
21 Und jeder, der ihr Lager berührt, soll seine Kleider waschen und sich im Wasser baden, und er wird bis zum Abend unrein sein.
22 Und jeder, der irgendein Gerät berührt, worauf sie zu sitzen pflegt, soll seine Kleider waschen und sich im Wasser baden, und er wird bis zum Abend unrein sein.
23 Und wenn etwas auf dem Lager oder auf dem Gerät ist, worauf sie zu sitzen pflegt, - wenn er es berührt, wird er bis zum Abend unrein sein.
24 Und wenn etwa ein Mann neben ihr liegt, und ihre Unreinheit kommt auf ihn, dann wird er sieben Tage unrein sein. Jedes Lager, worauf er liegt, wird unrein sein.
25 Und wenn eine Frau ihren Blutfluss viele Tage außer der Zeit ihrer Absonderung hat oder wenn sie den Fluss über ihre Absonderung hinaus hat, soll sie all die Tage des Flusses ihrer Unreinheit sein wie in den Tagen ihrer Absonderung: unrein ist sie.
26 Jedes Lager, worauf sie alle Tage ihres Flusses liegt, soll ihr sein wie das Lager ihrer Absonderung, und jedes Gerät, worauf sie sitzt, wird unrein sein nach der Unreinheit ihrer Absonderung.
27 Und jeder, der es berührt, wird unrein sein, und er soll seine Kleider waschen und sich im Wasser baden, und er wird bis zum Abend unrein sein.
28 Und wenn sie rein geworden ist von ihrem Fluss, dann soll sie sich sieben Tage zählen, danach wird sie rein sein.
29 Und am achten Tag soll sie sich zwei Turteltauben oder zwei junge Tauben nehmen und sie an den Eingang des Zeltes der Begegnung zum Priester bringen.
30 Und der Priester soll die eine als Sündopfer und die andere als Brandopfer opfern. So erwirke der Priester Sühnung für sie vor dem HERRN wegen des Flusses ihrer Unreinheit.
31 Und ihr sollt die Söhne Israel warnen vor ihrer Unreinheit, damit sie nicht in ihrer Unreinheit sterben, indem sie meine Wohnung, die in ihrer Mitte ist, unrein machen.
32 Das ist das Gesetz [betreffs] dessen, der an Ausfluss leidet, und dessen, dem der Samenerguss entgeht, so dass er durch ihn unrein wird,
33 und [betreffs der], die krank ist in ihrer Absonderung, und dessen, der seinen Schleimfluss hat, es sei Mann oder Frau, und für den Mann, der neben einer Unreinen liegt.

Mose gibt Aaron die Gesetze über den Versöhnungstag weiter, den auch er kann in Gefahr kommen, wenn er das Hochheilige betritt. Nachzulesen im 3. Buch Mose (Leviticus) Kapitel 16 (mit Versangaben):

1 Und der HERR redete zu Mose nach dem Tod der beiden Söhne Aarons, als sie vor den HERRN traten und starben.
2 Und der HERR sprach zu Mose: Rede zu deinem Bruder Aaron, dass er nicht zu jeder Zeit in das Heiligtum hineingeht innerhalb des Vorhangs, vor die Deckplatte, die auf der Lade ist, damit er nicht stirbt. Denn ich erscheine in der Wolke über der Deckplatte.
3 Auf diese Weise soll Aaron in das Heiligtum hineingehen: mit einem Jungstier für das Sündopfer und einem Widder für das Brandopfer.
4 Er soll einen heiligen Leibrock aus Leinen anziehen, und leinene Beinkleider sollen auf seinem Fleisch sein, und mit einem leinenen Gürtel soll er sich umgürten und einen Kopfbund aus Leinen sich umbinden: das sind heilige Kleider. Er soll sein Fleisch im Wasser baden und sie [dann] anziehen.
5 Und von der Gemeinde der Söhne Israel soll er zwei Ziegenböcke nehmen für das Sündopfer und einen Widder für das Brandopfer.
6 Und Aaron soll den Jungstier des Sündopfers, der für ihn ist, herbeibringen und Sühnung erwirken für sich und für sein Haus.
7 Und er soll die zwei Ziegenböcke nehmen und sie an den Eingang des Zeltes der Begegnung vor den HERRN stellen.
8 Und Aaron soll Lose werfen über die zwei Ziegenböcke, ein Los für den HERRN und ein Los für Asasel.
9 Und Aaron soll den Ziegenbock herzubringen, auf den das Los für den HERRN gefallen ist, und ihn als Sündopfer opfern.
10 Und der Ziegenbock, auf den das Los für Asasel gefallen ist, soll lebendig vor den HERRN gestellt werden, um für ihn Sühnung zu erwirken, um ihn für Asasel in die Wüste fortzuschicken.
11 Und Aaron bringe den Jungstier des Sündopfers, der für ihn ist, herbei und tue Sühnung für sich und für sein Haus und schlachte den Jungstier des Sündopfers, der für ihn ist.
12 Und er nehme eine Pfanne voll Feuerkohlen von dem Altar vor dem HERRN und seine beiden Hände voll von wohlriechendem, kleingestoßenem Räucherwerk und bringe es [in den Raum] innerhalb des Vorhangs.
13 Und er lege das Räucherwerk auf das Feuer vor den HERRN, damit die Wolke des Räucherwerks die Deckplatte, die auf dem Zeugnis ist, bedeckt und er nicht stirbt.
14 Und er nehme [etwas] von dem Blut des Jungstiers und sprenge [es] mit seinem Finger auf die Vorderseite der Deckplatte nach Osten zu, und vor die Deckplatte soll er siebenmal [etwas] von dem Blut mit seinem Finger sprengen.
15 Und er schlachte den Ziegenbock des Sündopfers, der für das Volk ist, und bringe sein Blut [in den Raum] innerhalb des Vorhangs und tue mit seinem Blut ebenso, wie er mit dem Blut des Jungstiers getan hat, und sprenge es auf die Deckplatte und vor die Deckplatte.
16 Und er erwirke Sühnung für das Heiligtum wegen der Unreinheiten der Söhne Israel und wegen ihrer Vergehen, nach allen ihren Sünden. Und ebenso soll er für das Zelt der Begegnung tun, das sich bei ihnen befindet mitten in ihren Unreinheiten.
17 Und kein Mensch soll in dem Zelt der Begegnung sein, wenn er hineingeht, um Sühnung im Heiligtum zu erwirken, bis er herauskommt. So erwirke er Sühnung für sich und für sein Haus und für die ganze Versammlung Israels.
18 Und er soll hinausgehen zu dem Altar, der vor dem HERRN ist, und für ihn Sühnung erwirken. Und er nehme [etwas] von dem Blut des Jungstiers und von dem Blut des Ziegenbocks und tue es ringsherum an die Hörner des Altars.
19 Und er sprenge [etwas] von dem Blut siebenmal mit seinem Finger an ihn und reinige ihn und heilige ihn von den Unreinheiten der Söhne Israel.
20 Und hat er die Sühnung des Heiligtums und des Zeltes der Begegnung und des Altars vollendet, dann soll er den lebenden Ziegenbock herbeibringen.
21 Und Aaron lege seine beiden Hände auf den Kopf des lebenden Ziegenbocks und bekenne auf ihn alle Schuld der Söhne Israel und all ihre Vergehen nach allen ihren Sünden. Und er lege sie auf den Kopf des Ziegenbocks und schicke ihn durch einen bereitstehenden Mann fort in die Wüste,
22 damit der Ziegenbock all ihre Schuld auf sich trägt in ein ödes Land; und er schicke den Ziegenbock in die Wüste.
23 Und Aaron soll in das Zelt der Begegnung hineingehen und die Kleider aus Leinen ausziehen, die er anzog, als er in das Heiligtum hineinging, und soll sie dort niederlegen.
24 Und er soll an heiliger Stätte sein Fleisch im Wasser baden und seine Kleider anziehen. Und er soll herauskommen und sein Brandopfer und das Brandopfer des Volkes opfern und [so] für sich und für das Volk Sühnung erwirken.
25 Und das Fett des Sündopfers soll er auf dem Altar in Rauch aufgehen lassen.
26 Und wer den Ziegenbock für Asasel fortschickt, soll seine Kleider waschen und sein Fleisch im Wasser baden. Danach darf er ins Lager kommen.
27 Und den Jungstier des Sündopfers und den Ziegenbock des Sündopfers, deren Blut hineingebracht worden ist, um im Heiligtum Sühnung zu erwirken, soll man hinausbringen nach draußen vor das Lager und ihre Häute und ihr Fleisch und ihren Mageninhalt mit Feuer verbrennen.
28 Und der sie verbrennt, soll seine Kleider waschen und sein Fleisch im Wasser baden; danach darf er ins Lager kommen.
29 Und dies soll euch zu einer ewigen Ordnung sein: Im siebten Monat, am Zehnten des Monats, sollt ihr euch selbst demütigen und keinerlei Arbeit tun, der Einheimische und der Fremde, der in eurer Mitte als Fremder wohnt.
30 Denn an diesem Tag wird man für euch Sühnung erwirken, um euch zu reinigen: von all euren Sünden werdet ihr rein sein vor dem HERRN.
31 Ein Sabbat völliger Ruhe soll er euch sein, und ihr sollt euch selbst demütigen - eine ewige Ordnung.
32 Und der Priester soll Sühnung erwirken, den man salben wird und dem man die Hand füllt, damit er den Priesterdienst an seines Vaters statt ausübt. Er soll die Kleider aus Leinen anziehen, die heiligen Kleider,
33 und er soll Sühnung erwirken für das heilige Heiligtum und für das Zelt der Begegnung. Und für den Altar soll er Sühnung erwirken, und für die Priester und für das ganze Volk der Gemeinde soll er Sühnung erwirken.
34 Das soll euch zu einer ewigen Ordnung sein, für die Söhne Israel einmal im Jahr Sühnung zu tun wegen all ihrer Sünden. Und er tat [es], ganz wie der HERR dem Mose geboten hatte.

Gott erlässt für das Volk Israel das Gesetz über Blut und verbotene sexuelle Beziehungen. Nachzulesen im 3. Buch Mose (Leviticus) in Kapitel 17 und 18 (mit Versangaben):

1 Und der HERR redete zu Mose:
2 Rede zu Aaron und zu seinen Söhnen und zu allen Söhnen Israel und sage zu ihnen: Dies ist die Sache, die der HERR geboten hat:
3 Jedermann aus dem Haus Israel, der einen Stier oder ein Schaf oder eine Ziege im Lager schlachtet oder der außerhalb des Lagers schlachtet
4 und es nicht an den Eingang des Zeltes der Begegnung gebracht hat, um [es] dem HERRN als Opfergabe darzubringen vor der Wohnung des HERRN, diesem Mann soll [es] als Blut zugerechnet werden: Blut hat er vergossen; und dieser Mann soll aus der Mitte seines Volkes ausgerottet werden.
5 [Dies wird angeordnet], damit die Söhne Israel ihre Schlachtopfer hineinbringen, die sie jetzt auf freiem Feld schlachten, und zwar sie hineinbringen für den HERRN an den Eingang des Zeltes der Begegnung zum Priester und sie als Heilsopfer dem HERRN schlachten.
6 Und der Priester soll das Blut an den Altar des HERRN vor dem Eingang des Zeltes der Begegnung sprengen und das Fett in Rauch aufgehen lassen als wohlgefälligen Geruch für den HERRN.
7 Und sie sollen nicht mehr ihre Schlachtopfer den Bocksdämonen schlachten, denen sie nachhuren. Das soll ihnen eine ewige Ordnung sein für ihre Generationen.
8 Und du sollst zu ihnen sagen: Jedermann aus dem Haus Israel und von den Fremden, die in ihrer Mitte als Fremde wohnen, der ein Brandopfer oder Schlachtopfer opfert
9 und es nicht an den Eingang des Zeltes der Begegnung bringt, um es dem HERRN zu opfern, dieser Mann soll aus seinen Völkern ausgerottet werden.
10 Und jedermann aus dem Haus Israel und von den Fremden, die in ihrer Mitte als Fremde wohnen, der irgendwelches Blut isst, - gegen die Seele, die das Blut isst, werde ich mein Angesicht richten und sie aus der Mitte ihres Volkes ausrotten.
11 Denn die Seele des Fleisches ist im Blut, und ich selbst habe es euch auf den Altar gegeben, Sühnung für eure Seelen zu erwirken. Denn das Blut ist es, das Sühnung tut durch die Seele [in ihm].
12 Darum habe ich zu den Söhnen Israel gesagt: Keine Seele von euch soll Blut essen; auch der Fremde, der in eurer Mitte als Fremder wohnt, soll nicht Blut essen.
13 Und jedermann von den Söhnen Israel und von den Fremden, die in eurer Mitte als Fremde wohnen, der ein Wild oder einen Vogel erjagt, die gegessen werden dürfen, soll ihr Blut ausfließen lassen und es mit Erde bedecken.
14 Denn [was] die Seele alles Fleisches [betrifft]: sein Blut, das ist seine Seele, - und ich habe zu den Söhnen Israel gesagt: Das Blut irgendwelches Fleisches sollt ihr nicht essen, denn die Seele alles Fleisches ist sein Blut; jeder, der es isst, soll ausgerottet werden. -
15 Jeder, der ein Aas oder Zerrissenes isst, er sei Einheimischer oder Fremder, der soll seine Kleider waschen und sich im Wasser baden, und er wird bis zum Abend unrein sein; dann wird er rein sein.
16 Und wenn er sie nicht wäscht und sein Fleisch nicht badet, so wird er seine Schuld tragen.
Kapitel 18
1 Und der HERR redete zu Mose:
2 Rede zu den Söhnen Israel und sage zu ihnen: Ich bin der HERR, euer Gott.
3 Nach der Weise des Landes Ägypten, in dem ihr gewohnt habt, sollt ihr nicht tun; und nach der Weise des Landes Kanaan, wohin ich euch bringe, sollt ihr nicht tun; und in ihren Ordnungen sollt ihr nicht leben.
4 Meine Rechtsbestimmungen sollt ihr tun, und meine Ordnungen sollt ihr halten, um in ihnen zu leben. Ich bin der HERR, euer Gott.
5 Und meine Ordnungen und meine Rechtsbestimmungen sollt ihr halten. Durch sie wird der Mensch, der sie tut, Leben haben. Ich bin der HERR.
6 Niemand von euch soll sich irgendeinem seiner Blutsverwandten nähern, um die Blöße aufzudecken. Ich bin der HERR.
7 Die Blöße deines Vaters und die Blöße deiner Mutter sollst du nicht aufdecken; sie ist deine Mutter, du sollst ihre Blöße nicht aufdecken.
8 Die Blöße der Frau deines Vaters sollst du nicht aufdecken; es ist die Blöße deines Vaters.
9 Die Blöße deiner Schwester, der Tochter deines Vaters oder der Tochter deiner Mutter, im Haus geboren oder draußen geboren - ihre Blöße sollst du nicht aufdecken.
10 Die Blöße der Tochter deines Sohnes oder der Tochter deiner Tochter - ihre Blöße sollst du nicht aufdecken, denn es ist deine Blöße.
11 Die Blöße der Tochter der Frau deines Vaters, von deinem Vater gezeugt - sie ist deine Schwester, ihre Blöße sollst du nicht aufdecken.
12 Die Blöße der Schwester deines Vaters sollst du nicht aufdecken; sie ist die Blutsverwandte deines Vaters.
13 Die Blöße der Schwester deiner Mutter sollst du nicht aufdecken, denn sie ist die Blutsverwandte deiner Mutter.
14 Die Blöße des Bruders deines Vaters sollst du nicht aufdecken: seiner Frau sollst du dich nicht nähern, sie ist deine Tante.
15 Die Blöße deiner Schwiegertochter sollst du nicht aufdecken; sie ist die Frau deines Sohnes, ihre Blöße sollst du nicht aufdecken.
16 Die Blöße der Frau deines Bruders sollst du nicht aufdecken; es ist die Blöße deines Bruders.
17 Die Blöße einer Frau und ihrer Tochter sollst du nicht aufdecken; die Tochter ihres Sohnes und die Tochter ihrer Tochter sollst du nicht nehmen, um ihre Blöße aufzudecken; sie sind deine Blutsverwandten: es ist eine Schandtat.
18 Und du sollst nicht eine Frau zu ihrer Schwester nehmen, [sie] eifersüchtig zu machen, indem du ihre Blöße neben ihr aufdeckst bei ihrem Leben. -
19 Und einer Frau in der Absonderung ihrer Unreinheit sollst du nicht nahen, um ihre Blöße aufzudecken.
20 Und bei der Frau deines Nächsten sollst du nicht zur Begattung liegen, dass du durch sie unrein wirst. -
21 Und von deinen Nachkommen sollst du nicht [einen] hingeben, um sie dem Moloch durch [das Feuer] gehen zu lassen. Und du sollst den Namen des HERRN, deines Gottes, nicht entweihen. Ich bin der HERR. -
22 Und bei einem Mann sollst du nicht liegen, wie man bei einer Frau liegt: ein Gräuel ist es.
23 Und bei keinem Vieh sollst du liegen, so dass du dich an ihm unrein machst. Und eine Frau soll sich nicht vor ein Vieh hinstellen, damit es sie begattet: es ist eine schändliche Befleckung.
24 Macht euch nicht unrein durch all dieses! Denn durch all dieses haben die Nationen sich unrein gemacht, die ich vor euch vertreibe.
25 Und das Land wurde unrein gemacht, und ich suchte seine Schuld an ihm heim, und das Land spie seine Bewohner aus.
26 Ihr aber, ihr sollt meine Ordnungen und meine Rechtsbestimmungen halten, und ihr sollt nichts tun von all diesen Gräueln, der Einheimische und der Fremde, der in eurer Mitte als Fremder wohnt -
27 denn all diese Gräuel haben die Menschen des Landes getan, die vor euch [da] waren, und das Land ist unrein gemacht worden -,
28 damit das Land euch nicht ausspeit, wenn ihr es unrein macht, ebenso wie es die Nation ausgespieen hat, die vor euch [da] war:
29 denn jeder, der etwas von all diesen Gräueln tut, - die Seelen, die es tun, sollen ausgerottet werden aus der Mitte ihres Volkes.
30 Und ihr sollt meine Vorschriften halten, damit ihr keine der gräulichen Bräuche übt, die vor euch geübt worden sind. Ihr sollt euch nicht durch sie unrein machen. Ich bin der HERR, euer Gott.

Außerdem werden Gesetze über die Heiligung des täglichen Lebens, Strafandrohungen für schwere Vergehen sowie Anweisungen für Priester und für den Genuss von Opfergaben erlassen. Nachzulesen im 3. Buch Mose (Leviticus) in Kapitel 19 bis 22 (mit Versangaben):

1 Und der HERR redete zu Mose:
2 Rede zu der ganzen Gemeinde der Söhne Israel und sage zu ihnen: Ihr sollt heilig sein; denn ich, der HERR, euer Gott, bin heilig.
3 Ihr sollt jeder seine Mutter und seinen Vater fürchten; und meine Sabbate sollt ihr halten. Ich bin der HERR, euer Gott. -
4 Ihr sollt euch nicht zu den Götzen wenden, und gegossene Götter sollt ihr euch nicht machen. Ich bin der HERR, euer Gott.
5 Und wenn ihr ein Heilsopfer dem HERRN opfert, sollt ihr es zum Wohlgefallen für euch opfern.
6 An dem Tag, an dem ihr es opfert, und am nächsten Tag soll es gegessen werden. Was aber bis zum dritten Tag übrigbleibt, soll mit Feuer verbrannt werden.
7 Und wenn es irgend am dritten Tag gegessen wird, ist es Unreines; es wird nicht als wohlgefällig betrachtet werden.
8 Wer es isst, wird seine Schuld tragen, denn das Heilige des HERRN hat er entweiht; und diese Person soll ausgerottet werden aus ihren Völkern.
9 Und wenn ihr die Ernte eures Landes erntet, darfst du den Rand deines Feldes nicht vollständig abernten und darfst keine Nachlese deiner Ernte halten.
10 Und in deinem Weinberg sollst du nicht nachlesen, und die abgefallenen Beeren deines Weinbergs sollst du nicht auflesen; für den Elenden und für den Fremden sollst du sie lassen. Ich bin der HERR, euer Gott.
11 Ihr sollt nicht stehlen; und ihr sollt nicht lügen und nicht betrügerisch handeln einer gegen den anderen.
12 Und ihr sollt bei meinem Namen nicht falsch schwören, dass du den Namen deines Gottes entweihen würdest. Ich bin der HERR. -
13 Du sollst deinen Nächsten nicht unterdrücken und sollst [ihn] nicht berauben; der Lohn des Tagelöhners darf über Nacht bis zum Morgen nicht bei dir bleiben.
14 Du sollst einem Tauben nicht fluchen und vor einen Blinden kein Hindernis legen, und du sollst dich fürchten vor deinem Gott. Ich bin der HERR. -
15 Ihr sollt im Gericht nicht Unrecht tun; du sollst die Person des Geringen nicht bevorzugen und die Person des Großen nicht ehren; in Gerechtigkeit sollst du deinen Nächsten richten.
16 Du sollst nicht als ein Verleumder unter deinen Volksgenossen umhergehen. Du sollst nicht gegen das Blut deines Nächsten auftreten. Ich bin der HERR. -
17 Du sollst deinen Bruder in deinem Herzen nicht hassen. Du sollst deinen Nächsten ernstlich zurechtweisen, damit du nicht seinetwegen Schuld trägst.
18 Du sollst dich nicht rächen und den Kindern deines Volkes nichts nachtragen und sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. Ich bin der HERR.
19 Meine Ordnungen sollt ihr halten. Dein Vieh von zweierlei [Art] sollst du sich nicht begatten lassen; dein Feld sollst du nicht mit zweierlei [Samen] besäen, und ein Kleid, aus zweierlei Stoff gewebt, soll nicht auf dich kommen.
20 Und wenn ein Mann bei einer Frau zur Begattung liegt, und sie ist eine Sklavin, einem Mann verlobt, und sie ist keineswegs losgekauft, noch ist ihr die Freiheit geschenkt, dann besteht Schadenersatzpflicht. Sie sollen nicht getötet werden, denn sie ist nicht frei gewesen.
21 Und er soll dem HERRN sein Schuldopfer an den Eingang des Zeltes der Begegnung bringen, einen Widder als Schuldopfer.
22 Und der Priester soll für ihn mit dem Widder des Schuldopfers vor dem HERRN Sühnung erwirken für seine Sünde, die er begangen hat; und in bezug auf seine Sünde, die er begangen hat, wird ihm vergeben werden.
23 Und wenn ihr in das Land kommt und allerlei Bäume zur Speise pflanzt, dann sollt ihr ihre Früchte als ihre Vorhaut unbeschnitten lassen. Drei Jahre sollen sie euch als unbeschnitten gelten, sie dürfen nicht gegessen werden.
24 Im vierten Jahr sollen all ihre Früchte dem HERRN eine heilige Festgabe sein.
25 Und im fünften Jahr sollt ihr ihre Früchte essen, damit ihr Ertrag euch [den Gewinn] vermehrt. Ich bin der HERR, euer Gott.
26 Ihr sollt [Fleisch] nicht [zusammen] mit Blut essen. Ihr sollt nicht Wahrsagerei noch Zauberei treiben.
27 Ihr sollt nicht den Rand eures Haupthaares rund scheren, und den Rand deines Bartes sollst du nicht verderben.
28 Und einen Einschnitt wegen eines Toten sollt ihr an eurem Fleisch nicht machen; und geätzte Schrift sollt ihr an euch nicht machen. Ich bin der HERR.
29 Du sollst deine Tochter nicht entweihen, sie zur Hurerei anzuhalten, dass das Land nicht Hurerei treibt und das Land voll Schandtaten wird.
30 Meine Sabbate sollt ihr halten, und mein Heiligtum sollt ihr fürchten. Ich bin der HERR.
31 Ihr sollt euch nicht zu den Totengeistern und zu den Wahrsagern wenden; ihr sollt sie nicht aufsuchen, euch an ihnen unrein zu machen. Ich bin der HERR, euer Gott.
32 Vor grauem Haar sollst du aufstehen und die Person eines Greises ehren, und du sollst dich fürchten vor deinem Gott. Ich bin der HERR.
33 Und wenn ein Fremder bei dir - in eurem Land - als Fremder wohnt, sollt ihr ihn nicht unterdrücken.
34 Wie ein Einheimischer unter euch soll euch der Fremde sein, der bei euch als Fremder wohnt; du sollst ihn lieben wie dich selbst. Denn Fremde seid ihr im Land Ägypten gewesen. Ich bin der HERR, euer Gott.
35 Ihr sollt nicht Unrecht tun im Gericht, im Längenmaß, im Gewicht und im Hohlmaß.
36 Gerechte Waage, gerechte Gewichtsteine, gerechtes Efa und gerechtes Hin sollt ihr haben. Ich bin der HERR, euer Gott, der ich euch aus dem Land Ägypten herausgeführt habe.
37 Und so sollt ihr all meine Ordnungen und all meine Rechtsbestimmungen halten und sie tun. Ich bin der HERR.
Kapitel 20
1 Und der HERR redete zu Mose:
2 Du sollst zu den Söhnen Israel sagen: Jedermann von den Söhnen Israel und von den Fremden, die in Israel als Fremde wohnen, der [eins] von seinen Kindern dem Moloch gibt, muss getötet werden; das Volk des Landes soll ihn steinigen.
3 Und ich werde mein Angesicht gegen diesen Mann richten und ihn aus der Mitte seines Volkes ausrotten, weil er [eins] von seinen Kindern dem Moloch gegeben hat, mein Heiligtum unrein zu machen und meinen heiligen Namen zu entweihen.
4 Und wenn das Volk des Landes seine Augen irgend verhüllt vor diesem Mann, wenn er von seinen Kindern [eins] dem Moloch gibt, so dass es ihn nicht tötet,
5 so werde ich mein Angesicht gegen diesen Mann richten und gegen seine Sippe und werde ihn und alle, die ihm nachhuren, um dem Moloch nachzuhuren, ausrotten aus der Mitte ihres Volkes.
6 Und die Person, die sich zu den Totengeistern und zu den Wahrsagern wendet, um ihnen nachzuhuren, gegen diese Person werde ich mein Angesicht richten und sie ausrotten aus der Mitte ihres Volkes. -
7 So sollt ihr euch heiligen und sollt heilig sein, denn ich bin der HERR, euer Gott,
8 und sollt meine Ordnungen einhalten und sie tun. Ich bin der HERR, der euch heiligt.
9 Wenn irgend jemand seinem Vater oder seiner Mutter flucht, muss er getötet werden; er hat seinem Vater oder seiner Mutter geflucht, ihr Blut ist auf ihm.
10 Wenn ein Mann mit einer Frau Ehebruch treibt, wenn ein Mann Ehebruch treibt mit der Frau seines Nächsten, müssen der Ehebrecher und die Ehebrecherin getötet werden.
11 Und wenn ein Mann bei der Frau seines Vaters liegt: er hat die Blöße seines Vaters aufgedeckt, beide müssen getötet werden, ihr Blut ist auf ihnen.
12 Und wenn ein Mann bei seiner Schwiegertochter liegt, müssen beide getötet werden. Sie haben eine schändliche Befleckung verübt, ihr Blut ist auf ihnen.
13 Und wenn ein Mann bei einem Mann liegt, wie man bei einer Frau liegt, [dann] haben beide einen Gräuel verübt. Sie müssen getötet werden, ihr Blut ist auf ihnen.
14 Und wenn ein Mann eine Frau nimmt und ihre Mutter, das ist eine Schandtat; man soll ihn und sie mit Feuer verbrennen, damit keine Schandtat in eurer Mitte sei.
15 Und wenn ein Mann bei einem Vieh liegt, soll er unbedingt getötet werden, und das Vieh sollt ihr umbringen.
16 Und wenn eine Frau sich irgendeinem Vieh nähert, damit es sie begatte, dann sollst du die Frau und das Vieh umbringen. Sie müssen getötet werden, ihr Blut ist auf ihnen.
17 Und wenn ein Mann seine Schwester nimmt, die Tochter seines Vaters oder die Tochter seiner Mutter, und er sieht ihre Blöße, und sie sieht seine Blöße: das ist eine Schande, und sie sollen ausgerottet werden vor den Augen der Kinder ihres Volkes. Er hat die Blöße seiner Schwester aufgedeckt, er soll seine Schuld tragen.
18 Und wenn ein Mann bei einer kranken Frau liegt und ihre Blöße aufdeckt, so hat er ihre Quelle enthüllt, und sie hat die Quelle ihres Blutes aufgedeckt. Sie sollen beide ausgerottet werden aus der Mitte ihres Volkes.
19 Und die Blöße der Schwester deiner Mutter und der Schwester deines Vaters sollst du nicht aufdecken; denn wer das tut, hat seine Blutsverwandte entblösst: sie sollen ihre Schuld tragen.
20 Und wenn ein Mann bei der Frau seines Onkels liegt, hat er die Blöße seines Onkels aufgedeckt. Sie sollen ihre Sünde tragen, kinderlos sollen sie sterben.
21 Und wenn ein Mann die Frau seines Bruders nimmt: das ist eine Befleckung. Er hat die Blöße seines Bruders aufgedeckt, sie sollen kinderlos sein.
22 Und ihr sollt all meine Ordnungen und all meine Rechtsbestimmungen halten und sie tun, damit euch das Land nicht ausspeit, in das ich euch bringe, darin zu wohnen.
23 Und ihr sollt nicht in den Ordnungen der Nation leben, die ich vor euch vertreibe; denn alle diese Dinge haben sie getan, und sie sind mir zum Ekel geworden.
24 Und ich habe zu euch gesagt: Ihr sollt ihr Land besitzen, und ich werde es euch zum Besitz geben, ein Land, das von Milch und Honig überfließt. Ich bin der HERR, euer Gott, der ich euch von den Völkern ausgesondert habe.
25 Und ihr sollt unterscheiden zwischen dem reinen Vieh und dem unreinen, zwischen den unreinen Vögeln und den reinen, und sollt euch selbst nicht zu etwas Abscheulichem machen durch das Vieh und durch die Vögel und durch alles, was sich auf dem Erdboden regt, das ich euch als unrein ausgesondert habe.
26 Und ihr sollt mir heilig sein, denn ich bin heilig, ich, der HERR. Und ich habe euch von den Völkern ausgesondert, um mein zu sein.
27 Und wenn in einem Mann oder einer Frau ein Totengeist oder Wahrsagegeist ist, sie müssen getötet werden. Man soll sie steinigen; ihr Blut ist auf ihnen.
Kapitel 21
1 Und der HERR sprach zu Mose: Rede zu den Priestern, den Söhnen Aarons, und sage zu ihnen: Keiner von ihnen darf sich an einer Leiche unrein machen unter seinen Volksgenossen:
2 außer an seiner Blutsverwandtschaft, die ihm nahesteht: an seiner Mutter und an seinem Vater, seinem Sohn, seiner Tochter und seinem Bruder
3 und an seiner Schwester, der Jungfrau, die ihm nahesteht, die noch keinem Mann [zu eigen] geworden ist: wegen dieser darf er sich unrein machen.
4 Er darf sich nicht unrein machen als Herr unter seinen Volksgenossen, sich zu entweihen.
5 Sie sollen keine Glatze auf ihrem Kopf scheren, und den Rand ihres Bartes sollen sie nicht abscheren, und an ihrem Fleische sollen sie keine Einschnitte machen.
6 Sie sollen ihrem Gott heilig sein, und den Namen ihres Gottes sollen sie nicht entweihen, denn die Feueropfer des HERRN, das Brot ihres Gottes, bringen sie dar; und sie sollen heilig sein.
7 Eine Hure und eine Entehrte sollen sie nicht [zur Frau] nehmen, und eine von ihrem Mann verstoßene Frau sollen sie nicht nehmen; denn heilig ist er seinem Gott.
8 Und du sollst ihn für heilig achten, denn das Brot deines Gottes bringt er dar. Er soll dir heilig sein; denn heilig bin ich, der HERR, der euch heiligt.
9 Und wenn die Tochter eines Priesters sich durch Hurerei entweiht, so entweiht sie ihren Vater: sie soll mit Feuer verbrannt werden. -
10 Und der Hohepriester unter seinen Brüdern, auf dessen Kopf das Salböl gegossen worden und der geweiht ist, um die [heiligen] Kleider anzulegen, soll seinen Kopf nicht ungepflegt lassen und soll seine Kleider nicht zerreißen.
11 Und er soll zu keiner Leiche kommen; um seines Vaters und um seiner Mutter willen soll er sich nicht unrein machen.
12 Und aus dem Heiligtum soll er nicht hinausgehen und nicht [so] das Heiligtum seines Gottes entweihen; denn die Weihe des Salböls seines Gottes ist auf ihm. Ich bin der HERR.
13 Und er soll eine Frau in ihrer Jungfrauschaft nehmen.
14 Eine Witwe und eine Verstoßene und eine Entehrte, eine Hure, diese soll er nicht nehmen; sondern eine Jungfrau aus seinen Volksgenossen soll er zur Frau nehmen.
15 Und er soll seinen Samen nicht entweihen unter seinen Volksgenossen; denn ich bin der HERR, der ihn heiligt.
16 Und der HERR redete zu Mose:
17 Rede zu Aaron: Jemand von deinen Nachkommen bei ihren Generationen, an dem ein Makel ist, darf nicht herannahen, um das Brot seines Gottes darzubringen;
18 denn jedermann, an dem ein Makel ist, darf nicht herannahen, [sei es] ein blinder Mann oder ein lahmer oder einer mit gespaltener Nase oder der ein Glied zu lang hat,
19 oder ein Mann, der einen Bruch am Fuß oder einen Bruch an der Hand hat,
20 oder ein Buckliger oder ein Zwerg oder der einen [weißen] Flecken in seinem Auge hat oder der die Krätze oder Flechte oder der zerdrückte Hoden hat.
21 Jedermann von den Nachkommen des Priesters Aaron, der einen Makel hat, soll nicht herantreten, die Feueropfer des HERRN darzubringen. Ein Makel ist an ihm, er soll nicht herzutreten, das Brot seines Gottes darzubringen.
22 Das Brot seines Gottes von dem Hochheiligen und von dem Heiligen mag er essen.
23 Nur zum Vorhang soll er nicht kommen, und an den Altar soll er nicht herantreten, denn ein Makel ist an ihm, dass er nicht meine Heiligtümer entweiht; denn ich bin der HERR, der sie heiligt.
24 Und so redete Mose zu Aaron und zu seinen Söhnen und zu allen Söhnen Israel.
Kapitel 22
1 Und der HERR redete zu Mose:
2 Rede zu Aaron und zu seinen Söhnen, dass sie sich enthalten von den heiligen Dingen der Söhne Israel, die sie mir heiligen, und meinen heiligen Namen nicht entweihen. Ich bin der HERR.
3 Sage zu ihnen: Wer irgend von all euren Nachkommen, bei euren Generationen, sich den heiligen Dingen nähert, die die Söhne Israel dem HERRN heiligen, und seine Unreinheit ist an ihm, diese Person soll ausgerottet werden vor meinem Angesicht hinweg. Ich bin der HERR.
4 Jedermann von den Nachkommen Aarons, der aussätzig ist oder an Schleimfluss leidet, soll nicht von den heiligen Dingen essen, bis er rein ist. Und wer irgendeinen berührt, der durch eine Leiche unrein gemacht ist, oder jemanden, dem der Samenerguss entgeht,
5 oder wer irgend ein kriechendes Tier berührt, das für ihn unrein ist, oder einen Menschen, der für ihn unrein ist, durch jegliche Unreinheit, die er hat:
6 einer, der solches berührt, der wird bis zum Abend unrein sein. Er darf nicht von den heiligen Dingen essen, sondern soll sein Fleisch im Wasser baden;
7 und ist die Sonne untergegangen, dann ist er rein. Danach darf er von den heiligen Dingen essen, denn es ist sein Brot.
8 Aas und Zerrissenes darf er nicht essen, dass er sich dadurch unrein macht. Ich bin der HERR.
9 Und sie sollen meine Vorschriften beachten, damit sie nicht deswegen Sünde auf sich laden und dadurch sterben, weil sie es entweihen. Ich bin der HERR, der sie heiligt.
10 Und kein Fremder darf Heiliges essen. Der Beisasse und der Tagelöhner eines Priesters dürfen nicht Heiliges essen.
11 Wenn aber ein Priester eine Person mit seinem Geld als Eigentum erwirbt, [dann] darf diese davon essen; und seine Hausgeborenen, [auch] sie dürfen von seinem Brot essen.
12 Und wenn die Tochter eines Priesters [die Frau] eines fremden Mannes wird, darf sie nicht von dem Hebopfer der heiligen Dinge essen.
13 Wenn aber die Tochter eines Priesters Witwe oder verstoßen wird und keine Kinder hat und in das Haus ihres Vaters zurückkehrt wie in ihrer Jugend, [dann] darf sie vom Brot ihres Vaters essen. Aber kein Fremder darf davon essen.
14 Und wenn jemand aus Versehen Heiliges isst, dann soll er ein Fünftel davon hinzufügen und dem Priester das Heilige erstatten.
15 Und man darf die heiligen Dinge der Söhne Israel nicht entweihen, die sie dem HERRN abheben,
16 und ihnen so die Sünde einer Schuld aufladen, wenn sie ihre heiligen Dinge essen; denn ich bin der HERR, der sie heiligt.
17 Und der HERR redete zu Mose:
18 Rede zu Aaron und zu seinen Söhnen und zu allen Söhnen Israel und sage zu ihnen: Jedermann vom Haus Israel und von den Fremden in Israel, der seine Opfergabe darbringt, nach all ihren Gelübden und nach all ihren freiwilligen Gaben, die sie dem HERRN als Brandopfer darbringen, -
19 zum Wohlgefallen für euch soll es sein, ohne Fehler, männlich, von den Rindern, von den Schafen oder von den Ziegen.
20 Alles, woran ein Makel ist, dürft ihr nicht darbringen, denn es wird nicht zum Wohlgefallen für euch sein.
21 Und wenn jemand dem HERRN ein Heilsopfer darbringt, um ein Gelübde zu erfüllen oder als freiwillige Gabe, vom Rind- oder vom Kleinvieh: ohne Fehler soll es sein, zum Wohlgefallen; keinerlei Makel darf an ihm sein.
22 Ein blindes oder verletztes oder verstümmeltes Tier oder [eines], das eine Warze oder die Krätze oder die Flechte hat, diese dürft ihr dem HERRN nicht darbringen, und [ihr] sollt dem HERRN keine Feueropfer davon auf den Altar geben.
23 Und einen Stier oder ein Schaf mit einem zu langen Glied oder abgehauenen Schwanz, das magst du als freiwillige Gabe opfern; aber zu einem Gelübde wird es nicht als wohlgefällig betrachtet werden.
24 Und dem die Hoden zerquetscht oder zerstoßen oder ausgerissen oder ausgeschnitten sind, dürft ihr dem HERRN nicht darbringen; und in eurem Land sollt ihr [so etwas] nicht tun.
25 Und aus der Hand eines Ausländers dürft ihr nichts von diesen [Tieren kaufen und davon] die Speise eures Gottes darbringen; denn ihr Schaden ist an ihnen, ein Makel ist an ihnen. Sie werden nicht als wohlgefällig für euch betrachtet werden.
26 Und der HERR redete zu Mose:
27 Wenn ein Stier oder ein Schaf oder eine Ziege geboren wird, dann soll es sieben Tage unter seiner Mutter sein. Und vom achten Tag an und weiterhin wird es als wohlgefällig betrachtet werden zur Opfergabe eines Feueropfers für den HERRN. -
28 Und ein Rind oder ein Schaf, es selbst und sein Junges dürft ihr nicht an einem Tag schlachten. -
29 Und wenn ihr dem HERRN ein Dankopfer schlachtet, sollt ihr es zum Wohlgefallen für euch schlachten:
30 An demselben Tag soll es gegessen werden. Ihr sollt nichts davon bis zum [nächsten] Morgen übriglassen. Ich bin der HERR.
31 Und ihr sollt meine Gebote halten und sie tun. Ich bin der HERR.
32 Und ihr sollt meinen heiligen Namen nicht entweihen, damit ich geheiligt werde in der Mitte der Söhne Israel. Ich bin der HERR, der euch heiligt,
33 der euch aus dem Land Ägypten herausgeführt hat, um euer Gott zu sein. Ich bin der HERR.

Gott erlässt durch Mose Gesetze über die Feste, den Leuchter und die Schaubrote. Nachzulesen im 3. Buch Mose (Leviticus) in Kapitel 23 und 24 (mit Versangaben):

1 Und der HERR redete zu Mose:
2 Rede zu den Söhnen Israel und sage zu ihnen: Die Feste des HERRN, die ihr als heilige Versammlungen ausrufen sollt, meine Feste sind diese:
3 Sechs Tage soll man Arbeit tun; aber am siebten Tag ist ein ganz feierlicher Sabbat, eine heilige Versammlung. Keinerlei Arbeit dürft ihr tun; es ist ein Sabbat für den HERRN in all euren Wohnsitzen.
4 Dies sind die Feste des HERRN, heilige Versammlungen, die ihr ausrufen sollt zu ihrer bestimmten Zeit:
5 Im ersten Monat, am Vierzehnten des Monats, zwischen den zwei Abenden, ist Passah dem HERRN.
6 Am fünfzehnten Tag dieses Monats ist das Fest der ungesäuerten Brote dem HERRN; sieben Tage sollt ihr ungesäuertes Brot essen.
7 Am ersten Tag soll für euch eine heilige Versammlung sein, keinerlei Dienstarbeit dürft ihr tun.
8 Und ihr sollt dem HERRN sieben Tage [lang] ein Feueropfer darbringen. Am siebten Tag ist eine heilige Versammlung, keinerlei Dienstarbeit dürft ihr tun.
9 Und der HERR redete zu Mose:
10 Rede zu den Söhnen Israel und sage zu ihnen: Wenn ihr in das Land kommt, das ich euch gebe, und ihr seine Ernte erntet, dann sollt ihr eine Garbe der Erstlinge eurer Ernte zum Priester bringen.
11 Und er soll die Garbe vor dem HERRN schwingen zum Wohlgefallen für euch; am andern Tag nach dem Sabbat soll der Priester sie schwingen.
12 Und ihr sollt an dem Tag, an dem ihr die Garbe schwingt, ein einjähriges Lamm ohne Fehler zum Brandopfer für den HERRN opfern;
13 und sein Speisopfer: zwei Zehntel Weizengrieß, mit Öl gemengt, ein Feueropfer für den HERRN, ein wohlgefälliger Geruch; und sein Trankopfer: ein viertel Hin Wein.
14 Und Brot und geröstete Körner und Jungkorn dürft ihr nicht essen bis zu eben diesem Tag, bis ihr die Opfergabe eures Gottes gebracht habt: eine ewige Ordnung für eure Generationen in all euren Wohnsitzen.
15 Und ihr sollt für euch zählen von dem Tag nach dem Sabbat, von dem Tag, an dem ihr die Garbe fürs Schwingopfer gebracht habt: es sollen sieben volle Wochen sein.
16 Bis zum andern Tag nach dem siebten Sabbat sollt ihr fünfzig Tage zählen. Dann sollt ihr dem HERRN ein neues Speisopfer darbringen.
17 Aus euren Wohnungen sollt ihr Brot fürs Schwingopfer bringen, zwei von zwei Zehnteln Weizengrieß sollen es sein, gesäuert sollen sie gebacken werden, als Erstlinge für den HERRN.
18 Und ihr sollt zu dem Brot hinzu sieben einjährige Lämmer ohne Fehler darbringen und einen Jungstier und zwei Widder, sie sollen ein Brandopfer für den HERRN sein, dazu ihr Speisopfer und ihre Trankopfer: ein Feueropfer als wohlgefälliger Geruch für den HERRN.
19 Und ihr sollt einen Ziegenbock zum Sündopfer opfern und zwei einjährige Lämmer zum Heilsopfer.
20 Und der Priester soll sie schwingen mit dem Erstlingsbrot als Schwingopfer vor dem HERRN, mit den zwei Lämmern; sie sollen dem HERRN heilig sein für den Priester.
21 Und ihr sollt an eben diesem Tag einen Ruf ergehen lassen - eine heilige Versammlung soll euch sein. Keinerlei Dienstarbeit dürft ihr tun: eine ewige Ordnung in all euren Wohnsitzen für eure Generationen. -
22 Und wenn ihr die Ernte eures Landes erntet, darfst du den Rand deines Feldes nicht vollständig abernten, und du sollst keine Nachlese deiner Ernte halten; für den Elenden und für den Fremden sollst du sie lassen. Ich bin der HERR, euer Gott.
23 Und der HERR redete zu Mose:
24 Rede zu den Söhnen Israel: Im siebten Monat, am Ersten des Monats, soll euch Ruhe sein, eine Erinnerung durch Lärm[blasen], eine heilige Versammlung.
25 Keinerlei Dienstarbeit dürft ihr tun, und ihr sollt dem HERRN ein Feueropfer darbringen.
26 Und der HERR redete zu Mose:
27 Doch am Zehnten dieses siebten Monats, da ist der Versöhnungstag. Eine heilige Versammlung soll [er] für euch sein, und ihr sollt euch selbst demütigen und sollt dem HERRN ein Feueropfer darbringen.
28 Und keinerlei Arbeit dürft ihr tun an eben diesem Tag; denn es ist der Versöhnungstag, um Sühnung für euch zu erwirken vor dem HERRN, eurem Gott.
29 Denn jede Person, die sich nicht demütigt an eben diesem Tag, die soll ausgerottet werden aus ihren Völkern.
30 Und jede Person, die irgendeine Arbeit tut an eben diesem Tag, eben diese Person werde ich umkommen lassen aus der Mitte ihres Volkes.
31 Keinerlei Arbeit dürft ihr tun: eine ewige Ordnung für eure Generationen in all euren Wohnsitzen.
32 Ein ganz feierlicher Sabbat soll er für euch sein, und ihr sollt euch selbst demütigen. Am Neunten des Monats, am Abend, vom Abend bis zum Abend, sollt ihr euren Sabbat feiern.
33 Und der HERR redete zu Mose:
34 Rede zu den Söhnen Israel: Am fünfzehnten Tag dieses siebten Monats ist das Fest der Laubhütten sieben Tage für den HERRN.
35 Am ersten Tag soll eine heilige Versammlung sein, keinerlei Dienstarbeit dürft ihr tun.
36 Sieben Tage sollt ihr dem HERRN ein Feueropfer darbringen. Am achten Tag soll für euch eine heilige Versammlung sein, und ihr sollt dem HERRN ein Feueropfer darbringen: es ist eine Festversammlung, keinerlei Dienstarbeit dürft ihr tun.
37 Das sind die Feste des HERRN, die ihr ausrufen sollt als heilige Versammlungen, um dem HERRN Feueropfer darzubringen: Brandopfer und Speisopfer, Schlachtopfer und Trankopfer, die Gebühr des Tages an seinem Tag:
38 außer den Sabbaten des HERRN und außer euren Gaben und außer all euren Gelübden und außer all euren freiwilligen Gaben, die ihr dem HERRN gebt.
39 Doch am fünfzehnten Tag des siebten Monats, wenn ihr den Ertrag des Landes eingesammelt habt, sollt ihr sieben Tage das Fest des HERRN feiern. Am ersten Tag soll Ruhe sein, und am achten Tag soll Ruhe sein.
40 Und ihr sollt euch am ersten Tag prächtige Baumfrüchte nehmen, Palmwedel und Zweige von dichtbelaubten Bäumen und von Bachpappeln und sollt euch vor dem HERRN, eurem Gott, sieben Tage freuen.
41 Und ihr sollt es sieben Tage im Jahr als Fest für den HERRN feiern: eine ewige Ordnung für eure Generationen; im siebten Monat sollt ihr es feiern.
42 In Laubhütten sollt ihr wohnen sieben Tage. Alle Einheimischen in Israel sollen in Laubhütten wohnen,
43 damit eure Generationen wissen, daß ich die Söhne Israel in Laubhütten habe wohnen lassen, als ich sie aus dem Land Ägypten herausführte. Ich bin der HERR, euer Gott. -
44 Und Mose sagte den Söhnen Israel die Feste des HERRN.
Kapitel 24
1 Und der HERR redete zu Mose:
2 Befiehl den Söhnen Israel, dass sie dir reines Öl aus zerstoßenen Oliven bringen für die Leuchter, damit man beständig eine Lampe darauf setzen kann.
3 Außerhalb des Vorhangs des Zeugnisses, im Zelt der Begegnung, soll Aaron sie beständig herrichten, vom Abend bis zum Morgen, vor dem HERRN: eine ewige Ordnung für eure Generationen.
4 Auf dem reinen Lampenständer soll er die Lampen beständig vor dem HERRN zurichten.
5 Und du sollst Weizengrieß nehmen und daraus zwölf Kuchen backen: von zwei zehntel [Efa] soll ein Kuchen sein.
6 Und du sollst sie in zwei Schichten legen, sechs in jede Schicht, auf den reinen Tisch vor dem HERRN.
7 Und du sollst auf jede Schicht reinen Weihrauch legen, und er soll dem Brot als Askara dienen, ein Feueropfer dem HERRN.
8 Sabbattag für Sabbattag soll er es regelmäßig vor dem HERRN zurichten: ein ewiger Bund bei den Söhnen Israel.
9 Und es soll Aaron und seinen Söhnen gehören, und sie sollen es an heiliger Stätte essen; denn als ein Hochheiliges von den Feueropfern des HERRN soll es ihm gehören: eine ewige Ordnung.

Es kommt zu einem Fall von Gotteslästerung. Mose holt dafür die Weisung Gottes ein und verkündet, was bei Totschlag und Körperverletzung getan werden muss. Nachzulesen im 3. Buch Mose (Leviticus) in Kapitel 24 (mit Versangaben):

10 Gesetz über Gotteslästerung, Totschlag und Körperverletzung. Und der Sohn einer israelitischen Frau - er war aber der Sohn eines ägyptischen Mannes - ging unter die Söhne Israel aus. Und der Sohn der Israelitin und ein israelitischer Mann rauften sich im Lager.
11 Und der Sohn der israelitischen Frau lästerte den Namen [des HERRN] und verfluchte [ihn]. Da brachten sie ihn zu Mose. Der Name seiner Mutter aber war Schelomit, die Tochter des Dibri, vom Stamm Dan.
12 Und sie legten ihn in Gewahrsam, damit ihnen nach dem Mund des HERRN Bescheid gegeben würde.
13 Und der HERR redete zu Mose:
14 Führe den Flucher nach draußen vor das Lager! Und alle, die es gehört haben, sollen ihre Hände auf seinen Kopf legen, und die ganze Gemeinde soll ihn steinigen.
15 Und zu den Söhnen Israel sollst du reden: Wenn irgend jemand seinen Gott verflucht, dann soll er seine Sünde tragen.
16 Und wer den Namen des HERRN lästert, muss getötet werden, die ganze Gemeinde muss ihn steinigen; wie der Fremde, so der Einheimische: wenn er den Namen lästert, soll er getötet werden.
17 Wenn jemand irgendeinen Menschen totschlägt, muss er getötet werden.
18 Wer ein [Stück] Vieh totschlägt, soll er es erstatten: Leben um Leben.
19 Wenn jemand seinem Nächsten einen Schaden zufügt: wie er getan hat, so soll ihm getan werden:
20 Bruch um Bruch, Auge um Auge, Zahn um Zahn; wie er einem Menschen einen Schaden zufügt, so soll ihm zugefügt werden.
21 Wer ein [Stück] Vieh totschlägt, soll es erstatten; wer aber einen Menschen totschlägt, soll getötet werden.
22 Ein Recht sollt ihr haben: wie der Fremde, so soll der Einheimische sein; denn ich bin der HERR, euer Gott. -
23 Und Mose redete zu den Söhnen Israel, und sie führten den Flucher vor das Lager hinaus und steinigten ihn; und die Söhne Israel taten, wie der HERR dem Mose befohlen hatte.

Anschließend werden die Gesetze über das Sabbat- und Jubeljahr verkündet. Nachzulesen im 3. Buch Mose (Leviticus) in Kapitel 25 (mit Versangaben):

1 Und der HERR redete auf dem Berg Sinai zu Mose:
2 Rede zu den Söhnen Israel und sage zu ihnen: Wenn ihr in das Land kommt, das ich euch geben werde, dann soll das Land dem HERRN einen Sabbat feiern.
3 Sechs Jahre sollst du dein Feld besäen und sechs Jahre deinen Weinberg beschneiden und den Ertrag des Landes einsammeln.
4 Aber im siebten Jahr soll ein ganz feierlicher Sabbat für das Land sein; ein Sabbat dem HERRN. Dein Feld sollst du nicht besäen und deinen Weinberg nicht beschneiden,
5 den Nachwuchs deiner Ernte sollst du nicht einernten, und die Trauben deines unbeschnittenen Weinstocks sollst du nicht abschneiden. Ein Jahr der Sabbatfeier soll es für das Land sein.
6 Und der Sabbat[ertrag] des Landes soll euch zur Speise dienen, dir und deinem Knecht und deiner Magd und deinem Tagelöhner und deinem Beisassen, die sich bei dir aufhalten.
7 Auch deinem Vieh und den wilden Tieren, die in deinem Land sind, soll all sein Ertrag zur Speise dienen.
8 Und du sollst dir sieben Sabbatjahre zählen, siebenmal sieben Jahre, so dass die Tage von sieben Sabbatjahren dir 49 Jahre ausmachen.
9 Und du sollst im siebten Monat, am Zehnten des Monats, ein Lärmhorn erschallen lassen; an dem Versöhnungstag sollt ihr ein Horn durch euer ganzes Land erschallen lassen.
10 Und ihr sollt das Jahr des fünfzigsten Jahres heiligen und sollt im Land Freilassung für all seine Bewohner ausrufen. Ein Jobel[jahr] soll es euch sein, und ihr werdet jeder wieder zu seinem Eigentum kommen und jeder zu seiner Sippe zurückkehren.
11 Ein Jobel[jahr] soll dieses, das Jahr des fünfzigsten Jahres, für euch sein. Ihr dürft nicht säen und seinen Nachwuchs nicht ernten und seine unbeschnittenen Weinstöcke nicht abernten;
12 denn ein Jobel[jahr] ist es: es soll euch heilig sein. Vom Feld weg sollt ihr seinen Ertrag essen.
13 In diesem Jahr des Jobels sollt ihr jeder wieder zu seinem Eigentum kommen.
14 Und wenn ihr etwas verkauft - [sei es] ein Verkauf an deinen Nächsten oder ein Kaufen aus der Hand deines Nächsten -, dann sollt ihr euch gegenseitig nicht übervorteilen.
15 Nach der Zahl der Jahre seit dem Jobel[jahr] sollst du von deinem Nächsten kaufen, nach der Zahl der Erntejahre soll er dir verkaufen.
16 Nach dem Verhältnis der größeren Zahl von Jahren sollst du ihm den Kaufpreis vergrößern, und nach dem Verhältnis der geringeren Zahl von Jahren sollst du ihm den Kaufpreis verringern; denn eine Zahl von Ernten verkauft er dir.
17 Und so soll keiner von euch seinen Nächsten übervorteilen. Und du sollst dich fürchten vor deinem Gott; denn ich bin der HERR, euer Gott.
18 So führt meine Ordnungen aus und haltet meine Rechtsbestimmungen und tut sie, dann werdet ihr in eurem Land sicher wohnen!
19 Und das Land wird seine Frucht geben, und ihr werdet essen bis zur Sättigung und sicher in ihm wohnen.
20 Und wenn ihr sagt: Was sollen wir im siebten Jahr essen? - siehe, wir säen nicht, und unsern Ertrag sammeln wir nicht ein -:
21 Ich werde im sechsten Jahr meinen Segen für euch aufbieten, dass es den Ertrag für drei Jahre bringt.
22 Und wenn ihr im achten Jahr sät, werdet ihr [noch] vom Ertrag [des sechsten Jahres] essen. Bis ins neunte Jahr, bis sein Ertrag einkommt, werdet ihr altes [Getreide] essen.
23 Und das Land soll nicht endgültig verkauft werden, denn mir gehört das Land; denn Fremde und Beisassen seid ihr bei mir.
24 Und im ganzen Land eures Eigentums sollt ihr für das Land Loskauf gestatten.
25 Wenn dein Bruder verarmt und [etwas] von seinem Eigentum verkauft, dann soll als sein Löser sein nächster Verwandter kommen und das Verkaufte seines Bruders einlösen.
26 Wenn aber jemand keinen Löser hat, und seine Hand bringt auf und findet, was zu seinem Loskauf ausreicht,
27 dann soll er die Jahre seines Verkaufs berechnen und das, was darüber hinausgeht, dem Mann zurückzahlen, an den er verkauft hat, und so wieder zu seinem Eigentum kommen.
28 Und wenn seine Hand das Ausreichende nicht gefunden hat, um ihm zurückzuzahlen, dann soll das von ihm Verkaufte in der Hand dessen, der es kauft, bleiben bis zum Jobeljahr; und im Jobel[jahr] soll es frei ausgehen, und er soll wieder zu seinem Eigentum kommen.
29 Und wenn jemand ein Wohnhaus in einer ummauerten Stadt verkauft, soll sein Lösungsrecht bestehen bis zum Ende des Jahres seines Verkaufs; eine bestimmte Zeit soll sein Lösungsrecht bestehen.
30 Wenn es aber nicht gelöst wird, bis ihm ein ganzes Jahr voll ist, dann soll das Haus, das in der ummauerten Stadt ist, endgültig dem, der es kaufte, verbleiben für seine Generationen; es soll im Jobel[jahr] nicht frei ausgehen.
31 Aber die Häuser der Dörfer, die keine Mauer ringsum haben, sollen zum Feld des Landes gerechnet werden. Es soll Lösungsrecht für ein solches [Haus] bestehen, und im Jobel[jahr] wird es frei ausgehen.
32 Und was die Städte der Leviten, die Häuser der Städte ihres Eigentums betrifft, so soll es ein ewiges Lösungsrecht für die Leviten geben,
33 und zwar so: [Einer] von den Leviten mag es einlösen, oder das vom Haus und der Stadt seines Besitzers Verkaufte mag im Jobel[jahr] frei ausgehen. Denn die Häuser der Levitenstädte sind ihr Eigentum unter den Söhnen Israel.
34 Aber das Feld des Weideplatzes ihrer Städte darf nicht verkauft werden, denn es gehört ihnen als ewiges Eigentum.
35 Und wenn dein Bruder verarmt und seine Hand neben dir wankend wird, dann sollst du ihn unterstützen [wie] den Fremden und Beisassen, damit er neben dir leben kann.
36 Du sollst nicht Zins und Aufschlag von ihm nehmen und sollst dich fürchten vor deinem Gott, damit dein Bruder neben dir lebt.
37 Dein Geld sollst du ihm nicht gegen Zins geben, und deine Nahrungsmittel sollst du nicht gegen Aufschlag geben.
38 Ich bin der HERR, euer Gott, der ich euch aus dem Land Ägypten herausgeführt habe, um euch das Land Kanaan zu geben, um euer Gott zu sein.
39 Und wenn dein Bruder bei dir verarmt und sich dir verkauft, sollst du ihn nicht Sklavendienst tun lassen.
40 Wie ein Tagelöhner, wie ein Beisasse soll er bei dir sein; bis zum Jobeljahr soll er bei dir dienen.
41 Dann soll er frei von dir ausgehen, er und seine Kinder mit ihm, und zu seiner Sippe zurückkehren und wieder zum Eigentum seiner Väter kommen.
42 Denn sie sind meine Knechte, die ich aus dem Land Ägypten herausgeführt habe. Sie sollen nicht verkauft werden, wie man Sklaven verkauft.
43 Du sollst nicht mit Gewalt über ihn herrschen und sollst dich fürchten vor deinem Gott.
44 Was aber deinen Knecht und deine Magd betrifft, die du haben wirst: von den Nationen, die rings um euch her [leben], von ihnen mögt ihr Knecht und Magd kaufen.
45 Und auch von den Kindern der Beisassen, die als Fremde bei euch wohnen, von ihnen mögt ihr kaufen und von ihrer Sippe, die bei euch ist, die sie in eurem Land gezeugt haben; und sie mögen euch zum Eigentum sein,
46 und ihr mögt sie euren Söhnen nach euch vererben, um sie als Eigentum zu besitzen. Diese mögt ihr für ewig dienen lassen. Aber über eure Brüder, die Söhne Israel, sollt ihr nicht einer über den andern mit Gewalt herrschen.
47 Wenn aber die Hand eines Fremden oder eines Beisassen neben dir etwas erreicht und [wenn] dein Bruder neben ihm verarmt und sich dem Fremden verkauft, dem Beisassen neben dir oder einem Abkömmling aus der Sippe des Fremden,
48 dann soll, nachdem er sich verkauft hat, Lösungsrecht für ihn bestehen. Einer von seinen Brüdern soll ihn einlösen.
49 Entweder sein Onkel oder der Sohn seines Onkels soll ihn einlösen, oder einer von seinen nächsten Blutsverwandten aus seiner Sippe soll ihn einlösen; oder kann seine Hand [es wieder] aufbringen, dann soll er sich selbst einlösen.
50 Und er soll mit seinem Käufer von dem Jahr an rechnen, in dem er sich ihm verkauft hat, bis zum Jobeljahr. Und der Preis, um den er sich verkauft hat, soll der Zahl der Jahre entsprechen; nach den Tagen eines Tagelöhners soll er bei ihm sein.
51 Wenn es noch viele Jahre sind, soll er nach ihrem Verhältnis seinen Loskauf von seinem Kaufgeld zurückzahlen.
52 Und wenn wenig übrig ist an den Jahren bis zum Jobeljahr, dann soll er es ihm berechnen: nach dem Verhältnis seiner Jahre soll er seinen Loskauf zurückzahlen.
53 Wie ein Tagelöhner soll er Jahr für Jahr bei ihm sein. Er darf vor deinen Augen nicht mit Gewalt über ihn herrschen.
54 Und wenn er nicht in dieser Weise eingelöst wird, dann soll er im Jobeljahr frei ausgehen, er und seine Kinder mit ihm.
55 Denn mir gehören die Söhne Israel als Knechte. Meine Knechte sind sie, die ich aus dem Land Ägypten herausgeführt habe. Ich bin der HERR, euer Gott.

Mose verkündigt dem Volk Israel Segen und Fluch, je nachdem, ob Israel den Bund mit Gott halten wird oder nicht. Dazu kommen die Gesetze über Gelübde, Gaben und den Zehnten. Nachzulesen im 3. Buch Mose (Leviticus) in Kapitel 26 und 27 (mit Versangaben):

1 Ihr sollt euch keine Götzen machen, und ein Götterbild und einen Gedenkstein sollt ihr euch nicht aufrichten, und keinen Stein mit Bildwerk sollt ihr in eurem Land hinstellen, um euch davor anbetend niederzuwerfen; denn ich bin der HERR, euer Gott.
2 Meine Sabbate sollt ihr halten, und mein Heiligtum sollt ihr fürchten. Ich bin der HERR.
3 Wenn ihr in meinen Ordnungen lebt und meine Gebote haltet und sie tut,
4 dann werde ich euch die Regen[güsse] geben zu ihrer Zeit, und das Land wird seinen Ertrag geben, und die Bäume des Feldes werden ihre Frucht geben.
5 Und die Dreschzeit wird bei euch bis zur Weinlese reichen, und die Weinlese wird bis zur Saatzeit reichen. Und ihr werdet euer Brot essen bis zur Sättigung und werdet sicher in eurem Land wohnen.
6 Und ich werde Frieden im Land geben, dass ihr euch niederlegt und es niemand gibt, der [euch] aufschreckt. Und ich werde die bösen Tiere aus dem Land austilgen, und das Schwert wird nicht durch euer Land gehen.
7 Und ihr werdet euren Feinden nachjagen, und sie werden vor euch durchs Schwert fallen.
8 Fünf von euch werden hundert nachjagen, und hundert von euch werden zehntausend nachjagen, und eure Feinde werden vor euch durchs Schwert fallen.
9 Und ich werde mich zu euch wenden und euch fruchtbar machen und euch mehren und meinen Bund mit euch aufrechterhalten.
10 Und ihr werdet das altgewordene alte [Getreide noch zu] essen [haben] und das alte vor dem neuen wegräumen müssen.
11 Und ich werde meine Wohnung in eure Mitte setzen, und meine Seele wird euch nicht verabscheuen.
12 Und ich werde in eurer Mitte leben und werde euer Gott sein, und ihr werdet mein Volk sein.
13 Ich bin der HERR, euer Gott, der ich euch aus dem Land Ägypten herausgeführt habe, damit ihr nicht ihre Knechte sein solltet. Und ich habe die Stangen eures Joches zerbrochen und euch aufrecht gehen lassen.
14 Wenn ihr mir aber nicht gehorcht und nicht all diese Gebote tut
15 und wenn ihr meine Ordnungen verwerft und eure Seele meine Rechtsbestimmungen verabscheut, so dass ihr nicht alle meine Gebote tut und dass ihr meinen Bund brecht,
16 dann werde ich meinerseits euch dieses tun: Ich werde Entsetzen über euch verhängen, Schwindsucht und Fieberglut, die die Augen erlöschen und die Seele verschmachten lassen. Und ihr werdet vergeblich euren Samen säen, denn eure Feinde werden ihn verzehren.
17 Und ich werde mein Angesicht gegen euch richten, dass ihr vor euren Feinden geschlagen werdet. Und eure Hasser werden über euch herrschen, und ihr werdet fliehen, obwohl niemand euch nachjagt.
18 Und wenn ihr mir daraufhin nicht gehorcht, dann werde ich fortfahren, euch zu züchtigen, [und zwar] siebenmal wegen eurer Sünden.
19 Und ich werde euren starken Hochmut brechen und werde euren Himmel wie Eisen machen und eure Erde wie Bronze.
20 Und eure Kraft wird sich umsonst verbrauchen, und euer Land wird seinen Ertrag nicht geben, und die Bäume des Landes werden ihre Frucht nicht geben.
21 Wenn ihr euch aber mir entgegenstellt und mir nicht gehorchen wollt, dann werde ich euch weiter schlagen, [und zwar] siebenfach nach euren Sünden.
22 Und ich werde die Tiere des Feldes unter euch senden, dass sie euch kinderlos machen und euer Vieh ausrotten und euch [an Zahl] verringern, und eure Wege sollen öde werden.
23 Und wenn ihr euch dadurch nicht von mir zurechtweisen lasst und euch mir entgegenstellt,
24 dann werde ich meinerseits mich euch entgegenstellen, und ich meinerseits werde euch schlagen, [und zwar] siebenfach wegen eurer Sünden.
25 Und ich werde das Schwert über euch bringen, das die Rache des Bundes vollzieht. Und zieht ihr euch in eure Städte zurück, dann werde ich die Pest in eure Mitte senden, und ihr werdet in die Hand des Feindes gegeben werden.
26 Wenn ich euch den Stab des Brotes zerbreche, werden zehn Frauen euer Brot in einem Ofen backen, und sie werden euch das Brot zurückgeben nach dem Gewicht; und ihr werdet essen und nicht satt werden.
27 Und wenn ihr bei alldem mir nicht gehorcht und euch mir entgegenstellt,
28 dann werde ich mich euch im Grimm entgegenstellen, und ich meinerseits werde euch züchtigen wegen eurer Sünden, [und zwar] siebenfach.
29 Und ihr werdet das Fleisch eurer Söhne essen, und das Fleisch eurer Töchter werdet ihr essen.
30 Und ich werde eure Höhen austilgen und eure Räucheraltäre ausrotten, und ich werde eure Leichen auf die Leichen eurer Götzen werfen, und meine Seele wird euch verabscheuen.
31 Und ich werde eure Städte zur Trümmerstätte machen und eure Heiligtümer öde machen, und ich werde euren wohlgefälligen Geruch nicht riechen.
32 Und ich werde das Land öde machen, dass eure Feinde, die darin wohnen, sich darüber entsetzen sollen.
33 Euch aber werde ich unter die Nationen zerstreuen, und ich werde das Schwert hinter euch herziehen. Euer Land wird eine Öde und eure Städte werden eine Trümmerstätte sein.
34 Dann endlich wird das Land seine Sabbate ersetzt bekommen, all die Tage seiner Verödung, während ihr im Land eurer Feinde seid. Dann endlich wird das Land ruhen und seine Sabbate ersetzt bekommen.
35 All die Tage seiner Verödung wird es ruhen, was es nicht an euren Sabbaten geruht hat, als ihr darin wohntet.
36 Und die Übriggebliebenen von euch - in ihr Herz werde ich Verzagtheit bringen in den Ländern ihrer Feinde: und das Rauschen eines verwehten Blattes wird sie verfolgen, und sie werden fliehen, wie man vor dem Schwert flieht, und fallen, obwohl niemand sie verfolgt.
37 Und sie werden einer über den andern hinstürzen wie vor dem Schwert, obwohl niemand sie verfolgt; und ihr werdet vor euren Feinden nicht standhalten können.
38 Ihr werdet umkommen unter den Nationen, und das Land eurer Feinde wird euch fressen.
39 Und die Übriggebliebenen von euch werden in den Ländern eurer Feinde vergehen in ihrer Schuld und auch in der Schuld ihrer Väter mit ihnen vergehen.
40 Und sie werden ihre Schuld bekennen und die Schuld ihrer Väter, die in ihrer Untreue [liegt], mit der sie an mir treulos gehandelt haben, und besonders darin, dass sie sich mir entgegengestellt haben.
41 Ich meinerseits werde mich ihnen entgegenstellen und sie in das Land ihrer Feinde bringen, ob sich endlich ihr unbeschnittenes Herz demütigt und sie endlich ihre Schuld bezahlen.
42 Dann werde ich an meinen Bund mit Jakob denken. Und auch an meinen Bund mit Isaak und auch an meinen Bund mit Abraham werde ich denken, und an das Land werde ich denken.
43 Denn das Land muss von ihnen verlassen sein, damit es in seiner Verödung ohne sie seine Sabbate ersetzt bekommt, und sie selbst werden ihre Schuld bezahlen, darum, ja deshalb, weil sie meine Rechtsbestimmungen verworfen haben und ihre Seele meine Ordnungen verabscheut hat.
44 Aber selbst auch dann, wenn sie in dem Land ihrer Feinde sind, werde ich sie nicht verwerfen und sie nicht verabscheuen, ein Ende mit ihnen zu machen, meinen Bund mit ihnen ungültig zu machen; denn ich bin der HERR, ihr Gott.
45 Und ich werde [zum Guten] für sie an meinen Bund mit den Vorfahren denken, die ich aus dem Land Ägypten vor den Augen der Nationen herausgeführt habe, um ihr Gott zu sein. Ich bin der HERR.
46 Das sind die Ordnungen und die Rechtsbestimmungen und die Gesetze, die der HERR zwischen sich und den Söhnen Israel auf dem Berg Sinai durch Mose gegeben hat.
Kapitel 27
1 Und der HERR redete zu Mose:
2 Rede zu den Söhnen Israel und sage zu ihnen: Wenn jemand ein [besonderes] Gelübde leistet, dann sollen die Personen für den HERRN nach [folgender] Schätzung [berechnet werden]:
3 Wenn deine Schätzung einen Mann von zwanzig Jahren bis zu sechzig Jahren betrifft, dann sei deine Schätzung fünfzig Schekel Silber, nach dem Schekel des Heiligtums.
4 Und wenn es eine Frau ist, dann sei die Schätzung dreißig Schekel.
5 Und wenn es von fünf Jahren bis zu zwanzig Jahren ist, dann sei deine Schätzung einer männlichen [Person] zwanzig Schekel und einer weiblichen zehn Schekel.
6 Und wenn es von einem Monat bis zu fünf Jahren ist, dann sei die Schätzung einer männlichen [Person] fünf Schekel Silber und die Schätzung einer weiblichen drei Schekel Silber.
7 Und wenn es von sechzig Jahren und darüber ist, dann sei die Schätzung, wenn es eine männliche [Person] ist, fünfzehn Schekel und für eine weibliche zehn Schekel.
8 Und wenn der, der das Gelübde getan hat, zu arm ist für die Schätzung, dann soll man ihn vor den Priester stellen, und der Priester soll ihn schätzen; nach dem Verhältnis dessen, was die Hand des Gelobenden aufbringen kann, soll der Priester ihn schätzen.
9 Und wenn es Vieh ist, von dem man dem HERRN eine Opfergabe darbringt, dann soll alles, was man dem HERRN davon gibt, heilig sein.
10 Man soll es nicht auswechseln und nicht vertauschen, ein gutes gegen ein schlechtes oder ein schlechtes gegen ein gutes. Und wenn man dennoch Vieh gegen Vieh vertauscht, dann soll es selbst [heilig] bleiben, das eingetauschte aber wird heilig werden.
11 Wenn es aber irgendein unreines Vieh ist, von dem man dem HERRN keine Opfergabe darbringt, dann soll man das Vieh vor den Priester stellen,
12 und der Priester soll es schätzen, ob es gut oder schlecht ist; nach der Schätzung des Priesters, so soll es sein.
13 Wenn man es aber unbedingt [wieder] einlösen will, dann soll man zu der Schätzung ein Fünftel hinzufügen.
14 Und wenn jemand sein Haus als etwas Heiliges für den HERRN heiligt, dann soll es der Priester schätzen, ob es gut oder schlecht ist. Wie der Priester es schätzt, so soll es feststehen.
15 Und wenn der Heiligende sein Haus einlösen will, dann soll er das Fünftel des Geldes der Schätzung darüber hinaus hinzufügen, und es soll ihm gehören.
16 Und wenn jemand vom Feld seines Eigentums dem HERRN [etwas] heiligt, dann soll die Schätzung nach dem Verhältnis seiner Aussaat sein: ein Homer Gerste Aussaat für fünfzig Schekel Silber.
17 Wenn er vom Jobeljahr an sein Feld heiligt, soll es gemäß der Schätzung feststehen.
18 Wenn er aber nach dem Jobel[jahr] sein Feld heiligt, dann soll der Priester ihm das Geld berechnen nach dem Verhältnis der Jahre, die bis zum Jobeljahr übrig sind; das soll [dann] von der Schätzung abgezogen werden.
19 Wenn aber der Heiligende das Feld unbedingt [wieder] einlösen will, dann soll er das Fünftel des Geldes deiner Schätzung darüber hinaus hinzufügen, und es soll ihm verbleiben.
20 Wenn er aber das Feld [bis zum Jobeljahr] nicht einlöst oder wenn er das Feld an einen andern Mann verkauft, kann es nicht wieder eingelöst werden.
21 Und das Feld soll, wenn es im Jobeljahr frei ausgeht, für den HERRN heilig sein wie ein gebanntes Feld. Es soll dem Priester als Eigentum gehören.
22 Und wenn er ein von ihm gekauftes Feld, das nicht zum Feld seines Eigentums gehört, dem HERRN heiligt,
23 dann soll ihm der Priester den Betrag der Schätzung berechnen bis zum Jobeljahr. Er soll die Schätzung am gleichen Tag als etwas für den HERRN Heiliges entrichten.
24 Im Jobeljahr soll das Feld wieder an den kommen, von dem er es gekauft hatte, an den, dem das Land als sein Eigentum gehörte.
25 Und alle Schätzung soll nach dem Schekel des Heiligtums geschehen; zwanzig Gera soll der Schekel sein.
26 Nur das Erstgeborene unter dem Vieh, das als Erstgeburt dem HERRN gehört, das soll kein Mensch heiligen; sei es ein Rind oder ein Schaf, es gehört dem HERRN.
27 Wenn es aber vom unreinen Vieh ist, dann soll man es auslösen nach der Schätzung und sein Fünftel darüber hinzufügen. Und wenn es nicht ausgelöst wird, dann soll es verkauft werden nach der Schätzung. -
28 Jedoch alles Gebannte, das jemand für den HERRN mit dem Bann belegt, von allem, was ihm gehört, von Mensch oder Vieh oder vom Feld seines Eigentums, [das] darf nicht verkauft und nicht eingelöst werden. Alles Gebannte ist dem HERRN hochheilig.
29 Alles Gebannte, das an Menschen mit dem Bann belegt wird, darf nicht ausgelöst werden: es muss getötet werden.
30 Und der ganze Zehnte des Landes, vom Samen des Landes, von der Frucht der Bäume, gehört dem HERRN; es ist dem HERRN heilig.
31 Wenn aber jemand von seinem Zehnten [irgend etwas] einlösen will, dann soll er sein Fünftel hinzufügen.
32 Und der ganze Zehnte von Rindern und Schafen, von allem, was unter dem Stab vorüberzieht, das Zehnte soll für den HERRN heilig sein.
33 Man soll nicht untersuchen, ob es gut oder schlecht ist, und darf es nicht vertauschen. Wenn man es dennoch irgend vertauscht, wird es selbst [heilig] bleiben, das Eingetauschte aber wird heilig werden; es darf nicht eingelöst werden.
34 Das sind die Gebote, die der HERR dem Mose auf dem Berg Sinai an die Söhne Israel aufgetragen hat.

Gott erinnert Mose daran, das Passahfest zur richtigen Zeit feiern zu lassen. Nachzulesen im 4. Buch Mose (Numeri) in Kapitel 9 (mit Versangaben):

1 Und der HERR redete zu Mose in der Wüste Sinai, im zweiten Jahr nach ihrem Auszug aus dem Land Ägypten, im ersten Monat, und sprach: 2 Die Söhne Israel sollen das Passah feiern zu seiner festgesetzten Zeit; 3 am vierzehnten Tag in diesem Monat, zwischen den zwei Abenden, sollt ihr es feiern zu seiner festgesetzten Zeit; nach allen seinen Ordnungen und nach allen seinen Vorschriften sollt ihr es feiern. 4 Und Mose redete zu den Söhnen Israel, dass sie das Passah feiern sollten.

14.04.1445 BC
Volk Israel

Das Volk Israel feiert sein zweites Passahfest in der Wüste um den Berg Sinai. Gleichzeitig wird geklärt, was zu tun ist, wenn jemand wegen Unreinheit nicht am Passah teilnehmen kann. Nachzulesen im 4. Buch Mose (Numeri) in Kapitel 9 (mit Versangaben):

5 Und sie feierten das Passah im ersten [Monat] am vierzehnten Tag des Monats, zwischen den zwei Abenden, in der Wüste Sinai; nach allem, was der HERR dem Mose befohlen hatte, so machten es die Söhne Israel. 6 Aber es waren Männer da, die unrein waren wegen der Leiche eines Menschen und an jenem Tag das Passah nicht feiern konnten; und sie traten an jenem Tag vor Mose und vor Aaron. 7 Und diese Männer sagten zu ihm: Wir sind unrein wegen der Leiche eines Menschen. Warum soll es uns verwehrt sein, die Opfergabe des HERRN nicht zur festgesetzten Zeit inmitten der Söhne Israel darzubringen? 8 Und Mose sagte zu ihnen: Bleibt stehen, und ich will hören, was der HERR euretwegen gebietet. - 9 Und der HERR redete zu Mose und sprach: 10 Rede zu den Söhnen Israel: Wenn irgend jemand bei euch oder bei euren [künftigen] Generationen unrein ist wegen einer Leiche, oder er ist auf einer weiten Reise und will [trotzdem] dem HERRN Passah feiern: 11 im zweiten Monat, am vierzehnten Tag, zwischen den zwei Abenden, sollen sie es feiern; mit ungesäuertem Brot und bitteren Kräutern sollen sie es essen; 12 sie sollen nichts davon übriglassen bis zum Morgen und sollen kein Bein an ihm zerbrechen; nach allen Ordnungen des Passah sollen sie es feiern. 13 Der Mann aber, der rein ist und nicht auf einer Reise und es unterlässt, das Passah zu feiern, diese Seele soll ausgerottet werden aus ihren Völkern; denn er hat die Opfergabe des HERRN nicht zur festgesetzten Zeit dargebracht; dieser Mann soll seine Sünde tragen. 14 Und wenn ein Fremder bei euch wohnt und dem HERRN Passah feiern will, soll er es feiern nach der Ordnung des Passah und nach seiner Vorschrift. Ein [und dieselbe] Ordnung soll für euch sein, sowohl für den Fremden als auch für den Einheimischen des Landes.

15.05.1445 BC
Volk Israel

Gott ordnet die erste Volkszählung Israels in der Geschichte an. Die Gesamtzahl aller wehrfähigen männlichen Israeliten (ohne die vom Kriegsdienst befreiten Leviten) beträgt jetzt 603.550. Daraufhin wird eine Lagerordnung erlassen: Die Stämme erhalten ihre Plätze rings um das Zelt der Gottesbegegnung zugewiesen. Anschließend werden die Leviten gezählt und in ihre Arbeit am Zelt Gottes eingewiesen. Nachzulesen im 4. Buch Mose (Numeri) in den Kapiteln 1 bis 4 (mit Versangaben):

1 Und der HERR redete zu Mose in der Wüste Sinai im Zelt der Begegnung am ersten [Tag] des zweiten Monats, im zweiten Jahr nach ihrem Auszug aus dem Land Ägypten, und sprach:
2 Nehmt die Summe der ganzen Gemeinde der Söhne Israel auf nach ihren Sippen, nach ihren Vaterhäusern, nach der Zahl der Namen, alles Männliche nach ihren Köpfen!
3 Von zwanzig Jahren an und darüber, jeden, der mit dem Heer auszieht in Israel, die sollt ihr mustern nach ihren Heere[sverbände]n, du und Aaron!
4 Und je ein Mann für [jeden] Stamm soll bei euch sein, ein Mann, der das Haupt von seinem Vaterhaus ist.
5 Und dies sind die Namen der Männer, die euch beistehen sollen: für Ruben: Elizur, der Sohn Schedeurs;
6 für Simeon: Schelumiel, der Sohn Zurischaddais;
7 für Juda: Nachschon, der Sohn Amminadabs;
8 für Issaschar: Netanel, der Sohn Zuars;
9 für Sebulon: Eliab, der Sohn Helons;
10 für die Söhne Josephs: für Ephraim: Elischama, der Sohn Ammihuds; für Manasse: Gamliel, der Sohn Pedazurs;
11 für Benjamin: Abidan, der Sohn des Gidoni;
12 für Dan: Ahieser, der Sohn Ammischaddais;
13 für Asser: Pagiel, der Sohn Ochrans;
14 für Gad: Eljasaf, der Sohn Deguels;
15 für Naftali: Ahira, der Sohn Enans.
16 Das sind die Berufenen der Gemeinde, die Fürsten der Stämme ihrer Väter; sie waren die Häupter der Tausendschaften Israels.
17 Und Mose und Aaron nahmen diese mit Namen bezeichneten Männer,
18 und sie versammelten die ganze Gemeinde am ersten [Tag] des zweiten Monats. Und sie ließen sich in die Geburtsverzeichnisse eintragen nach ihren Sippen, nach ihren Vaterhäusern, nach der Zahl der Namen, von zwanzig Jahren an und darüber, nach ihrer Kopfzahl,
19 wie der HERR dem Mose geboten hatte. Und so musterte er sie in der Wüste Sinai.
20 Da waren die Söhne Rubens, des Erstgeborenen Israels: ihre Geschlechterfolge nach ihren Sippen, nach ihren Vaterhäusern, nach der Zahl der Namen, nach ihrer Kopfzahl, alles Männliche von zwanzig Jahren an und darüber, jeder, der mit dem Heer auszog;
21 ihre Gemusterten vom Stamm Ruben waren 46 500.
22 Von den Söhnen Simeons: ihre Geschlechterfolge nach ihren Sippen, nach ihren Vaterhäusern, seine Gemusterten nach der Zahl der Namen, nach ihrer Kopfzahl, alles Männliche von zwanzig Jahren an und darüber, jeder, der mit dem Heer auszog;
23 ihre
24 Gemusterten vom Stamm Simeon waren 59 300. Von den Söhnen Gads: ihre Geschlechterfolge nach ihren Sippen, nach ihren Vaterhäusern, nach der Zahl der Namen, von zwanzig Jahren an und darüber, jeder, der mit dem Heer auszog;
25 ihre Gemusterten vom Stamm Gad waren 45 650.
26 Von den Söhnen Judas: ihre Geschlechterfolge nach ihren Sippen, nach ihren Vaterhäusern, nach der Zahl der Namen, von zwanzig Jahren an und darüber, jeder, der mit dem Heer auszog;
27 ihre Gemusterten vom Stamm Juda waren 74 600.
28 Von den Söhnen Issaschars: ihre Geschlechterfolge nach ihren Sippen, nach ihren Vaterhäusern, nach der Zahl der Namen, von zwanzig Jahren an und darüber, jeder, der mit dem Heer auszog;
29 ihre Gemusterten vom Stamm Issaschar waren 54 400.
30 Von den Söhnen Sebulons: ihre Geschlechterfolge nach ihren Sippen, nach ihren Vaterhäusern, nach der Zahl der Namen, von zwanzig Jahren an und darüber, jeder, der mit dem Heer auszog;
31 ihre Gemusterten vom Stamm Sebulon waren 57 400.
32 Von den Söhnen Josephs: Von den Söhnen Ephraims: ihre Geschlechterfolge nach ihren Sippen, nach ihren Vaterhäusern, nach der Zahl der Namen, von zwanzig Jahren an und darüber, jeder, der mit dem Heer auszog;
33 ihre Gemusterten vom Stamm Ephraim waren 40 500.
34 Von den Söhnen Manasses: ihre Geschlechterfolge nach ihren Sippen, nach ihren Vaterhäusern, nach der Zahl der Namen, von zwanzig Jahren an und darüber, jeder, der mit dem Heer auszog;
35 ihre Gemusterten vom Stamm Manasse waren 32 200.
36 Von den Söhnen Benjamins: ihre Geschlechterfolge nach ihren Sippen, nach ihren Vaterhäusern, nach der Zahl der Namen, von zwanzig Jahren an und darüber, jeder, der mit dem Heer auszog;
37 ihre Gemusterten vom Stamm Benjamin waren 35 400.
38 Von den Söhnen Dans: ihre Geschlechterfolge nach ihren Sippen, nach ihren Vaterhäusern, nach der Zahl der Namen, von zwanzig Jahren an und darüber, jeder, der mit dem Heer auszog;
39 ihre Gemusterten vom Stamm Dan waren 62 700.
40 Von den Söhnen Assers: ihre Geschlechterfolge nach ihren Sippen, nach ihren Vaterhäusern, nach der Zahl der Namen, von zwanzig Jahren an und darüber, jeder, der mit dem Heer auszog;
41 ihre Gemusterten vom Stamm Asser waren 41 500.
42 Die Söhne Naftalis: ihre Geschlechterfolge nach ihren Sippen, nach ihren Vaterhäusern, nach der Zahl der Namen, von zwanzig Jahren an und darüber, jeder, der mit dem Heer auszog;
43 ihre Gemusterten vom Stamm Naftali waren 53 400.
44 Das sind die Gemusterten, die Mose musterte [zusammen mit] Aaron und den Fürsten Israels, den zwölf Männern, je ein Mann für sein Vaterhaus.
45 Und es waren alle Gemusterten der Söhne Israel nach ihren Vaterhäusern von zwanzig Jahren an und darüber - jeder, der mit dem Heer auszog in Israel -,
46 es waren all die Gemusterten 603 550.
47 Die aber Leviten waren nach dem Stamm ihrer Väter, wurden nicht unter ihnen gemustert.
48 Und der HERR redete zu Mose und sprach:
49 Nur den Stamm Levi sollst du nicht mustern und ihre Summe nicht aufnehmen unter den Söhnen Israel,
50 sondern setze du die Leviten [als Aufseher] ein über die Wohnung des Zeugnisses und über all ihr Gerät und über alles, was zu ihr gehört! Sie sollen die Wohnung und all ihr Gerät tragen, und sie sollen sie bedienen und sich rings um die Wohnung herum lagern.
51 Und wenn die Wohnung aufbricht, sollen die Leviten sie abbauen; und wenn die Wohnung sich lagert, sollen die Leviten sie aufrichten. Der Fremde aber, der sich [ihr] nähert, soll getötet werden.
52 Und die Söhne Israel sollen sich lagern - jeder an seinem Lager[platz] und jeder bei seinem Feldzeichen - nach ihren Heere[sverbände]n.
53 Die Leviten aber sollen rings um die Wohnung des Zeugnisses herum lagern, damit nicht ein Zorn über die Gemeinde der Söhne Israel komme; und die Leviten sollen den Dienst an der Wohnung des Zeugnisses versehen.
54 Und die Söhne Israel taten nach allem, was der HERR dem Mose befohlen hatte; so taten sie [es].
Kapitel 2
1 Und der HERR redete zu Mose und zu Aaron und sprach:
2 Die Söhne Israel sollen [so] lagern: jeder bei seiner Abteilung, bei den Zeichen ihrer Vaterhäuser; rings um das Zelt der Begegnung her, [jeweils] gegenüber sollen sie lagern.
3 Und zwar die nach Osten, nach [Sonnen]aufgang hin Lagernden, [das ist] die Abteilung des Lagers Juda, nach ihren Heeresverbänden [geordnet]: und der Fürst der Söhne Judas, Nachschon, der Sohn Amminadabs,
4 und sein Heer und ihre Gemusterten, 74 600.
5 Und die neben ihm Lagernden, [das ist] der Stamm Issaschar und der Fürst der Söhne Issaschars, Netanel, der Sohn Zuars,
6 und sein Heer und dessen Gemusterte, 54 400.
7 Der Stamm Sebulon und der Fürst der Söhne Sebulons, Eliab, der Sohn Helons,
8 und sein Heer und dessen Gemusterte, 57 400.
9 Alle Gemusterten vom Lager Juda: 186 400, nach ihren Heeresverbänden [geordnet]; sie sollen zuerst aufbrechen.
10 Die Abteilung des Lagers Ruben gegen Süden hin, nach ihren Heeresverbänden [geordnet]; und der Fürst der Söhne Rubens, Elizur, der Sohn Schedeurs,
11 und sein Heer und dessen Gemusterte, 46 500.
12 Und die neben ihm Lagernden, [das ist] der Stamm Simeon und der Fürst der Söhne Simeons, Schelumiel, der Sohn Zurischaddais,
13 und sein Heer und ihre Gemusterten, 59 300.
14 Und der Stamm Gad und der Fürst der Söhne Gads, Eljasaf, der Sohn Deguels,
15 und sein Heer und ihre Gemusterten, 45 650.
16 Alle Gemusterten vom Lager Ruben: 151 450, nach ihren Heeresverbänden [geordnet]; und sie sollen als zweite aufbrechen.
17 Und dann soll das Zelt der Begegnung aufbrechen, das Lager der Leviten in der Mitte der [andern] Lager; wie sie lagern, so sollen sie aufbrechen, jeder an seiner Stelle, nach ihren Abteilungen.
18 Die Abteilung des Lagers Ephraim, nach ihren Heeresverbänden [geordnet], nach Westen hin; und der Fürst der Söhne Ephraims, Elischama, der Sohn Ammihuds,
19 und sein Heer und ihre Gemusterten, 40 500.
20 Und neben ihm der Stamm Manasse und der Fürst der Söhne Manasses, Gamliel, der Sohn Pedazurs,
21 und sein Heer und ihre Gemusterten, 32 200.
22 Und der Stamm Benjamin und der Fürst der Söhne Benjamins, Abidan, der Sohn des Gidoni,
23 und sein Heer und ihre Gemusterten, 35 400.
24 Alle Gemusterten vom Lager Ephraim: 108 100, nach ihren Heeresverbänden [geordnet]; und sie sollen als dritte aufbrechen.
25 Die Abteilung des Lagers Dan nach Norden hin, nach ihren Heeresverbänden [geordnet]: und der Fürst der Söhne Dans, Ahieser, der Sohn Ammischaddais,
26 und sein Heer und ihre Gemusterten, 62 700.
27 Und die neben ihm Lagernden: der Stamm Asser und der Fürst der Söhne Assers, Pagiel, der Sohn Ochrans,
28 und sein Heer und ihre Gemusterten, 41 500.
29 Und der Stamm Naftali und der Fürst der Söhne Naftalis, Ahira, der Sohn Enans,
30 und sein Heer und ihre Gemusterten, 53 400.
31 Alle Gemusterten vom Lager Dan: 157 600; sie sollen zuletzt aufbrechen nach ihren Abteilungen.
32 Das sind die Gemusterten der Söhne Israel nach ihren Vaterhäusern. Alle Gemusterten der Lager, nach ihren Heeresverbänden, waren 603 550.
33 Aber die Leviten wurden nicht unter den Söhnen Israel gemustert, ganz wie der HERR dem Mose befohlen hatte.
34 Und die Söhne Israel taten nach allem, was der HERR dem Mose geboten hatte: so lagerten sie sich nach ihren Abteilungen, und so brachen sie auf, jeder nach seinen Sippen, bei seinem Vaterhaus.
Kapitel 3
1 Und das ist die Geschlechterfolge Aarons und Mose an dem Tag, da der HERR auf dem Berg Sinai mit Mose redete.
2 Und das sind die Namen der Söhne Aarons: der Erstgeborene Nadab und Abihu, Eleasar und Itamar.
3 Das sind die Namen der Söhne Aarons, der gesalbten Priester, die geweiht worden waren, um den Priesterdienst auszuüben.
4 Und Nadab und Abihu starben vor dem HERRN, als sie in der Wüste Sinai fremdes Feuer vor dem HERRN darbrachten; und sie hatten keine Söhne. Und Eleasar und Itamar übten den Priesterdienst vor ihrem Vater Aaron aus.
5 Und der HERR redete zu Mose und sprach:
6 Lass den Stamm Levi herannahen und stelle ihn vor den Priester Aaron, dass sie ihm dienen!
7 Und sie sollen den Dienst für ihn und den Dienst für die ganze Gemeinde versehen vor dem Zelt der Begegnung, um die Arbeit [an] der Wohnung zu verrichten;
8 und sie sollen alle Geräte des Zeltes der Begegnung in Ordnung halten und den Dienst der Söhne Israel [versehen], um die Arbeit an der Wohnung zu verrichten.
9 Und du sollst die Leviten dem Aaron und seinen Söhnen geben; zu eigen sind sie ihm gegeben von den Söhnen Israel.
10 Und Aaron und seine Söhne sollst du beauftragen, dass sie ihr Priesteramt versehen. Der Fremde aber, der sich [ihr] nähert, soll getötet werden.
11 Und der HERR redete zu Mose und sprach:
12 Und ich, siehe, ich habe die Leviten mitten aus den Söhnen Israel genommen anstelle aller Erstgeburt, die zuerst den Mutterschoß durchbricht unter den Söhnen Israel; und die Leviten sollen mir gehören.
13 Denn mein ist alle Erstgeburt: an dem Tag, da ich alle Erstgeburt im Land Ägypten schlug, habe ich alle Erstgeburt in Israel für mich geheiligt vom Menschen bis zum Vieh. Mir sollen sie gehören, mir, dem HERRN.
14 Und der HERR redete zu Mose in der Wüste Sinai und sprach:
15 Mustere die Söhne Levis nach ihren Vaterhäusern, nach ihren Sippen; alles Männliche von einem Monat an und darüber sollst du mustern!
16 Und Mose musterte sie nach dem Befehl des HERRN, wie ihm geboten worden war.
17 Und dies waren die Söhne Levis nach ihren Namen: Gerschon und Kehat und Merari.
18 Und dies sind die Namen der Söhne Gerschons nach ihren Sippen: Libni und Schimi.
19 Und die Söhne Kehats nach ihren Sippen: Amram und Jizhar, Hebron und Usiel.
20 Und die Söhne Meraris nach ihren Sippen: Machli und Muschi. Das sind die Sippen Levis nach ihren Vaterhäusern.
21 Von Gerschon: die Sippe der Libniter und die Sippe der Schimiter; das sind die Sippen der Gerschoniter.
22 Ihre Gemusterten nach der Zahl aller Männlichen von einem Monat an und darüber, ihre Gemusterten: 7 500.
23 Die Sippen der Gerschoniter lagerten hinter der Wohnung nach Westen hin.
24 Und der Fürst des Vaterhauses der Gerschoniter war Eljasaf, der Sohn Laels.
25 Und der Dienst der Söhne Gerschons am Zelt der Begegnung war: die Wohnung und das Zelt, seine Decke und der Vorhang vom Eingang des Zeltes der Begegnung
26 und die Behänge des Vorhofs und der Vorhang vom Eingang des Vorhofs, der rings um die Wohnung her und um den Altar her ist, und seine Seile für alle Arbeit daran.
27 Und von Kehat: die Sippe der Amramiter und die Sippe der Jizhariter und die Sippe der Hebroniter und die Sippe der Usieliter; das sind die Sippen der Kehatiter.
28 Nach der Zahl aller Männlichen von einem Monat an und darüber, 8 600, die den Dienst am Heiligtum versahen.
29 Die Sippen der Söhne Kehats lagerten an der Seite der Wohnung nach Süden hin.
30 Und der Fürst des Vaterhauses der Sippen der Kehatiter war Elizafan, der Sohn Usiels.
31 Und ihr Dienst war: die Lade und der Tisch und der Leuchter und die Altäre und die Geräte des Heiligtums, mit denen man den Dienst verrichtet, und der Vorhang und alle [dazugehörige] Arbeit.
32 Und der oberste der Fürsten Levis war der Priester Eleasar, der Sohn Aarons; er war Aufseher über die, den Dienst am Heiligtum versahen.
33 Von Merari: die Sippe der Machliter und die Sippe der Muschiter; das sind die Sippen Meraris.
34 Und ihre Gemusterten nach der Zahl aller Männlichen von einem Monat an und darüber: 6 200.
35 Und der Fürst des Vaterhauses der Sippen Meraris war Zuriel, der Sohn Abihajils. Sie lagerten an der Seite der Wohnung nach Norden hin.
36 Und der Dienst der Söhne Meraris war: die Bretter der Wohnung und ihre Riegel und ihre Säulen und ihre Fußgestelle und all ihre Geräte und alle Arbeit daran
37 und die Säulen des Vorhofs ringsum und deren Fußgestelle und ihre Pflöcke und ihre Seile.
38 Und die vor der Wohnung nach Osten hin vor dem Zelt der Begegnung gegen [Sonnen-]aufgang zu Lagernden waren Mose und Aaron und seine Söhne, die den Dienst am Heiligtum versahen, [alles], was den Söhnen Israel aufgetragen war. - Der Fremde aber, der sich [ihr] nähert, soll getötet werden.
39 Alle gemusterten Leviten, die Mose und Aaron nach dem Befehl des HERRN nach ihren Sippen musterten, alles Männliche von einem Monat an und darüber, war 22 000.
40 Und der HERR sprach zu Mose: Mustere alle männlichen Erstgeborenen der Söhne Israel von einem Monat an und darüber, und nimm die Zahl ihrer Namen auf!
41 Und du sollst die Leviten für mich, den HERRN, nehmen anstelle aller Erstgeborenen unter den Söhnen Israel und das Vieh der Leviten anstelle alles Erstgeborenen unter dem Vieh der Söhne Israel.
42 Und Mose musterte, wie der HERR es ihm geboten hatte, alle Erstgeborenen unter den Söhnen Israel.
43 Und alle männlichen Erstgeborenen nach der Zahl der Namen, von einem Monat an und darüber, nach ihren Gemusterten, waren 22 273.
44 Und der HERR redete zu Mose und sprach:
45 Nimm die Leviten anstelle aller Erstgeborenen unter den Söhnen Israel und das Vieh der Leviten anstelle ihres Viehes; und die Leviten sollen mir gehören, mir, dem HERRN!
46 Und was den Loskauf der 273 betrifft: die von den Erstgeborenen der Söhne Israel überzählig sind über die [Zahl der] Leviten [hinaus],
47 da sollst du je fünf Schekel für den Kopf nehmen; nach dem Schekel des Heiligtums sollst du sie nehmen, den Schekel zu zwanzig Gera.
48 Und das Geld sollst du als Loskauf der Überzähligen unter ihnen an Aaron und seine Söhne geben.
49 Und Mose nahm das Geld des Loskaufs von denen, die überzählig waren über die durch die Leviten Losgekauften [hinaus];
50 von den Erstgeborenen der Söhne Israel nahm er das Geld, 1 365 [Schekel] nach dem Schekel des Heiligtums.
51 Und Mose gab das Geld des Loskaufs Aaron und seinen Söhnen nach dem Befehl des HERRN, wie der HERR dem Mose geboten hatte.
Kapitel 4
1 Und das ist die Geschlechterfolge Aarons und Mose an dem Tag, da der HERR auf dem Berg Sinai mit Mose redete.
2 Und das sind die Namen der Söhne Aarons: der Erstgeborene Nadab und Abihu, Eleasar und Itamar.
3 Das sind die Namen der Söhne Aarons, der gesalbten Priester, die geweiht worden waren, um den Priesterdienst auszuüben.
4 Und Nadab und Abihu starben vor dem HERRN, als sie in der Wüste Sinai fremdes Feuer vor dem HERRN darbrachten; und sie hatten keine Söhne. Und Eleasar und Itamar übten den Priesterdienst vor ihrem Vater Aaron aus.
5 Und der HERR redete zu Mose und sprach:
6 Lass den Stamm Levi herannahen und stelle ihn vor den Priester Aaron, dass sie ihm dienen!
7 Und sie sollen den Dienst für ihn und den Dienst für die ganze Gemeinde versehen vor dem Zelt der Begegnung, um die Arbeit [an] der Wohnung zu verrichten;
8 und sie sollen alle Geräte des Zeltes der Begegnung in Ordnung halten und den Dienst der Söhne Israel [versehen], um die Arbeit an der Wohnung zu verrichten.
9 Und du sollst die Leviten dem Aaron und seinen Söhnen geben; zu eigen sind sie ihm gegeben von den Söhnen Israel.
10 Und Aaron und seine Söhne sollst du beauftragen, dass sie ihr Priesteramt versehen. Der Fremde aber, der sich [ihr] nähert, soll getötet werden.
11 Und der HERR redete zu Mose und sprach:
12 Und ich, siehe, ich habe die Leviten mitten aus den Söhnen Israel genommen anstelle aller Erstgeburt, die zuerst den Mutterschoß durchbricht unter den Söhnen Israel; und die Leviten sollen mir gehören.
13 Denn mein ist alle Erstgeburt: an dem Tag, da ich alle Erstgeburt im Land Ägypten schlug, habe ich alle Erstgeburt in Israel für mich geheiligt vom Menschen bis zum Vieh. Mir sollen sie gehören, mir, dem HERRN.
14 Und der HERR redete zu Mose in der Wüste Sinai und sprach:
15 Mustere die Söhne Levis nach ihren Vaterhäusern, nach ihren Sippen; alles Männliche von einem Monat an und darüber sollst du mustern!
16 Und Mose musterte sie nach dem Befehl des HERRN, wie ihm geboten worden war.
17 Und dies waren die Söhne Levis nach ihren Namen: Gerschon und Kehat und Merari.
18 Und dies sind die Namen der Söhne Gerschons nach ihren Sippen: Libni und Schimi.
19 Und die Söhne Kehats nach ihren Sippen: Amram und Jizhar, Hebron und Usiel.
20 Und die Söhne Meraris nach ihren Sippen: Machli und Muschi. Das sind die Sippen Levis nach ihren Vaterhäusern.
21 Von Gerschon: die Sippe der Libniter und die Sippe der Schimiter; das sind die Sippen der Gerschoniter.
22 Ihre Gemusterten nach der Zahl aller Männlichen von einem Monat an und darüber, ihre Gemusterten: 7 500.
23 Die Sippen der Gerschoniter lagerten hinter der Wohnung nach Westen hin.
24 Und der Fürst des Vaterhauses der Gerschoniter war Eljasaf, der Sohn Laels.
25 Und der Dienst der Söhne Gerschons am Zelt der Begegnung war: die Wohnung und das Zelt, seine Decke und der Vorhang vom Eingang des Zeltes der Begegnung
26 und die Behänge des Vorhofs und der Vorhang vom Eingang des Vorhofs, der rings um die Wohnung her und um den Altar her ist, und seine Seile für alle Arbeit daran.
27 Und von Kehat: die Sippe der Amramiter und die Sippe der Jizhariter und die Sippe der Hebroniter und die Sippe der Usieliter; das sind die Sippen der Kehatiter.
28 Nach der Zahl aller Männlichen von einem Monat an und darüber, 8 600, die den Dienst am Heiligtum versahen.
29 Die Sippen der Söhne Kehats lagerten an der Seite der Wohnung nach Süden hin.
30 Und der Fürst des Vaterhauses der Sippen der Kehatiter war Elizafan, der Sohn Usiels.
31 Und ihr Dienst war: die Lade und der Tisch und der Leuchter und die Altäre und die Geräte des Heiligtums, mit denen man den Dienst verrichtet, und der Vorhang und alle [dazugehörige] Arbeit.
32 Und der oberste der Fürsten Levis war der Priester Eleasar, der Sohn Aarons; er war Aufseher über die, den Dienst am Heiligtum versahen.
33 Von Merari: die Sippe der Machliter und die Sippe der Muschiter; das sind die Sippen Meraris.
34 Und ihre Gemusterten nach der Zahl aller Männlichen von einem Monat an und darüber: 6 200.
35 Und der Fürst des Vaterhauses der Sippen Meraris war Zuriel, der Sohn Abihajils. Sie lagerten an der Seite der Wohnung nach Norden hin.
36 Und der Dienst der Söhne Meraris war: die Bretter der Wohnung und ihre Riegel und ihre Säulen und ihre Fußgestelle und all ihre Geräte und alle Arbeit daran
37 und die Säulen des Vorhofs ringsum und deren Fußgestelle und ihre Pflöcke und ihre Seile.
38 Und die vor der Wohnung nach Osten hin vor dem Zelt der Begegnung gegen [Sonnen-]aufgang zu Lagernden waren Mose und Aaron und seine Söhne, die den Dienst am Heiligtum versahen, [alles], was den Söhnen Israel aufgetragen war. - Der Fremde aber, der sich [ihr] nähert, soll getötet werden.
39 Alle gemusterten Leviten, die Mose und Aaron nach dem Befehl des HERRN nach ihren Sippen musterten, alles Männliche von einem Monat an und darüber, war 22 000.
40 Und der HERR sprach zu Mose: Mustere alle männlichen Erstgeborenen der Söhne Israel von einem Monat an und darüber, und nimm die Zahl ihrer Namen auf!
41 Und du sollst die Leviten für mich, den HERRN, nehmen anstelle aller Erstgeborenen unter den Söhnen Israel und das Vieh der Leviten anstelle alles Erstgeborenen unter dem Vieh der Söhne Israel.
42 Und Mose musterte, wie der HERR es ihm geboten hatte, alle Erstgeborenen unter den Söhnen Israel.
43 Und alle männlichen Erstgeborenen nach der Zahl der Namen, von einem Monat an und darüber, nach ihren Gemusterten, waren 22 273.
44 Und der HERR redete zu Mose und sprach:
45 Nimm die Leviten anstelle aller Erstgeborenen unter den Söhnen Israel und das Vieh der Leviten anstelle ihres Viehes; und die Leviten sollen mir gehören, mir, dem HERRN!
46 Und was den Loskauf der 273 betrifft: die von den Erstgeborenen der Söhne Israel überzählig sind über die [Zahl der] Leviten [hinaus],
47 da sollst du je fünf Schekel für den Kopf nehmen; nach dem Schekel des Heiligtums sollst du sie nehmen, den Schekel zu zwanzig Gera.
48 Und das Geld sollst du als Loskauf der Überzähligen unter ihnen an Aaron und seine Söhne geben.
49 Und Mose nahm das Geld des Loskaufs von denen, die überzählig waren über die durch die Leviten Losgekauften [hinaus];
50 von den Erstgeborenen der Söhne Israel nahm er das Geld, 1 365 [Schekel] nach dem Schekel des Heiligtums.
51 Und Mose gab das Geld des Loskaufs Aaron und seinen Söhnen nach dem Befehl des HERRN, wie der HERR dem Mose geboten hatte.

Nun folgen die Gesetze der Reinigung sowie die Anweisung, was bei Verdacht auf Ehebruch getan werden soll und schließlich die Vorschriften, wenn jemand sich selbst Gott weihen möchte. Nachzulesen im 4. Buch Mose (Numeri) in den Kapiteln 5 und 6 (mit Versangaben):

1 Und der HERR redete zu Mose und sprach:
2 Befiehl den Söhnen Israel, dass sie alle Aussätzigen und alle, die an einem Ausfluss leiden, und alle durch eine Leiche Verunreinigten aus dem Lager hinausschicken!
3 Sowohl Mann als auch Frau sollt ihr hinausschicken, vor das Lager sollt ihr sie hinausschicken, damit sie nicht ihr Lager unrein machen, in deren Mitte ich wohne.
4 Und die Söhne Israel taten so und schickten sie vor das Lager hinaus; wie der HERR zu Mose geredet hatte, so taten die Söhne Israel.
5 Und der HERR redete zu Mose und sprach:
6 Rede zu den Söhnen Israel: Wenn ein Mann oder eine Frau irgendeine von all den Sünden der Menschen tun, so dass sie eine Untreue gegen den HERRN begehen, und dieser Mensch schuldig wird,
7 dann sollen sie ihre Sünde bekennen, die sie getan haben; und der Schuldige soll seine Schuld erstatten nach ihrer vollen Summe und soll [noch] ein Fünftel davon hinzufügen und es dem geben, an dem er schuldig geworden ist.
8 Und wenn der [andere] Mann keinen Löser hat, dem die Schuld erstattet werden kann, dann gehört der erstattete Schuldbetrag dem HERRN zugunsten des Priesters, ebenso wie der Widder der Versöhnung, womit der Priester Sühnung für ihn erwirkt. -
9 Und jedes Hebopfer von allen heiligen Gaben der Söhne Israel, die sie dem Priester darbringen, soll ihm gehören.
10 Ihm sollen eines jeden heilige Gaben gehören; was jemand dem Priester gibt, soll diesem gehören.
11 Und der HERR redete zu Mose und sprach:
12 Rede zu den Söhnen Israel und sage zu ihnen: Wenn die Frau irgendeines Mannes auf Abwege gerät und Untreue gegen ihn begeht,
13 und ein [anderer] Mann liegt bei ihr zur Begattung, und es bleibt verborgen vor den Augen ihres Mannes, und sie hat sich im Verborgenen unrein gemacht, und es ist kein Zeuge gegen sie da, und sie ist nicht ertappt worden;
14 und der Geist der Eifersucht kommt über ihn, und er wird eifersüchtig auf seine Frau, und sie hat sich [wirklich] unrein gemacht; oder [aber] der Geist der Eifersucht kommt über ihn, und er wird eifersüchtig auf seine Frau, und sie hat sich nicht unrein gemacht:
15 dann soll der Mann seine Frau zum Priester bringen und [als] ihre Opfergabe ihretwegen ein zehntel Efa Gerstenmehl darbringen; er soll kein Öl darauf gießen und keinen Weihrauch darauf legen; denn es ist ein Speisopfer der Eifersucht, ein Speisopfer des Schuldbekenntnisses, das Schuld in Erinnerung bringt. 16 Und der Priester soll sie herantreten lassen und sie vor den HERRN stellen.
17 Und der Priester nehme heiliges Wasser in einem Tongefäß; und der Priester nehme von dem Staub, der auf dem Fußboden der Wohnung ist und tue ihn in das Wasser.
18 Und der Priester stelle die Frau vor den HERRN und lasse das Haupthaar der Frau herabhängen und lege auf ihre Hände das Speisopfer des Schuldbekenntnisses; es ist ein Speisopfer der Eifersucht; und das fluchbringende Wasser der Bitterkeit soll in der Hand des Priesters sein.
19 Und der Priester soll sie beschwören und zu der Frau sprechen: Wenn kein Mann bei dir gelegen hat und wenn du, die du unter deinem Mann bist, nicht auf Abwege geraten bist in Unreinigkeit, dann bleibe unversehrt von diesem fluchbringenden Wasser der Bitterkeit!
20 Wenn du aber, die du unter deinem Mann bist, auf Abwege geraten bist und dich unrein gemacht hast und ein Mann bei dir gelegen hat außer deinem [eigenen] Mann -
21 und [so] soll der Priester die Frau beschwören mit dem Schwur der Verfluchung; und der Priester soll zu der Frau sprechen -: dann mache der HERR dich zur Verfluchung und zum Schwur inmitten deines Volkes, indem der HERR deine Hüfte schwinden und deinen Bauch anschwellen lässt,
22 und es komme dieses fluchbringende Wasser in deine Eingeweide, um den Bauch anschwellen und die Hüfte schwinden zu lassen! Und die Frau soll sagen: Amen, Amen!
23 Und der Priester soll diese Verfluchungen in ein Buch schreiben und sie in das Wasser der Bitterkeit [hinein] abwischen;
24 und er soll die Frau das fluchbringende Wasser der Bitterkeit trinken lassen, damit das fluchbringende Wasser zur Bitterkeit in sie komme.
25 Und der Priester nehme aus der Hand der Frau das Speisopfer der Eifersucht und schwinge das Speisopfer vor dem HERRN und bringe es zum Altar;
26 und der Priester nehme eine Handvoll von dem Speisopfer als dessen Askara und räuchere es auf dem Altar; und danach soll er die Frau das Wasser trinken lassen.
27 Und wenn er sie das Wasser hat trinken lassen, dann wird es geschehen, wenn sie sich unrein gemacht und Untreue begangen hat gegen ihren Mann, dass das fluchbringende Wasser zur Bitterkeit in sie kommen wird, und ihr Bauch wird anschwellen und ihre Hüfte schwinden; und die Frau wird zum Fluch werden inmitten ihres Volkes.
28 Wenn aber die Frau sich nicht unrein gemacht hat und rein ist, dann wird sie unversehrt bleiben und Samen empfangen.
29 Das ist das Gesetz der Eifersucht: Wenn eine Frau, die unter ihrem Mann ist, auf Abwege gerät und sich unrein macht
30 oder wenn über einen Mann der Geist der Eifersucht kommt und er eifersüchtig wird auf seine Frau, dann soll er die Frau vor den HERRN stellen, und der Priester soll [mit] ihr tun nach diesem ganzen Gesetz.
31 Und der Mann wird frei sein von Schuld; eine solche Frau aber soll ihre Schuld tragen.
6. Kapitel
1 Und der HERR redete zu Mose:
2 Rede zu den Söhnen Israel und sprich zu ihnen: Wenn [jemand,] ein Mann oder eine Frau, etwas Besonderes tut, indem er das Gelübde eines Nasiräers gelobt, um für den HERRN geweiht zu sein,
3 dann soll er sich des Weins und des Rauschtranks enthalten: Essig von Wein und Essig von Rauschtrank soll er nicht trinken; und keinerlei Traubensaft soll er trinken, und [auch] Trauben, frische oder getrocknete, soll er nicht essen.
4 Alle Tage seiner Weihe soll er von allem, was vom Weinstock bereitet wird, von den Kernen bis zu den Schalen, nicht essen.
5 Alle Tage des Gelübdes seiner Weihe soll kein Schermesser über sein Haupt kommen. Bis die Tage erfüllt sind, die er sich für den HERRN geweiht hat, soll er heilig sein; er soll das Haar seines Hauptes frei wachsen lassen.
6 Alle Tage, die er sich für den HERRN geweiht hat, soll er sich keiner Leiche nähern.
7 Wegen seines Vaters und wegen seiner Mutter, wegen seines Bruders und wegen seiner Schwester, [auch] ihretwegen soll er sich nicht unrein machen, wenn sie sterben; denn die Weihe seines Gottes ist auf seinem Haupt.
8 Alle Tage seiner Weihe ist er dem HERRN heilig.
9 Und wenn jemand unversehens [und] plötzlich neben ihm stirbt und er das Haupt seiner Weihe unrein macht, dann soll er sein Haupt an dem Tag seiner Reinigung scheren; am siebten Tag soll er es scheren.
10 Und am achten Tag soll er zwei Turteltauben oder zwei junge Tauben zum Priester bringen an den Eingang des Zeltes der Begegnung.
11 Und der Priester soll die eine als Sündopfer und die andere als Brandopfer opfern und Sühnung für ihn erwirken, weil er sich an einer Leiche versündigt hat; und [der Priester] soll sein Haupt an diesem Tag [wieder] heiligen.
12 Und er soll die Tage seiner Weihe [nochmals] für den HERRN weihen und ein einjähriges Lamm als Schuldopfer darbringen; die vorigen Tage aber sind verfallen, weil seine Weihe unrein gemacht worden ist.
13 Und dies ist das Gesetz des Nasiräers: An dem Tag, an dem die Tage seiner Weihe erfüllt sind, soll man ihn an den Eingang des Zeltes der Begegnung bringen.
14 Und er soll dem HERRN seine Gabe darbringen: ein einjähriges Lamm ohne Fehler als Brandopfer und ein einjähriges weibliches Lamm ohne Fehler als Sündopfer und einen Widder ohne Fehler als Heilsopfer
15 und einen Korb mit ungesäuerten Broten: Weizengrieß-Kuchen, gemengt mit Öl, und ungesäuerte Fladen, bestrichen mit Öl, und das dazugehörende Speisopfer und die dazugehörenden Trankopfer.
16 Und der Priester soll sie vor dem HERRN darbringen und sein Sündopfer und sein Brandopfer opfern.
17 Und den Widder soll er als Heilsopfer dem HERRN opfern samt dem Korb mit ungesäuerten Broten; und der Priester soll sein Speisopfer und sein Trankopfer opfern.
18 Und der Nasiräer soll an dem Eingang des Zeltes der Begegnung sein geweihtes Haupt scheren und das Haar seines geweihten Hauptes nehmen und es auf das Feuer legen, das unter dem Heilsopfer ist.
19 Und der Priester nehme die gekochte Vorderkeule von dem Widder und einen ungesäuerten Kuchen und einen ungesäuerten Fladen aus dem Korb und lege sie auf die Hände des Nasiräers, nachdem er [das Zeichen] seiner Weihe abgeschoren hat.
20 Und der Priester schwinge sie als Schwingopfer vor dem HERRN; es ist dem Priester heilig samt der Brust des Schwingopfers und samt dem Schenkel des Hebopfers. Und danach kann der Nasiräer Wein trinken.
21 Das ist das Gesetz des Nasiräers, der aufgrund seiner Weihe dem HERRN seine Gabe gelobt, abgesehen von dem, was seine Hand [sonst noch] aufbringen kann. Gemäss seinem Gelübde, das er abgelegt hat, soll er tun, nach dem Gesetz seiner Weihe.
22 Und der HERR redete zu Mose und sprach:
23 Rede zu Aaron und zu seinen Söhnen und sprich: So sollt ihr die Söhne Israel segnen! Sprecht zu ihnen:
24 Der HERR segne dich und behüte dich!
25 Der HERR lasse sein Angesicht über dir leuchten und sei dir gnädig!
26 Der HERR erhebe sein Angesicht auf dich und gebe dir Frieden!
27 Und so sollen sie meinen Namen auf die Söhne Israel legen, und ich werde sie segnen.

Die Weihgaben der Stammesfürsten, die alle die selbe Größe haben, werden einzeln aufgezählt und die Weihe der Leviten wird beschrieben. Nachzulesen im 4. Buch Mose (Numeri) in Kapitel 7 und 8 (mit Versangaben):

1 Und es geschah an dem Tag, da Mose das Aufrichten der Wohnung vollendet und sie gesalbt und mit allen ihren Geräten geheiligt hatte sowie den Altar und alle seine Geräte und er sie gesalbt und geheiligt hatte,
2 brachten die Fürsten Israels, die Häupter ihrer Vaterhäuser, sie, die Fürsten der Stämme, die Führer der Gemusterten,
3 sie brachten ihre Gabe vor den HERRN: sechs Planwagen und zwölf Rinder, einen Wagen für zwei Fürsten und ein Rind für einen; und sie brachten sie vor die Wohnung.
4 Und der HERR redete zu Mose und sprach:
5 Nimm sie von ihnen an, und sie sollen zur Verwendung bei der Arbeit an dem Zelt der Begegnung sein, und gib sie den Leviten, jedem entsprechend seiner Arbeit!
6 Und Mose nahm die Wagen und die Rinder und gab sie den Leviten.
7 Zwei Wagen und vier Rinder gab er den Söhnen Gerschon, entsprechend ihrer Arbeit;
8 und vier Wagen und acht Rinder gab er den Söhnen Meraris, entsprechend ihrer Arbeit unter der Hand des Priesters Itamar, des Sohnes Aarons.
9 Aber den Söhnen Kehats gab er nichts; denn ihnen oblag die Arbeit am Heiligtum: auf der Schulter trugen sie [es].
10 Und die Fürsten brachten die Einweihungsgabe des Altars an dem Tag, da er gesalbt wurde; und die Fürsten brachten ihre Gabe vor den Altar.
11 Und der HERR sprach zu Mose: Sie sollen täglich - jeweils ein Fürst - ihre Gabe zur Einweihung des Altars bringen.
12 Und es geschah, der, der am ersten Tag seine Gabe brachte, war Nachschon, der Sohn Amminadabs, vom Stamm Juda.
13 Und seine Gabe war: eine silberne Schüssel, 130 [Schekel] ihr Gewicht, eine silberne Sprengschale, siebzig Schekel nach dem Schekel[gewicht] des Heiligtums, beide voller Weizengrieß, gemengt mit Öl, zum Speisopfer;
14 eine Schale, zehn [Schekel] Gold, voller Räucherwerk;
15 ein Jungstier, ein Widder, ein einjähriges Lamm zum Brandopfer;
16 ein Ziegenbock zum Sündopfer;
17 und zum Heilsopfer zwei Rinder, fünf Widder, fünf Böcke, fünf einjährige Lämmer. Das war die Gabe Nachschons, des Sohnes Amminadabs.
18 Am zweiten Tag brachte Netanel, der Sohn Zuars, der Fürst von Issaschar, [seine Gabe];
19 er brachte seine Gabe: eine silberne Schüssel, 130 [Schekel] ihr Gewicht, eine silberne Sprengschale, siebzig Schekel nach dem Schekel[gewicht] des Heiligtums, beide voller Weizengrieß, gemengt mit Öl, zum Speisopfer;
20 eine Schale, zehn [Schekel] Gold, voller Räucherwerk;
21 einen Jungstier, einen Widder, ein einjähriges Lamm zum Brandopfer;
22 einen Ziegenbock zum Sündopfer;
23 und zum Heilsopfer zwei Rinder, fünf Widder, fünf Böcke, fünf einjährige Lämmer. Das war die Gabe Netanels, des Sohnes Zuars.
24 Am dritten Tag der Fürst der Söhne Sebulon, Eliab, der Sohn Helons.
25 Seine Gabe war: eine silberne Schüssel, 130 [Schekel] ihr Gewicht, eine silberne Sprengschale, siebzig Schekel nach dem Schekel[gewicht] des Heiligtums, beide voller Weizengrieß, gemengt mit Öl, zum Speisopfer;
26 eine Schale, zehn [Schekel] Gold, voller Räucherwerk;
27 ein Jungstier, ein Widder, ein einjähriges Lamm zum Brandopfer;
28 ein Ziegenbock zum Sündopfer;
29 und zum Heilsopfer zwei Rinder, fünf Widder, fünf Böcke, fünf einjährige Lämmer. Das war die Gabe Eliabs, des Sohnes Helons.
30 Am vierten Tag der Fürst der Söhne Ruben, Elizur, der Sohn Schedeurs.
31 Seine Gabe war: eine silberne Schüssel, 130 [Schekel] ihr Gewicht, eine silberne Sprengschale, siebzig Schekel nach dem Schekel[gewicht] des Heiligtums, beide voller Weizengrieß, gemengt mit Öl, zum Speisopfer;
32 eine Schale, zehn [Schekel] Gold, voller Räucherwerk;
33 ein Jungstier, ein Widder, ein einjähriges Lamm zum Brandopfer;
34 ein Ziegenbock zum Sündopfer;
35 und zum Heilsopfer zwei Rinder, fünf Widder, fünf Böcke, fünf einjährige Lämmer. Das war die Opfergabe Elizurs, des Sohnes Schedeurs.
36 Am fünften Tag der Fürst der Söhne Simeon, Schelumiel, der Sohn Zurischaddais.
37 Seine Gabe war: eine silberne Schüssel, 130 [Schekel] ihr Gewicht, eine silberne Sprengschale, siebzig Schekel nach dem Schekel[gewicht] des Heiligtums, beide voller Weizengrieß, gemengt mit Öl, zum Speisopfer;
38 eine Schale, zehn [Schekel] Gold, voller Räucherwerk;
39 ein Jungstier, ein Widder, ein einjähriges Lamm zum Brandopfer;
40 ein Ziegenbock zum Sündopfer;
41 und zum Heilsopfer zwei Rinder, fünf Widder, fünf Böcke, fünf einjährige Lämmer. Das war die Gabe Schelumiels, des Sohnes Zurischaddais.
42 Am sechsten Tag der Fürst der Söhne Gad, Eljasaf, der Sohn Deguels.
43 Seine Gabe war: eine silberne Schüssel, 130 [Schekel] ihr Gewicht, eine silberne Sprengschale, siebzig Schekel nach dem Schekel[gewicht] des Heiligtums, beide voller Weizengrieß, gemengt mit Öl, zum Speisopfer;
44 eine Schale, zehn [Schekel] Gold, voller Räucherwerk;
45 ein Jungstier, ein Widder, ein einjähriges Lamm zum Brandopfer;
46 ein Ziegenbock zum Sündopfer;
47 und zum Heilsopfer zwei Rinder, fünf Widder, fünf Böcke, fünf einjährige Lämmer. Das war die Gabe Eljasafs, des Sohnes Deguels.
48 Am siebten Tag der Fürst der Söhne Ephraim, Elischama, der Sohn Ammihuds.
49 Seine Gabe war: eine silberne Schüssel, 130 [Schekel] ihr Gewicht, eine silberne Sprengschale, siebzig Schekel nach dem Schekel[gewicht] des Heiligtums, beide voller Weizengrieß, gemengt mit Öl, zum Speisopfer;
50 eine Schale, zehn [Schekel] Gold, voller Räucherwerk;
51 ein Jungstier, ein Widder, ein einjähriges Lamm zum Brandopfer;
52 ein Ziegenbock zum Sündopfer;
53 und zum Heilsopfer zwei Rinder, fünf Widder, fünf Böcke, fünf einjährige Lämmer. Das war die Gabe Elischamas, des Sohnes Ammihuds.
54 Am achten Tag der Fürst der Söhne Manasse, Gamliel, der Sohn Pedazurs.
55 Seine Gabe war: eine silberne Schüssel, 130 [Schekel] ihr Gewicht, eine silberne Sprengschale, siebzig Schekel nach dem Schekel[gewicht] des Heiligtums, beide voller Weizengrieß, gemengt mit Öl, zum Speisopfer;
56 eine Schale, zehn [Schekel] Gold, voller Räucherwerk;
57 ein Jungstier, ein Widder, ein einjähriges Lamm zum Brandopfer;
58 ein Ziegenbock zum Sündopfer;
59 und zum Heilsopfer zwei Rinder, fünf Widder, fünf Böcke, fünf einjährige Lämmer. Das war die Gabe Gamliels, des Sohnes Pedazurs.
60 Am neunten Tag der Fürst der Söhne Benjamin, Abidan, der Sohn des Gidoni.
61 Seine Gabe war: eine silberne Schüssel, 130 [Schekel] ihr Gewicht, eine silberne Sprengschale, siebzig Schekel nach dem Schekel[gewicht] des Heiligtums, beide voller Weizengrieß, gemengt mit Öl, zum Speisopfer;
62 eine Schale, zehn [Schekel] Gold, voller Räucherwerk;
63 ein Jungstier, ein Widder, ein einjähriges Lamm zum Brandopfer;
64 ein Ziegenbock zum Sündopfer;
65 und zum Heilsopfer zwei Rinder, fünf Widder, fünf Böcke, fünf einjährige Lämmer. Das war die Gabe Abidans, des Sohnes des Gidoni.
66 Am zehnten Tag der Fürst der Söhne Dan, Ahieser, der Sohn Ammischaddais.
67 Seine Gabe war: eine silberne Schüssel, 130 [Schekel] ihr Gewicht, eine silberne Sprengschale, siebzig Schekel nach dem Schekel[gewicht] des Heiligtums, beide voller Weizengrieß, gemengt mit Öl, zum Speisopfer;
68 eine Schale, zehn [Schekel] Gold, voller Räucherwerk;
69 ein Jungstier, ein Widder, ein einjähriges Lamm zum Brandopfer;
70 ein Ziegenbock zum Sündopfer;
71 und zum Heilsopfer zwei Rinder, fünf Widder, fünf Böcke, fünf einjährige Lämmer. Das war die Gabe Ahiesers, des Sohnes Ammischaddais.
72 Am elften Tag der Fürst der Söhne Asser, Pagiel, der Sohn Ochrans.
73 Seine Gabe war: eine silberne Schüssel, 130 [Schekel] ihr Gewicht, eine silberne Sprengschale, siebzig Schekel nach dem Schekel[gewicht] des Heiligtums, beide voller Weizengrieß, gemengt mit Öl, zum Speisopfer;
74 eine Schale, zehn [Schekel] Gold, voller Räucherwerk;
75 ein Jungstier, ein Widder, ein einjähriges Lamm zum Brandopfer;
76 ein Ziegenbock zum Sündopfer;
77 und zum Heilsopfer zwei Rinder, fünf Widder, fünf Böcke, fünf einjährige Lämmer. Das war die Gabe Pagiels, des Sohnes Ochrans.
78 Am zwölften Tag der Fürst der Söhne Naftali, Ahira, der Sohn Enans.
79 Seine Gabe war: eine silberne Schüssel, 130 [Schekel] ihr Gewicht, eine silberne Sprengschale, siebzig Schekel nach dem Schekel[gewicht] des Heiligtums, beide voller Weizengrieß, gemengt mit Öl, zum Speisopfer;
80 eine Schale, zehn [Schekel] Gold, voller Räucherwerk;
81 ein Jungstier, ein Widder, ein einjähriges Lamm zum Brandopfer;
82 ein Ziegenbock zum Sündopfer;
83 und zum Heilsopfer zwei Rinder, fünf Widder, fünf Böcke, fünf einjährige Lämmer. Das war die Gabe Ahiras, des Sohnes Enans.
84 Das war die Einweihungsgabe des Altars von den Fürsten Israels an dem Tag, da er gesalbt wurde: zwölf silberne Schüsseln, zwölf silberne Sprengschalen, zwölf goldene Schalen;
85 130 [Schekel wog] eine silberne Schüssel und siebzig eine Sprengschale, alles Silber der Gefäße war 2 400 [Schekel] nach dem Schekel[gewicht] des Heiligtums;
86 zwölf goldene Schalen voller Räucherwerk, je zehn [Schekel] eine Schale nach dem Schekel[gewicht] des Heiligtums: alles Gold der Schalen war 120 [Schekel].
87 Alle Rinder zum Brandopfer waren [zusammen] zwölf Stiere; [dazu] zwölf Widder, zwölf einjährige Lämmer, samt ihrem Speisopfer; und zwölf Ziegenböcke zum Sündopfer.
88 Und alle Rinder zum Heilsopfer waren [zusammen] 24 Stiere; [dazu] sechzig Widder, sechzig Böcke, sechzig einjährige Lämmer. Das war die Einweihungsgabe des Altars, nachdem er gesalbt worden war.
89 Und wenn Mose in das Zelt der Begegnung hineinging, um mit ihm zu reden, dann hörte er die Stimme zu ihm reden von der Deckplatte herab, die auf der Lade des Zeugnisses war, zwischen den beiden Cherubim hervor; und er redete zu ihm.
Kapitel 8
1 Und der HERR redete zu Mose und sprach:
2 Rede zu Aaron und sage zu ihm: Wenn du die Lampen aufsetzt, dann sollen die sieben Lampen [den Raum] vor dem Leuchter erhellen.
3 Und Aaron machte es so: er setzte dessen Lampen auf, [so dass sie] [den Raum] vor dem Leuchter [erhellten], wie der HERR dem Mose befohlen hatte.
4 Und das war die Machart des Leuchters: getriebene Arbeit in Gold; von seinem Fuß bis zu seinen Blüten, alles war getriebene Arbeit; nach der Gestalt, die der HERR dem Mose gezeigt, so hatte man den Leuchter gemacht.
5 Und der HERR redete zu Mose und sprach:
6 Nimm die Leviten aus der Mitte der Söhne Israel und reinige sie!
7 Und so sollst du mit ihnen tun, um sie zu reinigen: sprenge Entsündigungswasser auf sie, und sie sollen das Schermesser über ihren ganzen Körper gehen lassen und ihre Kleider waschen und sich reinigen.
8 Und sie sollen einen jungen Stier nehmen und das dazugehörige Speisopfer: Weizengrieß, gemengt mit Öl; und einen andern Jungstier sollst du zum Sündopfer nehmen.
9 Und du sollst die Leviten vor das Zelt der Begegnung hinzutreten lassen und die ganze Gemeinde der Söhne Israel versammeln.
10 Und du sollst die Leviten vor den HERRN hintreten lassen, und die Söhne Israel sollen ihre Hände auf die Leviten legen.
11 Und Aaron soll die Leviten als Schwingopfer von den Söhnen Israel vor dem HERRN darbringen, damit sie zum Verrichten des Dienstes für den HERRN da sind.
12 Und die Leviten sollen ihre Hände auf den Kopf der Stiere legen; und den einen sollst du als Sündopfer und den anderen als Brandopfer dem HERRN opfern, um für die Leviten Sühnung zu erwirken.
13 Und so sollst du die Leviten vor Aaron und vor seine Söhne stellen und sie dem HERRN als Schwingopfer darbringen.
14 Und du sollst die Leviten aus der Mitte der Söhne Israel aussondern, damit die Leviten mir gehören.
15 Und danach sollen die Leviten kommen, um das Zelt der Begegnung zu bedienen. So sollst du sie reinigen und sie als Schwingopfer darbringen.
16 Denn sie sind mir ganz zu eigen gegeben aus der Mitte der Söhne Israel, als Ersatz für alles, was den Mutterschoß durchbricht, [für] jeden Erstgeborenen aus den Söhnen Israel habe ich sie für mich genommen.
17 Denn mir [gehört] alles Erstgeborene unter den Söhnen Israel an Menschen und an Vieh. An dem Tag, da ich alle Erstgeburt im Land Ägypten schlug, habe ich sie für mich geheiligt.
18 Und ich habe die Leviten genommen als Ersatz für alle Erstgeborenen unter den Söhnen Israel;
19 und ich habe die Leviten dem Aaron und seinen Söhnen als Gabe aus der Mitte der Söhne Israel gegeben, den Dienst der Söhne Israel am Zelt der Begegnung auszuüben und für die Söhne Israel Sühnung zu erwirken, damit unter den Söhnen Israel keine Plage dadurch entsteht, dass die Söhne Israel sich dem Heiligtum nähern.
20 Und Mose und Aaron und die ganze Gemeinde der Söhne Israel machten es so mit den Leviten; nach allem, was der HERR dem Mose wegen der Leviten geboten hatte, so machten es die Söhne Israel mit ihnen.
21 Und die Leviten entsündigten sich und wuschen ihre Kleider; und Aaron brachte sie als Schwingopfer vor dem HERRN dar; und Aaron erwirkte Sühnung für sie zu ihrer Reinigung.
22 Danach kamen die Leviten, um ihren Dienst am Zelt der Begegnung auszuüben vor Aaron und vor seinen Söhnen. Ganz wie der HERR dem Mose hinsichtlich der Leviten geboten hatte, so machten sie es mit ihnen.
23 Und der HERR redete zu Mose und sprach:
24 Das ist es, was für die Leviten [gilt]: Von 25 Jahren an und darüber soll er eintreten, um die Arbeit zu tun im Dienst am Zelt der Begegnung.
25 Aber von fünfzig Jahren an soll er aus der Arbeit des Dienstes austreten und nicht länger dienen;
26 er mag seinen Brüdern bei der Wahrnehmung der Aufgaben am Zelt der Begegnung helfen, aber Arbeit soll er nicht [mehr] tun. So sollst du es mit den Leviten in ihren Aufgaben machen.

20.05.1445 BC
Volk Israel

Gott fordert von Mose, dass er zwei Trompeten anfertigen lässt, mit denen das Signal zum Aufbruch gegeben werden kann. Der Aufbruch und der Weiterzug vom Sinai findet nun in festgesetzter Marschordnung statt. Nachzulesen im 4. Buch Mose (Numeri) in Kapitel 10 (mit Versangaben):

1 Und der HERR redete zu Mose und sprach:
2 Mache dir zwei Trompeten aus Silber! In getriebener Arbeit sollst du sie machen; und sie sollen dir zur Berufung der Gemeinde und zum Aufbruch der Lager dienen.
3 Bläst man sie [beide], dann soll sich die ganze Gemeinde zu dir versammeln am Eingang des Zeltes der Begegnung.
4 Und wenn man [nur] eine bläst, dann sollen sich die Fürsten zu dir versammeln, die Häupter der Tausendschaften Israels.
5 Und blast ihr das Lärmsignal, dann sollen die Lager aufbrechen, die nach Osten hin lagern;
6 und blast ihr das Lärmsignal zum zweiten Mal, dann sollen die Lager aufbrechen, die nach Süden hin lagern: zu ihrem Aufbruch sollen sie das Lärmsignal blasen.
7 Aber um die Versammlung zu versammeln, sollt ihr [nur] blasen, aber kein Lärmsignal geben.
8 Die Söhne Aarons, die Priester, sollen in die Hörner stoßen. Das soll für euch zur ewigen Ordnung sein bei euren Generationen.
9 Und wenn ihr in eurem Land in den Kampf zieht gegen den Bedränger, der euch bedrängt, dann sollt ihr mit den Trompeten das Lärmsignal geben; und es wird an euch gedacht werden vor dem HERRN, eurem Gott, und ihr werdet gerettet werden vor euren Feinden.
10 Und an euren Freudentagen und an euren Festen und an euren Neumonden sollt ihr in die Trompeten blasen bei euren Brandopfern und bei euren Heilsopfern; und sie sollen euch bei eurem Gott in Erinnerung bringen. Ich bin der HERR, euer Gott.
11 Und es geschah im zweiten Jahr, im zweiten Monat, am zwanzigsten [Tag] des Monats, da erhob sich die Wolke von der Wohnung des Zeugnisses.
12 Und die Söhne Israel brachen auf nach ihrer Aufbruchsordnung aus der Wüste Sinai; und die Wolke ließ sich nieder in der Wüste Paran.
13 So brachen sie zum ersten Mal auf nach dem Befehl des HERRN durch Mose.
14 Und die Abteilung des Lagers der Söhne Juda brach zuerst auf nach ihren Heeresverbänden; und über seinen Heeresverbänden war Nachschon, der Sohn Amminadabs.
15 Und über dem Heeresverband des Stammes der Söhne Issaschar war Netanel, der Sohn Zuars;
16 und über dem Heeresverband des Stammes der Söhne Sebulon war Eliab, der Sohn Helons.
17 Und die Wohnung wurde abgebaut, und es brachen auf die Söhne Gerschon und die Söhne Merari, die die Wohnung trugen.
18 Und die Abteilung des Lagers Ruben brach auf nach seinen Heeresverbänden; und über seinem Heeresverband war Elizur, der Sohn Schedeurs.
19 Und über dem Heeresverband des Stammes der Söhne Simeon war Schelumiel, der Sohn Zurischaddais;
20 und über dem Heeresverband des Stammes der Söhne Gad war Eljasaf, der Sohn Deguels.
21 Und die Kehatiter brachen auf, die das Heiligtum trugen; und man richtete die Wohnung auf, bis sie [an]kamen.
22 Und die Abteilung des Lagers der Söhne Ephraim brach auf nach ihren Heeresverbänden; und über seinem Heeresverband war Elischama, der Sohn Ammihuds.
23 Und über dem Heeresverband des Stammes der Söhne Manasse war Gamliel, der Sohn Pedazurs;
24 und über den Heeresverbänden des Stammes der Söhne Benjamin war Abidan, der Sohn des Gidoni.
25 Und die Abteilung des Lagers der Söhne Dan, das die Nachhut aller Lager bildete, brach auf nach ihren Heeresverbänden; und über seinem Heeresverband war Ahieser, der Sohn Ammischaddais.
26 Und über dem Heeresverband des Stammes der Söhne Asser war Pagiel, der Sohn Ochrans;
27 und über dem Heeresverband des Stammes der Söhne Naftali war Ahira, der Sohn Enans. -
28 Das war die Aufbruchsordnung der Söhne Israel nach ihren Heeresverbänden; und so brachen sie auf.
29 Und Mose sagte zu Hobab, dem Sohn Reguels, des Midianiters, des Schwiegervaters Mose: Wir brechen auf zu dem Ort, von dem der HERR gesagt hat: `Ich will ihn euch geben'. Komm mit uns! Dann werden wir dir Gutes tun; denn der HERR hat Gutes über Israel geredet.
30 Doch er sagte zu ihm: Ich will nicht mitkommen, sondern in mein Land und zu meiner Verwandtschaft will ich gehen.
31 Er aber sagte: Verlass uns doch nicht! Denn du weißt doch, wo wir in der Wüste lagern können; und du sollst unser Auge sein.
32 Und es soll geschehen, wenn du mit uns kommst und jenes Gute geschieht, das der HERR an uns tun will, dann werden wir dir auch Gutes tun.
33 Und sie brachen auf von dem Berg des HERRN, drei Tagereisen weit, und die Lade des Bundes des HERRN zog drei Tagereisen vor ihnen her, um ihnen einen Ruheplatz auszusuchen;
34 und die Wolke des HERRN war über ihnen am Tag, wenn sie aus dem Lager zogen.
35 Und es geschah, wenn die Lade aufbrach, sagte Mose: Steh auf, HERR, dass deine Feinde sich zerstreuen und deine Hasser vor dir fliehen!
36 Und wenn sie ruhte, sagte er: Kehre zurück, HERR, zu der großen Menge der Tausendschaften Israels!

23.05.1445 BC
Volk Israel

Drei Tage nach dem Aufbruch des Volkes Israel wird das Volk Israel mit seiner Lage unzufrieden. Besonders die Nichtisraeliten, die im Tross mitgehen, verlangen weiter nach Fleisch, weil sie des Mannas überdrüssig werden. Gott versorgt sein Volk noch einmal mit Wachteln. Aber die Israeliten müssen die Leute begraben, die von der Gier gepackt wurden. Sie nennen den Ort deshalb Kibrot-Taawa (deutsch: Lustgräber). Nachzulesen im 4. Buch Mose (Numeri) in Kapitel 11 (mit Versangaben):

1 Und es geschah, als das Volk sich in Klagen erging, da war es böse in den Ohren des HERRN. Und als der HERR es hörte, da erglühte sein Zorn, und ein Feuer des HERRN brannte unter ihnen und fraß am Rand des Lagers.
2 Und das Volk schrie zu Mose; und Mose betete zu dem HERRN, da legte sich das Feuer.
3 Und man gab diesem Ort den Namen Tabera, weil ein Feuer des HERRN unter ihnen gebrannt hatte.
4 Und das hergelaufene [Volk], das in ihrer Mitte war, gierte voller Begierde, und auch die Söhne Israel weinten wieder und sagten: Wer wird uns Fleisch zu essen geben?
5 Wir denken an die Fische, die wir in Ägypten umsonst aßen, an die Gurken und an die Melonen und an den Lauch und an die Zwiebeln und an den Knoblauch;
6 und nun ist unsere Kehle vertrocknet; gar nichts ist da, nur auf das Manna [sehen] unsere Augen.
7 Das Manna aber war wie Koriandersamen und sein Aussehen wie das Aussehen des Bdelliumharzes.
8 Das Volk lief umher, und sie sammelten [es] und mahlten es mit Handmühlen oder zerstießen es in Mörsern; und sie kochten es in Töpfen, auch machten sie Brotfladen daraus; und sein Geschmack war wie der Geschmack von Ölkuchen.
9 Und wenn nachts der Tau auf das Lager herabfiel, dann fiel [auch] das Manna darauf herab.
10 Und als Mose das Volk, alle seine Sippen, jeden am Eingang seines Zeltes, weinen hörte und der Zorn des HERRN heftig entbrannte, da war es böse in den Augen des Mose.
11 Und Mose sagte zu dem HERRN: Warum hast du an deinem Knecht [so] schlecht gehandelt, und warum habe ich nicht in deinen Augen Gunst gefunden, dass du die Last dieses ganzen Volkes auf mich legst?
12 Bin ich etwa mit diesem ganzen Volk schwanger gewesen, oder habe etwa ich es geboren, dass du zu mir sagst: `Trage es an deiner Brust, wie der Wärter den Säugling trägt', in das Land, das du ihren Vätern zugeschworen hast?
13 Woher soll ich Fleisch haben, um es diesem ganzen Volk zu geben? Denn sie weinen vor mir und sagen: `Gib uns Fleisch, damit wir essen!'
14 Ich allein kann dieses ganze Volk nicht tragen, denn es ist mir zu schwer.
15 Und wenn du so mit mir tust, dann bringe mich doch um, wenn ich in deinen Augen Gunst gefunden habe, damit ich mein Unglück nicht [mehr] ansehen [muss]!
16 Und der HERR sprach zu Mose: Versammle mir siebzig Männer aus den Ältesten Israels, von denen du erkannt hast, dass sie Älteste des Volkes und seine Aufseher sind, und führe sie zu dem Zelt der Begegnung, dass sie sich dort mit dir [zusammen] aufstellen!
17 Und ich werde herabkommen und dort mit dir reden, und ich werde von dem Geist nehmen, der auf dir ist, und auf sie legen, damit sie mit dir an der Last des Volkes tragen und du sie nicht [mehr] allein tragen musst.
18 Und zu dem Volk sollst du sagen: Heiligt euch für morgen! Dann werdet ihr Fleisch essen; denn ihr habt vor den Ohren des HERRN geweint und gesagt: `Wer wird uns Fleisch zu essen geben? Denn in Ägypten ging es uns gut.' Der HERR wird euch Fleisch geben, und ihr werdet essen.
19 Nicht [nur] einen Tag sollt ihr essen, und nicht [nur] zwei Tage und nicht [nur] fünf Tage und nicht [nur] zehn Tage und nicht [nur] zwanzig Tage,
20 sondern einen ganzen Monat, bis es euch zur Nase herauskommt und es euch zum Ekel wird, weil ihr den HERRN, der in eurer Mitte ist, verworfen und vor ihm geweint und gesagt habt: `Warum nur sind wir aus Ägypten ausgezogen?'
21 Und Mose sagte: 600 000 [Mann] Fußvolk [zählt] das Volk, in dessen Mitte ich bin, und da sagst du: `Fleisch will ich ihnen geben, dass sie einen ganzen Monat [davon] essen!'
22 Können [so viele] Schafe und Rinder für sie geschlachtet werden, dass es für sie ausreicht? Oder sollen alle Fische des Meeres für sie eingesammelt werden, dass es für sie ausreicht?
23 Und der HERR sprach zu Mose: Ist die Hand des HERRN [zu] kurz? Jetzt sollst du sehen, ob mein Wort für dich eintrifft oder nicht.
24 Da ging Mose hinaus und redete zum Volk die Worte des HERRN; und er versammelte siebzig Männer aus den Ältesten des Volkes und stellte sie rings um das Zelt auf.
25 Und der HERR kam in der Wolke herab und redete zu ihm und nahm von dem Geist, der auf ihm war, und legte ihn auf die siebzig Männer, die Ältesten. Und es geschah, sobald der Geist auf sie kam, weissagten sie; [später] aber nicht mehr.
26 Und zwei Männer blieben im Lager zurück, der Name des einen war Eldad und der Name des andern Medad; und auch auf sie kam der Geist - sie waren nämlich unter den Aufgeschriebenen, waren aber nicht zum Zelt hinausgegangen -, und sie weissagten im Lager.
27 Da lief ein junger Mann hin und berichtete es Mose und sagte: Eldad und Medad weissagen im Lager.
28 Und Josua, der Sohn des Nun, der [schon] von seiner Jugend an der Diener des Mose gewesen war, antwortete: Mein Herr, Mose, halte sie zurück!
29 Aber Mose sagte zu ihm: Eiferst du für mich? Mögen doch alle im Volk des HERRN Propheten sein, dass der HERR seinen Geist auf sie lege!
30 Und Mose zog sich in das Lager zurück, er und die Ältesten Israels.
31 Und ein Wind ging von dem HERRN aus und trieb Wachteln vom Meer herbei und warf sie auf das Lager [herab], eine Tagereise weit in der einen Richtung und eine Tagereise weit in der anderen Richtung, rings um das Lager und zwei Ellen hoch [lagen sie] auf dem Erdboden.
32 Und das Volk machte sich auf diesen ganzen Tag und die ganze Nacht und den ganzen folgenden Tag, und sie sammelten die Wachteln ein; wer wenig sammelte, hatte zehn Homer gesammelt; und sie breiteten sie sich [zum Dörren] aus rings um das Lager her.
33 Das Fleisch war noch zwischen ihren Zähnen, es war noch nicht zerkaut, da entbrannte der Zorn des HERRN gegen das Volk, und der HERR schlug das Volk mit einer sehr großen Plage.
34 Und man gab diesem Ort den Namen Kibrot-Hattaawa, weil man dort das Volk begrub, das gierig gewesen war.
35 Von Kibrot-Hattaawa brach das Volk auf nach Hazerot; und sie waren in Hazerot.

Mirjam und Aaron, die älteren Geschwister des Führers der Israeliten durch die Wüste, Mose, rebellieren gegen ihren Bruder. Es kommt zu einem mehrtägigen Aufenthalt wegen Mirjams Aussatz. Nachzulesen im 4. Buch Mose (Numeri) in Kapitel 12 (mit Versangaben):

1 Und Mirjam und Aaron redeten gegen Mose wegen der kuschitischen Frau, die er genommen hatte; denn er hatte eine kuschitische Frau genommen.
2 Und sie sagten: Hat der HERR nur etwa mit Mose geredet? Hat er nicht auch mit uns geredet? Und der HERR hörte es.
3 Der Mann Mose aber war sehr demütig, mehr als alle Menschen, die auf dem Erdboden waren.
4 Da sprach der HERR plötzlich zu Mose und zu Aaron und zu Mirjam: Geht hinaus, ihr drei, zum Zelt der Begegnung! Und sie gingen hinaus, die drei.
5 Und der HERR kam in einer Wolkensäule herab und stand im Eingang des Zeltes; und er rief Aaron und Mirjam, und die beiden traten hinaus.
6 Und er sprach: Hört doch meine Worte! Wenn ein Prophet des HERRN unter euch ist, dem will ich mich in einem Gesicht zu erkennen geben, im Traum will ich mit ihm reden.
7 So steht [es] nicht [mit] meinem Knecht Mose. Er ist treu in meinem ganzen Haus;
8 mit ihm rede ich von Mund zu Mund, im Sehen und nicht in Rätselworten, und die Gestalt des HERRN schaut er. Warum habt ihr euch nicht gefürchtet, gegen meinen Knecht, gegen Mose, zu reden?
9 Und der Zorn des HERRN entbrannte gegen sie, und er ging weg.
10 Und die Wolke wich vom Zelt, und siehe, Mirjam war aussätzig wie Schnee; und Aaron wandte sich zu Mirjam um, und siehe, sie war aussätzig.
11 Da sagte Aaron zu Mose: Ach, mein Herr, lege doch nicht die Sünde auf uns, durch die wir töricht gehandelt und uns versündigt haben!
12 Lass [Mirjam] doch nicht sein wie ein Totgeborenes, dessen Fleisch, wenn es aus seiner Mutter Leib hervorkommt, schon halb verwest ist!
13 Und Mose schrie zu dem HERRN und sagte: O Gott, ach, heile sie doch!
14 Und der HERR sprach zu Mose: Hätte ihr Vater ihr ins Gesicht gespuckt, müsste sie sich nicht sieben Tage lang schämen? Sie soll sieben Tage außerhalb des Lagers eingeschlossen werden, danach soll sie wieder aufgenommen werden.
15 So wurde Mirjam sieben Tage außerhalb des Lagers eingeschlossen; und das Volk brach nicht auf, bis Mirjam wieder aufgenommen worden war.
16 Danach aber brach das Volk von Hazerot auf; und sie lagerten in der Wüste Paran.

31.05.1445 BC
Volk Israel / Land Kanaan

Die Israeliten ziehen weiter und schlagen ihr Lager in der Wüste Paran in der Nähe von Kadesch-Barnea auf. Das Volk will von hier aus einige Kundschafter nach Kanaan schicken. Gott erlaubt es und Mose wählt aus jedem Stamm einen Mann dafür aus. Die zwölf Kundschafter durchziehen das ganze Land bis in den Libanon hinein. Nachzulesen im 4. Buch Mose (Numeri) in Kapitel 13 (mit Versangaben):

1 Und der HERR redete zu Mose und sprach:
2 Sende dir Männer aus, dass sie das Land Kanaan auskundschaften, das ich den Söhnen Israel gebe! Je einen Mann für den Stamm seiner Väter sollt ihr aussenden, jeder ein Fürst unter ihnen.
3 Und Mose sandte sie aus der Wüste Paran nach dem Befehl des HERRN, alle Männer, die Häupter der Söhne Israel waren.
4 Und das sind ihre Namen: für den Stamm Ruben: Schammua, der Sohn Sakkurs;
5 für den Stamm Simeon: Schafat, der Sohn Horis;
6 für den Stamm Juda: Kaleb, der Sohn Jefunnes;
7 für den Stamm Issaschar: Jigal, der Sohn Josephs;
8 für den Stamm Ephraim: Hoschea, der Sohn Nuns;
9 für den Stamm Benjamin: Palti, der Sohn Rafus;
10 für den Stamm Sebulon: Gaddiel, der Sohn Sodis;
11 für den Stamm Joseph, [und zwar] für den Stamm Manasse: Gaddi, der Sohn Susis;
12 für den Stamm Dan: Ammiel, der Sohn Gemallis;
13 für den Stamm Asser: Setur, der Sohn Michaels;
14 für den Stamm Naftali: Nachbi, der Sohn Wofsis;
15 für den Stamm Gad: Geuel, der Sohn Machis.
16 Das sind die Namen der Männer, die Mose aussandte, um das Land auszukundschaften. Und Mose nannte Hoschea, den Sohn des Nun, Josua.
17 Und Mose sandte sie, das Land Kanaan auszukundschaften, und sagte zu ihnen: Zieht hier hinauf an der Südseite, und steigt auf das Gebirge,
18 und seht das Land an, wie es [beschaffen] ist; und das Volk, das darin wohnt, ob es stark oder schwach, ob es gering oder zahlreich ist;
19 und wie das Land ist, in dem es wohnt, ob es gut oder schlecht ist; und wie die Städte sind, in denen es wohnt, ob [es] in Lagern oder in Festungen [wohnt];
20 und wie das Land ist, ob es fett oder mager ist, ob Bäume darin sind oder nicht. Und seid mutig und nehmt [etwas] von der Frucht des Landes! Die Tage aber waren die Tage der ersten Trauben.

10.07.1445 BC
Volk Israel / Land Kanaan

40 Tage nach dem Aussenden der israelitischen Kundschafter kommen diese zu ihrem Volk zurück und bringen Proben von der Furchtbarkeit des Landes mit. Zehn von ihnen verunsichern das Volk aber sehr mit ihrem Bericht über die Riesen und die Stärke der dortigen Bewohner. Nachzulesen im 4. Buch Mose (Numeri) in Kapitel 13 (mit Versangaben):

21 Und sie zogen hinauf und kundschafteten das Land aus, von der Wüste Zin bis Rehob, [von wo] man nach Hamat geht.
22 Und sie zogen an der Südseite hinauf und kamen bis Hebron, und dort waren Ahiman, Scheschai und Talmai, die Söhne Enaks. Hebron aber war sieben Jahre vor Zoan in Ägypten erbaut worden.
23 Und sie kamen bis in das Tal Eschkol und schnitten dort eine Weinranke mit [nur] einer Traube ab und trugen sie zu zweit an einer Stange, auch Granatäpfel und Feigen.
24 Diesen Ort nannte man Tal Eschkol wegen der Traube, die die Söhne Israel dort abgeschnitten hatten.
25 Und sie kehrten am Ende von vierzig Tagen von der Erkundung des Landes zurück.
26 Und sie gingen hin und kamen zu Mose und zu Aaron und zu der ganzen Gemeinde der Söhne Israel in die Wüste Paran nach Kadesch; und sie erstatteten ihnen und der ganzen Gemeinde Bericht und zeigten ihnen die Frucht des Landes.
27 Und sie erzählten ihm und sagten: Wir sind in das Land gekommen, wohin du uns gesandt hast; und wirklich, es fließt von Milch und Honig über, und das ist seine Frucht.
28 Allerdings ist das Volk stark, das in dem Land wohnt, und die Städte [sind] befestigt [und] sehr groß; und auch die Söhne Enaks haben wir dort gesehen.
29 Amalek wohnt im Lande des Südens, und die Hetiter und die Jebusiter und die Amoriter wohnen auf dem Gebirge, und die Kanaaniter wohnen am Meer und am Ufer des Jordan.
30 Und Kaleb beschwichtigte das Volk, [das] gegenüber Mose [murrte], und sagte: Lasst uns nur hinaufziehen und es in Besitz nehmen, denn wir werden es gewiss bezwingen!
31 Aber die Männer, die mit ihm hinaufgezogen waren, sagten: Wir können nicht gegen das Volk hinaufziehen, denn es ist stärker als wir.
32 Und sie brachten unter den Söhnen Israel ein böses Gerücht über das Land auf, das sie ausgekundschaftet hatten, und sagten: Das Land, das wir durchzogen haben, um es zu erkunden, ist ein Land, das seine Bewohner frisst; und alles Volk, das wir darin gesehen haben, sind Leute von hohem Wuchs;
33 auch haben wir dort die Riesen gesehen, die Söhne Enaks von den Riesen; und wir waren in unseren Augen wie Heuschrecken, und so waren wir auch in ihren Augen.

Es kommt zum Aufruhr und Mose und Aaron droht die Steinigung. Nur Josua und Kaleb stellen sich gegen das Volk. Gott droht mit der Vernichtung des ganzen Volkes. Nur durch Mose Fürsprache ändert Gott seinen Urteilsspruch über die erste Generation der Israeliten. Sie werden insgesamt 40 Jahre in der Wüste bleiben, bis die gesamte Generation gestorben ist. Gott tötet die destruktiven Kundschafter sofort. Josua und Kaleb bleiben allein am Leben. Nachzulesen im 4. Buch Mose (Numeri) in Kapitel 14 (mit Versangaben):

1 Da erhob die ganze Gemeinde ihre Stimme und schrie, und das Volk weinte in jener Nacht.
2 Und alle Söhne Israel murrten gegen Mose und gegen Aaron, und die ganze Gemeinde sagte zu ihnen: Wären wir doch im Land Ägypten gestorben, oder wären wir doch in dieser Wüste gestorben!
3 Wozu bringt uns der HERR in dieses Land? Damit wir durchs Schwert fallen und unsere Frauen und unsere kleinen Kinder zur Beute werden? Wäre es nicht besser für uns, nach Ägypten zurückzukehren?
4 Und sie sagten einer zum andern: Lasst uns ein Haupt [über uns] setzen und nach Ägypten zurückkehren!
5 Da fielen Mose und Aaron auf ihr Angesicht vor der ganzen Versammlung der Gemeinde der Söhne Israel.
6 Und Josua, der Sohn des Nun, und Kaleb, der Sohn des Jefunne, von denen, die das Land ausgekundschaftet hatten, zerrissen ihre Kleider
7 und sagten zu der ganzen Gemeinde der Söhne Israel: Das Land, das wir durchzogen haben, um es auszukundschaften, das Land ist sehr, sehr gut.
8 Wenn der HERR Gefallen an uns hat, so wird er uns in dieses Land bringen und es uns geben, ein Land, das von Milch und Honig überfließt.
9 Nur empört euch nicht gegen den HERRN! Und fürchtet doch nicht das Volk des Landes, denn unser Brot werden sie sein! Ihr Schutz ist von ihnen gewichen, und der HERR ist mit uns. Fürchtet sie nicht!
10 Und die ganze Gemeinde sagte, dass man sie steinigen solle. Da erschien die Herrlichkeit des HERRN an dem Zelt der Begegnung allen Söhnen Israel.
11 Und der HERR sprach zu Mose: Wie lange will mich dieses Volk verachten, und wie lange wollen sie mir nicht glauben bei all den Zeichen, die ich in ihrer Mitte getan habe?
12 Ich will es mit der Pest schlagen und es austilgen; und ich will dich zu einer Nation machen, größer und stärker als sie.
13 Und Mose sagte zu dem HERRN: Dann werden es die Ägypter hören. Denn durch deine Macht hast du dieses Volk aus ihrer Mitte heraufgeführt;
14 und man wird es den Bewohnern dieses Landes sagen. Sie haben gehört, dass du, HERR, in der Mitte dieses Volkes bist, dass du, HERR, Auge in Auge dich sehen lässt und dass deine Wolke über ihnen steht und du in einer Wolkensäule vor ihnen hergehst bei Tag und in einer Feuersäule bei Nacht.
15 Und wenn du dieses Volk wie einen Mann tötest, werden die Nationen, die die Kunde von dir gehört haben, sagen:
16 Weil der HERR dieses Volk nicht in das Land bringen konnte, das er ihnen zugeschworen hatte, darum hat er sie in der Wüste hingeschlachtet.
17 Und nun möge sich doch die Macht des Herrn groß erweisen, so wie du geredet hast, als du sprachst:
18 `Der HERR ist langsam zum Zorn und groß an Gnade, der Schuld und [Treu]bruch vergibt, aber keineswegs ungestraft lässt, der die Schuld der Väter heimsucht an den Kindern, an der dritten und vierten [Generation].'
19 Vergib doch die Schuld dieses Volkes nach der Größe deiner Gnade und so, wie du diesem Volk vergeben hast von Ägypten an bis hierher!
20 Und der HERR sprach: Ich habe vergeben nach deinem Wort.
21 Jedoch, so wahr ich lebe und von der Herrlichkeit des HERRN die ganze Erde erfüllt werden wird:
22 alle die Männer, die meine Herrlichkeit und meine Zeichen gesehen haben, die ich in Ägypten und in der Wüste getan habe, und mich nun zehnmal geprüft und nicht gehört haben auf meine Stimme,
23 werden das Land nicht sehen, das ich ihren Vätern zugeschworen habe! Alle, die mich verachtet haben, sollen es nicht sehen.
24 Aber meinen Knecht Kaleb - weil ein anderer Geist in ihm war und er mir völlig nachgefolgt ist -, ihn werde ich in das Land bringen, in das er hineingegangen ist; und seine Nachkommen sollen es besitzen.
25 Die Amalekiter aber und die Kanaaniter wohnen in der Ebene. Morgen wendet euch und brecht auf zur Wüste in der Richtung zum Schilfmeer!
26 Und der HERR redete zu Mose und Aaron und sprach:
27 Wie lange [soll es] mit dieser bösen Gemeinde [weitergehen], dass sie gegen mich murrt? Das Murren der Söhne Israel, womit sie gegen mich murren, habe ich gehört.
28 Sage zu ihnen: So wahr ich lebe, spricht der HERR, wenn ich es nicht so mit euch machen werde, wie ihr vor meinen Ohren geredet habt!
29 In dieser Wüste sollen eure Leichen fallen, ja, alle eure Gemusterten nach eurer ganzen Zahl, von zwanzig Jahren an und darüber, die ihr gegen mich gemurrt habt.
30 Niemals sollt ihr in das Land kommen, in dem euch wohnen zu lassen ich meine Hand [zum Schwur] erhoben habe, außer Kaleb, dem Sohn des Jefunne, und Josua, dem Sohn des Nun!
31 Und eure kleinen Kinder, von denen ihr gesagt habt, sie werden zur Beute werden, sie will ich hineinbringen, und sie sollen das Land kennenlernen, das ihr verworfen habt.
32 Ihr aber, eure Leichen sollen in dieser Wüste fallen!
33 Und eure Kinder sollen vierzig Jahre lang in der Wüste Hirten sein und eure Hurereien tragen, bis eure Leiber in der Wüste umkommen.
34 Nach der Zahl der Tage, die ihr das Land ausgekundschaftet habt, vierzig Tage, je einen Tag für ein Jahr, sollt ihr vierzig Jahre lang eure Sünden tragen, und ihr sollt erkennen, was es ist, wenn ich mich abwende!
35 Ich, der HERR, habe es geredet. Wenn ich das nicht tun werde an dieser ganzen bösen Gemeinde, die sich gegen mich zusammengerottet hat! In dieser Wüste sollen sie umkommen, und dort sollen sie sterben!
36 Und die Männer, die Mose ausgesandt hatte, das Land auszukundschaften, und die zurückkehrten und die ganze Gemeinde gegen ihn zum Murren verleitet hatten, indem sie ein böses Gerede über das Land aufbrachten,
37 diese Männer, die ein böses Gerede über das Land aufgebracht hatten, starben durch eine Plage vor dem HERRN.
38 Aber Josua, der Sohn des Nun, und Kaleb, der Sohn des Jefunne, blieben am Leben von jenen Männern, die ausgezogen waren, um das Land auszukundschaften.
39 Und als Mose diese Worte zu allen Söhnen Israel redete, trauerte das Volk sehr.

11.07.1445 BC
Volk Israel / Land Kanaan

Am Morgen macht sich das Volk gegen den Willen Mose' auf und will das Land sofort erobern. Doch die Kämpfer erleben eine Niederlage, nachzulesen im 4. Buch Mose (Numeri) in Kapitel 14 (mit Versangaben):

40 Und sie machten sich am [nächsten] Morgen früh auf, um auf die Höhe des Gebirges hinaufzuziehen, und sagten: Hier sind wir und wollen an den Ort hinaufziehen, von dem der HERR geredet hat; denn wir haben gesündigt.
41 Aber Mose sagte: Warum denn übertretet ihr den Befehl des HERRN [schon wieder]? Es wird [euch] nicht gelingen.
42 Zieht nicht hinauf - denn der HERR ist nicht in eurer Mitte -, damit ihr nicht vor euren Feinden geschlagen werdet!
43 Denn die Amalekiter und die Kanaaniter stehen euch dort gegenüber, und ihr werdet durchs Schwert fallen. Weil ihr euch von der Nachfolge des HERRN abgewandt habt, wird der HERR nicht mit euch sein.
44 Doch sie waren so vermessen, auf die Höhe des Gebirges hinaufzuziehen; aber die Lade des Bundes des HERRN und Mose wichen nicht aus der Mitte des Lagers.
45 Da kamen die Amalekiter und die Kanaaniter, die auf jenem Gebirge wohnten, herab und schlugen und versprengten sie bis nach Horma.

Später wird Mose darüber berichten, nachzulesen im 5. Buch Mose (Deuteronomium) in Kapitel 1 (mit Versangaben):

20 Und ich sagte zu euch: Ihr seid bis zu dem Gebirge der Amoriter gekommen, das der HERR, unser Gott, uns gibt.
21 Siehe, der HERR, dein Gott, hat das Land vor dir dahingegeben. Zieh hinauf, nimm in Besitz, wie der HERR, der Gott deiner Väter, zu dir geredet hat! Fürchte dich nicht und sei nicht niedergeschlagen!
22 Da tratet ihr alle zu mir und sagtet: Lasst uns Männer vor uns hersenden, dass sie das Land für uns erkunden und uns Bericht erstatten über den Weg, auf dem wir hinaufziehen, und über die Städte, zu denen wir kommen sollen!
23 Und die Sache war gut in meinen Augen. Und ich nahm zwölf Männer von euch, je einen Mann für den Stamm.
24 Und sie wandten sich und zogen ins Gebirge hinauf, und sie kamen bis zum Tal Eschkol und kundschafteten es aus.
25 Und sie nahmen von den Früchten des Landes in ihre Hand und brachten [sie] zu uns herab. Und sie erstatteten uns Bericht und sagten: Das Land ist gut, das der HERR, unser Gott, uns gibt.
26 Aber ihr wolltet nicht hinaufziehen und wart widerspenstig gegen den Befehl des HERRN, eures Gottes.
27 Und ihr murrtet in euren Zelten und sagtet: Weil der HERR uns hasst, hat er uns aus dem Land Ägypten herausgeführt, um uns in die Hand der Amoriter zu geben, damit sie uns vernichten.
28 Wohin ziehen wir? Unsere Brüder haben unser Herz verzagt gemacht, indem sie sagten: Ein Volk, größer und höhergewachsen als wir, Städte, groß und bis an den Himmel befestigt, und sogar Enakitersöhne haben wir dort gesehen!
29 Da sagte ich zu euch: Erschreckt nicht und fürchtet euch nicht vor ihnen!
30 Der HERR, euer Gott, der vor euch herzieht, er wird für euch kämpfen nach allem, was er in Ägypten vor euren Augen für euch getan hat,
31 und in der Wüste, wo du gesehen hast, dass der HERR, dein Gott, dich getragen hat, wie ein Mann seinen Sohn trägt, auf dem ganzen Weg, den ihr gezogen seid, bis ihr an diesen Ort kamt.
32 Aber trotzdem hatte niemand von euch Vertrauen in den HERRN, euren Gott,
33 der auf dem Weg vor euch herzog, um euch einen Ort auszusuchen, damit ihr euch lagern konntet: bei Nacht im Feuer, damit ihr auf dem Weg sehen konntet, auf dem ihr zoget, und bei Tag in der Wolke.
34 Der HERR aber hatte den Lärm eurer Reden gehört. Da wurde er zornig und schwor:
35 Wenn irgend jemand unter diesen Männern, [von] dieser bösen Generation, das gute Land sehen wird, das ich euren Vätern zu geben geschworen habe!
36 Nur Kaleb, der Sohn des Jefunne, er soll es sehen, und ihm und seinen Söhnen werde ich das Land geben, das er betreten hat, dafür, dass er ganz und gar hinter dem HERRN [stand]. -
37 Auch gegen mich wurde der HERR zornig euretwegen und sprach: Auch du sollst nicht dort hineinkommen!
38 Josua, der Sohn des Nun, der vor dir steht, er soll dorthin kommen! Ihn stärke, denn er soll es Israel als Erbe austeilen! -
39 Und eure [kleinen] Kinder, von denen ihr sagtet: `Sie werden zur Beute werden!', und eure Söhne, die heute weder Gutes noch Böses kennen, sie sollen dorthin kommen, und ihnen werde ich es geben, und sie sollen es in Besitz nehmen.
40 Ihr aber, wendet euch und brecht auf zur Wüste, auf dem Weg zum Schilfmeer!
41 Da antwortetet ihr und sagtet zu mir: Wir haben gegen den HERRN gesündigt! Wir wollen hinaufziehen und kämpfen nach allem, was der HERR, unser Gott, uns geboten hat. Und ihr gürtetet ein jeder seine Waffen um und hieltet es für ein Leichtes, ins Gebirge hinaufzuziehen.
42 Da sprach der HERR zu mir: Sprich zu ihnen: Zieht nicht hinauf und kämpft nicht, denn ich bin nicht in eurer Mitte; damit ihr nicht vor euren Feinden geschlagen werdet!
43 So redete ich zu euch, aber ihr hörtet nicht. Und ihr wart widerspenstig gegen den Befehl des HERRN und handeltet vermessen und zogt in das Gebirge hinauf.
44 Da zogen die Amoriter aus, die auf jenem Gebirge wohnten, euch entgegen und jagten euch nach, wie es die Bienen tun, und zersprengten euch in Seir bis nach Horma.
45 Und ihr kehrtet zurück und weintet vor dem HERRN. Aber der HERR hörte nicht auf eure Stimme und neigte sein Ohr nicht zu euch. -
46 Und ihr bliebet in Kadesch viele Tage, eben die Zeit, die ihr [dort] bliebet.

Zweite Hälfte 1445 BC
Volk Israel / Land Kanaan

Israel wird etwa ein Jahr in Kadesch bleiben. In dieser Zeit lässt Gott seinem Volk fünf Gesetze übermitteln, die schon im voraus auf die Zeit zielen, wo Israel im Land Kanaan wohnen wird. In dieser Zeit kommt es allerdings zu einem Fall von Sabbatschändung. Mose bekommt die Weisung, was in diesem Falle zu geschehen hat. Nachzulesen im 4. Buch Mose (Numeri) in Kapitel 15 (mit Versangaben):

1 Und der HERR redete zu Mose und sprach:
2 Rede zu den Söhnen Israel und sprich zu ihnen: Wenn ihr in das Land eurer Wohnsitze kommt, das ich euch geben werde,
3 und ihr dem HERRN ein Feueropfer opfert, ein Brandopfer oder ein Schlachtopfer, um ein Gelübde zu erfüllen oder als freiwillige Gabe oder an euren Festen, um dem HERRN einen wohlgefälligen Geruch zu bereiten von Rindern oder Schafen:
4 dann soll der, der dem HERRN seine Gabe darbringt, als Speisopfer darbringen ein Zehntel Weizengrieß, gemengt mit einem viertel Hin Öl;
5 und als Trankopfer sollst du ein viertel Hin Wein opfern zu dem Brandopfer oder zu dem Schlachtopfer, bei jedem Schaf.
6 Oder bei einem Widder sollst du als Speisopfer zwei Zehntel Weizengrieß opfern, gemengt mit einem Drittel Hin Öl;
7 und als Trankopfer sollst du ein Drittel Hin Wein darbringen: ein wohlgefälliger Geruch für den HERRN.
8 Und wenn du ein junges Rind als Brandopfer oder als Schlachtopfer opferst, um ein Gelübde zu erfüllen, oder als Heilsopfer für den HERRN,
9 dann soll man zu dem jungen Rind als Speisopfer drei Zehntel Weizengrieß darbringen, gemengt mit einem halben Hin Öl;
10 und als Trankopfer sollst du ein halbes Hin Wein darbringen: ein Feueropfer von wohlgefälligem Geruch für den HERRN.
11 So soll es gemacht werden bei jedem Rind oder bei jedem Widder oder bei jedem Schaf oder bei jeder Ziege;
12 nach der Zahl, die ihr opfert, sollt ihr so bei einem jeden machen nach ihrer Zahl.
13 Jeder Einheimische soll das so tun, wenn er ein Feueropfer von wohlgefälligem Geruch dem HERRN darbringt.
14 Und wenn ein Fremder bei euch wohnt oder wer in eurer Mitte ist bei euren [künftigen] Generationen und er opfert dem HERRN ein Feueropfer von wohlgefälligem Geruch, dann soll er es ebenso tun, wie ihr es tut.
15 In der Versammlung soll ein [und dieselbe] Ordnung [gelten] für euch und für den Fremden, der [bei euch] wohnt, eine ewige Ordnung für eure Generationen: wie ihr, so soll der Fremde sein vor dem HERRN.
16 Ein [und dasselbe] Gesetz und ein [und dasselbe] Recht soll für euch [gelten] und für den Fremden, der bei euch wohnt.
17 Und der HERR redete zu Mose und sprach:
18 Rede zu den Söhnen Israel und sage zu ihnen: Wenn ihr in das Land kommt, in das ich euch bringen werde,
19 dann soll es geschehen, wenn ihr von dem Brot des Landes esst, dann sollt ihr dem HERRN ein Hebopfer abheben:
20 als Erstling eures Schrotmehls sollt ihr einen Kuchen als Hebopfer abheben; wie das Hebopfer der Tenne, so sollt ihr dieses abheben.
21 Von dem Erstling eures Schrotmehls sollt ihr dem HERRN ein Hebopfer geben in [allen] euren [künftigen] Generationen.
22 Und wenn ihr aus Versehen sündigt und nicht alle diese Gebote tut, die der HERR zu Mose geredet hat,
23 alles, was der HERR für euch durch Mose aufgetragen hat von dem Tag an, als der HERR Gebote gab, und weiterhin für eure Generationen,
24 dann soll es geschehen, wenn es vor den Augen der Gemeinde verborgen, aus Versehen geschehen ist, dann soll die ganze Gemeinde einen Jungstier als Brandopfer opfern zum wohlgefälligen Geruch dem HERRN, samt seinem Speisopfer und seinem Trankopfer, nach der Vorschrift, und einen Ziegenbock als Sündopfer.
25 Und der Priester soll Sühnung erwirken für die ganze Gemeinde der Söhne Israel, und es wird ihnen vergeben werden; denn es war ein Versehen, und sie haben ihre Opfergabe, ein Feueropfer für den HERRN, und ihr Sündopfer vor den HERRN gebracht wegen ihrer Sünde aus Versehen.
26 Und es wird der ganzen Gemeinde der Söhne Israel vergeben werden und dem Fremden, der in ihrer Mitte wohnt; denn dem ganzen Volk [geschah es] aus Versehen.
27 Und wenn eine einzelne Person aus Versehen sündigt, dann soll sie eine einjährige Ziege als Sündopfer darbringen.
28 Und der Priester soll Sühnung erwirken für die Person, die sich versehentlich vergangen hat durch eine Sünde aus Versehen vor dem HERRN, um Sühnung für sie zu erwirken; und es wird ihr vergeben werden.
29 Für den Einheimischen unter den Söhnen Israel und für den Fremden, der in ihrer Mitte wohnt, sollt ihr ein [und dasselbe] Gesetz haben für den, der aus Versehen etwas tut.
30 Aber die Person, die mit erhobener Hand handelt, von den Einheimischen und von den Fremden, die lästert den HERRN; und diese Person soll ausgerottet werden aus der Mitte ihres Volkes,
31 denn das Wort des HERRN hat sie verachtet und sein Gebot aufgehoben; diese Person soll unbedingt ausgerottet werden: ihre Schuld ist auf ihr.
32 Und als die Söhne Israel in der Wüste waren, da fanden sie einen Mann, der am Sabbattag Holz auflas.
33 Und die ihn gefunden hatten, wie er Holz auflas, brachten ihn zu Mose und zu Aaron und zu der ganzen Gemeinde.
34 Und sie legten ihn in Gewahrsam, denn es war nicht genau bestimmt, was mit ihm getan werden sollte.
35 Da sprach der HERR zu Mose: Der Mann soll unbedingt getötet werden; die ganze Gemeinde soll ihn außerhalb des Lagers steinigen.
36 Da führte ihn die ganze Gemeinde vor das Lager hinaus, und sie steinigten ihn, dass er starb, so wie der HERR dem Mose geboten hatte.
37 Und der HERR sprach zu Mose:
38 Rede zu den Söhnen Israel und sage zu ihnen, dass sie sich eine Quaste an den Zipfeln ihrer Oberkleider machen sollen für [alle] ihre [künftigen] Generationen und dass sie an die Quaste des Zipfels eine Schnur aus violettem Purpur setzen sollen.
39 Und das soll euch zur [Merk]quaste werden, und ihr sollt sie ansehen und dabei an alle Gebote des HERRN denken und sie tun, und ihr sollt nicht eurem Herzen und euren Augen nachfolgen, deren Gelüsten ihr nachhurt,
40 damit ihr an alle meine Gebote denkt und sie tut und heilig seid eurem Gott.
41 Ich bin der HERR, euer Gott, der ich euch aus dem Land Ägypten herausgeführt habe, um euer Gott zu sein; ich bin der HERR, euer Gott.

1444 BC
Volk Israel / Land Kanaan

Unter der Führung von Korach kommt es im Volk Israel zu einem weiteren gefährlichen Aufstand gegen Mose und Aaron. Die Anhänger Korachs, etwa 250 führende Männer Israels, unter denen auch Datan und Abiram sind, wollen das aaronitische Priestertum abschaffen. Es stellt sich heraus, dass fast das ganze Volk hinter ihnen steht. Mose' erste Reaktion ist das Gebet. Dann wendet er sich zunächst Korach und seinen levitischen Anhängern zu und sagt, dass am Opfer des nächsten Tages die Entscheidung fallen solle. Er ruft die Rubeniten Datan und Abiram zu sich, aber die weigern sich zu kommen. Als Korach und seine engsten Anhänger tags darauf vor Mose erscheinen, kann Mose die Vernichtung des ganzen Volkes Israel durch seine Fürbitte bei Gott aufhalten. Mose befiehlt zusammen mit den Ältesten Israels der ganzen Versammlung, sich aus der Umgebung der Zelte Korachs, Datans und Abirams zu entfernen und kündigt ein schreckliches Gericht über die Rebellen an. Kurs darauf spaltet sich der Boden unter ihnen und verschlingt die Anführer zusammen mit ihren Familien und mit ihrem Besitz. Gleichzeitig werden die 250 Männer, die das Rauchopfer dargebracht haben, durch ein von Gott gesandtes Feuer vernichtet. Am nächsten Tag müssen sich Aaron und Mose erneut dem Volk stellen, das ihnen vorwirft, ihre Brüder getötet zu haben. Nun erscheint die Herrlichkeit Gottes. Mose und Aaron gehen zum Zelt und wieder steht die Existenz des ganzen Volkes auf dem Spiel. Aaron muss schnellstens Sühne für das Volk erwirken, aber dennoch sterben noch einmal 14.700 Menschen. Gott stellt noch einmal klar dar, wer ihm als Priester dienen darf und wer nicht. Zwölf Stäbe mit den Namen der zwölf Stämme sollen vor dem Bundesgesetz niedergelegt werden. Der Stab, der über Nacht zum Blühen kommt, soll die Entscheidung bringen. Es ist der Stab Aarons. Nun bekommen alle Israeliten Todesangst. Nachzulesen im 4. Buch Mose Kapitel 16 und 17 (mit Versangaben):

1 Und Korach, der Sohn Jizhars, des Sohnes Kehats, des Sohnes Levis, unternahm es und [mit ihm] Datan und Abiram, die Söhne Eliabs, und On, der Sohn Pelets, die Söhne Rubens,
2 und sie erhoben sich gegen Mose mit 250 Männern von den Söhnen Israel, Fürsten der Gemeinde, Berufene der Zusammenkunft, namhafte Männer.
3 Und sie versammelten sich gegen Mose und gegen Aaron und sagten zu ihnen: Genug mit euch! Denn die ganze Gemeinde, sie alle sind heilig, und der HERR ist in ihrer Mitte. Warum erhebt ihr euch über die Versammlung des HERRN?
4 Als Mose das hörte, fiel er auf sein Angesicht.
5 Und er redete zu Korach und zu seiner ganzen Rotte und sagte: Morgen wird der HERR erkennen lassen, wer ihm gehört, wer der Heilige ist, dass er ihn zu sich nahen lasse; und wen er erwählt, den wird er zu sich nahen lassen.
6 Tut dies: Nehmt euch Feuerbecken, Korach und seine ganze Rotte,
7 und tut morgen Feuer hinein und legt Räucherwerk darauf vor dem HERRN! Und es soll geschehen, der Mann, den der HERR erwählen wird, der sei der Heilige. Genug mit euch, ihr Söhne Levis!
8 Und Mose sprach zu Korach: Hört doch, ihr Söhne Levis!
9 Ist es euch zu wenig, dass der Gott Israels euch aus der Gemeinde Israel ausgesondert hat, um euch zu sich nahen zu lassen, damit ihr den Dienst [an] der Wohnung des HERRN ausübt und vor der Gemeinde steht, um ihr zu dienen,
10 dass er dich und alle deine Brüder, die Söhne Levis, mit dir hat herzunahen lassen? Und ihr trachtet auch [noch] nach dem Priesteramt!
11 Darum seid ihr es, die sich zusammenrotten, du und deine ganze Rotte, gegen den HERRN! Denn Aaron, was ist er, dass ihr gegen ihn murrt?
12 Und Mose sandte hin, um Datan und Abiram, die Söhne Eliabs, zu rufen. Aber sie sagten: Wir kommen nicht hinauf!
13 Ist es zu wenig, dass du uns aus einem Land, das von Milch und Honig überfließt, heraufgeführt hast, um uns in der Wüste sterben zu lassen? Willst du dich auch noch zum Herrscher über uns aufwerfen?
14 Du hast uns keineswegs in ein Land gebracht, das von Milch und Honig überfließt, noch uns Äcker und Weinberge als Erbteil gegeben! Willst du diesen Leuten [etwa] die Augen ausstechen? Wir kommen nicht hinauf!
15 Da wurde Mose sehr zornig und sprach zu dem HERRN: Wende dich nicht zu ihrer Opfergabe! Nicht einen [einzigen] Esel habe ich von ihnen genommen und keinem einzigen unter ihnen ein Leid getan.
16 Und Mose sagte zu Korach: Du und deine ganze Rotte, ihr sollt morgen vor dem HERRN erscheinen, du und sie und Aaron!
17 Und nehmt jeder sein Feuerbecken und legt Räucherwerk darauf, und bringt jeder sein Feuerbecken dar vor dem HERRN, 250 Feuerbecken, du und Aaron, jeder sein Feuerbecken!
18 Und sie nahmen jeder sein Feuerbecken und taten Feuer darauf und legten Räucherwerk darauf; und sie traten hin an den Eingang des Zeltes der Begegnung, auch Mose und Aaron.
19 Und Korach versammelte gegen sie die ganze Gemeinde an den Eingang des Zeltes der Begegnung. Da erschien die Herrlichkeit des HERRN vor der ganzen Gemeinde.
20 Und der HERR redete zu Mose und zu Aaron und sprach:
21 Sondert euch ab aus der Mitte dieser Gemeinde, ich will sie in einem Augenblick vernichten!
22 Und sie fielen auf ihr Angesicht und sagten: Gott, du Gott des Lebensgeistes allen Fleisches! Ein einziger Mann sündigt, und du willst der ganzen Gemeinde zürnen?
23 Und der HERR redete zu Mose und sprach:
24 Rede zur Gemeinde und sprich: Entfernt euch ringsum von der Wohnung Korachs, Datans und Abirams!
25 Da stand Mose auf und ging zu Datan und Abiram, und ihm nach gingen die Ältesten Israels.
26 Und er redete zu der Gemeinde und sprach: Weicht doch von den Zelten dieser gottlosen Männer, und rührt nichts an, was ihnen gehört, damit ihr nicht weggerafft werdet in allen ihren Sünden!
27 Und sie entfernten sich ringsum von der Wohnung Korachs, Datans und Abirams. Und Datan und Abiram traten heraus und standen am Eingang ihrer Zelte mit ihren Frauen und ihren Söhnen und ihren kleinen Kindern.
28 Und Mose sagte: Daran sollt ihr erkennen, dass der HERR mich gesandt hat, um alle diese Taten zu tun, dass ich [also] nicht aus meinem Herzen gehandelt habe:
29 Wenn diese sterben, wie alle Menschen sterben, und mit der Heimsuchung aller Menschen heimgesucht werden, dann hat der HERR mich nicht gesandt;
30 wenn aber der HERR ein Neues schafft und der Erdboden seinen Mund öffnet und sie verschlingt mit allem, was ihnen angehört, und sie lebendig in den Scheol hinabfahren, dann werdet ihr erkennen, dass diese Männer den HERRN verachtet haben. -
31 Und es geschah, als er alle diese Worte ausgeredet hatte, da spaltete sich der Erdboden, der unter ihnen war,
32 und die Erde öffnete ihren Mund und verschlang sie und ihre Familien und alle Menschen, die Korach angehörten, und [ihren] ganzen Besitz.
33 Und sie fuhren, sie und alles, was ihnen gehörte, lebendig in den Scheol hinab; und die Erde bedeckte sie, und sie wurden mitten aus der Versammlung weggerafft.
34 Und ganz Israel, das um sie herum war, floh bei ihrem Geschrei; denn sie sagten: Dass uns die Erde nicht verschlinge!
35 Und Feuer ging aus von dem HERRN und fraß die 250 Männer, die das Räucherwerk dargebracht hatten.
36 \17:1\ Und der HERR redete zu Mose und sprach:
37 \17:2\Sage zu Eleasar, dem Sohn Aarons, dem Priester, dass er die Feuerbecken aus der Brandstätte heraushebe - und streue das Feuer hinweg -, denn sie sind heilig!
38 \17:3\Die Feuerbecken dieser [Männer], die durch ihre Sünden ihr Leben verloren haben, man mache daraus breitgehämmerte Bleche zum Überzug für den Altar! Denn sie haben sie vor dem HERRN dargebracht, und so sind sie heilig; und sie sollen den Söhnen Israel zum Zeichen sein.
39 \17:4\Und der Priester Eleasar nahm die bronzenen Feuerbecken, die die Verbrannten herbeigebracht hatten, und man hämmerte sie breit zum Überzug für den Altar
40 \17:5\- als eine Erinnerung für die Söhne Israel, damit kein Fremder, der nicht von den Nachkommen Aarons ist, herzunaht, um Räucherwerk vor dem HERRN in Rauch aufgehen zu lassen, und es ihm nicht ergeht wie Korach und seiner Rotte -, wie der HERR durch Mose zu ihm geredet hatte.
41 \17:6\ Und die ganze Gemeinde der Söhne Israel murrte am andern Morgen gegen Mose und gegen Aaron und sagte: Ihr habt das Volk des HERRN getötet!
42 \17:7\Und es geschah, als die Gemeinde sich gegen Mose und gegen Aaron versammelte, da wandten sie sich zum Zelt der Begegnung, und siehe, die Wolke bedeckte es, und die Herrlichkeit des HERRN erschien.
43 \17:8\Da kamen Mose und Aaron vor das Zelt der Begegnung.
44 \17:9\Und der HERR redete zu Mose und sprach:
45 \17:10\Entfernt euch aus der Mitte dieser Gemeinde, und ich will sie vernichten in einem Augenblick! Da fielen sie auf ihr Angesicht.
46 \17:11\Und Mose sagte zu Aaron: Nimm das Feuerbecken und tu Feuer vom Altar darauf und lege Räucherwerk auf, und bringe es schnell zur Gemeinde und erwirke Sühnung für sie! Denn der Zorn ist von dem HERRN ausgegangen, die Plage hat begonnen.
47 \17:12\Und Aaron nahm [das Feuerbecken], wie Mose gesagt hatte, und lief mitten in die Versammlung hinein, und siehe, die Plage hatte unter dem Volk begonnen; und er legte das Räucherwerk auf und erwirkte Sühnung für das Volk.
48 \17:13\Und er stand zwischen den Toten und den Lebenden. Da wurde der Plage gewehrt.
49 \17:14\Und [die Zahl] derer, die an der Plage starben, betrug 14 700 außer denen, die Korachs wegen gestorben waren.
50 \17:15\Und Aaron kam wieder zu Mose an den Eingang des Zeltes der Begegnung, als der Plage gewehrt war.
Kapitel 17
1 \17:16\ Und der HERR redete zu Mose und sprach:
2 \17:17\Rede zu den Söhnen Israel und nimm von ihnen je einen Stab für ein Vaterhaus von allen ihren Fürsten, nach ihren Vaterhäusern, [zusammen] zwölf Stäbe! Du sollst den Namen eines jeden auf seinen Stab schreiben.
3 \17:18\Und den Namen Aaron sollst du auf den Stab Levis schreiben; denn [nur je] ein Stab ist für jedes Haupt ihrer Vaterhäuser da.
4 \17:19\Und du sollst sie in das Zelt der Begegnung vor das Zeugnis niederlegen, wo ich euch begegne.
5 \17:20\Und es wird geschehen: der Mann, den ich erwählen werde, dessen Stab wird sprossen; und so werde ich vor mir das Murren der Söhne Israel zum Schweigen bringen, mit dem sie gegen euch murren.
6 \17:21\ Und Mose redete zu den Söhnen Israel, und alle ihre Fürsten gaben ihm je einen Stab für einen Fürsten, nach ihren Vaterhäusern, zwölf Stäbe; und der Stab Aarons war unter ihren Stäben.
7 \17:22\Und Mose legte die Stäbe vor dem HERRN nieder in das Zelt des Zeugnisses.
8 \17:23\Und es geschah am anderen Morgen, als Mose in das Zelt des Zeugnisses hineinging, siehe, da hatte der Stab Aarons vom Haus Levi gesprosst: er hatte Knospen hervorgebracht und Blüten getrieben und Mandeln reifen lassen.
9 \17:24\Und Mose brachte alle Stäbe von [der Stelle] vor dem HERRN zu allen Söhnen Israel hinaus. Und sie sahen sie und nahmen jeder seinen Stab.
10 \17:25\Und der HERR sprach zu Mose: Bring den Stab Aarons vor das Zeugnis zurück, um ihn als ein Zeichen für die Widerspenstigen aufzubewahren, damit du ihrem Murren vor mir ein Ende machst und sie nicht sterben!
11 \17:26\Und Mose tat das. Wie der HERR ihm geboten hatte, so tat er es.
12 \17:27\ Und die Söhne Israel sagten zu Mose: Siehe, wir vergehen, wir kommen um, wir alle kommen um.
13 \17:28\Jeder, der irgend der Wohnung des HERRN naht, der stirbt. Sollen wir denn ganz und gar vergehen?

Jahwe, der Gott Israels, gibt dem Hohenpriester Aaron Anweisungen über die Priesterschaft, ihren Dienst, ihr Einkommen und ihre Verantwortung zur Reinhaltung des Volkes Gottes. Nachzulesen im 4. Buch Mose (Numeri) in Kapitel 18 und 19 (mit Versangaben):

1 Und der HERR sprach zu Aaron: Du und deine Söhne und das Haus deines Vaters mit dir, ihr sollt die Schuld am Heiligtum tragen; und du und deine Söhne mit dir, ihr sollt die Schuld in eurem Priesteramt tragen.
2 Und auch deine Brüder, den Stamm Levi, den Stamm deines Vaters, lass mit dir herzunahen, dass sie sich dir anschließen und dir dienen; du aber und deine Söhne mit dir, [ihr sollt] vor dem Zelt des Zeugnisses sein.
3 Und sie sollen deinen Dienst verrichten und den Dienst am ganzen Zelt; nur den Geräten des Heiligtums und dem Altar sollen sie nicht nahen, damit sie nicht sterben, sowohl sie als auch ihr.
4 Und sie sollen sich dir anschließen und den Dienst am Zelt der Begegnung verrichten nach aller Arbeit für das Zelt; aber kein Fremder soll euch nahen.
5 Und ihr sollt den Dienst am Heiligtum und den Dienst am Altar verrichten, damit kein Zorn mehr über die Söhne Israel kommt.
6 Und ich, siehe, ich habe eure Brüder, die Leviten, aus der Mitte der Söhne Israel herausgenommen; euch als Geschenk sind sie dem HERRN gegeben, die Arbeit für das Zelt der Begegnung zu verrichten.
7 Du aber und deine Söhne mit dir, ihr sollt euer Priesteramt versehen in allem, was den Altar betrifft, und innerhalb des Vorhangs und so die Arbeit tun; als eine geschenkte Aufgabe gebe ich euch das Priesteramt. Der Fremde aber, der sich nähert, soll getötet werden.
8 Und der HERR redete zu Aaron: Und ich, siehe, ich habe dir den Dienst meiner Hebopfer gegeben. Von allen heiligen Gaben der Söhne Israel habe ich sie dir und deinen Söhnen gegeben als Anteil, als eine ewige Ordnung.
9 Dies soll dir gehören von dem Hochheiligen, [alles,] was nicht verbrannt wird: alle ihre Gaben an allen ihren Speisopfern und an allen ihren Sündopfern und an allen ihren Schuldopfern, die sie mir darbringen, als ein Hochheiliges soll es dir und deinen Söhnen gehören.
10 An einem hochheiligen [Ort] sollst du es essen, jede männliche [Person] darf es essen; es soll dir heilig sein.
11 Und dies soll dir gehören: die Hebopfer ihrer Gaben an allen Schwingopfern der Söhne Israel; dir und deinen Söhnen und deinen Töchtern bei dir habe ich sie gegeben als eine ewige Ordnung; jeder Reine in deinem Hause darf es essen.
12 Alles Beste vom Öl und alles Beste vom Most und Getreide, ihre Erstlinge, die sie dem HERRN geben, dir habe ich sie gegeben.
13 Die ersten Früchte von allem, was in ihrem Land [wächst,] die sie dem HERRN bringen, sollen dir gehören; jeder Reine in deinem Hause darf davon essen.
14 Alles Gebannte in Israel soll dir gehören.
15 Alles, was [zuerst] den Mutterschoß durchbricht, von allem Fleisch, das sie dem HERRN darbringen an Menschen und an Vieh, soll dir gehören; nur sollst du unbedingt den Erstgeborenen vom Menschen auslösen, und [auch] das Erstgeborene vom unreinen Vieh sollst du auslösen.
16 Und die zu Lösenden unter ihnen sollst du [im Alter] von einem Monat auslösen, nach deiner Einschätzung mit fünf Schekel Silber nach dem Schekel des Heiligtums, der zwanzig Gera beträgt.
17 Aber das Erstgeborene vom Rind oder das Erstgeborene von den Schafen oder das Erstgeborene von den Ziegen sollst du nicht auslösen; sie sind heilig. Ihr Blut sollst du an den Altar sprengen, und ihr Fett sollst du als Feueropfer in Rauch aufgehen lassen zum wohlgefälligen Geruch für den HERRN.
18 Und ihr Fleisch soll dir gehören; wie die Brust des Schwingopfers und die rechte Keule soll es dir gehören.
19 Alle Hebopfer der heiligen Gaben, die die Söhne Israel dem HERRN abheben, habe ich dir gegeben und deinen Söhnen und deinen Töchtern mit dir, als eine ewige Ordnung; es ist ein ewiger Salzbund vor dem HERRN für dich und für deine Nachkommen mit dir.
20 Und der HERR sprach zu Aaron: In ihrem Land sollst du nichts erben und sollst keinen Anteil in ihrer Mitte haben; ich bin dein Anteil und dein Erbe inmitten der Söhne Israel.
21 Und siehe, den Söhnen Levi habe ich den gesamten Zehnten in Israel zum Erbteil gegeben für ihre Arbeit, die sie verrichten, die Arbeit für das Zelt der Begegnung.
22 Und die Söhne Israel sollen nicht mehr dem Zelt der Begegnung nahen, sonst laden sie Sünde auf sich und müssen sterben;
23 die Leviten sollen vielmehr die Arbeit am Zelt der Begegnung verrichten, und sie allein sollen ihre Schuld tragen: eine ewige Ordnung für [alle] eure Generationen. Aber inmitten der Söhne Israel sollen sie kein Erbteil besitzen;
24 denn den Zehnten der Söhne Israel, den sie dem HERRN als Hebopfer abheben, habe ich den Leviten zum Erbteil gegeben; darum habe ich von ihnen gesagt, dass sie inmitten der Söhne Israel kein Erbteil besitzen sollen.
25 Und der HERR redete zu Mose und sprach:
26 Und zu den Leviten sollst du reden und zu ihnen sagen: Wenn ihr von den Söhnen Israel den Zehnten nehmt, den ich euch von ihnen als euer Erbteil gegeben habe, dann sollt ihr davon ein Hebopfer für den HERRN abheben, den Zehnten von dem Zehnten.
27 Und euer Hebopfer wird euch angerechnet werden wie das Getreide von der Tenne und wie die Fülle von der Kelterkufe.
28 So sollt auch ihr ein Hebopfer für den HERRN abheben von allen euren Zehnten, das ihr von den Söhnen Israel nehmt, und davon das Hebopfer für den HERRN Aaron, dem Priester, geben.
29 Von allem euch Gegebenen sollt ihr alle Hebopfer des HERRN abheben, von allem Besten davon als heilige [Gabe].
30 Und du sollst zu ihnen sagen: Wenn ihr das Beste davon abhebt, dann soll es den Leviten angerechnet werden wie der Ertrag der Tenne und wie der Ertrag der Kelterkufe.
31 Und ihr dürft ihn essen an jedem Ort, ihr und euer Haus; denn das ist euer Lohn für eure Arbeit am Zelt der Begegnung.
32 Und ihr werdet deshalb keine Sünde auf euch laden, wenn ihr das Beste davon abhebt, und werdet die heiligen Gaben der Söhne Israel nicht entweihen und nicht sterben.
Kapitel 19
1 Und der HERR redete zu Mose und zu Aaron und sprach:
2 Dies ist die Ordnung des Gesetzes, das der HERR geboten hat, indem er sprach: Rede zu den Söhnen Israel, dass sie dir eine rote junge Kuh bringen, ohne Fehler, an der kein Makel ist, auf die [noch] kein Joch gekommen ist;
3 und ihr sollt sie dem Priester Eleasar übergeben, und er soll sie vor das Lager hinausführen, und man soll sie vor ihm schlachten.
4 Und der Priester Eleasar nehme [etwas] von ihrem Blut mit seinem Finger und sprenge von ihrem Blut siebenmal gegen die Vorderseite des Zeltes der Begegnung hin.
5 Und man soll die junge Kuh vor seinen Augen verbrennen: ihre Haut und ihr Fleisch und ihr Blut samt ihrem Mageninhalt soll man verbrennen.
6 Und der Priester soll Zedernholz und Ysop und Karmesin nehmen und es mitten in den Brand der jungen Kuh werfen.
7 Und der Priester soll seine Kleider waschen und sein Fleisch im Wasser baden, und danach soll er in das Lager [zurück]gehen; und der Priester wird unrein sein bis zum Abend.
8 Und der sie verbrennt, soll seine Kleider mit Wasser waschen und sein Fleisch im Wasser baden, und er wird unrein sein bis zum Abend.
9 Und ein reiner Mann soll die Asche der jungen Kuh einsammeln und sie außerhalb des Lagers an einen reinen Ort schütten, und sie soll für die Gemeinde der Söhne Israel aufbewahrt werden für das Wasser der Reinigung; es ist eine Entsündigung.
10 Und der die Asche der jungen Kuh eingesammelt hat, soll seine Kleider waschen, und er wird unrein sein bis zum Abend. Und es soll den Söhnen Israel und dem Fremden, der in ihrer Mitte weilt, zur ewigen Ordnung sein.
11 Wer einen Toten berührt, die Leiche irgendeines Menschen, der wird sieben Tage unrein sein.
12 Dieser soll sich am dritten Tag damit entsündigen, und am siebten Tag wird er rein sein; und wenn er sich nicht entsündigt am dritten Tag, dann wird er am siebten Tag nicht rein sein.
13 Jeder, der einen Toten berührt, die Leiche eines Menschen, der gestorben ist, und sich nicht entsündigt, hat die Wohnung des HERRN unrein gemacht; und diese Seele soll ausgerottet werden aus Israel. Weil das Wasser der Reinigung nicht auf ihn gesprengt wurde, ist er unrein; seine Unreinheit ist noch an ihm.
14 Dies ist das Gesetz, wenn ein Mensch in einem Zelt stirbt: Jeder, der in das Zelt geht, ud jeder, der in dem Zelt ist, wird sieben Tage unrein sein.
15 Und jedes offene Gefäß, auf dem kein festgebundener Deckel ist, wird unrein sein. -
16 Und jeder, der auf freiem Feld einen mit dem Schwert Erschlagenen oder einen Verstorbenen oder die Knochen eines Menschen oder ein Grab berührt, wird sieben Tage unrein sein.
17 Und man soll für den Unreinen [etwas] von dem Staub des zur Entsündigung Verbrannten nehmen und lebendiges Wasser darauf in ein Gefäß geben;
18 und ein reiner Mann soll ein Ysop[büschel] nehmen und es in das Wasser eintauchen und soll [etwas] auf das Zelt sprengen und auf alle Gefäße und auf die Personen, die dort sind, und auf den, der die Knochen oder den Erschlagenen oder den Verstorbenen oder das Grab berührt hat.
19 Und zwar soll der Reine den Unreinen am dritten Tag und am siebten Tag besprengen und ihn am siebten Tag entsündigen; und er soll seine Kleider waschen und sich im Wasser baden, und am Abend wird er rein sein. -
20 Und wenn jemand unrein wird und sich nicht entsündigt, dann soll diese Seele ausgerottet werden aus der Mitte der Versammlung; denn er hat das Heiligtum des HERRN unrein gemacht: das Wasser der Reinigung ist nicht auf ihn gesprengt worden, er ist unrein.
21 Das soll ihnen zur ewigen Ordnung sein. Und wer das Wasser der Reinigung sprengt, soll seine Kleider waschen; und wer das Wasser der Reinigung berührt, wird unrein sein bis zum Abend.
22 Und alles, was der Unreine berührt, wird unrein sein; und wer ihn berührt, wird unrein sein bis zum Abend.

1440 BC
Volk Israel / Land Kanaan

Mose vollendet zunächst sein zweites Buch, nachdem er schon vorher einen Schreibbefehl von Gott erhielt, das Buch "Exodus" zu schreiben, das die Unterdrückung des Volkes Israel in Ägypten, die er ja selbst miterlebt hatte, und die Zeit bis zum Bau und zur Aufrichtung des Heiligen Zeltes zum Thema hat. Außerdem beendet er sein drittes Buch, "Leviticus", das nur einen Zeitraum von wenigen Tagen im Jahre 1445 beinhaltet. Das Volk Israel ist weiterhin auf seinem Weg durch die Wüste ins "Gelobte Land".

01.04.1407 BC
Volk Israel / Land Kanaan

37 Jahre nach dem Aufbruch von Kadesch-Barnea befindet sich Israel zum zweiten Mal an diesem Ort an der Grenze des verheißenen Landes. Dort stirbt Mirjam, die Schwester von Mose und Aaron. Wegen Wassermangels kommt es erneut zu einem Aufruhr, bei dem sich Mose und Aaron von ihrem eigenen Ärger bestimmen lassen, was dazu führt, dass sie selbst nicht ins verheißene Land gehen dürfen. Mose entsendet eine Delegation zu den Edomitern mit der Bitte, Israel einen friedlichen Durchzug zu erlauben, was diese jedoch verweigern. Nachzulesen im 4. Buch Mose (Numeri) in Kapitel 20 (mit Versangaben):

1 Und die Söhne Israel, die ganze Gemeinde, kamen in die Wüste Zin im ersten Monat; und das Volk blieb in Kadesch; und Mirjam starb dort und wurde dort begraben.
2 Und es war kein Wasser da für die Gemeinde; da versammelten sie sich gegen Mose und gegen Aaron.
3 Und das Volk haderte mit Mose, und sie sagten: Wären wir doch umgekommen, als unsere Brüder vor dem HERRN umkamen!
4 Und warum habt ihr die Versammlung des HERRN in diese Wüste gebracht, damit wir in ihr sterben, wir und unser Vieh?
5 Und warum habt ihr uns aus Ägypten heraufgeführt, um uns an diesen bösen Ort zu bringen? Es ist nicht ein Ort für Saat und für Feigenbäume und Weinstöcke und Granatbäume, auch ist kein Wasser da zum Trinken.
6 Und Mose und Aaron gingen von der Versammlung fort zum Eingang des Zeltes der Begegnung und fielen auf ihr Angesicht nieder; und die Herrlichkeit des HERRN erschien ihnen.
7 Und der HERR redete zu Mose und sprach:
8 Nimm den Stab und versammle die Gemeinde, du und dein Bruder Aaron, und redet vor ihren Augen zu dem Felsen! Dann wird er sein Wasser geben; und du wirst ihnen Wasser aus dem Felsen hervorbringen und die Gemeinde tränken und ihr Vieh.
9 Und Mose nahm den Stab [von dem Ort] vor dem HERRN, wie er ihm geboten hatte.
10 Und Mose und Aaron versammelten die Versammlung vor dem Felsen; und er sagte zu ihnen: Hört doch, ihr Widerspenstigen! Werden wir für euch Wasser aus diesem Felsen hervorbringen?
11 Und Mose erhob seine Hand und schlug den Felsen mit seinem Stab zweimal; da kam viel Wasser heraus, und die Gemeinde trank und ihr Vieh.
12 Da sprach der HERR zu Mose und zu Aaron: Weil ihr mir nicht geglaubt habt, mich vor den Augen der Söhne Israel zu heiligen, darum sollt ihr diese Versammlung nicht in das Land bringen, das ich ihnen gegeben habe.
13 Das ist das Wasser von Meriba, wo die Söhne Israel mit dem HERRN haderten und er sich an ihnen heilig erwies.
14 Und Mose sandte Boten von Kadesch aus an den König von Edom: So spricht dein Bruder Israel: Du kennst all die Mühsal, die uns betroffen hat:
15 Unsere Väter zogen nach Ägypten hinab, und wir haben eine lange Zeit in Ägypten gewohnt; und die Ägypter behandelten uns und unsere Väter schlecht.
16 Da schrieen wir zu dem HERRN, und er hat unsere Stimme gehört und einen Engel gesandt und uns aus Ägypten herausgeführt; und siehe, wir sind in Kadesch, einer Stadt am Rand deines Gebiets.
17 Lass uns doch durch dein Land ziehen! Wir wollen nicht durch die Äcker und durch die Weinberge ziehen und wollen kein Wasser aus den Brunnen trinken; auf der Straße des Königs wollen wir gehen [und] nicht abbiegen zur Rechten oder zur Linken, bis wir durch dein Gebiet gezogen sind.
18 Aber Edom sagte zu ihm: Du darfst nicht bei mir durchziehen, sonst ziehe ich dir mit dem Schwert entgegen.
19 Und die Söhne Israel sagten zu ihm: Auf der Landstraße wollen wir hinaufziehen; und wenn wir von deinem Wasser trinken, ich und mein Vieh, dann will ich den Preis dafür bezahlen. Nur will ich zu Fuß hindurchziehen, weiter nichts.
20 Und er sagte: Du darfst nicht hindurchziehen! Und Edom zog aus, ihm entgegen, mit zahlreichem Volk und mit starker Hand.
21 Und so weigerte sich Edom, Israel zu gestatten, durch sein Gebiet zu ziehen; und Israel bog ab.

01.08.1407 BC
Land Kanaan

Der Hohepriester Aaron, Bruder des Mose, stirbt am Berg Hor an der Grenze Edoms im Alter von 123 Jahren. Sein Sohn Eleasar wird neuer Hohepriester. Israel wird Aarons Tod 30 Tage lang betrauern. Nachzulesen im 4. Buch Mose (Numeri) Kapitel 20 und 33 (mit Versangaben):

22 Und sie brachen auf von Kadesch; und die Söhne Israel, die ganze Gemeinde, kamen an den Berg Hor.
23 Und der HERR redete zu Mose und zu Aaron am Berge Hor, an der Grenze des Landes Edom, und sprach:
24 Aaron soll zu seinen Völkern versammelt werden; denn er soll nicht in das Land kommen, das ich den Söhnen Israel gegeben habe, weil ihr gegen meinen Befehl widerspenstig gewesen seid bei dem Wasser von Meriba.
25 Nimm Aaron und seinen Sohn Eleasar und lass sie hinaufsteigen auf den Berg Hor;
26 und ziehe Aaron seine Kleider aus und lege sie seinem Sohn Eleasar an! Und Aaron soll [zu seinen Vätern] versammelt werden und dort sterben.
27 Und Mose tat, wie es der HERR befohlen hatte. Sie stiegen auf den Berg Hor vor den Augen der ganzen Gemeinde.
28 Und Mose zog dem Aaron seine Kleider aus und legte sie seinem Sohn Eleasar an. Und Aaron starb dort auf dem Gipfel des Berges. Und Mose und Eleasar stiegen von dem Berg herab.
29 Und als die ganze Gemeinde sah, dass Aaron verschieden war, beweinte das ganze Haus Israel den Aaron dreißig Tage lang.
Kapitel 33
38 Und der Priester Aaron stieg auf den Berg Hor nach dem Befehl des HERRN; und er starb dort im vierzigsten Jahr nach dem Auszug der Söhne Israel aus dem Land Ägypten, im fünften Monat, am Ersten des Monats.
39 Und Aaron war 123 Jahre alt, als er auf dem Berg Hor starb.

01.09.1407 BC
Land Kanaan

Das Volk Israel zieht vom Berg Hor zunächst in Richtung Nordosten in die Gegend am Südende des Toten Meeres. 27 Kilometer südlich von Hebron liegt die Festung Arad, die Kanaan gegen den Süden hin abriegelt. Der Stadtkönig von Arad greift Israel an. Die Israeliten vernichten daraufhin die Stadt und ihr Umland. Nachzulesen im 4. Buch Mose (Numeri) Kapitel 21 (mit Versangaben):

1 Und der Kanaaniter, der König von Arad, der im Südland wohnte, hörte, dass Israel den Weg nach Atarim kam, und er kämpfte gegen Israel und führte Gefangene von ihm weg.
2 Da legte Israel dem HERRN gegenüber ein Gelübde ab und sagte: Wenn du dieses Volk wirklich in meine Hand gibst, dann werde ich seine Städte mit dem Bann belegen.
3 Und der HERR hörte auf die Stimme Israels und gab die Kanaaniter [in seine Hand]; und es belegte sie und ihre Städte mit dem Bann. Und man gab dem Ort den Namen Horma.

Auf der weiteren Wanderung in Richtung Südosten kommt es erneut zu einem Aufruhr gegen Gott und seinen Diener Mose. Gott schickt tödliche Brandnattern unter das Volk, rettet aber alle, die auf die von Mose aufgerichtete Schlange schauen. Die Bedeutung dieses Geschehens erklärt Jesus im Johannesevangelium. Im 4. Buch Mose (Numeri) in Kapitel 21 steht (mit Versangaben):

4 Und sie brachen auf vom Berg Hor, auf dem Weg zum Schilfmeer, um das Land Edom zu umgehen. Und die Seele des Volkes wurde ungeduldig auf dem Weg;
5 und das Volk redete gegen Gott und gegen Mose: Wozu habt ihr uns aus Ägypten heraufgeführt? Damit wir in der Wüste sterben? Denn es ist kein Brot und kein Wasser da, und unserer Seele ekelt es vor dieser elenden Nahrung.
6 Da sandte der HERR feurige Schlangen unter das Volk, und sie bissen das Volk; und es starb viel Volk aus Israel.
7 Da kam das Volk zu Mose, und sie sagten: Wir haben gesündigt, dass wir gegen den HERRN und gegen dich geredet haben. Bete zu dem HERRN, dass er die Schlangen von uns wegnimmt! Und Mose betete für das Volk.
8 Und der HERR sprach zu Mose: Mache dir eine Schlange und tu sie auf eine Stange! Und es wird geschehen, jeder, der gebissen ist und sie ansieht, der wird am Leben bleiben.
9 Und Mose machte eine Schlange von Bronze und tat sie auf die Stange; und es geschah, wenn eine Schlange jemanden gebissen hatte und er schaute auf zu der ehernen Schlange, so blieb er am Leben.
10 Und die Söhne Israel brachen auf und lagerten sich in Obot.
11 Und sie brachen auf von Obot und lagerten sich in Ije-Abarim in der Wüste, die vor Moab gegen Osten ist.
12 Von dort brachen sie auf und lagerten sich am Bach Sered.

Die spätere Erklärung Jesu ist nachzulesen im Johannesevangelium Kapitel 3 (mit Versangaben):

14 Und wie Mose in der Wüste die Schlange erhöhte, so muss der Sohn des Menschen erhöht werden,
15 damit jeder, der an ihn glaubt, ewiges Leben habe.
16 Denn so hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe.
17 Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, dass er die Welt richte, sondern dass die Welt durch ihn errettet werde.
18 Wer an ihn glaubt, wird nicht gerichtet; wer aber nicht glaubt, ist schon gerichtet, weil er nicht geglaubt hat an den Namen des eingeborenen Sohnes Gottes.

Israel zieht weiter nach Norden und kommt ins Tal des Sered-Bachs. Es sind inzwischen 38 Jahre seit ihrem ersten Aufbruch von Kadesch-Barnea vergangen. Am Wadi Sered mahnt Gott sein Volk, friedlich durch das Land der Moabiter und Ammoniter zu ziehen, nachzulesen in der Bibel (mit Versangaben):

4. Mose (Numeri) 21,10-12
10 Und die Söhne Israel brachen auf und lagerten sich in Obot.
11 Und sie brachen auf von Obot und lagerten sich in Ije-Abarim in der Wüste, die vor Moab gegen Osten ist.
12 Von dort brachen sie auf und lagerten sich am Bach Sered.
5. Mose (Deuteronomium) 2, 8-23
8 Und wir zogen von unseren Brüdern, den Söhnen Esau, die in Seir wohnen, weiter [weg] von der Arabastrasse, von Elat und von Ezjon-Geber und wandten uns und zogen auf dem Weg zur Wüste Moabs.
9 Da sprach der HERR zu mir: Befehde Moab nicht und lass dich nicht in einen Krieg mit ihnen ein, denn ich werde dir von seinem Land keinen Besitz geben! Denn Ar habe ich den Söhnen Lot zum Besitz gegeben. -
10 Früher wohnten die Emiter darin, ein großes und zahlreiches und hochgewachsenes Volk wie die Enakiter.
11 Auch sie werden für Riesen gehalten wie die Enakiter; die Moabiter aber nennen sie Emiter.
12 Und in Seir wohnten früher die Horiter. Aber die Söhne Esau verdrängten sie und vernichteten sie vor sich her und wohnten an ihrer Stelle, so wie Israel es mit dem Land seines Besitzes getan hat, das der HERR ihnen gegeben hat. -
13 Nun macht euch auf und zieht über den Bach Sered! Und wir zogen über den Bach Sered.
14 Die Tage aber, die wir von Kadesch-Barnea wanderten, bis wir über den Bach Sered zogen, [betrugen] 38 Jahre, bis die Generation der kriegstüchtigen Männer aus dem Lager vollständig [aufgerieben war], so wie der HERR ihnen geschworen hatte.
15 Und zwar war die Hand des HERRN gegen sie, um sie aus dem Lager vollständig auszutilgen.
16 Und es geschah, als die kriegstüchtigen Männer aus der Mitte des Volkes vollständig weggestorben waren,
17 da redete der HERR zu mir und sprach:
18 Du wirst heute das Gebiet von Moab, von Ar, durchziehen
19 und dich den Söhnen Ammon nähern, [bis du ihrer Grenze] gegenüber[stehst]. Du sollst sie nicht befehden und dich nicht in Streit mit ihnen einlassen, denn ich werde dir von dem Land der Söhne Ammon keinen Besitz geben! Denn ich habe es den Söhnen Lot zum Besitz gegeben. -
20 Auch dieses wird für ein Land der Riesen gehalten. Riesen wohnten früher darin, und die Ammoniter nennen sie Samsummiter:
21 ein großes und zahlreiches und hochgewachsenes Volk, wie die Enakiter. Und der HERR vernichtete sie vor ihnen, und sie verdrängten sie und wohnten an ihrer Stelle,
22 so wie er [es] für die Söhne Esau getan hat, die in Seir wohnen, vor denen er die Horiter vernichtete, so dass sie sie verdrängten und an ihrer Stelle wohnten bis auf diesen Tag.
23 Und [was] die Awiter [betrifft], die in Dörfern bis Gaza hin wohnten: die Kaftoriter, die aus Kaftor ausgezogen waren, haben sie vernichtet und wohnten an ihrer Stelle. -

Israel überschreitet auf Befehl Gottes den Fluss Arnon. Jahwe verspricht Mose, dass von diesem Tag an Schrecken und Furcht über die Völker kommen wird. So beginnt Israel das Ostjordanland zu erobern. Zuerst besiegt es die Amoriter, weil diese dem Volk keinen friedlichen Durchzug gestatten, nachzulesen in der Bibel (mit Versangaben):
4. Mose (Numeri) 21,13-32
13 Von dort brachen sie auf und lagerten sich auf der andern Seite des Arnon, der in der Wüste ist, der aus dem Gebiet der Amoriter hervorkommt. Denn der Arnon ist die Grenze von Moab, zwischen Moab und den Amoritern.
14 Darum heisst es in dem Buch der Kämpfe des HERRN: Das Waheb in Sufa und die Bäche des Arnon;
15 und der Abfluss der Bäche, der sich erstreckt nach dem Wohnsitz von Ar und sich anlehnt an das Gebiet von Moab.
16 Und von dort [zogen sie] nach Beer; das ist der Brunnen, von dem der HERR zu Mose sprach: Versammle das Volk! Und ich will ihnen Wasser geben.
17 Damals sang Israel dieses Lied: Steige herauf, Brunnen! Singt ihm zu!
18 Brunnen, den Oberste gegraben, den die Edlen des Volkes gehöhlt haben mit dem Zepter, mit ihren Stäben! Und aus der Wüste [zogen sie] nach Mattana;
19 und von Mattana nach Nahaliel; und von Nahaliel nach Bamot;
20 und von Bamot in das Tal, das im Gebiet von Moab ist, bei dem Gipfel des Pisga, der hinunterblickt über die Fläche der Wildnis.
21 Und Israel sandte Boten zu Sihon, dem König der Amoriter, und ließ [ihm] sagen:
22 Lass mich durch dein Land ziehen! Wir wollen nicht auf die Äcker und in die Weinberge abbiegen, wir wollen kein Wasser aus den Brunnen trinken; auf der Straße des Königs wollen wir gehen, bis wir durch dein Gebiet gezogen sind.
23 Aber Sihon gestattete Israel nicht, durch sein Gebiet zu ziehen; und Sihon sammelte all sein [Kriegs]volk und zog aus Israel entgegen in die Wüste und kam nach Jahaz und kämpfte gegen Israel.
24 Und Israel schlug ihn mit der Schärfe des Schwertes und nahm sein Land in Besitz vom Arnon bis an den Jabbok, bis zu den Söhnen Ammon; denn die Grenze der Söhne Ammon war fest.
25 Und Israel nahm alle diese Städte ein, und Israel wohnte in allen Städten der Amoriter, in Heschbon und in allen seinen Tochterstädten.
26 Denn Heschbon war die Stadt Sihons, des Königs der Amoriter; und dieser hatte gegen den früheren König von Moab gekämpft und hatte sein ganzes Land bis an den Arnon aus seiner Hand weggenommen.
27 Daher sagen die Spruchdichter: Kommt nach Heschbon! Aufgebaut und befestigt werde die Stadt Sihons!
28 Denn Feuer ging aus von Heschbon, eine Flamme von der Stadt Sihons; es frass Ar in Moab, die Herren der Höhen des Arnon.
29 Wehe dir, Moab! Du bist verloren, Volk des Kemosch! Er hat seine Söhne zu Flüchtlingen gemacht und seine Töchter in die Gefangenschaft Sihons geführt, des Königs der Amoriter.
30 Da haben wir auf sie geschoßen; Heschbon ist verloren bis Dibon; da haben wir verödet bis Nofach, das bei Medeba liegt.
31 Und Israel wohnte im Land der Amoriter.
32 Und Mose sandte [Männer] aus, um Jaser zu erkunden; und sie nahmen seine Tochterstädte ein, und er trieb die Amoriter aus, die dort waren.
5. Mose (Deuteronomium) 2,24-37
24 Macht euch auf, brecht auf und zieht über den Fluss Arnon! Siehe, ich habe den Amoriter Sihon, den König von Heschbon, und sein Land in deine Hand gegeben. Fang an, nimm [es] in Besitz und lass dich in einen Krieg mit ihm ein!
25 An diesem Tag will ich anfangen, Schrecken und Furcht vor dir auf die Völker unter dem ganzen Himmel zu legen: Wenn sie die Nachricht von dir hören, werden sie vor dir zittern und beben.
26 Da sandte ich Boten aus der Wüste Kedemot an Sihon, den König von Heschbon, mit Worten des Friedens und ließ [ihm] sagen:
27 Ich möchte durch dein Land ziehen auf der Straße! [Nur] auf der Straße will ich gehen, ich will weder zur Rechten noch zur Linken abweichen.
28 Nahrung sollst du mir für Geld verkaufen, dass ich esse, und Wasser sollst du mir für Geld geben, dass ich trinke. Ich will nur hindurchziehen mit meinen Füßen -
29 wie mir die Söhne Esau getan haben, die in Seir wohnen, und die Moabiter, die in Ar wohnen -, bis ich über den Jordan hinüberziehe in das Land, das der HERR, unser Gott, uns gibt.
30 Aber Sihon, der König von Heschbon, wollte uns nicht bei sich durchziehen lassen. Denn der HERR, dein Gott, hatte seinen Geist verhärtet und sein Herz verstockt, damit er ihn in deine Hand gäbe, so wie es heute ist.
31 Und der HERR sprach zu mir: Siehe, ich habe begonnen, Sihon und sein Land vor dir dahinzugeben. Fang an, nimm es in Besitz, damit dir sein Land gehört!
32 Und Sihon zog zum Kampf aus, uns entgegen nach Jahza, er und all sein Volk.
33 Aber der HERR, unser Gott, gab ihn vor uns dahin; und wir schlugen ihn und seine Söhne und all sein Volk.
34 In jener Zeit nahmen wir alle seine Städte ein, und wir vollstreckten den Bann an jeder Stadt, an Männern, Frauen und Kindern; wir ließen keinen übrig, der entkam.
35 Nur das Vieh erbeuteten wir für uns und die Beute der Städte, die wir einnahmen.
36 Von Aroer, das am Ufer des Flusses Arnon [liegt], und von der Stadt, die im Flusstal [liegt], bis Gilead gab es keine Stadt, die uns zu stark gewesen wäre: alles gab der HERR, unser Gott, vor uns dahin.
37 Nur dem Land der Söhne Ammon, dem ganzen Gebiet am Fluss Jabbok, hast du dich nicht genähert, noch den Städten des Gebirges, nach allem, was der HERR, unser Gott, geboten hatte.

Dann ziehen die Israeliten nordwärts in den Baschan, eine fruchtbare Bergregion östlich vom See Genezareth und erobern das ganze Gebiet, nachzulesen in der Bibel (mit Versangaben):
4. Mose (Numeri) 21,33-35
33 Und sie wandten sich und zogen hinauf auf dem Weg nach Basan; und Og, der König von Basan, zog aus ihnen entgegen, er und all sein [Kriegs]volk, zum Kampf nach Edrei.
34 Und der HERR sprach zu Mose: Fürchte ihn nicht! Denn in deine Hand habe ich ihn gegeben und sein ganzes Volk und sein Land. Und tu ihm, wie du Sihon, dem König der Amoriter, getan hast, der zu Heschbon wohnte.
35 Und sie schlugen ihn und seine Söhne und sein ganzes [Kriegs]volk, bis ihm kein Entkommener übrigblieb; und sie nahmen sein Land in Besitz.
5. Mose (Deuteronomium) 3,1-11
1 Und wir wandten uns und zogen den Weg nach Basan hinauf. Und Og, der König von Basan, zog zum Kampf aus, uns entgegen nach Edrei, er und all sein Volk.
2 Und der HERR sprach zu mir: Fürchte ihn nicht, denn in deine Hand habe ich ihn und all sein Volk und sein Land gegeben! Und tu [mit] ihm, wie du [mit] Sihon, dem König der Amoriter, getan hast, der in Heschbon wohnte!
3 Und der HERR, unser Gott, gab auch Og, den König von Basan, und all sein Volk in unsere Hand. Und wir schlugen ihn, bis ihm keiner übrigblieb, der entkam.
4 Und alle seine Städte nahmen wir in jener Zeit ein. Es gab keine Stadt, die wir ihnen nicht nahmen: sechzig Städte, den ganzen Landstrich Argob, das Königreich des Og in Basan;
5 alle diese Städte waren befestigt mit hohen Mauern, Toren und Riegeln; abgesehen von den sehr vielen offenen Landstädten.
6 Und wir vollstreckten den Bann an ihnen, wie wir es bei Sihon, dem König von Heschbon, getan hatten. Wir vollstreckten an ihrer ganzen Bevölkerung den Bann: an Männern, Frauen und Kindern.
7 Aber alles Vieh und die Beute der Städte erbeuteten wir für uns.
8 So nahmen wir in jener Zeit aus der Hand der beiden Könige der Amoriter das Land, das jenseits des Jordan ist, vom Fluss Arnon bis an den Berg Hermon
9 - die Sidonier nennen den Hermon Sirjon, und die Amoriter nennen ihn Senir -:
10 alle Städte der Ebene und das ganze Gilead und das ganze Basan bis nach Salcha und Edrei, den Städten im Königreich des Og in Basan.
11 Denn nur Og, der König von Basan, war von dem Rest der Riesen [noch] übriggeblieben. Siehe, sein Bett, ein Bett aus Eisen, ist es nicht in Rabba, [der Hauptstadt] der Söhne Ammon? Seine Länge [beträgt] neun Ellen und seine Breite vier Ellen, nach der Elle eines Mannes.

Die letzte Station vor der Jordanüberquerung ist das Lager in den Steppen Moabs, das sich zwischen Bet-Jeschimot und Abel-Schittim gegenüber von Jericho über etwa acht Kilometer hinzieht. Solange Mose noch lebt, wird dies das Hauptquartier Israels im Ostjordanland sein. Die Moabiter, die südlich vom Arnon auf der Ostseite des Toten Meeres wohnen, packt das Grauen vor Israel. Deshalb verbünden sie sich mit den Midianitern, einem Nomadenvolk, das in der Araba umherzieht. Sie holen den Wahrsager Bileam und beauftragen ihn, Israel zu verfluchen. Gott verbietet Bileam, das zu tun. Als es Bileam nicht gelingt, Gott umzustimmen (er muss Israel dreimal segnen), rät er dem Moabiterkönig Balak, die Männer Israels sexuell zu verführen. Nachzulesen in der Bibel (mit Versangaben):

4. Mose (Numeri) 22,1-24,25 und 31,16 sowie 33,48-49
1 Und die Söhne Israel brachen auf und lagerten sich in den Ebenen Moabs, jenseits des Jordan bei Jericho.
2 Und Balak, der Sohn Zippors, sah alles, was Israel den Amoritern angetan hatte.
3 Und Moab fürchtete sich sehr vor dem Volk, weil es [so] groß war, und es graute Moab vor den Söhnen Israel.
4 Und Moab sagte zu den Ältesten von Midian: Jetzt wird dieser Haufe unser ganzes [Land] ringsum abfressen, wie das Rind das Grüne des Feldes abfrisst. Balak aber, der Sohn Zippors, war zu jener Zeit König von Moab.
5 Und er sandte Boten zu Bileam, dem Sohn Beors, nach Petor, das am Strom [liegt], in das Land der Söhne von Ammo, um ihn zu rufen. Und er ließ ihm sagen: Siehe, ein Volk ist aus Ägypten ausgezogen; siehe, es bedeckt die Fläche des Landes, und es liegt mir gegenüber.
6 Und nun komm doch, verfluche mir dieses Volk! Denn es ist stärker als ich. Vielleicht gelingt es mir, dass wir es schlagen und ich es aus dem Land vertreibe. Denn ich habe erkannt: wen du segnest, der ist gesegnet, und wen du verfluchst, der ist verflucht.
7 Und die Ältesten von Moab und die Ältesten von Midian zogen hin mit dem Wahrsagerlohn in ihrer Hand. Und sie kamen zu Bileam und sagten ihm die Worte Balaks.
8 Und er sagte zu ihnen: Übernachtet hier diese Nacht! Und ich werde euch Antwort bringen, wie der HERR zu mir reden wird. Und die Obersten von Moab blieben bei Bileam.
9 Und Gott kam zu Bileam und sprach: Wer sind diese Männer bei dir?
10 Und Bileam sagte zu Gott: Balak, der Sohn Zippors, der König von Moab, hat [sie] zu mir gesandt:
11 `Siehe, das Volk, das aus Ägypten ausgezogen ist, bedeckt die Fläche des Landes. Komm jetzt, verfluche es mir! Vielleicht bin ich [dann] imstande, gegen es zu kämpfen und es zu vertreiben.'
12 Und Gott sprach zu Bileam: Du sollst nicht mit ihnen gehen; du sollst das Volk nicht verfluchen! Denn es ist gesegnet.
13 Und Bileam stand am [nächsten] Morgen auf und sagte zu den Obersten von Balak: Geht [wieder] in euer Land! Denn der HERR hat sich geweigert, mir zu gestatten, mit euch zu gehen.
14 Und die Obersten von Moab machten sich auf und kamen zu Balak und sagten: Bileam hat sich geweigert, mit uns zu gehen.
15 Da sandte Balak noch einmal Oberste, mehr und angesehenere als jene.
16 Und sie kamen zu Bileam und sagten zu ihm: So spricht Balak, der Sohn Zippors: Lass dich doch nicht abhalten, zu mir zu kommen!
17 Denn sehr hoch will ich dich belohnen, und alles, was du mir sagen wirst, will ich tun. So komm doch, verfluche mir dieses Volk!
18 Und Bileam antwortete und sagte zu den Knechten Balaks: Wenn Balak mir sein Haus voller Silber und Gold gäbe, könnte ich nicht den Befehl des HERRN, meines Gottes, übertreten, um [etwas] Kleines oder Großes zu tun.
19 Und nun bleibt doch auch ihr hier diese Nacht, und ich werde erkennen, was der HERR weiter mit mir reden wird.
20 Da kam Gott nachts zu Bileam und sprach zu ihm: Wenn die Männer gekommen sind, um dich zu rufen, mache dich auf, geh mit ihnen! Aber nur das, was ich dir sagen werde, darfst du tun!
21 Und Bileam machte sich am Morgen auf und sattelte seine Eselin und ging mit den Obersten von Moab.
22 Da entbrannte der Zorn Gottes, dass er ging. Und der Engel des HERRN stellte sich in den Weg, um ihm entgegenzutreten. Er aber ritt auf seiner Eselin, und seine beiden Diener waren bei ihm.
23 Und die Eselin sah den Engel des HERRN mit seinem gezückten Schwert in seiner Hand auf dem Weg stehen, und die Eselin wich vom Weg ab und ging auf dem Feld [weiter]; und Bileam schlug die Eselin, um sie wieder auf den Weg zu lenken.
24 Da trat der Engel des HERRN in einen Hohlweg zwischen den Weinbergen; eine Mauer war auf der einen und eine Mauer auf der andern Seite.
25 Und die Eselin sah den Engel des HERRN und drückte sich an die Wand und drückte den Fuß Bileams an die Wand; und er schlug sie noch einmal.
26 Da ging der Engel des HERRN noch einmal weiter und trat an eine enge Stelle, wo kein Weg war, um auszuweichen, weder zur Rechten noch zur Linken.
27 Und als die Eselin den Engel des HERRN sah, legte sie sich hin unter Bileam. Da entbrannte der Zorn Bileams, und er schlug die Eselin mit dem Stock.
28 Da öffnete der HERR den Mund der Eselin, und sie sagte zu Bileam: Was habe ich dir getan, dass du mich nun [schon] dreimal geschlagen hast?
29 Bileam sagte zu der Eselin: Weil du Spott mit mir getrieben hast. Hätte ich doch ein Schwert in meiner Hand! Gewiss hätte ich dich jetzt erschlagen!
30 Und die Eselin sagte zu Bileam: Bin ich nicht deine Eselin, auf der du geritten bist von jeher bis zum heutigen Tag? War es je meine Gewohnheit, dir so etwas zu tun? Und er sagte: Nein.
31 Da enthüllte der HERR die Augen Bileams, und er sah den Engel des HERRN mit seinem gezückten Schwert in seiner Hand auf dem Weg stehen; und er neigte sich und fiel nieder auf sein Angesicht.
32 Und der Engel des HERRN sprach zu ihm: Warum hast du deine Eselin nun [schon] dreimal geschlagen? Siehe, ich selbst bin ausgegangen, um [dir] entgegenzutreten, denn der Weg stürzt [dich ins Verderben] vor mir.
33 Und die Eselin sah mich und wich vor mir aus, nun [schon] dreimal. Wenn sie nicht vor mir ausgewichen wäre, dann hätte ich dich jetzt auch erschlagen, sie aber am Leben gelassen.
34 Und Bileam sagte zu dem Engel des HERRN: Ich habe gesündigt, denn ich habe nicht erkannt, dass du mir auf dem Weg entgegen tratest; und nun, wenn es böse ist in deinen Augen, dann will ich umkehren.
35 Und der Engel des HERRN sprach zu Bileam: Geh mit den Männern! Aber nur das, was ich dir sagen werde, sollst du reden! Und Bileam zog mit den Obersten des Balak.
36 Und als Balak hörte, dass Bileam gekommen sei, ging er aus, ihm entgegen, nach der Stadt Moabs, an der Grenze des Arnon, der an der äußersten Grenze [fließt].
37 Und Balak sagte zu Bileam: Habe ich nicht dringend zu dir gesandt, um dich zu rufen? Warum bist du nicht zu mir gekommen? Fürwahr, kann ich dich nicht belohnen?
38 Und Bileam sagte zu Balak: Siehe, ich bin zu dir gekommen. Ob ich [aber] jetzt wirklich irgend etwas reden kann? Das Wort, das Gott mir in den Mund legt, das werde ich reden.
39 Und Bileam ging mit Balak; und sie kamen nach Kirjat-Huzot.
40 Und Balak opferte Rinder und Schafe und schickte [davon] an Bileam und an die Obersten, die bei ihm waren.
41 Und es geschah am [nächsten] Morgen, da nahm Balak den Bileam und führte ihn hinauf auf die Höhen des Baal, und er sah von dort aus den äußersten [Teil] des Volkes [Israel].
4. Mose 23
1 Und Bileam sagte zu Balak: Baue mir hier sieben Altäre, und stelle mir hier sieben Stiere bereit und sieben Widder!
2 Und Balak tat es, wie Bileam gesagt hatte; und Balak und Bileam opferten einen Jungstier und einen Widder auf jedem Altar.
3 Und Bileam sagte zu Balak: Stelle dich neben dein Brandopfer! Ich aber will hingehen; vielleicht wird der HERR mir entgegenkommen, und was er mich sehen lassen wird, das werde ich dir berichten. Und er ging hin auf eine kahle Höhe.
4 Und Gott kam dem Bileam entgegen; und der sagte zu ihm: Die sieben Altäre habe ich hergerichtet und auf jedem Altar einen Jungstier und einen Widder geopfert.
5 Und der HERR legte ein Wort in den Mund Bileams und sprach: Kehre zu Balak zurück, und so sollst du reden!
6 Und er kehrte zu ihm zurück; und siehe, er stand neben seinem Brandopfer, er und alle Obersten von Moab.
7 Da begann er seinen Spruch und sprach: Aus Aram hat Balak mich hergeführt, von den Bergen des Ostens der König von Moab: Komm, verfluche mir Jakob! Ja, komm und verwünsche Israel!
8 Wie soll ich verfluchen, wen Gott nicht verflucht, und wie verwünschen, wen der HERR nicht verwünscht hat?
9 Denn vom Gipfel der Felsen sehe ich es, und von den Höhen herab schaue ich es; siehe, ein Volk, das abgesondert wohnt und sich nicht zu den Nationen rechnet.
10 Wer könnte zählen den Staub Jakobs und der Zahl nach den vierten Teil Israels? Meine Seele sterbe den Tod der Aufrichtigen, und mein Ende sei gleich dem ihren!
11 Da sagte Balak zu Bileam: Was hast du mir da angetan! Meine Feinde zu verfluchen, habe ich dich holen lassen, und siehe, du hast sie sogar noch gesegnet!
12 Und er antwortete und sagte: Muss ich nicht darauf achten, das zu reden, was der HERR in meinen Mund legt?
13 Und Balak sagte zu ihm: Komm doch mit mir an eine andere Stelle, von wo aus du es sehen kannst! Nur den äußersten [Teil] von ihm wirst du sehen, und du wirst es nicht ganz sehen. Und verfluche es mir von dort aus!
14 Und er nahm ihn mit zu dem Feld der Späher, auf den Gipfel des Pisga; und er baute sieben Altäre und opferte einen Jungstier und einen Widder auf jedem Altar.
15 Und er sagte zu Balak: Stelle dich hier neben dein Brandopfer, und ich, ich will dort [dem HERRN] begegnen.
16 Und der HERR kam dem Bileam entgegen und legte ein Wort in seinen Mund und sprach: Kehre zu Balak zurück, und so sollst du reden!
17 Und er kam zu ihm, und siehe, er stand neben seinem Brandopfer und die Obersten von Moab bei ihm. Und Balak sagte zu ihm: Was hat der HERR geredet?
18 Da begann er seinen Spruch und sprach: Stehe auf, Balak, und höre! Horche auf mich, Sohn des Zippor!
19 Nicht ein Mensch ist Gott, dass er lüge, noch der Sohn eines Menschen, dass er bereue. Sollte er gesprochen haben und es nicht tun und geredet haben und es nicht aufrechthalten?
20 Siehe, zu segnen habe ich empfangen; er hat gesegnet, und ich kann's nicht wenden.
21 Er erblickt kein Unrecht in Jakob und sieht kein Verderben in Israel; der HERR, sein Gott, ist mit ihm, und Königsjubel ist in ihm.
22 Gott ist es, der es geführt. Es hat [Kraft] wie die Hörner des Büffels.
23 Denn es gibt keine Zauberei gegen Jakob und keine Wahrsagerei gegen Israel. Jetzt wird zu Jakob und zu Israel gesagt: Was hat Gott gewirkt!
24 Siehe, ein Volk: wie eine Löwin steht es auf, und wie ein Löwe erhebt es sich. Es legt sich nicht nieder, bis es die Beute verzehrt und das Blut der Erschlagenen getrunken hat!
25 Da sagte Balak zu Bileam: Willst du schon nicht verfluchen, dann sollst du auch nicht segnen.
26 Und Bileam antwortete und sagte zu Balak: Habe ich nicht zu dir geredet und gesagt: Alles, was der HERR reden wird, das werde ich tun?
27 Und Balak sagte zu Bileam: Komm doch, ich will dich an eine andere Stelle mitnehmen! Vielleicht wird es in den Augen Gottes recht sein, dass du es mir von dort aus verfluchst.
28 Und Balak nahm den Bileam mit auf den Gipfel des Peor, der hinunterblickt über die Fläche der Wildnis.
29 Und Bileam sagte zu Balak: Baue mir hier sieben Altäre, und stelle mir hier sieben Jungstiere und sieben Widder bereit!
30 Und Balak tat, wie Bileam gesagt hatte; und er opferte einen Jungstier und einen Widder auf jedem Altar. Bileams Segen: Dritter und vierter Spruch.
4. Mose 24
1 Und als Bileam sah, dass es gut war in den Augen des HERRN, Israel zu segnen, ging er nicht, wie die anderen Male auf Wahrsagerei aus, sondern richtete sein Gesicht zur Wüste hin.
2 Und Bileam erhob seine Augen und sah Israel, gelagert nach seinen Stämmen; und der Geist Gottes kam über ihn.
3 Und er begann seinen Spruch und sprach: Es spricht Bileam, der Sohn Beors, und es spricht der Mann mit geöffnetem Auge.
4 Es spricht, der die Worte Gottes hört, der ein Gesicht des Allmächtigen sieht, der niederfällt mit enthüllten Augen:
5 Wie schön sind deine Zelte, Jakob, deine Wohnungen, Israel!
6 Wie Täler breiten sie sich aus, wie Gärten am Strom, wie Aloebäume, die der HERR gepflanzt hat, wie Zedern an den Wassern.
7 Wasser rinnt aus seinen Eimern, und seine Saat steht in reichlichen Wassern; und sein König wird höher werden als Agag, und sein Königreich wird erhaben sein.
8 Gott hat ihn aus Ägypten herausgeführt. Er hat [Kraft] wie die Hörner des Büffels. Er wird die Nationen, seine Gegner, fressen und ihre Gebeine zermalmen, mit seinen Pfeilen sie durchbohren.
9 Er duckt sich, er legt sich nieder wie ein Löwe und wie eine Löwin. Wer will ihn aufstören? Die dich segnen, sind gesegnet, und die dich verfluchen, sind verflucht!
10 Da entbrannte der Zorn Balaks gegen Bileam, und er schlug seine Hände zusammen; und Balak sagte zu Bileam: Meine Feinde zu verfluchen, habe ich dich gerufen, und siehe, du hast sie sogar gesegnet, jetzt [bereits] dreimal!
11 Und nun fliehe an deinen Ort! Ich hatte gesagt, ich wolle dich hoch belohnen, siehe, der HERR hat dir den Lohn verwehrt.
12 Und Bileam sagte zu Balak: Habe ich nicht schon zu deinen Boten, die du zu mir gesandt hast, geredet und gesagt:
13 Wenn Balak mir sein Haus voller Silber und Gold gäbe, so wäre ich nicht imstande, den Befehl des HERRN zu übertreten, um aus meinem eigenen Herzen [etwas] zu tun, Gutes oder Böses; [nur] was der HERR reden wird, das werde ich reden?
14 Und nun siehe, ich gehe zu meinem Volk. Komm, ich will dir verkünden, was dieses Volk deinem Volk antun wird am Ende der Tage.
15 Und er begann seinen Spruch und sprach: Es spricht Bileam, der Sohn Beors, und es spricht der Mann mit geöffnetem Auge.
16 Es spricht, der die Worte Gottes hört, der die Erkenntnis des Höchsten besitzt, der ein Gesicht des Allmächtigen sieht, der da liegt mit enthüllten Augen:
17 Ich sehe ihn, aber nicht jetzt, ich schaue ihn, aber nicht nahe. Es tritt hervor ein Stern aus Jakob, und ein Zepter erhebt sich aus Israel und zerschlägt die Schläfen Moabs und zerschmettert alle Söhne Sets.
18 Und Edom wird sein Besitz, und Seir wird sein Besitz, seine Feinde; und Israel wird Mächtiges tun.
19 Und einer aus Jakob wird herrschen, und er wird den Überrest aus der Stadt verloren gehen lassen.
20 Und er sah Amalek und begann seinen Spruch und sprach: Die erste der Nationen war Amalek, aber sein Ende [führt] zum Untergang.
21 Und er sah die Keniter und begann seinen Spruch und sprach:
22 Fest ist dein Wohnsitz, und auf den Felsen gesetzt ist dein Nest; jedoch ist Kain der Verwüstung verfallen. Wie lange noch! Dann führt Assur dich gefangen weg.
23 Und er begann seinen Spruch und sprach: Wehe! Wer wird am Leben bleiben, wenn Gott das eintreten lässt?
24 Und Schiffe [kommen] von der Küste von Kittim und demütigen Assur und demütigen Eber, aber auch das [führt] zum Untergang. -
25 Und Bileam machte sich auf, ging weg und kehrte an seinen Ort zurück; und auch Balak ging seines Weges.
4. Mose 31
16 Siehe, sie sind ja auf den Rat Bileams den Söhnen Israel ein Anlass geworden, in der Sache mit dem Peor eine Untreue gegen den HERRN zu begehen, so dass die Plage über die Gemeinde des HERRN kam.
4. Mose 33
48 Und sie brachen auf vom Gebirge Abarim und lagerten in den Steppen von Moab, am Jordan [gegenüber] von Jericho.
49 Und sie lagerten am Jordan von Bet-Jeschimot bis Abel-Schittim in den Steppen von Moab.
Offenbarung 2
14 Aber ich habe ein weniges gegen dich, dass du solche dort hast, welche die Lehre Bileams festhalten, der den Balak lehrte, eine Falle vor die Söhne Israels hinzustellen, so dass sie Götzenopfer aßen und Unzucht trieben.

Israels Männer lassen sich zum Götzendienst und der damit verbundenen Hurerei verführen. Gott befiehlt, alle Verantwortlichen dafür festzunehmen und hinzurichten. Gleichzeitig wütet eine Seuche unter den Israeliten, die erst endet, als der Priester Pinhas einen der Sippenoberhäupter samt der Midianiterin, die er öffentlich in sein Zelt geführt hatte, tötet. Diese ganze Entwicklung kostet insgesamt 24.000 Israeliten das Leben, nachzulesen im 4. Buch Mose (Numeri) in Kapitel 25 (mit Versangaben):

1 Und Israel blieb in Schittim. Und das Volk fing an Unzucht zu treiben mit den Töchtern Moabs;
2 und diese luden das Volk zu den Opfern ihrer Götter ein, und das Volk aß und warf sich nieder vor ihren Göttern.
3 Und Israel hängte sich an den Baal-Peor. Da entbrannte der Zorn des HERRN gegen Israel.
4 Und der HERR sprach zu Mose: Nimm alle Häupter des Volkes und hänge sie dem HERRN auf vor der Sonne, damit die Glut des Zornes des HERRN sich von Israel abwende.
5 Und Mose sagte zu den Richtern Israels: Erschlagt [sie], jeder seine Leute, die sich an den Baal-Peor gehängt haben!
6 Und siehe, ein Mann von den Söhnen Israel kam und brachte eine Midianiterin zu seinen Brüdern vor den Augen Moses und vor den Augen der ganzen Gemeinde der Söhne Israel, als diese am Eingang des Zeltes der Begegnung weinten.
7 Und als der Priester Pinhas, der Sohn Eleasars, des Sohnes Aarons, des Priesters, das sah, stand er aus der Mitte der Gemeinde auf und nahm einen Speer in seine Hand;
8 und er ging dem israelitischen Mann nach in das Innere [des Zeltes] und durchbohrte die beiden, den israelitischen Mann und die Frau, durch ihren Unterleib. Da wurde die Plage von den Söhnen Israel zurückgehalten.
9 Und die [Zahl der] an der Plage Gestorbenen war 24 000.
10 Und der HERR redete zu Mose und sprach:
11 Der Priester Pinhas, der Sohn Eleasars, des Sohnes Aarons, des Priesters, hat meinen Zorn von den Söhnen Israel abgewendet, indem er in meinem Eifer mitten unter ihnen geeifert hat. So habe ich die Söhne Israel in meinem Eifer nicht vernichtet.
12 Darum sprich: Siehe, ich gebe ihm meinen Bund des Friedens.
13 Und ihm und seinen Nachkommen nach ihm wird ein Bund ewigen Priestertums zuteil werden, weil er für seinen Gott geeifert und für die Söhne Israel Sühnung erwirkt hat. -
14 Und der Name des getöteten israelitischen Mannes, der mit der Midianiterin getötet wurde, war Simri, Sohn des Salu, der Fürst eines Vaterhauses der Simeoniter;
15 und der Name der getöteten midianitischen Frau war Kosbi, Tochter des Zur; er war Stammhaupt eines Vaterhauses unter den Midianitern.

Gott befiehlt nun den Israeliten, die Midianiter anzugreifen. In der Schlacht siegt Israel, und die Kämpfer sehen keinen Anlass dazu, die wehrlosen Frauen und Kinder der Midianiter ebenfalls umzubringen. Mose wird darüber zornig. Gott ordnet an, wie die Kämpfer, die Menschen getötet haben, wieder vor Ihm rein werden und wie künftig mit der Verteilung der Beute umgegangen werden soll, nachzulesen im 4. Buch Mose (Numeri) in Kapitel 25 und 31 (mit Versangaben):

16 Und der HERR redete zu Mose und sprach:
17 Bedrängt die Midianiter und schlagt sie!
18 Denn sie haben euch bedrängt durch ihre List, womit sie euch überlistet haben in der Sache des Peor und in der Sache der Kosbi, der Tochter eines Fürsten von Midian, ihrer Schwester, die am Tag der Plage wegen des Peor erschlagen wurde.
Kapitel 31
1 Und der HERR redete zu Mose und sprach:
2 Nimm Rache für die Söhne Israel an den Midianitern! Danach sollst du zu deinen Völkern versammelt werden.
3 Und Mose redete zum Volk: Rüstet von euch Männer zum Heer[esdienst] aus, dass sie gegen Midian ziehen, um die Rache des HERRN an Midian auszuführen!
4 Je tausend von [jedem] Stamm, von allen Stämmen Israels, sollt ihr zum Heer[esdienst] aussenden.
5 Und es wurden von den Tausendschaften Israels tausend von jedem Stamm ausgehoben: zwölftausend zum Heer[esdienst] Gerüstete.
6 Und Mose sandte sie, tausend von jedem Stamm, zum Heer[esdienst] aus, sie und Pinhas, den Sohn des Priesters Eleasar, zum Heer[esdienst]; und die heiligen Geräte, die Trompeten zum Lärmblasen, [waren] in seiner Hand.
7 Und sie kämpften gegen Midian, so wie der HERR dem Mose geboten hatte, und brachten alles Männliche um.
8 Und sie brachten die Könige von Midian um, [zusätzlich] zu den von ihnen Erschlagenen: Ewi und Rekem und Zur und Hur und Reba, fünf Könige von Midian; und auch Bileam, den Sohn Beors, brachten sie mit dem Schwert um.
9 Und die Söhne Israel führten die Frauen der Midianiter und ihre Kinder gefangen weg und erbeuteten all ihr Vieh und alle ihre Herden und all ihren Reichtum;
10 und alle ihre Städte an ihren Wohnsitzen und alle ihre Zeltdörfer verbrannten sie mit Feuer.
11 Und sie nahmen alle Beute und alles Geraubte an Menschen und an Vieh
12 und brachten die Gefangenen und das Geraubte und die Beute zu Mose und zu dem Priester Eleasar und zu der Gemeinde der Söhne Israel ins Lager, in die Ebenen von Moab, die am Jordan von Jericho sind.
13 Und Mose und der Priester Eleasar und alle Fürsten der Gemeinde gingen ihnen entgegen außerhalb des Lagers.
14 Und Mose wurde zornig über die Befehlshaber des Heeres, die Obersten über die Tausendschaften und die Obersten über die Hundertschaften, die von dem Kriegszug kamen;
15 und Mose sagte zu ihnen: Habt ihr alle Frauen am Leben gelassen?
16 Siehe, sie sind ja auf den Rat Bileams den Söhnen Israel ein Anlass geworden, in der Sache mit dem Peor eine Untreue gegen den HERRN zu begehen, so dass die Plage über die Gemeinde des HERRN kam.
17 So bringt nun alles Männliche unter den Kindern um, und bringt alle Frauen um, die einen Mann im Beischlaf erkannt haben!
18 Aber alle Kinder, alle Mädchen, die den Beischlaf eines Mannes nicht gekannt haben, lasst für euch am Leben!
19 Ihr aber lagert sieben Tage außerhalb des Lagers! Jeder, der einen Menschen umgebracht, und jeder, der einen Erschlagenen berührt hat: ihr sollt euch entsündigen am dritten Tag und am siebten Tag, ihr und eure Gefangenen.
20 Und alle Kleider und alles Zeug aus Leder und alle Arbeit aus Ziegenhaar und alles Gerät aus Holz sollt ihr entsündigen.
21 Und der Priester Eleasar sprach zu den Kriegsleuten, die in den Kampf gezogen waren: Das ist die Ordnung des Gesetzes, das der HERR dem Mose geboten hat:
22 Nur das Gold und das Silber, die Bronze, das Eisen, das Zinn und das Blei,
23 alles was Feuer verträgt, sollt ihr durchs Feuer gehen lassen, und es wird rein sein; jedoch soll es mit dem Wasser der Reinigung entsündigt werden; und alles, was Feuer nicht verträgt, sollt ihr durchs Wasser gehen lassen.
24 Und am siebten Tag sollt ihr eure Kleider waschen, und ihr werdet rein sein; und danach könnt ihr [wieder] ins Lager kommen.
25 Und der HERR redete zu Mose und sprach:
26 Nimm die Summe der weggeführten Beute auf, an Menschen und an Vieh, du und der Priester Eleasar und die Familienoberhäupter der Gemeinde!
27 Und teile die Beute je zur Hälfte zwischen denen, die den Krieg geführt haben, die ins Feld gezogen sind, und der ganzen Gemeinde!
28 Und erhebe von den Kriegsleuten, die ins Feld gezogen sind, eine Abgabe für den HERRN: je eine Seele von fünfhundert, von den Menschen und von den Rindern und von den Eseln und von den Schafen.
29 Von ihrer Hälfte sollt ihr sie nehmen, und du sollst sie dem Priester Eleasar geben als eine Opfergabe für den HERRN.
30 Und von der Hälfte der Söhne Israel sollst du je eins nehmen, von fünfzig herausgegriffen, von den Menschen, von den Rindern, von den Eseln und von den Schafen, von allem Vieh; und du sollst es den Leviten geben, die den Dienst an der Wohnung des HERRN versehen.
31 Und Mose und der Priester Eleasar taten, wie der HERR dem Mose geboten hatte.
32 Und das Erbeutete, der Rest von der Beute, die das Kriegsvolk gemacht hatte, war: 675 000 Schafe
33 und 72 000 Rinder
34 und 61 000 Esel;
35 Menschen aber - an Frauen, die den Beischlaf eines Mannes [noch] nicht gekannt hatten - insgesamt 32 000 Seelen.
36 Die Hälfte, der Anteil derer, die zum Heer[esdienst] ausgezogen waren, die Zahl der Schafe war also: 337 500 Stück,
37 und die Abgabe von den Schafen für den HERRN war 675 [Stück];
38 und [die Zahl] der Rinder 36 000 und die Abgabe davon für den HERRN 72;
39 und [die Zahl] der Esel 30 500 und die Abgabe davon für den HERRN 61;
40 und die [Zahl der] Menschen [war] 16 000 und die Abgabe davon für den HERRN 32 Seelen.
41 Und Mose übergab die Abgabe als Opfergabe für den HERRN dem Priester Eleasar, wie der HERR dem Mose geboten hatte.
42 Und von der Hälfte der Söhne Israel, die Mose von den zum Heer[esdienst] ausgezogenen Männern abgeteilt hatte
43 - die für die Gemeinde [bestimmte] Hälfte war nämlich: 337 500 [Stück] Schafe
44 und 36 000 Rinder
45 und 30 500 Esel
46 und 16 000 Menschen -,
47 und von der den Söhnen Israel [gehörenden] Hälfte nahm Mose das Herausgegriffene, je eins von fünfzig, von den Menschen und von dem Vieh, und übergab sie den Leviten - die den Dienst an der Wohnung des HERRN versahen -, wie der HERR dem Mose geboten hatte.
48 Und es traten zu Mose die Befehlshaber über die Tausendschaften des Heeres, die Obersten über die Tausendschaften und die Obersten über die Hundertschaften,
49 und sagten zu Mose: Deine Knechte haben die Summe der Kriegsleute aufgenommen, die unter unserem Befehl waren, und es fehlt von uns nicht ein Mann.
50 Und so bringen wir eine Opfergabe für den HERRN dar - jeder, was er gefunden hat an goldenem Schmuck: Armspangen und Handspangen, Siegelringe, Ohrringe und Spangen -, um für unsere Seelen Sühnung zu erwirken vor dem HERRN.
51 Und Mose und der Priester Eleasar nahmen das Gold von ihnen, allerlei kunstvoll gearbeitete Gegenstände.
52 Und alles Gold der Opfergabe, das sie für den HERRN abhoben, war 16 750 Schekel von den Obersten über die Tausendschaften und von den Obersten über die Hundertschaften
53 - die Kriegsleute [aber] hatten jeder [auch noch] für sich geplündert -.
54 Und Mose und der Priester Eleasar nahmen das Gold von den Obersten über die Tausendschaften und über die Hundertschaften und brachten es in das Zelt der Begegnung als ein Gedächtnis für die Söhne Israel vor dem HERRN.

Gott fordert Mose auf, eine weitere Volkszählung durchzuführen, die die Voraussetzung für die Aufteilung des Landes Kanaan unter den Stämmen Israels schaffen soll. Die Gesamtzahl der Wehrfähigen ist nur 0,3 Prozent niedriger als beim Auszug aus Ägypten vier Jahrzehnte zuvor, die Zahl der nicht kämpfenden Leviten ist um 4,5 Prozent angestiegen. Die stärksten Verluste muss der Stamm Simeon beklagen, dessen Wehrdienstleistende von 59.300 auf 22.200 zurückgegangen ist. In der Gesamtzahl aller Wehrdienstler in Israel wird der Verlust des einen Stammes durch den Zugewinn bei anderen Stämmen nahezu ausgeglichen, nachzulesen im 4. Buch Mose (Numeri) in Kapitel 26:

1 Und es geschah nach der Plage, da sprach der HERR zu Mose und zu Eleasar, dem Sohn des Aaron, dem Priester:
2 Nehmt die Summe der ganzen Gemeinde der Söhne Israel auf, von zwanzig Jahren an und darüber, nach ihren Vaterhäusern, jeden, der mit dem Heer auszieht in Israel!
3 Und Mose und der Priester Eleasar redeten zu ihnen in den Ebenen von Moab, am Jordan [bei] Jericho, und sagten:
4 Von zwanzig Jahren an und darüber - so wie der HERR dem Mose geboten hatte. Und die Söhne Israel, die aus dem Land Ägypten ausgezogen waren, [sind folgende]:
5 Ruben, der Erstgeborene Israels; die Söhne Rubens: von Henoch die Sippe der Henochiter; von Pallu die Sippe der Palluiter;
6 von Hezron die Sippe der Hezroniter; von Karmi die Sippe der Karmiter.
7 Das sind die Sippen der Rubeniter; und ihre Gemusterten waren 43 730.
8 Und die Söhne Pallus: Eliab.
9 Und die Söhne Eliabs: Nemuel und Datan und Abiram; das sind Datan und Abiram, die Berufenen der Gemeinde, die gegen Mose und gegen Aaron stritten in der Rotte Korach, als sie gegen den HERRN stritten.
10 Und die Erde öffnete ihren Mund und verschlang sie und Korach, als die Rotte starb, indem das Feuer die 250 Männer verzehrte und sie zu einem Zeichen wurden.
11 Aber die Söhne des Korach starben nicht.
12 Die Söhne Simeons nach ihren Sippen: von Jemuel die Sippe der Jemueliter; von Jamin die Sippe der Jaminiter; von Jachin die Sippe der Jachiniter;
13 von Serach die Sippe der Serachiter; von Schaul die Sippe der Schauliter.
14 Das sind die Sippen der Simeoniter: 22 200.
15 Die Söhne Gads nach ihren Sippen: von Zifjon die Sippe der Zifjoniter; von Haggi die Sippe der Haggiter; von Schuni die Sippe der Schuniter;
16 von Osni die Sippe der Osniter; von Eri die Sippe der Eriter;
17 von Arod die Sippe der Aroditer; von Areli die Sippe der Areliter.
18 Das sind die Sippen der Söhne Gads nach ihren Gemusterten, 40 500.
19 Die Söhne Judas: Er und Onan; Er und Onan aber starben im Land Kanaan.
20 Und die Söhne Judas nach ihren Sippen waren: von Schela die Sippe der Schelaniter; von Perez die Sippe der Pereziter; von Serach die Sippe der Serachiter.
21 Und die Söhne des Perez waren: von Hezron die Sippe der Hezroniter; von Hamul die Sippe der Hamuliter.
22 Das sind die Sippen Judas nach ihren Gemusterten: 76 500.
23 Die Söhne Issaschars nach ihren Sippen: von Tola die Sippe der Tolaiter; von Puwa die Sippe der Puwaniter;
24 von Jaschub die Sippe der Jaschubiter; von Schimron die Sippe der Schimroniter.
25 Das sind die Sippen Issaschars nach ihren Gemusterten: 64 300.
26 Die Söhne Sebulons nach ihren Sippen: von Sered die Sippe der Serediter; von Elon die Sippe der Eloniter; von Jachleel die Sippe der Jachleeliter.
27 Das sind die Sippen der Sebuloniter nach ihren Gemusterten: 60 500.
28 Die Söhne Josephs nach ihren Sippen: Manasse und Ephraim.
29 Die Söhne Manasses: von Machir die Sippe der Machiriter; und Machir zeugte Gilead; von Gilead [kommt] die Sippe der Gileaditer.
30 Das sind die Söhne Gileads: [von] Ieser die Sippe der Ieseriter; von Helek die Sippe der Helekiter;
31 und [von] Asriel die Sippe der Asrieliter; und [von] Sichem die Sippe der Sichemiter;
32 und [von] Schemida die Sippe der Schemidaiter; und [von] Hefer die Sippe der Heferiter. -
33 Und Zelofhad, der Sohn Hefers, hatte keine Söhne, sondern [nur] Töchter; und die Namen der Töchter Zelofhads waren: Machla und Noa, Hogla, Milka und Tirza. -
34 Das sind die Sippen Manasses: und ihre Gemusterten waren 52 700.
35 Das sind die Söhne Ephraims nach ihren Sippen: von Schutelach die Sippe der Schutelachiter; von Becher die Sippe der Becheriter; von Tahan die Sippe der Tahaniter.
36 Und das sind die Söhne Schutelachs: von Eran die Sippe der Eraniter.
37 Das sind die Sippen der Söhne Ephraims nach ihren Gemusterten: 32 500. Das sind die Söhne Josephs nach ihren Sippen.
38 Die Söhne Benjamins nach ihren Sippen: von Bela die Sippe der Belaiter; von Aschbel die Sippe der Aschbeliter; von Ahiram die Sippe der Ahiramiter;
39 von Schufam die Sippe der Schufamiter; von Hufam die Sippe der Hufamiter.
40 Und die Söhne Belas waren: Ard und Naaman; [von Ard] die Sippe der Arditer, von Naaman die Sippe der Naamaniter.
41 Das sind die Söhne Benjamins nach ihren Sippen; und ihre Gemusterten waren 45 600.
42 Das sind die Söhne Dans nach ihren Sippen: von Schuham die Sippe der Schuhamiter;
43 das sind die Sippen Dans nach ihren Sippen. Alle Sippen der Schuhamiter nach ihren Gemusterten: 64 400.
44 Die Söhne Assers nach ihren Sippen: von Jimna die Sippe der Jimnaiter; von Jischwi die Sippe der Jischwiter; von Beria die Sippe der Beriiter.
45 Von den Söhnen Berias: von Heber die Sippe der Heberiter; von Malkiel die Sippe der Malkieliter.
46 Und der Name der Tochter Assers war Serach.
47 Das sind die Sippen der Söhne Assers nach ihren Gemusterten: 53 400.
48 Die Söhne Naftalis nach ihren Sippen: von Jachzeel die Sippe der Jachzeeliter; von Guni die Sippe der Guniter;
49 von Jezer die Sippe der Jezeriter; von Schillem die Sippe der Schillemiter.
50 Das sind die Sippen Naftalis nach ihren Sippen; und ihre Gemusterten waren 45 400.
51 Das sind die Gemusterten der Söhne Israel: 601 730.
52 Und der HERR redete zu Mose und sprach:
53 An diese soll das Land nach der Zahl der Namen als Erbteil verteilt werden.
54 Dem, der groß ist [an Zahl], sollst du sein Erbteil groß bemessen, und dem, der klein ist [an Zahl], sollst du sein Erbteil klein bemessen.
55 Jedoch soll das Land durchs Los verteilt werden; nach den Namen der Stämme ihrer Väter sollen sie erben;
56 nach Maßgabe des Loses soll [jedem Stamm] sein Erbteil ausgeteilt werden zwischen dem, der groß ist [an Zahl], und dem, der klein ist [an Zahl].
57 Und das sind die Gemusterten Levis nach ihren Sippen: von Gerschon die Sippe der Gerschoniter; von Kehat die Sippe der Kehatiter; von Merari die Sippe der Merariter.
58 Das sind die Sippen Levis: die Sippe der Libniter, die Sippe der Hebroniter, die Sippe der Machliter, die Sippe der Muschiter, die Sippe der Korachiter. Und Kehat zeugte Amram.
59 Und der Name der Frau des Amram war Jochebed, eine Tochter Levis, die sie dem Levi in Ägypten gebar. Und sie gebar dem Amram Aaron und Mose und ihre Schwester Mirjam.
60 Und dem Aaron wurden geboren Nadab und Abihu, Eleasar und Itamar.
61 Und Nadab und Abihu starben, als sie fremdes Feuer vor dem HERRN darbrachten.
62 Und ihre Gemusterten, alles Männliche von einem Monat an und darüber, waren 23 000; denn sie wurden nicht unter den Söhnen Israel gemustert, weil ihnen kein Erbteil unter den Söhnen Israel gegeben wurde.
63 Das sind die durch Mose und den Priester Eleasar Gemusterten, die die Söhne Israel in den Ebenen von Moab, am Jordan [bei] Jericho, musterten.
64 Und unter diesen war kein Mann von denen, die von Mose und dem Priester Aaron gemustert worden waren, die die Söhne Israel in der Wüste Sinai gemustert hatten.
65 Denn der HERR hatte von denen gesagt: Sie müssen in der Wüste sterben! Und kein Mann von ihnen war übriggeblieben außer Kaleb, dem Sohn des Jefunne, und Josua, dem Sohn des Nun.

Das Erbrecht von Töchtern wird geregelt, weil sich eine Notwendigkeit dazu ergeben hat. Nachzulesen im 4. Buch Mose (Numeri) in Kapitel 27 (mit Versangaben):

1 Und es traten heran die Töchter des Zelofhad, des Sohnes Hefers, des Sohnes Gileads, des Sohnes Machirs, des Sohnes Manasses, von den Sippen Manasses, des Sohnes Josephs. Und dies waren die Namen seiner Töchter: Machla, Noa und Hogla und Milka und Tirza.
2 Und sie traten vor Mose und vor den Priester Eleasar und vor die Fürsten und die ganze Gemeinde an den Eingang des Zeltes der Begegnung und sagten:
3 Unser Vater ist in der Wüste gestorben; er war aber nicht inmitten der Rotte derer, die sich in der Rotte Korachs gegen den HERRN zusammenrotteten, sondern er ist in seiner [eigenen] Sünde gestorben; aber er hatte keine Söhne.
4 Warum soll der Name unseres Vaters abgeschnitten werden aus der Mitte seiner Sippe, weil er keinen Sohn hat? Gib uns einen Grundbesitz inmitten der Brüder unseres Vaters!
5 Und Mose brachte ihre Rechtssache vor den HERRN.
6 Und der HERR redete zu Mose und sprach:
7 Die Töchter Zelofhads reden recht. Du musst ihnen in der Tat einen Erbbesitz inmitten der Brüder ihres Vaters geben, und du sollst das Erbteil ihres Vaters auf sie übergehen lassen!
8 Und zu den Söhnen Israel sollst du folgendes reden: Wenn ein Mann stirbt und keinen Sohn hat, dann sollt ihr sein Erbteil auf seine Tochter übergehen lassen.
9 Und wenn er keine Tochter hat, dann sollt ihr sein Erbteil seinen Brüdern geben.
10 Und wenn er keine Brüder hat, dann sollt ihr sein Erbteil den Brüdern seines Vaters geben.
11 Und wenn sein Vater keine Brüder hat, dann sollt ihr sein Erbteil seinem Blutsverwandten geben, der ihm aus seiner Sippe am nächsten steht, damit der es erbe. Und das soll für die Söhne Israel zu einer Rechtsordnung werden, wie der HERR dem Mose geboten hat.

Gott bereitet Mose darauf vor, dass er auf dem Abarim-Gebirge östlich des Toten Meeres sterben wird. Mose bittet darum, dass Gott einen Nachfolger benennt. Jahwe nennt Josua, den Mose durch Handauflegung öffentlich einsetzt. Von nun an wird Josua den Willen Gottes durch die heiligen Lose erfragen, nachzulesen im 4. Buch Mose (Numeri) in Kapitel 27 (mit Versangaben):

15 Und Mose redete zu dem HERRN und sprach:
16 Der HERR, der Gott des Lebensgeistes allen Fleisches, setze einen Mann über die Gemeinde ein,
17 der vor ihnen her [zum Kampf] auszieht und vor ihnen her [ins Lager] einzieht und der sie ausführt und sie einführt, damit die Gemeinde des HERRN nicht sei wie Schafe, die keinen Hirten haben!
18 Und der HERR sprach zu Mose: Nimm dir Josua, den Sohn des Nun, einen Mann, in dem der Geist ist, und lege deine Hand auf ihn!
19 Und stelle ihn vor den Priester Eleasar und vor die ganze Gemeinde, und beauftrage ihn vor ihren Augen,
20 und lege von deiner Würde [einen Teil] auf ihn, damit die ganze Gemeinde der Söhne Israel ihm gehorche!
21 Und er soll vor den Priester Eleasar treten, und der soll für ihn das Urteil der Urim vor dem HERRN befragen. Auf dessen Befehl sollen sie ausziehen, und auf dessen Befehl sollen sie einziehen, er und alle Söhne Israel mit ihm, ja, die ganze Gemeinde.
22 Und Mose tat es, wie der HERR ihm geboten hatte, und nahm Josua und stellte ihn vor den Priester Eleasar und vor die ganze Gemeinde.
23 Und er legte seine Hände auf ihn und beauftragte ihn, wie der HERR durch Mose geredet hatte.

Die Stämme Ruben und Gad bitten Mose, sich im Ostjordanland ansiedeln zu dürfen. Mose wird zornig darüber. Erst als die Männer ihre Bereitschaft erklären, den anderen Stämmen bei der Eroberung ihres Teiles des Landes zu helfen, gibt Mose nach. Auch ein Teil des Stammes Manasse erobert sich ein Gebiet im Ostjordanland. Mose teilt ihnen dann ihre Gebiete zu. Nachzulesen in der Bibel (mit Versangaben):

4. Mose (Numeri) 32
1 Und die Söhne Ruben und die Söhne Gad hatten viel Vieh, sehr zahlreich; und sie sahen das Land Jaser und das Land Gilead, und siehe, die Gegend war eine Gegend für Vieh.
2 Und die Söhne Gad und die Söhne Ruben kamen und sprachen zu Mose und zu dem Priester Eleasar und zu den Fürsten der Gemeinde und sagten:
3 Atarot und Dibon und Jaser und Nimra und Heschbon und Elale und Sibma und Nebo und Beon,
4 das Land, das der HERR vor der Gemeinde Israel geschlagen hat, ist ein Land für Vieh, und deine Knechte haben Vieh.
5 Und sie sagten: Wenn wir Gunst in deinen Augen gefunden haben, dann möge dieses Land deinen Knechten zum Eigentum gegeben werden! Lass uns nicht über den Jordan ziehen!
6 Und Mose sagte zu den Söhnen Gad und zu den Söhnen Ruben: Sollen eure Brüder in den Kampf ziehen, und ihr wollt hier bleiben?
7 Und warum wollt ihr das Herz der Söhne Israel davon abhalten, in das Land hinüberzuziehen, das der HERR ihnen gegeben hat?
8 So haben eure Väter getan, als ich sie von Kadesch-Barnea aussandte, das Land anzusehen:
9 sie zogen hinauf bis zum Tal Eschkol und sahen das Land an; und sie hielten das Herz der Söhne Israel ab, so dass sie nicht in das Land hineinzogen, das der HERR ihnen gegeben hatte.
10 Und der Zorn des HERRN entbrannte an jenem Tag, und er schwor und sprach:
11 Wenn die Männer, die aus Ägypten hinaufgezogen sind, von zwanzig Jahren an und darüber das Land sehen werden, das ich Abraham und Isaak und Jakob zugeschworen habe! Denn sie sind mir nicht treu gefolgt,
12 ausgenommen Kaleb, der Sohn des Jefunne, der Kenasiter, und Josua, der Sohn des Nun; denn sie sind dem HERRN treu nachgefolgt.
13 Und der Zorn des HERRN entbrannte gegen Israel, und er ließ sie vierzig Jahre lang in der Wüste umherirren, bis die ganze Generation aufgerieben war, die getan hatte, was böse in den Augen des HERRN war.
14 Und siehe, ihr seid an die Stelle eurer Väter getreten, eine Brut von sündigen Männern, um die Glut des Zornes des HERRN gegen Israel noch zu vermehren.
15 Wenn ihr euch von ihm abwendet, dann wird er es noch länger in der Wüste [bleiben] lassen, und ihr werdet dieses ganze Volk zugrunde richten.
16 Und sie traten zu ihm und sagten: Schafhürden wollen wir hier bauen für unsere Herden und Städte für unsere Kinder.
17 Wir selbst aber wollen uns eilends rüsten [und] vor den Söhnen Israel her[ziehen], bis wir sie an ihren Ort gebracht haben; und [nur] unsere Kinder sollen in den befestigten Städten bleiben wegen der Bewohner des Landes.
18 Wir wollen nicht in unsere Häuser zurückkehren, bis jeder von den Söhnen Israel sein Erbteil empfangen hat.
19 Denn wir wollen nicht mit ihnen erben jenseits des Jordan und darüber hinaus, denn unser Erbteil ist uns diesseits des Jordan nach Osten hin zuteilgeworden.
20 Da sagte Mose zu ihnen: Wenn ihr das tut, wenn ihr euch vor dem HERRN zum Kampf rüstet
21 und alle unter euch, die gerüstet sind, vor dem HERRN über den Jordan ziehen, bis er seine Feinde vor sich her vertrieben hat
22 und das Land vor dem HERRN unterworfen ist, und ihr danach zurückkehrt, dann sollt ihr schuldlos sein gegenüber dem HERRN und gegenüber Israel; und dieses Land soll euch als Eigentum gehören vor dem HERRN.
23 Wenn ihr aber nicht so handelt, siehe, dann habt ihr gegen den HERRN gesündigt; und ihr sollt erkennen, dass eure Sünde euch finden wird.
24 Baut euch Städte für eure Kinder und Hürden für eure Schafe, und tut, was aus eurem Munde hervorgegangen ist!
25 Und die Söhne Gad und die Söhne Ruben sagten zu Mose: Deine Knechte werden tun, wie mein Herr es befiehlt.
26 Unsere Kinder, unsere Frauen, unsere Herden und all unser Vieh sollen dort in den Städten Gileads sein.
27 Deine Knechte aber, alle zum Heer[esdienst] Gerüsteten, werden vor dem HERRN hinüberziehen in den Kampf, wie mein Herr redet.
28 Und Mose befahl ihrethalben dem Priester Eleasar und Josua, dem Sohn des Nun, und den Familienoberhäuptern der Stämme der Söhne Israel;
29 und Mose sagte zu ihnen: Wenn die Söhne Gad und die Söhne Ruben, alle zum Kampf Gerüsteten, mit euch vor dem HERRN über den Jordan ziehen und das Land vor euch unterworfen sein wird, dann sollt ihr ihnen das Land Gilead zum Eigentum geben.
30 Wenn sie aber nicht gerüstet mit euch hinüberziehen, dann sollen sie sich unter euch ansässig machen im Land Kanaan.
31 Und die Söhne Gad und die Söhne Ruben antworteten und sagten: Wie der HERR zu deinen Knechten geredet hat, so wollen wir es machen.
32 Wir wollen gerüstet vor dem HERRN in das Land Kanaan hinüberziehen, und unser Erbbesitz soll uns diesseits des Jordan [erhalten bleiben].
33 Und Mose gab ihnen, den Söhnen Gad und den Söhnen Ruben und der Hälfte des Stammes Manasse, des Sohnes des Joseph, das Königreich des Sihon, des Königs der Amoriter, und das Königreich des Og, des Königs von Basan, das Land samt seinen Städten mit ihren [Stadt]gebieten, die Städte des Landes ringsum.
34 Und die Söhne Gad bauten Dibon und Atarot und Aroer
35 und Atrot-Schofan und Jaser und Jogboha
36 und Bet-Nimra und Bet-Haram, feste Städte und Schafhürden.
37 Und die Söhne Ruben bauten Heschbon und Elale und Kirjatajim
38 und Nebo und Baal-Meon, deren Namen geändert wurden, und Sibma; und sie benannten die Städte, die sie bauten, mit anderen Namen.
39 Und die Söhne Machirs, des Sohnes Manasses, zogen nach Gilead und nahmen es ein; und sie vertrieben die Amoriter, die darin [wohnten].
40 Und Mose gab Gilead dem Machir, dem Sohn Manasses; und er wohnte darin.
41 Und Jair, der Sohn Manasses, zog hin und nahm ihre Zeltdörfer ein und nannte sie `Zeltdörfer Jairs'.
42 Und Nobach zog hin und nahm Kenat und seine Tochterstädte ein und nannte es Nobach nach seinem Namen.
5. Mose (Deuteronomium) 3,12-17
12 Dieses Land nahmen wir zu jener Zeit in Besitz. [Das Land] von Aroer an, das am Fluss Arnon [liegt], und die Hälfte des Gebirges Gilead und seine Städte gab ich den Rubenitern und den Gaditern.
13 Und den Rest von Gilead und das ganze Basan, das Königreich des Og, gab ich dem halben Stamm Manasse, den ganzen Landstrich Argob. Dieses ganze Basan wird das Land der Riesen genannt.
14 Jair, der Sohn Manasses, nahm den ganzen Landstrich Argob bis zur Grenze der Geschuriter und der Maachatiter und nannte sie, [die Ortschaften von] Basan, nach seinem Namen: Zeltdörfer Jairs; [so heißen sie] bis auf diesen Tag.
15 Und dem Machir gab ich Gilead.
16 Und den Rubenitern und den Gaditern gab ich [das Land] von Gilead bis zum Fluss Arnon, und zwar bis zur Mitte des Flusstales als Grenze und bis zum Fluss Jabbok, der Grenze der Söhne Ammon,
17 und die Ebene mit dem Jordan als Grenze, von Kinneret bis zum Meer der Ebene, dem Salzmeer, unterhalb der Abhänge des Pisga nach Osten zu.

