Wilhelm Anton von Klewitz

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Biografie

WILHELM ANTON VON KLEWITZ

* 1. August 1760 in Magdeburg, † 26. Juli 1838 in Magdeburg

Wilhelm Anton von Klewitz
  • Preußischer Staatsminister für Finanzen
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01.08.1760 - Der aus bürgerlichen Verhältnissen stammende Wilhelm Anton Klewitz wird in Magdeburg geboren.

1779 - Nach dem Besuch des Domgymnasiums in seiner Heimatstadt beginnt Wilhelm Anton Klewitz das Studium der Rechtswissenschaften in Halle (Saale).

1781 - Wilhelm Anton Klewitz setzt sein Studium in Göttingen fort. Nebenbei widmet er sich auch dem Studium von Chemie und Mathematik.

09.05.1783 - Wilhelm Anton Klewitz tritt seine erste Stelle als Referendar an der Magdeburger Kriegs- und Domänenkammer an. In dieser Funktion übernimmt er die Leitung des Salzamtes Schönebeck an der Elbe.

22.07.1784 - Wilhelm Anton Klewitz besteht sein Examen als Referendar und erwartet die Berufung zum Assessor.

Dezember 1784 - Wilhelm Anton Klewitz beginnt damit, Vorträge bei dem Bergwerks- und Hüttendepartement in Berlin anzuhören.

03.10.1786 - Wilhelm Anton Klewitz wird Assessor und Kriegs- und Domänenrat in Magdeburg; später wird er Kammerdirektor werden.

09.10.1793 - Der Magdeburger Kammerdirektor Wilhelm Anton Klewitz wird Geheimer Oberfinanzrat und Vortragender Finanzrat für die verwaltungstechnische und rechtliche Eingliederung der an Preußen fallenden vormals polnischen Gebiete. Sein neuer Wirkungsort ist das südpreußische Departement in Berlin.

1794 - Der Geheime Oberfinanzrat Wilhelm Anton Klewitz heiratet Karoline Henriette Augusta Rumpff.

02.08.1795 - Der Geheime Oberfinanzrat Wilhelm Anton Klewitz wird zum zweiten Kammerdirektor nach Magdeburg versetzt.

1797 - Der Zweite Kammerdirektor in Magdeburg Wilhelm Anton Klewitz veröffentlicht die "Steuerverfassung im Herzogtum Magdeburg".

1798 - Der Zweite Kammerdirektor in Magdeburg Wilhelm Anton Klewitz wird erneut als Geheimer Oberfinanzrat beim südpreußischen Departement in Berlin angestellt.

10.07.1803 - Bei den aus Anlass der Huldigung in den neuerworbenen Provinzen vorgenommenen Gnadenbezeigungen erfolgt die Erhebung des Geheimen Oberfinanzrates Wilhelm Anton Klewitz in den Adelstand.

1805 - Der Magdeburger Geheime Oberfinanzrat Wilhelm Anton von Klewitz wird Kammerpräsident in Posen und hier für die Mobilmachung der dorigen preußischen Truppen verantwortlich.

14.07.1807 - Nach der preußischen Niederlage gegen Frankreich übernimmt Wilhelm Anton von Klewitz das Präsidium der kombinierten Immediatkommission für Geldoperationen und Armenpflege in Königsberg. In dieser Stellung sowie als Mitglied des Finanzdepartements und Chef der Gesetzgebungskommission, nimmt er bedeutenden Anteil an der Formulierung von Gesetzen, welche die Regeneration des preußischen Staates dienen sollen.

27.10.1810 - Beauftragt von Karl August Fürst von Hardenberg entwirft der anerkannte Verwaltungs- und Steuerrechtler Wilhelm Anton von Klewiz zusammen mit Theodor von Schön die Verordnung über die veränderte Staatsverfassung aller obersten Staatsbehörden.

15.11.1810 - Wilhelm Anton von Klewitz wird zum Staatssekretär im Staatsrat ernannt.

1813 - Staatssekretär Wilhelm Anton von Klewitz wird zum zivilen Gouverneur der vormals preußischen Gebiete zwischen Elbe und Weserdie nach der Niederlage 1807 von Preußen abgetreten wurden. Er arbeitet an der Wiedereingliederung dieser Gebiete an Preußen.

1814 - Staatssekretär Wilhelm Anton von Klewitz wird von seiner Heimatstadt Magdeburg mit der Bürgerkrone geehrt und damit zum Ehrenbürger der Stadt ernannt.

1816 - Der preußische Staatssekretär Wilhelm Anton von Klewitz erhält für seine Verdienste um die Wiedereingliederung der preußischen Gebiete zwischen Elbe und Weser den Titel "Wirklicher Geheimer Rat".

