Australien

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AUSTRALIEN

Australien als Kontinent umfasst eine Hauptlandmasse, Australien, und die vorgelagerten Inseln Tasmanien und Neuguinea.

Die Hauptlandmasse wurde vormals auch Neuholland genannt, der Kontinent wird (aus europäischer Sichtweise) als Fünfter Kontinent gezählt. Der Kontinent Australien war Teil des südlichen Superkontinents Gondwana, der vor etwa 200 Millionen Jahren aufgrund der Kontinentaldrift vom Urkontinent Pangaea getrennt wurde. Nachdem sich nacheinander Afrika und Madagaskar (vor ca. 160 Millionen Jahren), Indien (vor ca. 125 Millionen Jahren) und Neuseeland (vor ca. 80 Millionen Jahren) von Gondwana abspalteten, driftete der australische Kontinent langsam nach Norden, blieb aber bis vor 45 Millionen Jahren weiterhin mit Antarktika verbunden. Während dieser Zeit bildeten Australien, Neuguinea und Tasmanien eine zusammenhängende Landmasse, Sahul. Vor 15 Millionen Jahren kollidierte der nördliche Teil Sahuls mit Südostasien, wodurch sich die Gebirge Neuguineas auffalteten. Aus dieser Kollision entstand auch die Torres-Straße, die allerdings zu dieser Zeit noch über dem Meeresspiegel lag. Erst vor 8000 Jahren wurde die Torres-Straße, vor etwa 12.000 Jahren auch die Bass-Straße überflutet und damit die kontinuierliche Landverbindung zwischen Neuguinea, Australien und Tasmanien unterbrochen.

Während der Kontinent Teil Gondwanas war, herrschte ein mildes Klima vor. Nach der Trennung von Antarktika kam es durch die neu auftretenden Meeresströmungen zwischen diesen Kontinenten zu einem kühleren und trockeneren Klima. Dieser Effekt wurde noch verstärkt, nachdem sich auch Südamerika und der antarktische Kontinent trennten und damit der Antarktische Zirkumpolarstrom einsetzte.

Der Kontinent Australien liegt heute auf der australischen Kontinentalplatte, die als Teil der größeren indisch-australischen Platte gesehen wird. Sie umfasst Australien, die südlichen Teile der Insel Neuguinea, den nördlichen Teil Neuseelands sowie den östlichen Indischen Ozean, den Indischen Subkontinent und einen Teil des Pazifischen Ozeans. Der Kontinent bewegt sich heute mit einer Geschwindigkeit von 73 mm pro Jahr in Richtung Nordosten.

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Ereignis
4.404.000.000 BC
Präkambrium - Hadaikum

Mikroskopisch kleine Zirkone (Minerale aus der Klasse der Silicate) entstehen und sind die bisher ältesten auf der Erde, und zwar im heutigen Westaustralien im Narryer Gneiss Terrane im Yilgarn Craton gefundenen Minerale. Ihr Alter wird als das Kristallisationsalter der Zirkone interpretiert.

3.000.000.000 BC
Präkambrium – Archaikum – Mesoarchaikum - Ur

Der erste – hypothetische – Superkontinent Ur entsteht möglicherweise in Äquatornähe, in dessen Ur-Ozean auch das Leben in Form von extremophilen Archaeen und Bakterien – heutigen Chemofossilien – entsteht. Es wird angenommen, dass dieser Kontinent kleiner als das heutige Australien ist. Allerdings ist seine Existenz hypothetisch. Der Name Ur leitet sich von der deutschen Vorsilbe "ur-" für ursprünglich oder alt ab, spielt aber auch auf die mesopotamische Stadt Ur an, eine der ältesten Großstädte der Welt und soll darauf hinweisen, dass es sich um den ersten und ältesten Kontinent handelt. Ur besteht aus vier größeren Kratonen, dem Western Dharwar- und dem Singhbhum-Kraton Indiens, dem Kaapvaal-Kraton Südafrikas und dem Pilbara-Kraton Australiens. Dazu kommen wahrscheinlich noch drei kleinere Kratone in der Antarktis und eventuell zwei weitere kleinere Kratone in Indien, der Eastern Dharwar-Kraton und der Bhandara-Kraton. Es ist denkbar, dass sich Ur aus mehreren kleineren Kontinenten bildete. So nehmen einige namhafte Wissenschaftler aufgrund der sehr ähnlichen geologischen Geschichte an, dass Kaapvaal- und Pilbara-Kraton einmal einen Kleinkontinent bildeten, den sie Vaalbara nennen.

2.700.000.000 BC
Präkambrium – Archaikum – Neoarchaikum - Vaalbara

Vaalbara, ein hypothetischer Kontinent, entsteht im Gebiet des heutigen südlichen Afrika. Vaalbara besteht aus dem Kaapvaal-Kraton in Südafrika und dem Pilbara-Kraton in Westaustralien. Dabei liegt der Pilbara-Kraton rotierend um 60 Grad im Uhrzeigersinn nordwestlich des Kaapvaal-Kratons bezogen auf die heutige Nordrichtung des Transvaal-Kratons. Der Name wurde aus dem Namensbestandteil -vaal des Kaapvaal-Kratons und des Namensbestandteil -bara des Pilbara-Kratons gebildet. Der Kaapvaal-Kraton liegt auf 52,5 Grad nördlicher Breite.

2.100.000.000 BC
Präkambrium – Proterozoikum – Paläoproterozoikum – Rhyacium - Columbia

Nach 300 Millionen Jahren endet die „Archaische Eiszeit“, die in Nordamerika den Namen „Huronische Eiszeit“ genannt wird, nach dem Huronsee, in dessen Gesteinsschichten zahlreiche Hinweise darauf zu finden sind. Beginn der Entstehung des Superkontinents Columbia. "Columbia" wird alle fast größeren existierenden Blöcke der Erde umfassen. Die Ostküste des Kontinents berührt die Ostküste des heutigen Indien und das westliche Nordamerika. Das südliche Australien liegt noch nördlicher am westlichen Kanada an. Der größte Teil Südamerikas ist so weit verschoben, dass der westliche Rand des heutigen Brasilien am östlichen Nordamerika anliegt und bis Skandinavien reicht. Nach deren Rekonstruktion bildet sich Columbia durch die Kollision der drei Großkontinente Arctica (Nordamerika, Siberia, Grönland, Baltica), Atlantica (östliches Südamerika und westliches Afrika) und einem Block bestehend aus Teilen von Australien, Indien, Madagaskar, Südafrika und Teilen von Antarctica.

2.000.000.000 BC
Präkambrium – Proterozoikum – Paläoproterozoikum – Orosirium - Atlantica

Im Gebiet des heutigen Australien schlägt der Asteroid Yarrabubba ein und verursacht einen Krater von 30 Kilometern Durchmesser.

1.910.000.000 BC
Präkambrium – Proterozoikum – Paläoproterozoikum – Orosirium - Kenorland / Prae-Laurentia

Durch Bruchstücke Kenorlands, die sich an Prae-Laurentia anheften, wird die Wopmay-Gebirgsbildung in den heutigen "Northwest Territories" in Kanada hervorgerufen.