Mose schreibt nach Anweisungen Jahwes die Stationen der Wüstenwanderung auf. Nachzulesen im 4. Buch Mose (Numeri) in Kapitel 33 (mit Versangaben):

1 Dies sind die Lagerplätze der Söhne Israel, die aus dem Land Ägypten ausgezogen sind, nach ihren Heer[esverbänd]en [geordnet], unter der Hand des Mose und des Aaron.
2 Und Mose schrieb ihre Aufbruchsorte auf nach ihren Lagerplätzen nach dem Befehl des HERRN; und das sind ihre Lagerplätze nach ihren Aufbruchsorten:
3 Sie brachen auf von Ramses im ersten Monat, am fünfzehnten Tag des ersten Monats. Am zweiten Tag nach dem Passah zogen die Söhne Israel aus mit erhobener Hand vor den Augen aller Ägypter,
4 während die Ägypter die begruben, die der HERR unter ihnen geschlagen hatte, alle Erstgeborenen; und der HERR hatte an ihren Göttern Gericht geübt.
5 Und die Söhne Israel brachen auf von Ramses und lagerten in Sukkot.
6 Und sie brachen auf von Sukkot und lagerten in Etam, das am Rand der Wüste [liegt].
7 Und sie brachen auf von Etam und wandten sich nach Pi-Hahirot, das Baal-Zefon gegenüber [liegt], und lagerten vor Migdol.
8 Und sie brachen auf von Pi-Hahirot und zogen mitten durchs Meer in die Wüste, und sie zogen drei Tagereisen in der Wüste Etam und lagerten in Mara.
9 Und sie brachen auf von Mara und kamen nach Elim; und in Elim waren zwölf Wasserquellen und siebzig Palmbäume; und sie lagerten dort.
10 Und sie brachen auf von Elim und lagerten am Schilfmeer.
11 Und sie brachen auf vom Schilfmeer und lagerten in der Wüste Sin.
12 Und sie brachen auf aus der Wüste Sin und lagerten in Dofka.
13 Und sie brachen auf von Dofka und lagerten in Alusch.
14 Und sie brachen auf von Alusch und lagerten in Refidim; und das Volk hatte dort kein Wasser zu trinken.
15 Und sie brachen auf von Refidim und lagerten in der Wüste Sinai.
16 Und sie brachen auf aus der Wüste Sinai und lagerten in Kibrot-Hattaawa.
17 Und sie brachen auf von Kibrot-Hattaawa und lagerten in Hazerot.
18 Und sie brachen auf von Hazerot und lagerten in Ritma.
19 Und sie brachen auf von Ritma und lagerten in Rimmon-Perez.
20 Und sie brachen auf von Rimmon-Perez und lagerten in Libna.
21 Und sie brachen auf von Libna und lagerten in Rissa.
22 Und sie brachen auf von Rissa und lagerten in Kehelata.
23 Und sie brachen auf von Kehelata und lagerten am Berg Schefer.
24 Und sie brachen auf vom Berg Schefer und lagerten in Harada.
25 Und sie brachen auf von Harada und lagerten in Makhelot.
26 Und sie brachen auf von Makhelot und lagerten in Tahat.
27 Und sie brachen auf von Tahat und lagerten in Tarach.
28 Und sie brachen auf von Tarach und lagerten in Mitka.
29 Und sie brachen auf von Mitka und lagerten in Haschmona.
30 Und sie brachen auf von Haschmona und lagerten in Moserot.
31 Und sie brachen auf von Moserot und lagerten in Bene-Jaakan.
32 Und sie brachen auf von Bene-Jaakan und lagerten in Hor-Gidgad.
33 Und sie brachen auf von Hor-Gidgad und lagerten in Jotbata.
34 Und sie brachen auf von Jotbata und lagerten in Abrona.
35 Und sie brachen auf von Abrona und lagerten in Ezjon-Geber.
36 Und sie brachen auf von Ezjon-Geber und lagerten in der Wüste Zin, das ist Kadesch.
37 Und sie brachen auf von Kadesch und lagerten am Berg Hor, am Rand des Landes Edom.
38 Und der Priester Aaron stieg auf den Berg Hor nach dem Befehl des HERRN; und er starb dort im vierzigsten Jahr nach dem Auszug der Söhne Israel aus dem Land Ägypten, im fünften Monat, am Ersten des Monats.
39 Und Aaron war 123 Jahre alt, als er auf dem Berg Hor starb.
40 Und die Kanaaniter, der König von Arad, der im Süden wohnte im Land Kanaan, hörte von dem Kommen der Söhne Israel.
41 Und sie brachen auf vom Berg Hor und lagerten in Zalmona.
42 Und sie brachen auf von Zalmona und lagerten in Punon.
43 Und sie brachen auf von Punon und lagerten in Obot.
44 Und sie brachen auf von Obot und lagerten in Ije-Abarim, im Gebiet von Moab.
45 Und sie brachen auf von Ijim und lagerten in Dibon-Gad.
46 Und sie brachen auf von Dibon-Gad und lagerten in Almon-Diblatajim.
47 Und sie brachen auf von Almon-Diblatajim und lagerten im Gebirge Abarim östlich von Nebo.
48 Und sie brachen auf vom Gebirge Abarim und lagerten in den Steppen von Moab, am Jordan [gegenüber] von Jericho.
49 Und sie lagerten am Jordan von Bet-Jeschimot bis Abel-Schittim in den Steppen von Moab.

Mose gibt Israel Anweisungen für die Eroberung und Verteilung des Landes Kanaan einschließlich der Regelung für die Asylstädte und wiederholt noch einmal das Gesetz über die Erbtöchter. Nachzulesen im 4. Buch Mose (Numeri) Kapitel 33 bis 36 (mit Versangaben):

50 Und der HERR redete zu Mose in den Steppen von Moab, am Jordan [gegenüber] von Jericho, und sprach:
51 Rede zu den Söhnen Israel und sage zu ihnen: Wenn ihr über den Jordan in das Land Kanaan zieht,
52 dann sollt ihr alle Bewohner des Landes vor euch her vertreiben und all ihre Götzenbilder zugrunde richten; und alle ihre gegossenen Bilder sollt ihr zugrunde richten, und alle ihre Höhen sollt ihr austilgen.
53 Und ihr sollt das Land in Besitz nehmen und darin wohnen, denn euch habe ich das Land gegeben, es zu besitzen.
54 Und ihr sollt das Land durchs Los als Erbteil empfangen nach euren Sippen: Dem, der groß ist [an Zahl], sollt ihr sein Erbteil groß bemessen, und dem, der klein ist [an Zahl], sollt ihr sein Erbteil klein bemessen; wohin das Los für einen fällt, das soll ihm gehören; nach den Stämmen eurer Väter sollt ihr [es] unter euch [als Erbteil] verteilen.
55 Wenn ihr aber die Bewohner des Landes nicht vor euch her vertreibt, dann werden die, die ihr von ihnen übriglasst, zu Dornen in euren Augen und zu Stacheln in euren Seiten werden, und sie werden euch bedrängen in dem Land, in dem ihr wohnt.
56 Und es wird geschehen: wie ich gedachte, ihnen zu tun, so werde ich euch tun.
Kapitel 34
1 Und der HERR redete zu Mose und sprach:
2 Befiehl den Söhnen Israel und sage zu ihnen: Wenn ihr in das Land Kanaan kommt, dann ist dies das Land, das euch als Erbteil zufallen soll: das Land Kanaan nach seinen Grenzen.
3 Und die Südseite soll für euch sein von der Wüste Zin an, an Edom entlang, und die Südgrenze soll für euch sein vom Ende des Salzmeers gegen Osten.
4 Und die Grenze soll sich für euch südlich von der Anhöhe Akrabbim wenden und nach Zin hinübergehen, und ihr Ausläufer sei südlich von Kadesch-Barnea; und sie soll nach Hazar-Addar hin laufen und nach Azmon hinübergehen;
5 und die Grenze soll sich von Azmon nach dem Bach Ägyptens wenden, und ihr Ausläufer soll zum Meer hin sein.
6 Und die Westgrenze: sie soll für euch das große Meer und das [Küsten]gebiet sein; das soll für euch die Westgrenze sein.
7 Und das soll für euch die Nordgrenze sein: Vom großen Meer aus sollt ihr euch eine Linie ziehen [bis zum] Berg Hor;
8 vom Berge Hor sollt ihr eine Linie ziehen bis man nach Hamat kommt, und der Ausläufer der Grenze sei nach Zedad hin;
9 und die Grenze soll nach Sifron hin verlaufen, und ihr Ausläufer sei bei Hazar-Enan. Das soll für euch die Nordgrenze sein.
10 Und als Ostgrenze sollt ihr euch eine Linie ziehen von Hazar-Enan nach Schefam.
11 Und die Grenze soll von Schefam nach Ribla östlich von Ajin hinabgehen; und [weiter] soll die Grenze hinuntergehen und an die Seite des Sees Kinneret gegen Osten stoßen;
12 und die Grenze soll an den Jordan hinabgehen, und ihr Ausläufer sei am Salzmeer. Das soll euer Land sein mit seinen Grenzen ringsum.
13 Und Mose befahl den Söhnen Israel und sprach: Das ist das Land, das ihr durchs Los als Erbteil empfangen sollt, das der HERR den neun Stämmen und dem halben Stamm zu geben befohlen hat.
14 Denn der Stamm der Söhne der Rubeniter nach ihren Vaterhäusern und der Stamm der Söhne der Gaditer nach ihren Vaterhäusern und die Hälfte des Stammes Manasse, die haben ihr Erbteil empfangen.
15 Die zwei Stämme und der halbe Stamm haben ihr Erbteil empfangen diesseits des Jordan von Jericho gegen Osten, gegen [Sonnen]aufgang.
16 Und der HERR redete zu Mose und sprach:
17 Das sind die Namen der Männer, die euch das Land als Erbe austeilen sollen: der Priester Eleasar und Josua, der Sohn des Nun.
18 Und je einen Fürsten von einem Stamm sollt ihr nehmen, um das Land als Erbe auszuteilen.
19 Und das sind die Namen der Männer: für den Stamm Juda: Kaleb, der Sohn des Jefunne;
20 und für den Stamm der Söhne Simeon: Schemuel, der Sohn des Ammihud;
21 für den Stamm Benjamin: Elidad, der Sohn des Kislon;
22 und für den Stamm der Söhne Dan ein Fürst: Bukki, der Sohn des Jogli;
23 für die Söhne Josephs: für den Stamm der Söhne Manasse ein Fürst: Hanniel, der Sohn des Efod;
24 und für den Stamm der Söhne Ephraim ein Fürst: Kemuel, der Sohn des Schiftan;
25 und für den Stamm der Söhne Sebulon ein Fürst: Elizafan, der Sohn des Parnach;
26 und für den Stamm der Söhne Issaschar ein Fürst: Paltiel, der Sohn des Asan;
27 und für den Stamm der Söhne Asser ein Fürst: Ahihud, der Sohn des Schelomi;
28 und für den Stamm der Söhne Naftali ein Fürst: Pedahel, der Sohn des Ammihud.
29 Diese sind es, denen der HERR befahl, den Söhnen Israel ihr Erbe im Land Kanaan auszuteilen.
Kapitel 35
1 Und der HERR redete zu Mose in den Ebenen von Moab am Jordan von Jericho und sprach:
2 Befiehl den Söhnen Israel, dass sie von ihrem Erbbesitz den Leviten Städte zum Wohnen geben! Und zu den Städten sollt ihr Weideland rings um sie her den Leviten geben.
3 Und die Städte sollen ihnen zum Wohnen dienen, und deren Weideflächen sollen für ihr Vieh und für ihren Besitz und für alle ihre Tiere sein.
4 Und die Weideflächen der Städte, die ihr den Leviten geben sollt, sollen von der Stadtmauer nach außen hin tausend Ellen betragen ringsum;
5 und ihr sollt außerhalb der Stadt auf der Ostseite zweitausend Ellen abmessen und auf der Südseite zweitausend Ellen und auf der Westseite zweitausend Ellen und auf der Nordseite zweitausend Ellen; die Stadt selbst aber soll in der Mitte sein; das sollen die Weideflächen ihrer Städte sein.
6 Und die Städte, die ihr den Leviten geben sollt: sechs Zufluchtsstädte sollen es sein, die ihr [ihnen] geben sollt, damit dorthin fliehen kann, wer einen Totschlag begangen hat. Und zu diesen hinzu sollt ihr [noch] 42 Städte geben.
7 Alle die Städte, die ihr den Leviten geben sollt, sie und ihre Weideflächen, [sollen] 48 Städte [sein].
8 Und was die Städte betrifft, die ihr von dem Eigentum der Söhne Israel hergeben sollt: von dem [Stamm], der viel hat, sollt ihr viel nehmen, und von dem, der wenig hat, sollt ihr wenig nehmen; jeder [Stamm] soll entsprechend dem Erbteil, das er erben wird, [einige] von seinen Städten den Leviten geben.
9 Und der HERR redete zu Mose und sprach:
10 Rede zu den Söhnen Israel und sage zu ihnen: Wenn ihr über den Jordan in das Land Kanaan zieht,
11 sollt ihr euch Städte bestimmen: Zufluchtsstädte sollen sie für euch sein, dass dorthin ein Totschläger fliehe, der einen Menschen aus Versehen erschlagen hat.
12 Und die Städte sollen euch als Zuflucht vor dem Rächer dienen, damit der Totschläger nicht sterbe, bis er angesichts der Gemeinde vor Gericht gestanden hat.
13 Und die Städte, die ihr hergeben sollt, sollen sechs Zufluchtsstädte für euch sein.
14 Drei Städte sollt ihr diesseits des Jordan geben, und drei Städte sollt ihr im Land Kanaan geben; Zufluchtsstädte sollen sie sein.
15 Für die Söhne Israel und den Fremden und den Beisassen in ihrer Mitte sollen diese sechs Städte als Zuflucht dienen, damit dorthin jeder fliehen kann, der einen Menschen aus Versehen erschlagen hat.
16 Wenn er ihn aber mit einem eisernen Gerät geschlagen hat, so dass er gestorben ist, dann ist er ein Mörder; der Mörder soll unbedingt getötet werden.
17 Und wenn er ihn mit einem Stein [in] der Hand, durch den man sterben kann, geschlagen hat, so dass er gestorben ist, dann ist er ein Mörder; der Mörder soll unbedingt getötet werden.
18 Oder wenn er ihn mit einem hölzernen Gerät [in] der Hand, durch das man sterben kann, geschlagen hat, so dass er gestorben ist, dann ist er ein Mörder; der Mörder soll unbedingt getötet werden.
19 Der Bluträcher, der soll den Mörder töten; wenn er ihn trifft, soll er ihn töten.
20 Und wenn er ihn aus Hass gestoßen oder in böser Absicht [etwas] gegen ihn geworfen hat, so dass er gestorben ist,
21 oder ihn aus Feindschaft mit seiner Hand geschlagen hat, so dass er gestorben ist, dann soll der Schläger unbedingt getötet werden; er ist ein Mörder; der Bluträcher soll den Mörder töten, wenn er ihn trifft.
22 Wenn er ihn aber unversehens, nicht aus Feindschaft gestoßen oder ohne böse Absicht irgendein Gerät auf ihn geworfen hat
23 oder, ohne es zu sehen, irgendeinen Stein, durch den man sterben kann, auf ihn hat fallen lassen, so dass er gestorben ist - er war ihm aber nicht feind und suchte seinen Schaden nicht -,
24 dann soll die Gemeinde zwischen dem Schläger und dem Bluträcher nach diesen Rechtsbestimmungen richten:
25 und die Gemeinde soll den Totschläger aus der Hand des Bluträchers retten, und die Gemeinde soll ihn in seine Zufluchtsstadt zurückbringen, in die er geflohen ist; und er soll in ihr bleiben bis zum Tod des Hohenpriesters, den man mit dem heiligen Öl gesalbt hat.
26 Wenn aber der Totschläger über die Grenze seiner Zufluchtsstadt, in die er geflohen ist, jemals hinausgeht,
27 und der Bluträcher findet ihn außerhalb der Grenze seiner Zufluchtsstadt, und der Bluträcher tötet den Totschläger, dann hat er keine Blutschuld.
28 Denn der [Totschläger] soll in seiner Zufluchtsstadt bleiben bis zum Tod des Hohenpriesters; und nach dem Tod des Hohenpriesters darf der Totschläger in das Land seines Eigentums zurückkehren.
29 Und das soll euch zu einer Rechtsordnung sein bei euren Generationen in allen euren Wohnsitzen.
30 Für jeden, der einen Menschen erschlägt, [gilt]: auf die Aussage von Zeugen soll man den Mörder töten; aber ein einzelner Zeuge kann nicht gegen einen Menschen aussagen, dass er sterben muss.
31 Und ihr sollt kein Sühnegeld annehmen für das Leben eines Mörders, der schuldig ist zu sterben, sondern er soll unbedingt getötet werden.
32 Auch sollt ihr kein Sühnegeld annehmen für den in seine Zufluchtsstadt Geflohenen, so dass er vor dem Tod des Priesters zurückkehren könnte, um im Land zu wohnen.
33 Und ihr sollt das Land nicht entweihen, in dem ihr seid; denn das Blut, das entweiht das Land; und dem Land kann für das Blut, das in ihm vergossen worden ist, keine Sühnung erwirkt werden außer durch das Blut dessen, der es vergossen hat.
34 Und du sollst das Land nicht unrein machen, in dem ihr wohnt, in dessen Mitte ich wohne; denn ich, der HERR, wohne inmitten der Söhne Israel.
Kapitel 36
1 Und es traten herzu die Familienoberhäupter von der Sippe der Söhne des Gilead, des Sohnes des Machir, des Sohnes des Manasse, aus den Sippen der Söhne Josephs; und sie redeten vor Mose und vor den Fürsten, den Häuptern der Väter der Söhne Israel,
2 und sagten: Der HERR hat meinem Herrn befohlen, den Söhnen Israel das Land durchs Los als Erbteil zu geben; und meinem Herrn ist von dem HERRN befohlen worden, das Erbteil Zelofhads, unseres Bruders, seinen Töchtern zu geben.
3 Werden sie nun einem von den Söhnen der [anderen] Stämme der Söhne Israel als Frauen [zuteil], dann wird ihr Erbteil dem Erbteil unserer Väter entzogen und zu dem Erbteil des Stammes hinzugefügt werden, dem sie [dann] angehören werden; und dem Los unseres Erbteils wird es entzogen werden.
4 Und [auch] wenn das Jobel[jahr] der Söhne Israel kommt, wird ihr Erbteil zu dem Erbteil des Stammes hinzugefügt werden, dem sie [dann] angehören werden; und ihr Erbteil wird dem Erbteil des Stammes unserer Väter entzogen werden.
5 Da befahl Mose den Söhnen Israel nach der Anweisung des HERRN und sagte: Der Stamm der Söhne Joseph redet recht.
6 Dies ist das Wort, das der HERR betreffs der Töchter Zelofhads geboten hat, indem er sprach: Sie mögen dem, der in ihren Augen gut ist, als Frauen zuteil werden; nur sollen sie [einem aus] der Sippe des Stammes ihres Vaters als Frauen zuteil werden,
7 damit nicht ein Erbteil der Söhne Israel von Stamm zu Stamm übergehe; denn die Söhne Israel sollen jeder am Erbteil des Stammes seiner Väter festhalten.
8 Und jede Tochter, die ein Erbteil aus den Stämmen der Söhne Israel besitzt, soll einem aus der Sippe des Stammes ihres Vaters als Frau zuteil werden, damit die Söhne Israel [ihr Erbteil], jeder das Erbteil seiner Väter, besitzen
9 und nicht ein Erbteil von einem Stamm auf einen anderen Stamm übergehe. Denn die Stämme der Söhne Israel sollen jeder an seinem Erbteil festhalten.
10 So wie der HERR dem Mose geboten hatte, so machten es die Töchter Zelofhads.
11 Und Machla, Tirza und Hogla und Milka und Noa, die Töchter Zelofhads, wurden den Söhnen ihrer Onkel als Frauen zuteil.
12 [Männern] aus den Sippen der Söhne Manasse, des Sohnes des Joseph, wurden sie als Frauen zuteil. Und so verblieb ihr Erbteil bei dem Stamm der Sippen ihres Vaters.
13 Das sind die Gebote und die Rechtsbestimmungen, die der HERR in den Ebenen von Moab am Jordan von Jericho den Söhnen Israel durch Mose geboten hat.

01.02.1406 BC
Land Kanaan

Der Führer des Volkes Israel, Mose, beginnt mit der ersten von drei großen Reden, die den größten Teil des 5. Buches Mose (Deuteronomium) ausmachen. Seine erste Rede enthält den geschichtlichen Rückblick und die Aufforderung an Israel, dem Gesetz Gottes zu gehorchen. Mose benennt außerdem die Asylstädte für das Ostjordanland. Nachzulesen im 5. Buch Mose Kapitel 1 bis 5 (mit Versangaben):

1 Dies sind die Worte, die Mose zu ganz Israel geredet hat jenseits des Jordan, in der Wüste, in der Ebene, Suf gegenüber, zwischen Paran und Tofel, Laban, Hazerot und Di-Sahab.
2 Elf Tage sind es vom Horeb, auf dem Weg zum Gebirge Seir, bis Kadesch-Barnea.
3 Und es geschah im vierzigsten Jahr, im elften Monat, am Ersten des Monats, da redete Mose zu den Söhnen Israel nach allem, was ihm der HERR für sie geboten hatte,
4 nachdem er Sihon, den König der Amoriter, der in Heschbon wohnte, geschlagen hatte und Og, den König von Basan, der in Aschtarot [und] in Edrei wohnte.
5 Jenseits des Jordan, im Land Moab, fing Mose an, dieses Gesetz auszulegen, indem er sprach:
6 Der HERR, unser Gott, redete zu uns am Horeb und sprach: Lange genug seid ihr an diesem Berg geblieben.
7 Wendet euch, brecht auf und zieht zum Gebirge der Amoriter und zu allen ihren Nachbarn in der Ebene, auf dem Gebirge, in der Niederung und im Süden und an der Küste des Meeres, in das Land der Kanaaniter und zum Libanon, bis an den großen Strom, den Euphratstrom!
8 Siehe, ich habe das Land vor euch dahingegeben. Geht hinein und nehmt das Land in Besitz, von dem der HERR euren Vätern, Abraham, Isaak und Jakob geschworen hat, [es] ihnen und ihren Nachkommen nach ihnen zu geben!
9 Und in jener Zeit sprach ich zu euch: Ich allein kann euch nicht tragen.
10 Der HERR, euer Gott, hat euch zahlreich werden lassen, und siehe, ihr seid heute wie die Sterne des Himmels an Menge.
11 Der HERR, der Gott eurer Väter, füge zu euch [noch] tausendmal [so viel], wie ihr seid, hinzu und segne euch, wie er zu euch geredet hat!
12 Wie könnte ich allein eure Bürde und eure Last und euren Rechtsstreit tragen?
13 Bringt weise und verständige und anerkannte Männer für eure Stämme, dass ich sie als Oberhäupter über euch einsetze!
14 Und ihr antwortetet mir und sagtet: Gut ist die Sache, die zu tun du angekündigt hast.
15 Und ich nahm die Oberhäupter eurer Stämme, weise und anerkannte Männer, und setzte sie als Oberhäupter über euch ein, als Oberste über Tausend und Oberste über Hundert und Oberste über Fünfzig und Oberste über Zehn und als Verwalter für eure Stämme.
16 Und ich gebot euren Richtern in jener Zeit: Hört [die Streitsachen] zwischen euren Brüdern und richtet gerecht zwischen einem Mann und seinem Bruder und dem Fremden bei ihm!
17 Ihr sollt im Gericht nicht die Person ansehen; den Kleinen wie den Großen sollt ihr hören. Ihr sollt euch vor niemandem fürchten, denn das Gericht ist Gottes Sache. Die Sache aber, die zu schwer für euch ist, bringt vor mich, dass ich sie höre! So gebot ich euch in jener Zeit all die Dinge, die ihr tun solltet.
19 > Und wir brachen auf vom Horeb und zogen durch diese ganze große und schreckliche Wüste, die ihr gesehen habt auf dem Weg zum Gebirge der Amoriter, wie der HERR, unser Gott es uns geboten hatte; und wir kamen bis Kadesch-Barnea.
20 Und ich sagte zu euch: Ihr seid bis zu dem Gebirge der Amoriter gekommen, das der HERR, unser Gott, uns gibt.
21 Siehe, der HERR, dein Gott, hat das Land vor dir dahingegeben. Zieh hinauf, nimm in Besitz, wie der HERR, der Gott deiner Väter, zu dir geredet hat! Fürchte dich nicht und sei nicht niedergeschlagen!
22 Da tratet ihr alle zu mir und sagtet: Lasst uns Männer vor uns hersenden, dass sie das Land für uns erkunden und uns Bericht erstatten über den Weg, auf dem wir hinaufziehen, und über die Städte, zu denen wir kommen sollen!
23 Und die Sache war gut in meinen Augen. Und ich nahm zwölf Männer von euch, je einen Mann für den Stamm.
24 Und sie wandten sich und zogen ins Gebirge hinauf, und sie kamen bis zum Tal Eschkol und kundschafteten es aus.
25 Und sie nahmen von den Früchten des Landes in ihre Hand und brachten [sie] zu uns herab. Und sie erstatteten uns Bericht und sagten: Das Land ist gut, das der HERR, unser Gott, uns gibt.
26 Aber ihr wolltet nicht hinaufziehen und wart widerspenstig gegen den Befehl des HERRN, eures Gottes.
27 Und ihr murrtet in euren Zelten und sagtet: Weil der HERR uns hasst, hat er uns aus dem Land Ägypten herausgeführt, um uns in die Hand der Amoriter zu geben, damit sie uns vernichten.
28 Wohin ziehen wir? Unsere Brüder haben unser Herz verzagt gemacht, indem sie sagten: Ein Volk, größer und höhergewachsen als wir, Städte, groß und bis an den Himmel befestigt, und sogar Enakitersöhne haben wir dort gesehen!
29 Da sagte ich zu euch: Erschreckt nicht und fürchtet euch nicht vor ihnen!
30 Der HERR, euer Gott, der vor euch herzieht, er wird für euch kämpfen nach allem, was er in Ägypten vor euren Augen für euch getan hat,
31 und in der Wüste, wo du gesehen hast, dass der HERR, dein Gott, dich getragen hat, wie ein Mann seinen Sohn trägt, auf dem ganzen Weg, den ihr gezogen seid, bis ihr an diesen Ort kamt.
32 Aber trotzdem hatte niemand von euch Vertrauen in den HERRN, euren Gott,
33 der auf dem Weg vor euch herzog, um euch einen Ort auszusuchen, damit ihr euch lagern konntet: bei Nacht im Feuer, damit ihr auf dem Weg sehen konntet, auf dem ihr zoget, und bei Tag in der Wolke.
34 Der HERR aber hatte den Lärm eurer Reden gehört. Da wurde er zornig und schwor:
35 Wenn irgend jemand unter diesen Männern, [von] dieser bösen Generation, das gute Land sehen wird, das ich euren Vätern zu geben geschworen habe!
36 Nur Kaleb, der Sohn des Jefunne, er soll es sehen, und ihm und seinen Söhnen werde ich das Land geben, das er betreten hat, dafür, dass er ganz und gar hinter dem HERRN [stand]. -
37 Auch gegen mich wurde der HERR zornig euretwegen und sprach: Auch du sollst nicht dort hineinkommen!
38 Josua, der Sohn des Nun, der vor dir steht, er soll dorthin kommen! Ihn stärke, denn er soll es Israel als Erbe austeilen! -
39 Und eure [kleinen] Kinder, von denen ihr sagtet: `Sie werden zur Beute werden!', und eure Söhne, die heute weder Gutes noch Böses kennen, sie sollen dorthin kommen, und ihnen werde ich es geben, und sie sollen es in Besitz nehmen.
40 Ihr aber, wendet euch und brecht auf zur Wüste, auf dem Weg zum Schilfmeer!
41 Da antwortetet ihr und sagtet zu mir: Wir haben gegen den HERRN gesündigt! Wir wollen hinaufziehen und kämpfen nach allem, was der HERR, unser Gott, uns geboten hat. Und ihr gürtetet ein jeder seine Waffen um und hieltet es für ein Leichtes, ins Gebirge hinaufzuziehen.
42 Da sprach der HERR zu mir: Sprich zu ihnen: Zieht nicht hinauf und kämpft nicht, denn ich bin nicht in eurer Mitte; damit ihr nicht vor euren Feinden geschlagen werdet!
43 So redete ich zu euch, aber ihr hörtet nicht. Und ihr wart widerspenstig gegen den Befehl des HERRN und handeltet vermessen und zogt in das Gebirge hinauf.
44 Da zogen die Amoriter aus, die auf jenem Gebirge wohnten, euch entgegen und jagten euch nach, wie es die Bienen tun, und zersprengten euch in Seir bis nach Horma.
45 Und ihr kehrtet zurück und weintet vor dem HERRN. Aber der HERR hörte nicht auf eure Stimme und neigte sein Ohr nicht zu euch. -
46 Und ihr bliebet in Kadesch viele Tage, eben die Zeit, die ihr [dort] bliebet.
Kapitel 2
1 Und wir wandten uns und brachen auf zur Wüste, auf dem Weg zum Schilfmeer, wie der HERR zu mir geredet hatte. Und wir umzogen das Gebirge Seir viele Tage [lang].
2 Und der HERR redete zu mir und sprach:
3 Lange genug habt ihr dieses Gebirge umzogen. Wendet euch nach Norden!
4 Und gebiete dem Volk und sage: Ihr werdet nun das Gebiet eurer Brüder, der Söhne Esau, durchziehen, die in Seir wohnen, und sie werden sich vor euch fürchten. Aber hütet euch wohl!
5 Lasst euch nicht in Streit mit ihnen ein, denn ich werde euch von ihrem Land auch nicht die Breite einer Fußsohle geben! Denn das Gebirge Seir habe ich dem Esau zum Besitz gegeben.
6 Nahrung sollt ihr für Geld von ihnen kaufen, damit ihr zu essen habt, und auch Wasser sollt ihr für Geld von ihnen kaufen, damit ihr zu trinken habt.
7 Denn der HERR, dein Gott, hat dich in allem Tun deiner Hand gesegnet. Er gab acht auf deine Wanderung durch diese große Wüste: diese vierzig Jahre ist der HERR, dein Gott, mit dir gewesen; es hat dir an nichts gemangelt.
8 Und wir zogen von unseren Brüdern, den Söhnen Esau, die in Seir wohnen, weiter [weg] von der Arabastrasse, von Elat und von Ezjon-Geber und wandten uns und zogen auf dem Weg zur Wüste Moabs.
9 Da sprach der HERR zu mir: Befehde Moab nicht und lass dich nicht in einen Krieg mit ihnen ein, denn ich werde dir von seinem Land keinen Besitz geben! Denn Ar habe ich den Söhnen Lot zum Besitz gegeben. -
10 Früher wohnten die Emiter darin, ein großes und zahlreiches und hochgewachsenes Volk wie die Enakiter.
11 Auch sie werden für Riesen gehalten wie die Enakiter; die Moabiter aber nennen sie Emiter.
12 Und in Seir wohnten früher die Horiter. Aber die Söhne Esau verdrängten sie und vernichteten sie vor sich her und wohnten an ihrer Stelle, so wie Israel es mit dem Land seines Besitzes getan hat, das der HERR ihnen gegeben hat. -
13 Nun macht euch auf und zieht über den Bach Sered! Und wir zogen über den Bach Sered.
14 Die Tage aber, die wir von Kadesch-Barnea wanderten, bis wir über den Bach Sered zogen, [betrugen] 38 Jahre, bis die Generation der kriegstüchtigen Männer aus dem Lager vollständig [aufgerieben war], so wie der HERR ihnen geschworen hatte.
15 Und zwar war die Hand des HERRN gegen sie, um sie aus dem Lager vollständig auszutilgen.
16 Und es geschah, als die kriegstüchtigen Männer aus der Mitte des Volkes vollständig weggestorben waren,
17 da redete der HERR zu mir und sprach:
18 Du wirst heute das Gebiet von Moab, von Ar, durchziehen
19 und dich den Söhnen Ammon nähern, [bis du ihrer Grenze] gegenüber[stehst]. Du sollst sie nicht befehden und dich nicht in Streit mit ihnen einlassen, denn ich werde dir von dem Land der Söhne Ammon keinen Besitz geben! Denn ich habe es den Söhnen Lot zum Besitz gegeben. -
20 Auch dieses wird für ein Land der Riesen gehalten. Riesen wohnten früher darin, und die Ammoniter nennen sie Samsummiter:
21 ein großes und zahlreiches und hochgewachsenes Volk, wie die Enakiter. Und der HERR vernichtete sie vor ihnen, und sie verdrängten sie und wohnten an ihrer Stelle,
22 so wie er [es] für die Söhne Esau getan hat, die in Seir wohnen, vor denen er die Horiter vernichtete, so dass sie sie verdrängten und an ihrer Stelle wohnten bis auf diesen Tag.
23 Und [was] die Awiter [betrifft], die in Dörfern bis Gaza hin wohnten: die Kaftoriter, die aus Kaftor ausgezogen waren, haben sie vernichtet und wohnten an ihrer Stelle. -
24 Macht euch auf, brecht auf und zieht über den Fluss Arnon! Siehe, ich habe den Amoriter Sihon, den König von Heschbon, und sein Land in deine Hand gegeben. Fang an, nimm [es] in Besitz und lass dich in einen Krieg mit ihm ein!
25 An diesem Tag will ich anfangen, Schrecken und Furcht vor dir auf die Völker unter dem ganzen Himmel zu legen: Wenn sie die Nachricht von dir hören, werden sie vor dir zittern und beben.
26 Da sandte ich Boten aus der Wüste Kedemot an Sihon, den König von Heschbon, mit Worten des Friedens und ließ [ihm] sagen:
27 Ich möchte durch dein Land ziehen auf der Straße! [Nur] auf der Straße will ich gehen, ich will weder zur Rechten noch zur Linken abweichen.
28 Nahrung sollst du mir für Geld verkaufen, dass ich esse, und Wasser sollst du mir für Geld geben, dass ich trinke. Ich will nur hindurchziehen mit meinen Füßen -
29 wie mir die Söhne Esau getan haben, die in Seir wohnen, und die Moabiter, die in Ar wohnen -, bis ich über den Jordan hinüberziehe in das Land, das der HERR, unser Gott, uns gibt.
30 Aber Sihon, der König von Heschbon, wollte uns nicht bei sich durchziehen lassen. Denn der HERR, dein Gott, hatte seinen Geist verhärtet und sein Herz verstockt, damit er ihn in deine Hand gäbe, so wie es heute ist.
31 Und der HERR sprach zu mir: Siehe, ich habe begonnen, Sihon und sein Land vor dir dahinzugeben. Fang an, nimm es in Besitz, damit dir sein Land gehört!
32 Und Sihon zog zum Kampf aus, uns entgegen nach Jahza, er und all sein Volk.
33 Aber der HERR, unser Gott, gab ihn vor uns dahin; und wir schlugen ihn und seine Söhne und all sein Volk.
34 In jener Zeit nahmen wir alle seine Städte ein, und wir vollstreckten den Bann an jeder Stadt, an Männern, Frauen und Kindern; wir ließen keinen übrig, der entkam.
35 Nur das Vieh erbeuteten wir für uns und die Beute der Städte, die wir einnahmen.
36 Von Aroer, das am Ufer des Flusses Arnon [liegt], und von der Stadt, die im Flusstal [liegt], bis Gilead gab es keine Stadt, die uns zu stark gewesen wäre: alles gab der HERR, unser Gott, vor uns dahin.
37 Nur dem Land der Söhne Ammon, dem ganzen Gebiet am Fluss Jabbok, hast du dich nicht genähert, noch den Städten des Gebirges, nach allem, was der HERR, unser Gott, geboten hatte.
Kapitel 3
1 Und wir wandten uns und zogen den Weg nach Basan hinauf. Und Og, der König von Basan, zog zum Kampf aus, uns entgegen nach Edrei, er und all sein Volk.
2 Und der HERR sprach zu mir: Fürchte ihn nicht, denn in deine Hand habe ich ihn und all sein Volk und sein Land gegeben! Und tu [mit] ihm, wie du [mit] Sihon, dem König der Amoriter, getan hast, der in Heschbon wohnte!
3 Und der HERR, unser Gott, gab auch Og, den König von Basan, und all sein Volk in unsere Hand. Und wir schlugen ihn, bis ihm keiner übrigblieb, der entkam.
4 Und alle seine Städte nahmen wir in jener Zeit ein. Es gab keine Stadt, die wir ihnen nicht nahmen: sechzig Städte, den ganzen Landstrich Argob, das Königreich des Og in Basan;
5 alle diese Städte waren befestigt mit hohen Mauern, Toren und Riegeln; abgesehen von den sehr vielen offenen Landstädten.
6 Und wir vollstreckten den Bann an ihnen, wie wir es bei Sihon, dem König von Heschbon, getan hatten. Wir vollstreckten an ihrer ganzen Bevölkerung den Bann: an Männern, Frauen und Kindern.
7 Aber alles Vieh und die Beute der Städte erbeuteten wir für uns.
8 So nahmen wir in jener Zeit aus der Hand der beiden Könige der Amoriter das Land, das jenseits des Jordan ist, vom Fluss Arnon bis an den Berg Hermon
9 - die Sidonier nennen den Hermon Sirjon, und die Amoriter nennen ihn Senir -:
10 alle Städte der Ebene und das ganze Gilead und das ganze Basan bis nach Salcha und Edrei, den Städten im Königreich des Og in Basan.
11 Denn nur Og, der König von Basan, war von dem Rest der Riesen [noch] übriggeblieben. Siehe, sein Bett, ein Bett aus Eisen, ist es nicht in Rabba, [der Hauptstadt] der Söhne Ammon? Seine Länge [beträgt] neun Ellen und seine Breite vier Ellen, nach der Elle eines Mannes.
12 Dieses Land nahmen wir zu jener Zeit in Besitz. [Das Land] von Aroer an, das am Fluss Arnon [liegt], und die Hälfte des Gebirges Gilead und seine Städte gab ich den Rubenitern und den Gaditern.
13 Und den Rest von Gilead und das ganze Basan, das Königreich des Og, gab ich dem halben Stamm Manasse, den ganzen Landstrich Argob. Dieses ganze Basan wird das Land der Riesen genannt.
14 Jair, der Sohn Manasses, nahm den ganzen Landstrich Argob bis zur Grenze der Geschuriter und der Maachatiter und nannte sie, [die Ortschaften von] Basan, nach seinem Namen: Zeltdörfer Jairs; [so heissen sie] bis auf diesen Tag.
15 Und dem Machir gab ich Gilead.
16 Und den Rubenitern und den Gaditern gab ich [das Land] von Gilead bis zum Fluss Arnon, und zwar bis zur Mitte des Flusstales als Grenze und bis zum Fluss Jabbok, der Grenze der Söhne Ammon,
17 und die Ebene mit dem Jordan als Grenze, von Kinneret bis zum Meer der Ebene, dem Salzmeer, unterhalb der Abhänge des Pisga nach Osten zu.
18 Und ich gebot euch zu jener Zeit und sagte: Der HERR, euer Gott, hat euch dieses Land gegeben, es in Besitz zu nehmen. Gerüstet sollt ihr vor euren Brüdern, den Söhnen Israel, hinüberziehen, alle Kriegstüchtigen.
19 Nur eure Frauen und eure Kinder und euer Vieh - ich weiß, dass ihr viel Vieh habt - sollen in euren Städten bleiben, die ich euch gegeben habe,
20 bis der HERR euren Brüdern Ruhe verschafft wie euch und auch sie das Land in Besitz nehmen, das der HERR, euer Gott, ihnen jenseits des Jordan gibt. Dann sollt ihr zurückkehren, jeder zu seinem Besitz, den ich euch gegeben habe.
21 Und dem Josua gebot ich zu jener Zeit und sprach: Deine Augen haben alles gesehen, was der HERR, euer Gott, diesen beiden Königen getan hat. So wird der HERR allen Königreichen tun, zu denen du hinüberziehst.
22 Fürchtet sie nicht! Denn der HERR, euer Gott, er ist es, der für euch kämpft.
23 Und ich flehte zu jener Zeit zum HERRN um Erbarmen:
24 Herr, HERR, du hast begonnen, deinen Knecht deine Größe und deine starke Hand sehen zu lassen. Denn wo im Himmel und auf Erden ist ein Gott, der [so etwas] wie deine Werke und wie deine Machttaten tun könnte?
25 Ich möchte doch [auch] hinüberziehen und das gute Land sehen, das jenseits des Jordan [liegt], dieses gute Bergland und den Libanon.
26 Aber der HERR war euretwegen über mich erzürnt und hörte nicht auf mich. Und der HERR sprach zu mir: Lass es genug sein! Rede mir nicht mehr weiter von dieser Sache!
27 Steige auf den Gipfel des Pisga und erhebe deine Augen nach Westen und nach Norden, nach Süden und nach Osten und sieh mit deinen Augen! Denn du wirst nicht über diesen Jordan gehen.
28 Und beauftrage Josua, stärke ihn und festige ihn! Denn er soll vor diesem Volk hinüberziehen, und er soll ihnen das Land, das du sehen wirst, als Erbe austeilen. -
29 Und wir blieben im Tal, Bet-Peor gegenüber.
Kapitel 4
1 Und nun, Israel, höre auf die Ordnungen und auf die Rechtsbestimmungen, die ich euch zu tun lehre, damit ihr lebt und hineinkommt und das Land in Besitz nehmt, das der HERR, der Gott eurer Väter, euch gibt!
2 Ihr sollt nichts hinzufügen zu dem Wort, das ich euch gebiete, und sollt nichts davon wegnehmen, damit ihr die Gebote des HERRN, eures Gottes, haltet, die ich euch gebiete!
3 Eure Augen haben gesehen, was der HERR wegen des Baal-Peor getan hat. Denn jeden, der dem Baal-Peor nachgelaufen ist, den hat der HERR, dein Gott, aus deiner Mitte vernichtet.
4 Ihr aber, die ihr dem HERRN, eurem Gott, anhinget, ihr seid heute alle am Leben.
5 Siehe, ich habe euch Ordnungen und Rechtsbestimmungen gelehrt, so wie der HERR, mein Gott, mir geboten hat, damit ihr danach handelt mitten in dem Land, in das ihr kommt, um es in Besitz zu nehmen.
6 So bewahrt und tut sie! Denn das ist eure Weisheit und eure Einsicht in den Augen der Völker, die all diese Ordnungen hören. Und sie werden sagen: Ein wahrhaft weises und verständiges Volk ist diese große Nation!
7 Denn wo gibt es eine große Nation, die Götter hätte, die ihr [so] nahe wären wie der HERR, unser Gott, in allem, [worin] wir zu ihm rufen?
8 Und wo gibt es eine große Nation, die [so] gerechte Ordnungen und Rechtsbestimmungen hätte wie dieses ganze Gesetz, das ich euch heute vorlege?
9 Nur hüte dich und hüte deine Seele sehr, dass du die Dinge nicht vergisst, die deine Augen gesehen haben, und dass sie nicht aus deinem Herzen schwinden alle Tage deines Lebens! Und tue sie deinen Kindern und deinen Kindeskindern kund:
10 An dem Tag, an dem du vor dem HERRN, deinem Gott, am Horeb standest, als der HERR zu mir sprach: `Versammle mir das Volk, dass ich sie meine Worte hören lasse, die sie lernen sollen, um mich zu fürchten all die Tage, solange sie auf dem Erdboden leben und die sie ihre Kinder lehren sollen!',
11 da tratet ihr hinzu und standet unten am Berg. Der Berg aber brannte im Feuer bis ins Herz des Himmels, [und da war] Finsternis, Gewölk und Dunkel.
12 Und der HERR redete zu euch mitten aus dem Feuer. Die Stimme der Worte hörtet ihr, aber ihr saht keine Gestalt, nur eine Stimme [war zu hören].
13 Und er verkündigte euch seinen Bund, den zu halten er euch gebot: die zehn Worte. Und er schrieb sie auf zwei steinerne Tafeln.
14 Und mir gebot der HERR zu jener Zeit, euch Ordnungen und Rechtsbestimmungen zu lehren, damit ihr sie hieltet in dem Land, in das ihr hinüberzieht, um es in Besitz zu nehmen.
15 So hütet eure Seelen sehr - denn ihr habt keinerlei Gestalt gesehen an dem Tag, als der HERR am Horeb mitten aus dem Feuer zu euch redete -,
16 dass ihr nicht zu [eurem] Verderben handelt und euch ein Götterbild macht in Gestalt irgendeines Götzenbildes, das Abbild eines männlichen oder eines weiblichen [Wesens],
17 das Abbild irgendeines Tieres, das [es] auf der Erde [gibt], das Abbild irgendeines geflügelten Vogels, der am Himmel fliegt,
18 das Abbild von irgend etwas, das auf dem Erdboden kriecht, das Abbild irgendeines Fisches, der im Wasser unter der Erde ist,
19 und dass du deine Augen nicht zum Himmel erhebst und, wenn du die Sonne und den Mond und die Sterne, das ganze Heer des Himmels siehst, dich verleiten lässt und dich vor ihnen niederwirfst und ihnen dienst, die doch der HERR, dein Gott, allen Völkern unter dem ganzen Himmel zugeteilt hat!
20 Euch aber hat der HERR genommen und euch herausgeführt aus dem eisernen Schmelzofen, aus Ägypten, damit ihr das Volk seines Erbteils wäret, so wie [es] heute [ist].
21 Und der HERR war euretwegen über mich erzürnt, und er schwor, dass ich nicht über den Jordan gehen und nicht in das gute Land kommen sollte, das der HERR, dein Gott, dir als Erbteil gibt.
22 Denn ich sterbe in diesem Land, ich gehe nicht über den Jordan. Ihr aber werdet hinüberziehen und dieses gute Land in Besitz nehmen.
23 Hütet euch, dass ihr ja nicht den Bund des HERRN, eures Gottes, vergesst, den er mit euch geschlossen hat, und euch ein Götterbild macht in der Gestalt von irgend etwas, das der HERR, dein Gott, dir verboten hat.
24 Denn der HERR, dein Gott, ist ein verzehrendes Feuer, ein eifersüchtiger Gott!
25 Wenn du Kinder und Kindeskinder zeugst und ihr im Lande alteingesessen seid und ihr zu [eurem] Verderben handelt und euch ein Götterbild macht in der Gestalt irgendeines [Lebewesens] und tut, was böse ist in den Augen des HERRN, deines Gottes, ihn zu reizen,
26 so rufe ich heute den Himmel und die Erde als Zeugen gegen euch auf, dass ihr mit Sicherheit schnell weggerafft werdet aus dem Land, in das ihr über den Jordan zieht, um es in Besitz zu nehmen. Ihr werdet eure Tage darin nicht verlängern, sondern völlig vernichtet werden.
27 Und der HERR wird euch unter die Völker zerstreuen, und ihr werdet übrigbleiben, ein geringes Häuflein unter den Nationen, wohin der HERR euch führen wird.
28 Dort werdet ihr Göttern dienen, dem Werk von Menschenhänden, aus Holz und Stein, die nicht sehen und nicht hören, nicht essen und nicht riechen können.
29 Dann werdet ihr von dort aus den HERRN, deinen Gott, suchen. Und du wirst ihn finden, wenn du mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele nach ihm fragen wirst.
30 Wenn du in Not bist und wenn alle diese Dinge dich getroffen haben am Ende der Tage, wirst du zum HERRN, deinem Gott, umkehren und auf seine Stimme hören.
31 Denn ein barmherziger Gott ist der HERR, dein Gott. Er wird dich nicht aufgeben und dich nicht vernichten und wird den Bund deiner Väter nicht vergessen, den er ihnen geschworen hat.
32 Denn frage doch nach den früheren Tagen, die vor dir gewesen sind, von dem Tag an, als Gott den Menschen auf der Erde geschaffen hat, und von einem Ende des Himmels bis zum anderen Ende des Himmels, ob [je] eine solch große Sache geschehen oder ob dergleichen gehört worden sei.
33 Hat [je] ein Volk die Stimme Gottes mitten aus dem Feuer reden hören, wie du sie gehört hast, und ist am Leben geblieben? -
34 Oder hat [je] ein Gott versucht hinzugehen, um sich eine Nation mitten aus einer [anderen] Nation zu holen durch Prüfungen, durch Zeichen und durch Wunder und durch Krieg und mit starker Hand und mit ausgestrecktem Arm und durch große Schreckenstaten nach allem, was der HERR, euer Gott, in Ägypten vor deinen Augen für euch getan hat?
35 Du hast es zu sehen bekommen, damit du erkennst, dass der HERR der [alleinige] Gott ist. Außer ihm gibt es sonst keinen.
36 Vom Himmel her hat er dich seine Stimme hören lassen, um dich zu unterweisen. Und auf der Erde hat er dich sein großes Feuer sehen lassen, und mitten aus dem Feuer hast du seine Worte gehört.
37 Und weil er deine Väter geliebt und ihre Nachkommen nach ihnen erwählt hat, hat er dich mit seinem Angesicht, mit seiner großen Kraft aus Ägypten herausgeführt,
38 um Nationen vor dir zu vertreiben, größer und stärker als du, um dich herzubringen [und] dir ihr Land als Erbteil zu geben, so wie [es] heute [ist].
39 So erkenne denn heute und nimm dir zu Herzen, dass der HERR der [alleinige] Gott ist im Himmel oben und auf der Erde unten, keiner sonst!
40 Und halte seine Ordnungen und seine Gebote, die ich dir heute gebiete, damit es dir und deinen Kindern nach dir gut geht und damit du deine Tage verlängerst in dem Land, das der HERR, dein Gott, dir für immer gibt.
41 Damals sonderte Mose drei Städte aus jenseits des Jordan, gegen Sonnenaufgang,
42 damit ein Totschläger dahin fliehen kann, der seinen Nächsten unabsichtlich erschlagen hat und ihn nicht schon vorher hasste - dass er in eine von diesen Städten fliehen und am Leben bleiben kann:
43 Bezer in der Wüste, im Land der Ebene, für die Rubeniter und Ramot in Gilead für die Gaditer und Golan in Basan für die Manassiter.