Ende 1816 - Der Wirkliche Geheime Rat Wilhelm Anton von Klewitz wird gemeinsam mit zwei anderen hohen Beamten als Regierungskommissar mit einer Reise ins gerade preußisch gewordene Rheinland beauftragt, um Gegenmaßnahmen für die dort drohende Hungersnot vorzubereiten. Außerdem sollen die drei Kommissare die öffentliche Meinung über die Wünsche und die praktische Durchführung einer repräsentativen Verfassung erkunden. Dass von Klewitz später ein allgemeines Bedürfnis der Bevölkerung nach einer neuen Verfassung entschieden verneint und für die Erhaltung der historischen Sonderrechte der einzelnen Landesteile eintritt, macht ihn "faktisch zum Anwalt der altständischen Rechte", wie es der Historiker Herzfeld benennt.

02.12.1817 - Der Wirkliche Geheime Rat Wilhelm Anton von Klewitz löst Hans Graf von Bülow als preußischen Finanzminister ab. Hans Graf von Bülow übernimmt das neu geschaffene Staatsministerium für Handel und Gewerbe. Von Klewitz wird in seinem neuen Amt einer der Wegbereiter des Zollvereins werden. Die Ernennung von Klewitz' erfolgt in einer besonders kritischen Periode allgemeiner wirtschaftlicher Depression. Durch die Abzweigung der Hälfte seines Ressorts in dem neugebildeten Handelsministerium werden überdies seine Kompetenzen für die verantwortliche Leitung der preußischen Finanzen sehr stark eingeengt. So werden denn auch die beiden wichtigsten gesetzgeberischen Leistungen seiner Amtszeit nicht sein persönliches Werk sein.

1818 - Der preußische Finanzminister Wilhelm Anton von Klewitz verkündet das neue Zollgesetz, das der Ausgangspunkt einer späteren wirtschaftlichen Einigung Deutschlands im Zollverein werden soll. Dieses Gesetz wurde bereits unter seinem Vorgänger Graf von Bülow vorbereitet.

1820 - Im Königreich Preußen beginnen die ersten Maßnahmen zu einer großen Steuerreform, die in ihren wesentlichen Teilen von Hoffmann und Ladenberg geplant und durchgeführt werden. Finanzminister Wilhelm Anton von Klewitz ist an der Reform im Grunde nicht beteiligt.

Januar 1824 - Der preußische Finanzminister Wilhelm Anton von Klewitz legt das Amt des Finanzministers des Königreiches Preußen nieder und kehrt nach Magdeburg zurück. Grund für den Rücktritt ist der finanzielle Zusammenbruch des Ministeriums, dessen Ausmaß allerdings zunächst weit überschätzt wird, wird trotzdem seine Amtsführung jetzt und später mit dem Makel der Unfähigkeit belasten. Immerhin hat von Klewitz unter ungünstigen Voraussetzungen und in den Grenzen seiner etwas ängstlichen Natur seinem Nachfolger vorgearbeitet.

16.06.1825 - Der ehemalige preußische Finanzminister Wilhelm Anton von Klewitz übernimmt in Magdeburg das Amt des Oberpräsidenten der Provinz Sachsen von Friedrich Christian Adolph von Motz, der seinerseits in das Amt des preußischen Finanzministers wechselt, Arbeitsschwerpunkte von Klewitz' werden Bildungs- und Religionsangelegenheiten sowie das Bergwerkswesen sein. Im Auftrag des preußischen Königs wird er auchden neu eingerichteten Provinziallandtag als Landtagskommissar leiten.

1828 - Wilhelm Anton von Klewitz, der Oberpräsident der Provinz Sachsen, gibt die "Allgemeine Steuerverfassung in der preußischen Monarchie und besondere Grundsteuer-Verfassungen in der preußischen Provinz Sachsen" heraus.

1833 - Zu seinem 50. Dienstjubiläum wird der ehemalige preußische Finanzminister Wilhelm Anton von Klewitz, der seit 1825 in Magdeburg das Amt des Oberpräsidenten der Provinz Sachsen wahrnimmt, vom preußischen König Friedrich Wilhelm III. mit dem Schwarzen Adlerorden, den höchsten preußischen Orden, geehrt.

26.07.1838 - Der Oberpräsident der Provinz Sachsen und ehemalige preußische Finanzminister Wilhelm Anton von Klewitz (* 01.08.1760 in Magdeburg) stirbt in seiner Heimatstadt. Von Klewitz gehörte zu den konservativen Reformern des beginnenden 18. Jahrhunderts in Preußen.

Wilhelm Anton von Klewitz
(Königreich Preußen)
Vorgänger Amt Nachfolger
Hans Graf von Bülow
1813-1817
Staatsminister für Finanzen
1818-1825
Friedrich von Motz
1825-1830