1.700.000.000 BC
Präkambrium – Proterozoikum – Paläoproterozoikum – Statherium - Atlantica / Columbia

300 Millionen Jahre nach seiner Entstehung wird der Kontinent Atlantica integraler Bestandteil des Superkontinents Columbia, der fast alle größeren Kontinentalbruchstücke miteinander vereinigt. Die Ostküste des heutigen Indien berührt das westliche Nordamerika. Das südliche Australien liegt noch nördlicher am westlichen Kanada an. Der größte Teil Südamerikas ist derart verschoben, dass der westliche Rand des heutigen Brasilien am östlichen Nordamerika anliegt und bis Skandinavien reicht. Nach deren Rekonstruktion bildet sich Columbia durch die Kollision von drei bereits vorher entstandenen Großkontinente Arctica (Nordamerika, Siberia, Grönland und Baltica), Atlantica (östliches Südamerika und westliches Afrika) und einem Block bestehend aus Teilen von Australien, Indien, Madagaskar, Südafrika und Teilen der Antarktis. Die genaue Position der Kratone zueinander ist jedoch umstritten. Columbia wird in erster Linie aufgrund annähernd globaler magmatischer Ereignisse im Zeitraum von 2100 bis 1300 Millionen Jahren angenommen. Die Nord-Süd-Ausdehnung wird mit 12.900 Kilometern angenommen, mit 4.800 Kilometern an der breitesten Stelle.

1.685.000.000 BC
Präkambrium – Proterozoikum – Paläoproterozoikum – Statherium - Columbia

Im Gebiet des heutigen Westaustralien schlägt der Asteroid Shoemaker ein und verursacht einen Krater von 30 Kilometern Durchmesser.

1.640.000.000 BC
Präkambrium – Proterozoikum – Paläoproterozoikum – Statherium - Columbia

Im Gebiet des heutigen Northern Territory in Australien schlägt der Asteroid Amalia Creek ein und verursacht einen Krater von 20 Kilometern Durchmesser.

1.000.000.000 BC
Präkambrium – Proterozoikum – Neoproterozoikum – Tonium - Rodinia

Die Periode des Tonium in der geologischen Ära des Neoproterozoikums im Zeitalter des Proterozoikums beginnt. Der Name ist abgeleitet vom grch. „tonas“ = ausdehnen. Er spielt auf die weitere Ausdehnung der alten Kratone an. Das herausragende geologische Ereignis im Tonium ist die Existenz eines einzigen Superkontinentes, Rodinia, in dem fast alle Kratone (alte Festlandkerne der heutigen Kontinente) enthalten sind. Gleichzeitig existiert analog ein einziger gigantischer Ozean, Mirovia genannt. Es finden nun Gebirgsbildungsprozesse statt. Der Beginn der Periode überschneidet sich mit dem Ende der Grenville-Orogenese, einer wichtigen gebirgsbildenden Phase und während deren unter anderem Gebirgszüge im heutigen Osten Nordamerikas und auf dem indischen Kontinent geformt werden. Der Wärmeaustausch zwischen der oberen Erdkruste und dem unteren Material erreicht den noch heute vorliegenden Stand. Die Plattentektonik gleicht etwa der heutigen. Vulkanausbrüche gewaltigen Ausmaßes existieren noch im heutigen Golf von Mexiko, zwischen Madagaskar und der Antarktis sowie nordöstlich von Neuguinea. Infolge der Gezeitenreibung, die die Erde im Laufe der letzten dreieinhalb Milliarden Jahre immer mehr abbremste, wurden die Tage kontinuierlich verlängert. Inzwischen hat ein Erdtag 22 Stunden gegenüber 18 Stunden vor einer halben Milliarde Jahren und 10 Stunden vor 3,5 Milliarden Jahren.

920.000.000 BC
Präkambrium – Proterozoikum – Neoproterozoikum – Tonium - Rodinia

Beginn der Edmund-Orogenese, die Teile des heutigen Australiens formt.

825.000.000 BC
Präkambrium – Proterozoikum – Neoproterozoikum – Cryogenium

Beginn des kontinentalen Riftings der beiden Kontinente Nordrodinia und Südrodinia. Ursache ist wahrscheinlich eine gigantische Vulkanausbruchserie ("Superplume") unter Rodinia.

800.000.000 BC
Präkambrium – Proterozoikum – Neoproterozoikum – Cryogenium - Rodinia / Baltica / Laurentia / Proto-Laurasia

Die Teile Laurentia und Baltica, die vor 150 Millionen Jahren zusammen mit Nordrodinia vom Superkontinent Rodinia abgespaltet wurden, bilden jetzt zusammen einen neuen Großkontinent. Baltica ist gegenüber der später eingenommenen Position in Laurussia um 120 Grad im Urzeigersinn gedreht. Zurzeit existiert bereits der Kontinent Proto-Laurasia. Überall auf der Erde existieren die ersten mehrzelligen Lebewesen.

780.000.000 BC
Präkambrium – Proterozoikum – Neoproterozoikum – Cryogenium - Rodinia

Das vor 825 Millionen Jahren durch ein Superplume begonnene Rifting der beiden einzigen Kontinente Nordrodinia und Südrodinia gewinnt durch eine zweite Serie von gigantischen Vulkanausbrüchen ("Super-Plumes") seit 45 Millionen Jahren weiter an Dynamik.

750.000.000 BC
Präkambrium – Proterozoikum – Neoproterozoikum – Cryogenium

Nach 2,3 Milliarden Jahre BC und 950 Millionen Jahre BC folgt das dritte Eiszeitalter der Erdgeschichte. Nach 825 und 780 Millionen Jahre BC erfolgt das dritte Superplume, welches dem begonnenen Rifting der beiden Kontinente weitere Dynamik verleiht.

646.000.000 BC
Präkambrium – Proterozoikum – Neoproterozoikum – Cryogenium - Australien

Im Gebiet des heutigen Northern Territory auf dem Terran Australien schlägt der Asteroid Strangways ein und verursacht einen Krater von 25 Kilometern Durchmesser.

635.000.000 BC
Präkambrium – Proterozoikum – Neoproterozoikum – - Australien

Die Periode des Ediacarium in der geologischen Ära des Neoproterozoikums im Zeitalter des Proterozoikums beginnt. Benannt ist das Ediacarium nach den bekannten Fossilien der Ediacara-Fauna aus den Ediacara-Hügeln, einem Gebiet in der Flinderskette im australischen Bundesstaat South Australia. Dort findet der Geologe Reginald C. Spürigg 1946 Abdrücke von offenbar weichen Organismen, die sich vor allem an der Unterseite von Quarzit- und Sandsteinplatten erhalten. Organismen sind nicht selten; sie besitzen bis auf wenige Ausnahmen keine Hartteile und damit ein extrem kleines Fossilisationspotenzial. Im Ediacarium entstehen vermutlich die ersten Gewebetiere (Eumetazoa). Sie besitzen jedoch zunächst noch keine inneren oder äußeren mineralisierten Skelettteile. Ihre Fossilien sind dementsprechend sehr selten und nur aus wenigen Gegenden der Welt nachgewiesen. Es sind die ersten mit bloßem Auge sichtbaren Fossilien. Diese Entwicklung zu den Gewebetieren findet statt, nachdem zuvor mehrere vermutlich globale Eiszeiten das Klima auf der Erde beherrscht haben.

600.000.000 BC
Präkambrium – Proterozoikum – Neoproterozoikum – Ediacarium - Gondwana / Laurentia-Baltica / Pannotia (Größeres Gondwanaland)

Proto-Laurasia, der vor 200 Millionen Jahren vom Superkontinent Rodinia abbrach, schließt sich mit Ost-Gondwana und West-Gondwana im Zuge der panafrikanischen Orogenese zum neuen Superkontinent Pannotia am südlichen Polarkreis zusammen, der durch eine flüchtige Kollision der Kontinentalschollen entsteht, die sich tektonisch spreizen. Das heutige Westaustralien, der Kongo und Teile Südafrikas, der Antarktis, der Arabische Halbinsel und die Ostküste Indiens liegen – wie auch eine Nord-Süd Kette kleiner Terrane – in den Tropen, und damit eisfrei; der Rest der Erde vergletschert um den Südpol herum vollständig zum „Eishaus“. Die Anordnung der Kontinente ist also aus heutiger Sicht „verkehrt herum“. Das Erd-Jahr hat jetzt 420 Tage.

590.000.000 BC
Präkambrium – Proterozoikum – Neoproterozoikum – Ediacarium - Australia

Im Gebiet des heutigen Südaustralien schlägt der Asteroid Acraman ein und verursacht einen Krater von 90 Kilometern Durchmesser.

580.000.000 BC
Präkambrium – Proterozoikum – Neoproterozoikum – Ediacarium - Baltica / Laurentia / Gondwana

Der Iapetus-Ozean öffnet eine Lücke zwischen dem kombinierten Kontinent Baltica und Laurentia sowie Gondwana. Gondwana umfasst die in einer Landmasse zusammenhängenden heutigen Kontinente Südamerika, Afrika, Antarktika, Australia, Madagaskar und Indien.

570.000.000 BC
Präkambrium – Proterozoikum – Neoproterozoikum – Ediacarium - Australia

Im Gebiet des heutigen Westaustralien schlägt der Asteroid Spider ein und verursacht einen Krater von 13 Kilometern Durchmesser.

550.000.000 BC
Die Erde im Ediacarium
Präkambrium – Proterozoikum – Neoproterozoikum – Ediacarium - Gondwana / Laurentia / Australia / Baltica / Siberia

Der Superkontinent Gondwana bildet sich erneut und beinhaltet die heutigen Gebiete Afrika, Indien, Arabien und Südamerika. Die nächstgrößten Kontinente sind Australia, was den heutigen Kontinenten Australien und Antarktis entspricht. Die Kontinente Laurentia, heute Nordamerika, Baltica, Skandinavien und Siberia liegen in hohen südlichen Breiten, Siberia liegt etwas näher zum Äquator (etwa um den 30 Breitengrad), jedoch ebenfalls auf der Südhalbkugel. Das nördliche Südamerika befindet sich in der Nähe des Südpols, die Panthalassa bedeckt auch den Nordpol. Zwischen Laurentia und Gondwana hat sich noch vor dem Beginn des Ediacariums der Iapetus-Ozean geöffnet, der sich im Verlauf des Ediacariums ständig erweiterte. Zwischen Baltica und Siberia auf der einen Seite, die durch den Aegir-Ozean voneinander getrennt sind, und Gondwana auf der anderen Seite hat sich vor Gondwana eine Subduktionszone gebildet, durch die dieser Teil Gondwanas tektonisch deformiert und thermisch verändert wird (Cadomische Orogenese). Von diesem Teil Gondwanas werden im Paläozoikum mehrfach Teile abbrechen, die später mit Laurentia und Baltica verschweißt werden und heute den Untergrund von Teilen von Mitteleuropa und der Ostküste Nordamerikas bilden.


Präkambrium – Proterozoikum – Neoproterozoikum – Ediacarium - Australia
Im Gebiet des heutigen Nordaustralien schlägt der Asteroid Kelly West ein und verursacht einen Krater von zehn Kilometern Durchmesser.

545.000.000 BC
Präkambrium – Proterozoikum – Neoproterozoikum – Ediacarium - Australia

Im Gebiet des heutigen Nordaustralien schlägt der Asteroid Foelsche ein und verursacht einen Krater von sechs Kilometern Durchmesser.

541.000.000 BC
Die Erde am Beginn des Paläozoikums, 541 Millionen Jahre BC (Quelle: Wikipedia.de)

Phanerozoikum – Paläozoikum - Kambrium – Terreneuvium – Fortunium - Gondwana / Armorica / Baltica / Siberia
200 Millionen Jahre nach dem Zerfall des Kontinents Rodinia schließen sich die der Bruchstücke Proto-Laurasia (welches zwischenzeitlich zerbrach und sich als Laurasia wiederformte), der Kraton (Festlandskern) Kongo und Proto-Gondwana (das übrige Gondwana außer Atlantika) zusammen: Das heutige Westaustralien, der Kongo und Teile Südafrikas, der Antarktis, der Arabischen Halbinsel und die Ostküste Indiens sind in den Tropen und damit eisfrei; der Rest der Erde wird um den Südpol vollständig vergletschert. Die Anordnung der Kontinente ist demnach aus heutiger Sicht umgekehrt. Das Kambrium als chronostratigraphisches System und älteste geochronologische Periode des Paläozoikums und damit des Phanerozoikums beginnt. Es ist das unterste chronostratigraphische System und damit des Phanerozoikum in der Erdgeschichte. Der Name Kambrium wurde von Adam Sedgwick bereits 1835 nach dem lateinischen Namen von Wales (Cambria) vorgeschlagen, da dort Schichten des Kambriums aufgeschlossen sind. Es existiert ein großer Südkontinent Gondwana, der mit seinen nördlichen Ausläufern bis über den Äquator bis in nördliche Breiten reicht. Zu diesem Kontinent gehören nicht nur die "klassischen" Gondwana-Kontinente (Afrika, Südamerika, Indien, Madagaskar, Australien, Antarktis, Saudi-Arabien und andere), sondern auch einige kleinere Blöcke, die später mit den Nordkontinenten verschweißt werden, wie der Kleinkontinent Avalonia (Teile von Mittel- und Westeuropa), die Armorica-Terrangruppe (Teile von West- und Südeuropa), der Tarim-Block, der Sino-Koreanische Kraton und der Jangtse-Kraton. Diesem Großkontinent im Süden stehen drei kleinere Kontinente gegenüber. Laurentia (Teile Nordamerikas und Grönlands), Balticas (Nordosteuropas) und Siberias liegen alle etwas südlich des Äquators. Laurentia ist von Baltica und Gondwana durch den Iapetus-Ozean getrennt. Zwischen Baltica und dem Gondwana vorgelagerten Avalonia liegt der Tornquist-Ozean. Siberia ist durch den Aegir-Ozean von Baltica getrennt. Isoliert von diesen Kontinenten ist auch ein kleiner Kontinent Kasachstania, der im Karbon an Siberia angeschweißt wurde. Der Südpol befindet sich im Unterkambrium im heutigen nördlichen Südamerika. Er verlagert sich bis zum Ende des Kambriums nach Nordafrika bzw. Gondwana wandert entsprechend über den Südpol hinweg. Der Nordpol liegt zur Zeit im Meer. Zu Beginn des Kambriums scheint eine globale Erwärmung eingetreten zu sein. Der Meeresspiegel steigt im Laufe des Unterkambrium beträchtlich an. Die Sauerstoffkonzentration in der Atmosphäre ist zu Beginn des Kambrium niedriger als heute, hat aber vom ausgehenden Präkambrium zum Kambrium etwas zugenommen und steigt während des Kambriums weiter leicht an. Die CO2-Konzentration steigt im Laufe des Kambriums stark an und erreicht an der Kambrium/Ordovizium-Grenze einen absoluten Höhepunkt, der während des gesamten Phanerozoikums nicht mehr erreicht werden wird. Die Durchschnittstemperatur am Boden beträgt 21 Grad Celsius, der Sauerstoffgehalt pendelt bei 12,5 %, der Kohlendioxidwert liegt noch 12-16mal höher als heute, die durchschnittliche Bodentemperatur liegt bei 21 Grad Celsius und damit rund 7 Grad höher als heute). Der Beginn des Kambrium ist gekennzeichnet durch die sogenannte „Kambrische Explosion“, bei der in einem erdgeschichtlich recht kurzen Zeitraum sehr viele mehrzellige Tiergruppen entstehen bzw. im Fossilbericht erscheinen, deren grundsätzliche Baupläne sich teilweise bis heute erhalten. Der Beginn des Kambriums markiert somit für die Entwicklung der Tierwelt einen sehr wesentlichen Einschnitt in der Erdgeschichte, mit dem auch das Äonothem des Phanerozoikums beginnt, jener große geologische Abschnitt, in dem sich die Lebewelt, so wie wir sie heute kennen, entwickelt. Mit Ausnahme der Moostierchen (Bryozoa) sind bereits fast alle modernen Tierstämme im Kambrium vorhanden: Schwämme (Porifera), Nesseltiere (Cnidaria), Gliederfüßer (Arthropoda), Armfüßer (Brachiopoda), Weichtiere (Mollusca), Stachelhäuter (Echinodermata) und andere kleinere Stämme von Wirbellosen wie auch die Vorläufergruppen der Wirbeltiere. Es entwickeln sich jetzt viele Arten von erstmals harten Skeletten und Gehäusen. Dies wird einerseits erklärt als Schutz vor den ersten großen Räubern, die auch zu dieser Zeit auftreten, andererseits durch das große Angebot von Kalziumkarbonat durch eine Veränderung in der chemischen Zusammensetzung des Meerwassers. Das Auftreten von Gehäusen und Skeletten aus Kalziumkarbonat, die natürlich ein wesentlich besseres Fossilisationspotenzial haben als lediglich Weichteile, macht erklärbar, warum im Kambrium plötzlich so viele Tierstämme auftreten, über deren Vorfahren nichts bekannt ist. Vermutlich muss die Aufspaltung (Radiation) der vielzelligen Tiere (Metazoen) weit ins Ediacarium zurück verlegt werden. Als Leitfossilien zur biostratigraphischen Gliederung des Kambrium werden benutzt:

  • Trilobiten
  • Archaeocyathiden
  • Brachiopoden

Die wohl zu den Schwämmen zählenden Archaeocyathiden bauen die ersten größeren Riffe der Erdgeschichte. Sie sterben zu Beginn des Oberkambriums wieder aus. Aus der kambrischen Pflanzenwelt sind nur marine planktonische Algen bekannt. Das Land ist noch nicht von Pflanzen besiedelt. In Mitteleuropa gibt es nur sehr wenige Aufschlüsse bzw. Gebiete, in denen Gesteine des Kambriums an die Erdoberfläche treten. Es ist in den meisten Gebieten von dicken jüngeren Sedimentschichten bedeckt und/oder auch bei späteren Orogenesen metamorphosiert worden. Europa setzt sich aus verschiedenen geotektonischen Platten (Laurentia, Baltica, Avalonia und die Armorica-Terranes) zusammen, die zur Zeit teilweise sehr weit auseinander lagen. Sie wurden erst bei späteren Orogenesen in dieser Position zusammengefügt. Entsprechend vielgestaltig sind die Fazies und der Fauneninhalt der kambrischen Schichten in Mitteleuropa. Im heutigen Deutschland sind in folgenden Regionen Gesteine kambrischen Alters nachgewiesen worden: Schwarzwald, Spessart, Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Nordthüringen, Thüringisch-fränkisches Schiefergebirge, Fichtelgebirge, Bayrischer Wald, Oberpfälzer Wald, Erzgebirge, Vogtland, Lausitz und andere sowie auch in einigen Bohrungen Norddeutschlands, wobei besonders die Bohrung "Adlersgrund" in der Ostsee von Bedeutung ist. Während die genannten anderen Aufschlussgebiete alle zu Avalonia und der Armorica-Terrangruppe gehören, also im Kambrium noch zu Gondwana gehörten, liegt das Gebiet der Bohrung Adlersgrund im Kambrium auf Baltica. Aus dem Burgess-Schiefer in den Rocky Mountains Kanadas sind viele gut erhaltene Fossilien aus dem Mittleren Kambrium bekannt, vor allem Gliederfüßer, Anneliden, Onychophora, Priapuliden neben Trilobiten, Schwämmen und Fossilien, die keinem der heutigen Stämme zugeordnet werden können. Noch etwas älter ist die berühmte Chengjiang-Faunengemeinschaft im Maotianshan-Schiefer in China (heutige Provinz Yunnan). Weitere bemerkenswerte kambrische Fossillagerstätten sind die Orsten. Orsten sind Kalkknollen, die in Alaunschiefer eingelagert sind. In diesen Kalkknollen werden Chitinskelette in einer frühen Phase der Diagenese phosphatisiert und blieben dreidimensional erhalten. Mit schwacher Säure können diese hervorragend erhaltenen Chitiniskelette von kambrischen Arthropoden und deren Larvenstadien aus dem Gestein herausgelöst werden. Der Begriff Orsten stammt aus Schweden, wo zwei derartige Fossillagerstätten bekannt sind. Inzwischen wurde eine "Orsten"-Fossillagerstätte auch im Kambrium Australiens entdeckt. Die durchschnittliche Temperatur auf der Erde beträgt jetzt 21 Grad Celsius und ist damit 7 Grad Celsius höher als heute.

515.000.000 BC
Phanerozoikum – Paläozoikum - Kambrium – 2. Serie – 3. Stufe - Gondwana

Im Gebiet des heutigen Queensland in Australien schlägt der Asteroid Lawn Hill ein und verursacht einen Krater von 18 Kilometern Durchmesser.

360.000.000 BC
Phanerozoikum – Paläozoikum – Devon – Oberdevon - Famennium - Australia

Im Gebiet des heutigen Westaustralien schlägt der Asteroid Piccaninny ein und verursacht einen Krater von sieben Kilometern Durchmesser.

305.000.000 BC
Phanerozoikum – Paläozoikum – Karbon – Pennsylvanium - Kasimovium - Australia

Im Gebiet des heutigen Westaustralien schlägt der Asteroid Woodleigh ein und verursacht einen Krater von 120 Kilometern Durchmesser.

300.000.000 BC
Der Superkontinent Pangaea um 300 Millionen Jahre BC (Quelle: Wikipedia.de)
Phanerozoikum – Paläozoikum – Karbon – Pennsylvanium - Gzhelium - Pangaea
  • Alle Kratonen (Festlandskerne) der Erde schließen sich zu einem einzigen Kontinent zusammen, der - wie bereits der vereinigte Kontinent Nordamerika/Skandinavien/Asien Pangaea genannt wird. Der Name des Superkontinents ist zusammengesetzt aus dem griechischen pan = alles, allumfassend und gaia = Land, Erde, also Alles Land oder Ganzerde oder Allerde. Damit wird der Iapetus-Ozean und der Rheische Ozean geschlossen. Auch die kleineren Elemente Perunica, Armorica, aber auch die Kratone des heutigen Sibirien, Kasachstans, Nord- und Südchinas sowie mehrere vulkanische Inselbögen sind weitere Bestandteile. Pangaea ist umgeben vom weltumspannenden Ozean Panthalassa und seiner riesigen östlichen Bucht, der Tethys. Die Kimmerische Platte ist anfangs noch mit Indien und damit Gondwana verbunden. Die Palaeotethys trennt sie bald von Pangaea. Während dieser Periode wird nun der Nordteil Indiens von einer späten Phase des sogenannten Kambro-Ordovizischen Panafrikanischen Ereignisses oder Panafrikanischen Gebirgsbildung oder (?) Cadomische Orogenese (Gebirgsbildung im Norden Gondwanas) beeinflusst werden, welches durch unterschiedliche Schichtung von Sedimenten gekennzeichnet wird. Obwohl der Kontinent Pangaea nunmehr bis den Polarkreisen reicht, gibt es eigenartigerweise keinen Hinweis auf eine großflächige Vergletscherung dieser Regionen.
190.000.000 BC
Plesiosaurus (Quelle: Wikipedia.de)
Phanerozoikum – Mesozoikum – Jura – Unterjura - Pliensbachium - Pangaea
  • Die Kimmerischen Platten kollidieren mit Laurasia. Dieser Zusammenprall formt den Kimmerischen Faltengürtel mit allmählicher Schließung der Palaeotethys.
  • Der Plesiosaurus (auch Schlangenhalssaurier genannt), eines der langhalsigsten Lebewesen unseres Planeten, tritt auf. Von dieser Flossenechsen-Art werden im Gebiet von Holzmaden in Baden-Württemberg etwa drei Meter lange Skelette entdeckt. Das Reptil trägt einen kleinen Kopf auf dem langen Hals, der etwa die Hälfte des ganzen Tieres ausmacht. Im Gegensatz zu den langhalsigen Plesiosauriern werden die kurzhalsigen Flossenechsen als Pliosaurier bezeichnet. Zu diesen gehört die Art Rhomaleosaurus victor, von der in Baden-Württemberg im Raum Holzmaden zwei Exemplare und bei Ohmden ein Exemplar geborgen werden konnten. Rhomaleosaurus victor ist 3,80 Meter lang. Bisher ist nicht geklärt, ob die Plesio- und Pliosaurier lebendgebärend sind oder ob sie wie die im Meer lebenden Fischsaurier an Land ihre Eier legen. Man nimmt an, dass diese Tiere Eier legen, weil bisher an keinem der Fundorte von Plesio- und Pliosauriern in Deutschland, England, Nordamerika und Australien (Australien ist noch der Ostteil von Gondwana) Muttertiere mit Embryonen im Leib und auch keine ausgeschlüpften Jungtiere geborgen wurden. In aufgebauschten Pressemeldungen über das so genannte „Ungeheuer von Loch Ness“ wird dieses gelegentlich mit den letzten Plesiosauriern in Verbindung gebracht.
166.000.000 BC
Schnabeltier
Phanerozoikum – Mesozoikum – Jura – Mitteljura - Bajocium

Der gemeinsame Vorfahre aller heutigen Säugetiere lebt nach Auffassung der meisten Evolutionisten in dieser Zeit und sieht einem heutigen Reptil ähnlich. Das Tier trägt ein Fell und legt Eier. Das noch heute in Australien lebende Schnabeltier ist der bekannteste Vertreter dieser Art, obwohl es sich im Laufe der Millionen Jahre an seinen Lebensraum natürlich angepasst haben muss.

150.000.000 BC
Phanerozoikum – Mesozoikum – Jura – Oberjura - Tithonium - Australia

Im Gebiet des heutigen Northern Territoriy in Australien schlägt der Asteroid Liverpool ein und verursacht einen Krater von 1,6 Kilometern Durchmesser.

145.000.000 BC
Die Erde 145 Millionen Jahre BC (Quelle: Wikipedia.de)
Phanerozoikum – Mesozoikum – Kreide – Unterkreide – Berriasium
  • Der Zerfall von Gondwana, der bereits im Jura begonnen hat, setzt sich in der Kreide fort. Es kommt zur Trennung des noch zusammenhängenden Kontinents Australia/Antarktika und des zu Beginn der Kreide ebenfalls noch zusammenhängenden Kontinents Afrika/Südamerika, auch Indien spaltet sich ab. In der Unterkreide beginnt sich zunächst der südliche Südatlantik zu öffnen. Diese Öffnung wird sich im Laufe der Unterkreide weiter nach Norden fortsetzen.
  • Das Klima in der Kreide ist allgemein warm und ausgeglichen. Es ermöglicht einigen Dinosauriern, zumindest in den Sommermonaten, bis in hohe südliche und nördliche Breiten vorzudringen. Die Pole sind eisfrei und entsprechend ist auch der Meeresspiegel sehr hoch. Die durchschnittliche Temperatur der Erde liegt mit 18 Grad Celsius 4 Grad über dem heutigen Niveau. Der atmosphärische Kohlendioxid-Anteil liegt mit 1700 ppm sechsmal höher als heute. Der Sauerstoffgehalt in der Atmosphäre beträgt 30 Prozent und damit 150 Prozent des heutigen Niveaus.
142.500.000 BC
Phanerozoikum – Mesozoikum – Kreide – Unterkreide – Berriasium - Australia

Im Gebiet des heutigen Northern Territoriy in Australien schlägt der Asteroid Gosses Bluff ein und verursacht einen Krater von 22 Kilometern Durchmesser.

136.000.000 BC
Phanerozoikum – Mesozoikum – Kreide – Unterkreide – Valanginium - Australia

Im Gebiet des heutigen Northern Territoriy in Australien schlägt der Asteroid Goyder ein und verursacht einen Krater von drei Kilometern Durchmesser.

128.000.000 BC
Phanerozoikum – Mesozoikum – Kreide – Unterkreide – Barremium - Australia

Im Gebiet des heutigen Queensland in Australien schlägt der Asteroid Tookoonooka ein und verursacht einen Krater von 55 Kilometern Durchmesser.

120.000.000 BC
Kronosaurus (Quelle: Wikipedia.de)
Phanerozoikum – Mesozoikum – Kreide – Unterkreide – Aptium

Der bis jetzt längste Pliosaurier der Kreidezeit tritt im Gebiet des heutigen Australien auf. Er hat die nähere Bezeichnung Kronosaurus und erreicht eine Länge von maximal 12,80 Meter, wobei allein der Schädel 2,70 Meter misst. Letzterer übertrifft an Größe sogar den des später auftretenden Tyrannosaurus rex. Der Kronosaurus ernährt sich von Fischen.

110.000.000 BC
Phanerozoikum – Mesozoikum – Kreide – Unterkreide – Albium

Im Gebiet des heutigen Südaustralien schlägt der Asteroid Mount Toondina ein und verursacht einen Krater von vier Kilometern Durchmesser.

100.000.000 BC
Die Erde etwa 100 Millionen Jahre BC (Quelle: Wikipedia.de)
Phanerozoikum – Mesozoikum – Kreide – Oberkreide - Cenomanium - Gondwana / Laurasia / Indien

Der Kontinent Gondwana bricht endgültig auseinander. Als Bruchstück des ehemaligen Superkontinent Pangaea prallt die Afrikanische Platte im Zuge der Kontinentaldrift auf Europa, wobei die Alpen aufgewöblt werden, während der Aufprall Indien auf Laurasia den Himalaya entstehen lässt. Dieser Vorgang wird als "alpidische Orogenese" bezeichnet.


Phanerozoikum – Mesozoikum – Kreide – Oberkreide - Cenomanium - Antarktika / Zealandia
Der Kontinent Zealandia löst sich zwischen 130 und 85 Millionen Jahre BC von Antarktika, bleibt aber noch mit Australien verbunden.

70.000.000 BC
Colossochelys atlas (Quelle: Wikipedia.en)
Phanerozoikum – Mesozoikum – Kreide – Oberkreide - Maastrichtium - Australia / Antarktika / Zealandia

Der Kontinent Zealandia, der sich bereits zwischen 130 und 85 Millionen Jahre BC von Antarktika löste, jedoch noch mit Australien verbunden blieb, löst sich nun auch zwischen 85 und 60 Millionen Jahre BC von Australien. Daraufhin verliert der Kontinent an Höhe und wird im Laufe von Millionen Jahren im Meer verschwinden.

64.980.000 BC
Pantolambda, ein prähistorischer Verwandter der Siebenschläfer
Danium.jpg
Die Erde um 66 Millionen Jahre BC (Quelle: Wikipedia.de)
Phanerozoikum – Känozoikum - Paläogen – Paläozän - Danium - China / Laurentia / Südamerika / Antarktika

Säugetiere und Blütenpflanzen breiten sich jetzt weiter aus. Charakteristisch sind die ursprünglichen Siebenschläferverwandten (Gliriformes) und Pantodonta. Die Pantodonta sind die ersten größeren pflanzenfressenden Säugetiere, die im Fossilbericht erscheinen. Pantodonten lassen sich zuerst in der Shanhuang-Formation aus dem frühen Paläozän von China nachweisen. Bemalambda hat einen Schädel von 20 Zentimeter Länge und erreicht die Ausmaße eines großen Hundes. Auch in Laurentia (Nordamerika) werden Pantodontae nachgewiesen. Vertreter wie Coryphodon und Titanoides erreichen sogar die Größe eines Nashorns. Es gibt allerdings auch kleinere Arten, die weniger als 10 Kilogramm wiegen. Durch Zahnfunde sind die Pantodonta auch im Paläozän Südamerikas und dem Eozän der Antarktis nachgewiesen.

60.000.000 BC
Phanerozoikum – Känozoikum - Paläogen – Paläozän - Australia

Im Gebiet des heutigen Westaustralien schlägt der Asteroid Connolly Basin ein und verursacht einen Krater von neun Kilometern Durchmesser.

50.000.000 BC
Phanerozoikum – Känozoikum - Paläogen – Eozän - Ypresium
  • Die gesamte Erdoberfläche ist wahrscheinlich eisfrei. Allerdings liegt der Meeresspiegel jetzt 70 Meter höher als heute.
  • Im Gebiet des heutigen Westaustralien schlägt der Asteroid Goat Paddock ein und verursacht einen Krater von 5090 Metern Durchmesser.
35.000.000 BC
Phanerozoikum – Känozoikum - Paläogen – Eozän - Priabonium - Australien

Im Gebiet des heutigen Südaustralien schlagen der Asteroid Crawford und der Asteroid Flaxmann ein. Crawford verursacht einen Krater von 8,5, Flaxmann einen Krater von zehn Kilometern.

34.000.000 BC
Phanerozoikum – Känozoikum - Paläogen – Eozän - Priabonium - Antarktika

Das heutige Eis der Antarktis beginnt sich zu bilden. Dieses wie auch das Eis am Nordpol spielt eine wichtige Rolle bei der Kühlung der Erde, da es die Sonnenenergie zurück ins All reflektiert. Vor 16 Millionen Jahren existierte in der Antarktis noch ein troischer Regenwald bei einer Durchschnittstemperatur von 20 Grad Celsius.

33.500.000 BC
Phanerozoikum – Känozoikum - Paläogen – Oligozän - Rupelium

Die "Känozoische Kaltzeit" beginnt. Beide Pole der Erde vereisen völlig. Dieser Zustand hält bis heute an.

27.000.000 BC
Phanerozoikum – Känozoikum - Paläogen – Oligozän - Chattium - Laurasia / Gondwana / Australien / Antarktika

Zwischen Gondwana (Afrika) und Laurasia (Eurasien) entwickeln sich Landbrücken, die die Voraussetzung dafür sind, dass sich Tiere weit verbreiten können. Ab jetzt nehmen lediglich Australien und Antarktika eine gesonderte Entwicklung.

25.000.000 BC
Phanerozoikum – Känozoikum - Paläogen – Oligozän - Chattium - Laurentia / Laurasia / Indien / Gondwana / Australien / Antarktika

Die Kontinente der Erde nehmen in etwa ihre heutigen Positionen ein. Nord- und Südamerika sind noch nicht durch Mittelamerika verbunden, auch Afrika und Eurasien sind noch durch die kontinuierlich schmäler werdende Thetys getrennt. Australien und Antarktika haben sich bereits gelöst, befinden sich aber noch nahe beieinander. Die Indische Platte kollidierte mit der Eurasischen und es bildete sich der Himalaya. Große Flächen in Nordamerika, Eurasien und Afrika verlanden, aus der Inselwelt Europa beginn sich langsam eine zusammenhängende Landfläche zu bilden.

24.000.000 BC
Phanerozoikum – Känozoikum - Paläogen – Oligozän - Chattium - Australien / Antarktika / Zealandia

Der Kontinent Zealandia, der sich zwischen 130 und 60 Millionen Jahre BC von Antarktika und später von Australien löste, versinkt nun endgültig fast ganz unter den Meeresspiegel. Der südliche Teil von Zealandia, der von der Pazifischen Platte umgeben ist, bewegt sich im Vergleich zum nördlichen Teil, der von der Indo-Australischen Platte umgeben ist, nach Norden. Die Bewegung an dieser Plattengrenze ist verantwortlich für den Versatz des New Caledonia Basin im Vergleich zu seiner ursprünglichen Fortsetzung, dem Bounty Trough östlich von Neuseeland. Die beiden Becken sind durch ins Stocken geratenes Seafloor-Spreading entstanden (Failed Rift). Vulkanismus gab es in Zealandia bereits während und nach dem Loslösen Antarktikas und Australiens von Gondwana. Auch wenn sich Zealandia bereits bis zu 6000 Kilometer von Antarktika entfernt hat, so weist das zu Grunde liegende Magma die gleiche Zusammensetzung auf wie das der vulkanischen Vorgänge in Australien und Antarktika. Vulkanische Bildungen sind weit verbreitet, aber abgesehen von den großen Schildvulkanen, die Banks Peninsula und Otago Peninsula formten, werden nur geringe Mengen vulkanischer Produkte gefördert. Die Ursache für den Vulkanismus ist noch unklar; möglicherweise geht er auf einen Mantelplume zurück, über den Zealandia hinwegzog, und der Hotspot-Vulkanismus auslöst. Auf diese Weise entsteht möglicherweise die Kette der untermeerischen Vulkane der Lord Howe Seamount Chain.

1.000.000 BC
Phanerozoikum – Quartär – Pleistozän – Altpleistozän (Calabrium) - Australien

Im Gebiet des heutigen Westaustralien schlägt der Asteroid Veevers ein und verursacht einen Krater von 80 Metern Durchmesser.

810.000 BC
Phanerozoikum – Quartär – Pleistozän – Altpleistozän (Calabrium) - Australien

Im Gebiet des heutigen Tasmanien schlägt der Asteroid Darwin ein und verursacht einen Krater von 1000 Metern Durchmesser.

300.000 BC
Phanerozoikum – Quartär – Pleistozän – Mittelpleistozän (Ionium) - Australien

Im Gebiet des heutigen Westaustralien schlägt der Asteroid Wolfe Creek ein und verursacht einen Krater von 875 Metern Durchmesser.

160.000 BC
Phanerozoikum – Quartär – Pleistozän – Mittelpleistozän (Ionium) – Ostafrika / Terra

Der erste Mensch der Gattung Homo sapiens kommt im Gebiet des heutigen Äthiopien auf. Die Befürworter des „Arche-Noah-Modells“ gehen davon aus, dass sich aus diesen Menschen der heutige Mensch auf dem ganzen Planeten entwickelte. Andere sehen den Ursprung des Homo sapiens multiregional; so sei er an vielen Orten zur gleichen Zeit erschienen und habe sich den lokalen Umweltbedingungen jeweils angepasst. Ein Austausch von Genen unter diesen multiregionalen Homini habe dafür gesorgt, dass der jetzt lebende Mensch Homo sapiens Nachkomme aus einer Mischbevölkerung sei.

60.000 BC
Phanerozoikum – Quartär – Pleistozän – Jungpleistozän (Tarantium) - Australien / Neuguinea / Ozeanien

Die ersten Homo sapiens, über eine noch bestehende Landbrücke aus Südostasien kommend, treffen auf dem Kontinent Australien ein, der noch mit Neuguinea und Tasmanien verbunden ist, und besiedeln den gesamten Kontinent sowie den Rand Ozeaniens, das jedoch vorerst weitestgehend unbesiedelt bleibt.

55.000 BC
Phanerozoikum – Quartär – Pleistozän – Jungpleistozän (Tarantium) - Australien / Ozeanien

Australien, Tasmanien und Neuguinea bilden einen einzigen Kontinent, den Sahul. Die dort lebenden Bewohner der Gattung Homo erectus verstehen es, Bootsreisen von mindestens 100 Kilometer Länge zu unternehmen, um nach bewohnbaren Inseln in Ozeanien zu forschen.

50.000 BC
Australischer Aborigine
Phanerozoikum – Quartär – Pleistozän – Jungpleistozän (Tarantium) - Australien

Der Homo sapiens erreicht von Südostasien her Australien. Über eine bis etwa 10.000 BC noch nahezu geschlossene Landbrücke werden wahrscheinlich in mehreren Schüben verschiedene Volksstämme aus Asien nach Australien und Tasmanien gelangen und sich mit den später von den Europäern als „Aborigines“ (lateinisch: ab origine/von Anfang an) bezeichneten dunkelhäutigen, überwiegend als Sammler und Jäger lebenden Ureinwohnern des „fünften Kontinents“, vermischen.

40.000 BC
Phanerozoikum – Quartär – Pleistozän – Jungpleistozän (Tarantium)

Infolge des noch im Eis gebundenen Wassers liegt der Meeresspiegel während des Höhepunkts dieser Eiszeit etwa 120 Meter tiefer als im Jahre 1950 AD. Da die Eiszeit jetzt ihren kältesten Punkt erreicht, wird der Meeresspiegel in den nächsten Tausenden von Jahren langsam wieder ansteigen.


Phanerozoikum – Quartär – Pleistozän – Jungpleistozän (Tarantium) - Australien
Vorfahren der australischen Aborigines erreichen den australischen Kontinent. Einige dieser Siedler erreichen Australien auch auf dem Seeweg und können daher als die ersten bisher bekannten Seefahrer bezeichnet werden. In Australien bringen frühe Künstler Felsritzungen (Petroglyphen) und Höhlenmalereien an. Dies sind die frühesten Besiedlungsspuren von Homo sapiens auf dem Kontinent.

32.000 BC
Phanerozoikum – Quartär – Pleistozän – Jungpleistozän (Tarantium) - Australien

In der heute so genannten Höhle "Devil's Lair" leben Homo sapiens, die sich von Kängurus und Wallabys (ebenfalls eine Känguru-Art) ernähren.

30.000 BC
Phanerozoikum – Quartär – Pleistozän – Jungpleistozän (Tarantium) - Afrika / Indien / Ceylon / Australien / Asien

Am Ende des Jungpaläolithikum (Altsteinzeit) spaltet sich der Homo sapiens sapiens in drei Menschheitsgruppen auf: Negride, Europiden und Mongolide. Diese drei Gruppen weisen unterschiedliche äußere Merkmale auf. Die Haut der Menschen, die unter der steil einfallenden Sonnenstrahlung leben, färbt sich zum besseren Schutz vor UV-Strahlung schwarz. In den kühleren Zonen Afrikas jedoch verliert sich das schwarze Pigment, da nur helle Haut aus ultraviolettem Licht das lebensnotwendige Vitamin D bilden kann, um in der Winterzeit der Gefahr von Rachitis zu entgehen. Negride leben in Afrika (Pygmäen, San), in besonderen Gegenden Indiens, auf Ceylon, Neuguinea (Papua), Australien (Aborigines) und Japan (Ainu).


Phanerozoikum – Quartär – Pleistozän – Jungpleistozän (Tarantium) - Australien / Neuguinea / Salomonen
Die ersten Menschen erreichen die Inseln des Bismarckarchipels sowie der nördlichen Salomonen mit ihren Booten.

28.000 BC
Phanerozoikum – Quartär – Pleistozän – Jungpleistozän (Tarantium) - Australien / Vorzeit / Ozeanien

Auf der heutigen Insel Vorzeit, die immer noch über eine Landverbindung zu Australien verfügt, werden das Hochland und einige Inseln durch Gruppen von Melanesiern besiedelt.

25.000 BC
Phanerozoikum – Quartär – Pleistozän – Jungpleistozän (Tarantium) - Australien

Die Besiedlung Australiens einschließlich der Südostküste, Tasmaniens und dem Hochland von Neuguinea wird rasch fortgesetzt.

20.000 BC
Phanerozoikum – Quartär – Pleistozän – Jungpleistozän (Tarantium) - Australien

Menschen in der Höhle Koonalda in Australien gebrauchen erstmals in der Geschichte der Menschheit einen Feuerstein, der aus der dortigen Mine gewonnen wird. Es handelt sich um den ersten Bergbau der Menschheitsgeschichte.

18.000 BC
Phanerozoikum – Quartär – Pleistozän – Jungpleistozän (Tarantium) - Australien
  • Australien ist seit der späten Kreidezeit vom asiatischen Festland isoliert, auch in dieser Zeitperiode, als der Meeresspiegel 120 Meter niedriger ist als im 20. Jahrhundert ist, ist Australien zwar mit Neuguinea und einigen anderen Inseln zum Sahul-Kontinent verbunden, es besteht aber keine Landbrücke mehr nach Asien. So erfolgt die fortlaufende Besiedelung Australiens über die See.
  • Australien erlebt eine mehrere hundert Jahre anhaltende Trockenperiode.
  • Der Ort Roonka Flat auf dem Murray-Fluss wird erstmals von Menschen besiedelt.
16.000 BC
Phanerozoikum – Quartär – Pleistozän – Jungpleistozän (Tarantium) – Australien / Neuguinea

Australien erlebt mehr als tausend Jahre nach der ersten Trockenzeit eine weitere, mehrere hundert Jahre anhaltende Trockenperiode. Da der Meeresspiegel 120 Meter tiefer als im 21. Jahrhundert liegt, sind nunmehr Neuguinea und Tasmanien wieder von Australien aus über Land zu erreichen.

14.000 BC
Phanerozoikum – Quartär – Pleistozän – Jungpleistozän (Tarantium) - Südostasien / Australien / Ozeanien

Infolge der Erderwärmung und der daraus resultierenden Meeresspiegelerhöhung beginnt die Entstehung der Sundainseln wie zum Beispiel Java, Borneo und Sumatra, die bis jetzt eine Landbrücke nach Australien darstellten. Viele Menschen, die dort leben, interessieren sich nun für eine Auswanderung nach Polynesien.

12.500 BC
Phanerozoikum – Quartär – Pleistozän – Jungpleistozän (Tarantium) - Australien

Aufgrund des Anstiegs des Meeresspiegels infolge der Erderwärmung wird Tasmanien vom australischen Festland abgeschnitten.

12.000 BC
Phanerozoikum – Quartär – Pleistozän – Jungpleistozän (Tarantium) - Australien

In Australien entsteht ein Regenwald. Dies bedeutet, dass die Wallabies, die Wombats und die Opossums sich andere Lebensräume suchen und die Menschen ihnen folgen müssen, um zu überleben.

11.500 BC
Phanerozoikum – Quartär – Pleistozän – Jungpleistozän (Tarantium) – Südamerika / Ozeanien / Australien

In der Nähe von Belo Horizonte lebt „Luiza“, deren Skelett 13,5 Tausend Jahre später gefunden und untersucht wird. Es wird festgestellt, dass „Luiza“ große Ähnlichkeit mit australischen Aborigines und Melanesiern hat. Dies wäre ein Indiz dafür, dass die Bewohner Südamerikas nicht nur über die Landverbindung im Norden Nordamerikas, sondern auch per Boot über den Pazifik nach Südamerika gelangen.

10.000 BC
Phanerozoikum – Quartär – Pleistozän – Jungpleistozän (Tarantium) - Australien
  • In Australien entsteht ein neuer Typus Mensch mit einem schwereren und massigeren Schädel als beim heutigen Homo sapiens.
  • Durch die Gletscherschmelze steigen die Wasserstände. Die Küstengebiete Australiens werden überflutet. Die Menschen besiedeln das trockene Hinterland. Die Austrocknung der Seen führt zu einer Konzentration ihrer Siedlungen entlang der großen Flüsse. Sie ernten wilde Hirse mahlen sie die Samen mit Mühlsteinen.
9500 BC
Australien / Neuguinea

Im 10. Jahrhundert BC wird die Landbrücke zwischen Australien und Neuguinea für immer überflutet und trennt die beiden Gebiete voneinander. Viele australische Aborigines beginnen jetzt mit dem Fischfang; bislang war das Känguru ihr Grundnahrungsmittel. Der Gebrauch des Boomerangs als Jagdinstrument ist von jetzt an nur noch in Australien gebräuchlich.

5000 BC
Australien

Der anhaltende Meeresspiegelanstieg führt zur endgültigen Trennung Tasmaniens vom australischen Kontinent.

4800 BC
China / Taiwan / Sumatra, Borneo und Java / Neuguinea / Australien

Die heutige Insel Taiwan ist noch mit dem chinesischen Festland verbunden und die Halbinsel Malaya ist noch mit Sumatra, Borneo und Java verknüpft. Zwischen Neuguinea und Australien befindet sich ein Binnenmeer. Die Vorfahren der Yi-Menschen bewegen sich im Hochland Zentralchinas.


Australien
In dem Willandra Seengebiet in der heutigen Provinz New South Wales leben bis zu 300.000 Menschen.

4000 BC
Australien

Trotz der isolierten Lage des australischen Kontinents stehen die Aborigines in Kontakt zu anderen Kulturen. Der Dingo wird durch südostasiatische Seefahrer in Australien eingeführt.

2200 BC
Australien

Im Gebiet des heutigen Nord-Territoriums Australiens schlägt der Asteroid Henbury ein, der insgesamt 13 Krater mit einem Durchmesser von 180, 75, 73, 70, 65 und 30 bis 6 Metern hinterlässt.

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