Moses zweite Rede beginnt wieder mit einem kurzen geschichtlichen Rückblick. Dann stellt er dem Volk die grundlegenden Gebote vor. Er belehrt die Nachkommen Israels über die Offenbarung Gottes am Horeb, ermahnt sie zu Treue und Gehorsam. Dann folgen viele Einzelgebote mit abschließender Ermahnung (Die Bibel, 5 Mose 4,44 bis 26,19). Moses dritte Rede beginnt mit der Aufforderung, große Steine auf dem Berg Ebal aufzurichten, auf die die Worte des Gesetzes klar und deutlich aufgeschrieben werden sollen. Dazu sollen die Israeliten einen Altar bauen, Freudenopfer schlachten und vor Jahwe fröhlich sein. Dann sollen sechs Stämme auf dem Berg Ebal stehen, um die Flüche zu bestätigen, die die Leviten vorsprechen werden. Die anderen sechs Stämme sollen auf dem Berg Garizim stehen, um das Volk zu segnen. Nachzulesen im 5. Buch Mose (Deuteronomium) Kapitel 27 uns 28 (mit Versangaben):

1 Und Mose und die Ältesten von Israel befahlen dem Volk: Bewahrt das ganze Gebot, das ich euch heute befehle!
2 Und es soll geschehen, an dem Tag, an dem ihr über den Jordan in das Land hinüberzieht, das der HERR, dein Gott, dir gibt, sollst du dir große Steine aufrichten und sie mit Kalk bestreichen.
3 Und du sollst alle Worte dieses Gesetzes auf sie schreiben, wenn du hinübergezogen bist, damit du in das Land kommst, das der HERR, dein Gott, dir gibt, ein Land, das von Milch und Honig überfließt, wie der HERR, der Gott deiner Väter, zu dir geredet hat.
4 Und es soll geschehen, wenn ihr über den Jordan gezogen seid, sollt ihr diese Steine, über die ich euch heute Befehl gebe, auf dem Berg Ebal aufrichten; und du sollst sie mit Kalk bestreichen.
5 Und dort sollst du dem HERRN, deinem Gott, einen Altar bauen, einen Altar aus Steinen. Du sollst kein Eisen über ihnen schwingen,
6 aus unbehauenen Steinen sollst du den Altar des HERRN, deines Gottes, bauen. Und du sollst dem HERRN, deinem Gott, Brandopfer darauf opfern,
7 und du sollst Heilsopfer opfern und dort essen und dich vor dem HERRN, deinem Gott, freuen. -
8 Und auf die Steine sollst du alle Worte dieses Gesetzes deutlich [und] sorgfältig schreiben.
9 Und Mose und die Priester, die Leviten, redeten zu ganz Israel und sagten: Sei still und höre, Israel! Am heutigen Tag bist du dem HERRN, deinem Gott, zum Volk geworden.
10 So gehorche der Stimme des HERRN, deines Gottes, und tue seine Gebote und seine Ordnungen, die ich dir heute befehle.
11 Und Mose befahl dem Volk an jenem Tag und sagte:
12 Wenn ihr über den Jordan gezogen seid, sollen diese auf dem Berg Garizim stehen, um das Volk zu segnen: Simeon und Levi und Juda und Issaschar und Joseph und Benjamin.
13 Und diese sollen auf dem Berg Ebal stehen zum Verfluchen: Ruben, Gad und Asser und Sebulon, Dan und Naftali.
14 Und die Leviten sollen anfangen und zu allen Männern von Israel mit erhobener Stimme sprechen:
15 Verflucht sei der Mann, der ein Götterbild oder ein gegossenes Bild macht, einen Gräuel für den HERRN, ein Werk von Künstlerhänden, und es im Verborgenen aufstellt! Und das ganze Volk antworte und sage: Amen!
16 Verflucht sei, wer seinen Vater oder seine Mutter verachtet! Und das ganze Volk sage: Amen!
17 Verflucht sei, wer die Grenze seines Nächsten verrückt! Und das ganze Volk sage: Amen!
18 Verflucht sei, wer einen Blinden auf dem Weg irreführt! Und das ganze Volk sage: Amen!
19 Verflucht sei, wer das Recht des Fremden, der Waise und der Witwe beugt! Und das ganze Volk sage: Amen!
20 Verflucht sei, wer bei der Frau seines Vaters liegt, denn er hat die Decke seines Vaters aufgedeckt! Und das ganze Volk sage: Amen!
21 Verflucht sei, wer bei irgendeinem Tier liegt! Und das ganze Volk sage: Amen!
22 Verflucht sei, wer bei seiner Schwester liegt, der Tochter seines Vaters oder der Tochter seiner Mutter! Und das ganze Volk sage: Amen!
23 Verflucht sei, wer bei seiner Schwiegermutter liegt! Und das ganze Volk sage: Amen!
24 Verflucht sei, wer seinen Nächsten im Verborgenen erschlägt! Und das ganze Volk sage: Amen!
25 Verflucht sei, wer ein Bestechungsgeschenk nimmt, um jemanden zu erschlagen, unschuldiges Blut [zu vergießen]! Und das ganze Volk sage: Amen!
26 Verflucht sei, wer die Worte dieses Gesetzes nicht aufrechterhält, sie zu tun! Und das ganze Volk sage: Amen!
Kapitel 28
1 Und es wird geschehen, wenn du der Stimme des HERRN, deines Gottes, genau gehorchst, dass du darauf achtest, all seine Gebote zu tun, die ich dir heute befehle, dann wird der HERR, dein Gott, dich als höchste über alle Nationen der Erde stellen.
2 Und alle diese Segnungen werden über dich kommen und werden dich erreichen, wenn du der Stimme des HERRN, deines Gottes, gehorchst.
3 Gesegnet wirst du sein in der Stadt, und gesegnet wirst du sein auf dem Feld.
4 Gesegnet wird sein die Frucht deines Leibes und die Frucht deines Ackerlandes und die Frucht deines Viehs, der Wurf deiner Rinder und die Zucht deiner Schafe.
5 Gesegnet wird sein dein Korb und dein Backtrog.
6 Gesegnet wirst du sein bei deinem Eingang, und gesegnet wirst du sein bei deinem Ausgang.
7 Der HERR wird deine Feinde, die sich gegen dich erheben, geschlagen vor dir dahingeben. Auf einem Weg werden sie gegen dich ausziehen, und auf sieben Wegen werden sie vor dir fliehen.
8 Der HERR wird dir den Segen entbieten in deine Speicher und zu allem Geschäft deiner Hand, und er wird dich segnen in dem Land, das der HERR, dein Gott, dir gibt.
9 Der HERR wird dich zu einem heiligen Volk für sich erheben, wie er dir geschworen hat, wenn du die Gebote des HERRN, deines Gottes, hältst und auf seinen Wegen gehst.
10 Und alle Völker der Erde werden sehen, dass der Name des HERRN über dir ausgerufen ist, und sie werden sich vor dir fürchten.
11 Und der HERR wird dir Überfluss geben an Gutem, an der Frucht deines Leibes und an der Frucht deines Viehes und an der Frucht deines Ackerlandes, zur Wohlfahrt in dem Land, das dir zu geben der HERR deinen Vätern geschworen hat.
12 Der HERR wird dir seinen guten Schatz, den Himmel, auftun, um deinem Land Regen zu seiner Zeit zu geben und um alles Tun deiner Hand zu segnen. Und du wirst vielen Nationen ausleihen, du selbst aber wirst [dir] nichts leihen.
13 Und der HERR wird dich zum Haupt machen und nicht zum Schwanz, und du wirst nur immer aufwärtssteigen und nicht hinuntersinken, wenn du den Geboten des HERRN, deines Gottes, gehorchst, die zu bewahren und zu tun ich dir heute befehle,
14 und von all den Worten, die ich euch heute befehle, weder zur Rechten noch zur Linken abweichst, um anderen Göttern nachzulaufen, ihnen zu dienen.
15 Es wird aber geschehen, wenn du der Stimme des HERRN, deines Gottes, nicht gehorchst, [so] dass du [nicht] darauf achtest, all seine Gebote und seine Ordnungen zu tun, die ich dir heute gebiete, dann werden all diese Flüche über dich kommen und dich erreichen.
16 Verflucht wirst du sein in der Stadt, und verflucht wirst du sein auf dem Feld.
17 Verflucht wird sein dein Korb und dein Backtrog.
18 Verflucht wird sein die Frucht deines Leibes und die Frucht deines Ackerlandes, der Wurf deiner Rinder und die Zucht deiner Schafe.
19 Verflucht wirst du sein bei deinem Eingang, und verflucht wirst du sein bei deinem Ausgang. -
20 Der HERR wird den Fluch, die Bestürzung und die Verwünschung gegen dich senden in allem Geschäft deiner Hand, das du tust, bis du vernichtet bist und bis du schnell umkommst wegen der Bosheit deiner Taten, mit denen du mich verlassen hast.
21 Der HERR wird die Pest an dir haften lassen, bis er dich ausgerottet hat aus dem Land, wohin du kommst, um es in Besitz zu nehmen.
22 Der HERR wird dich schlagen mit Schwindsucht und mit Fieberglut und mit Hitze und mit Entzündung und mit Dürre und mit Getreidebrand und mit Vergilben [des Korns], und sie werden dich verfolgen, bis du umgekommen bist.
23 Und dein Himmel, der über deinem Haupt ist, wird Erz sein, und die Erde, die unter dir ist, Eisen.
24 Der HERR wird den Regen deines Landes zu Staub und Sand machen. Vom Himmel wird es auf dich herabkommen, bis du umgekommen bist.
25 Der HERR wird dich geschlagen vor deinen Feinden dahingeben. Auf einem Weg wirst du gegen sie ausziehen, und auf sieben Wegen wirst du vor ihnen fliehen, und du wirst zum Schreckbild für alle Königreiche der Erde werden.
26 Und deine Leiche wird allen Vögeln des Himmels und den Tieren der Erde zum Fraß werden, und niemand wird sie wegscheuchen.
27 Der HERR wird dich schlagen mit den Geschwüren Ägyptens und mit Beulen und mit Krätze und mit Grind, dass du nicht [mehr] geheilt werden kannst.
28 Der HERR wird dich schlagen mit Wahnsinn und mit Blindheit und mit Geistesverwirrung.
29 Und du wirst am Mittag umhertappen, wie der Blinde im Finstern tappt, und du wirst keinen Erfolg haben auf deinen Wegen. Und du wirst alle Tage nur unterdrückt und beraubt sein, und niemand wird helfen.
30 Eine Frau wirst du dir verloben, aber ein anderer Mann wird sie beschlafen. Ein Haus wirst du bauen, aber nicht darin wohnen. Einen Weinberg wirst du pflanzen, aber du wirst ihn nicht nutzen.
31 Dein Rind wird vor deinen Augen geschlachtet, und du wirst nicht davon essen. Dein Esel wird vor deinem Gesicht geraubt und nicht zu dir zurückkehren. Deine Schafe werden deinen Feinden gegeben, und du wirst niemanden haben, der hilft.
32 Deine Söhne und deine Töchter werden einem anderen Volk gegeben, und deine Augen werden es sehen und werden nach ihnen schmachten den ganzen Tag; aber du wirst machtlos sein.
33 Die Frucht deines Ackers und all dein Erworbenes wird ein Volk verzehren, das du nicht kennst; und du wirst nur unterdrückt und zerschlagen sein alle Tage.
34 Und du wirst wahnsinnig werden vor dem Anblick [dessen], was deine Augen erblicken [müssen].
35 Der HERR wird dich schlagen mit bösen Geschwüren an den Knien und an den Schenkeln, von deiner Fußsohle bis zu deinem Scheitel, dass du nicht [mehr] geheilt werden kannst.
36 Der HERR wird dich und deinen König, den du über dich setzen wirst, zu einer Nation wegführen, die du nicht gekannt hast, du und deine Väter. Und du wirst dort anderen Göttern, [Göttern aus] Holz und Stein, dienen.
37 Und du wirst zum Entsetzen werden, zum Sprichwort und zur Spottrede unter allen Völkern, wohin der HERR dich wegtreiben wird.
38 Viel Samen wirst du aufs Feld hinausbringen, aber wenig einsammeln, denn die Heuschrecke wird es abfressen.
39 Weinberge wirst du pflanzen und bearbeiten; aber Wein wirst du weder trinken noch einsammeln, denn der Wurm wird ihn abfressen.
40 Ölbäume wirst du in deinem ganzen Gebiet haben; aber mit Öl wirst du dich nicht salben, denn deine Oliven fallen ab.
41 Söhne und Töchter wirst du zeugen; aber sie werden dir nicht gehören, denn sie werden in die Gefangenschaft gehen.
42 Alle deine Bäume und die Frucht deines Ackerlandes wird die Grille in Besitz nehmen.
43 Der Fremde, der in deiner Mitte [wohnt], wird höher und höher über dich emporsteigen, und du, du wirst tiefer und tiefer hinabsinken.
44 Er wird dir leihen, du aber wirst ihm nicht leihen [können]; er wird zum Haupt, du aber wirst zum Schwanz.
45 Und alle diese Flüche werden über dich kommen und dich verfolgen und dich erreichen, bis du vernichtet bist, weil du der Stimme des HERRN, deines Gottes, nicht gehorcht hast, seine Gebote und seine Ordnungen zu bewahren, die er dir befohlen hat.
46 Und sie werden zum Zeichen und zum Wunder sein an dir und an deinen Nachkommen für ewig.
47 Dafür dass du dem HERRN, deinem Gott, nicht mit Freude und mit fröhlichem Herzen gedient hast wegen des Überflusses an allem,
48 wirst du deinen Feinden, die der HERR gegen dich senden wird, dienen in Hunger und Durst, in Blöße und in Mangel an allem. Und er wird ein eisernes Joch auf deinen Hals legen, bis er dich vernichtet hat.
49 Der HERR wird von ferne, vom Ende der Erde her, eine Nation über dich bringen. Wie der Adler fliegt, [so kommt sie], eine Nation, deren Sprache du nicht verstehst,
50 eine Nation mit hartem Gesicht, die für den Alten keine Rücksicht kennt und für den Jungen keine Gnade,
51 und [die] die Frucht deines Viehs und die Frucht deines Landes verzehren wird, bis du vernichtet bist, die dir weder Getreide, Most oder Öl [noch] den Wurf deiner Rinder oder die Zucht deiner Schafe übriglassen wird, bis sie dich zugrunde gerichtet hat.
52 Und sie wird dich belagern in all deinen Toren, bis deine hohen und festen Mauern, auf die du vertraust, in deinem ganzen Land gefallen sind. Und sie wird dich belagern in all deinen Toren, in deinem ganzen Land, das der HERR, dein Gott, dir gegeben hat.
53 Dann wirst du die Frucht deines Leibes essen, das Fleisch deiner Söhne und deiner Töchter, die der HERR, dein Gott, dir gegeben hat in der Belagerung und Bedrängnis, mit der dich dein Feind bedrängen wird.
54 Der weichlichste und am meisten verzärtelte Mann bei dir, dessen Auge wird missgünstig auf seinen Bruder blicken und auf die Frau an seinem Busen und auf seine übriggebliebenen Kinder, die er übrigbehalten hat.
55 Keinem von ihnen gibt er [etwas] vom Fleisch seiner Kinder, das er isst, weil ihm nichts übriggeblieben ist in der Belagerung und Bedrängnis, mit der dein Feind dich bedrängen wird in all deinen Toren.
56 Die Weichlichste bei dir und die Verzärteltste, die vor Verzärtelung und vor Verweichlichung nie versucht hat, ihre Fußsohle auf die Erde zu setzen, deren Auge wird missgünstig auf den Mann an ihrem Busen blicken und auf ihren Sohn und auf ihre Tochter
57 wegen ihrer Nachgeburt, die zwischen ihren Beinen hervorkommt, und wegen ihrer Kinder, die sie gebiert. Denn sie wird sie aus Mangel an allem im geheimen aufessen in der Belagerung und Bedrängnis, mit der dein Feind dich bedrängen wird in deinen Toren. -
58 Wenn du nicht darauf achtest, alle Worte dieses Gesetzes zu tun, die in diesem Buch geschrieben sind, dass du diesen herrlichen und furchtbaren Namen, den HERRN, deinen Gott, fürchtest,
59 dann wird der HERR deine Plagen und die Plagen deiner Nachkommen außergewöhnlich machen: große und andauernde Plagen und böse und andauernde Krankheiten.
60 Und er wird alle Seuchen Ägyptens gegen dich wenden, vor denen du dich fürchtest, und sie werden an dir haften [bleiben].
61 Auch alle Krankheiten und alle Plagen, die nicht in dem Buch dieses Gesetzes geschrieben sind, - der HERR wird sie über dich kommen lassen, bis du vernichtet bist.
62 Als ein geringes Häuflein werdet ihr übrigbleiben, statt dass ihr wie die Sterne des Himmels an Menge geworden wärt, weil du der Stimme des HERRN, deines Gottes, nicht gehorcht hast. -
63 Und es wird geschehen: wie der HERR sich über euch freute, euch Gutes zu tun und euch zahlreich werden zu lassen, so wird der HERR sich über euch freuen, euch zugrunde zu richten und euch zu vernichten. Und ihr werdet aus dem Land herausgerissen werden, wohin du kommst, um es in Besitz zu nehmen.
64 Und der HERR wird dich unter alle Völker zerstreuen von einem Ende der Erde bis zum andern Ende der Erde. Und du wirst dort andern Göttern dienen, die du nicht gekannt hast, [weder] du noch deine Väter - [Göttern aus] Holz und Stein.
65 Und unter jenen Nationen wirst du nicht ruhig wohnen, und deine Fußsohle wird keinen Rastplatz finden. Und der HERR wird dir dort ein zitterndes Herz geben, erlöschende Augen und eine verzagende Seele.
66 Und dein Leben wird in Gefahr schweben, du wirst dich Nacht und Tag fürchten und deines Lebens nicht sicher sein.
67 Am Morgen wirst du sagen: Wäre es doch Abend! und am Abend wirst du sagen: Wäre es doch Morgen! - wegen des Zitterns deines Herzens, mit dem du zitterst, und wegen des Anblicks [dessen], was deine Augen erblicken [müssen].
68 Und der HERR wird dich auf Schiffen nach Ägypten zurückkehren lassen, auf dem Weg, von dem ich dir gesagt habe: Du sollst ihn nie mehr wiedersehen! Und ihr werdet euch dort euren Feinden als Sklaven und als Sklavinnen zum Kauf anbieten, aber es wird kein Käufer da sein.

Mose ruft alle Israeliten zusammen und erneuert mit ihnen den Bund Gottes vom Horeb. Nachzulesen im 5. Buch Mose (Deuteronomium) Kapitel 31 (mit Versangaben)

1 Und Mose ging hin und redete diese Worte zu ganz Israel.
2 Und er sprach zu ihnen: 120 Jahre bin ich heute alt, ich kann nicht mehr aus- und eingehen; und der HERR hat zu mir gesagt: Du sollst nicht über diesen Jordan gehen.
3 Der HERR, dein Gott, er zieht vor dir her hinüber; er selbst wird diese Nationen vor dir vernichten, dass du sie vertreiben kannst. Josua, er zieht vor dir her hinüber, wie der HERR geredet hat.
4 Und der HERR wird an ihnen handeln, wie er an Sihon und an Og, den Königen der Amoriter, und an ihrem Land gehandelt hat, die er vernichtet hat.
5 Und wenn der HERR sie vor euch dahingibt, dann sollt ihr an ihnen handeln nach dem ganzen Gebot, das ich euch geboten habe.
6 Seid stark und mutig, fürchtet euch nicht und erschreckt nicht vor ihnen! Denn der HERR, dein Gott, er ist es, der mit dir geht; er wird dich nicht aufgeben und dich nicht verlassen.
7 Und Mose rief Josua und sprach zu ihm vor den Augen von ganz Israel: Sei stark und mutig! Denn du, du wirst mit diesem Volk in das Land kommen, das der HERR ihren Vätern geschworen hat, ihnen zu geben; und du, du wirst es ihnen als Erbe austeilen.
8 Der HERR, er ist es, der vor dir herzieht; er selbst wird mit dir sein; er wird dich nicht aufgeben und dich nicht verlassen. Fürchte dich nicht und sei nicht niedergeschlagen!

Mose schreibt alles nieder und übergibt das Gesetz den Priestern. Gott befiehlt ihm, mit Josua in seiner Gegenwart zu erscheinen. Dann soll er ein Lied schreiben und es den Israeliten zusammen mit Josua beizubringen. Denn die Schriftrolle mit dem Gesetz und das Lied sollen Zeugen gegen die Israeliten sein. Nachzulesen im 5. Buch Mose (Deuteronomium) Kapitel 31 und 32 (mit Versangaben)

9 Und Mose schrieb dieses Gesetz auf und gab es den Priestern, den Söhnen Levis, die die Lade des Bundes des HERRN trugen, und allen Ältesten von Israel.
10 Und Mose befahl ihnen und sagte: Am Ende von sieben Jahren, zur Zeit des Erlassjahres, am Fest der Laubhütten,
11 wenn ganz Israel kommt, um vor dem HERRN, deinem Gott, an der Stätte zu erscheinen, die er erwählen wird, sollst du dieses Gesetz vor ganz Israel ausrufen lassen, vor ihren Ohren.
12 Versammle das Volk, die Männer und die Frauen und die Kinder und deinen Fremden, der in deinen Toren [wohnt], damit sie hören und damit sie lernen und den HERRN, euren Gott, fürchten und darauf achten, alle Worte dieses Gesetzes zu tun!
13 Und ihre Kinder, die es nicht wissen, sollen zuhören, damit sie den HERRN, euren Gott, fürchten lernen alle Tage, die ihr in dem Land lebt, in das ihr über den Jordan zieht, um es in Besitz zu nehmen.
14 Und der HERR sprach zu Mose: Siehe, deine Tage sind herangekommen, dass du sterben wirst. Rufe Josua, und findet euch im Zelt der Begegnung ein, dass ich ihm Befehl erteile! Da gingen Mose und Josua hin und fanden sich im Zelt der Begegnung ein.
15 Und der HERR erschien im Zelt, in der Wolkensäule; und die Wolkensäule stand über dem Eingang des Zeltes.
16 Und der HERR sprach zu Mose: Siehe, du wirst dich zu deinen Vätern legen. Und dieses Volk wird sich aufmachen und den fremden Göttern des Landes, in das es kommt, in seiner Mitte nachhuren. Und es wird mich verlassen und meinen Bund brechen, den ich mit ihnen geschlossen habe.
17 Da wird mein Zorn an jenem Tag gegen es entbrennen, und ich werde sie verlassen und mein Angesicht vor ihnen verbergen. Und es wird zum Fraß werden, und viele Übel und Nöte werden es treffen. Und es wird an jenem Tag sagen: Haben diese Übel mich nicht deshalb getroffen, weil mein Gott nicht [mehr] in meiner Mitte ist?
18 Ich aber, ich werde an jenem Tag mein Angesicht völlig verbergen wegen all des Bösen, das es getan, weil es sich andern Göttern zugewandt hat.
19 Und nun, schreibt euch dieses Lied auf, und lehre es die Söhne Israel! Lege es in ihren Mund, damit dieses Lied mir zum Zeugen gegen die Söhne Israel wird!
20 Denn ich werde es in das Land bringen, das von Milch und Honig überfließt, das ich seinen Vätern zugeschworen habe, und es wird essen und satt und fett werden. Und es wird sich andern Göttern zuwenden, und sie werden ihnen dienen und mich verwerfen, und meinen Bund wird es brechen.
21 Und es wird geschehen, wenn viele Übel und Nöte es treffen, dann wird dieses Lied als Zeuge vor ihm aussagen; denn es wird nicht vergessen werden im Mund seiner Nachkommen. Denn ich kenne sein Sinnen, mit dem es [schon] heute umgeht, [noch] bevor ich es in das Land bringe, das ich [seinen Vätern] zugeschworen habe.
22 Und Mose schrieb dieses Lied an jenem Tag auf, und er lehrte es die Söhne Israel.
23 Und er befahl Josua, dem Sohn des Nun, und sprach: Sei stark und mutig! Denn du, du wirst die Söhne Israel in das Land bringen, das ich ihnen zugeschworen habe. Und ich will mit dir sein.
24 Und es geschah, als Mose [damit] fertig war, die Worte dieses Gesetzes vollständig in ein Buch zu schreiben,
25 da befahl Mose den Leviten, die die Lade des Bundes des HERRN trugen:
26 Nehmt dieses Buch des Gesetzes und legt es neben die Lade des Bundes des HERRN, eures Gottes, dass es dort zum Zeugen gegen dich wird!
27 Denn ich kenne deine Widerspenstigkeit und deine Halsstarrigkeit wohl. Siehe heute [schon], während ich noch bei euch lebe, seid ihr widerspenstig gegen den HERRN gewesen; wieviel mehr nach meinem Tod!
28 Versammelt zu mir alle Ältesten eurer Stämme und eure Aufseher, dass ich diese Worte vor ihren Ohren rede und den Himmel und die Erde gegen sie als Zeugen aufrufe!
29 Denn ich habe erkannt, dass ihr nach meinem Tod ganz und gar zu [eurem] Verderben handeln und von dem Weg abweichen werdet, den ich euch befohlen habe. Dann wird euch das Unheil treffen am Ende der Tage, weil ihr tun werdet, was böse ist in den Augen des HERRN, ihn zu reizen durch das Werk eurer Hände.
30 Und Mose redete vor den Ohren der ganzen Versammlung Israels die Worte dieses Liedes zu Ende: Das Lied des Mose.
Kapitel 32
1 Horcht auf, ihr Himmel, ich will reden, und die Erde höre die Worte meines Mundes!
2 Wie Regen träufle meine Lehre, wie Tau riesele meine Rede, wie Regenschauer auf frisches Grün und wie Regengüsse auf [welkes] Kraut!
3 Denn den Namen des HERRN rufe ich aus: Gebt Ehre unserm Gott!
4 Der Fels: vollkommen ist sein Tun; denn alle seine Wege sind recht. Ein Gott der Treue und ohne Trug, gerecht und gerade ist er!
5 Es versündigte sich gegen ihn eine verkehrte und verdrehte Generation - nicht seine Kinder [sind sie, sondern] ihr [eigener] Schandfleck -.
6 Wollt ihr so dem HERRN vergelten, törichtes und unweises Volk? Ist er nicht dein Vater, der dich geschaffen hat? Er hat dich gemacht und dich bereitet.
7 Denk an die Tage der Vorzeit, gebt acht auf die Jahre von Generation zu Generation! Frag deinen Vater, er wird es dir kundtun, deine Ältesten, sie werden es dir sagen!
8 Als der Höchste den Nationen das Erbe austeilte, als er die Menschenkinder [voneinander] schied, da legte er fest die Grenzen der Völker nach der Zahl der Söhne Israel.
9 Denn der Anteil des HERRN ist sein Volk, Jakob das Maß seines Erbteils.
10 Er fand ihn im Land der Wüste und in der Öde, im Geheul der Wildnis. Er umgab ihn, gab acht auf ihn, er behütete ihn wie seinen Augapfel.
11 Wie der Adler sein Nest aufstört, über seinen Jungen schwebt, seine Flügel ausbreitet, sie aufnimmt, sie trägt auf seinen Schwingen,
12 [so] leitete ihn der HERR allein, und kein fremder Gott war mit ihm.
13 Er ließ ihn einherfahren auf den Höhen der Erde, und er aß die Früchte des Feldes. Er ließ ihn Honig saugen aus dem Felsen und Öl aus dem Felsenkiesel,
14 Rahm der Kühe und Milch der Schafe samt dem Fett der Lämmer, Widder aus Basan und Böcke samt dem Nierenfett des Weizens und Blut der Traube trankest du, feurigen Wein.
15 Da wurde Jeschurun fett und schlug aus. Du wurdest fett, dick, feist! Und er verwarf den Gott, der ihn gemacht, und verachtete den Fels seiner Rettung.
16 Sie reizten ihn zur Eifersucht durch fremde [Götter], durch Gräuel kränkten sie ihn.
17 Sie opferten den Dämonen, die nicht Gott sind, Göttern, die sie nicht kannten, neuen, die [erst] vor kurzem aufgekommen waren, die eure Väter nicht verehrten.
18 Den Felsen, der dich gezeugt, täuschtest du und vergaßest den Gott, der dich geboren.
19 Und der HERR sah es und verwarf [sie] aus Unwillen über seine Söhne und seine Töchter.
20 Er sprach: Ich will mein Angesicht vor ihnen verbergen, will sehen, was ihr Ende ist; denn eine Generation [voller] Verkehrtheit sind sie, Kinder, in denen keine Treue ist.
21 Sie haben mich zur Eifersucht gereizt durch einen Nicht-Gott, haben mich gekränkt durch ihre Nichtigkeiten; so will auch ich sie zur Eifersucht reizen durch ein Nicht-Volk, durch eine törichte Nation will ich sie kränken.
22 Denn ein Feuer ist entbrannt in meinem Zorn, es brennt bis in den untersten Scheol und frisst die Erde und ihren Ertrag und entzündet die Grundfesten der Berge.
23 Ich will Unheil über sie häufen, meine Pfeile gegen sie verbrauchen.
24 Sie sind vor Hunger entkräftet und aufgezehrt von Fieberglut und giftiger Pest, so sende ich den Zahn wilder Tiere gegen sie, samt dem Gift der im Staub Kriechenden.
25 Draußen wird kinderlos machen das Schwert und drinnen der Schrecken: den Jüngling wie die Jungfrau, den Säugling mit dem greisen Mann.
26 Ich hätte [gern] gesagt: Ich will sie zerschlagen, der Erinnerung an sie unter den Menschen ein Ende machen!
27 Wenn ich die Kränkung durch den Feind nicht fürchtete, dass ihre Gegner es falsch darstellten, dass sie sagten: Unsere Hand war erhaben! - und nicht: Der HERR hat dies alles gewirkt!
28 Denn sie sind eine Nation, die [allen] Rat verloren hat; keine Einsicht ist bei ihnen.
29 Wenn sie weise wären, würden sie das verstehen, würde ihr Ende bedenken.
30 Wie könnte einer Tausend jagen und zwei Zehntausend in die Flucht schlagen, wenn nicht [deshalb], weil ihr Fels sie verkauft und der HERR sie preisgegeben hat?
31 Denn nicht wie unser Fels ist ihr Fels; so haben unsere Feinde selbst geurteilt!
32 Denn von dem Weinstock Sodoms ist ihr Weinstock und von den Terrassen[gärten] Gomorras; ihre Beeren sind Giftbeeren, bittere Trauben haben sie.
33 Drachengift ist ihr Wein und grausames Viperngift.
34 Ist dies nicht bei mir aufbewahrt, versiegelt in meinen Schatzkammern?
35 Mein ist die Rache und die Vergeltung für die Zeit, da ihr Fuß wankt. Denn nahe ist der Tag ihres Verderbens, und was ihnen bevorsteht, eilt herbei.
36 Denn der HERR wird sein Volk richten, und über seine Knechte wird er sich erbarmen, wenn er sieht, dass geschwunden die Kraft und der Sklave und der Freie dahin sind.
37 Und er wird sagen: Wo sind [nun] ihre Götter, der Fels, bei dem sie Zuflucht suchten?
38 Die das Fett ihrer Schlachtopfer aßen, den Wein ihrer Trankopfer tranken, die sollen [doch] aufstehen und euch helfen, sie sollen [doch] ein Schirm über euch sein!
39 Seht nun, dass ich, ich es bin und kein Gott neben mir ist! Ich, ich töte und ich mache lebendig, ich zerschlage und ich, ich heile; und es gibt keinen, der aus meiner Hand rettet!
40 Denn ich erhebe meine Hand zum Himmel und spreche: So wahr ich ewig lebe!
41 Wenn ich mein blitzendes Schwert geschärft habe und meine Hand zum Gericht greift, dann wende ich Rache auf meine Gegner zurück und vergelte es meinen Hassern.
42 Meine Pfeile lass ich trunken werden von Blut, und mein Schwert frisst Fleisch vom Blut der Erschlagenen und Gefangenen, vom Haupt der Fürsten des Feindes.
43 Lasst jauchzen, ihr Nationen, sein Volk! Denn er rächt das Blut seiner Knechte, und Rache wendet er auf seine Gegner zurück, und sein Land, sein Volk entsühnt er.
44 Und Mose kam und redete alle Worte dieses Liedes vor den Ohren des Volkes, er und Hosea, der Sohn des Nun.
45 Und als Mose all diese Worte zu ganz Israel zu Ende geredet hatte,
46 da sagte er zu ihnen: Richtet euer Herz auf all die Worte, die ich euch heute bezeuge, damit ihr sie euren Kindern gebietet, dass sie darauf achten, alle Worte dieses Gesetzes zu tun!
47 Denn nicht ein leeres Wort ist es für euch, sondern es ist euer Leben. Und durch dieses Wort werdet ihr eure Tage verlängern in dem Land, in das ihr über den Jordan zieht, um es in Besitz zu nehmen.

Gott bereitet Mose auf seinen Tod vor und befiehlt ihm, auf den Berg Nebo, der zum Gebirge Abarim gehört, zu steigen. Von dort kann er aus der Ferne das Gelobte Land sehen. Daraufhin segnet Mose die einzelnen Sämme Israels und nimmt so Abschied von ihnen. Es ist nicht ausgeschlossen, dass Mose selbst diese Zeilen noch in sein fünftes Buch geschrieben hat. Nachzulesen im 5. Buch Mose (Deuteronomium) Kapitel 32 und 33 (mit Versangaben)

48 Und an eben diesem Tag redete der HERR zu Mose und sprach:
49 Steige auf das Gebirge Abarim hier, [auf] den Berg Nebo, der im Land Moab [liegt], der Jericho gegenüber ist, und sieh das Land Kanaan, das ich den Söhnen Israel zum Eigentum gebe!
50 Dann wirst du auf dem Berg sterben, auf den du steigst, und wirst zu deinen Völkern versammelt werden, ebenso wie dein Bruder Aaron auf dem Berg Hor gestorben ist und zu seinen Völkern versammelt wurde,
51 weil ihr treulos gegen mich gehandelt habt mitten unter den Söhnen Israel am Wasser von Meriba-Kadesch in der Wüste Zin, weil ihr mich nicht geheiligt habt mitten unter den Söhnen Israel.
52 Denn von der gegenüberliegenden Seite sollst du das Land sehen, aber du sollst nicht in das Land hineinkommen, das ich den Söhnen Israel gebe.
Kapitel 33
1 Und das ist der Segen, mit dem Mose, der Mann Gottes, die Söhne Israel vor seinem Tod segnete.
2 Er sprach: Der HERR kam vom Sinai und leuchtete ihnen auf von Seir. Er strahlte hervor vom Berg Paran und kam von heiligen Myriaden. Zu seiner Rechten war feuriges Gesetz für sie.
3 Ja, er liebt sein Volk! All seine Heiligen sind in deiner Hand; und sie folgen deinen Füßen, jeder empfängt von deinen Worten.
4 Ein Gesetz hat uns Mose geboten, einen Besitz der Versammlung Jakobs.
5 Und er wurde König in Jeschurun, als sich die Häupter des Volkes versammelten, die Stämme Israels insgesamt. -
6 Ruben lebe und sterbe nicht, so dass seine Männer wenige würden!
7 Und dies für Juda: Und er sprach: Höre, HERR, die Stimme Judas und bring ihn zu seinem Volk! Seine Hände seien mächtig für ihn, und sei [ihm] Helfer vor seinen Gegnern!
8 Und für Levi sprach er: Deine Tummim und deine Urim sind für den Mann, der dir treu ist, den du versucht hast bei Massa, mit dem du gestritten hast bei dem Wasser von Meriba,
9 der von seinem Vater und von seiner Mutter sagte: `Ich habe ihn nicht gesehen!', und der seine Brüder nicht kannte und von seinen Söhnen nichts wusste. Denn sie haben dein Wort beachtet, und deinen Bund bewahren sie.
10 Sie lehren Jakob deine Rechtsbestimmungen und Israel dein Gesetz. Sie legen Räucherwerk vor deine Nase und Ganzopfer auf deinen Altar.
11 Segne, HERR, seine Kraft, und das Werk seiner Hände lass dir gefallen! Zerschmettere die Hüften derer, die sich gegen ihn erheben, und seiner Hasser, dass sie nicht mehr aufstehen!
12 Für Benjamin sprach er: Der Liebling des HERRN! In Sicherheit wohnt er bei ihm. Er beschirmt ihn den ganzen Tag, und zwischen seinen Berghängen wohnt er.
13 Und für Joseph sprach er: Gesegnet vom HERRN ist sein Land! Vom Köstlichsten des Himmels, vom Tau, und von der Flut, die drunten lagert,
14 und vom Köstlichsten der Erträge der Sonne und vom Köstlichsten der Früchte der Monate
15 und vom Besten der uralten Berge und vom Köstlichsten der ewigen Hügel
16 und vom Köstlichsten der Erde und ihrer Fülle und das Wohlgefallen dessen, der im Dornbusch wohnt, [all das] komme auf das Haupt Josephs und auf den Scheitel des Abgesonderten unter seinen Brüdern!
17 Er ist herrlich wie sein erstgeborener Stier; und Hörner des Büffels sind seine Hörner. Mit ihnen stößt er die Völker nieder, [alle] miteinander [bis an] die Enden der Erde. Das sind die Zehntausende Ephraims, das die Tausende Manasses.
18 Und für Sebulon sprach er: Freue dich, Sebulon, über deinen Auszug und du, Issaschar, über deine Zelte!
19 Sie rufen Völker zum Berg. Dort opfern sie Opfer der Gerechtigkeit; denn den Überfluss der Meere saugen sie und die verborgenen Schätze des Sandes.
20 Und für Gad sprach er: Gesegnet sei, der Gad Raum schafft! Wie eine Löwin lagert er und zerreißt den Arm und sogar den Scheitel.
21 Und er ersah sich einen Erstlingsanteil; denn dort war der Anteil eines Anführers aufbewahrt. Und er zog an die Spitze des Volkes, er vollstreckte die Gerechtigkeit des HERRN und seine Gerichte mit Israel.
22 Und für Dan sprach er: Dan ist ein junger Löwe; er springt aus Basan hervor.
23 Und für Naftali sprach er: Naftali, gesättigt mit Huld und voller Segen des HERRN! Westen und Süden nimmt er in Besitz!
24 Und für Asser sprach er: Mehr als die [andern] Söhne sei Asser gesegnet! Er sei der Liebling seiner Brüder, er tauche in Öl seinen Fuß!
25 Eisen und Erz seien deine Riegel, und wie deine Tage so deine Kraft!
26 Keiner ist wie der Gott Jeschuruns, der auf den Himmeln einherfährt zu deiner Hilfe und in seiner Hoheit auf den Wolken.
27 Eine Zuflucht ist der Gott der Urzeit, und unter [dir] sind ewige Arme. Und er vertreibt vor dir den Feind und spricht: Vernichte!
28 Und Israel wohnt sicher, abgesondert der Quell Jakobs, in einem Land von Korn und Most; auch sein Himmel träufelt Tau.
29 Glücklich bist du, Israel! Wer ist wie du, ein Volk, gerettet durch den HERRN, [der] der Schild deiner Hilfe und der das Schwert deiner Hoheit ist? Schmeicheln werden dir deine Feinde, du aber, du wirst einherschreiten über ihre Höhen.

01.03.1406 BC
Land Kanaan

Mose stirbt im Alter von 120 Jahren, nachdem ihm Gott das ganze künftige Land Israel zeigte. Gott begräbt ihn selbst und das Volk wird eine 30tägige Totenklage halten. Josua übernimmt die Führung des Volkes Israel. Dieses letzte Kapitel der fünften Schriftrolle Moses wird offenbar von Josua oder dem Priester Eleasar hinzugefügt. Nachzulesen im 34. Kapitel (mit Versangaben):

1 Und Mose stieg von den Ebenen Moabs auf den Berg Nebo, den Gipfel des Pisga, der Jericho gegenüber[liegt]. Und der HERR ließ ihn das ganze Land sehen: das [Land] Gilead bis nach Dan
2 und das ganze [Land] Naftali, das Land Ephraim und Manasse und das ganze Land Juda bis zum westlichen Meer
3 und den Süden und den Umkreis [des Jordan], die Ebene von Jericho, der Palmenstadt, bis [hin nach] Zoar.
4 Und der HERR sprach zu ihm: Das ist das Land, das ich Abraham, Isaak und Jakob zugeschworen habe, indem ich sprach: Deinen Nachkommen werde ich es geben. Ich habe es dich mit deinen Augen sehen lassen, aber du sollst nicht nach dort hinübergehen.
5 Und Mose, der Knecht des HERRN, starb dort im Land Moab nach dem Wort des HERRN.
6 Und er begrub ihn im Tal, im Land Moab, Bet-Peor gegenüber; und niemand kennt sein Grab bis auf diesen Tag.
7 Mose aber war 120 Jahre alt, als er starb. Sein Auge war nicht trübe geworden und seine Frische nicht geschwunden.
8 Und die Söhne Israel beweinten Mose in den Ebenen Moabs dreißig Tage lang; dann waren die Tage des Weinens der Trauer um Mose zu Ende.
9 Josua aber, der Sohn des Nun, war erfüllt mit dem Geist der Weisheit; denn Mose hatte seine Hände auf ihn gelegt. Und die Söhne Israel gehorchten ihm und taten, wie der HERR dem Mose geboten hatte.
10 Und es stand in Israel kein Prophet mehr auf wie Mose, den der HERR gekannt hätte von Angesicht zu Angesicht,
11 mit all den Zeichen und Wundern, mit denen der HERR ihn gesandt hatte, [sie] im Land Ägypten, am Pharao und an all seinen Knechten und an seinem ganzen Land zu tun,
12 und mit all der starken Macht und mit all dem Großen und Furchtbaren, das Mose vor den Augen von ganz Israel getan hat.

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