Hans Graf von Bülow

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Biografie

LUDWIG FRIEDRICH VICTOR HANS GRAF VON BÜLOW

* 14. Juli 1774 in Essenrode bei Wolfsburg, † 11. August 1825 in Landeck/Schlesien

Hans Graf von Bülow
  • Preußischer Staatsminister für Finanzen
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14.07.1774 - Hans von Bülow entstammt dem mecklenburgischen Uradelsgeschlecht derer von Bülow und ist der Sohn des lüneburgischen Landschaftsdirektors Friedrich Ernst von Bülow (* 1736) und jüngerer Bruder des Juristen und Regierungspräsidenten Friedrich von Bülow (* 1762). Sein Cousin ist der preußische Reformer und Staatskanzler Karl August von Hardenberg.

1791 - Hans von Bülow absolviert die Ritterakademie Lüneburg und beginnt das Studium an der Universität Göttingen.

1794 - Hans von Bülow tritt als Referendar in preußische Dienste.

1796 - Durch seinen Cousin Karl August von Hardenberg wird Hans von Bülow zunächst bei der Kammer zu Bayreuth als Referendar und später als Assessor angestellt.

1801 - Gemeinsam mit seinem Cousin Karl August von Hardenberg wird Hans von Bülow von Ansbach und Bayreuth nach Berlin versetzt. Hier wird er Kriegs- und Domänenrat.

1804 - Hans von Bülow steigt zum Präsidenten einer Kammerverwaltung auf.

30.07.1804 - Hans von Bülow heratet die 23 Jahre alte Jeanette Schmucker aus Berlin.

1807 - Der Kammerpräsident Hans von Bülow wird Präsident der Kurmärkischen Kriegs- und Domänenkammer in Magdeburg.

Erstes Halbjahr 1808 - Der Präsident der Kurmärkischen Kriegs- und Domänenkammer in Magdeburg Hans von Bülow wird in den Staatsrat des im Vorjahr durch ein napoleonisches Dekret gebildetes Königreichs Westphalen berufen. Hier leitet er die Sektion Finanzen, Handel und Schatz und arbeitet an der Errichtung eines öffentlichen Haushalts und dem Dekret zur Gründung der Generalamortisationskasse des Königreichs mit. In dieser Funktion beginnt er nach dem Prinzip der freien Marktwirtschaft, beeinflusst durch die Ideen Adam Smiths, die Abschaffung von Vorrechten auf alle größeren Abgaben der Konsumtion im Königreich, ebenso wie auf die Steuern auf Salz und Akzise.

08.05.1808 - Der hannoveranische Staatsrat Hans von Bülow folgt dem französischen Rechtsgelehrten Jacques Claude Beugnot als Finanzminister Westphalens. Bülows Bemühungen gelten der Linderung der Staatsschuld und der Organisation des Steuerwesens vor dem Hintergrund fortwährender Forderungen des französischen Kaisers Napoléon. Als Gegensteuerung zur rasanten Verschuldung führt er die unbeliebten Zwangsanleihen des Königreichs durch.

1810 - König Jérôme von Hannover ernennt Finanzminister Hans von Bülow zum Grafen.

07.04.1811 - Während einer Reise zu einer Unterredung mit Kaiser Napoléon, in der er erfolglos eine Minderung der Zahlungsverpflichtungen aus den französischen Domänen im Königreich Westphalen zu erlangen sucht, führen Kreise am Hofe des Königs Jérôme eine Konspiration gegen Finanzminister Hans Graf von Bülow durch und drängen ihn aus dem Amt. Zu seinem Nachfolger ernennte der König Karl August Malchus aus dem Westphälischen Staatsrat. Nach seiner Entlassung zieht er sich unter Observation durch die Hohe Polizei auf seine Privatgüter zurück.

26.11.1813 - Nach dem Ende des Königreiches Hannover geht der ehemalige Finanzminister Hans Graf von Bülow in preußische Dienste, wo ihn König Friedrich Wilhelm III. mit Kabinettsorder aus dem Hauptquartier Frankfurt am Main zum neuen Finanzminister Preußens bestellt. Er löst damit Karl August von Hardenberg ab, der neben dem Amt des Staatskanzlers und des Staatsministers des Innern bislang auch Staatsminister der Finanzen war. Der von dem Verbündeten Napoléons, König Jérôme von Westphalen, an von Bülow verliehene Grafentitel wird in Preußen nicht anerkannt. Als ehemaliger westphälischer Beamter hater von vornherein hier eine ungünstige Stellung.

1816 - König Friedrich Wilhelm III. von Preußen erkennt den Grafentitel seines Finanzministers Hans von Bülow an; von Bülow bekam den Titel von dem mit Napoléon verbündeten früheren König Jérôme von Westphalen verliehen.

1817 - Der Staatsminister für Finanzen Hans Graf von Bülow erstrebt seit seiner Berufung durch Schwächung der Wehrverfassung Einsparungen im Etat, jedoch wird die Gegnerschaft gegen ihn gesteigert und seine Finanzpläne für 1817 finden entschiedene Ablehnung im Staatsrat. Er tritt zurück und wird durch den neuen Staatsminister Wilhelm Anton von Klewitz ersetzt. Hans Graf von Bülow wird Staatsminister des Handels und der Gewerbe.

Erstes Halbjahr1825 - Der Staatsminister des Handels und der Gewerbe Hans Graf von Bülow scheidet nach acht Jahren aus dem Amt, da sein Ministerium wieder dem Ministerium des Innern angeschlossen wird, und wird Oberpräsident der preußischen Provinz Schlesien.

11.08.1825 - Der Staatsminister des Handels und der Gewerbe Hans Graf von Bülow stirbt im Alter von 51 Jahren an plötzlichem Herzstillstand im niederschlesischen Kurort Landeck.

Hans von Bülow
(Königreich Hannover / Königreich Preußen)
Vorgänger Amt Nachfolger
Jacques Claude Beugnot
1807-1808
Finanzminister Westphalens
1808-1811
Karl August Malchus
1811-1813
Karl August von Hardenberg
1810-1813
Staatsminister für Finanzen
1813-1817
Wilhelm Anton von Klewitz
1817-1825
-
Staatsminister des Handels und der Gewerbe
1817-1825
-

Quellen: